Test: Dangerous Music BAX EQ, Equalizer

31. Mai 2019

EQing ohne Verluste

dangerous music bax eq

Dangerous Music BAX EQ, Equalizer

Im Zuge unserer Mixbus/Mastering-Equalizer Testreihe begegnet uns nun erstmals ein reiner Shelfing-Equalizer, der Dangerous Musik BAX EQ, in neuer Revision.

Das Unternehmen Dangerous Music stellt seit jeher High-End Mastering-Lösungen her, bei denen der Fokus vor allen Dingen auf einem möglichst klaren und kurzen Signalweg sowie einer weitreichenden Kontrolle über diesen liegen. Vor allem die kompromisslose Reduktion des Signalweges findet sich im Dangerous Music BAX EQ. In Serienproduktion ging bei der Gründung des Unternehmens in 2001 zunächst der erste DAW-dedizierte Summierer namens 2-Bus als Antwort auf die zunehmend von analog zu digital wechselnde Produktionsumgebung. Die Grundidee des Unternehmens um Chris Muth und Bob Muller war der Gedanke eines Hybrid-Studios. Einerseits die Vorteile des digitalen Umschwungs zunutze machen, andererseits aber auch den Workflow und den Headroom einer analogen Arbeitsumgebung zu wahren. „Take the things about analog that analog does best, and the things that digital does best, and make them work together in a way that does not interfere with the creative process.” Viele werden sich an diese Zeit erinnern, ich bekam diese lediglich als jeher interessiertes und fasziniertes Kind von meinen Mentoren zu spüren.

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Ein kurzer Überblick zum Dangerous Music BAX EQ

Der Dangerous Music BAX EQ stellte bei Veröffentlichung im Jahr 2010 das erste Produkt der Marke dar, mit dem man sein Audiomaterial aktiv manipulieren konnte. In der Idee der verbauten Kuhschwanz-Filter wurde sich hier an einem antiquierten Design vom britischen Peter Bandaxall orientiert, dessen simple Boost-/Cut-Schaltkreise in die Radio- und HiFi-Abspielgeräte der 50er bis 70er Jahre implementiert wurden. Den Generationen, die in dieser Zeit Zugang zu Geräten solcher Art hatten, dürfte diese Art der Klangregelung keine unbekannte darstellen.

Im Gegenzug zu den gewohnten Kuhschwanz-Kurven, die bei Nutzung ein kleines „S“ vollführen und dann zum oberen bzw. unteren Spektren-Ende wieder geradeaus laufen, steigen (oder sinken) die Bandaxall-Kurven kontinuierlich über die Hörgrenzen hinaus an oder ab. Dieser natürlichere Verlauf der Shelfing Kurven bringt den Vorteil mit sich, dass weniger harmonische Verzerrungen entstehen und stärkere Eingriffe zu einem kleineren zu zahlenden Preis der Phasen-Untreue möglich werden. Um durch den Arbeitsprozess oder auf anderem Wege entstandenen Artefakten im Infraschall Bereich vorbeugen zu können, wurden in das Gerät ebenfalls Hi- und LoCut-Filter eingebaut, die auf ähnlich weiche und natürliche Art und Weise arbeiten sollen. Die Phasen-Kohärenz steht hier wohl, im Vergleich zu anderen Produkten, die gerade durch die Phasenverschiebung „Color“ hinzufügen sollen, über allem.

Dangerous Music BAX EQ

Der Dangerous Music BAX EQ, das schöne Logo sticht hervor

Basics – Aufbau, Haptik und Verarbeitung des BAX EQ

Die neue Revision des Dangerous Music BAX EQ kommt nun mit einer deutlich dickeren Frontplatte daher als sein Vorgänger. Diese präsentiert sich in schwarz eloxiertem Finish und fügt sich so stilistisch in die aktuelle Produktreihe des Herstellers ein. Das erste große Positivum, das dem Betrachter der Frontplatte auffällt, ist dass es sich um ein „True Stereo“ Gerät handelt.

Von links nach rechts befinden sich hier neben dem hübschen, orangenen Dangerous Audio Logo der 12 dB Stereo-Locut Drehschalter und das Auswahlpoti für die zu wählende Loshelf-Gabelfrequenz. Mit den gesteppten Elma Schaltern rechts daneben lässt sich die gewählte Frequenz in 0,5 dB Schritten zwar unabhängig links und rechts anheben oder absenken, die Frequenzauswahl findet jedoch für beide Kanäle simultan statt.

