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Test: Steinberg Cubase Pro 12, Digital Audio Workstation

4. April 2022

Das Major Update im Check

Steinberg cubase pro 12 test

Steinberg Cubase Pro 12, Digital Audio Workstation

Ein neues Zeitalter ist laut der Hamburger Softwareschmiede mit Steinberg Cubase Pro 12 angebrochen: Mit diesem Major Release folgt der Sequencer der hauseigenen Notationssoftware Dorico 4. Hier wurde bereits mit dem letzten Update der Kopierschutz ohne Dongle umgesetzt. Ein Wunsch direkt aus dem Kreise der Nutzer.

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Schon gab es „Unkenrufe“ im Netz, dass das neue Kopierschutzsystem das einzige neue Feature für das Update auf Cubase 12 sein soll – glücklicherweise nicht. Auch diese Neuerungen verdienen einen genaueren Blick.

Steinberg Cubase Pro 12

Ganz schön viel zum Installieren.

Update ohne Dongle und First Look

Die wohl prominenteste Änderung bei Steinberg Cubase Pro 12 ist der Verlust des USB-Dongles. Bisher musste ein Lizenz-Aktivierungs-Code eingegeben werden, der die entsprechende Berechtigung auf den USB-eLicenser geschrieben hat. Dieser galt dann als Lizenznachweis und musste stets eingesteckt sein, wenn Cubase laufen sollte. Im Falle eines Updates wird ein Dongle mit entsprechend updateberechtigter Lizenz gewählt. Das funktionierte bisher immer tadellos einfach – solange der Lizenz-Server von Steinberg nicht in die Knie gegangen ist.

steinberg cubase 12

So wird ohne Dongle aktiviert

Im Prinzip geht das mit der Lizenz ohne Dongle ganz genauso. In den einschlägigen Nutzerforen im Netz der Netze wurde teilweise von Problemen beim Upgrade der Lizenz berichtet. Zwar sind diese Stimmen sehr lautstark, jedoch sehr deutlich in der Minderheit, was die Reaktionen darauf zeigen. Auch auf dem Testsystem war das Upgrade der Lizenz vollkommen problemlos und ist von der Einfachheit der Dongle-Ära nicht zu unterscheiden. Daher: gut gemacht Steinberg.

Die Installation selbst hat sich nicht verändert und ist entsprechend einfach und ohne irgendwelche Schwierigkeiten. Somit hinterlässt die erste Cubase Installation in der donglefreien Ära erstmal einen guten Eindruck.

Beim Start von Steinberg Cubase Pro 12 ergeben sich erstmal keine Überraschungen: Die DAW sieht genau so aus wie die Vorgängerversion. Zumindest auf den ersten und zweiten Blick. Gut so, denn Kleinigkeiten, die sich regelmäßig ändern hemmen den Workflow doch etwas. Allerdings drängen sich die Neuerungen auf diese Weise nicht so sehr auf, doch der Reihe nach:

Steinberg Cubase Pro 12

Neue Farben!

Das neue MIDI-Remote-System

Das Implementieren von Hardware-Controllern war unter den letzten Cubase-Versionen nicht mehr so ganz auf der Höhe der Zeit. Das Einbinden der Evergreens wie Mackie HUI, Mackie Control Universal (Pro) etc. läuft sehr simple: Einstöpseln, in Cubase anwählen und fertig – (fast) Plug’n’Play. Sollte jedoch ein anderer Controller eingebunden werden oder ein komplett eigenes Setup mit einer Standard-Hardware realisiert werden, musste der generische Remote Controller bemüht werden. 2022 keine zeitgemäße Lösung mehr, da dies eben nicht komfortabel von der Hand geht und einige Marktbegleiter es deutlich besser machen. Hier setzt das neue MIDI-Remote-System von Steinberg Cubase Pro 12 an.

Steinberg Cubase Pro 12

Das neue MIDI-Remote-System!

Auf einem grafischen Editor lassen sich die Bedienelemente des MIDI-Controllers einrichten und mit Funktionen belegen. Im Prinzip ist das der Einrichtung eines generischen Controllers ähnlich, jedoch ist die neue Lösung sehr viel komfortabler: Die Programmierung erfolgt visuell. Via MIDI-Learn lassen sich bequem MIDI-Befehle und Cubase-Funktionen miteinander verbinden. Leider auch nur mit MIDI-Learn. Soll (oder muss) die Zuweisung manuell erfolgen oder korrigiert werden, lässt Cubase seine User (noch) im Regen stehen. Denn: Nicht mit allen Controllern hat das Lernen der Befehle richtig funktioniert. Auch ein nachträgliches Ändern der MIDI-Ports wollte nicht funktionieren. Ein Richtiger Fortschritt sähe anders aus – schade. Steinberg gibt an, dass man sich bei der neuen MIDI Remote API zunächst auf einfache Keyboard Controller fokussiert hat. Das ist nachvollziehbar und erklärt einiges. Man stünde mit dieser API erst am Anfang – also soll noch etliches kommen, sehr schön. Die sehr komfortable Menüstruktur beim Zuweisen der Befehle an den Controller fällt äußerst positiv auf. So geht das heute. Damit wird der Generische Controller wohl in einem der nächsten Major-Updates in Rente gehen.

