Test: Skylife SampleRobot 6 Pro, Sampling Software

9. November 2018

Und er ist noch immer recht allein…

skylife samplerobot 6 pro

Es wäre doch sehr praktisch, wenn Hardware-Klangerzeuger über den Software-Sampler der Wahl spielbar wären! Das händische Absampeln bedeutet viel Arbeit und ein hohes Investment an Zeit. Hier kommt Skylife SampleRobot 6 Pro ins Spiel. Die Software aus Berlin nimmt dem Soundenthusiasten die meiste Arbeit ab und liefert (fast) „schlüsselfertige“ Soundbänke ab. Das klingt zu gut. Wir schauen uns die aktuelle Version etwas genauer an.

Der Erste Eindruck von Skylife SampleRobot 6 Pro

Die letzte Version von SampleRobot, die ich selbst besaß, war Version 3. Für das etwas angestaubte GUI war SampleRobot damals ja hinlänglich bekannt. Auch die Mac-Version war nie echte Mac-Software, sondern mittels Wine (Windows-Emulator) realisiert. Seit dieser sechsten Inkarnation ist beides Vergangenheit. Das GUI sieht erheblich frischer aus, passt sich nun endlich vollständig an die Monitorauflösung an und erlaubt es, auch einzelne Elemente auszudocken. Gerade im Multimonitor-Setup ist das ein echter Segen! Wer größere Sampling-Projekte mit SampleRobot abwickelt, wird den Gewinn an Übersichtlichkeit besonders zu schätzen wissen: Peak-Meter auf Monitor 2, Wave-Anzeige auf Monitor 1 … Auch die Struktur von Projekt und Sample wurde etwas verfeinert.

Skylife SampleRobot 6 Pro - Assistent

Da werden Sie geholfen …

Das Handbuch zu SampleRobot 6 Pro ist leider nur auf Englisch verfügbar, das ist ein kleiner Rückschritt zur vorherigen Version. Auch schade ist, dass – in meiner Version – noch nicht alle Funktionen so enthalten sind, wie diese in der letzten Version implementiert waren. Diese werden aber sehr zeitnah nachgereicht, versichert der Hersteller. Der Grund dafür ist recht simpel: Man hat sich bei Skylife entschlossen, die neue Version von SampleRobot – im Wesentlichen – neu zu programmieren. Nur einzelne Algorithmen wurden 1-zu-1 übernommen. Für eine frische Code-Basis nimmt man doch gerne eine kurze Wartezeit für weitere Features in Kauf, oder?

Skylife SampleRobot 6 Pro
Auch neu ist, dass jetzt bei allen Programmversionen der WaveRobot mit dabei ist. Der WaveRobot ist der integrierte Loop- und Transienten-Editor des SampleRobot.

Skylife SampleRobot 6 Pro – In der Praxis

Skylife SampleRobot 6 Pro macht, was er soll und das sogar sehr gut. Man kann den Rechner mit dem Synthesizer alleine lassen und hat dann – je nach zeitlichem Aufwand, welche die zu sampelnden Patches mit sich bringen – eine (fast) fertige Sample-Bank am Start.

Skylife SampleRobot 6 Pro

Sampling in Progress!

Mit dem Projekt-Assistenten lassen sich sehr bequem neue Sampling-Vorhaben planen. Dabei kann angegeben werden, wie viele Dynamik-Layer (Velocity-Layer) erstellt werden sollen und in welchem Abstand auf der Klaviatur Samples aufgenommen werden sollen (in Halbtönen). Der Assistent ist dabei weitgehend selbsterklärend und ein Blick ins Handbuch nicht gleich notwendig, bravo.

Nach Angabe des Audioeingangs und der MIDI-Settings kann es auch schon losgehen. Dank einer Auto-Loop-Erkennung kann SampleRobot Loops automatisch setzen. Das ging schon vorher, erscheint mir aber auch etwas besser zu sein, als ich es in Erinnerung hatte. Definitiv verbessert ist die Erkennung des Sample-Starts. Somit schneidet und loopt SampleRobot das Material gleich fix und fertig. Wie gesagt: Das passiert recht fix und sehr zuverlässig.