Dangerous Music BAX EQ

Die linke, „tiefe“ Seite der Klangregelung am Dangerous Music BAX EQ

Exakt dasselbe Szenario befindet sich rechtsseitig auf dem Gerät für das Höhenband. Auch hier lassen sich wieder L und R unabhängig voneinander boosten oder cutten, Filter- und Shelfing-Kurven sind jedoch in Stereo zu justieren. Möchte man an einer Session weiterarbeiten, ist somit ein vollständiger und aufgrund der gesteppten Potis exakter Recall des Gerätes in weniger als zehn Sekunden zu realisieren.

Rechtsseitig findet sich noch der „Engage“-Taster, mit dem man den Dangerous Musik BAX EQ, untermalt durch ein großartig klingendes Relais-Klicken, das aus dem Gerät ertönt, aktiv schalten kann. Hier hört und fühlt man bereits, dass eine True-Bypass-Schaltung ihre Wirkung tut, die somit auch optimale A/B-Vergleiche ermöglicht.

Dangerous Music BAX EQ

Die rechte, „hohe“ Seite der Klangregelung im Detail

Das ist jedoch bei Weitem nicht die einzige solche innerhalb des Gerätes: In sämtliche Filter- und Shelfing-Kurven wurden Relais-Schalter implementiert, sodass sämtliches, was nicht benutzt wird, auch nicht im Signalweg liegt, ganz egal welche Einstellungskombination vorgenommen wurde.

In welcher Dimension man das hier umgesetzt hat, würde man beim Betrachten der schlichten Frontplatte nicht einmal erahnen: Um die vier Dutzend dieser Relais-Bauteile der Marke NEC befinden sich auf der Hauptplatine, mit denen sich die verschiedenen Eingriffskombinationen optimal und unter Einsatz von so wenig Signalweg wie möglich durchschalten lassen. Eine extrem aufwändige Lösung, aber eben auch eine, die immer das Optimum aus dem Gerät holt. Hier wird wirklich alles, was nicht genutzt wird, hard-gebypassed. Mit den gesteppten, schwarzen Elma Potentiometern auf der Frontplatte lässt sich die Schaltung kontrollieren, alles Weitere passiert dann im Inneren.

Dangerous Music BAX EQ

Saubere Sache: Separierung von Klangregelung und Stromzufuhr, saubere Verarbeitung, ein Haufen Relais

Auf der Rückseite befinden sich lediglich zwei XLR-Ein- und Ausgänge sowie der 3-Pin-Anschluss für ein Standard-IEC-Stromkabel mitsamt Sicherung im Sockel. Die Stromspannung lässt sich mit Leichtigkeit je nach Auslieferungsland frei ändern. Ein externes Netzteil ist nicht von Nöten, im inneren hinteren Teil befindet sich ein ausladend dimensioniertes, jedoch kein Ringkerntrafo. Schlicht, funktional, anmachen und los geht es.

Der Weg in das Gerät und wieder aus dem Gerät heraus geht komplett übertragerlos vonstatten. Die Ein- und Ausgangsstufen bzw. Operationsverstärker sind Bauteile von Burr-Brown und Texas Instruments. Etwas ungünstig platziert ist der Netzschalter auf der Gehäuserückseite, je nach Platzierung des Gerätes im Rack ist dieser wohl kaum erreichbar. Ob das allerdings ein großes Problem darstellt, entscheidet sich je nach Anwendungszweck. Auf der anderen Seite sind so Netzspannung und Audioschaltung klar voneinander separiert und natürlich auf separaten Platinen aufgebracht. Auch die Namen WIMA oder Vishay begegnen einem im Gehäuseinneren, hier kommen feine und vor allem auch resistente Bauteile zum Einsatz. Ich könnte mir vorstellen, dass der BAX auch in ambitionierten Live-Produktionen im Außeneinsatz ein verlässlicher Partner wäre, er braucht wenig Luft zum Atmen und beispielsweise die WIMA Folienkondensatoren bringen hohe Toleranzen für etwaige Luftfeuchtigkeit mit sich. Klar, die Klangregelung an sich folgt einem einfachen Prinzip, aber sie arbeitet sehr effizient und ist in aller Finesse aufgebaut.

