Test: Cort X-6 RMS, E-Gitarre

26. Oktober 2016

Oberklasse Shredden zum Taschengeldpreis

Gitarren aus der Kategorie „Superstrat“ gibt es fast in allen Preisklassen. Der Markt wird seit jeher beherrscht von klangvollen Namen wie Ibanez, ESP, Schecter oder Jackson/Charvel, die vom ostasiatischen Einsteigermodell bis zum edlen Custom Shop Instrument nahezu jeden Kundenwunsch erfüllen können. Da ist es kaum zu glauben, dass einer der weltgrößten Instrumentenhersteller mit Sitz in Südkorea hier eher ein Schattendasein fristet. Die Rede ist von der Firma Cort, die schon sehr lange ihre eigenen Instrumente im unteren Preissegment anbietet und fast genau so lange auch schon Gitarren und Bässe für die Top-Marken dieser Welt produziert – und ganz sicher sind darunter auch Instrumente der oben erwähnten Companys!

Front

— Die Cort X-6 RMS —

Mit der Cort X-6 RMS präsentieren die Südkoreaner mit der großen Tradition eine Superstrat, die in Optik und Ausstattung auch gut und gerne Mitte der 80er Jahre hätte präsentiert werden können. Damals war die absolute Hochzeit des Metals und Gitarren mit Features wie H-S-H Pickup Bestückung, Floyd Rose Vibrato und flachem Hals gingen weg wie warme Semmeln! Diese Zutaten besitzt auch die Cort X-6 RMS, die zudem für einen sehr erschwinglichen Kurs von knapp unter 300,- Euro zu bekommen ist und nun bei uns durch die Mangel genommen wird!

Facts & Features

Der mattrotmetallic lackierte Korpus mit seinen zwei spitzen Cutaways macht ohne Umwege auf den ersten Blick schon klar, wohin die Reise musikalisch führt. Als Tonholz wurde Linde verwendet, die sauber ausgeführte Lackierung erlaubt aber keine Rückschlüsse darüber, wieviel Teile Holz verarbeitet wurden. Auf jeden Fall wurden diese Teile aber ordentlich in Form gebracht, denn sowohl die Decke als auch die Rückseite besitzen markante Fräsungen, die den Umgang mit dem Instrument enorm erleichtern. Dazu gehört der ergonomische Hals-Korpus-Übergang genau so dazu wie die Shapings der beiden großzügig ausgesägten Cutaways oder die traditionelle „Bierbauchfräsung“, mit der sich das Instrument bequem am Körper bzw. Bauch des Spielers anschmiegt.

Auch auf praktische Detaillösungen muss man bei der Cort X-6 RMS nicht verzichten. Ein gutes Beispiel dafür sind die beiden Abdeckungen für das Vibrato- bzw. das Elektronikfach auf der Rückseite, die versenkt eingesetzt wurden. Etwas, was in dieser Preisklasse nicht unbedingt selbstverständlich ist. Doch diese Gitarre steckt voller Überraschungen und punktet nicht nur bei solchen Kleinigkeiten. Was in ihr wirklich drin steckt, werden wir im Laufe des Artikels noch genauer erfahren!

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Filterspiel  AHU

    Hört sich vielleicht etwas schräg an, aber ich spiele immerzu mit dem Gedanken zu dem ganzen Synthgeraffel hier auch mal eine Gitarre zu greifen und mich mal damit zu beschäftigen. Da hört sich diese doch für mich als absoluten Laien nicht schlecht an. Oder gäbe es in dem Preissegment auch andere Empfehlungen der Foristen? Stephan ist ja schon mal begeistert!

    • Profilbild
      OscSync  

      Hört sich ganz und gar nicht schräg an! Ansonsten musst Du mal stimmen… ;-)
      Die hier besprochene Gitarre ist eine typische Metalgitarre. Wenn Du das suchst, könnte sie einen Test wert sein. Wenn Du allerdings eine ebenfalls günstige und qualitativ hochwertige Gitarre suchst, die etwas vielseitiger/traditioneller ist, würde ich dringend etwas aus der Pacifica-Reihe von Yamaha empfehlen.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.