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Etwas schade ist, dass die klassischen Controller (Mackie CU, EuCon etc.) hier nicht als fertiges Template im neuen Remote-System zur Verfügung stehen. So könnte man die Standards einfach etwas an den eigenen Workflow anpassen und individualisieren. Das fehlt noch. Auch fehlt die Option, dass das MIDI-Remote-System von Steinberg Cubase Pro 12 Readouts an den Controller liefern kann: Es ist nicht möglich den Spurnamen, die Timecode-Position etc. an den Controller zu senden und anzuzeigen, sehr schade. Aber wie gesagt: Steinberg sieht sich bei der MIDI Remote Schnittstelle erst am Anfang, man darf also gespannt sein.

Ebenso würde eine echte Script-Option dieses Feature noch deutlich aufwerten, denn das angestaubte Makro-System gehört längst in Rente! Leider ist es mit der Feature-Pflege im Hause Steinberg nicht immer zum Besten bestellt, wie hier schon des Öfteren angemerkt. Die VST-Expression-Schnittstelle hat bspw. noch immer die erwähnten Fehlerchen und ist der Variante im neuen Digital Performer und der Community-Lösung für Reaper hoffnungslos unterlegen. Ein echter Vorsprung wurde somit ohne Not aufgegeben – schade. Hoffen wir, dass es diesem Feature besser ergehen wird.

Neues aus der Plug-in-Abteilung

Steinberg Cubase Pro 12

Der neue FX-Modulator

Steinberg Cubase Pro 12 bringt zwei neue Plug-ins mit sich. Den Raiser und den FX Modulator. Letzterer ist eine Art Multieffekt mit eingebauten LFO. Es kann eine Effekt-Chain mit bis zu sechs Effekten aufgebaut wurden, dafür stehen vierzehn verschiedene Effekte zur Verfügung. Die Parameter können nach einer beliebigen Kurve (also quasi LFO) moduliert werden. Dabei kann jeder Effekt (und Parameter) eine eigene Kurve erhalten. Auch die Zeitbasis (ganze Note, halbe Note usw.) ist für jeden Effekt frei wählbar. Zusätzlich ist noch Sidechaining (für jedes Modul einzeln) möglich und die Begrenzung eines Effektes auf einen Frequenzbereich, auf den er wirken soll. Schade ist, dass jeder Effekt nur einmal verwendet werden kann. Ebenso eine gute Idee wäre es, wenn externe Plug-ins anstatt bzw. zusätzlich zu den internen Effekten geladen werden könnten. Das wäre echte Flexibilität. Denn, sind wir mal ehrlich: Der interne Filter ist schon nicht so übel, aber unter Umständen wartet im virtuellen Effekt-Rack ein viel besseres Filter auf den Einsatz im FX-Modulator, der aber derzeit so nicht möglich ist; schade. Trotzdem ein gelungenes Feature.

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Etwas gewichtiger scheint der neue Limiter in Steinberg Cubase Pro 12 zu sein, der auf den Namen Raiser hört. Klanglich und von der Bedienung her gibt es keine Überraschungen: Das gute Stück spielt in der Oberliga mit und kann sich mit den im Markt käuflich zu erwerbenden Kollegen messen – wenn auch evtl. nicht mit der absoluten Topspitze. Solch ein Plug-in kostet zwischen 100,- und 200,- Euro, wenn man es dazukaufen möchte.

Bedauerlich ist, dass der Raiser etwas archaisch wirkt: Loudness (R128/LUFS) ist ihm ein Fremdwort. Das haben die extra erhältlichen Marktbegleiter leider meist besser drauf: Hier wurde eine Chance verpasst.

Steinberg Cubase Pro 12

Der neue Limiter – was kann er reißen?

Um es noch mal klar zu sagen: Der Raiser ist ein tolles Plug-in und ein eindeutiger Mehrwert. Vom Sound her braucht sich der Kollege nicht verstecken. Nur auf der Seite der Bedienung/Loudness-Integration wurden Optionen verpasst. Auch verpasst wurde den Raiser außerhalb von Cubase nutzbar zu machen – wie bei allen Effekt-VST3-Plug-ins. Nicht einmal WaveLab Pro kann ihn nutzen. Das konterkariert die Idee eines Plug-ins!

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Das neue Lizenzierungssystem

Seit Anfang dieses Jahres verabschiedet sich Steinberg langsam vom eLicenser (USB-Dongle) – angekündigt war es bereits 2021. Das Thema Dongle wurde in der Anwenderschaft kontrovers diskutiert. Interessant ist, dass manch einer (oder manch eine) den Dongle lieber gestern als heute loswerden wollte, während andere den Dongle gerne behalten wollten.

Fakt ist: Vollständig neue Software kommt selten(er) mit Dongle-Kopierschutz auf den Markt. Fakt ist auch, dass Steinberg Cubase Pro 12 künftig ohne Dongle auskommt – ebenso wie die noch kommenden Steinberg-Produkte. Interessant wäre die Option gewesen die Anwender entscheiden zu lassen: wer möchte, arbeitet weiterhin mit Dongle, wer nicht will eben ohne.

