Test: Vox Continental 61, 73, Stagekeyboard

18. Oktober 2017

Wiedergeburt des Klassikers

Als wir vor einigen Wochen vom neuen Vox Continental Stagepiano erfuhren, war die Überraschung nicht nur bei uns groß. Damit hatte sicherlich keiner gerechnet. Nun ist das neue Keyboard aber da und wir durften eines der ersten Stagepianos testen. Ob und wie es sich für die Bühne eignet, erfahrt ihr in unserem Test.

Optisch ist das Vox Continental Stagepiano schon einmal ein Hingucker, das knall orangefarbene Gehäuse fällt sofort auf. Erhältlich ist das Stagepiano in zwei Größen, entweder mit 61 oder 73 Tasten, optional erhältlich ist ein passender Ständer. Funktional und technisch gibt es keine Unterschiede zwischen den beiden Modellen, die Preisdifferenz fällt mit genau 150,- Euro sehr moderat aus, da werden viele sicherlich gleich zum größeren Modell greifen.

Das Metallgehäuse des Vox Continental macht einen soliden Eindruck und ist sauber verarbeitet. Die orangefarbene Oberseite beherbergt alle Bedienelemente, die klar und sauber strukturiert den Einstieg erleichtern. Erster Blickpunkt sind die neun LED-Touchsensoren, mit denen man die digitalen Zugriegel steuern kann. Die Zugriegel funktionieren wie ein Touchscreen, d.h. Finger drauf, ziehen und der Regler bewegt sich. Im Gegensatz zum Smartphone/Tablet ist die Fläche allerdings geriffelt. Das System funktioniert außerordentlich gut, auch zielgenaues Springen an eine bestimmte Position ist möglich.

Darunter befinden sich die Scene Taster, mit Hilfe derer man bis zu 16 Settings aufrufen kann, angeordnet sind diese in vier Bänken à vier Speicherplätzen. Sind diese voll, lassen sie sich über USB exportieren. Gleichzeitig verfügbar sind somit aber stets nur die 16 internen. Rechts der Scene Taster befinden sich die vier Selektionstaster für Orgel, E-Piano, Piano und Key/Layer.

Damit wäre auch geklärt, dass das Vox Continental Stagepiano vier Soundsektionen bietet und damit alle Hauptsounds für den Bühneneinsatz liefern kann. Hinter dem Kürzel Key/Layer Part verbergen sich übrigens alle restlichen Sounds wie Brass, Strings, Lead-/Pad-Synthesizer Sounds etc.

Jede Soundkategorie verfügt über ihr eigenes numerisches Display, in der die Nummer der Soundvariation angezeigt wird, über einen Wahlschalter lassen sich die Soundtypen auswählen, also beispielsweise Tine, Reed und FM bei den E-Pianos oder Grand, Upright und E-Grand bei den Pianos. Wer die Nord Keyboards kennt, wird sich an dieser Stelle an die gleiche Vorgehensweise beim Sound aufrufen erinnern, denn dort funktioniert das auf die gleiche Art und Weise. Nimmt man alle Soundtypen und Variationen zusammen, kommt man auf 150 Preset-Sounds.

Die restlichen Bedienelemente des Vox Continental Stagepianos beziehen sich auf die integrierte Effektsektion und die Möglichkeit, die interne Nutube 6P1 Röhre in den Soundweg einzuschleifen. Ebenso gibt es zwei Taster für Transposition/Oktavierung, einen Lautstärkeregler sowie einen Pitchbend-Regler, der je nach Soundsektion unterschiedliche Parameter steuert. Bei Nutzung zusammen mit der Orgelsektion kann man hierüber die Geschwindigkeit des Rotary-Effekts steuern, bei den E-Pianos kann man hierüber den Tremolo-Effekt an- und ausschalten, bei Key/Layer fungiert er wie gewohnt als Pitchbend-Rad.

Der erste Eindruck fällt außerordentlich positiv aus, denn neben der guten Verarbeitung und der klaren Strukturierung gefällt das Vox Continental durch viele kleine Details, wie beispielsweise das Metallgitter, hinter der die Röhre durchschimmert oder das Vox British Spirit Emblem.

