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Test: Teenage Engineering OP-1, Synthesizer, Sampler und Recorder

5. Juni 2013

Vielseitiger Winzling, der OP-1

Der OP-1

Der OP-1

Der Teenage Engineering OP-1 wurde vor drei Jahren der Öffentlichkeit vorgestellt und rasch zum Kultobjekt, denn nur kleine Chargen gelangten in den Handel und illustre Musiker ließen sich mit dem Mini-Synthesizer sehen: Jean Michel Jarre, Depeche Mode, Deadmau5, Zombie Nation, Linkin Park, Ryuichi Sakamoto usw. Dabei vermutet man in dem quietschbunten Flachmann beim ersten Anblick lediglich ein Techno-Toy für den Nachwuchs. Doch die Größe und das Plastikdesign sind gekonntes Understatement, der Kleine hat ein solides Metallgehäuse und eine Menge interessanter Features. Inzwischen ist er wieder lieferbar, das Betriebssystem wurde gerade upgedatet und bietet noch ein paar Neuigkeiten.

 

Steckbrief

  • 6-Voice Synthesizer mit 9 Synthesearten
  • 24-Voice Sampler
  • Drumcomputer/Synthesizer
  • 1 Synth/Drum-Effekt, 1 Master-Effekt
  • MIDI-Controller
  • Step-Sequencer
  • 4-Spur Recorder
  • 24Bit/96kHz ADC/DAC
  • Bewegungssensor
  • Lautsprecher und Mikrofon
  • Anschlüsse: USB, Mic, Line In, Stereo Out
  • Akku (fest eingebaut)
  • FM-Radio (samplebar)
  • Größe: ca. 28x10x1,5 cm

 

Mitgeliefert werden USB-Kabel und eine transparente Schablone mit der Tastenbelegung. Darüber hinaus gibt es weiteres Zubehör zu kaufen: Ein maßgeschneidertes Soft-Case, Displayschutzfolie, Radioantenne, Kopfhörer/Mikrofon-Kombi im passenden Look und diverse Kappen, die man auf die Regler stecken kann. Bender mit Hebel und Gummiband (sozusagen Circuit-Bending), Crank (Kurbel) und den Brick Shaft mit gezahntem Nippel obendrauf, der erstmal für Fragezeichen sorgt, bis man das Lego-Label auf der Schachtel entdeckt: Aha, die Schnittstelle für programmierbare Mindstorm-Manipulatoren. Also auf ins Kinderzimmer und den Sprößlingen das Spielzeug stibitzt!

Der OP-1 mit Lego-Schnittstelle

Der OP-1 mit Lego-Schnittstelle

Das ist recht originell und vielversprechend. Schauen wir mal, ob der schwedische Bonsai-Sumo sich im Ring behaupten kann.

 

Die Hardware

Der OP-1 macht dank seines Metallgehäuses einen sehr stabilen Eindruck, auch Regler und Taster fühlen sich solide an. Die vier Endlosregler für die Soundparameter sind fein gerastert, was sich erstmal etwas knurpselig anfühlt, aber ein gutes haptisches Feedback gibt.

Die Klaviertastatur ist leider nicht anschlagsdynamisch (die Klangerzeugung hingegen schon), was aber für Einspielzwecke völlig ausreicht. Chopin Etüden wird man sowieso nicht darauf spielen wollen, denn bei den kleinen Tasten muss man die Finger schon sehr bündeln. Pitchbend ist via Shift+Arrow möglich.

Das OLED-Farbdisplay misst etwa 3×6 cm, ist angenehm hell und liefert in jeder Betriebsart anschauliche animierte Grafiken. Manchmal muss man schon sehr genau hinsehen, um die Feinheiten zu erkennen, aber die Größe ist völlig ausreichend.

Der OP-1 mit Zubehör

Der OP-1 mit Zubehör

Ein- und Ausgänge sind seitlich angebracht und als Miniklinke ausgeführt, was bei einer Bauhöhe von gerade mal 13 mm auch garnicht anders möglich wäre. Beim Einschalten und beim Wechsel in den USB-Disk-Modus knackst es, da sollte man die Lautstärke am Mischpult zurücknehmen. Auch rauscht der Ausgang ein wenig, wobei der Level-Regler merkwürdigerweise wie der Cutoff bei einem Tiefpassfilter funktioniert. Das ist aber nur bei sehr hohen Lautstärken hörbar. Der Lautsprecher hat etwa die Größe einer 2-Euro-Münze, in Sachen Subbass kann man also keine Wunder erwarten und sollte lieber zum Kopfhörer greifen. Das Mikrofon ist ein wenig leise, macht seinen Job aber ganz ordentlich.

