Test: Rane MP2014, DJ-Mixer

14. April 2016

Der "Game-Changer" in klein?

Rane hat bereits vergangenes Jahr einen ganz schön ordentlichen Knaller gezündet. Der Rane MP2015 hat für Aufsehen gesorgt, nicht nur zur Ankündigung zur NAMM-Show, sondern auch in den Monaten danach, überall wo er stand. Bei uns war der Praxis-Test nicht nur ein Test, mehr noch ein Special und nicht nur hinsichtlich der Länge ziemlich ausführlich – mehr noch, erfreulich.

Ob logisch oder nicht, Rane legt nach und bietet in diesem Jahr ein kleineres und ein wenig günstigeres Modell, den Rane MP2014. Im Gegensatz zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 3399,- Euro für den MP2015 wird der kleine Bruder „nur“ 2499,- Euro kosten. Ein ordentlicher Preisunterschied in der hohen Preisregion.

Eine Schönheit in Holz: Rane MP2014

Eine Schönheit in Holz: Rane MP2014

Während der MP2014 jedoch alle guten Eigenschaften des MP2015 mit sich bringen soll, wurde er von vier auf zwei Kanäle geschrumpft – das Konzept wie auch das Layout jedoch ist beibehalten worden.

Zwei-Kanäle, Rotary- statt Line-Fader, 3-Band-EQ und oben an der Spitze thronend der 3-Band-Isolator samt einstellbaren Crossover-Frequenzen. Das Ganze verpackt in ein massives Gehäuse, eingefasst von zwei Holzblenden – Aussehen schon einmal sehr edel.

Klanglich wird der MP2014 ohne Frage beim MP2015 anschließen und damit war schon einmal klar, worauf man sich einzurichten hat: einen verdammt guten Klang.

Geblieben sind zwei Kanäle – zusätzlich dazu ein Effekt-Insert sowie ein Mikrofon-Kanal wie auch ein Session-Out und ein Session-In. Ziemlich viel für einen „nur“ 2-Kanal-Mixer.

So finden sich rückseitig alle notwendigen Ein- und Ausgänge. Cinch geht es rein, wobei jeweils ein Aux-In existiert wie auch ein kombinierter Input für Phono oder Line. Hier muss an der Oberseite, erreichbar und fühlbar von oben, umgeschaltet werden zwischen Phono und CD. Da der Aux-In für Zuspieler mit Line-Pegel nutzbar ist, muss also im klassischen Setup von CDJ und Plattenspieler nicht umgesteckt und auch nicht umgeschaltet werden. Ergänzt man dies jedoch auf mehr als zwei Line-Quellen, muss gesteckt und geschaltet werden.
Anmerkung nebenbei: Der MP2015 bot für jeden Kanal auch einen digitalen Eingang – dieser fehlt beim MP2014.

Forum
  1. Profilbild
    Danny Who  AHU

    Was kaum wem aufgefallen ist: auch die optionale Phantomspeisung im Mikrofonweg wurde weggelassen.

    Und noch fehlt, sehr gravierend, die Serato-Zertifizierung, die der große Bruder auch nach nem halben Jahr bekommen hat. Rane zufolge läge es an Serato, ob das Ding mit aufgenommen wird.

    Ich finde den Preis mit 2500 gegenüber dem Bruder bei 3100 immer noch zu hoch. 2000 wären relativ fair.

    • Profilbild
      Bolle  RED

      Hey Danny, gut aufgepasst. Das ist mir gar nicht aufgefallen.

      Bez. Serato: Ich denke, der wird bald zertifiziert – warum das diesmal so lange dauert (was ja eigentlich typisch für Native wäre :) ), weiß ich gar nicht. Kommt sicher.
      Wäre auch mal interessant, ob der DJM-900NXS2 Serato zertifiziert werden wird..Spannend, Spannend :)

    • Profilbild
      olafmol

      rotary mixers are more aimed at house/disco DJ’s that do longer „blends“ and don’t use crossfaders like „cutting“ turntablists/hiphop DJ’s do use

      • Profilbild
        dilux  AHU

        langsame übergänge kann man auch mit einem crossfader machen…ist das so etwas esoterisches mit diesen rotaries? günstiger sollen die mixer durch das weglassen ja anscheinend nicht werden ;)

        • Profilbild
          Bolle  RED

          Kann man mit einem Line-Fader noch besser als mit einem in der Regel ja kurzem Crossfader aber ja, etwas „esoterisches“ hat es schon.
          Aber auch etwas praktisches: Drehen ist feiner als Schieben — zumindest vom Handling her und verleitet nicht so zu schnellen Bewegungen.
          Viel Haptik in jedem Fall..also, eigentlich nur sogar.

          • Profilbild
            dilux  AHU

            ok, mir waren rotaries einfach nicht bekannt und weil ich früher sehr viel mit dj’s zu tun hatte, war ich ein wenig verwundert ob des konzepts…allerdings finde ich, dass ein isolator nicht so richtig mit „langsam“ harmoniert :D
            preislich scheint man sich den mythos aber gut bezahlen zu lassen, denn bei studiomischpulten ist man bei kanalzügen jenseits der 800,-€ schon im absoluten high end und das bei deutlich erweiterter funktionalität.

            • Profilbild
              Bolle  RED

              Verwunderlich, ist doch das Rotary-Konzept gerade am „wiederkommen“ – statt ein wirklich Neues.
              Harmoniert nicht? Ausprobieren, dann wirst du deine Meinung ändern. Mythos? Nein, Fakt, wenn auch es nicht mit jedem Auflege-Stil harmonieren wird.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.