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Test: Bitwig Studio 4.4, Digital Audio Workstation Update mit Spectral Suite

Update mit spektraler Suite

17. Oktober 2022
bitwig studio 4.4 spectral suite test

Bitwig Studio 4.4, Digital Audio Workstation Update mit Spectral Suite

Was war das für eine Aufregung bei der Ankündigung des Bitwig Studio 4.4 Update. In Internetforen kochten die Gemüter hoch und überschlugen sich in Empörungen. Bitwig wollte, entgegen den bisherigen Gepflogenheiten, die im Bitwig Studio 4.4 Update enthaltene Bitwig Studio Spectral Suite kostenpflichtig machen – auch für Besitzer eines Upgrade-Plans.

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Dass der Sturm im Wasserglas offensichtlich Wirkung gezeigt hat, zeigt ein offizielles Statement von Bitwig, in dem das Ganze wieder zurückgenommen wird. Dazu ein Zitat aus den News:

„Heißt im Klartext: Alle User mit bestehendem Upgrade-Plan werden für das aktuelle Update 4.4 sowie die Spectral Suite nicht extra zur Kasse gebeten. User, die die Spectral Suite seit ihrer Veröffentlichung am 05.10.2022 bereits erworben haben, erhalten entweder ihr Geld zurück oder können alternativ eine Verlängerung des Upgrade-Plans in Anspruch nehmen.“

bitwig studio 4.4 spectral suite

Na also, geht doch. Ich finde, dass der Preis für die Bitwig Studio Spectral Suite selber gerechtfertigt war, aber die Kunden im aktiven Update-Plan davon auszunehmen, hatte schon ein Geschmäckle. Andererseits muss man z. B. bei Ableton Live für Instrumente und Effekte von Ableton auch extra bezahlen.

bitwig studio spectral suite

Dieser Test gliedert sich in zwei Teile. Im ersten werden die wichtigsten Neuerungen seit Version 4.0.4 und unserem letzten Bericht auf AMAZONA vorgestellt. Im zweiten Teil wird dann die Bitwig Studio Spectral Suite genauer beleuchtet. Sind sie überhaupt die ganze Aufregung wert?

Bitwig Studio 4.4 – Neuerungen seit Version 4.0.4

Seit dem Bericht im Dezember 2021 sind vier neue Punkt-X-Versionen erschienen, in denen es einige Neuerungen gab. Obwohl wir jeweils zeitnah in den News darüber berichtet haben, hier noch mal eine Übersicht dazu:

Bitwig Studio 4.1

Hier gibt es acht neue Note-FX, die sich auf die Manipulation von eingehenden MIDI-Clips anwenden lassen. Die sechs Note-FX

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  • Humanize,
  • Quantize,
  • Randomize,
  • Strum,
  • Bend
  • und Note Repeats

erklären sich von selbst. Interessant sind vor allem die zwei Note-FX Ricochet und Dribble. Hier wird den eingehenden Noten mit etwas newtonischer Physik im wahrsten Sinne des Wortes „auf die Sprünge geholfen“.

„Ricochet“, also Querschläger, triggert mit jeder Note einen virtuellen Ball, der in einem virtuellen 2D-Raum an die Wände und wieder zurück prallt. Der Clou ist, dass man sowohl Größe und Geschwindigkeit der kleinen Noten-Kugeln als auch den betreffenden Raum einstellen und modulieren kann.

bitwig studio 4.1 bitwig studio 4.1

„Dribble“ wiederum imitiert die Flugbahn eines Balles im Gravitationsfeld. Die resultierenden Noten verlieren dann entsprechend an Velocity. Über den Parameter „Damping“ wird das virtuelle Gewicht bzw. die Gravitationskonstante verändert. Wie weit und mit welcher Kraft der Ball geworfen wurde, stellt man über „1st Bounce“ ein. Niedrige Werte resultieren auch in einer niedrigeren Ausgabe-Velocity – auch im Takt darf gedribbelt werden.

Beide Effekte in Kombination sorgen für recht erfrischende Variationen.

Bitwig Studio 4.2

Drei neue Modulationseffekte sind bei diesem Update hinzugekommen und mit einem „Plus“ versehen. Chorus+, Flanger+ und Phaser+ kommen alle mit vier verschiedenen Betriebsarten, die jeweils ein anderes Hardware-Gerät zum Vorbild haben.