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Gemessen an seinen kompakten Dimensionen (lediglich 1 Rack Unit hoch) bringt der Dangerous Music BAX EQ dennoch ein beträchtliches Gewicht von rund 5,5 kg auf die Waage. Nicht nur aus diesem Grund, sondern auch wegen der schlichten und extrem robust und dick wirkenden Frontplatte und den sich großartig anfühlenden Drehschaltern strahlt der Dangerous Music BAX EQ eine Art Understatement und gleichzeitig hohe Wertigkeit aus. Im Vergleich mit im Preis ähnlicher Konkurrenz (auch 4- oder 5-Band-EQs) fühlt sich der Dangerous Music BAX EQ einfach noch einmal einen Hauch verlässlicher und widerstandsfähiger an, selbstverständlich befinden sich die Elma Drehschalter auch an anderen Geräten, die Fertigung, der Verarbeitungsstandard sowie die allgemeine Konstruktion und Idee des Gerätes überzeugen hier aber einfach durchweg, hier gibt es keinen einzigen Makel zu beanstanden, es fühlt sich nicht nur fein, sondern auch sehr robust an.

Das ist Manley/API Niveau, innen wie außen, nur noch etwas nahbarer. Hier ist alles Schalter-basiert, selbst der jüngste Praktikant sollte in der Lage dazu sein, hiermit die Session zu recallen. Genial hätte ich es gefunden, könnte man beim Betrieb in MS noch einen zusätzlichen Side-Locut (hier zähme ich gerne mit weichen Cuts je nach Material alles ab ca. zwischen 80 Hz-120 Hz Gabelfrequenz) direkt am Gerät vornehmen, die verbauten Cuts klingen nämlich absolut fantastisch, doch hierzu später mehr.

Preisnörgler könnten beanstanden, dass man viel Geld für wenig zahlt, zumal sich in dem Gerät ja auch keine Übertrager finden. Wenn man das Gerät versteht, sich über der Güteklasse der verbauten Komponenten und den Verarbeitungsgrad im Klaren ist, wird dem Betrachter jedoch klar, dass man hier für absolute Kompromisslosigkeit und Integrität sowie vor allem Haltbarkeit zahlt. Bandaxall-Designs findet man häufig, gerade von kleineren Herstellern realisiert. Falls man also schlichtweg nur darauf aus ist und über ein limitierteres Budget verfügt, liegt es am potenziellen Käufer, Kompromisse einzugehen. Den BAX soll man nicht hören, nur seine Wirkung. Deswegen auch keine Übertrager.

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Der Dangerous Music BAX EQ in der Praxis

Das, was er kann, macht er perfekt

Zunächst ein paar Dinge, die eigentlich selbsterklärend sind: Aufgrund des Designs und dem Grundgedanken des Equalizers bekommt man hier kein Gerät, mit dem sich chirurgische Eingriffe vornehmen lassen, als „surgical“ kann man ihn also gemeinhin nicht bezeichnen. Das, was er macht, also extrem weich und subtil oben- und untenherum aufräumen, sowie bis zu plus oder minus 5 dB oben oder unten zu cutten oder zu boosten, macht er so glasklar, wie das für ein analoges Gerät nur möglich ist. Eine klangliche Färbung ist praktisch nicht vorhanden, man hört den Equalizer, wenn man ihn nutzt, das Gerät selber hört man eigentlich überhaupt nicht. Die alle einzeln vermessenen Equalizer-Kurven sind dermaßen weich, dass die Legende auf die gerasterten Shelfingfrequenz-Auswahl Potis eigentlich hinfällig wird. Hiermit lässt sich formen und vor allen Dingen optimieren. Mit den weichen, aber durchaus wahrnehmbaren und extrem gutmütig klingenden Hi- und Locuts, in Kombination mit einem kleinen Boost der Tiefen und Höhenbänder, kann man seinen Mix effektiv und gefühlt eins-zu-eins phasentreu zum Lächeln bringen. Hat man beispielsweise noch einen parametrischen und färbenderen Phasenschieber in seiner (Mastering-) Kette, lässt sich dieser hinter dem Dangerous Music BAX EQ als „Aufräumer“ deutlich besser nutzen und kontrollieren, das gilt ebenfalls für eine nachträgliche Dynamikbearbeitung.

Im alltäglichen Gebrauch, vor allem im Multitrack-Mastering, überzeugt vor allem das Höhenband, hier lässt sich nach Lust und Laune pushen oder zähmen, ohne dass man sich dabei auch nur zu einem Zeitpunkt schlecht fühlen muss. Hier lässt sich auch einiges leveln, die Gabelfrequenz lässt sich in einem Bereich von 1,8 kHz bis 18 kHz in sieben verschiedenen Zwischenpositionen festlegen, entscheidet man sich für das 18 kHz Band, wirkt er zwar trotzdem schon gefühlt ab ca. 8-10 kHz, ein umso natürlicher wirkendes und klingendes Airband bekommt man dafür aber. Möchte man den Mix exakt gegen den Bassbereich leveln, wählt man eine tiefliegende Gabelfrequenz und kann mit diesem den gesamten Mix nach oben hin ansteigend ab den unteren Mitten hochziehen und mit dem Bass-Kuhschwanz noch einmal unten herum nachhelfen. Hier kann man eigentlich alles machen, was man möchte, es ist beeindruckend, wie druckvoll und bündige man die tiefen Frequenzen pushen kann, ohne dass es „muddy“ wird, das kenne ich sonst nur von passiven Designs. Die insgesamt 10 dB an möglicher Anhebung oder Absenkung sowie die zwei Bänder sind zu weitaus mehr imstande, als man das zunächst vermuten mag.