Steinberg Cubase Pro 12

Das Performance-Tool wurde überarbeitet

In einigen Internetforen wurde sich beschwert, dass nach dem Cubase 12 Update Halion (…) nicht ohne Dongle läuft: Das ist kein Wunder! Derzeit sind nur Dorico 4 und Cubase 12 donglefrei. Die andere Software muss erst noch dahingehend umgerüstet werden. Laut Steinberg soll das mehrheitlich erst mit Major-Updates erfolgen. Einige Produkte/Librarys sollen aber bereits vorab auf das neue System umgerüstet werden. Interessant wäre auch eine Art virtueller Cloud-Dongle, so dass die alte Software, die nicht mehr upgedatet wird, aber noch läuft/genutzt wird, auch weiterverwendet werden könnte. Steinberg, das wäre doch was …?

Steinberg Cubase Pro 12

Es geht ganz einfach!

Da wir gerade beim Tschüss-Sagen sind: Leider hat Steinberg gleich vier seiner alteingesessenen Klangerzeuger aussortiert. Die drei Synthesizer Prologue, Mystic und Spector sowie der LoopMash sind bei Steinberg Cubase Pro 12 nicht mehr mit dabei. Wer diese trotzdem nutzen möchte braucht die entsprechende Lizenz und muss die Plug-ins für Cubase 12 händisch nachinstallieren – entsprechende Anleitungen kursieren im Netz. Offiziell geht das nicht! Das Plug-ins nicht weiter angeboten werden ist die eine Sache, aber dass diese sich auch nicht einfach (offiziell) nachinstallieren lassen, selbst wenn eine gültige Lizenz vorhanden ist, ist weniger schön. Dadurch bekommen solche Plug-ins als Kaufargument für Cubase einen Dämpfer, da es nicht klar ist, ob man diese auch wird länger nutzen können. Sehr schade. Steinberg gibt an, dass die Engines (bzw. der Quellcode) dieser Plug-ins etwas betagt ist, und der Aufwand zu groß wäre, diese aktuell zu halten (HDPI, Apple Silicon, neues Lizenzsystem …).

Übrigens: LoopMash FX ist in Cubase 12 noch immer mit dabei, gut so.

Steinberg Cubase Pro 12

Vorboten von Dolby Atmos?

Cubase goes Immersive Audio?

Konnte Cubase bisher nur Surround und war Immersive Audio stets Nuendo vorbehalten, wird hier nun nachgelegt: Mit Steinberg Cubase Pro 12 wird die 6-Kanal-Grenze gesprengt (maximal waren bisher 5.1 oder 6.0 Mischungen möglich). Schon jetzt lassen sich Konfigurationen bis 7.1.4 fahren. Steinberg hat auf seiner Website angekündigt, dass man für Cubase 12 ebenso Dolby Atmos-Fähigkeiten nachrüsten will. Das klingt schon sehr interessant. Dem Vernehmen nach, sollen auch die Effekt Plug-ins in Cubase mittelfristig immersiv werden.

Weitere Verbesserungen in Cubase Pro 12

Die Performance wurde – laut Herstellerangaben – in Steinberg Cubase Pro 12 deutlich verbessert. Somit soll das Programm schneller und flüssiger reagieren als zuvor. Solche Eindrücke sind schwer zu objektivieren. Der Programmstart scheint auch um ca. ein Drittel schneller abzulaufen. Allerdings kann ein durchschnittlicher Performance-Gewinn von 23% gemessen werden. Nimmt man gerne mit. Dabei scheint der Performance-Zuwachs im Abspielmodus (26%) deutlicher als im Leerlauf (19%). Gemessen wurden diese Zahlen mit verschiedenen Cubase-Projekten jeweils im Vergleich mit Cubase 11 und Cubase 12 auf einem PC mit Windows 11.

Auch die Wellenformdarstellung soll nun deutlich geglätteter sein. Sicherlich nicht die nötigste Neuerung, trotzdem gut.

Steinberg Cubase Pro 12

Konnten bisher in Cubase drei verschiedene Mixer konfiguriert werden, stehen jetzt vier zur Verfügung – wie in Nuendo. Ebenso steht eine zweite Video-Spur zur Verfügung – wie in Nuendo. Der Export mehrerer Events gleichzeitig ist nun auch in Cubase möglich – auch bekannt aus Nuendo.

Zusammen mit den Dolby Atmos Funktionen wird die Distanz zum Postpro-Experten aus dem eigenen Hause also wirklich immer enger. Ob Nuendo 12 hier nachlegt und den Vorsprung wieder ausbaut? Wir werden sehen.

Steinberg Cubase Pro 12

Logical Editor alt vs. neu

Auch der (Projekt) Logical Editor wurde überarbeitet. Das Handling hat sich minimal verändert. Das Preset-Management wurde deutlich verbessert und verdient endlich diesen Namen: Es ist nun auch eine Volltextsuche in den Presets möglich, sehr gut und überfällig. Außerdem gibt es neue Event-Typen und neue Transform-Methoden. Damit bekommt der Logical Editor deutlich mehr Handlungsoptionen

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Die Factory Presets zeigen deutlich, was mit den neuen Logical Editoren in Steinberg Cubase Pro 12 möglich ist. So sind beispielsweise Crescendi, Extraktion einzelner Noten (bspw. die Kick Drum) etc. möglich, was – genau so – vorher nicht machbar war. Damit lässt sich der Workflow beschleunigen. Wenn es jetzt noch eine echte Skript-Schnittstelle gäbe, wie bspw. Reaper diese anbietet, wäre das noch ein weiterer Schritt in die richtige Richtung!