Schade ist, dass bei meiner Test-Version noch keine Instrument Kopier-Funktion implementiert war. Das war in den letzten SampleRobot Versionen schon verfügbar und wird für die aktuelle Version zeitnah nachgereicht. SampleRobot kann somit nicht nur ein Patch einlesen, sondern alle Patches eines Klangerzeugers. Mit dem alten SampleRobot funktionierte das recht gut, somit ist davon auszugehen, dass es in der aktuellen dann auch funktionieren wird. Leider muss die Patch-Liste von Hand eingetragen werden, ein Auslesen wie bei Sounddiver ist nicht implementiert. Nicht ganz so schlimm.

Skylife SampleRobot 6 Pro
Hübsch wäre die Option, Software-Instrumente abzusampeln. Mittels virtueller Audio- und MIDI-Kabel ginge das auch jetzt schon, es ist aber nicht ganz so komfortabel. Skylife sollte darüber nachdenken, einen Plugin-Host zu integrieren. Gerade für Kooperationen mit räumlich getrennten Kollegen mit anderer Studioausstattung könnte das interessant sein. Natürlich auch für das Zusammenstellen des Live-Soundsets als Keyboarder.

Sample-CDs im EMU, AKAI oder ähnlichen Formaten kann SampleRobot 6 Pro nicht einlesen. Dieses Feature wäre auch eher im letzten und vorletzten Jahrzehnt von Interesse gewesen.

Skylife SampleRobot 6 Pro – Auf dem Weg zum Sampler

Der Export in den Sampler ist relativ einfach. Über das entsprechende Menü wird das Zielformat gewählt, fertig. Besonders positiv: Auch die Samplebank vom Waldorf Blofeld oder Yamaha Montage (letzteres ist in dieser Version neu) kann SampleRobot 6 Pro befüllen. So kann man recht fix sein Live-Set zusammenstellen.

Etwas schade ist, dass Soundbänke nicht direkt zu Kontakt exportiert werden können sondern über ein Zwischenformat erst in Kontakt importiert werden müssen. Wirklich schade, aber das liegt an Native Instruments, da die genauen Spezifikationen des Hausformates nicht offen liegen.

Skylife SampleRobot 6 Pro

Alles Export!

Wie bereits beschrieben werden Velocity-Werte über die Layer recht gut erfasst. Sounds, die mit dem Modwheel oder über Aftertouch entscheidend gesteuert werden, lassen sich nicht ganz so einfach abbilden. Zwar kann man mit SampleRobot entsprechende Multisamples anlegen und aufnehmen lassen, allerdings werden diese nicht mit der entsprechenden Funktion exportiert: Hier muss der Soundliebhaber die Multisamples im Zielsampler wieder zusammenbringen und die entsprechenden Steuerparameter (Aftertouch, Modwheel …) als Quelle programmieren. Leider unterstützen nicht alle Software-Sampler solche Funktionen und die verfügbaren Export-Formate für Sample-Robot unterstützen solche Funktionen auch nicht oder nur unzureichend. Sehr schade, aber nicht die „Schuld“ von SampleRobot 6 Pro, wie schon erläutert. Evtl. sollte SampleRobot auch als (einfacher) Sampler fungieren können?

Fazit

Bei Skylife SampleRobot 6 Pro hat sich viel getan und auch erfreulich „wenig“. Zunächst ist mit diesem Update aus der provisorischen Mac-Lösung eine „echte“ native Mac-Anwendung geworden. Ebenso ist das antike GUI endlich aktualisiert. Trotzdem blieb die Kernfunktionalität erhalten und wurde nicht „kaputtoptimiert“. Das haben wir schon anders erlebt. Wer „schnell“ von Klangerzeugern virtuelle Kopien als Sample-Instrument zaubern möchte, wird mit dem Samplerobot glücklich.

Ein wenig schade ist, dass der direkte Export zu Kontakt nicht möglich ist, da das hauseigene Format von Native Instruments nicht öffentlich dokumentiert ist. So führt kein Weg an dem Workaorund über den Import vorbei. Nicht zuletzt, weil SampleRobot offen für verschiedene Software-Sampler sein möchte, werden auch nur die Basic-Features exportiert. (Velocity-) Crossfades oder das mit Einbeziehen von Controllern (beispielsweise Modwheel) ist nur auf Umwegen möglich.