Dangerous Music BAX EQ

Der „Engage“ Taster am Dangerous Music BAX EQ

Selbstverständlich gibt es auch andere Geräte bekannter Hersteller, die in ihrer Konzeption dem Dangerous Music BAX EQ ähneln, beispielsweise der Clariphonic von Kush Audio verfolgt einen ähnlichen Ansatz, dieser färbt jedoch auch deutlich mehr und macht das prozessierte Material deutlich weicher, hier bekommt man eher ein Tracking- oder Mixdown-Gerät für Einzelspuren. Der BAX eignet sich ebenfalls für den Einsatz im Mixdown, gerade für Material mit problematischen Frequenzen, die über das Hörspektrum hinausgehen. Etwa die Bassgitarre oder Vocals, die man zwar präsenter machen will, in einem aber auch mehr Kontrolle über diese erlangen möchte. Der Dangerous Music BAX EQ bringt zwei Attribute an den Tisch, die man wohl nicht sehr häufig in direkter Kombination liest: Er ist clean und musikalisch.

Das verbaute Hipass-Filter sucht für meine Ohren gelinde gesagt seinesgleichen, hier wurde wohl eines der problematischsten Themen im Mastering-Bereich einfach so weg-engineered. Einfach draufpacken und -lassen, im Bassbereich sowie auch oben herum bleibt einfach alles wie es war, von einer Veränderung in der Phasentreue absolut keine Spur. Das habe ich in dieser Dimension bisher selten bis nie weder bei Plugins, noch bei Hardware erleben dürfen, dabei ist er aber trotzdem wirkungsvoll und hörbar. Über jeden Zweifel erhaben. Was mich aber bei Weitem noch mehr beeindruckt, ist der Workflow. Man kommt so unfassbar schnell zu einem einfach besseren Ergebnis und die Limitation der wenigen Bedienparameter führt in einem dazu, dass man auch das absolute Optimum herauspegelt und -regelt. Das Gegenhören unter Verwendung der Bypass-Schaltung entlockt beim Druck auf den „Engage“-Taster jedesmal wieder große Freude, einerseits aufgrund des klanglichen Ergebnisses, andererseits wegen des mechanischen Feedbacks beim Aktivschalten der Klangregelung. Mit dem Dangerous Music BAX EQ ist man einfach richtig flott unterwegs, auch deshalb macht er einfach Spaß. Hier bleibt eigentlich lediglich die Kosten-Nutzen- bzw. GAS-Frage im Raum stehen. Und diese liegt selbstverständlich im Auge des Betrachters.

dangerous music bax eq

Zu guter Letzt noch eine kleine Sammlung an A/B-Vergleichen mit und ohne BAX. Vom musikalischen Material abgesehen lässt sich hier erkennen, in welcher Tragweite sich seine Mixe mit dem Gerät veredeln lassen. Auf etwas extreme Art und Weise habe ich hier demonstrativ mit dem BAX versucht, ein paar (Rough-) Mixe zum Lächeln zu bringen. Die Unterschiede mögen zwar im ersten Höreindruck subtil wirken, doch sie bedeuten die Welt. Hört selbst und achtet vor allen Dingen auf die empfundene Lautstärke. Das „Aufräumen“ mit dem BAX schafft richtig Platz, um nachher mit den Kuhschwänzen gut nachpushen zu können.

Fazit

Wer auf der Suche nach einem surgical EQ ist, ist bei dem Dangerous Music BAX EQ fehl am Platz. Die Flanken der Filter sind sehr weich und reichen weit über die angegebene Grenzfrequenz hinaus. Dieser EQ hat nicht die Möglichkeiten eines parametrischen EQs. Die Flankensteilheit ist nicht einstellbar. Auch die zu wählenden Frequenzen sind überschaubar. Er hat jedoch einen Sound, der mit nicht-Bandaxall Equalizern auch nicht erreicht werden kann. Die Bässe knacken, die Höhen schnappen, hier bleibt alles so stabil, wie es in den EQ hineingekommen ist.

