Test: Pioneer DJM-V10 DJ-Mixer

9. April 2020

Endlich ein Pioneer DJM für professionelle Ansprüche?

Pioneer DJM-V10

Test: Pioneer DJM-V10 DJ-Mixer

Die Ankündigung des Pioneer DJM-V10 hinsichtlich der NAMM Show dieses Jahres war ein Knaller, anders kann man es gar nicht ausdrücken. Der eine oder andere hatte schon erwartet, dass Pioneer DJ einen neuen DJ-Mixer auf den Markt bringen würde, einen Nachfolger zum Pioneer DJM-900NXS2.

Was dann aber kam, wird den einen oder anderen kurz vom Stuhl fallen haben lassen. Das, soviel kann man schon versprechen, wird dem einen oder anderen auch beim davor Stehen passieren, wenn er unerwartet das Ding im Club das erste Mal vor die Nase gesetzt bekommt. Das aber trifft vermutlich nur die, die auch mit einem Allen & Heath XONE:92 oder XONE:96 nicht umgehen können. Warum? Nun, der DJM-V10 macht den Eindruck, als hätte man im Hause Pioneer DJ ganz genau auf die Konkurrenz geschaut, denn viele der Funktionen, die es bis dato bei einem Pioneer DJM noch nie (oder einmal im DJM-1000) gab, sind bei anderen Mixern seit Jahren oder Jahrzehnten Standard. So ist eine gewisse Ähnlichkeit bei den Funktionen, aber auch der Optik sehr gut erkennbar zum Allen & Heath XONE:92 und XONE:96 und auch oder erst recht zum PLAYdifferently Model1 und es wirkt, als hätte man das Beste aus der Welt der besten weiteren DJ-Mixer verschmolzen mit den Funktionen der bisherigen Pioneer DJM-Modelle zu einem Über-DJ-Mixer. Ich kritisiere mich bereits jetzt für diese Bezeichnung, aber nachdem ich die ersten Infos zum Pioneer DJM-V10 bekommen hatte, war das mein Eindruck. Alles, was es an guten Funktionen bei Mixern auf dem Markt gibt, zusammensammeln und dann alles in eine Kiste verbauen – und das ohne den leicht negativen Unterton, den man vielleicht für diese Aussage unterstellen könnte.

Ohne Frage, Pioneer DJ geht mit dem DJM-V10 in sehr vielen Punkten einen komplett neuen Weg und der DJM-V10 wird nicht für jeden DJM-Liebhaber etwas sein, denn der DJM-V10 richtet sich gezielt an wirklich professionelle Ansprüche und dies bringt Funktionen und Settings mit sich, die entsprechend auch anspruchsvoller sind in der Bedienung, Signalfluss und Technikverständnis.

Bevor wir in den Test starten, etwas Organisatorisches. Wir haben den Test gesplittet, denn ansonsten sprengt das hier wirklich den Rahmen. In diesem Test gehen wir auf die Grundfunktionen ein, es ist quasi der Haupttest. In einem zweiten Teil schauen wir auf weitere Features, MIDI-Funktionen und Kompatibilität, das interne Interface, User- und Effekt-Settings und die Frage, wie man diese speichern und laden kann.
Einen eigenen Artikel widmen wir den Effekten. Den Beat-FX, den Built-in-FX und den Send- und Return-Wege samt allem Routing.

Hier findet ihr die zwei weiteren Teile:

Pioneer DJM-V10: spezielle Features
Pioneer DJM-V10: Effekte, Effekte, Send und Returns

Pioneer DJM-V10: die neuen Funktionen

Der erste Blick auf den neuen DJ-Mixer macht direkt klar, dass hier ist kein neuer DJM-900NXS2 oder 3 – das hier ist etwas anderes. Anderes Layout, viel mehr Knöpfe, leicht anderes Design.

Test: Pioneer DJM-V10 DJ-Mixer

Pioneer DJM-V10 im Überblick

Der DJM-V10 ist größer als die bisherigen DJMs: 44 x 47 x 11 cm sind die Maße, rund 12 kg bringt der Mixer auf die Waage.
Der Grund für die größeren Abmessungen liegt an dem Punkt, dass der DJM-V10 ein 6-Kanal-Mixer ist – so wird der Mixer breiter, mehr Funktionen und mehr Potis zwingen den Mixer, auch tiefer zu werden.

Viele der neuen Funktionen sind sofort erkennbar, wenn man einen Blick auf den Mixer wirft. Ich bin ein Freund von Fließtext, aber davon kommt hier noch genug, daher gibt es für die Funktionen, die das mehr oder weniger geschulte Auge bereits auf der Oberfläche erkennen kann, eine Auflistung.