Für Frickler ist das Note-Grid und der Channel-16 Modulator-Device ein interessantes Angebot. Note-Grid ermächtigt die Nutzer, jede einzelne Note eines MIDI-Clips im internen Modular-Grid zu bearbeiten. Audio-Rate-Modulation von Note-on-Messages? Kein Problem!

Der neue Modulator Channel-16 birgt die Möglichkeit, eine Art Mini-MIDI-MPE zu stricken. Er teilt zunächst den MIDI-Clip in 16 MIDI-Kanäle auf. Dazu muss der Clip entweder Noten auf verschiedenen Kanälen enthalten oder durch das Note-Grid dazu „gezwungen“ werden.

bitwig 4.2

Dann kann man jede Note auf jedem der Kanäle als On/Off-Modulator nutzen, um allerlei fernzusteuern. In den Sinn kommen da z. B. LFO-Teiler, die mal 1/2, 1/4 oder 1/8-taktig schwingen. Ein globaler Anteil und ein Lag-Operator dienen zum Justieren der Modulationen.

Bitwig Studio Version 4.3

Star dieses Updates ist „Convolution“, ein Faltungshall. Die mitgelieferten 270 Impulsantworten sind ein gutes Fundament.

bitwig studio 4.3 convolution

Dazu gesellen sich noch ein neues Delay-FX, das „Delay+“ und zwei Module für das Grid: „Union“, ein Oszillator und ein Low-Pass, modelliert nach dem guten alten Moog Ladder-Filter.

Bitwig Studio 4.4 Update

Da sich die Versionen von Bitwig Studio in den letzten Tagen förmlich überschlugen, kommt hier nun die zurzeit aktuelle Version 4.4. Die Hauptattraktion des Bitwig Studio 4.4 Update ist sicherlich die eingangs erwähnte Bitwig Studio Spectral Suite. Und die wollen wir uns mal näher betrachten.

Spectral Suite: ein Container, mehrere Aufteilungsmöglichkeiten

Die Bitwig Studio Spectral Suite im Bitwig Studio 4.4 Update ist zunächst in ihrer Grundstruktur als Container aufgebaut. Das heißt, es stehen die üblichen Modulationen zur Verfügung. Dann kommt ein Algorithmus, der das eingehende Audiosignal aufspaltet. Diese Spaltungsprodukte können dann je in einer eigenen Effektkette bearbeitet werden. Außerdem gibt es noch globale Pre- und Post-FX, die alle Anteile beeinflussen.

Freq-Split

Oberflächlich der einfachste Vertreter der Bitwig Studio Spectral Suite ist der Freq-Split. Man teilt das Signal mit extrem steilflankigen Filtern in vier Frequenzbereiche auf und kann daraufhin die Bänder einzeln mit Effekten versehen. Nun, das kann man auch mit herkömmlichen FIR-Filtern erreichen – die Neuerung liegt in der schieren Anzahl und der Verschiebbarkeit der Splits.

Denn obwohl das Signal letztendlich nur auf vier Ausgänge aufgeteilt werden kann, kann man die Aufspaltung stufenlos von 1 auf 1.024 regulieren. Die Abbildung macht das deutlich. Dann kann man mit „Nudge“ und „Split“ die Verteilung der Bänder weiter manipulieren. Zusätzlich kann man die ansonsten gleichmäßig verteilten Bänder mit den beiden Einstellungen „Split-Bend“ und „Split-Pinch“ verzerren.

Auch ein Überblenden der einzelnen Bänder ist möglich, so dass immer ein wenig von den Seitenbändern mit in das aufgeteilte Signal kommt.

Von einfachen Multiband-Aufteilungen und -Bearbeitungen (z. B. jedem Band einen Kompressor zuordnen und man hat einen Multiband-Kompressor) bis hin zu Phaser-/Flanger-/Chorus-artigen Effekten ist hier eine Menge an Klangverformungen und -experimenten möglich.

Harmonic Split

Sehr interessant ist dieser Bitwig Studio Spectral Suite Effekt. Denn diese Aufteilung nach geraden, ungeraden und nicht-harmonischen Anteilen ist nicht so leicht mit anderen Plug-ins nachzustellen.