Der Li-Ion-Akku ist fest eingebaut, hält etwa 16 Stunden laut Bedienungsanleitung (etwa 13 hat er während des Tests erreicht) und wird über den USB-Anschluss geladen, man kann natürlich auch ein Netzteil anschließen (nicht im Lieferumfang). Für den Dauerbetrieb am Rechner lässt sich der Ladevorgang abschalten – fein, das verlängert die Akkulebensdauer. Für das Radio gibt es wie erwähnt eine Antenne als Zubehör, zur Not tut es aber auch ein angeschlossenes Klinkenkabel. Des Weiteren hat der OP-1 zwei Ösen für Gurte, mit den man sich den Winzling auch um den Hals hängen kann, auf der Rückseite zwei Vertiefungen für Einschraubösen (dito als Zubehör erhältlich).

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Saxifraga  

    Der OP-1 ist kein „Spielzeug“. DJThomasWhite beweißt uns das in seinen Videos immer aufs neue. Vielleicht im positiven Sinn des Wortes, aber dann sind wohl alle Musikinstrumente von Natur her Spielzeug. Und was ist eigentlich der Korg mini MS20 anderes als ein Spielzeug? Der OP-1 hat ja wohl ein vielfaches an Fähigkeiten und konnte nicht einfach nur aus alten Blaupausen und KLC-Controler-Teilen zusammengeschustert, sonder mußte völlig neu erfunden werden! Ich habe große Hochachtung vor den TE die aus dem Nichts etwas neues schufen, während sich Korg fast nur auf altem Lorber ausruht und uns kleine Updates als „game changer“ aufbindet.
    Weiter so TE! (Und jetzt bitte noch ein Tastatur mit Velocity und ein Upgrade für Erstbesitzer.)

    • Profilbild
      h.gerdes  AHU

      Das „toy“ war augenzwinkernd gemeint, wie eigentlich aus meinem Fazit hervorgehen dürfte. Leider dürfen wir Amazona-Autoren keine Smileys in den Text setzen ;-) Und in der Tat werde ich das Testgerät nur schweren Herzens wieder rausrücken!!!
      BTW: Hier noch zwei klasse Tracks, die nur mit dem OP-1 erstellt wurden und sein Potenzial besser demonstrieren als meine Soundbeispiele:
      http://www.....TluyFxrMyg
      http://www....._pcvyjUkZc

  2. Profilbild
    filterfunk  

    Nee.
    Bitte TE:
    Erspart uns derartige,pseudo-coole Computer-Tastaturen mit Lego-Schnittstelle, und baut was seriöses.
    Wenn dass die Zukunft des Hardware-Synth’s ist, werde ich Gitarrist.
    Was ist denn dass für ein Trend?
    IPads und IPhones werden immer größer, aber die Instrumente immer kleiner.
    Brrr – nein Danke!

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      AMAZONA Archiv

      Als Pseudocool empfinde ich eher DICKE Synthesizer mit 70er Jahre Technik (ohne jeglicher klangtechnischer Weiterentwicklung) in einem schweren Holz-/Metal-Gehäuse zu einem extrem happigen Preis.

      Ich würde es begrüßen, wenn mehr Synthesizerhersteller den Weg von Teenage Engineering, Radikal Technologies oder Mutable Instruments beschreiten würden. Vielleicht müsste man dann auch nicht mehr in jeden neuen Clubtrack die gleichen ausgelutschten Klänge hören.

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        TobyB  RED

        Hallo Planetjumpin,

        richtig sehe ich ähnlich. Wobei ich meine Dicken auch sehr mag und das eine oder andere Klangerzeugungsverfahren noch sehr up to date finde. Das „Ding“ sieht zwar wie ein Toy aus, da hinter verbirgt sich aber ein sehr innovativer Ansatz zum einen vom Design und zum anderen von der Technik. Der nächste bekannte der nach Japan fliegt muss mir das mitbringen. Ich empfehle einfach mal die Lektüre der Webseite von Teenage Engineering. Das nächste Ding Oplab ist schon im Anflug.