  • 6 volle Kanalzüge
  • duales Audiointerface
  • offenbar mindestens zwei externe Inputs als Return-Weg, Aux-In
  • 6 Line-In, 4 Phono-In über beide USB-Ins auf alle Kanäle routbar, 6 digitale Inputs und ein interner Input, der offenbar als interner Send & Return funktioniert
  • 4-Band EQ in jedem Kanalzug
  • Kompressor auf jedem Kanalzug mit einem Regler
  • ein Filter-Regler pro Kanal
  • Beat-FX Assign als Taster pro Kanalzug
  • ein Send-Weg mitsamt Regler pro Kanalzug
  • zwei separate Kopfhörer-Sektionen mit Cue-Tasten pro Kanalzug, Master-Mix, Link-Cue
  • Soundcolor-FX ersetzt durch interne Effekte oder Send-Wege mit verschiedenen Parametern
  • 2 Mic-In
  • 2-Band-EQ auf dem Booth-Out
  • Master-Isolator mit drei Bändern
  • größeres Display für die Beat-FX
  • Multi-I/O

Viele dieser Funktionen und technischen Möglichkeiten sind nicht nur neu, sondern bedingen auch einiges an Möglichkeiten, die sich ergeben und vielleicht auf den ersten Blick gar nicht offensichtlich sind. Dem werden wir ein wenig auf den Grund gehen.

Praxistest DJM-V10: Der erste Rundumschlag

Das Layout des Mixers ist zunächst einmal Pioneer DJ-like. Mittig die Kanalzüge, sechs nun an der Zahl, links einiges für Mikrofone, Effekte und die erste Kopfhörer-Sektion. Rechts sitzen Master- und Booth-Level sowie die Beat-FX. Dort befindet sich auch das, was bis dato ein Send & Return sein sollte und doch immer nur ein Master-Insert mit Level-Regler war. Geändert hat sich dennoch viel, doch das wird im Folgenden noch mehr als genug in den Einzelpunkten erläutert.

Rein visuell hat sich auch einiges getan. Der DJ-Mixer wirkt ehrlich gesagt erwachsener. Es wird weniger Wert auf viele große LED-beleuchtete Tasten gesetzt, mehr auf Übersichtlichkeit und dennoch weniger „in your face“. Vielleicht geht man davon aus, dass man einem professionellen DJ nicht mehr alles in maximaler Größe präsentieren muss? Die Unterschiede erkennt man an vielen Punkten: Die LED der Meterings in Kanalzügen sind rund und kleiner, dazu farbig verändert, nun orange, weiß, rot statt grün, orange, rot wie beim DJM-900NXS2.

Die Cue-Tasten sind ebenfalls rund, nicht mehr transparent und voll beleuchtet, sondern nun mit einem runden Ring (Cue-A) oder einem runden beleuchtetem Punkt mittig (Cue-B).

Gleiches gilt für den Beat-FX-An-/Ausschalter wie auch einige andere Tasten. Weniger ist mehr – in diesem Fall: Weniger transparente Tasten mit bunten LEDs bringen mehr professionellen Look.

Test: Pioneer DJM-V10 DJ-Mixer

Sorgt für Effekte – und blinkende Beat FX-Taste in den Kanalzügen

Die Potis sind ebenso ein wenig dezenter, die weißen Ringe verschwunden, die silbernen Plastik-Kappen von Filter und Sound Color FX sind weg (zum Glück) und wurden durch gummierte Potis mit hellem Ring an der Oberseite ersetzt (Model 1 lässt grüßen).

Ein Blick auf die Rückseite bringt immer viele Informationen mit sich hinsichtlich Ein- und Ausgängen und damit unweigerlich auch hinsichtlich von Funktionen.

6 Kanäle, das bringt einige Buchsen mit sich. Eigentlich 12 Stereo-Paare, finden tut man jedoch nur 10. Der Grund dafür ist einfach, Kanal 2 und 5 bieten „nur“ einen Line-In, keinen Phono-Eingang.
Für alle 6 Kanäle gibt es digitale Eingänge als koaxial, raus geht es ebenso digital. Der Master-Out ist vorhanden als AES/EBU oder analog symmetrisch als XLR.

Als Cinch-Out gibt es Master 2 wie auch einen Rec-Out, für den Booth findet man 6,3 mm Klinkenbuchsen. Eine Link-Buchse ist vorhanden, ebenso ein USB-Anschluss und für die Mikrofone heißt es 6,3 mm Klinken- und XLR-Eingang an der Rückseite.

An der linken Rückseite befindet sich noch ein Block von Klinkenbuchsen, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen dürften. Hier befinden sich die Anschlüsse für zwei Send-Wege samt Return, zudem der Multi-I/O mit Klinke raus und Klinke rein, unsymmetrisch.

Pioneer DJM-V10

Send- und Return sowie Multi I/O

Gut bepackt ist die Rückseite, dennoch soweit übersichtlich gestaltet und bietet fast alles, was man sich wünschen könnte. Ich persönlich würde mir auch für den Booth-Out symmetrische XLR-Anschlüsse wünschen, denn in jedem professionellen Club wird dieses Signal früher oder später über eine Stagebox oder auch nicht in ein Mischpult geführt und der Signalweg unterscheidet sich an keiner Stelle von dem des Master-Outs. Im Handbuch findet man leider keine Angabe, ob der Booth-Out symmetrisch oder unsymmetrisch geführt wird, der Angabe aber folgend, dass es sich um je eine „Ausgangsbuchse TRS“ handelt, müsste es sich um eine symmetrische Signalführung handeln.

