Test: Roland Cloud TR-606 Software Plugin, Drumcomputer

10. Oktober 2020

Roland Kultbeatbox als Software-Klon

Die Firma Roland hat sich in den letzten Jahren an ihr Erbe erinnert und bringt nun ihre Klassiker in verschiedenen Ausführungen auf dem Markt. Die Roland TR-606 ist als Software, als TR-06 im Boutique-Format und als TR-6S im Roland MC-101 Gehäuse erhältlich. Selbstverständlich basieren alle Versionen auf Rolands ACB-Technologie (Analog Circuit Behavior), die verspricht, den Klang der analogen Vorbilder reproduzieren zu können. Ich werde die TR-606 aus der Roland Cloud genauer unter die Lupe nehmen. Alle die über das Original von 1981 ausführlich informiert werden möchten, empfehle ich den TR-606 Artikel von Thilo Goldschmitz, natürlich hier auf AMAZONA.de.

Kleine Einführung in die TR-606

Die TR-606 führte immer ein stiefkindliches Verhältnis zu ihren übermächtigen Schwestern, die TR-808 und die TR-909. Beide werden von den Techno-Legenden und Hip-Hop-Legenden angepriesen und sind in endlosen Hits der elektronischen Musik-Szene in den Rang der Unsterblichkeit erhoben worden.

Da diese Drummachines mit dem Techno-Hype unbezahlbar wurden, waren ihre Klänge in Sample-Librarys umgehend verfügbar. Dank Techno gab es viele Hersteller von Drummachines, die den Charakter dieser beiden Legenden nachspürten und damit berufliche Existenzen ermöglichte. Als Beispiel sei Jomox und ihre Xbase 09 genannt.

Auch die Firma Roland konzentrierte sich bei der Rückbesinnung auf ihr Erbe, zuerst auf die TR-808 und TR-909. Diese beiden Boliden stehen auf der Wunschliste natürlich ganz oben.

Durch den Hype um diese Legenden vergisst man gerne, dass als Alternative auch eine TR-606 zur Verfügung stand. Das ist auch gut so, denn sonst wären auch die Gebrauchtmarktpreise der TR-606 durch die Decke gegangen. Und dann landen diese Instrumente oftmals nicht mehr in den Händen von Musikern, die sie wirklich benötigen.

Das Original, die Roland TR-606 von 1981

Trotzdem ist die TR-606 in unglaublich vielen legendären Tracks zu hören. Air Liquide nutzen eine modifizierte TR-606. An Air Liquide musste ich sofort denken, als ich das Plugin zum ersten Mal ausprobierte. Aber die TR-606 ist auch im Flat Beat von Mr. Ozio zu hören, bei Freddy Fresh, Autechre, Aphex Twin, Orbital, Moby, NIN. Die Liste lässt sich unendlich fortführen. Fairerweise muss natürlich auch betont werden, dass die Möglichkeiten im Vergleich zu den genannten übergroßen Legenden begrenzt waren. Dies ist sicherlich auch ein Grund, warum Air Liquide ihre TR-606 modifizierten.

Die TR-606 befand sich in einem silbernen Gehäuse, wie es von der TB-303 bekannt ist. Einzelausgänge sucht man vergeblich und das Original verfügt nur über einen monophonen Ausgang. Für die klangliche Anpassung standen nur Lautstärke der Sounds sowie Accent zur Verfügung.

Die TR-606 konnte Bassdrum, Snare, 2 Toms, Open HiHat, Closed HiHat und Cymbal zum klingen bringen. Bei Air Liquide erkennt man die 606 sehr gut an den Toms. Dieses Identifizierungsmerkmal ist sehr wichtig, denn die TR-606 verfügt in meinen Ohren über einen typischen Roland Sound. Roland versuchten, ihre Drummachines wie echte Drums klingen zu lassen, aber das hat natürlich nie funktioniert.

Diese technische Unzulänglichkeit macht den Sound von elektronischen Schlagzeugsounds aus. Die Bassdrum klingt einfach runder, erdiger als die eines echten Schlagzeugs. Elektronische Drumsounds klingen so herrlich künstlich und Roland hat ihr eigene Formel: erdig, punchy, schneidig, unvergleichlich.

Der Roland Cloud Manager und die TR-606

Um den Software-Klon zu erhalten, schließt man entweder eines von 3 Abo-Modellen der Roland Cloud ab (siehe Story) oder man beschafft sich für 149,-USD einen Lifetime-Key, im Prinzip kauft man sich damit die Einzellizenz des TR-606 Plugins und kann damit auch sofort loslegen.