Steinberg Cubase Pro 12

Vergleich des Preset-Managements der Logical Editoren

Als neues Instrument, das auf Halion basiert, ist mit dem Update das Filzklavier Verve integriert. Hierbei handelt es sich um ein sehr weich klingendes Piano für den Halion Sonic SE. Das Klavier klingt gut, aber wäre jetzt nicht für jedermann das schlagende Kaufargument.

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Der Phasenkoheräten AudioWarp (über mehrere Spuren hinweg) ist bereits in etlichen Foren gefordert worden und nun auch integriert. Dabei ist das Warpen über mehrere Spuren hinweg (fast) genau so einfach wie das einzelner Spuren. Der Klang kann sich hören lassen, sehr gut.

Überfällig war die Integration des Skalenassistenten in Vari Audio. Warum kam das nicht schon in Version 11? Verbesserungen im KeyEditor sollten in Vari Audio sinnvollerweise zeitgleich eingeführt werden. Auch hier kann diese Funktion natürlich den Workflow verbessern. Wer den Skalenassistenten bisher gar nicht genutzt hat wird in Vari Audio wohl eher nicht damit anfangen. Trotzdem: Gutes Feature.

Steinberg Cubase Pro 12

Der Hub ist schon mal leicht anders

Das Erkennen von Akkorden in MIDI-Parts ist ein alter Hut. Mit Steinberg Cubase Pro 12 funktioniert nun diese Akkorderkennung auch mit Audio-Spuren. Für Remixes, Coverversionen oder einfach für die harmonische Analyse von Stücken ist das ein tolles Feature und erleichtert den Alltag. Bei den Tests hat das gut bis sehr funktioniert. Bei MIDI-Parts lässt sich die Akkorderkennung teilweise irritieren, wenn eine Melodie mit im Part zu finden ist. Dieser Effekt wurde bei der Audio-Version kaum beobachtet. Gute Arbeit.

Steinberg Cubase Pro 12

Die Akkorderkennung von Audio funktioniert tadellos

Auch überfällig: Der Export von Tempospuren aus Projekten heraus. Das hat bis dato wirklich gefehlt und wurde nachgereicht. Auch Taktartspuren lassen sich endlich extrahieren. Warum erst jetzt?

Die DAW Cubase 12 im Alltag

Im Betrieb zeigt sich der Testkandidat auf dem Testsystem stabil wie Cubase Pro 11. Auch das neue Lizenzmanagement lief und läuft problemlos. Ob es mit oder ohne Dongle besser ist, muss jeder und jede für sich selbst entscheiden. Der Wunsch war da, Steinberg hat geliefert und das Ergebnis stimmt – warum auch nicht, können andere ja auch.

Steinberg Cubase Pro 12

Steinberg Cubase Pro 12

Preis529,00 €

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Ein wenig schade ist, dass altbekannte Features oft nicht weiterentwickelt bzw. ausgebessert werden. So machen die Expressionmaps teilweise Schaltfehler, die sich nicht erklären oder einfach beheben lassen. Auch sollte dieses Feature weiterentwickelt werden. MOTU hat im Digital Performer dazu eine gute Vorlage geliefert.

Auch das Feature „Auswahl als Datei“ streikt manchmal etwas und „Render In Place“ kommt mit Instrumenten mit mehreren Ausgängen nicht gut klar. Eine echte Makro-Schnittstelle mit Skript-Support fehlt ebenso. Auch etwas schade ist, dass die MIDI-Plug-in-Schnittstelle stiefmütterlich von Steinberg behandelt wird. Hierfür gibt es viele gute und sinnvolle Ideen. Zwar kann hier der (neue) Logical Editor einiges leisten, trotzdem erscheint eine Weiterentwicklung interessant.

Steinberg Cubase Pro 12

Dieser Vergleich erhebt keinen wissenschaftlichen oder repräsentativen Anspruch: Es wurden Sessions in Cubase 11 und 12 geladen und (unter Windows 11) die Performance-Werte aus dem Task-Manager verglichen.

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Fazit

Steinberg kann’s auch ohne Dongle – wie bereits bei Dorico 4 gezeigt. Der Upgrade-Prozess ist genauso einfach, wie vorher und die Stabilität ist unverändert gut. Der Wegfall von LoopMash, Prologue, Mystic sowie Spector aus Steinberg Cubase Pro 12 lässt sich zwar verschmerzen, dürfte aber bei so manchen aus den Reihen der Cubasianer für lange Gesichter sorgen.

Der phasenkohärente AudioWarp sowie die Akkord-Erkennung (lange überfällig) wird die Mundwinkel aber schnell wieder nach oben ziehen. Ebenso ist das nagelneue MIDI-Remote-System ein echtes Highlight.

Für alle, die der Dongle bisher genervt hat, eine glasklare Updateempfehlung. Wer Spaß an den neuen Plug-ins und Verbesserungen hat, ist sowieso mit einem Update gut beraten.