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        filterfunk  

        „DICKE Synthesizer mit 70er Jahre Technik“.. ?
        Dann gib doch mal ein Beispiel für einen DICKEN aktuellen Synth mit 70er Technik (u. somit mit identischen Bauteilen)!
        Was soll denn der Vorteil des OP-1 Kinderspielzeugs sein, sodass „alle anderen davon lernen“ sollen?
        Ich erkenne keinen plausiblen Grund, wieso der OP-1 in irgendeiner Form „bahnbrechend“ sein sollte, und erst recht nicht, warum er der Welt „bessere“ Klänge liefern sollte.
        Sicherlich ist das Gebotene in dieser Art noch nicht dagewesen, und hat gerade wegen der Bauform auf gewisse Käufergruppen seinen Reiz, hat aber auch deutliche Nachteile gegenüber konventionelleren Instrumenten (Haptische Modulatoren, Schnittstellen, Host-Einbindung a la Virus TI, etc.)
        Es spricht die „Ach ist der niedlich“- affine Nutzergruppe an, welche bereit ist, in ein – durch den „Hast Du gesehen: XY hat ihn auch“ – Effekt – gehyptes Instrument zu investieren.
        Es steht ausser Frage, dass die Reduktion unter gewissen Umständen eine kreativitätsfördernde Wirkung hat.
        Doch beim OP-1 wirkt dass auf mich- in Verbindung mit der spielzeughaften Aura – kontraproduktiv.
        Übrigens: Mein Sprössling spielt lieber weiter mit Lego Starwars.
        Da gibt es wenigstens richtige Raumschiffe.
        Und Maschinen :-)

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          TobyB  RED

          hallo filterfunk,

          wo ist denn das design niedlich?und ich sehe das ding nicht bei der „ach so niedlich“ gruppe. die kombination des op 1 mit lego mindstorm macht durchaus sinn, auch in der kinderstube. bahnbrechendes wird man im jahr 2013 nicht mehr viel erwarten können, die letzten großen revolutionen in der musikelektronik sind schon ein paar tage her. aber in einer zeit wo sich ein hersteller nach dem anderen auf ipad und android zurückzieht, stellt op1 dann wirklich schon eine mutige innovation dar. design und produktgestaltung hat auch immer was mit geschmack zu tun und ich mag klare linien. und noch viel einfache benutzerschnittstellen. daran gemessen haben die vieles richtig gemacht, zum anderen die inneren werte sind auch nicht ohne. mithin wohnt da eine komplett austauschbare architektur drin. diese skalier und erweiterbarkeit gibts nicht oft oder gar nicht, mir fallen allenfalls noch die kisten von muse research ein. ich glaube nicht das du zur zielgruppe von TE gehörst, aber leute wie ich können das ganz gut gebrauchen, ich kann schlecht eine korg m1 mit in den ice nehmen und musikmachen. das equipment muss leicht sein, wenig strom fressen und gut ist.

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          AMAZONA Archiv

          Zitat“Dann gib doch mal ein Beispiel für einen DICKEN aktuellen Synth mit 70er Technik“ – So ziemlich alles von Moog, ist nur teilweise etwas aufpoliert, aber bietet immer noch genau so wenig Möglichkeiten wie die Modelle der 70er Jahre.
          Zitat“Was soll denn der Vorteil des OP-1 Kinderspielzeugs sein, sodass “alle anderen davon lernen” sollen?“ – Wovon jemand „lernen soll“ muss jeder für sich selber entscheiden! Der Vorteil des OP-1 sind viele Verschiedene Syntheseformen unter einer Haube, alle sehr leicht bedienbar, aber nicht langweilig, oder gar immer wieder gleich klingend. Ausserdem kann man tatsächlich dieses Ding in eine Tasche stecken (notfalls eine größere Jackeninnentasche), rausgehen und (je nach Genre und Couleur) komplette Tracks aufnehmen, bei Bedarf einzelne Spuren daraus in den Rechner exportieren und (ebenfalls bei Bedarf) mit externen EQ’s, FX, etc. nachbearbeiten. Welches Analogschlachtschiff kann das?
          PS. womit die Kinder anderer Leute spielen, ist mir im Prinzip egal, Hauptsache es ist nichts gefährliches oder illegales.

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            filterfunk  

            Nun ja, so egal ist dass nicht.
            Schließlich ging es um die Frage der Zielgruppe für den OP-1, und da dieser unbestreitbar spielzeughaft erscheint, ist die Meinung der potentionellen Konsumenten durchaus interessant und angebracht.
            Ich habe übrigends nicht behauptet, dass ein Synth schwer und sperrig sein; und/ oder Analoge Tonerzeugung haben muss.
            Wie dem auch sei, da die Teilnehmer dieser Kommentar-Runde anscheinend nicht bereit sind, dieses Ding auch nur mal zu hinterfragen, ist es ziemlich sinnlos, an dieser Stelle weiter zu diskutieren.
            Euch trotzdem viel Spaß beim Mucke machen, denn darauf kommt es letzten Endes drauf an!
            Gure.