Bitwig-Spectral-Suite_Harmonic-Split-SD

Harmonic Split analysiert das Eingangssignal nach einer fundamentalen Frequenz. Daraus leitet es die harmonischen Anteile gerade und ungerader Art ab und packt alles, was nicht in diese Kategorien passt, in die die Schublade „Nons“.

Um den Algorithmus besser an das jeweilige Signal anpassen zu können, kann man mit den „Frequenz-Pinzetten“ das Analyseband einschränken. Ein Threshold-Regler schränkt zudem den Effekt leiser Signale auf die Analyse ein.

Die „Harmonics“-Einstellung verändert die Spreizung der harmonischen Aufteilungen. So kann man in der einfachsten Einstellung den Grundton von allen Harmonischen trennen. Die nächste Einstellung teilt nach geraden/ungeraden Harmonischen auf. Geht man weiter, können immer andere harmonische Gruppierungen erzeugt werden. So z. B. alle Vielfachen der 3. Harmonischen (und im anderen Korb dann eben diese, die es nicht sind) und so weiter.

Obwohl es sich nach der vorangehenden Beschreibung erst nicht so anhört, können auch Akkord-Flächen wunderbar aufgeteilt werden. Selbstverständlich sind hier die Ergebnisse stark vom Ausgangsmaterial abhängig. Tonales Material wird hier mehr Brauchbares liefern als Drums. Denn dafür ist der …

Transient-Split

… gedacht. Wird dieser mit einem Drum-Loop gefüttert, so kann er sozusagen das Fell vom Kessel trennen. In einem Bereich landen die Attack-Sounds, im anderen der tonale Anteil.

Das wird mit den beiden Split-Reglern sowie einem Tilt-, einem Decay-Parameter für die Transientenanteile und einem Smoothing-Parameter für die tonalen Anteile erreicht. Damit wird die Balance des Signals vor und nach dem eigentlichen Split bestimmt. So kann man genau festlegen, wie viel in den jeweiligen Korb fällt.

Vor allem bei vorgefertigten Loops kann man so sehr schnell an Variationen gelangen oder den Loop besser auf den aktuellen Track anpassen. Ist die Bassdrum zu boomy, so komprimiert man eben den tonalen Anteil des Drum-Loops.

Hört man allerdings den tonalen Anteil Solo ab, fallen einem sofort die Schwächen des Transient-Splits auf. Erstens kommt immer noch ein erheblicher Anteil an Transienten im „Tones“-Kanal an und zweitens kann man deutlich Zerlegungsartefakte hören. Es klingt so ähnlich, als ob ein De-Noise-Plug-in zu stark genutzt wurde. Da zirbelt es Sinusse an einigen Ecken und Kanten.

Sind beide Kanäle aktiv, kann man das allerdings so gut wie nicht mehr wahrnehmen. Dennoch, bis jetzt das schwächste Plug-in, was die Trennung des Signals angeht.

Bitwig Studio Download

Bitwig Studio Download

Kundenbewertung:
(2)

Loud-Split

Loud-Split heißt das vierte Plug-in der Bitwig Studio Spectral Suite. Hier wird nach Lautstärke getrennt. Man hat diesmal eine Dynamik-Pinzette, um das Signal in drei Bereiche einzuteilen. Dazu gibt es noch einen Tilt-, einen Rise- und einen Fall-Parameter. Mit Tilt beeinfluss man ein Filter, das entweder die tiefen oder die hohen Frequenzen hervorhebt. Rise und Fall dienen dabei als eine Art einfache Expander und Kompressor, um das Signal in den Lautstärkebändern anders zu verteilen.

Bitwig-Spectral-Suite_Loud-Split-SD

Auch hier können in den einzelnen Bändern deutlich Artefakte gehört werden, die am Ende wiederum nicht so stark zu tragen kommen, wenn man das gesamte Signal abhört.

Rein effektiv kann man damit ungefähr das machen, was auch mit dem Transient-Split und dem Freq-Split geht – es befindet sich irgendwo dazwischen.

