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Test: Vox Continental 61, 73, Stagekeyboard


Wiedergeburt des Klassikers

Als wir vor einigen Wochen vom neuen Vox Continental Stagepiano erfuhren, war die Überraschung nicht nur bei uns groß. Damit hatte sicherlich keiner gerechnet. Nun ist das neue Keyboard aber da und wir durften eines der ersten Stagepianos testen. Ob und wie es sich für die Bühne eignet, erfahrt ihr in unserem Test.

Optisch ist das Vox Continental Stagepiano schon einmal ein Hingucker, das knall orangefarbene Gehäuse fällt sofort auf. Erhältlich ist das Stagepiano in zwei Größen, entweder mit 61 oder 73 Tasten, optional erhältlich ist ein passender Ständer. Funktional und technisch gibt es keine Unterschiede zwischen den beiden Modellen, die Preisdifferenz fällt mit genau 150,- Euro sehr moderat aus, da werden viele sicherlich gleich zum größeren Modell greifen.

Das Metallgehäuse des Vox Continental macht einen soliden Eindruck und ist sauber verarbeitet. Die orangefarbene Oberseite beherbergt alle Bedienelemente, die klar und sauber strukturiert den Einstieg erleichtern. Erster Blickpunkt sind die neun LED-Touchsensoren, mit denen man die digitalen Zugriegel steuern kann. Die Zugriegel funktionieren wie ein Touchscreen, d.h. Finger drauf, ziehen und der Regler bewegt sich. Im Gegensatz zum Smartphone/Tablet ist die Fläche allerdings geriffelt. Das System funktioniert außerordentlich gut, auch zielgenaues Springen an eine bestimmte Position ist möglich.

Darunter befinden sich die Scene Taster, mit Hilfe derer man bis zu 16 Settings aufrufen kann, angeordnet sind diese in vier Bänken à vier Speicherplätzen. Sind diese voll, lassen sie sich über USB exportieren. Gleichzeitig verfügbar sind somit aber stets nur die 16 internen. Rechts der Scene Taster befinden sich die vier Selektionstaster für Orgel, E-Piano, Piano und Key/Layer.

Damit wäre auch geklärt, dass das Vox Continental Stagepiano vier Soundsektionen bietet und damit alle Hauptsounds für den Bühneneinsatz liefern kann. Hinter dem Kürzel Key/Layer Part verbergen sich übrigens alle restlichen Sounds wie Brass, Strings, Lead-/Pad-Synthesizer Sounds etc.

Jede Soundkategorie verfügt über ihr eigenes numerisches Display, in der die Nummer der Soundvariation angezeigt wird, über einen Wahlschalter lassen sich die Soundtypen auswählen, also beispielsweise Tine, Reed und FM bei den E-Pianos oder Grand, Upright und E-Grand bei den Pianos. Wer die Nord Keyboards kennt, wird sich an dieser Stelle an die gleiche Vorgehensweise beim Sound aufrufen erinnern, denn dort funktioniert das auf die gleiche Art und Weise. Nimmt man alle Soundtypen und Variationen zusammen, kommt man auf 150 Preset-Sounds.

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Klangbeispiele

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    Wellenstrom AHU

    Hmmm, vielleicht bin ja altmodisch. Aber so’ne kleine, „echte“, intuitiv bedienbare Zugriegelsektion hätte dem Dingen schon ganz gut zu Gesicht gestanden.

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      amazonaman AHU

      Dachte ich mir auch, warum bitte keine Zugriegel? Roland hat das besser im Programm. Damit ist das Ding schon mal erledigt.

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      Everpure ••

      Ich finde das spannend: Beim Nord Electro 5 habe ich mir schon gedacht „wie schade, ich fand die Variante ohne Zugriegel viel praktischer“ Aber ich komme auch weder vom traditionellen Orgelspiel noch vom Klavier. Für mich sind das eben Performance Elemente, wie auch Pitchbend oder Modwheel (die ich übrigens auch als neumodische Touchstrips bevorzuge).

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    Organist007 •••

    Ich hätte lieber einen reinen farfisa compact clone gesehen, mit allem drum und dran sowie eingebautem binson echorec- clone, um frühe pink floyd nachspielen zu können ;-)

    Apropos: wann kommt endlich der binson nachbau von T Rex ?