Nachdem man sich bei Roland registriert hat und der Roland Cloud-Manager installiert wurde, steht der Nutzung des Plugins nichts mehr im Wege. Der Roland Cloud-Manager ist eine Verwaltungssoftware, wie sie z. B. auch Native Instruments, Arturia, IK-Multimedia, Izotope und andere verwenden.

Im Roland Cloud-Manager wird man über die Instrumente informiert, die durch das gewählte Abomodell freigeschaltet wurden. Hier befinden sich auch Informationen über Neuerscheinungen, Presets und Updates. Die Plugins werden aus der Cloud direkt auf den Rechner installiert. Das funktioniert problemlos. Man muss keine Seriennummer bestätigen, einen Demo-Modus deaktivieren oder ähnliches. Dieser Prozess funktioniert nach meiner Erfahrung problemlos.

Roland Cloud-Manager

Allerdings sind die Ladezeiten der Roland Plugins nicht akzeptabel. Ich verfüge über eine sehr schnelle Internetverbindung sowie über einen ziemlich aktuellen Rechner von der Marke mit dem Apfel. Logic Pro und Audio Units sind die Werkzeuge meiner Wahl. Die Ladezeit bei einem der Roland Cloud-Instrument liegt bei ca. 12 Sekunden. Deswegen entschloss ich mich dazu, die VST-Version in Ableton Live zu laden. Auch hier zeigt sich das gleiche Bild. Ich nehme an, dass im Ladevorgang die Lizenz gecheckt wird. Es muss aber betont werden, dass nach dem Ladevorgang die Plugins ohne Probleme arbeiten und die Prozessorauslastung auf einem aktuellen Rechner nicht der Rede wert ist. Zudem kam es im Testzeitraum zu keinerlei Abstürzen.

Das Plugin ist dem Original nachempfunden. Wo andere Hersteller sich aus Copyright-Gründen zurückhalten müssen, prangt auf dem Plugin an genau den richtigen Stellen das Roland Logo im richtigen Schrifttypen. Das hat schon einen Reiz, weil Roland nun mal diese Instrumente erdacht hat. Sie wissen, wie die Instrumente klingen und wo ihre Vorteile und Nachteile liegen.

Die Oberfläche würde ich eher grau als silber nennen. Silber würde sicher unerwünschte visuelle Nebeneffekte auf dem Monitor erzeugen. Das Silbergrau ist ein sehr guter Kompromiss. Das durchhören der Presets macht klar: Es handelt sich eindeutig um die TR-606. Nicht nur klanglich hat sich für die TR-606 die Roland ACB-Technologie bewährt, sondern auch der Groove der 606 wurde sehr schön reproduziert. Das hat damit zu tun, dass Roland den Step-Sequencer in die 606 integriert hat.

Die Roland Cloud TR-606 Drumatix Neuerungen

Die Vorzüge und des Nachteils wurden von Thilo Goldschmitz schon aufgeschrieben und deswegen, werde ich mich mit den Unterschieden zum Original beschäftigen. Roland hat die TR-606 nicht nur wiederbelebt, sondern auch verbessert. Puristen dürfen jetzt erzürnt aufschreien und sofort mit lesen aufhören. Ich empfehle aber, die Vorzüge der digitalen Emulation kennenzulernen.

Neben den Reglern zur Lautstärke der einzelnen Sounds befindet sich ein kleiner Reiter mit dem Namen Panel. Wenn man auf diesen klickt, bekommt man Zugriff auf erweiterte Parameter, mit denen man den Klang einstellen kann. Alle Sounds lassen sich stimmen. Jeder Sound verfügt über einen Decay-Regler. Pan und Gain lassen sich einstellen.

Erweiterte Funktionen

Die Bassdrum verfügt über einen zusätzlichen Attack-Regler. Das Zusammenspiel von Decay und Attack ist natürlich sinnvoll, denn manchmal braucht man für einen Track einfach mehr oder weniger Kick. Die Snare-Drum verfügt zusätzlich über den Regler „Snappy“. Natürlich sollen Snares mal weniger und mal mehr snappy klingen. Dieser Regler funktioniert ähnlich wie ein Attack-Regler. Dadurch kann der Snare-Punch gegeben und genommen werden.