Fazit für Bitwig Studio Spectral Suite

Es macht Spaß, auf Klangsuche zu gehen. Für Flächen und tonales Material sind dafür hauptsächlich Freq-Split und-Harmonic Split am besten geeignet. Dynamisches Material wie Drums profitieren eher von Transient-Split und Loud-Split. Aber keiner verbietet es natürlich, es auch anders herum zu probieren.

Das Manko der Bitwig Studio Spectral Suite ist mal mehr, mal weniger die Aufteilung der Signale mithilfe einer FFT und deren Rücktransformation über eine IFFT. Das kann man deutlich hören, sofern die aufgeteilten Bänder solo abgehört werden. Je nach Einstellungen hört man teilweise deutlich Artefakte. Meistens jedoch stören sie das Endergebnis nicht.

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Fazit

Das aktuelle Bitwig Studio 4.4 Update bietet mit der Bitwig Studio Spectral Suite eine tolle Möglichkeit, neue Klangideen umzusetzen oder auf unerforschtes Klanggebiet vorzudringen.

Betrachtet man alle aufgeführten Neuerungen seit unserem letzten Test der Version Bitwig Studio 4.0.4, kann man nur staunen, mit welchem Tempo Bitwig neue Plug-ins und Bugfixes raushaut. Das ist schon erstaunlich.

Insgesamt rundherum zu empfehlen. Ein sehr gutes Update.

Plus

  • Bitwig Studio Spectral Suite ermöglicht ungewöhnliche Klanggestaltungen

Preis

  • Update 4.4 / Spectral Suite: kostenlos mit aktivem Upgrade-Plan
  • Vollversion Bitwig Studio: 389,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    gaffer AHU

    Irgendwie tun mir die Softwareentwickler wie Bitwig leid. Sie müssen Geld verdienen, dürfen gleichzeitig nicht zu viel verlangen, wenn ein Konzern wie Apple bis auf den niedrigen Einstiegspreis für seine DAW nichts verlangt. Sie wissen, jeder Nutzer braucht auch einen Mac. Da wird verdient. Diese Option hat sonst keiner

  2. Profilbild
    pulpicon

    gibt’s in aBitwig jetzt endlich Undo pro Durchlauf für MIDI cycle recording? Und retrospective MIDI Recording? musste deswegen damals leider wieder zur Ableton zurück…

  3. Profilbild
    random17cgn

    „Andererseits muss man z. B. bei Ableton Live für Instrumente und Effekte von Ableton auch extra bezahlen.“

    Na ja, Ableton hat aber auch keinen Upgrade-Plan wie Bitwig, der letztendlich ein perfides Abo-Modell darstellt. Auch wenn Du ein „Bitwig Fanboy“ bist (das ist offensichtlich), solltest Du nicht Birnen und Äpfel vergleichen, sondern Dich auf die Bananen konzentrieren, um die es hier eigentlich geht.

    BTW: Ich erlebe die Updatepolitik von Ableton bei Weitem als angenehmer respektive fairer. Hoffentlich bleibt das so auch noch ein Weilchen – ich vermute allerdings, dass sich auch dort irgendwann ein in welcher Form auch immer ausgestalteter Upgradeplan auftut… wir werden es sehen.

    • Profilbild
      Holk

      „Perfides Abo-Modell“ ist doch übertrieben. Man kann Bitwig Studio einfach kaufen, benutzen und behalten – so lange man möchte. Die Lizenz kann auch jederzeit verkauft werden. Abo-Modelle wie z.B. von Adobe oder Roland ermöglichen das nicht. Dort „mietet“ man die Software und danach ist es vorbei (ja, bei Roland kannst Du nach einem Jahr zwei Plugins in Dein Eigentum übergehen lassen – bei Adobe ist nach Ablauf der Miete keine weitere Nutzung möglich. Bei einem Zeitschriften Abo behalte ich wenigstens die kompletten „Releases“ die ich während meines Abos digital gedownloaded oder per Post erhalten habe.)

      Bisher konnte man sogar immer problemlos auch dann auf eine aktuelle Bitwig Version upgraden, wenn damit eine ganze Version „übersprungen“ wurde. Es gibt Leute die haben einen Upgrade Plan während einer Aktion günstig gekauft und diesen erstmal „liegengelassen.“ Erst nach mehreren Jahren wurde er dann eingelöst und damit dann von einer 1er Version direkt in eine aktuelle 4er Version geupgraded. Es gibt wahrlich Schlimmeres als Bitwig’s Upgrade Policy …

      • Profilbild
        martin stimming

        find ich auch! anscheinend ist er aber schon in dem Maße kompliziert dass es, ich sags mal neutral, Einfallstor für Irritationen sein kann.

        die neuen Plugins sind übrigens der Wahnsinn!