Plus

  • Betrieb ohne Dongle möglich
  • neues Klavier für HalionSonic SE (Verve)
  • endlich Bluetooth MIDI in Windows
  • neues Limiter-Plug-in Raiser
  • phasenkohärentes AudioWarp
  • Akkord-Erkennung in Audiomaterial
  • neues MIDI-Remote-System
  • Stabilität mit neuem Kopierschutz
  • native M1 Unterstützung
  • neue Visualisierungen für Supervision

Minus

  • Dongle auch nicht optional nutzbar
  • Prologue, Mystic, Spector & LoopMash sind aus dem Portfolio geflogen
  • bereits geschilderte Probleme mit VST-Expressions
  • noch immer keine (LUA-) Script-Schnittstelle verfügbar

Preis

  • Steinberg Cubase Pro 12: 569,- Euro
  • Steinberg Cubase Artist 12: 329,- Euro
  • Steinberg Cubase Elements 12: 99,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    paolostylo

    Danke für diesen ausführlichen Check!
    Für mich stellte sich noch nie die Frage, ob mit oder ohne Kopierschutz-Dongle.
    Ich musste nie mehr als einen (bzw. einen anderen) Rechner nutzen.
    Mir ist auch noch nie ein Dongle kaputt gegangen.
    Und auch die kleinen Unzulänglichkeiten, die oben bei der 12er Version aufgeführt wurden, sind für mich nicht allzu relevant.
    Aber dass Raiser von Cubase nicht einmal im hauseigenen WaveLab genutzt werden kann, ist schlicht nicht nachvollziehbar.
    Jetzt komme ich aber zu einigen für mich sehr wichtigen Fragen und hoffe,
    dass ich mich nicht allzu lächerlich mache:
    -Wenn ich von Cubase Pro 11 das Update auf 12 durchführe,
    dann benötige ich dafür keinen Dongle mehr, richtig?
    -Wenn ich aber meine anderen VSTs danach mit 12 (weiter) nutzen möchte,
    dessen Lizenzen auf dem Dongle abgelegt sind,
    dann wird dieser auch von Cubase Pro 12 erkannt?
    -Besteht irgendwann die Gefahr, dass die auf dem Dongle abgelegten Lizenzen irgendwann nicht mehr funktionieren?
    Sorry für die vielen Fragen und danke im Voraus…

    PS,
    das sind die Sachen, die auf dem Dongle abgelegt sind:

    -Cubase Pro 11
    -WaveLab Elements 11
    -Padshop 2
    -Alto Glockenspiel (Cinematique Instruments)
    -Guitar Harmonics (Cinematique Instruments)
    -LoFi Piano
    -Vengeance Producer Suite – Glitchbitch
    -Halion 3 (Ja, Version DREI, ich weiß, aber ich find‘ ihn immer noch GEIL!!!)

    • Profilbild
      Florian Scholz RED

      Moin,

      -Ja, wenn Du auf Cubase 12 upgradest brauchst Du für Cubase 12 den Dongle NICHT mehr.
      -Cubase 12 „erkennt“ den Dongle nicht, sondern die genutzten Plug-ins erkennen ihn bzw. nutzen ihn weiter, ja, das geht
      -Ja, die Gefahr besteht. Wie genau, wie konkret und wann ist unklar.

      LG
      Florian ;-)

  2. Profilbild
    Padbangers

    Endlich fällt dieses Unding von Dongle weg. Ein Kopierschutz darf einfach niemals ein Nachteil für zahlende Kunden sein. Und was gebracht, hat er sowieso nicht. Wer Cubase haben wollte, hat es sowieso immer bekommen.

    • Profilbild
      The-Sarge

      das stimmt so nunmal nicht!
      es gab lediglich immer die Elements, aber die Pro seit der 5 nicht mehr – also in dem „Geschäft“ welches du ja andeutest
      somit war der Dongle kein Unding sondern ein wirklicher Schutz, das beweist (leider) auch der Release von CPro12 nach nicht mal 1 Tag nach dem Release

      bevor Löschung oder (unnötige) Diskussion kommt:
      nein, ich verherrliche mit dem Post keine Raubkopien/Cracks sondern stelle Padbangers´ Aussage nur richtig
      und nochmal nein zum Verdacht daß ich keine legale CubasePro-Version nutze! bin immer noch auf 11, weil
      1.) für meine Zwecke zu wenig in dem Update ist und
      2.) alles was @whitewolfmusic seitens SB-Updates geschrieben hat auch mir tierisch auf die Nerven geht! immer diese Verschlimmbesserung statt mal ALLE Fehler zu korrigieren. Und dann schon mehrfach zu neuen Versionen behauptet wie der Code neu bzw. besser gemacht wurde – dann müssten die Bugs ja weg sein… Und deshalb setze ich erstmal aus, denn mit der 11er kann man immer noch wunderbar arbeiten und Musikmachen.