Der erste Eindruck des DJ-Mixers in der Praxis

Der Pioneer DJM-V10 ist zunächst einmal ein Pioneer DJM – man kann also davon ausgehen, dass man erst einmal damit arbeiten kann. Hat man sich kurz mit 6 Kanälen, den Eingängen, Filter-Sektion und den beiden Kopfhörer-Sektionen vertraut gemacht, ist das rudimentäre erst einmal alles machbar.

Zu den großen Punkten des Mixers komme ich im Späteren noch in einzelnen Unterpunkten, jetzt erst einmal der Weg des Signals ohne große Abweichungen vom Eingang zum Ausgang. Das ist nicht korrekt dem Verlauf des Signals folgend, denn einige Zwischenstationen benötigen einen Unterpunkt. Daher nicht nervös werden, wenn ich zunächst über den Booth-EQ spreche und später erst über Equalizer.

Booth-EQ, starten wir doch damit. Pioneer DJ spendiert dem DJM-V10 einen 2-Band-Booth-EQ und gibt dem DJ damit die Möglichkeit, seine Soundumgebung in der DJ-Booth selbst zu gestalten. Die Bänder sitzen bei 300 Hz und 3 kHz, die Absenkungen beträgt 12 dB, die Anhebung 6 dB.

Test: Pioneer DJM-V10 DJ-Mixer

Ein Dank für den Booth-EQ

Der EQ ist sanft in der Anhebung, um Schäden am Equipment zu verhindern oder am Gehör, aber das ist ja bei DJs und Monitoring eh immer so eine fragliche Geschichte. Auf jeden Fall ist dem DJ nun neben populären Mixern wie dem XONE:96 oder dem Model 1 auch an einem DJM die Möglichkeit gegeben, den Klang um sich herum zu verändern. Primär vielleicht die beißenden Höhen zu ziehen oder auch die Bässe, wenn diese nahe des DJ-Pultes stehen und den sauberen Lauf der Nadel auf der Platte gefährden. Für mich ist ein EQ auf dem Monitoring ehrlich gesagt ein derweil nahezu unverzichtbares Mittel zum Wohlfühlen in der DJ-Booth.

Nicht weniger relevant für mich persönlich ist die Kopfhörer-Sektion, speziell ein Feature, das Pioneer DJ bisher bot. Pioneer DJ ist auch da zunächst großzügig und spendiert dem DJM-V10 zwei. Auch das haben zum Beispiel Model 1 und XONE:96 schon zu bieten, Pioneer DJ könnte da jetzt sagen: Der DJM-TOUR1 ja auch. Ok, aber der Mixer ist außerhalb der Konkurrenz und hat sich nun einmal auch nicht im Club-Leben durchgesetzt. War dafür ja auch nicht geplant.
Zwei Kopfhörer-Sektionen gibt es, Cue A und Cue B. Beide besitzen je einen 3,5 mm und 6,3 mm Klinkenausgang, Cue A oben links, Cue B vorne rechts.

Pioneer DJM-V10

Cue-B – die zweite Kopfhörer-Sektion

Beide Sektionen verfügen über einen Cue-/Master- wie auch Level-Regler. Zur Anwahl der Kanäle gibt es Cue-A/Cue-B Tasten in allen sechs Kanälen wie auch auf dem Master. Split Cue gibt es für Cue-A, LINK mit Rekordbox zum Vorhörern von Tracks gibt es für Cue-A und Cue-B. Somit gibt es wirklich zwei volle Kopfhörer-Sektionen, ein Feature, über das sich alle DJ-Duos sehr freuen werden. Ganz praktisch ist auch die Anordnung der Sektionen, links und rechts am Mixer mit Ausgängen an gleicher Stelle. Kabelseitig kommt man sich damit dann nicht in die Quere.

Für mich das relevanteste Feature ist die Möglichkeit, endlich das Signal für das Vorhören vor den EQs auf den Kopfhörer zu senden. Pre- oder Post-EQ-Kopfhörerweg ist wählbar hardwareseitig per Tastendruck über das Menü (und damit auch in den eigenen Settings speicherbar). Danke, dass diese Funktion endlich Einzug gefunden hat. Es gibt schlicht kaum Schlimmeres, als in einem langen Mix mit Filter und EQ nicht mehr das Cue-Signal hören zu können, weil es per EQ und Filter sehr leise gehalten wird und somit auf dem Kopfhörer im lauten Club schlicht unhörbar ist. Das Pre-EQ-Signal ist übrigens auch Pre-Channel-Filter.

Pioneer DJM-V10

Cue-A: Die A-Sektion!

Schauen wir kurz an die Seite. Hier sitzt der Crossfader (ein Magvel-Fader), wie auch die Zuweisung des Crossfaders zu den Kanälen. Nach wie vor sind dies kleine Schiebeschalter mit Zuweisung zu A, B oder Thru. Zum ersten Mal jedoch ist der Hintergrund der Schiebeschalter weiß. Pioneer DJ selbst nennt dies „improved to be more visible“ und in der Tat, schlimmer als vorher ging es auch kaum. Ich erinnere mich an so viele Nächte, in denen man im Dunkel des Clubs durch schräges Gucken auf den Mixer kontrollieren musste, ob der Crossfader nicht vom DJ vorher auf einen der Kanäle zugewiesen wurde. Schwarzer Schalter mit kleinem weißen Strich auf schwarzem Grund: Katastrophe im Dunkel. Nun kann man sehen, wo der Schalter steht.

