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Test: Korg Volca Beats, Analog Rhythm Machine

27. Juli 2013

Mini-Beatbox - Big Sound

Bevor es richtig losgeht, hier ein Hinweis auf unser Korg Volca-Special, in dem ihr ALLE Korg Volcas findet, inklusive aller Tests zu den Korg Volcas, Workshops zu den Korg Volcas und auch Zubehör zu den Korg Volcas von Drittanbietern. Einfach HIER KLICKEN.

Neben dem MS20 mini hatte Korg noch drei weitere Überraschungen auf der Musikmesse parat: Volca Bass, Volca Keys und Volca Beats. Schicke, kleine Kästchen, welche die Kategorie „Spaßmaschinen“ neu definieren dürften. Bassliner und Synthesizer werden vom Kollegen Markus Schröder vorgestellt, ich habe mir die Drummaschine Volca Beats vorgenommen.

Volca Beats ist eine Hybrid-Drummaschine, die vier analoge Sounds und vier PCM-Drums mit einem Sequencer sowie einem Delay-Effekt vereint. Das kompakte Gerät ist kaum größer als der Korg Monotribe, allerdings handelt es sich bei Volca Beats um eine „richtige“ Drummaschine: Die Sounds lassen sich editieren und der Sequencer hat echte 16 Steps.

Die Gehäusewanne ist nicht schwarz, sondern halb durchsichtig. Will man mit dem „Ausblick“ auf die Platine wieder die Mod-Fraktion animieren und werden, wie zuvor bei den Monotrons, die Schaltpläne von Korg auch dieses Mal zur Verfügung gestellt?

Auf der Oberseite finden sich nicht nur alle Bedienelemente, sondern auch die Anschlüsse. Für die vier analogen Sounds sind je drei Regler, genauer gesagt Potiachsen wie beim MFB-522, vorhanden, von denen sechs mit integrierte LED versehen sind, die dann aufleuchten, wenn ein Sound getriggert wird. Denn bei den vier Sounds handelt es sich eigentlich um sechs. Es gibt neben Kick und Snare zwei Toms (Hi und Lo) sowie Closed und Open Hihat. Die vier PCM-Sounds können nur in der Tonhöhe eingestellt werden, was, wie auch die Lautstärke aller Drums, mit nur einem Regler vorgenommen wird. Das Delay hat zwei eigene Regler, die sogar Potikappen spendiert bekommen haben. Korg misst dem Delay wohl besondere Performance-Bedeutung bei?

Nur das Delay hat richtige Potikappen spendiert bekommen.

Nur das Delay hat richtige Potikappen spendiert bekommen.

Unten sitzen 16 Sensortasten, die einerseits für die Beatprogrammierung, anderseits auch für Systemeinstellungen und Sonderfunktionen zuständig sind. Am oberen Rand finden wir dann noch die Anschlüsse für das 9-Volt-Netzteil (welches jedoch nicht zum Lieferumfang gehört*) MIDI-In, Kopfhörer-/Main-Ausgang und zwei Sync-Buchsen für den Verbundbetrieb mit weiteren Volcas oder dem Monotribe. Der Ausgang ist für den einfachen Anschluss von Kopfhörern und an Mixer bzw. Audiointerfaces als Stereobuchse ausgeführt, aber alle Sounds kommen aus der Mitte, da es keine Panoramafunktion gibt.

Die Rückseite beherbergt nicht nur ein Batteriefach, für das Korg einen Satz AA-Batterien mitliefert (*ich hätte aber lieber ein Netzteil gehabt), sondern auch einen kleinen Lautsprecher, so dass man mit Volca Beats komplett ohne Anschluss an irgendwelche Geräte loslegen kann. Nice.