Der Preis erscheint mir auf den ersten und zweiten Blick ein wenig hoch. Es muss jedoch klar sein, dass SampleRobot keine so große User-Basis hat (und haben kann) wie Kontakt, Logic oder Ableton Live. Somit gibt es hier auch nicht wirklich etwas zu meckern. Selbstverständlich gibt es auch zwei Einsteigervarianten vom SampleRobot.

Schick wäre, wenn Skylife SampleRobot noch als VST-Host fungieren könnte und man so VST-Instrumente absampeln könnte. Für Kollaborationen mit anderen Studios könnte das ein nützliches Feature sein. Wenn SampleRobot als eigener VST-Sampler nutzbar wäre, hätten wir das absolute „Rundumsorglos-Sampling-Paket“; zugegeben ich bin ein Träumer.
Auch ein wenig schade ist, dass ein paar Funktionen erst nach und nach der neuen Version zurückgegeben wurden und werden, aber das ist der Fluch eines Neuprogrammierens.
Für alle, die Patches von Hardware-Synthesizern virtuell nutzen wollen, ist der SampleRobot ein echtes Arbeitstier und eine glasklare Kaufempfehlung. Die Mac-Jünger unter den Usern sollten auf jeden Fall updaten, keine Frage.

Plus

  • deutlich verbessertes GUI
  • GUI ist "modular"
  • endlich native auf dem Mac
  • einfache Bedienung
  • umfangreiche automatisierte Fernsteuerbarkeit (nahezu aller MIDI-Parameter des Klangerzeugers)
  • Batch-Processing
  • Autoloop für alle

Minus

  • absampeln von virtuellen Klangerzeugern geht nur über "Umwege"
  • Kontakt-Export ist nicht direkt möglich

Preis

  • SampleRobot 6 Pro 249,- Euro
  • SampleRobot 6 Multi-X 169,- Euro
  • SampleRobot Korg + Wave, 79,- Euro (erscheint in Kürze)
Forum
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      Florian Scholz  RED

      Mit dem Minuspunkt wollte ich eigentlich nur auf den „mangelnden Druck“ von außen hinweisen. Auch Samplit sehe ich (noch) nicht auf Augenhöhe mit SampleRobot…
      LG
      Florian

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        Coin  AHU

        Dann geht der Minuspunkt aber an alle anderen
        und nicht an den, der es als einziger möglich macht.
        .
        Sogesehen müsste es ein Pluspunkt für Samplerobot geben,
        weil sie die „einzigen“ sind.

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            Robocob11  

            Coins Argumentation ist korrekt. Das Minuns ist ja zum Glück inzwischen gestrichen worden. Noch dazu war aber auch schon die Basis der Aussage falsch, denn es gibt ja Wettbewerber – und mit dem AutoSampler von Apple sogar einen Wetbewerber auf Augenhöhe!

  1. Profilbild
    Polysix

    Es gibt außerdem ja noch den Auto Sampler in Apples MainStage. Als Gratis Zugabe. Und mit voller Integration in die Sampler der DAWs vom gleichnamigen Hersteller und sofort spielbereit. Einfach mal googeln.

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      Florian Scholz  RED

      Hallo Polysix,
      die Funktion in MainStage ist bekannt, aber „Apple only“ und nicht so flexibel in der Nutzung wie SampleRobot! Daher sehe ich das nicht auf Augenhöhe mit dem SampleRobot.
      LG
      Florian