Einem sehr wachsamen Auge könnte beim Metering etwas auffallen. „Früher“, also beim DJM-900NXS2 und niedriger, war es so, dass das Metering ab 0 dB den grünen Bereich verließ, orange erst ab +12 dB rot wurde. Pioneer DJ hat für den Ziffern-schwachen DJ die Farbgebung angepasst. Ab jetzt wird es ab -6 dB weiß (darunter ist es orange statt grün), und ab +6 dB wird es rot. 6 dB eher also. Man sieht ab -6 dB, dass sich farblich etwas verändert und dass man in seinen Headroom-Bereich reinspielt. Würde man sauber einpegeln (können) natürlich nur. Ob es hilft, dass es 6 dB früher rot wird, das weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ohne Grundsatzdiskussion, aber das Spielen in den roten Bereich ist am Ende Schuld des Clubs. Die einen, die es notwendig machen, um einen brauchbaren Pegel schaffen zu können oder die anderen, die nicht auf Dateq SPL-D2 oder Co zurückgreifen wollen, um dem professionellen DJ das Spielen im sauberen Bereich zu ermöglichen und trotzdem genug Pegel bieten. Es gibt da ganz gute Lösungen. Messmikro, Display, Limit. Überschreitet man das für x-Sekunden, geht die Musik halt mal für einen Moment aus. Kann man nicht machen? Kann man schon. Kenne ich selbst, ist super. Für alle.

4-Band EQ und dedizierte Filter

Eine der großen Neuerungen am DJM-V10 ist der EQ, 4 statt wie bisher wie gewohnt 3 Bänder. Ich weiß, viele werden es hassen, ich liebe es und finde es die richtige Entscheidung für einen Mixer, der für mehr gebaut ist als für das Mischen von zwei Signalen. Ich höre viele DJs jetzt schon sagen: Du kannst keine harten Übergänge zwischen zwei Tracks mit diesem Mixer spielen? Fein. 1.: Kannst du doch, beweg halt deine Finger schneller oder verbessere deine Technik, 2.: Dieser Mixer ist dafür auch nicht konzipiert. Wenn er dafür nicht konzipiert ist, muss er diesem Anspruch auch nicht prioritär genügen!

Zurück zu den wichtigen Dingen: Ab jetzt gibt es einen 4-Band-EQ. Geil. Dabei sind der Low- wie auch High-EQ Isolatoren mit voller Absenkung und 6 dB Anhebung. Die doppelten Mitten sind klassische EQs mit 26 dB Absenkung und 6 dB Anhebung. Die Bänder liegen bei 200 Hz (Low EQ), 400 Hz (Low-Mid), 1200 Hz (High-Mid) und 3000 Hz (High). Im Vergleich der Allen & Heath XONE:96: 180 Hz, 350 Hz, 1100 Hz, 3000 Hz.

Das zusätzliche dritte Band gibt die Möglichkeit, zwischen Bass und Kick zu differenzieren und getrennt auch einen Mix über die tiefen Frequenzen zu spielen / eine Frequenzstaffelung auch in diesem Bereich zu nutzen, um mehrere Spuren/Elemente zu addieren.

Test: Pioneer DJM-V10 DJ-Mixer

Die Filter-Sektion: 2 Auswahltasten statt bipolarem Filter

Zu dem 4-Band-EQ kommt ein dediziertes Filter pro Kanal. Dieses Filterglied bietet zwei Lowpass-Filter und Highpass-Filter. Das Filter agiert dabei nicht über einen bipolaren Regler, sondern über zwei Tasten zur Anwahl des Filters, zugleich zum An- und Abschalten sowie einen Regler für die Frequenz. Auch der Resonanz-Regler, den Pioneer DJ ihren Mixern derweil verpasst hat, ist wieder da. Zum Glück, denn die Anhebung an der Cutoff-Frequenz, die lange diesen Filter-Sound von Pioneer DJ geprägt hat, war einfach schlimm. Mit dem Resonanz-Regler kann der Filter-Sweep unhörbar und sanft gestaltet werden oder aber mit hörbarem Sweep-Effekt „laut“. Übrigens, für LPF wie auch HPF gilt: aufdrehen am Regler im Kanalzug. Kein gegensätzlich Drehen wie zum Beispiel, für viele verwirrend, beim XONE:92.

Pioneer DJM-V10

Filter-Regler nun unabhängig von Effekten in jedem Kanalzug

Müssen wir noch mehr komprimieren?

Ein Kompressor im jeden Kanalzug. Das mag schon fast ein wenig ironisch sein, kennt man doch den pressenden Sound, wenn man einen DJM in den roten Bereich spielt und der Limiter die Dynamik plättet. Muss man da wirklich dem DJ noch einen Kompressor an die Hand geben?
Ich gebe in einem Punkt Entwarnung: Wer zu, entschuldigt, dumm ist, rote LEDs Clip-Warnleuchten und verpressten Klang nicht zu erkennen, der wird auch das kleine Poti mit dem „Comp“ daneben nicht anfassen. Hoffen wir.