Drumsounds

Ein Teil der Drums wird zwar analog erzeugt, aber es ist klar, dass hier keine aufwändigen diskreten Schaltungen arbeiten. Aber entscheidend ist was hinten bzw. im Falle von Volca oben rauskommt. Und da überrascht Volca Beats mit ziemlich satten Sounds. Korg hat sich hier jedoch nicht an der eigenen Historie, sprich der KPR-77, orientiert. Vielmehr erinnern die Drums an Rolands Klassiker. Das ist jedoch nur praxisgerecht, denn TR-Drums sind nach wie vor die beliebtesten ihrer Sparte.

Kick – die Bassdrum wird von einem Resonator erzeugt, womit offensichtlich ein selbst oszillierendes Bandpassfilter gemeint ist. Die einstellbare Tonhöhe ist relativ eng gefasst, so dass es immer bei einer Bassdrum bleibt. Das Decay geht von einer kurzen Kick bis zu einem längerem Boom, allerdings ohne einer 808 gefährlich zu werden. Mit Click kann der Attack verstärkt werden, was sich speziell bei kurzem Decay anbietet. Der Sound wirkt ganz leicht übersteuert, was ihm aber zugute kommt, und hat einen ordentlichen Wumms.

Snare – ein kurzer Ton und Rauschen bilden in ihrer Mischung die Snare. Während der Ton ganz normal klingt, ist das Rauschen sehr kratzig. Ich vermute, es handelt sich hier um eine digitale Soundquelle, die mit Zufallsimpulsen arbeitet. Ähnlich wie Doepfers A-117. Besonders bei langem Decay klingt es recht ungewohnt.

Die Regler für die analogen Sounds.

Die Regler für die analogen Sounds.

Toms – Hi und Lo Tom sind unabhängig und können auch zur gleichen Zeit erklingen. Das Blockschaltbild nennt zwar nur jeweils einen Resonator als Klangquelle, aber bei den Toms klingen einige Obertöne mit, die sie zu einem angenehmen Klang formen. Die beiden Tonhöhen und das gemeinsame Decay lassen sich ziemlich weit verdrehen.

Hihat – Open und Closed Hihat werden aus einem Mix von sechs Rechtecken gebildet. Dieser Oszillatorenmix lässt sich weit stimmen. Im mittleren und oberen Bereich klingt das Hihat schön metallisch, bei sehr tiefer Stimmung wird der Sound dann recht bröselig, der Tune-Regler trägt zurecht die Bezeichnung Grain. Closed schneidet Open zwar ab, aber trotzdem können beide Hihats auf einen Step gesetzt werden und die Open erklingt. Man kann das als Ersatz für die fehlende Accent-Funktion nutzen.

Die vier PCM-Samples sind Clap, Claves, Agogo und Crash. Speziell der Crash klingt schön Old School, dem Klang nach dürfte es sich höchstens um eine 8-Bit-Auflösung handeln. Jeder der vier Klänge kann individuell über einen sehr weiten Bereich gestimmt werden. Besonders abwärts klingt es ziemlich rau und am unteren Ende verändern die Sounds ihren Klang dramatisch. Das lässt Volca Beats viel abwechslungsreicher erscheinen, als man es bei acht Sounds vermuten würde.

Sequencer

Der Sequencer ist einfach gehalten, wartet aber mit allem Nötigen und ein paar Besonderheiten sowie einem nahtlosen Fluss auf. Volca Beats unterscheidet zwischen Live- und Step-Modus. In Live lassen sich die 10 Drums, hier Parts genannt, über die Steptasten manuell spielen, sowohl ohne Sequencer als auch im Play- oder Record-Betrieb. Ist Step gewählt, bastelt man wie üblich den Rhythmus mit den 16 Tasten zusammen, das ist wiederum bei laufendem oder gestopptem Sequencer möglich. Als dritte Variante ist noch Step Rec vorhanden, wobei die Drums der Reihe nach eingegeben werden. Kennt man noch von alten Maschinen, finde ich hier aber überflüssig, weil es keinen Vorteil gegenüber den anderen beiden Modes gibt. Bei laufendem Sequencer kann man zwischen Live und Step wechseln, die Sounds muten sowie das Pattern speichern, ohne stoppen zu müssen. Wechselt man das Pattern ohne zu speichern, geht der neu programmierte Beat verloren.

