Test: Steinberg Nuendo 10.1, Digital Audio Workstation

19. Juli 2019

Doppelter DAW-Sprung, doppelte Features?

steinberg nuendo 10.1

Steinberg Nuendo 10.1, Digital Audio Workstation

Mit dem Release von Steinberg Nuendo 10 überspringen die Hamburger eine ganze Versionsnummer und „synchronisieren“ die Versionsnummern zwischen Cubase und Nuendo. In der Vergangenheit hatte Nuendo immer einen etwas längeren Release-Zyklus. So wurden die neuen Features zunächst in Cubase integriert und erst etwas später dem großen Bruder Nuendo spendiert. Mit der neuen Versionsnummer und dem zeitlich recht dicht an Cubase 10 gebrachten Release will man klar machen, dass künftig weniger Zeit zwischen den Cubase- und Nuendo-Updates liegen wird.

steinberg nuendo 10

Nuendo ist mittlerweile so mächtig, dass ich hier nur an der Oberfläche kratzen kann. Ich verweise ausdrücklich auf die vorhergehenden Testberichte sowie unseren letzten Test von Cubase.

Nuendo 10 – das gab es doch schon in Cubase?

Da sich Steinberg Nuendo 10 als großer Bruder zu Cubase Pro 10 versteht, gehe ich hier auf die Features, die bereits aus dem Cubase-Update bekannt sind, gar nicht ein und möchte an dieser Stelle auf den entsprechenden Test hier verweisen.

Steinberg Nuendo 10 - Channelstrip

Der Channelstrip in neuem Glanz

Prinzipiell habe ich – zumindest in den letzten 15 Jahren – keine Diskrepanz zwischen Nuendo und Cubase feststellen können, was die gemeinsamen Features angeht. Die Audio-Align-Version, die zuerst in Nuendo vorgestellt wurde und dann auch in Cubase Einzug hielt, wurde verbessert. Zum einen ist die Bedienung jetzt deutlich komfortabler (eigenes Werkzeugfenster) zum anderen gefallen mir die Ergebnisse etwas besser.

Die designte Stimme in Steinberg Nuendo 10

Die meisten hier dürften schon mal die Aufgabe gehabt haben, eine Stimme zu verfremden oder zu einem Monster/Alien/einer Schwiegermutter zu designen. Ich kann mich an endlose Pitch-Orgien, Modulationseffekt-Sessions und Ringmodulator-Odysseen erinnern und dabei ging es nie um Hollywood oder das ganz große Kino.

Steinberg Nuendo 10 Voice Designer

Der Voice-Designer in Steinberg Nuendo 10 soll der geneigten Tüftlerin bzw. Tüftler unter die Arme greifen. Mit etlichen Parametern (je nach Lesart 10) kann die Stimme stufenlos von „klar verständlich“ bis „???“ verfremdet und designt werden. Man kann so komfortabel verschiedene Monster-Stimmen für ein Computerspiel oder Alien-Stimmen für eine TV-Serie erstellen und somit immer die richtige Stimme für die richtige Szene parat haben. Auch das Anlegen von entsprechenden Presets wird deutlich einfacher, da nicht immer eine ganze Effekt-Kette geladen werden muss. Dieses Plugin will ich auch in Cubase!

Interessant wäre noch ein Modus, um Interview-Stimmen mit einem Klick unkenntlich zu machen. Das wird doch öfter mal gebraucht, die Sprachverständlichkeit muss dabei aber gewahrt bleiben.

Tatüüü tataaa tatüüü tataaaa – der Doppler-Effekt in Nuendo 10

Bewegungen zu simulieren, ist etwas mühselig. Nicht nur die Richtung muss automatisiert werden (Pan), sondern auch die Tonhöhe, der eigentliche Doppler-Effekt. (Ein vorbeifahrendes Auto scheint beim Herannahen einen höheren Ton (Motor etc.) zu haben als beim Wegfahren.) Zwar hat Waves bereits vor etlichen Jahren ein Plugin zu diesem Thema vorgelegt (das aktuell in Version 10 erhältlich ist), aber wirklich voll ist der Plugin-Ordner nicht, wenn man nach diesen Effekt sucht. (Sofern man von Doppler Dome und Doppler+Air von Sound Particles und wenigen anderen/ähnlichen einmal absieht.)