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        Robocob11  

        Das kann ich nicht bestätigen. Der AutoSampler in MainStage war lange vor der Übernahme durch Apple bereits als StandAlone erhältlich und hat dem Samle-Robot deutlich gezeigt, wo die Meßlatte liegt. Innerhalb von MainStage mag heute die Oberfläche von MainStage spartanisch anmuten, in Wirklichkeit ist sie aber äußerst effektiv und deutlich schneller zu bedeinene als Sample-Robot. Hinzu kommt, dass AutoSampler auch RoundRobbin beherrscht – und zwar bis zu 128fach. Für unwissende Mitleser: RR spielt selbst bei gleicher Tonhöhe und gleicher Anschlagdynamik, unterschiedliche Samples ab. Erst dadurch wird z.B. die Reproduktion von authentischen Analogsounds duch Sampling überhaupt möglich.
        Der AutoSampler ist zwar MAC-Only, aber ihn nur deshalb NICHT zu erwähnen, halte ich für falsch. Gerade im Zusammenspiel mit dem EXS24 ist der AutoSampler unschlagbar!!!

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          Florian Scholz  RED

          Ich verstehe was Du meinst (glaube ich zumindest)!

          Allerdings würde ich da nicht 100%ig einstimmen. Das der AutoSampler nur Mac-Only ist, finde ich schon ein Manko. Zudem ist der AutoSampler erstmal auf die MainStage zentriert. Export nach Kontakt ist dann mindestens so „spannend“ wie bei SampleRobot. Zugegeben, dass bewertet/empfindet jeder anders. Außerdem: Round Robin lässt sich auch mit dem SampleRobot realisieren, zugegebenermaßen nicht so komfortabel.

          LG
          Florian

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            Supremeja  

            Nach dem Apple Autosampler gekauft hatte, war ja Autosampler nicht mehr erhältlich und wurde auch entsprechend bei der 64 Bit Umstellung nicht mehr angepasst. Daraufhin hab ich die Entwickler von Sample Robot angeschrieben und nach Round Robin gefragt. Es wurde klar gesagt, dass Sample Robot sowas nicht kann. Daher würde es mich interessieren, wie Du das realisierst. Vielen Dank im Voraus. :)

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              Florian Scholz  RED

              Moin,

              Du gibst ein Argument, warum AutoSampler nicht ganz auf Augenhöhe wäre von SampleRobot ;)

              Direkt geht kein RoundRobin, das ist richtig! Ich würde „einfach“ mehrere Multisamples anlegen und diese dann im Zielsampler händisch zu RoundRobin basteln. So meinte ich das!

              LG
              Florian

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                Supremeja  

                Servus,

                erst einmal vielen Dank für deine Rückinfo. Leider wäre ein händisches Basteln von Round Robin nicht mein Ding. Das wäre bei meinen Multisample-Instrumenten zu ausufernd.

                Zu Samplerobot kann ich selber nichts sagen, ich hab bisher nicht damit gearbeitet. Jedoch ist für mich Round Robin elementar wichtig. Daher werde ich bei Autosample im MainStage bleiben. Auch wenn die MainStage Version nicht ansatzweise an die ursprünglich Redmatica Version heranreicht. Leider… :(

                Schönen Abend noch :))

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    gs06

    Irgendwie verstehe ich nicht so recht, was die Vorteile der Version 6 gegenüber der Version 5 für einen Windows-Nutzer sein sollen. Es gibt zwar ein hübscheres GUI, aber dafür fehlen Funktionen, die für den tatsächlichen Haupteinsatzzweck wesentlich sind (der Test nennt hier ja einige).

    Ob das Programm seine Funktionen nun mit einer alten oder einer völlig neuen Code-Basis verrichtet, ist für den Anwender doch ziemlich egal. Macht nun ein Windows-Anwender ein Update von Version 5 auf Version 6, hat er zwar ein moderner wirkendes GUI, dafür fehlen aber nützliche Funktionen des Vorgängers. Wenn die noch programmiert werden müssen, wäre es meiner Meinung nach besser, der Hersteller stellt die Software zuerst fertig und verkauft in der Zwischenzeit noch die alte Version 5 mit einem Angebot, bei Erscheinen von Version 6 kostenlos aktualisieren zu können. Das hätte den Vorteil für Anwender, die zum jetzigen Zeitpunkt erstmalig SampleRobot kaufen wollen, dass sie alle für das Samplen von Instrumenten nützlichen Funktionen schon jetzt (wenn auch mit altbackenem GUI) nutzen könnten und später nicht noch einmal für ein Update bezahlen müssen.