Volca Tasten

Ein echtes Manko ist, dass es nur acht Speicheplätze für Pattern gibt, die über die ersten acht Steptasten anwählt. Hätte man nicht wenigstens allen 16 Tasten einen Speicherplatz anhängen können?

Bei den eintaktigen Pattern lassen sich mit Active Step beliebige Steps überspringen. Der nahe liegende Nutzen davon ist, dass man ein Pattern z.B. auf 8 oder 12 Steps verkürzt, indem man die letzten Steps einfach deaktiviert. Aber man kann einen Beat auch durch Deaktivieren einzelner, nicht zusammenhängender Steps zu einem Break abwandeln. Als Gegenstück dazu gibt es die Funktion Step Jump einzelne Steps im 16tel wiederholen, solange die betreffende Taste gedrückt bleibt. Tja, in der Übersetzung würde man die beiden Funktionen wohl vertauschen.

Der Sequencer vermag zwei Parameter als Motion Sequenz, bekannt vom alten Electribe, aufzuzeichnen. Das sind PCM-Speed, und zwar für alle vier Sounds separat, und Stutter, womit ein Delay gemeint ist.

Stutter / Delay

Das Delay (im Grunde genommen eine Retrigger-Funktion) kann wahlweise global oder für einen ausgewählten Part, sprich Sound, eingesetzt werden. Es läuft stets temposynchron und kann nicht nur als normaler Effekt eingesetzt werden. Bei geschickter Einstellung lassen sich z.B. auf der Hihat damit auch rhythmische Figuren wie Triolen, 32tel oder ein angedeuteter Shuffle erzielen.

Anbindung zur Außenwelt

Per MIDI können die Drums von Volca Beats mit festgelegten Noten getriggert und der Sequencer synchronisiert und ferngesteuert werden. Mangels MIDI-Out natürlich immer nur im Slave-Betrieb, und damit entfällt auch eine externe Speichersicherung.

Die beiden Buchsen Sync-In und Sync-Out sind zur Verbindung mit analogen Clock-Quellen gedacht, aber natürlich sind auch passende Impulse aus einer Groovebox oder dem Audio-Interface/DAW denkbare Quellen. Da Volca Beats seinen Sequencer schrittweise per eintreffendem Clock-Impuls weiterschaltet, ist es möglich, ihn „unrund“ laufen oder swingen zu lassen, sofern man die Möglichkeit hat, die Clock-Quelle dementsprechend zu manipulieren. Testweise angeschlossene Taktgeber wie A-100 Modularsystem und MFB-Drummie funktionierten problemlos, da Volca Standard 5-Volt-Impluse verarbeitet. Allerdings handelt es sich in diesem Fall nur um eine Clock, Start/Stopp muss am Volca Beats manuell dazu betätigt werden. Wenn jedoch zwei oder mehrere Volcas über Sync gekoppelt werden, funktioniert das auch mit Start/Stopp, da hier die Stereo-Buchsen die zweite Ader (Ring) dafür nutzen.

Mehr Konnektivität gibt es bei dem Preis nicht.

Mehr Konnektivität gibt es bei dem Preis nicht.

In der Praxis

Wie oben schon gesagt, in den Punkten Sounds und Sequenzer ist Volca Beats eine runde Sache. Er klingt gut, bei einigen Drums sogar eigenwillig und erzeugt dabei nur minimale, fast nicht wahrnehmbare Nebengeräusche. Für harte Styles wie Techno oder Dubstep ist er zwar kaum geeignet, aber für alles aus dem weiteren Umfeld von Electro, House, Synth-Pop, Minimal, Trap und ähnliches liefert er tolle Sounds. Man wird ihn wie eine TR606 oder MFB-522 wohl eher als Zweitmaschine einsetzen, aber das dürfte auch die Intention von Volca Beats sein.