Steinberg Nuendo 10 - Doppler-Effekt

Ich kann mich an viele Stunden Pitchbending erinnern, bis der Sound und der entsprechende Doppler-Effekt perfekt zur Bewegung gepasst hatte. Das Doppler-Plugin in Steinberg Nuendo 10 passt alle Parameter in einem Plugin zusammen und erlaubt so auch recht simpel Änderungen: Es müssen nicht diverse Offline-Effekte erneut berechnet werden. Klanglich überzeugen die Ergebnisse.

Schade ist, dass das Plugin nur Stereo zu können scheint, wenigstens 5.1 wäre wünschenswert gewesen! Auch wenn der Sound-Effekt selbst mono ist, sollte er auch in einem Mehrkanalsystem mittels Doppler-Effekt bewegt werden können. Da wäre noch Potential, liebe Steinberger.
Die Bedienung finde ich etwas fummelig und ich hatte in der Praxis Audio-Artefakte, wenn Audiomaterial VOR dem eigentlichen Einsetzen des Doppler-Effektes platziert ist. Das sollte in der Praxis nicht das Problem sein, stören tut es aber dennoch etwas.

Nuendo 10: Das hole ich mir vom Field (-Recorder)

Das Ersetzen von O-Ton im Film kann schon sehr mühsam werden: So müssen Cue-Sheets und Reports durchgesehen werden und dann die entsprechende Audiodatei vom Field-Recorder gefunden werden. Der automatisierte Field-Recorder Audioimport soll dem gestressten PostPro-Engineer das Leben erleichtern.

Steinberg Nuendo 10
Mit verschiedenen Filtern kann man das Verzeichnis mit den entsprechenden Audiodateien durchsuchen. Dabei hilft es sehr, wenn die Audiodateien gewissenhaft beschriftet sind. Das sollte bei jeder professionellen Produktion der Fall sein (sollte!). Allerdings wird auch nach Länge oder Aufnahmedatum gesucht. Sehr praktisch, aber eine inhaltliche Analyse wie bei Shazam und Co findet wohl nicht statt. Das würde auch mehr Rechenzeit (und Entwicklungszeit) bedeuten. Tatsache ist: Dieses Feature spart Zeit!

Da war doch was mit Video?

Als ich anfing, mit Cubase/Nuendo und Video zu arbeiten, konnte nur eine Videospur und einen Video-Clip zur gleichen Zeit in der Timeline genutzt werden. Mittlerweile haben die Hamburger nachgerüstet: Man kann in Nuendo nun zwei Videospuren anlegen (die untere hat Priorität) und auch verschiedene Clips nutzen. Mir erschließt sich der Nutzen hier nur zum Teil, denn in (fast) allen Fällen wird man in Nuendo einen Video-Clip zu vertonen haben und nicht mehrere hintereinander. Das könnte auch ein Problem mit dem Timecode provozieren.

steinberg nuendo 10-1

Die Schnitterkennung braucht ein Weilchen zur Analyse

Richtig begeistert bin ich von der automatischen Schnitterkennung. Wer mal einen Spielfilm mit Markern zur Mischung unterteilt hat, kann beurteilen, wie viel Nerven und Zeit einem dieses Feature erspart. Selbst ein Kurzfilm kostet Zeit! Die Analyse des Filmmaterials braucht eine ganze Weile, mein i7 rechnete 2,5 Minuten für einen 2,5 Minuten Film in HD. Ist die Szenenerkennung aber nicht nach Wunsch verlaufen, kann man die Empfindlichkeit des Tools verändern, ohne dass die Analyse der Szene nochmals laufen muss, sehr schön. Die erkannten Schnitte lassen sich als Marker in eine Markerspur exportieren.

steinberg nuendo 10-1

Wird ein Schnitt nicht erkannt oder wird ein Marker fälschlich gesetzt, kann einfach die Empfindlichkeit angepasst werden.

Jedenfalls funktioniert die Video-Engine in Steinberg Nuendo 10 wirklich gut und stabil. Und mit dem (bald) erwarteten Update wird auch das Rendern von Video möglich sein. Video-Editing scheint bei den Steinbergern in der Pipeline zu sein. Ob das den Funktionsumfang nicht zu sehr vergrößert und das zu Lasten des Workflows und evtl. auch der Stabilität geht? Abwarten!

