AMAZONA.de

Workshop: Behringer DeepMind 12, Sync Leads


Get in Sync

Brandneu und schon auf der Werkbank für den ersten Workshop: Behringer DeepMind12 Sync-Leads. Der Workshop gilt selbstverständlich auch für die tastaturlose Desktop-version des DeepMind 12.

In diesem Workshop möchte ich die Facette des „Keyboarders Synth“ beleuchten. Es geht also nicht um abgefahrene Flächen oder weitgehend elektroide Klänge, sondern um den Einsatz des DeepMind12 im Bandkontext. Natürlich gelten die hier angestellten Überlegungen auch für andere Synths: Hard-, Soft-, Virtuell- oder Analog-Synths – vorausgesetzt, diese verfügen über eine vergleichbare Synthesestruktur. Dabei wird zum einen auf spezifische Eigenheiten des DeepMind12 eingegangen, und zum anderen Generelles zum Programmieren von Sounds angesprochen.

Alle Lead-Sounds und deren Zwischenprodukte gibt es am Ende des Artikels als Sysex-Datei zum Herunterladen, damit man den Workshop nachvollziehen kann. Vorsicht ist dabei geboten, beim Hochladen auf den Synth keine eigenen Sounds zu überschreiben. Denn die Patch-Struktur des DeepMind12 weist den Patches immer dieselben Speicherplätze zu. Ein exportierter Patch, der auf H-1 lag, wird auch immer auf H-1 zurückgeladen.

Was bietet der DeepMind12 noch mal? Hier möchte ich ausdrücklich auf den Testbericht von Moogulator verweisen. Entscheidend für diesen Workshop ist neben dem obligatorischen Filter und den Hüllkurven vor allem die Modulationsmatrix und das Vorhandensein von zwei Oszillatoren, von denen sich einer hardsyncen lässt. Die Effekte, die ja einen (leider zu) großen Teil der Factory Bank ausmachen, habe ich nur sparsam eingesetzt. Mal ein wenig Hall hier oder etwas Rotary Speaker dort. Es gibt allerdings auch Leads, die nur mit bestimmten FX funktionieren – wie etwa Amp-Simulation.

Bevor wir beginnen

Der Behringer DeepMind12 bietet, bis auf die berüchtigten Hüllkurven, alle Parameter auf der Oberfläche an. Für die Bedienung muss man sich grundsätzlich die Frage stellen: Sollen die Werte der Fader direkt übernommen werden oder erst, wenn der Fader den entsprechenden Wert durchfährt – die Rede ist von Parameter-Jump oder -PassThru. Bewegt man einen Fader, wird dessen Wert im Display angezeigt. Ist der dargestellte Fader schwarz, so hat man den gespeicherten Wert erreicht.

Der Pfeil zeigt die Richtung des gespeicherten Parameters an

Ansonsten zeigen Pfeile an, in welcher Richtung der gespeicherte Wert zu erreichen ist. Die gewünschte Einstellung nimmt man im Global-Menü unter der Rubrik Panel-Setting vor, zu der man durch wiederholtes Drücken auf den Global-Taster unterhalb des Displays gelangt. Diese Rubrik beherbergt den Menüpunkt FADER-MODE, der die Optionen Jump und Pass-Thru bietet (DeepMind12 Manual ENG, S. 29, Kap. 7.2.14).

1 2 3 4 5 6 7 >

Klangbeispiele

  1. Profilbild
  2. Profilbild
    Son of MooG AHU

    Schon etwas merkwürdig, dem ersten Workshop des polyphonen DM12 einen monophonen Leadsound zu widmen, aber andererseits – why not?
    Die Vorgehensweise, erst die ModMatrix zu füllen, bevor man die direkten Mod-Wege nutzt, birgt die Gefahr, die ModMatrix mit Bread&Butter-Modulationen zu verbrauchen und dann keine freien Slots mehr für abgefahrenere Sachen zu haben. Daher mache ich es genau umgekehrt. Ansonsten ist der Workshop eine nette Inspirationshilfe…

    • Profilbild
      Tyrell RED

      haha…ist uns gar nicht aufgefallen. Aber du hast schon recht. Auf der anderen Seite ist ein Sync-Lead natürlich immer eine ganz besondere Herausforderung für einen Analogen. Hab so manch einen Analogen der wirklich toll klingt, z.B. dem pro-One in Sachen Sync-Lead aber nicht annähernd das Wasser reichen kann.

    • Profilbild
      TobyB RED

      Hallo Son of Moog,

      Pad Sounds kann jeder ;-) Ich finde Sync Sounds sind mit die Königsklasse, neben besagten Pads. Und ich habe auch meine Schwierigkeiten diese zu erstellen. Und insofern finde ich das gut hier :-)

      • Profilbild
        Son of MooG AHU

        Nichts dagegen einzuwenden, höchstens einzuschränken: Pads und Soundscapes glaubt vielleicht jeder zu können – solche Klänge jedoch lebendig zu gestalten, erfordert schon etwas Können. Sync-Sounds baue ich mittlerweile am liebsten auf meinem neuen Sub37…

        • Profilbild
          TobyB RED

          Hallo SoM,

          wobei Padsounds auch vom Spiel leben, bzw. wie du sie modulierst oder veränderst. Ich entdecke grade Syncsounds am KARP Oddy, find ich richtig klasse :-) Ich hab nur Moog Mother 32, ich bin mir noch nicht sicher ob ich noch einen Moog kaufe. Wobei den Sound kann man schon gebrauchen. Was auch für den DM 12 gilt.