Mit Volca Beats bricht Korg die Preisgrenze nach unten durch.

Mit Volca Beats bricht Korg die Preisgrenze nach unten durch.

Der Sequencer ist flüssig zu bedienen, wenn man erst einmal die Funktionen durchschaut hat. Hier hapert es aber an der Anleitung. Im Prinzip sind die Bedienelemente nur beschrieben, Arbeitsabläufe werden kaum, und wenn, dann nur knapp erklärt. Zudem finden sich Fehler und schlechte Übersetzungen: Aktivschritt-Modus und Sprung-Schritt-Modus, da weiß man doch gleich was gemeint ist, oder? Sätze wie: „Drücken Sie diese Taste drücken, um die Sequenz wiederzugeben, die aufgezeichnet wird.“ sind zwar drollig, aber nicht hilfreich, erst recht nicht für Neueinsteiger. Wer jedoch sich ein wenig mit der Materie auskennt, kann die Anleitung getrost beiseite lassen. Unnötig finde ich auch, dass nur die Steptasten 1 bis 8 beschriftet sind, 9 bis 16 jedoch ohne Aufdruck. Mit ein bisschen mehr Druckerfarbe wäre es im Step-Mode übersichtlicher.

Dank Batteriebetrieb und integriertem Lautsprecher ist Volca Beats autark.

Dank Batteriebetrieb und integriertem Lautsprecher ist Volca Beats autark.

Volca Beats kann man einfach anschalten und loslegen, das macht Spaß und funktioniert – aber nicht draußen. Für normales Tageslicht ist die Beleuchtung des Displays und vor allem der Taster einfach zu schwach, man erkennt den Status nur mit Mühe. Die Step-LEDs hingegen sind ok. In Räumlichkeiten sieht man alles, aber für den Balkon- oder Garten-Groove taugt es leider nicht.

Der Lautsprecher ist nett gemeint, gibt aber aufgrund seiner geringen Größe tiefe und hohe Frequenzen nur schlecht wieder. Der Wumms der Bassdrum verschwindet ebenso wie sehr hoch gestimmte PCM-Sounds. Jeder Kopfhörer bringt hier einen besseren Sound.

Korg Volca Beats

Korg Volca Beats

Fazit

Die neue Analog-Abteilung von Korg hat mit Volca Beats eine ernst zu nehmende Drummaschine auf den Markt gebracht. Sie ist nicht perfekt, aber im Gegensatz zu den Monotrons und Monotribe, wo der Spaßfaktor sich nach kurzer Zeit erschöpft hat, traue ich Volca Beats eine längere Begeisterungsfähigkeit zu und sehe auch einen höheren Nutzfaktor im Setup. Mit dem unschlagbaren Straßenpreis von ca. 140,- Euro sind die Volcas ohnehin „no brainers“, wie die Amerikaner so schön sagen. Trotzdem regt sich in mir der Gedanke, ob hier vielleicht nicht etwas zu viel gespart wurde. Für mehr Speicherplätze, Zahlen von 9 bis 16, Shuffle, Pattern-Chain und Panorama hätte Volca Beats auch etwas mehr kosten dürfen. Aber solche Überlegungen sind müßig und das Teil macht auch so wirklich Spaß und lief während der leider sehr knapp bemessenen Testphase einwandfrei. Ich denke, ich werde mir einen kaufen!

Plus

  • guter Sound mit mehr Abwechslung als an denkt
  • Live/Step-Wechsel & Write bei laufendem Sequencer möglich
  • integriertes Delay
  • sehr günstiger Preis
  • Batteriebetrieb möglich

Minus

  • nur 8 Pattern Speicherplätze
  • Beleuchtung kaum Outdoor-tauglich
  • Anleitung wenig praktikabel

Preis

  • UVP: 166,- Euro
  • Straße: ca. 140,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Viertelnote  AHU

    sehr guter Testbericht, schöne Klangbeispiele.
    Das Konzept und die Sounds gefallen mir, ausser die snaredrum
    überzeugt mich nicht so recht.