    Vor diesem Hintergrund kann ich die 3-Sterne-Bewertung des Autors nicht ganz nachvollziehen. Es wäre nützlich zu erfahren, welche Vorteile die Software für Windows-Nutzer im Vergleich zur Version 5 jetzt schon mitbringt. Das würde zumindest erleichtern zu verstehen, warum trotz der genannten Einschränkungen die bestmögliche Note vergeben wurde.

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      Florian Scholz  RED

      Moin GS06,

      die Stabilität scheint höher (zumindest bei mir), und das Handling ist deutlich besser geworden (also nicht nur eine hübschere GUI). Die Struktur ist etwas stringenter und besser bedienbar. (Gerade in Bezug auf Multisamples.) Ich habe es im Test etwas salopp alles unter GUI subsumiert. Aber die GUI ist wirklich nicht nur hübscher geworden, sondern das Programm lässt sich bequemer bedienen, vor allem übersichtlich. Das war mit der alten GUI (je nach Arbeitssituation) schlicht eine Katastrophe. Ich habe auch den Eindruck, dass die Erkennung von Sample-Start/Stop und von Loop etc. besser geworden ist. Der Hersteller war da etwas einsilbig.
      Das die VÖ von SampleRobot erst mit komplett fertigen Features erfolgen sollte, sehe ich auch so. Das scheint aber eine Mode zu sein (denken wir an Cubase SX, das hatte auch einige Funktionen aus Cubase VST nicht, die dann nach kamen – der Vergleich ist gewagt, das stimmt).
      Außerdem ist der Support vom Montage-Format neu, das ist für Montage-Anwender schon eine Sache.
      Ich kann mir gut vorstellen, dass es etliche User gibt, die kaum Grund haben upzudaten.

      LG
      Florian

  3. Profilbild
    gs06

    Vielen Dank für die schnelle Antwort – das liefert einige hilfreiche Argumente. Stabilität scheint ja ein häufiger auftretendes Problem solcher Anwendungen zu sein (wenn man diversen Foren Glauben schenkt, ist das ja bei Samplit durchaus auch ein Problem).

    Ich überlege mir gerade, eines der beiden Programme zu kaufen. Der Preis spricht im Vergleich klar für samplit (die einfachere Einbindung von VSTs auch), aber wenn die enthaltenen Funktionen nicht richtig funktionieren, hilft das natürlich nicht. Was die Copy Protection angeht, scheint Samplit mit einer einfachen Serial auszukommen, was für mich als Anwender einfach zu handhaben ist.

    Mich würde interessieren, welches Programm besser mit dem Identifizieren und Setzen von Loop-Points zurechtkommt und insgesamt besser funktioniert. Ich würde die Samples vermutlich mit Halion 6 oder Falcon nutzen wollen. Hier scheint samplit zumindest direkt für Halion exportieren zu können während es bei SampleRobot nur über die Zwischenablage für jeden Sound einzeln zu gehen scheint. Gibt es Nutzer die Erfahrungen damit haben, wie gut beide Kandidaten für Falcon und Halion exportieren können?

    • Profilbild
      gs06

      SampleRobot hat natürlich den Vorteil, dass es auch für „richtige“ Hardware-Instrumente exportieren kann. Aber im Moment weiß ich nicht, ob das für mich in der Praxis wirklich ein Vorteil wäre, da ich eigentlich ohnehin nur in meinem kleinen Heim-Studio vor mich hin bastel und da die Vorteile des PCs (Terrabytes an Platz für Samples; einfachere Einbindung in DAWs) ohnehin dazu führen werden, dass ich die Samples kaum in meinem Waldorf Blofeld oder in einem (noch nicht vorhandenen) Yamaha MODX nutzen würde.
      Für mich wäre der Vorteil, dass ich die Sounds aus diversen Hardware-Geräten endlich komfortabel in meine DAW einbinden könnte (ohne Umstöpseln am AD-Wandler; aufwendige Midi-Planung bei mehreren Geräten; mit einfacherer/automatischer Benennung der Sounds in Spuren) und dass ich ggf. einige monophone VSTs polyphon und vor allem mit geringerem Ressourcenverbrauch in meiner DAW nutzen könnte.