Pioneer DJM-V10

Starkes Feature für bewusste Anwender: der Kompressor

Für alle anderen ist das Feature ehrlich gesagt ziemlich geil und für verschiedene Zwecke nutzbar, zugleich sehr einfach zu bedienen und damit „DJ-tauglich“. Nicht böse gemeint, aber kein DJ wird in seinem Set noch einen Kompressor richtig einstellen mit Threshold, Attack, Release oder Gain-Makeup. Der Pioneer DJM-V10 bietet das nun in Form eines Reglers, klar, verlustbehaftet zum einen hinsichtlich der Einzelparameter und natürlich auch hinsichtlich des Sounds, aber mit gutem Effekt.

Wozu aber, wenn wir doch eigentlich alle aktuelle und perfekt komprimierte Tracks spielen? Nun, genau deswegen. Ältere Tracks, gerade auf Platte, kommen hier einfach nicht mit. Per Gain gegenarbeiten geht schon (manchmal), hebt aber natürlich auch den Pegel der Peaks.
Der Kompressor wird hier schnell zum geliebten Mittel. Bei einigen Platten kriegt man hier ohne Probleme bis zu 9 dB raus, bevor man den Bereich der Kompression verlässt und in den Limiter geht. Dazu gleich mehr.

Bei der einen oder anderen alten Techno-Scheibe sind es immerhin 3 – 6 dB, die man mehr erhält und nach wie vor noch Dynamik hat. Das kann ehrlich gesagt einen schon ziemlich retten und die eine oder andere Platte auch im Club auf hochgezüchteten Anlagen wieder spielbar machen.

Dazu ein Wort zum Kompressor: Hinter dem kleinen Regler versteckt sich ein Kompressor, der bis zu einem gewissen Punkt ein Kompressor ist, dahinter zum Limiter wird. Heißt, bis 12 Uhr Stellung des Reglers steigt die Ratio des Kompressor von 1:1 bis zu 1:∞. Technisch gesehen agiert der Kompressor also ab 12 Uhr Stellung des Potis als Limiter. Ab diesem Zeitpunkt nimmt auch die Release-Zeit ab. Was dann mit dem Sound passiert, hängt sehr davon ab, wie man vorher eingepegelt hat. Ist der Pegel vorher sauber, so passiert hier gar nicht mehr so viel. Überfährt man aber bereits den Input-Gain, dann klar, greift hier der Limiter hart und nimmt einem eine ganze Menge Sub-Bass.

Mein Tipp zum Kompressor: ausprobieren! Bei leiseren Tracks, älteren Vinyl-Releases, bei Effekt-Return-Spuren oder gerade bei angeschlossenen Synthies und Drum-Machines ist das ein geiles Tool, das wirklich auf einfache Art und Weise eine Menge (dB, Druck, Power, Dampf) bringen kann. Das kann gut fürs Set und fürs Mixing und den Druck der eigenen Drum-Spuren sein oder einfach dafür sorgen, dass das Vinyl-Release von 1997 nicht komplett flach klingt. Bei mir im Test wurde der Kompressor gern genutzt auf den beiden Spuren kommend vom Toraiz SP-16, um hier die Drum-Spuren noch ein wenig in den Vordergrund drücken zu können. Dabei ist ein gutes Ergebnis einfach und schnell erreicht, entspricht also genau der Zielsetzung des Kompressors in diesem Mixer.

Übertreiben sollte man es jedoch auf keinen Fall. Wenn man mehr Power braucht, als man bis 12 Uhr aus dem Kompressor herausbekommt, dann empfehle ich, leicht mit dem Gain den Kompressor knapp vor 12 Uhr zu überfahren, statt diesen als Limiter zu versehen und den einfach nur hochzudrücken. Wer aber aktuelle, elektronische Tracks spielt und kein Verständnis für die Funktion eines Kompressors hat: Finger weg! Der Kompressor ist kein Level-Regler!!!

Master-Isolator: Zum Hingreifen eingeladen!

Der Master-Isolator ist an jedem Mixer eigentlich so ein Herzstück für viele DJs. Bei der Menge an Funktionen am Pioneer DJM-V10 wirkt er fast nur wie ein weiteres Tool, rückt nahezu in den Hintergrund. Übrigens: Den hat es an einem Pioneer DJ Mixer schon einmal gegeben, ein Master-Isolator mit Potis übereinander war bereits einmal am DJM-1000 verbaut. Aber Pioneer DJ hält auch nicht hinter dem Berg, dass man sich an Mixern von MasterSounds oder E&S inspiriert hat lassen.

Wo auch immer er herkommt, der Master-Isolator, er ist da, vertikal angeordnet und er macht Spaß. Wie jeder gute Isolator.

Pioneer DJM-V10

Der Master-Isolator im Blick

Neben den drei großen gummierten Drehreglern mit Mittenrasterung gibt es einen On/Off-Schalter. Der Isolator ist digital (nicht wie z. B. beim Toraiz SP-16 als analoges Filterglied), aber mit dem großen Vorteil, dass der An/Aus-Schalter kein Knacken erzeugt.