      • Profilbild
        Florian Scholz RED

        Ich fand den Dongle immer stressfrei (okay, FAST) Hatte mit Challange/Response und solchem Zeug mehr Streß… vondaher weine ich dem Dongel bissele nach ;-)

        LG
        F

  3. Profilbild
    whitewolfmusic

    Ich bin seit Version 9.5 einfach nur enttäuscht von der Release-Qualität von Cubase. Es kommt raus, neue features funktionieren nur fehlerhaft, es gibt Performanceprobleme, Crashes und alte nervige Kleinigkeiten aus vorigen Versionen. Dann wartet man ein halbes Jahr, bis die neue Version so weit mit Patches versorgt wurde, dass man halbwegs ruhigen Gewissens damit arbeiten kann, und Steinberg haut die nächste Baustelle auf den Markt, was gleichzeitig auch praktisch bedeutet, dass man höchstens noch einen letzten Patch für seine Vorversion bekommt, dann muss man damit leben, was man hat. Oder auf die neue Version upgraden und sich mit deren Kinderkrankheiten herumplagen. Ich hab mir das jetzt mehrere Jahre über mehrere Haupt und 0.5er Versionen angeschaut und es wurde immer schlimmer. Für mich ist Cubase ungeeignet, und das ist sehr schade – denn würden sie wirklich mal Aufwand und manpower investieren, um das Ding einmal von Grund auf zu stabilisieren und „alte“ Features auszuarbeiten, wäre es DIE DAW. Ich liebe die ergonomische UI und die theoretisch vorhandenen Funktionen. Würde man sich nur darauf verlassen können.

  4. Profilbild
    Filterpad AHU

    Nach Installation: Leider hat Steinberg die Updatekunden nicht ganz mit einbezogen: Der Übergang zu Donglefrei war meines Erachtens schon stressig: Z.B. die Verifizierung! Erst nach einer Mail von Steinberg (gut so) war klar, dass die Installation von meiner Seite aus noch nicht abgeschlossen war. Was man jetzt allerdings machen muss und das der Account Manager jetzt den Dongle ablöst, war aufwendiger wie ohnehin schon aufwendig. Was kann man jetzt löschen? Ich weiß es nicht! Steinbergs Neukunden haben es beim Erwerb vermutlich einfacher gehabt. Zum Produkt: Performance und Workflow ist wirklich gut. Daran gibt es, nach Einstellungen der BufferSize des Interfaces und Asio-Guardes (auch das muss man erst mal wissen) nichts zu rütteln. Sehr flüssig und stabil! Endlich kann man auch den Equalizer und sonstige Rädchen mit dem Mausrad bewegen. Das war überfällig! Wer V11 schon benutzt, wird sich in 12 schnell zurechtfinden. Denn: Rein vom Layout ist alles gleich geblieben. Der FX-Modulator ist ein nettes Tool, was ich mir schon lange gewünscht habe. Egal welche Spur, einfach einen LFO draufklatschen. Ob Pitch, Filter, Chorus etc. Genau diese Aufgabe erledigt dieses neue Tool. Vorher war das nur mit aufwendiger Automation möglich. Dieses und der verbesserte Workflow sind meines Erachtens nach die wesentlichen Neuerungen von V12. Das die genannten Plugins und der Dongle wegfallen, ist mir egal.

    • Profilbild
      Florian Scholz RED

      Moinsen,

      das mit dem Mouserad ging aber schon vorher… was ich seltsam finde: Bei manchen scheint das switchen auf den Dongle nicht so stressfrei zu klappen wie bei mir. Es sind zu viele, die das berichten, um von Unfähigkeit ausgehen zu können. Was da wohl los ist?
      Egal: So lange es bei Dir läuft, ist erstmal alles gut :-)

      LG
      F

      • Profilbild
        Filterpad AHU

        Ja Florian, dass liegt vermutlich an der Ablöse vom Dongle zum Account Manager inkl. SoftwareLizenz. Die Lizenz ist quasi noch auf dem Dongle und muss auf dem neuen Account Manager und der SoftwareLizenz irgendwie „transferiert“ werden, damit es das Produkt bzw. kommende, erkennt. Da viele Steinberg Produkte besitzen, die noch den Dongle brauchen, kann sich Cubase nicht so ganz entscheiden, wohin es soll! So jedenfalls mein Eindruck aus reiner Nutzerperspektive. Ich musste mir durch einen Bekannten Hilfe holen und dieser war gut damit beschäftigt, alles in Ordnung zu bringen. Aber aktuell scheint es zu passen. Hoffe das dies beim nächsten Mal einfacher geht. Beispiel wäre Native Instruments: Zuerst war ich kritisch gegenüber den Native Access, wo die erworbenen Produkte beinhaltet. Aber an diesem sieht man, wie simple so etwas sein kann. Mal abgesehen davon ist man aber sehr zufrieden mit V12. Läuft, sieht gut aus und der Workflow sitzt. Ok, mit dem Mausrad habe ich ggf. was verwechselt. Dachte das sei laut Steinbrink Holger neu. ;-)

        • Profilbild
          Florian Scholz RED

          Komisch! Ich habe auch ein Upgrade gemacht, und das lief genau so easy, wie es in den Anleitungen beschrieben ist. Kein Stress mit dem Dongle. Cuabase 12 ignoriert den Dongle einfach, die noch darüber lizensierten Sachen nutzen diesen. Seltsame Sache.
          Ja, sowas wie Native Access (gibt es ja auch von anderen Mitbewerbern) wäre schon schick!
          LG
          F

          • Profilbild
            defrigge AHU

            Das Problem beim Upgrade ist aus meiner Sicht der krass anti-intuitive Ablauf, bei dem man
            – als erstes im E-Licenser die irreführende Meldung sah, dass die 11er Version plötzlich nicht mehr upgrade-fähig sein soll,
            – was viele zu dem falschen Schluss veranlasst hat, dass das System die Upgrade-Berechtigung vergessen hat,
            – und als zweites ahnen soll, dass das Upgrade auf die dongle-freie Version nicht vom alten Licenscer-System angestoßen wird, sondern man den komplett verlassen und den neuen Licence-Manager starten muss. All das fand ohne gute begleitende Hinweise statt und musste aus einer separaten Anleitung erschlossen werden.
            Das hätte man m.E. zehnmal besser machen können mit einem einzigen Tool, dass den alten Elicencer ausliest, die neu gekaufte Berechtigung checkt und dann automatisch den neuen License Manager mit der Erfolgsmeldung des durchgeführten Upgrades startet.