          • Profilbild
            Son of MooG AHU

            Ganz recht, solche Klänge erfordern ständige, wenn auch subtile, Veränderung und nach 15min hat man einen komplett anderen Sound. Ich experimentiere aufgrund des Workshops z.Z. mit polyphonen Sync-Sounds auf dem DM12…
            Zum Thema Moog merke ich langsam: hast du einen, brauchst du noch einen. Zusammen mit deinem KARP ergäbe das schon ein mächtiges Sound-Bündel…

  3. Profilbild
    olduser

    Das ist mal eine tolle Behringer Werbung; ich fand den Synth nach 2 Stunden irgendwie nur schrecklich, aber der Workshop beweist das Gegenteil, kommt drauf an was man draus macht. Bitte mal weitermachen dann kaufe ich mir einen;-)

    • Profilbild
      Son of MooG AHU

      Das trifft doch fast auf jeden Synth zu; allen lassen sich auch wirklich fürchterliche Klänge entlocken. Allein dem Juno-6 gelang das nicht, der klang immer „schön“, wobei der DM12 dieser Richtung folgt. Ich habe den Kauf nicht bereut, ganz im Gegenteil. Meine einzigen Minuspunkte sind die etwas kürzeren Fader-Wege (Vgl. Juno-6), der etwas umständlicher zu bedienende Arpeggiator und fehlende Beschriftung der Anschlüsse auf der Oberseite. An der Verarbeitung finde ich nichts auszusetzen; auch der erwähnte „Auto-Radio“-Encoder fiel mir nicht negativ auf…

      • Profilbild
        Thomas Columbo •••

        Das war vielleicht früher so, heute wissen die Firmen schon, dass Werkspresets so was wie ne Visitenkarte sind. Die DSI Teile haben durchweg sehr gute Werkssounds, Moog auch, das liegt aber auch daran, dass diese Firmen ein Top Standing in der Szene haben und damit leicht Zugriff auf gute Soundprogrammierer. Behringer hat weder ein solches Standing und ich denke, dass Uli B. in der ihm eigenen Sparsamkeit auch nix in gute Werkpresets investiert hat.

  4. Profilbild
    iggy_pop AHU

    Warum muß VCO-Sync immer monophon sein? Im Sinne von „Böauw-böauw-böauw-böauw, und am besten immer voll mit der Hüllkurve drauf.“ Das haben die Cars schon mit Preset 32 vom Prophet 5 bis zur Unkenntlichkeit überstrapaziert.
    Ich weiß nicht, woran es liegt (vielleicht an fast 30 Jahren Moog Prodigy?), aber überzeugend finde ich oben zu hörende Klangbeispiele nicht wirklich. Das klingt eher ziemlich statisch und nicht wirklich inspirierend.
    Geht das noch anders? Ist da noch mehr drin?

    • Profilbild
      amazonaman AHU

      Manche Leute müssen Grenzen haben und mit einer einzigen Stimme weiter leben um weiterhin glücklich zu sein. Da hilft auch nicht wenn einer mit dem Lottogewinn vorbei kommt. Sie wollen ihn einfach nicht haben.

    • Profilbild
      moogist

      Danke! Du sprichst meine Gedanken aus. Die Soundbeispiele vom DM12 klingen durch die Bank dünn und farblos. Und korrekt: Warum gibt es nur monophone Beispiele? Das habe ich mich auch gefragt. Die Referenz für POLYPHONEN Oscillator-Sync ist der göttliche Sound auf dem Spliff-Stück „Damals“ (Reinhold Heil am Jupiter 8).

      • Profilbild
        TZTH •••

        @moogist: yeah – genau „Damals“ !! DAS ist die Mutter aller Sync Sounds 80er und aufwärts ;-) Dagegen sind die DM soundbeispiele doch schon sehr blass und düdelig. Fairerweise muss man sagen, dass beim Sync sound von „Damals“ natürlich noch ne Tonne Studiomagie draufgelegt ist, was hier ja nicht der Fall ist.

        • Profilbild
          moogist

          Mit der Tonne Studiomagie hast Du wohl recht. Dennoch: Der DM12 hat ja auch eine Menge Studiomagie an Bord – die könnte, ja sollte man geradezu nutzen.

Kommentar erstellen Kommentar erstellen Leser-Story erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

Über den Autor

Bewertung

Behringer DeepMind 12

Bewertung: 0 SterneBewertung des Autors
Leserbewertung: 4
Jetzt anmelden und dieses Produkt bewerten.

Hersteller-Report Behringer

AMAZONA.de Charts

Aktion