Anschlüsse und Tastatur

Bei den Anschlüssen zeigt sich das Vox Continental außerordentlich kontaktfreudig. Symmetrische XLR-Ausgänge samt Ground-Lift-Schalter bietet es genauso wie UNSYMMETRISCHE Klinkenbuchsen. Drei Pedale (Control, Damper, Rotor Speed) lassen sich am Keyboard betreiben, zum Lieferumfang gehört auch gleich das passende Expressionpedal. Ein Kopfhöreranschluss, ein MIDI-Duo sowie zwei USB-Ports, einer zum Anschluss eines Speichermediums, der andere zur Verbindung mit einem Computer, runden das Ganze ab. So praxisgerecht und bühnentauglich die XLR-Anschlüsse auch sind, beim Netzteil setzt man leider auf ein externes, schade. Das hätte ansonsten die volle Punktzahl gegeben.

Neben dem bereits erwähnten Expressionpedal gehört ein mehrsprachiges Handbuch zum Lieferumfang, auch das zum Betrieb notwendige Netzteil wird natürlich mitgeliefert.

Die Tastatur des Vox Continental ist anschlagsdynamisch, Aftertouch wird nicht geboten. Der Anschlag ist sehr leichtgängig, für meinen Geschmack und mit dem Wissen, dass es sich natürlich um eine Waterfall-Tastatur handelt, etwas zu leicht. Die Anschlagsstärke der Tastatur lässt sich über den Dynamics-Regler einstellen, beispielsweise um bei Piano-Sounds etwas mehr Anschlagskraft zu erfordern.

Praxis

Das Vox Continental ist so aufgebaut, dass man zunächst eine der vier Soundkategorien wählt, diese ist dann aktiv, über die Variationstasten lassen sich die verschiedenen Presets durchsteppen. Welche Variation aktiv ist, wird im numerischen Display angezeigt, Soundnamen kann das Vox Keyboard entsprechend nicht anzeigen.

Jede Soundsektion verfügt über einen eigenen Lautstärkeregler samt LED-Ring, das lässt sich alles sehr schnell einstellen. Drückt man zwei Soundkategorie-Tasten gleichzeitig, erzeugt man einen Layer, d.h. beide aktiven Sounds werden gleichzeitig über die Tastatur gespielt. Splits, d.h. beispielsweise unten Bass oben Orgel, funktioniert beim Vox Continental nicht. Ein klares Manko, denn wenn man schon alle Brot-und-Butter-Sounds bietet, müsste man diese auch splitten können. Hinzu kommt, dass intern nur 16 Scenes/Registrierungen gespeichert werden können, für eine vollumfängliche Bühnenshow nicht sonderlich viel.

Eine Ausnahme bilden zwei der drei möglichen Orgelmodelle: CX-3 und VOX. Diese lassen sich in zwei Manuale splitten. Entweder intern auf der Tastatur des Vox Continental oder man schließt über MIDI ein externes Keyboard an, dies kann dann den LOWER-Part übernehmen, der UPPER-Part wird stets über die interne Tastatur gespielt. Da die neun Touchsensoren stets nur eine Registrierung anzeigen können, lässt sich die Anzeige per Lower/Upper-Taster umschalten.

Alternativ kann man auf den Touchsensoren auch Parameter des Key/Layer-Parts anzeigen lassen, editieren lassen sich dann die folgenden Parameter.

Zu guter Letzt lässt sich auch der grafische 9-Band Equalizer anzeigen und steuern.

Sound

Das Vox Continental Stagekeyboard bietet insgesamt drei Orgelmodelle: CX-3, VOX und Compact, eine Pfeifenorgel mit verschiedenen festen Settings ist über die Key/Layer-Abteilung aufrufbar. Dabei modelliert CX-3 die gleichnamige Combo-Orgel von Korg, der „Hammond-Klon“, der Ende der 70er Jahre auf den Markt kam. Das VOX-Modell empfindet den Namensgeber des Vox Continental Stagekeyboard nach, erhältlich war diese ab den 60er Jahren. Zum Compact-Modell bietet der Hersteller nur wenige Informationen, es wird lediglich mit den Worten „…die Compact Engine erweckt jedes Detail einer weiteren beliebten Transistororgel der gleichen Ära zu neuem Leben“ – es handelt sich also wohl um eine Farfisa Orgel bzw. deren Compact Reihe.