Drei Bänder bietet der Master-Isolator, die Trennfrequenzen zwischen den drei Bändern liegen für Low/Mid bei 150 Hz und für Mid/High bei 2200 Hz. Die maximale Absenkung ist bis zu unendlich, Full Kill, die maximale Anhebung beträgt 9 dB. Damit liegt die untere Trennfrequenz ehrlich gesagt schon erstaunlich tief, MasterSounds trennt beim Radius 4 bei 350 Hz, E&S beim DJR-400 bei 300 Hz und Varia Instruments mit dem RDM-20 bei 280 Hz.

Ebenso liegt die Trennung zwischen mittleren und hohen Frequenzen recht weit unten, alle drei genannten Mixer liegen über dieser mit 3,5 kHz, 3 kHz und 4,2 kHz. Man sieht also, die Range reicht eh weit auseinander, Pioneer DJ schiebt den DJM-V10 deutlich unter die Trennfrequenzen von anderen Herstellern.

Wie klingt der Isolator? Nun, unten gibt es ein kleines Video mit Klangbeispielen, das zeigt es am besten. Ich finde, er klingt wenig färbend und sehr sauber im positiven Sinne, allerdings damit auch wenig färbend, nicht wirklich warm und nicht mit diesem schönen Cut-Klang eines analogen Filters, das sich anhört, als würde jemand ein heißes Messer durch Butter ziehen. Ihr versteht, was ich meine?

Ganz schön finde ich den Low-Isolator. Ein kleiner Tipp hierbei, mal austesten und genau anhören, denn das Wichtige spielt sich zwischen 12 und 9 Uhr ab. Wer ein wenig Bock auf Big-Room-Techno-Sound hat, dreht hier mal ein wenig rein, aber Achtung! Zum einen hebt sich der Pegel bis zu 9 dB an, zum anderen drückt man einen enormen Bass-Schub nach vorne raus. Klingt vielleicht geil, sollte aber nur minimal genutzt werden oder dazu, wofür so ein Isolator auch da ist: um Schwächen im Track ein wenig auszugleichen.

Auch bei den Höhen empfehle ich, mit sanfter Hand an die Sache zu gehen. Schiebt man hier zu viel rein, wird der Sound unweigerlich spitz. Also, feine Sache so ein Isolator, schön als Effekt-Einsatz zum Ziehen von tiefen Frequenzen, gleichzeitig ein wenig die Mitten reinfahren, die Leute kitzeln und dann Feuer frei und weiter per Isolator-off-Schalter. Wie gesagt, der knackt auch nicht.

Was haben wir euch verschwiegen?

Ich muss ehrlich sein, eine ganze Menge.
Deswegen findet ihr gesondert vom großen ersten Rundumschlag weitere Informationen zu spannenden Themen wie MIDI-Funktionalität, die Frage nach den User-Settings, den Effekt-Settings, was man alles als Nutzer speichern kann und natürlich auch wieder laden, damit der Mixer direkt angepasst ist, wie ein wundervoll eingetragener Schuh. Klar, wir schauen auch mal, was man mit den USB-Buchsen oben so anstellen kann, was das interne Interface so kann und was passiert, wenn man versucht, die Decks seiner DJ-Software durch den DJM-V1o zu schicken.
Diesen Artikel findet ihr bereits hier:

Und dann, ja dann gibt es noch diesen großen Punkt Effekte. Diesen haben wir ebenfalls ausgesondert und widmen diesem einen kompletten eigenen Artikel. Und der hat es in sich. Beat-FX, die neuen Built-in-FX, endliche echte Send- und Return-Wege und die Frage, wo man eigentlich so alles hinrouten kann, intern, extern, von intern nach extern und von extern nach intern. Klingt verwirrend? Keine Sorge, wir lösen das!
Damit wollen wir euch heute aber noch nicht „belasten“, diesen Artikel geben wir euch am hoffentlich freien Wochenende an die Hand. Samstag, 17 Uhr. Stay tuned!

Was ihr noch nicht gesehen habt?

Wie versprochen gibt es ein „kurzes“ Video mit ein paar Soundbeispielen und Erklärungen zu einigen Funktionen…

Fazit

Mit einem Preis von rund 3300,- Euro (UVP) und einem Ladenpreis von 3000,- bis 3100,- Euro tritt Pioneer DJ mit dem Pioneer DJM-V10 in eine Preisklasse ein, die vorher (der TOUR1 ausgeschlossen) Mixern wie dem PLAYdifferently Model 1, Formula Sound und co vorbehalten war. Der Schritt ist mächtig, rund 30 % mehr als der DJM-900NXS2, das ist ein ganz schöner Satz nach oben.

Dabei ist der DJM-900NXS2 kein Mixer, mit dem der DJM-V10 verglichen werden sollte, denn der DJM-V10 geht andere Wege, verlässt den Bereich vom klassischen DJM-Mixer, mit dem jeder DJ spielen kann und betritt den Bereich wirklich professioneller Mixer für DJs, Hybrid- und Live-Set-Spieler, die vor Dingen wie Routing, echten Send- und Return-Wegen oder Kompressoren keine Angst haben.

Vergleichen sollte man den Mixer eher mit Model 1 und XONE:96, aber dort trifft analog auf digital, eigenwilliges Design und Update eines Klassikers auf einen DJ-Mixer, der sich an alledem orientiert und viel mitbringt, was kein Vorgänger besitzt.