      Ich würde mich freuen, wenn andere Nutzer beider Programme hierzu etwas mitteilen könnten. Vermutlich wird ein intensiver Test mit den Demo-Versionen beider Programme nicht zu vermeiden sein – aber wie heißt es ja so schön: der Weg ist das Ziel. :-)

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        Florian Scholz  RED

        Prinzipiell kann SampleRobot auch an Halion liefern per Datei. Hast Du einen speziellen Wunsch/Fragen dazu, dann teste ich nochmal im Hinblick auf Deine Fragestellung.
        Ein Vergleich wäre wirklich eine gute Idee!

        Frohes Wochenende
        Florian

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          Florian Scholz  RED

          Sorry, habe einen Teil meiner AW gelöscht versehentlich, Sorry!

          Es fehlt der Hinweis PER SOUNDFOUNT, sorry nochmals!

  4. Profilbild
    Christian Halten

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für Eure lebhafte Diskussion. Hier eine kurze Rückmeldung von Entwicklerseite.

    Mein Kommentar ist zweigeteilt, hier kommt Teil 1…

    Uns ist die Entscheidung, Funktionen nachzureichen, nicht leicht gefallen. Nach über 10 Jahren Entwicklung an SampleRobot haben wir mit SampleRobot 6 nun eine komplett neue Programm-Codebasis erstellt, die für die aktuellen Mac OS und Windows Plattformen optimiert wurde. Für uns war es keine Option, mit dem bisherigen Framework weiterzuarbeiten, denn es schränkte uns in der Vergangenheit immer stärker ein. Gerade unter OSX war die Abhängigkeit von Wine (Win-Emulationsframework) oft kein Segen.

    Nicht die neue GUI, sondern diese Umstrukturierung ist das große Plus von SampleRobot 6, denn damit ist es auf den genannten Systemen sehr performant und ermöglicht es, neue Funktionen einzubinden, die mit dem alten Framework nicht realisierbar gewesen wären. Wir haben uns für V6 sehr viele Gedanken zur Usability gemacht und auch das Feedback vieler Nutzer berücksichtigt, die SampleRobot im täglichen Einsatz haben. Wer die beiden Funktionen „Instrument Copier“ und „Import Single Sample Soundlibrary“ beim Kauf dringend benötigt, bekommt natürlich gerne eine zusätzliche Lizenz der Version 5. Anonsten werden diese Funktionen aber auch kostenfrei in V6 nachgeliefert.

  5. Profilbild
    Christian Halten

    Teil 2 des Kommentars von Entwicklerseite.

    Wie es oft mit ehrgeizigen Projekten ist, so haben wir den Arbeitsaufwand für die Neugestaltung (die übrigens auch Website, Aktivierungsprozess und Datenbankanbindung betrifft) etwas unterschätzt. Wir sind nur ein kleines Team und keine Firma wie Steinberg oder Ableton. Dafür haben wir im Gegenzug viele Freiheiten für abgefahrene Features, die nur SampleRobot bietet.

    Positiv zu bemerken ist ferner, dass wir uns nicht in BER-Flughafen-ähnliche Löcher verstrickt haben, sondern die Entwicklung kontinuierlich nach vorne getrieben haben und SampleRobot 6 nun erhältlich ist. (Wann kommt denn jetzt eigentlich der BER?)

    Auf der SampleRobot Website findet man eine Version History, die alle diese Prozesse für den User nachvollziehbar dokumentiert.

    Es gibt jetzt übrigens auch wieder eine Demoversion, die ohne großartige Registrierungsarien funktioniert. Also bitte gnadenlos testen! Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mal ein paar Sampling-Battles macht und die Applikationen gegeneinander antreten lasst. In jedem Fall wird für uns immer der Anspruch sein, den Roboter mit allen notwendigen Gadgets auszustatten, damit er immer einen Schritt vorne ist. P.S. Den Wink mit dem VST-Sampling-Zaunpfahl haben wir nicht übersehen.;-)

    Danke Euch und viele Grüße aus Berlin,

    Christian

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