Als zusätzliche Klangvariationen bietet das Modell CX-3 die Möglichkeit, durch Hinzuschaltung von Percussion dem Sound einen knackigen Attack zu verleihen. Die gleiche Taste aktiviert beim Modell Compact einen Multi-Tone-Booster. Hierdurch werden die Register deaktiviert bzw. auf ein festes Setting umgeschaltet – einfach DER Farfisa Sound.

Bei allen drei Modellen gibt es dazu die Möglichkeit, Vibrato/Chorus hinzuzufügen und einen Rotary-Effekt zu aktivieren. Über den Pitchbend-Hebel lässt sich zwischen den Einstellungen Slow und Fast umschalten. Detailliertere Einstellungen, beispielsweise zur Umschaltgeschwindigkeit, Soundeinstellungen etc. gibt es leider nicht, auch gibt VOX keine Informationen zum nachgebildeten Leslie.

Durch die drei Orgelmodelle bietet das Vox Continental Stagekeyboard einen großen Klangumfang. Registereinstellungen sind dank der LED-Touch-Zugriegel schnell erledigt. Klanglich bietet das Vox Keyboard eine sehr gute Basis, die Simulationen kommen den Originalen recht nahe und passen sich vor allem im Bandkontext sehr gut ein. Über die SoundCloud-Playlist von Vox bekommt man einen Eindruck was damit möglich ist. Ein paar Defizite sehe ich beim Vox Continental dann aber doch, denn mit jeweils nur einer Percussion und Vibrato/Chorus Einstellung kann man heutzutage keinen Blumentopf mehr gewinnen. Nicht knarzig genug erscheinen mir bei der Vox einige Einstellungen, aber das ist wahrscheinlich Geschmackssache. Auch ist mir persönlich der Rotary-Effekt zu nett und irgendwie zu „digital“.

Dagegen sehe ich das Vox Continental im Bereich der Pianos und E-Pianos vor einem Nord Electro, auch die „zusätzlichen Sounds“ bieten nach meinem Geschmack eine bessere Basis als der Nord Electro es bietet. Gerade für die Bühne ist das natürlich ein gutes Argument für das Vox.

Einen klaren Pluspunkt bekommt das Vox Continental Keyboard allerdings für die integrierte Röhre, diese lässt den Sound der Orgeln schön anzerren, die totale Verzerrung ist dann mit dem Drive-Effekt aus der Effektabteilung möglich, sehr schön.

Hier versteckt sich die integrierte Röhre

Neben den Orgelsounds bietet das Vox Continental grundsolide Pianos und E-Pianos, die dank des großen Fundus viel abdecken können. Während die Piano-Sounds mit ihren sechs Variationen vor allem für den Jazz-, Rock- und Pop-Bereich geeignet sind, bieten die E-Pianos ein paar wirklich schöne Ausreißer nach oben. Schön knarzig kommen die elektrischen Pendants rüber, sie lassen sich dazu sehr dynamisch spielen. In Schulnoten ausgedrückt würde ich dem Vox für diesen Bereich eine Eins geben.

Bei den Key/Layer-Sounds gibt es ebenfalls ein paar Highlights. Beispielsweise spielt die Brass-Section bei längeren Tönen automatisch ein kleines Crescendo, die Lead-Sounds lassen sich über die Touchsensoren modulieren, da kann man schon einiges mit anstellen.

Effekte

Das Vox Continental bietet die drei Effektblöcke Reverb, Delay, einen Multieffekt sowie den bereits erwähnten grafischen 9-Band-Equalizer. Reverb und Delay lassen sich separat aktivieren und in der Intensität regeln. Zwar gibt es keine Möglichkeit, die Parameter der beiden Effekte einzustellen, über die Tap-Tempo-Taste lässt sich allerdings das Tempo des Delays justieren. Der Multieffektblock bietet sechs Effekte: Chorus, Flanger, Phaser, Compressor, Drive und Wah Wah. Auch hier lässt sich nichts einstellen, lediglich die Intensität wird per Poti festgelegt. Qualitativ sind die Effekte auf einem sehr hohen Niveau, da gibt es nichts zu bemängeln.

YT-Video

Ein hübsch gemachtes YT-Video gibt es vom Hersteller inzwischern auch schon:

Fazit

Mit dem Vox Continental Stagekeyboard greift der Hersteller Vox das Konzept der aus den 60er Jahren bekannte Transistororgel wieder auf. Dem Stagekeyboard wurden einige sehr gute Sounds und nützliche Funktionen mit auf den Weg gegeben und sollten die Bühne zum kochen bringen. Ein wenig Kritik bleibt in Form von symmetrischen XLR-Anschlüssen einem externem Netzteil, und den fehlenden Tastatursplit-Möglichkeiten.