Ein Vergleich ist also schwierig, der DJM-V10 steht dort ein wenig allein auf weiter Flur und versucht, einen DJM in die Bereiche und zu den Acts zu bringen, die bisher kompromisslos XONE und Model 1 gefordert haben. Gelingt das?

Nun, sagen wir mal so: Mein Setup, exemplarisch genommen, besteht auf 4 Line-Kanälen von CDJs und Toraiz SP-16, einem bis zwei externen Effektgeräten und ab und an noch einem Synthie dazu. Das bedarf nicht nur einiger Kanalzüge, auf jeden Fall mehr als vier, sondern auch Hilfsmittel, hier einen richtigen Mix machen zu können, also mehr als 3 Bänder im Kanalzug.
Stand bisher ein DJM im Club, ich hatte schon keine Lust mehr. Steht dort nun aber ein DJM-V10, dann werde ich diesen dankend nehmen. Die technischen Vorraussetzungen sind super, das Setup voll spielbar und nun ja, weitere Effekte (Beat-FX) und Master-Isolator schaden auch nicht, eher im Gegenteil.
Ich bin mir ziemlich sicher, so wie mir wird es einigen anderen DJs und Hybrid/Live-spielenden Acts gehen, sofern sie sich an den Mixer im Club mit anschließen müssen. Heißt ausgenommen die, die einen Mixer für sich alleine ordern. Aber auch davon werden einige die Vorteile von einem DJM-V10 erkennen und lieben lernen.

Ein wohl gelungener Angriff auf die bis dato wirklich professionellen DJ-Mixer für Acts, die mehr Ansprüche stellen.

Der Preis ist dann noch eine andere Sache, aber in dieser Liga tatsächlich erst einmal nebensächlich. Der neue Club-Standard wird der DJM-V10 sicher nicht werden, nicht, solange der DJM900NXS2 noch lieferbar ist. Vielleicht gibt es ja bald wirklich einen DJM-V8, den wir im kleinen April-Scherz einfach schon einmal angekündigt haben.

Plus

  • 6 volle Kanalzüge
  • Pre-EQ-Kopfhörerweg auf Cue-A
  • zwei separate Kopfhörer-Sektionen
  • 2-Band Booth-EQ
  • 4-Band-EQ im Kanalzug
  • dedizierte Filter
  • 2 externe Send, 1 interner Send auf die Built-in-FX
  • 3-Band Master-Isolator
  • duales USB-Interface
  • Kompressor auf jedem Kanalzug
  • Beat FX Quantize

Minus

  • viele verwirrte Gesichter von DJs, die mit oben genannten Features nicht umgehen werden können., aber das ist keine Kritik am Mixer :)

Preis

  • UVP: 3299,- Euro / Ladenpreis: rund 3000,- bis 3100,- Euro
Forum
  1. Profilbild
    mfk  

    Sechs Kanäle sind irgendwie ein komischer Scherz.
    Ein klassisches DJ-Set kommt mit 2 Kanälen aus, außer man heißt Carl Cox, dann sind drei super.
    Als Live-Act sind dann 6 Kanäle schnell zu wenig. Und einen Mixer im Clubkontext von hinten mit Chinch zu bestücken anstatt von oben mit Klinke dauert auch ewig.

    • Profilbild
      Bolle  RED

      Naja, nimm 3 CDJs + 2 externe Effekte, schon brauchst du 5. Da wäre der DJM-900NXS2 schon zu klein.
      Nimm ein B2B-Act mit vier Playern und einem oder zwei externen Effekt-Geräten, schon brauchst du 5-6 Kanäle. Oder ein externes Effekt-Gerät + ein Sampler…gerade, wenn der Sampler / Step-Sequenzer auf zwei Kanälen ausspielt….also, 6 sind.

      Aber klar, wenn es Richtung richtig live geht, brauchst du vielleicht mehr. Vielleicht. Aber auch dann kann man entweder Gruppenspuren rausspielen oder vorher mixen in einem der Geräte / Signale durchschleifen.

      Das Bestücken geht schnell und blind, wenn man nur weiß, wo man stecken muss. Praktisch sind da auch die Anordnung der S/R, sogar besser als z.B. beim XONE:96, wo die unter den Inputs liegen, also die Returns A-D. Das ist gern mal ein wenig frickelig.

      6 ist in jedem Fall besser als 4. Immer. Außer bei Blitzerfotos.

  2. Profilbild
    wedok  

    Ich fändes es gut, wenn Pioneer mal so hochintelligent wäre, ein Plugin System für die Effekte zu entwickeln.
    So nen DJM 600/800/900 mässiges 4-Kanal Pult mit „freien“ Effekten *träum*

  3. Profilbild
    Trance-Ference  

    Interessantes Gerät, auch wenn ich ihn nicht zwingend haben muss.
    Mir persönlich reicht ein 3-Band-Eq. An einen 4er müsste ich mich echt gewöhnen.
    Mal eine Frage an euch: ich lege ja nur zu Hause als Hobby auf und hier reicht mein 2-Kanal Xone:02. Ein Punkt den ich daran liebe ist in der Cue Sektion zwischen Ch 1 – Mix – Ch 2 vorhören kann. Sobald es Mehrkanalmixer werden geht nur noch zwischen einem Kanal oder beide gleichzeitig. Ich würde es cool finden wenn man pro Kanal die Crossfaderposition festlegen kann und dann auch komplett von einem zum anderen Kanal vorhören kann.
    Gibt es noch andere die das gern hätten?
    Braucht man zwar nicht immer aber hin und wieder für mich ganz hilfreich.