    Für das Geld bekommt man allerdings einen sehr guten Gegenwert

    mfG

  2. Profilbild
    snowcrash

    Endlich ein paar Electro Funk Beats! Grossartige Klangbeispiele, danke, danke, danke!

    Liebe amazona Redaktion koenntet ihr den Jim nicht noch bitten fuer den Volca Keys noch ein paar Samples aufnehmen zu lassen? Die vom Herrn Schröder sind leider nicht besonders aussagekraeftig.

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Hallo snowcrash,
      nur zur Info: ich lehne es prinzipiell ab „geile Sounddemos“ zu machen. Als Tester hab ich die Aufgabe die Schwachstellen eines Testobjekts aufzuzeigen und nicht die Werbeabteilung des betreffenden Unternehmens zu entlasten. Deswegen zeigen meine Demos ist in der Regel nur den reinen Klang des Gerätes ohne Abhängigkeit vom einem bevorzugten Musikstil.

      „Geile Demos“ sind auf Youtube zu finden.
      http://www.....OBT8BSn_XU

      Grüße,
      M. ;)

      • Profilbild
        TobyB  RED

        :-) sehen sie selbst, hören sie selbst, urteilen sie selbst finde ich immer noch am besten.

      • Profilbild
        snowcrash

        @Markus Schroeder: Danke fuer die persoenliche Antwort. Die Intention hinter den Demos habe ich durchaus verstanden, jedoch in den vielen Jahren in denen ich solche Demos die den „reinen Klang“ bzw. Filterfahrten bei hoher Resonanz etc. hoeren durfte, fande ich immer schon weniger aussagekraeftig, als eine gute Varianz an verschiedensten, durchaus auch minimalistischen, aber tendentiell „musikalischen“ Klangbeispielen.

        Um das Verhalten, bzw diese „reinen“ Beispiele wirklich aussagekraeftig zu machen beduerfe es einer detaillierteren Beschreibung was denn nun da genau zu hoeren ist. Und zudem nicht nur Filter ganz offen, bzw Resonanz ganz auf oder dann durchsweepen. Zumindest ein zwei (durchaus subjektive) Sweetspots, Huellkurven etc…

        Und es geht ja auch: das beste Klangbeispiel im Volca Keys Test war fuer mich „Korg_Volca_Keys_Poly_and_Unison_Delay“ das sich IMO sehr positiv vom Rest abhebt, um nicht zu sagen, dieses Klangbeispiel war das beste was ich bisher ueberhaupt(!) vom Keys gehoert habe. Ich haette mir vlt einfach mehr in dieser Art gewuenscht. ;)

        Anyway Danke!

        • Profilbild
          Markus Schroeder  RED

          @snowcrash
          Ja, ich verstehe und Danke für die sehr konstruktive Antwort, ich werde das in Zukunft mehr berücksichtigen.

          Grüße
          M. :)

  3. Profilbild
    phil_dr110  

    Ein eigentlich sehr schönes Gerät, aber der Klang der Snare (das Rauschen) wird in meiner Musik so nicht funktionieren. Da hat Korg leider eine echte Chance verspielt.

  4. Profilbild
    TobyB  RED

    Hallo DrPhil,

    dann nimmst du eine andere Snare, deine Musik, wird doch nicht von der Snare abhängen, ich find die 3 Volcas gut, grade weil die nichts perfekt sind und hier einer der größeren Hersteller endlich wieder Dinger mit Knöpfen zum Frickeln baut. Klanglich geht bei den Dingern einiges.

    Gudde.