  5. Profilbild
    defrigge AHU

    Ich finde das Upgrade richtig gut – und auf meinem System läuft es ebenfalls ca. 10-20% effizienter als die 11er Version.

    Cubase ist für mich schon seit längerem – trotz weniger Macken, die auch mich ärgern – die mit großem Abstand flexibelste und am besten ausgestattete DAW von allen. Die 12er Version hat noch mal einige sehr nützliche und wichtige Verbesserungen hinzugefügt.

  6. Profilbild
    janschneider

    Ich hab ja das update auf C12 mit dem grace period update für umme bekommen, insofern gibt es für mich auch keinen Grund zur Beschwerde. Den Performancegewinn von bis zu 20% kann ich auch bestätigen, das ist natürlich gerne gesehen. Und mein Korg Nanocontrol wird sogar schon von MIDI remote direkt unterstützt.

    Ansonsten würde ich mir für das nächste Update mal wünschen, das man sich mehr auf das fixen bekannter Problemstellen (das genannte VST expression, die immer noch vorhandenen Fenster aus SX-Zeiten, fehlende Key commands) konzentriert als auf zusätzliche Plugins (von denen doch eh jeder schon genug Alternativen hat).
    Und ja, bitte gerne eine ordentliche Scriptumgebung. Glaub ich aber nicht dran, ehrlich gesagt. Aber wenigstens das olle Makrosystem mal komplett aufbohren.

  7. Profilbild
    torsten rausch

    Das Update von C11 auf 12 lief bei mir ohne Probleme. Den dongle habe ich aktuell noch im PC stecken wegen diverser Halion Lizenzen.
    Würde mich aber freuen, wenn Steinberg diese Version mal mit mehr Updates pflegt, anstatt nächstes Jahr dann Version 13 raus zu bringen.

  8. Profilbild
    steme

    Danke fuer den Bericht. Eine Sache muss ich aber nochmal erfragen, da ich durch alle moeglichen Berichte verwirrt bin und selbst Steinberg das nicht so richtig klar stellt: Geht denn VST2 noch unter Cubase 12 unter Windows 10 oder nicht mehr? Ich habe etliche VST2 Plugs (sogar einige VST1) und von vielen gibt und/oder wird es wohl keine VST3 versionen mehr geben.
    Danke fuer eine Aufklaerung.
    Beste Gruesse,

    • Profilbild
      Filterpad AHU

      @steme: VST1 bin ich echt überfragt, aber VST2 ist kein Problem.

      @defrigge. Danke der tollen Erklärung. Top!

    • Profilbild
      Florian Scholz RED

      Doch, dass wird überall klar kommuniziert: Nur Cubase 12 auf dem Mac native mit dem M1 kann „nur“ noch VST3. Cubase 12 auf Windows, Cubase 12 auf Rosetta 2 (Mac) kann noch VST2. VST1 sollte auch gehen, da AFAIK VST2 abwärtkompatibel ist zu VST1. Der „harte Bruch“ ist VST3, daher ist der Schritt auch so verzagt gewesen von einigen Anbietern ;-)
      LG
      F

  9. Profilbild
    SINUS

    Cubase ist platzhirsch und ich mag es auch sehr.
    Es hat einige Funktionen die ich nie brauchen werde, für meine Musik.

    Ich verstehe wirklich nicht, den wegfall so vieler instrumente. Die waren gut.
    Ich finde sowas gehört dazu, mittlerweile und fühlt sich für mich etwas so an, als ob steinberg in eine etwas andere Richtung geht um sich abzuheben.

    Ich bin da nicht auf dem neusten Stand…
    6.0 mixe+? Ist das so wichtig? Für Film, Fernsehen und theater?
    Ich denke, die meisten cubase käufer sind leute, die damit stereo musik machen möchte. Bands und produzenten… Oder täusche ich mich da?

    Für ein Majorupdate finde ich das etwas mager und halbherzig.
    War halt mal wieder zeit…..

    Leistungsperformance finde ich am besten.
    Auch midi mehr beachtung zu schenken.

    Sonst….
    Da nehm ich lieber einen dongle und dafür andere sachen.

    Vielleicht hat jemand einen tipp?

    Ich wollte wieder zu cubase, weil ich eine daw wollte die besser zum mixen geeignet ist. Ich schätze dafür cubase sehr. Doch der funktionsumfang beinhaltet zuviel was ich nicht brauche, einfach um tracks zu machen und zu mischen.

    Gibt es eine DAW, die für das mixing ähnlich gut ist wie cubase, aber gleichzeitig das kreieren von stereo Musik mehr im mittelpunkt hat?

    Ich mag bei cubase auch sehr deren haus plugins. Compressor, eq, etc.
    Und ich liebe immer noch den A1. Der ist immer noch toll.