Wer auf der Suche nach einem praktisch nicht wahrzunehmendem Glied in der Signalkette ist, mit dem man aber in einem das Material maßgeblich beeinflussen und verändern sowie aufräumen kann, sowie auf der Suche nach einem kompromisslosen No-Brainer für die Ewigkeit ist, sollte gar nicht weiter suchen. In der Mastering-Umgebung, gerade wenn es um das Mastering von Alben oder anderen Mehrstück-Produktionen geht, ist er fast schon ein Must-have. Mit ihm lassen sich ohne klangliche Verluste sämtliche Eingangssignale aufeinander abstimmen. Gemessen an den verbauten Optionen zur Klangregelung erscheint der Preis zunächst hoch, beim Blick ins Innere und beim Anfassen bzw. Arbeiten mit dem Gerät merkt man jedoch, dass hier kompromisslos bis zum bitteren Ende gedacht wurde, der BAX erlaubt sich keine einzige Unstimmigkeit, hier ist nichts vorhanden, was den Nutzer an seiner Authentizität zweifeln lässt.

Mit dem Dangerous Music BAX EQ kann man zwar schon einiges anstellen, wenn man aber in einem kleineren Budget denken muss und gar vielleicht nur ein einziges Equalizer-Gerät anschaffen möchte, mit dem man damit einhergehend etwas vielseitigere Eingriffmöglichkeiten haben möchte, so lohnt sich vielleicht auch mal ein Blick auf den TK Pro Audio TK-lizer 2. Hier bekommt man zum halben Preis drei Bandaxall-Bänder pro Kanal, ein parametrisches Mittenband obendrauf sowie eine eingebaute, per Knopfdruck zu aktivierende MS-Matrizierung. Diese hat mir unter der Berücksichtigung, dass ich bei mir im Studio keinen Backbone besitze und die Matrizierung langweiliger Weise bei mir im Rechner stattfindet, etwas gefehlt. Ich denke aber, dass man sich auch hier unter Berücksichtigung der anderen fantastischen MS-Produkte der Marke Dangerous Music schon Gedanken gemacht hat, im Umfeld dieser oder anderer Knochen ist das ja kein Problem. Klar ist es toll und praktisch, dass man die Cuts in Stereo simultan anlegen kann, unter Berücksichtigung, wie toll hier alles klingt, hätte ich aber gerne auch für die Seite die Option gehabt, die fantastischen Cuts anzuwenden, oben wie unten. Nichtsdestotrotz, hier vor mir steht ein absolutes Sahnehäubchen, wird mir sehr schwerfallen, den wieder abzugeben.

Plus

  • Verarbeitung
  • Klang
  • kompromisslose Führung des Signalweges

Minus

  • -

Preis

  • Ladenpreis: ‎2.799,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    iggy_pop  AHU

    Am Gerät selbst habe ich keine Kritik, wohl am Inhalt: „Shelving“ statt „shelfing“, und warum kann man nicht „ausgewiesener“ statt „dedizierter“ schreiben — vor allem: Wer kann mir aus dem Stegreif den Unterschied zwischen „dezidiert“ und „dediziert“ erklären, *ohne* ein Online-Wörterbuch (ein echtes wird wohl kaum mehr im Regal stehen) zu verwenden?
    .
    „Von Hand“ liest sich auch besser als „händisch“… schreckliche Neologismen. Zeit ja, aber Geist…?
    .

    • Profilbild
      Ted Raven  AHU

      Was Shelving angeht, gebe ich Dir vollkommen Recht. Das ist ein übler und nerviger Rechtschreibfehler, der sich im Artikel ständig wiederholt.

      Was „händisch“ und „von Hand“ angeht, ist „manuell“ jedoch die deutlich üblichere und lesbarere Alternative.

      Und was der Unterschied zwischen dediziert und dezidiert ist, sollte eigentlich jeder wissen, der einen Schulabschluss hat.

  2. Profilbild
    psv-ddv  AHU

    Scheint ein interessantes Teil zu sein. Die Klangbeispiele machen zumindest Appetit darauf den EQ mal selbst auszuprobieren. Ein paar Sweeps wären noch schön gewesen um ihn besser einschätzen zu können. Den Preis finde ich auch ok für 2 Kanäle in hoher Qualität.
    Nervig scheint mir allein das Schaltnetzteil, da muss man sich dann selber was vernünftiges ranhängen. Aber mit der Unsitte ist dangerous music ja nicht alleine.

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