  5. Profilbild
    der jim  RED

    Die Snare ist auch nicht unbedingt mein Lieblingssound vom Volca Beats. Aber immerhin klingt sie eigen, ob man’s mag… Nimmt man die Snare mit kurzem Decay, wenig Snappy und legt leise den Clap für den Nachhall drunter, klingt das ok finde ich.
    Will man eine ganz klassische Analogsnare, ist man mit der MFB-522 sicherlich besser bedient. Die kostet allerdings das Doppelte (kann aber auch mehr).

    • Profilbild
      phil_dr110  

      und genau in diese richtung geht die überlegung bei mir auch. die mfb 522 wird das rennen machen, mit dem nanozwerg bin ich bis dato hochzufrieden :)

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    mira

    ansich ein lustiges Gerät dass mehr kann als zunächst geglaubt. Aber die schon vielfach erwähnte „verzerrte“ Snare ist der Abtörner für mich. Leider kommt sie in allen Soundbeispielen vor, es scheint keine andere zu geben., schade.

    • Profilbild
      TobyB  RED

      hallo mira,

      die snare hat 3 parameter mit denen du den rohklang formen kannst. zum anderen wird mir hier wohl keiner erzählen wollen das er die snare ohne fx aufnimmt. markus hat ausserdem zu seiner art der soundbeispiele etwas gesagt und das geht methodisch und didaktisch m.E. voll in ordnung.

  7. Profilbild
    mira

    jedem wie er’s mag.

    Mir ist sie unter diesen Umständen nicht „musikalisch“ genug um nicht zu sagen, sie klingt offen einfach „verunglückt“. Mag sein, dass sie mit FX in ein paar Beispielen brauchbar ist, aber als Standard eher nicht. Ist einfach meine Meinung. Man muß nicht alles mögen ;-)

    • Profilbild
      TobyB  RED

      hallo mira,

      bei mainstream produktionen gebe ich dir recht, aber grade das die snare so klingt wie sie klingt macht sie interessant :-)

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      TobyB  RED

      Hallo Marcus,

      die Frage ist nur wann Korg in Deutschland mal Lieferfähig ist. Offensichtlich sind die so dermassen von der Nachfrage überrannt worden, das die vier Monate hintendran hängen… Meinen Volca Bass hab ich nur nach heftigsten Beschwerden erhalten und auf Keys und Beats warte ich immer noch. Insofern warte ich mit dem Modden lieber noch, falls was schief geht wäre blöd :-) Da hilft auch nicht das der kleine Volca Bass wirklich gut ist, Korg sitzt dieses Jahr fest auf Platz 1. für die schlechteste Kundenbindung und Lieferbarkeit.

      • Profilbild
        Markus Schroeder  RED

        Lieferengpässe sind Gang und Gebe und in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation haben die noch funktionierenden Firmen kaum Reserven für Überproduktion und gehen lieber auf Nummer sicher.

        Das ist für die steigende Anzahl der Alles-Jetzt-Konsumenten natürlich ein Problem, die keinerlei Verständnis dafür aufbringen, wie lange es wirklich dauert Software zu entwickeln, wie aufwendig es ist Fertigungsprozesse und Bauteillogistik für Hardware zu planen und zu skalieren, etc.

        Doch anstatt sich daran zu erfreuen, dass die Softwareprogrammierer und Unternehmen überhaupt das nicht nur finanzielle Risiko auf sich nehmen um ein interessantes Produkt auf den Markt zu bringen, bekommen sie nur zu hören, dass es nicht schnell genug geht und sie mit Absicht versuchen jedem einzelnen Kunden das Leben persönlich vermiesen.

        Es gibt Fälle in denen es Sinn mach sich zu beschweren, es gibt Fälle in denen es keinen Sinnmacht sich zu beschweren und es gibt die Fähigkeit zwischen beiden unterscheiden zu können.

        schönen Samstag noch,
        Markus

        • Profilbild
          TobyB  RED

          Hallo Markus,

          da hast Du wohl Recht. Ich meine nur, ich mache keine Terminankündigung, wenn ich nicht 100% weiss das ich es zu dem genannten Termin hinbekomme. Da nützt mir auch die Vorfreude nix und die Freude über die Leistung der Produktentwickler. Wenn die Lieferkette nicht passt, verlieren alle. Da ist die Musikgeräteindustrie nicht anders wie andere Teilbereiche der industrie. Das sagt der Logistiker in mir, der hat etliche Jahre Berufserfahrungs in Fertigung und Logistik. So es ist Samstag, der Musiker geht jetzt noch eine Runde frickeln und knöpfeln.