      • Profilbild
        random17cgn

        „Perfides Abo-Modell“ war tatsächlich übertrieben von mir… nehme ich hiermit zurück, kann den Kommentar leider nicht mehr bearbeiten.

    • Profilbild
      t.goldschmitz RED

      -> Auch wenn Du ein „Bitwig Fanboy“ bist <-   Hihi, das ist sowas von weit weg von der Wahrheit, das ist wieder lustig. Ich habe Bitwig damals in Version 4.0.4 getestet – und bis zum Test der aktuellen Version (ein Jahr später) kein einziges mal gestartet. Fanboy sieht anders aus, finde ich ;). Jetzt nutze ich es ab und zu wegen der Spectral-Plug-Ins, denn der allgemeine Workflow ist nichts für mich.   Wenn ich schon das fragwürdige Label „... Fanboy“ aufgedrückt bekomme, dann möchte ich es aber bitte auch richtig tituliert: -----Reaper Fanboy----- (ohne Anführungszeichen), lasse ich mir gerne gefallen!

      • Profilbild
        random17cgn

        Wie Du magst… ich kenne die Wahrheit nicht! Reaper ist auch klasse – unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis.

  4. Profilbild
    padbell

    Naja, das, worüber sich die Leute wirklich aufgeregt haben ist wohl mehr die Tatsache, dass kurz vor Release der Spectral Plug-Ins kurzerhand der/die/das EULA geändert wurde, um die Extra-Kosten erst zu ermöglichen.

    Ungeachtet dessen, ob ich Updates auslassen kann oder nicht, wurde der – gerade für Freizeit-Musiker – nicht ganz billige Update-Plan bei Erscheinen damit gerechtfertigt, dass in der Studio-Version alle Neuerungen inklusive sind, wenn man einen aktiven Update-Plan hat. Dieses Verkaufsargument wurde durch die EULA Änderung gekippt. Dann kam die Veröffentlichung der Spectral Suite und viele befürchteten damit wird ein Tor geöffnet für eine Studio Plus oder Pro Version deren Update Plan dann bei 200+ liegt…

    Es geht mehr um die psychologische Komponente.
    Wenn ich mich für eine Softwareprodukte heute entscheide ist nicht nur der jetztige Anschaffungspreis zu kalkulieren sondern auch die Preise für Updates. Bei den von Bitwig angegebenen Preis des Update-Plans war man auf der sicheren Seite immer ganz vorn dabei zu sein und ALLES zu bekommen für den jährlichen Obolus. Wenns wirtschaftlich nicht so gut läuft kann ich Updates auslassen, legal weiterarbeiten, und irgendwann wieder aktualisieren wenn Kohle da ist.
    Das wurde hier unterwandert. Insofern konnte ich die Aufregung gut nachvollziehen.
    (Von dem diletantischen PR Desaster wollen wir erst gar nicht reden…)

    • Profilbild
      Lapin

      ich denke die Krux ist, dass man beim upgradeplan für Features im voraus bezahlt. man weiss zwar nicht welche Features kommen aber man kriegt sie. add-ons und Premium Versionen führen das Modell ad adsurdum

      dagegen bei Ableton wird eine neue Version mit neuen Features veröffentlicht und danach bezahlt man.

      gut dass sie zurückgerudert sind, wäre mM der Anfang vom Ende gewesen

      • Profilbild
        random17cgn

        „ich denke die Krux ist, dass man beim upgradeplan für Features im voraus bezahlt. man weiss zwar nicht welche Features kommen aber man kriegt sie.“

        Guter Punkt… das hat mich die letzten Jahre auch bei Steinberg oft geärgert: Die jährlichen Upgrades (immer relativ kurz vor Weihnachten) waren zumindest aus meiner Perspektive oft dermaßen bescheiden, dass ich mich am Ende immer gefragt habe, ob es die 69 EUR wirklich wert sind.

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