Leider werden mit diesem Parameter nicht Zugriff auf alle Sounds der TR-606 gegeben. Low-Tom/High-Tom und Open-HiHat/Closed-HiHat teilen sich nach wie vor die Parameter miteinander. Wenn ich also Low-Tom verändere, verändere ich auch High-Tom und für die HiHats gilt dies auch. Software sollte es ermöglichen, dass man alle Parameter der Sounds individuell einstellen könnte. Da die TR-606 eine sehr moderate Prozessorauslastung hat, wäre das sicher machbar gewesen.

Doch die Parameter ergeben Sinn. Will man seine Drumsounds auch mal stimmen? Klar! Braucht es manchmal mehr Attack und Decay? Natürlich! Will man die Sounds mit Pan im Raum verteilen? Aber sicher!

Positiv zu vermerken ist, dass alle Einstellungen speicherbar sind. Schön ist, dass die erstellten Patterns unabhängig von den Soundsets abgespeichert werden können. So kann man Patterns auf neue Sounds oder Sounds in neuen Patterns anwenden. Um komplexe Drumpatterns zu erzeugen, sind 16 Steps ein bisschen wenig. Deswegen können nun 8 Patterns programmiert werden, die mit A-H bezeichnet sind. Sie sind als Knöpfe auf der Oberfläche zu finden. Das bedeutet unproblematisches Pattern-Wecheln on the fly, in Live-Situationen unverzichtbar. Da jeder Parameter in der TR-606 MIDIfizierbar ist, kann jeder der Buttons einem MIDI-Controller zugeordnet werden. Selbstverständlich können die Patterns auch verkettet werden und nacheinander abgespielt werden.

Verwaltung von Sounds und Patterns

An der Stelle des Tempo-Reglers befindet sich nun ein Shuffle-Button. Der gefällt mir sehr gut, denn der verleiht der 606 ordentlich Groove und Feeling für die gebastelten Drumpatterns. Der Function-Regler des Originals hat nun auch eine neue Bedeutung. Mit ihm kann die Länge der Steps pro ausgewählten Sound verkürzt oder verlängert werden. Auf diese Art und Weise kann man natürlich sehr schnell polyrhythmische Grooves erzeugen und für reichlich Abwechslung in den Patterns sorgen.
Schade ist, dass die klassische Programmierung der Patterns abgeschafft wurde. In machen Instrumenten werden diese aus Sentimentalität und je nach Komplexität als Selbstkasteiung-Modus beibehalten. Natürlich haben sich auch Nutzer der Originale an diese Programmierung gewöhnt. Was bietet Roland stattdessen?

Wenn man auf den Edit-Button drückt, öffnet sich ein höchst komfortabler Step-Sequencer, der auf alle 7 Sounds und Accent angewendet werden kann. Leider kann jedes Pattern auch hier nicht länger als 16 Steps sein. Es ist möglich, die Länge der 16 Steps pro Sound zu ändern. Wie wäre es mit 4 Steps für die HiHats und 15 Steps für die Bassdrum und ein Step für die Snare? Kein Problem. Schön wäre es gewesen, wenn man die Abspielrichtung pro Sound bestimmen könnte. Aber entfernt man sich dann evtl. schon zu weit vom Original?

Step-Sequencer

Dafür ist es möglich, einzelne Sounds stummzuschalten oder solo abzuhören. Pro Sound lässt sich auch der Einfluss der Shuffle-Stärke regeln. Natürlich sind auch die verschiedenen Taktarten des Originals enthalten und damit kann man wirklich für stolpernden Beine auf dem Tanzflur sorgen.

Mit Substep und Flame sind tatsächlich auch moderne Errungenschaften aus Sequencern in die 606 gewandert. Super ist, dass diese gegenüber den Noten farblich unterschieden werden. Die Noten sind rot, Flame ist blau und Substep gelb, das hilft, die Übersicht zu behalten.

Überhaupt ist die ganze Drummachine übersichtlich und äußerst einfach zu bedienen. Außerdem groovt sie wie Hölle. Bisher dachte ich immer, die 909 sei die Drummachine, die mir am besten gefällt. Je länger ich mit der 606 arbeite, desto besser gefällt sie mir.

In der Praxis überzeugt die TR-606 dank des Shuffle-Modus über einen ausgezeichneten Groove, der sich in jeden Musikstil einsetzen lässt, der funky sein muss. Der Step-Sequencer ist übrigens in der Roland Cloud-Versionen der 808 und 909 ähnlich gestaltet und deswegen findet man sich bei diesem Step-Sequencer schnell zurecht.