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              TobyB  RED

              Hallo Filterfunk,

              18 Kommentare sind nicht repräsentativ. 18 Kommentare spiegeln subjektiv die Meinung einzelner Leser wider. Einzelne wie ich haben sich durchaus mit dem Ding intensiv auseinandergesetzt, ich neige nicht dazu einfach mal 1000€ für ein Habenwill aus dem Fenster zu werfen. Und ich bin auch noch nicht dem „lass andere Leute die Arbeit machen“ anheim gefallen. Konstruktive und fundierte methodische Kritik meiner Gegenüber verstehe ich und nehme sie so nötig auch an, erlaube mir aber mein eigenes Urteil zu fällen, kann aber im Gegenzug soviel Größe erwarten, das wenn man etwas nicht verstehen will oder kann, Meinungen der Gegenüber zumindest toleriert. Du sagst es selbst am Ende kommt es auf die Mucke an. Gudde

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                filterfunk  

                Lieber Toby,
                danke für die Belehrung :-)
                Sei aber unbesorgt, denn für eine Moralpredigt gibt es nun wahrlich keinen Anlass.
                Wenn ich den Eindruck habe, dass eine differenzierte Diskussion nicht möglich ist, weil ein Produkt über den grünen Klee gejubelt wird, werde ich mich auch in Zukunft ausklinken.
                Daran ist nichts verwerfliches, oder gar untolerantes.
                Auf die Musikkkkkkkk!
                Gure.

                • Profilbild
                  TobyB  RED

                  Hallo Filterfunk,

                  das war keine Belehrung noch eine Kritik, es war allenfalls eine Bitte nach fundierter und methodischer Kritik. 19 Beiträge sind quantitativ nicht geeignet die Qualität von Etwas einzuordnen, das ist einfach Subjektiv. Zumal hier nur 3 Leute das OP 1 intensiver Einordnen und der Rest sich an Metakommunikation abarbeitet. Meinen Standpunkt hab ich nun hinreichend erläutert :-)

                  Grüße

                  • Profilbild
                    filterfunk  

                    Hallo Tobi,
                    dass jetzt als „Bitte“ zu deklarieren ist ziemlich unglaubwürdig.
                    Wenn Du Dir es erlaubst, auf diesen Weg Regeln über die Art und Weise von Kritik zu definieren, die hier „erwünscht“ ist, und meine Kommentare anhand dessen bewertest, solltest Du auch folgendes in Betracht ziehen:
                    – „fundiert“ und „methodisch“ dürfte –konsequenter Weise – nicht nur für kritische Äußerungen gelten, sondern für jegliches „Für und Wieder“
                    – In Folge dessen solltest Du den gesamten Meinungsausstausch bewerten, nicht nur kritische Äußerungen, inklusive Deiner Kommentare.
                    – wir kommunizieren hier mittels einer Kommentarfunktion in Anhang von Funktionstests. Dies ist kein Entwickler-Forum, oder der Nordkoreanische Propaganda-Chat.

                    • Profilbild
                      TobyB  RED

                      Hallo Filterfunk,

                      ich hab mal die Zeit genutzt, um zu arbeiten, ein bischen Musik zu machen und nen schönen Tag zu haben. Ich weiß nicht wie genau du mitgelesen hast, 22 Beiträge, entsprechen schlicht und ergreifen der Meinung der Personen die schreiben. Ob wir hier über eine Kommentarfunktion schreiben oder was auch immer ist irrelevant. Wir würdigen positiv wie negativ die Arbeit des Reporters. Und die hat er gut gemacht. Wenn dir das Gerät nicht passt steht es dir frei den Kopf zu benutzen und dir selber Gedanken zu machen einen Synthesizer deiner Wahl zu bauen. Alternativ kannst du natürlich auch in Schockstarre verharren und dir Gedanken machen, ob du Analog, Digital oder Samples möchtest. Ich denke schon das sich TE hier wirklich einen Kopf gemacht hat und ich denke auch das wir von TE noch viel sehen und hören werden.