Dafür bietet es mit über 10 GB an Soundmaterial eine tolle Basis für den Einsatz auf der Bühne. Das Vox Continental Keyboard bietet somit alle klassischen Sounds für die Bühne inklusive Percussion, Multi Tone Booster, Vibrato/Chorus und Rotary für  enorm viele Klangvariationen für die Orgel. Lobenswert ist der direkte Zugriff auf nahezu alle Parameter, Menü Diving gibt es beim Vox Continental einfach nicht. Daher ist es der ideale Partner für Sessions oder Bands, bei denen gejammt und improvisiert wird.

Plus

  • vielfältige Sounds
  • integrierte Röhre
  • LED Touchsensoren
  • Effekte, EQ

Minus

  • keine Splits möglich
  • externes Netzteil
  • zu wenig Percussion, Vibrato/Chorus Settings

Preis

  • Ladenpreis:
  • Vox Continental 61: 1.999,- Euro
  • Vox Continental 73: 2.149,- Euro
Klangbeispiele
Forum
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    Wellenstrom  AHU

    Hmmm, vielleicht bin ja altmodisch. Aber so’ne kleine, „echte“, intuitiv bedienbare Zugriegelsektion hätte dem Dingen schon ganz gut zu Gesicht gestanden.

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      AMAZONA Archiv

      Dachte ich mir auch, warum bitte keine Zugriegel? Roland hat das besser im Programm. Damit ist das Ding schon mal erledigt.

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      Everpure  

      Ich finde das spannend: Beim Nord Electro 5 habe ich mir schon gedacht „wie schade, ich fand die Variante ohne Zugriegel viel praktischer“ Aber ich komme auch weder vom traditionellen Orgelspiel noch vom Klavier. Für mich sind das eben Performance Elemente, wie auch Pitchbend oder Modwheel (die ich übrigens auch als neumodische Touchstrips bevorzuge).

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    Organist007  

    Ich hätte lieber einen reinen farfisa compact clone gesehen, mit allem drum und dran sowie eingebautem binson echorec- clone, um frühe pink floyd nachspielen zu können ;-)

    Apropos: wann kommt endlich der binson nachbau von T Rex ?

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    Synthie-Fire  AHU

    … keine Splits finde ich echt merkwürdig … schade finde ich schon irgendwie wichtig…
    Dafür gefällt mir die Radio-Orgel.Aber die ist sicher Geschmacksache ;-)

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    gaffer  AHU

    Ich finde es einfach nicht in Ordnung, dass ein 2000€ Gerät keine Wheels hat, von Aftertouch ganz zu schweigen. Ich weiss, es ist eine Orgel bzw. Piano, aber die 76er Version liesse sich gut als Haupt- oder einziges Keyboard in einem Live Setup einsetzen. Zwei Wheels sind ja nun wirklich kein Kostenfaktor und würden das Instrument deutlich aufwerten. Gilt übrigens für die E-Pianos genau so, z.B. den Roten aus dem Norden

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    iggy_pop  AHU

    Macht die Anschaffung eines solchen Gerätes wirklich Sinn, wenn es schon einschlägig bekannte und etablierte Geräte von Clavia/Nord gibt?
    .
    ’ne Menge Kohle für eine Simulation, die einem vorgaukelt, man sei Dave Clark oder dergleichen, aber was soll’s — ich habe schließlich auch ein Memotron, was in eine ähnliche Kerbe haut. Das muß man halt wollen.

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      Everpure  

      Naja – erstmal ist größere Auswahl meiner Meinung nach immer besser. Aber hier hat es sicherlich auch mit dem Haben-wollen-Faktor durch den „Vox Continental“ Namen zu tun. Ob der Sound und Preis und die Features Sinn ergeben, wenn man das Produkt mit zB. Nord Stage oder Electro vergleicht? Keine Ahnung. Ich würde zum Nord greifen, allein schon wegen des Designs. Aber wie du schon schreibst: Man muss das auch wollen.