    • Profilbild
      TobyB RED

      Immersive und 3D Audio zu können ist für eine DAW nicht unwichtig. Logic Pro X kann das nun schon eine Weile. Und das Steinberg nachzieht finde ich als Logic User gut. Solange Steinberg bei der Implementierung die Mischergonomie und Automatisierung im Auge hat, ist alles gut.

      3D Audio und immersive Audio kann schon recht sinnvoll sein, auch für Musik, allerdings dürfte die meisten dann der Anschaffungswiderstand für so ein 7.1.4 Setup recht hoch sein.

    • Profilbild
      Florian Scholz RED

      Ob 7.1.4 oder 2.0 (Stereo) ist doch kein Problem… brauchst dafür einen extra Sequencer? Der Workflow ändert sich doch nicht wirklich.

      Und: Mager finde ich das Update nicht wirklich. Schau Dir mal so manche Mitbewerber an.

      Allerdings: Das VSTi wegfallen finde ich auch alles andere als schön.

      LG
      Florian

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      whitewolfmusic

      Also für Alternativen kann ich empfehlen, dass du natürlich grundsätzlich selbst Testversionen ausprobierst und schaust, was für genau deinen Workflow und deine Ansprüche geeignet ist. Aber um dir die aus meiner Sicht besten Mitbewerber zu Cubase zu nennen:

      Als Mac user definitiv Logic.

      Als Windows User:

      Wenn dir die flache und minimalistische UI zusagt, bekommst du mit Ableton Live die stabilste und am besten getestete DAW, die auch bei Drittherstellerprodukten und Hardware den besten Support bekommt.

      Wenn du wie ich aber die UI von Live einfach nicht ab kannst, ist Studio One das, was Cubase am nächsten kommt, mit einigen tollen features und schnellem Workflow. Größtes Manko an Studio One ist, dass es kaum brauchbare Instrumente mitbringt und die UI sehr kleinteilig und überladen ist, da ist Cubase wesentlich ergonomischer. Da hilft nur ausprobieren.

      Wenn du bereit wärst, den Mixing-Prozess komplett auszulagern, ist Harrison Mixbus noch ein sehr interessantes Produkt. Diese DAW ist gezielt auf das Abmischen ausgelegt, basiert auf der open source DAW Ardour mit Anpassungen und einem eigenen Mixer gemacht von Harrison. Die UI bildet eine analoge Konsole ab und macht das Mischen doch recht fix.

      Viel Spaß beim Rumprobieren.

  10. Profilbild
    Ralph Schloter

    Ich kann die Euphorie für das MIDI-Remote-System nicht teilen. Meine Native Instruments Komplete Keyboards erkennt Cubase12 nicht (Mac mini M1, Mac OS 12.3).

    • Profilbild
      0gravity

      Ist bei mir unter Windows nicht anders. Dass ausgerechnet die weit verbreiteten NI Keyboards nicht mitbedacht wurden finde ich schon „seltsam“.
      Ich hoffe, dass das mit dem nächsten Update nachgereicht wird.

    • Profilbild
      Florian Scholz RED

      Ist evtl. im Test nicht gut genug herausgekommen: Ich halte das MIDI Remote System für noch „nicht fertig“ will heißen: noch unausgereift!

      LG F

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        whitewolfmusic

        … wie so oft bei neuen Cubase Versionen und den neuen Features. Sampler Track, HiDPI, mein Gott was haben sie sich lange mit Direct Offline Processing rumgeplagt bis es sauber funktionierte. Das Fixen ging über mehrere Hauptversionen.

  11. Profilbild
    t.goldschmitz RED

    Hallo Florian,
     
    der ganze Bericht ließt sich wie eine einzige Mängelliste und Bugreport.
     
    Daher meine Frage: Wie kommst Du zu einem sehr guten Urteil? Würde mich interessieren.
     
    Viele Grüße,
    Thilo

    • Profilbild
      Florian Scholz RED

      Lieber Thilo,

      lese ich nicht so! Cubase ist – nach wie vor – ein sehr gutes Programm. Es sind sehr gute Effekte mit dabei (gerade Hall) und sehr attraktive Instrumente. Ich habe mich im Test „nur“ auf das Update bezogen, nicht auf das ganze Programm, die Wertung ist aber für Cubase Pro insgesamt.

      LG
      Florian

      • Profilbild
        t.goldschmitz RED

        Ah, OK.
         
        Dann, wenn die Frage erlaubt ist, wie fällt Dein Urteil NUR über das Update aus?
         
        Viele Grüße,
        Thilo

        • Profilbild
          Florian Scholz RED

          Lieber Thilo,

          steht im Prinzip im Fazit ;) Fällt mir schwer, dass auf ein Schlagwort zu reduzieren:
          Die neuen Plug-ins sind schon nice. Der Wegfall der alten eher nicht so. Der neue Logical Editor ist wirklich richtig toll (LUA wäre noch besser). MIDI Remote ist mEn noch unfertig. Für viele funktioniert das schon gut bis sehr gut, ich bin eher mäßig überzeugt. Das neue Audio-Warp ist für viele eine sehr wichtige angelegenheit, die Akkorderkennung in Audio scheint wirklich sehr gelungen zu sein – also in meinem Test funktioniert das exzellent. In der Summe noch immer „gut“ mit einem Aber (also sehr knapp „gut“).

          LG und Dir ein sonniges WE

          Florian

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