    • Profilbild
      h.gerdes  AHU

      Dass der OP-1 so klein ist, finde ich super! Ein Studio für die Westentasche, und besser bedienbar als ein Plugin oder eine App. Die Lego-Schnitte ist halt ein Gimmick, ich würde eher MIDI-CC verwenden. Aber die anderen Accessoires (Crank, Bender) sind durchaus sinnvoll, auch wenn der Bender etwas hmmm provisorisch-bastelig anmutet… hier mal der Link zum TE-Accessory-Demovideo: http://www.....x64jq2-ujc

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    Filterpad  AHU

    Bekannt geworden ist das Teil hauptsächlich von der (inzwischen getrennten) DJ-Group „Swedish House Mafia“ und ihrem offiziellen Video zu dem Song „One“ – wo dieser kleine Synth wahrlich die Hauptrolle spielt. Dadurch kenne ich ihn jedenfalls. :)

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      TobyB  RED

      Hallo Filterfunk,

      ich kenne das Ding aus einer Fachzeitschrift für Industrie-Design ;-) Ein Synthie als Hauptakteur in einem Musikvideo, sehr innovativ ;-) Da waren andere vorher schon subtil innovativer. Solltest du mal wieder nach UK fahren, geh mal in einen Club in dem live Technicore/Chiptunes und Drum’n’Bass gegeben werden. Ich glaube du änderst deine Meinung über dieses Teil absolut. Zur Not folge einfach mal den Links von H.Gerdes. Das OP1 ist innovativ.

      Gudde

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        h.gerdes  AHU

        Jep, innovativ. Ein paar gute Ideen, und alles was man braucht aufs Wesentliche reduziert unter einer Haube vereint. Zudem kann man sehr effektiv damit arbeiten. Aber der OP hat halt nicht den Eindruckschind-Faktor eines Moog Voyager oä… er scheint die Gemeinde zu entzweien. Die einen wenden sich naserümpfend ab, die anderen haben einfach Spaß mit dem Ding ;-)

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          TobyB  RED

          Hallo H.Gerdes,

          die Gema ist halt ziemlich doof drauf, Gut das es Proxyserver im Netz gibt.
          Der Eindruckschindfaktor ist mir persönlich völlig uninteressant, bei technischen Geräten zählen die inneren Werte, das äusserliche, die Schnittstelle dient dazu das innere Wirken, dem Benutzer zu erschliessen. Daran gemessen macht der OP1 einen guten JOB. Jetzt wenden wir die die selbe Betrachtungsweise auf den Moog Voyager an. Der Eindruckschind-Faktor wird kleiner. Das eine Gerät ist so Barock wie das andere Postmodern ist. Was mir an dem Ding äusserlich gefällt ist die Klare Linie, fast wie bei Dieter Rahms gelernt, innerlich das ich eine total flexible Architektur habe, welche ich komplett ändern kann und ich auf einfacheweise über das Interface Zugriff auf die Parameter habe.
          Das ging der Synthie-Industrie ein paar Jahre ab, scheint aber wieder in Mode zu kommen. Insofern, Chapeau für diese kleine Firma aus Japan.

          • Profilbild
            h.gerdes  AHU

            Teenage Engineering ist eine schwedische Firma :-)
            Nun, bei einem Voyager ist das Interface imho auch gut. Negativbeispiele wären eher die 1-Dial-Workstations aus den 80/90ern… hunderte von Parametern, für die man erstmal eine Telefonnummer eintippen musste. Fand ich wirklich gruselig!

  4. Profilbild
    TobyB  RED

    Hallo Herr Gerdes,

    in dem Artikel werden die nach Japan verortet, wobei Schweden hätte man auf dem Zettel haben können. 1 Dial mag ich auch nicht wirklich, ich komme bei meiner Mc303 grade so damit klar und das nach 15 Jahren Übung. Manche Hersteller übertreiben es, da muss man bis zum letzten Haus in Südamerika Feuerland durchwählen, für Filter auf und zu.

  5. Profilbild
    Tolayon  

    Also bei mir hinterlässt dieses Teil widersprüchliche Eindrücke.
    Vom Optischen her und einigen Klängen ausgehend sind da natürlich erst einmal die Assoziationen mit frühen Casio-„Spielzeugen“, gepaart mit einem Hauch von Nintendo-Flair.

    Von der Bedienung und vom Anspruch her würde ich das Gerät dann wiederum mehr in die Richtung „Taschen-Fairlight“ einordnen, was keineswegs negativ gemeint ist.

    Im Großen und Ganzen weckt der OP-1 in mir aber keinen „Haben Wollen“-Reflex, zu „kindisch“ mit den kleinen bunten Knöpfen und dem „Mäuseklavier“ erscheint er mir und ich bin wohl auch altersmäßig nicht die primäre Zielgruppe für eine Firma, die sich „Teenage Engineering“ nennt.

    (Genauso wenig stehe ich übrigens auf riesige 70er-Jahre Boliden, es gibt genügend Raum zwischen diesen beiden Extremen.)

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