In allen drei Dimensionen von Nuendo 10

Immersives Audio bzw. 3D Audio ist in aller Munde. Gerade die Virtualisierung von 3D-LautsprecherArrays für Game- und andere Medienanwendungen nehmen in letzter Zeit zu. So hatten wir hier schon einen Blick auf den Spatial Audio-Designer geworfen.

Etwas neuer – und auch mit einem anderen Ansatz – kommen die Entwickler von dearVR aus Düsseldorf ins Spiel. Mit der aktuellen Nuendo Version wird die Engine von dearVR nahtlos integriert. Sehr schön. In Ermangelung einer dearVR-Lizenz konnte ich das Zusammenspiel nicht testen und bin auf Videos und Erfahrungsberichte angewiesen. So eine Integration würde ich mir auch für den Spatial Audio Designer wünschen.

Steinberg Nuendo 10

ARA2 will erstmal für den gewünschten Part aktiviert werden

ARA2 – ist jetzt mit in Nuendo 10

Lange wurde der ARA-Support für Cubase und Nuendo versprochen. Für die aktuellen Versionen hat man den ARA-Support mit einem Update fest zugesagt. Unlängst wurden besagte Aktualisierungen nun ausgerollt. Nun verfügt auch Steinberg Nuendo 10.1 über diese Schnittstelle. ARA integriert Plugins so tief in die DAW wie eine hauseigene Funktion. So musste man bei Melodyne das Audiomaterial zunächst in das Plugin überspielen, bevor es bearbeitet werden konnte. Beim Steinberg-eigenen Pendant „VariAudio“ entfiel diese Überspielung, so dass ich öfter zu VariAudio gegriffen habe, wenn die Bearbeitungen einfacherer Natur waren. Nun kann ich mit Melodyne loslegen, ganz ohne die lästige Überspielerei.

Steinberg Nuendo 10

Jetzt muss man noch den internen Editor gegen Melodyne ersetzen

Die ARA2 Schnittstelle in Nuendo 10 funktioniert. Richtig komfortabel finde ich diese allerdings nicht! So muss man im Menü Audio zunächst unter „Erweiterungen“ das betreffende und kompatible ARA2-Plugin aktivieren und es dann für den jeweiligen Part als Erweiterung auswählen. Melodyne bzw. das genutzte ARA-Plugin ersetzt dann den Cubase eigenen Audio-Editor. Ich hätte mir im Audio-Editor einfach einen zusätzlichen Tab an der linken Seite gewünscht, ähnlich wie bei VariAudio.

Steinberg Nuendo 10

So erkennt man einen „ARA-Part“

Der Cursor (Wiedergabe-Linie) kann in Melodyne auch nicht verschoben werden, wie man das vom internen Editor her kennt. Schaltet man kurz zum internen Editor um, dann verliert man jegliche Editier-Arbeit im ARA-Plugin – ohne Vorwarnung. Auch die Offline-Prozesse sind für Parts, die das ARA-Plugin nutzen (selbst wenn die Erweiterung wieder umgeschaltet wurde), erst mal nicht verfügbar. So als richtig gelungen empfinde ich die Integration im Ganzen nicht, gerade im Direktvergleich mit StudioOne.

Steinberg Nuendo 10 - ARA2

Nun ist Melodyne vollständig via ARA2 integriert

Skript bitte, ich will schreiben – manche Kinderkrankheiten sind noch immer da!

Ich hatte es schon beim letzten Cubase-Update angesprochen: Eine mächtige Skriptschnittstelle für die beiden DAW-Flaggschiffe aus dem Hause Steinberg ist überfällig. Zum einen ist die Macro-Funktion in Steinberg Nuendo 10 nach wie vor antiquiert und kaum der Rede wert, zum anderen bieten Marktbegleiter eine Skript-Schnittstelle und ermöglichen somit sehr weitgehende Anpassungen an den eigenen Workflow. Reaper, Dorico, Halion, Sibelius und andere haben das doch auch, warum nicht Nuendo und Cubase?