Natürlich kann man die 606 vom Sequencer der DAW steuern lassen, aber dadurch wird sie nach meiner Meinung viel von ihren Charme verlieren, weil die Möglichkeiten des Step-Sequencers und der Shuffle-Funktion die Sounds der 606 zum Leben erwecken. Natürlich kann man die Patterns auch als MIDI-File exportieren.

Weitere Funktionen

Schön ist auch, dass die Sounds der TR-606 einzelnen Ausgängen zugewiesen werden können.

Da die TR-606 über einen großen Wiedererkennungseffekt verfügt, ist es ein Einfaches, sie in Tracks einzusetzen, die mit einem Underground-Techno-Feeling der 90er-Jahre glänzen sollen. Aber dank der vielen Modifikationsmöglichkeiten ist es einfach, sie in aktuelle Spielarten der elektronischen Musik einzusetzen.

Fazit

Die TR-606 hat ihren Weg in die Roland Cloud gefunden und das ist Roland sehr gut gelungen. Die Modifikationen, die an ihr vorgenommen wurden, sind alle sinnvoll und fügen sich perfekt in die Arbeitsumgebung einer DAW ein. Der Sound der TR-606 wurde sehr gut getroffen und ich fühlte mich nach dem ersten Hören sofort an Stücke von Air Liquide erinnert. Mir macht die TR-606 wirklich unglaublich viel Laune und sie gefällt mir vom Sound und Groove viel besser als eine 909 oder 808. Derzeit empfinde ich nur die ungewöhnlich langen Ladezeiten des Plugins als unbefriedigend. Ich hoffe, dass Roland hier bald eine Lösung finden wird.

Plus

  • erweiterte TR-606
  • Groove
  • Sound
  • Bedienung
  • Übersichtlichkeit

Minus

  • lange Ladezeit

Preis

  • Einzelpreis: 149,- USD
  • Abomodell für die Roland Cloud in drei Preisstufen:
  • Core: 2,99 $ pro Monat oder 29,99 $ im Jahr.
  • Pro: 9,99 $ pro Monat oder 99,99 $ im Jahr.
  • Ultimate: 19,99 $ pro Monat oder 199,99 $ im Jahr.
Klangbeispiele
Forum
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    chain25   1

    Danke für den ausführlichen Artikel!
    Den Einzelpreis halte ich trotz der erweiterten Möglichkeiten für jenseits von Gut und Böse.

    • Profilbild
      dr w  

      seh ich auch so. ich war ehrlich gesagt ein bisschen schockiert als ich den preis gesehen hab.
      fuer 39 haett ich gesagt „yeah! muss jeder haben!“ aber so….
      schade!

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      chk  

      Zumal Behringer mit der TD-6 eine absolut baugleiche Hardware-Replika für nahezu denselben Preis anbietet…

      Normalerweise würde ich ja fragen was Roland geraucht haben muss, bei so einer Preispolitik, allerdings fürchte ich, dass viele tatsächlich diesen Preis bezahlen werden, nur weil Roland drauf steht.

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        chain25   1

        Vielleicht ist es auch einfach nur Strategie von Roland interessierte potentielle User von Einzelkäufen abzuschrecken und in ihr Abo-Modell zu treiben.
        So richtig vergleichbar mit der RD-6 finde ich das Plugin aufgrund der erweiterten Editiermöglichkeiten nicht, was aber an dem dennoch horrenden Preis nicht allzu viel ändert.

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          chk  

          Kann durchaus sein dass man sich mit dem Preis für den Einzelkauf vom Abomodell abgrenzen muss, so dass nicht alle die permanenten Lizenzen kaufen. Was natürlich im Umkehrschluss auch heißt dass die meisten dies tun würden, wenn die Preise konkurrenzfähig wären. :)

          Anyway, leider füttert sowas wieder nur meine ohnehin schon vorhandene Überzeugung, dass Roland seit Jahrzehnten nur noch von ihrer Legacy leben. Innovation gleich null. Aber gut, sie werden selbst wissen womit sie am erfolgreichsten sind.

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    defrigge  

    Dem kann ich nur zustimmen. Das ist ein Hardware-Clone-Preis für ein durchschnittlich klingendes Software-Plugin.