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        iggy_pop  AHU

        Wenn das SV-1 in die Kerbe schlägt, irgendwie wie ein klassisches Gerät aus den 70ern aussehen zu wollen, frage ich mich, wieso die Continental nicht näher am Originaldesign ist — die CX/BX-3 sieht doch auch unverkennbar wie ein Hammond-inspiriertes Instrument aus.
        Das Auge isst doch schließlich mit, irgendwie.

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      hejasa  

      Ich hatte zur hohen Zeit der Hammonds in den 90-igern eine Vox Supercontinental im Besitz, weil ich mir eine Hammond nicht leisten konnte. Schade, habe sie später verkauft und vermisse sie heute. Ersetzt ist ihr Klang durch Arturia und Kronos. Was soll ich also jetzt mit diesem Clone anfangen, außer dass sie chic aussieht, Gefühle von früher weckt, aber zum angegeben VK viel zu teuer gehandelt wird.

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    dr noetigenfallz  

    Vox ist doch mittlerweile im Besitz von Korg, oder?
    D.h. Korg wollte ´ne neue Serie rausbringen, um Nord Konkurrenz zu machen und hat dann mal was neues ausprobiert – sprich: Vox statt Korg drauf geschrieben.Weil es den „Haben-will-Faktor“ erhöht oder einfach, weil sie´s können. Oder sehe ich das falsch?

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    Son of MooG  AHU

    Ob man mit dieser Orgel dem Vorbild näher kommt als mit einem Nord Electro sei mal dahingestellt. Neben den hervorragenden Orgel-Modellen war für mich auch die große Sample-Library von Nord kaufentscheidend für meinen E4D. Da sind die Schweden der Konkurrenz deutlich voraus. Interessant finde ich aber, dass Vox die CX-3 „Korgel“ simuliert, die ja schon selbst eine Simulation der B-3 war…

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    gutomi  

    meine persönliche Nord-Vox Wertung
    A-pianos: Gleichstand
    E-piano: klarer Vorteil Vox (Kronos)
    Orgel: wahrscheinlich Nord
    Effekte: wahrscheinlich Gleichstand wobei Korg hier Kronospotential leider weder in der VOX noch beim Grandstage voll nutzt.
    Samples: wohl eher Vox, da Multilayer

    Was mich bei solchen Test stets stört ist, dass die Möglichkeiten des Soundverbiegens während des Spiels kaum angesprochen und als Hörbeispiel ausgereizt werden. Hörbeispiele der reinen Sounds gibt es doch beim Hersteller massenweise auf der Homepage.

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    swissdoc  RED

    Ich verstehe nicht so recht, warum die Überraschung so gross war. Korg hat dieses Ding schon länger als Dummy auf der NAMM und der Musikmesse gezeigt. Dass es nun allerdings als me-to Produkt mit „von allem etwas“ daherkommt, finde ich schade. Man macht sich noch nicht mal die Mühe, die Orgelmodelle genauer zu erklären, oder gar, mit wie viel Liebe zum Detail da gearbeitet wurde. Bei den Demos von Korg wird die VOX Orgel ein paar Sekunden angespielt, dann aber das Klavier und die Layer-Sounds minutenlang abgefeiert. Das Design ist auch etwas daneben und was eine Röhre an einer Transistororgel soll? Wenn ich so eine roten Rochen wollte, ich würde weiter ein Original suchen, anstatt dieses Ding zu kaufen.

    Gut, dass ich eine GEM Imperial II Combo Organ schon im Keller stehen habe…

    • Profilbild
      Organist007  

      gestern angetestet- schwer enttaeuscht. ausser der optik nicht gut. EQ rauscht dermassen, zerre klingt digital, usw.
      EP’s ganz nett (siehe Sv1), alles in allem ist der Nord electro deutlich besser.
      ausserdem hab ich eine yamaha yc20 original und eine farfisa compact (leider noch beim synthdoktor).

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    falconi  RED

    …übrigens keine „Röhre“, sondern eine eigens beleuchtete „Nutube“.

    Sachen gibt’s… ;)

  11. Profilbild
    falconi  RED

    Ich vermute, es handelt sich um ein Produkt aus der Entwicklungsabteilung von KORG, das in einer KORG-Fab gefertigt wird, der Belebung der Marke VOX dienen und im Segment der NORD-Keyboards wildern soll, in dem man sich höhere Verkaufserlöse und mehr europhile Kunden verspricht als mit Produkten, die unter dem Namen der Dachmarke vertrieben werden (…vor allem der SV1).

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