Ein paar Werkzeuge machen bei mir manchmal noch immer Probleme: Über die Probleme bei VST-Expression habe ich mehrfach berichtet, ich bemerke weiterhin keine Verbesserung. Das Verweigern eines ARA2-Parts für die Offline-Bearbeitung hatte ich eben bereits geschildert. Die „Auswahl-als-Datei“ Funktion hat bei mir auch schon mal gestreikt.

Steinberg Nuendo 10 - Offlinebearbeitungen

Was war da sonst noch?

Es sind diesmal (wieder) viele kleine Workflow-Verbesserungen in die Entwicklung von Steinberg Nuendo 10 eingeflossen. Mag sein, dass der ein oder andere Nuendo-User hier anders votiert, ich würde aber durchweg von Verbesserungen sprechen. Eine konkrete Auflistung findet sich auf der Hersteller-Website.

Besonders erwähnenswert sind für mich der Plugin-Workflow, das Alignment-Tool und der verbesserte Channelstrip. Der Plugin-Workflow folgt nun noch konsequenter dem Drag’n’Drop-Prinzip. So kann aus dem rechten Bereich ein Plugin auf eine Spur gezogen werden, um es als Insert zu nutzen oder in den „leeren Bereich“ im Projektfenster, um eine neue Spur anzulegen. Haben andere schon länger, jetzt auch Nuendo.

steinberg nuendo daw 10-1

Das neue Alignment-Tool

Das Audio-Alignment-Tool wurde weiter stark verbessert. Da es vorher kein echtes GUI hatte, ist die Workflow-Verbesserung offensichtlich, denn nun ist eine da. Im Vergleich zur ersten Version ist es auch klanglich ein Schritt nach vorne gegangen.

In diesem Beispiel kommt zuerst das Original, dann das Alignment aus Nuendo 8, dann aus Nuendo 10.

Der Channelstrip wurde im Design stark vereinfacht. So sind die Knöpfe in der Mischpultansicht nicht mehr so bunt wie vorher. Ich persönlich bin ein großer Freund von farblicher Gruppierung von Bedienelementen, aber so richtig sinnvoll war das in der Vergangenheit nicht, da wurde aufgeräumt. Auch der Workflow im Channelstrip wurde an Cubase 10 angepasst. Sehr gut.

Mich freut besonders, dass der Latency-Monitor nun auch in Nuendo zu finden ist. Mit solchen Features war Nuendo meist vor Cubase ausgerüstet, hier war es umgekehrt.

Auch die Mixer-Snapshots sind in Steinberg Nuendo 10 nun zu finden, in der gleichen Weise wie bei Cubase 10.

Steinberg Nuendo 10

Mit einfachem „Draufziehen“ kann man nun Effekte in den Insert laden

Ebenso gelungen ist das neue VariAudio, das wir schon on von Cubase 10 kennen. Ich würde zwar noch immer (in den meisten Fällen) für Melodyne votieren, aber es wird enger und in der Bedienung gefällt mir VariAudio schon besser als Melodyne. Hier kommt es aber maßgeblich auf den Klang an, nicht auf die Oberfläche, oder?

Steinberg Nuendo 10

Durch Ziehen eines Plugins in den Spur-Bereich wird eine neue Effektspur angelegt

Was kann Nuendo besser als Cubase?

Regelmäßig höre ich die Frage, was denn Nuendo besser könne und dass man – dank Cubase – kein Steinberg Nuendo 10 brauchen würde. Das sehe ich allerdings ganz anders.

Zwar kann Nuendo auch viele Dinge, die ich nie brauchen werde (bspw. die 384 kHz maximale Sampling-Frequenz statt der 192 kHz in Cubase), aber Reverance hat deutlich mehr Impulsantworten, es gibt 6 VST-Effekte mehr, Nuendo kann 22.2 (Cubase maximal 5.1/6.0) und demnächst auch das Rendering von Video.

Ein Feature, das es mal in Cubase gab und von etlichen (gerade Medienkomponisten) schmerzlich auch in Cubase vermisst wird, ist Audio in Video zu ersetzen. Fast alle PostPro-Features gibt es nur in Nuendo (Dolby Atmos-Support, dearVR-Support, Fieldrecorder-Import, Cue-Sheet-Import, Schnitterkennung usw.). Steinberg hält selbst eine umfassende Vergleichs-Chart auf seinen Seiten bereit. Einzig VST-Transit findet man in Nuendo nicht, Teufel auch.