          Gude Toby :-)

  8. Profilbild
    Markus Schroeder  RED

    Genau, besser was schönes machen als sich Ärgern – auch wenn man manchmal seinem Frust Luft machen muss.
    Shit happens, das war schon immer so.

    :D

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Hallo Markus,

      der Logistiker in mir ärgert sich nicht ;o) wenn dann machen wir selbigem am Gerät Luft, äh Töne. Grüße aus dem ausserhessischen. :-D

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Hallo Marcus,

      heute Nachmittag kamen dann die beiden fehlenden Volca Keys und Beats. Das Warten hat sich gelohnt. Das macht im Verbund mit Volca Bass richtig Spass und klingt gut :-)

  9. Profilbild
    dioxyd

    Man darf gespannt sein, wie Korg die Firmware updaten wird. Und ich bin sicher das so etwas kommen wird. Dem Beats z.B. fehlt auch eine Swin-Funktion.

    Dem Bass z.B. Accent. Solche Sachen lassen sich nachrüsten, wie man z.B. auch bei der Monotribe gesehen hat.

  10. Profilbild
    Gunther Berndsen

    Schade, dass die Active Step Funktion nur für alle Stimmen gleichzeitig geht, und nicht wie bei Volca Bass für jede Stimme einzeln. Keine Polyrhythmen hier…

    Das wäre auch ein ToDo für ein Software-Update, KORG!

    Aber sonst: Sehr coole Maschine.

  11. Profilbild
    dioxyd

    Den Beats werde ich mir auf jeden Fall holen, auch wenn ich hier und da meine, Korg könnte mehr mit „richtigen“ Kisten um die Ecke kommen.
    Den Keys habe ich bisher, da den niemand haben will ;D
    Lohnt sich auch!
    Schade das nur das Design bei Beats der 808 angepasst wurde, nicht der Bumms… Für die die es interessiert, die Snare klingt übrigens je nach Einstellung, genau wie bei Kraftwerk auf dem Mensch Maschine Album ;)

    ich lechze, den Beats auf meinen MS20 mini zu stellen ;D

  12. Profilbild
    Saxifraga  

    Die meisten werden es wohl schon wissen:
    Man kann die Volca Beats öffnen und einen Kondensator Typ 104F auf die Kontaktplatten C78 löten. Vorsicht!
    Dannach klingt die Snare wie sie soll. Angeblich eine Designentscheidung von Korg den weg zu lassen . lol
    Da hat wohl die Produktion einen Fehler und nun ist es ein Feature. Für mich eher typisch Korg. :P

  13. Profilbild
    TobyB  RED

    Hallo saxifraga,

    das kann man mutmassen ob das ne Designentscheidung war. Vielleicht wurde der C78 auch einfach nur vergessen dem Bestückungsautomaten mitzuteilen und Korg korrigiert auf diese Weise den „Fehler“, der Volca Beats tut das so oder so keinen Abbruch. Ich finde die Art und Weise wie Korg damit umgeht ok, andere Firmen zeigen da weniger Transparenz und gehen mit ihrer Revisionspolitik arg schräge um. Cool wäre den C78 schalt oder regelbar zu machen a la kranker Modus und gesunde Snare :-D

  14. Profilbild
    sixteennote

    Wer sich ein wenig mit Elektronik auskennt und keine angst hat das ding aufzuschrauben ist zwei Lötpunkte und einem 100n Kondensator von einer wunderschöne fetten snare entfernt.

    Ich konnte die Original snare einfach nicht ab.

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