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    Synthie-Fire AHU

    … keine Splits finde ich echt merkwürdig … schade finde ich schon irgendwie wichtig…
    Dafür gefällt mir die Radio-Orgel.Aber die ist sicher Geschmacksache ;-)

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    gaffer AHU

    Ich finde es einfach nicht in Ordnung, dass ein 2000€ Gerät keine Wheels hat, von Aftertouch ganz zu schweigen. Ich weiss, es ist eine Orgel bzw. Piano, aber die 76er Version liesse sich gut als Haupt- oder einziges Keyboard in einem Live Setup einsetzen. Zwei Wheels sind ja nun wirklich kein Kostenfaktor und würden das Instrument deutlich aufwerten. Gilt übrigens für die E-Pianos genau so, z.B. den Roten aus dem Norden

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    iggy_pop AHU

    Macht die Anschaffung eines solchen Gerätes wirklich Sinn, wenn es schon einschlägig bekannte und etablierte Geräte von Clavia/Nord gibt?
    .
    ’ne Menge Kohle für eine Simulation, die einem vorgaukelt, man sei Dave Clark oder dergleichen, aber was soll’s — ich habe schließlich auch ein Memotron, was in eine ähnliche Kerbe haut. Das muß man halt wollen.

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      Everpure ••

      Naja – erstmal ist größere Auswahl meiner Meinung nach immer besser. Aber hier hat es sicherlich auch mit dem Haben-wollen-Faktor durch den „Vox Continental“ Namen zu tun. Ob der Sound und Preis und die Features Sinn ergeben, wenn man das Produkt mit zB. Nord Stage oder Electro vergleicht? Keine Ahnung. Ich würde zum Nord greifen, allein schon wegen des Designs. Aber wie du schon schreibst: Man muss das auch wollen.

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        iggy_pop AHU

        Wenn das SV-1 in die Kerbe schlägt, irgendwie wie ein klassisches Gerät aus den 70ern aussehen zu wollen, frage ich mich, wieso die Continental nicht näher am Originaldesign ist — die CX/BX-3 sieht doch auch unverkennbar wie ein Hammond-inspiriertes Instrument aus.
        Das Auge isst doch schließlich mit, irgendwie.

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    dr noetigenfallz

    Vox ist doch mittlerweile im Besitz von Korg, oder?
    D.h. Korg wollte ´ne neue Serie rausbringen, um Nord Konkurrenz zu machen und hat dann mal was neues ausprobiert – sprich: Vox statt Korg drauf geschrieben.Weil es den „Haben-will-Faktor“ erhöht oder einfach, weil sie´s können. Oder sehe ich das falsch?

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    Son of MooG AHU

    Ob man mit dieser Orgel dem Vorbild näher kommt als mit einem Nord Electro sei mal dahingestellt. Neben den hervorragenden Orgel-Modellen war für mich auch die große Sample-Library von Nord kaufentscheidend für meinen E4D. Da sind die Schweden der Konkurrenz deutlich voraus. Interessant finde ich aber, dass Vox die CX-3 „Korgel“ simuliert, die ja schon selbst eine Simulation der B-3 war…

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    gutomi

    meine persönliche Nord-Vox Wertung
    A-pianos: Gleichstand
    E-piano: klarer Vorteil Vox (Kronos)
    Orgel: wahrscheinlich Nord
    Effekte: wahrscheinlich Gleichstand wobei Korg hier Kronospotential leider weder in der VOX noch beim Grandstage voll nutzt.
    Samples: wohl eher Vox, da Multilayer

    Was mich bei solchen Test stets stört ist, dass die Möglichkeiten des Soundverbiegens während des Spiels kaum angesprochen und als Hörbeispiel ausgereizt werden. Hörbeispiele der reinen Sounds gibt es doch beim Hersteller massenweise auf der Homepage.

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    swissdoc RED

    Ich verstehe nicht so recht, warum die Überraschung so gross war. Korg hat dieses Ding schon länger als Dummy auf der NAMM und der Musikmesse gezeigt. Dass es nun allerdings als me-to Produkt mit „von allem etwas“ daherkommt, finde ich schade. Man macht sich noch nicht mal die Mühe, die Orgelmodelle genauer zu erklären, oder gar, mit wie viel Liebe zum Detail da gearbeitet wurde. Bei den Demos von Korg wird die VOX Orgel ein paar Sekunden angespielt, dann aber das Klavier und die Layer-Sounds minutenlang abgefeiert. Das Design ist auch etwas daneben und was eine Röhre an einer Transistororgel soll? Wenn ich so eine roten Rochen wollte, ich würde weiter ein Original suchen, anstatt dieses Ding zu kaufen.

    Gut, dass ich eine GEM Imperial II Combo Organ schon im Keller stehen habe…

  10. Profilbild
    falconi RED

    …übrigens keine „Röhre“, sondern eine eigens beleuchtete „Nutube“.

    Sachen gibt’s… ;)

  11. Profilbild
    falconi RED

    Ich vermute, es handelt sich um ein Produkt aus der Entwicklungsabteilung von KORG, das in einer KORG-Fab gefertigt wird, der Belebung der Marke VOX dienen und im Segment der NORD-Keyboards wildern soll, in dem man sich höhere Verkaufserlöse und mehr europhile Kunden verspricht als mit Produkten, die unter dem Namen der Dachmarke vertrieben werden (…vor allem der SV1).

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Vox Continental

Bewertung: 4 Sterne Bewertung des Autors
Leserbewertung: 5
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