Für die Gesangsaufnahmen stand uns freundlicherweise (wieder) die Sängerin Akina Ingold zur Verfügung. Wie man sehr gut hören kann, hat sie sogar extra nicht sauber bzw. schief gesungen. Das stellte sich als gar nicht so einfach heraus.

steinberg nuendo daw 10-1

Die „rechte Seite“ ist nun der in Cubase angeglichen

Akina Ingold studiert an der Pop-Akademie in Mannheim und ist mit ihrer eigenen Band unterwegs. Danke an Akina und vor allem an Armin Bauer, der die Aufnahmen für uns betreute.

Fazit

Natürlich ist die hier vorliegende Version inhaltlich eher Nuendo 9 oder Nuendo 9.5. Faktisch ist es die zehnte Version von Nuendo, denn es gab nur einen X.5-Release bisher.

Das Gleichziehen mit Cubase zur Versionsnummer 10 ist aus meiner Sicht trotzdem eher Kosmetik. So ist auch dieses Mal an Features nicht das „große Hammer-Feature“ dabei, aber viele kleine und mittlere Dinge, die von den Anwendern teilweise auch sehr herbeigesehnt wurden.

Steinberg Nuendo 10 ist ein sehr gut durchdachtes Werkzeug. Allerdings haben sich ein paar „Kinderkrankheiten“ in Cubase und Nuendo angesammelt, die nicht sauber beseitigt wurden. Die Produktpflege läuft, bei Cubase und Nuendo derzeit nicht immer ganz optimal. Das ist insofern schade, da man hier extrem viel Potenzial verschenkt. Eine LUA-Schnittstelle, wie das beispielsweise Reaper (oder auch Dorico und Halion) im Gepäck haben, ist überfällig, auch für Cubase.

Auffällig ist, dass zunächst bei Cubase, jetzt auch bei Nuendo einige Features für spätere Updates angekündigt sind, so ist der ARA2-Support bei Cubase 10 und Nuendo 10 zum Release angekündigt worden, aber erst deutlich später mit einem Update nachgereicht wurden. Solches gab es bereits in der Vergangenheit. Ich fände es begrüßenswert, wenn man die Versionen erst veröffentlicht, wenn alle geplanten Features auch zuverlässig funktionieren.

Bemerkenswert ist, dass der Preis von Nuendo zum Jubiläum dauerhaft halbiert wurde und mit knapp 839,- Euro nun wirklich erschwinglich ist, sofern man das Gebotene berücksichtigt.

Wer mit Nuendo in der Post Production unterwegs ist, sollte sich dieses Update gönnen, denn es sind Dinge dabei, die dem Tonwerker das Leben erleichtern. Gerade der integrierte Doppler-Effekt und der Voice-Designer machen nicht nur Spaß, sondern sind auch tolle Werkzeuge. Mehr davon! Für mich ein wirklich gelungenes Update. Wären die vielen Kleinigkeiten behoben, käme es auf „sehr gelungen“, schade.

Plus

  • Preis um 50 % gesenkt
  • Features aus Cubase Pro übernommen
  • Dolby Atmos Support
  • ADM-Import
  • dearVR-Support
  • zweite Videospur
  • zuverlässige Schnitterkennung
  • Voice Designer bringt neue Klangmöglichkeiten
  • Dopper-Effekt erleichtert akustische Bewegungen
  • endlich ARA2-Support
  • viele Workflow-Verbesserungen

Minus

  • VST-Expressions hat noch immer Kinderkrankheiten (mehrfach hier berichtet)
  • die Funktion "Auswahl als Datei" funktioniert noch immer nicht 100%ig
  • immer noch keine LUA-Skript-Schnittstelle
  • ARA2-Support noch nicht ganz komfortabel
  • kein DSD-Support
  • Spuren-Presets funktionieren manchmal nicht richtig (lassen sich nicht mehr aufrufen)
  • immer noch kein flexibles MIDI-Routing

Preis

  • Ladenpreis: 839,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    gaffer  AHU

    Die Reihe Monster Alien Schwiegermutter finde ich interessant. Steigerung? Reihung? Zufällige Anordnung? 🤣

    Die Trennung in Cubase und Nuendo konnte ich nie ganz nachvollziehen. Wird wahrscheinlich so bleiben.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.