    • Profilbild
      Bolle  RED

      Das stimmt. Das ist Gewöhnungssache. Immer wieder schön, DJs, die am Xone:92 am High-Regler drehen und denken, das wäre der Gain!

      Also ich glaube das, was du meinst, können alle, sofern ich das richtig verstehe.
      Du kannst zum einen Cue zu Mix hören, oder halt auch, wenn du mehrere Cues drückst und den Cue-/Mix-Regler auf Cue drückst, zwei komplett andere Kanäle vorhören, statt dem, der auf den Master läuft.
      Du könntest also Kanal 1 zu Kanal 2 anhören, während Kanal 3 auf den Master läuft. Das natürlich nur per Tastendruck und nicht so smooth wie mit einem Regler (oder Fader), aber ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, warum ich zwei Kanäle „gegeneinander“ hören sollte, wenn keiner davon der Master ist…

      Bevor du dich wunderst: Am Xone:92 mehrer Cues gleichzeitig drücken, am Pioneer alle nacheinander und am Xone:96 kannst du wählen, ob ein Cue den anderen ersetzt (und du mehrere gleichzeitig drücken müsstest), oder ob man in jedem Kanal Cue an und auswählen kann unabhängig vom Cue anderer Kanäle.

      Schwierig zu erklären…

      • Profilbild
        Trance-Ference  

        Ich hab schon verstanden aber meinte es ein wenig anders. Angenommen ich habe einen 4 oder 6 Kanalmixer und nutze 2 Kanäle… 1 und 3 z. B.
        3 läuft auf Master und ich mixe zu 1. Dann würde ich gerne beim vorhören von 1 über Mix zu 3 faden und nicht nur von 1 bis Mix.
        Oft brauche ich das nicht aber wenn ich mal experimentiere mit ambient / chillout o. Ä. dann hllft das manchmal. Zugegeben das trifft jetzt wenig auf Club zu aber das kann doch Schaltungstechnisch nicht so schwer sein das umzusetzen.
        Ansonsten toller ausführlicher Bericht. Das Video ebenfalls, hab ich mir gestern noch angeschaut. Leider kam der Compressor nur relativ kurz vor. Mich hätte noch interessiert ob man den ein wenig als Effekt nutzen könnte oder ob der wirklich „nur“ zum Pegelangleichen ist. Wobei ich das wieder cool finde da einige ältere Platten wirklich stark abweichen.
        Ganz am Anfang hatte ich einen Behringer Mixer, da war es echt grenzwertig. Seitdem ca 2007/2008 mein Xone kam war das an sich kein Problem mehr. Der hat vom Gain mega viel Headroom.
        So dann freu ich mich mal auf die folgenden Berichte :-)
        Gute Arbeit bislang

        • Profilbild
          Bolle  RED

          Kannst du doch. Denn 3 = Master und du kannst per per Cue-/Mix-Regler mit Cue angewählt auf 1 von 1 zu 3 = Master rübermixen.
          Oder versteh ich es immer noch falsch – denn es wirkt wie eine absolute Grundfunktione eines Mixers. Dazu braucht man doch nicht Cue 1 + Cue 3 und den Crossfader zugewiesen…denn genau diese Funktion gibt es doch schon…

          Kompressor als Effekt? Nein, nicht wirklich. Dafür müsste man Release z.b. manuell einstellen können um ein richtiges Pumpen erzeugen zu können. Es ist wohlgemerkt auch kein Crunch oder Drive wie am 96er oder Model 1.

          P.s. vielen Dank für das Kompliment, das freut mich sehr! :)

    • Profilbild
      Bolle  RED

      Genau ja. Das ist Gewinn und Verlust zugleich. Gewinn, weil es haptisch schöner ist und mehr Poti-Länge für das Filter zur Verfügung steht. Verlust, weil man nun nicht mehr HPF auf einem, LPF auf einem anderen Kanal nutzen kann. Fast, denn die Beat FX Sektion, die auch noch einem Kanal zugewiesen werden kann, besitzt auch ein Filter als Effekt.

  4. Profilbild
    DJ Ronny  

    Das nenne ich doch mal einen Test, danke, schon 2 mal gelesen. Was für’n Brett, echt Klasse. Die Arbeitsweise mit dem Teil ist natürlich eine ganz andere, als mit allen anderen Standard DJ Mixern. Aber eine schöne Herausforderung, leider nicht für mich, da ich mir das Teil wohl nie kaufen werde, nicht wegen dem Preis. Den finde ich okay.
    6 Kanäle finde ich super. Mit meinem Denon MC7000 bin ich im letzten Jahr mit 4 Kanälen+Sampler, bei ein paar Veranstaltungen an die Grenze gekommen. Klar kann ich auch umschalten aber noch 1 oder 2 Kanäle dazu mixen ist doch schöner. Ich warte schon auf den dritten Teil.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.