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    8-VOICE  AHU

    Habe ich mir auch gedacht, willst du 909, 808, 606 3x 149.- = ca. 450.- für „nur“ Software, auf der anderen Seite z.B. die neue TR-6s unter 400.- oder TR-8 mit all diesen Drums und mehr… Ist schon teuer für Software!

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    xmario  

    fail… halte von dieser ganzen abokack genau garnichts. selbiges gilt für musik online dienste. lieber das produkt fix auf der platte haben.

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      lightman  AHU

      Ich bin auch kein Freund von Abos, aber manchmal braucht man ein bestimmtes Instrument/Plugin nur für ein oder zwei Projekte, da macht es keinen Sinn, sich das Teil als echtes Gerät oder eine Lifetime-Lizenz zu kaufen. Lizenz für zwei Monate geholt, Projekte gemacht, Abo kündigen, fertig. Man kann ja vorher noch ein paar Klänge samplen.

  5. Profilbild
    TobyB  RED

    Guten Morgen Sven,

    ich kann die Ladezeiten nur teilweise nachvollziehen. Unter Mojave i5 2.3 Ghz mit 8 GB RAM! late 2013, warte ich höchstens 1 Sekunde. Unter Catalina mit i5 4.0 Ghz mit 8GB RAM, lare 2019 kann der Schlüsselbund Daemon accountsd abdrehen. Das liegt dann der Verwaltung des Schlüsselbundes durch MacOS. Hier gibts Lösungsansätze. Selbst wenn ich die ~/Libary auf externe Disks verschiebe habe ich nur gefühlte 2 Sekunden Ladezeit.
    Dabei spielte es keine Rolle ob der Cloud Manager vor der DAW lief oder nicht.

    • Profilbild
      Sven Rosswog  RED

      Hallo Toby,
      Interessanter Lösungsvorschlag. Danke dafür.
      Jedoch ist es ja so, dass die meisten Nutzer nicht nur Roland Plugins auf ihren System haben. Da tummeln sich eine grosse Auswahl von Lizenzen, Keys und eben verschiedenste Authorisierungsmöglichkeiten. Nichts aussergewöhnliches. Trotzdem laden die Plugins aller Hersteller megafantastisch schnell, so schnell das es gefühlt ein Klick dauert, dass sie geladen sind. Wenn nur ein Hersteller hier Probleme erzeugt ist meine Pflicht den Leser darauf aufmerksam zu machen, zumal das Problem unter AU und VST in verschiedenen DAWs auftritt. In dem Fall steht meiner Meinung nach Roland in der Pflicht für den zahlenden Kunden eine Lösung anzubieten. Schon allein deswegen, weil Roland ein kostenpflichtiges Produkt anbietet und dem Nutzer die Nutzererfahrung so angenehm wie möglich gestalten sollte. Bis dahin kann man die Lösung von dir als funktionierende Übergangslösung nutzen. Dennoch: Vom zahlenden Kunden zu verlangen, dass er in einem funktionierenden und problemfreien System rumschraubt, um einen Hersteller zum laufen zu bringen, ist aber ansich schwierig. Wenn alle Hersteller dieses Problem hätten, würde ich sagen, ja Apple hier muss was gemacht werden. In dem Fall bleibe ich dabei: hier muss Roland liefern.

      • Profilbild
        TobyB  RED

        Hallo Sven,

        du hast mich nicht richtig verstanden. Das Problem liegt an Apple und der Synchronisierung der Keychain (Catalina). Roland macht da nix falsch. Und Roland kann da unter MacOS auch nichts anders machen, weil die Roland Cloud seit einigen Tagen voll Plattform übergreifend ist. Unter Zenbeats iOS mit ZC-1 kannst du deine Abos genauso nutzen wie auf MacOS.
        Und da führt nun mal kein Weg an der Apple Keychain vorbei. Und das ist die Krux. Da Roland hier mit seinem DRM auf die Keychain aufsetzen muss. Das Problem mit der Keychain betrifft ja nicht nur Roland sondern auch andere Anbieter, die hier ansetzen. Ansonsten bist wieder im iLok oder eLicencer Universum und die sind auf iOS nicht erlaubt. Das CHAP Verfahren von Roland ist schon okay. Weil es den Nutzer unter Windows, MacOS, iOS nicht mit sinnlosen Meldungen nervt. Wenn die Ladezeit einer DAW mit Roland AUs/VST unter MacOS(Catalina) schlecht ist, hat das hier nichts mit Roland zu tun. Apple soll schlicht und ergreifend die wichtigsten Bugs und Flaws in Catalina fixen.

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