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Workshop: Devicemeister StepicVST unter Apple Logic Pro

20. Juli 2022

Genialer Step-Sequencer für 39,- Euro

Devicemeister StepicVST unter Apple Logic Pro

Devicemeister StepicVST unter Apple Logic Pro

Mehr oder weniger durch Zufall (Creating Dynamic Sequences with Stepic) bin ich auf StepicVST gestoßen. Was ist StepicVST?
Nun, es ist ein MIDI-Plug-in, genauer ein MIDI-Step-Sequencer, wie man ihn gerne in DAWs verwendet.
DAWs haben in der Regel eigene Step-Sequencer oder Arpeggiatoren eingebaut, allerdings eher mit rudimentären Eigenschaften wie Anzahl der Steps, Laufrichtungen, einfachen Random-Funktionen, monophon/polyphon etc.
Also nichts Neues? StepicVST liefert mehr.

WARNUNG: Dieser Artikel ist ein tiefer Griff in die MIDI-Kiste. Aber keine Angst, ich führe behutsam heran.

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Ich möchte in diesem Artikel das Zusammenspiel von StepicVST und Logic Pro, einem Synthesizer und einem Modular-System vorstellen. D.h. es betrifft vorrangig diejenigen Leser, die sich für ein umfangreiches Netzwerk an MIDI- und Audiodaten und auch Patch-Kabeln interessieren. Auch wenn ihr nur ein kleines Netzwerk, sei es eine DAW und einen Synthesizer, besitzt, welches ihr mit Controller-Daten füttern wollt, dann ist ein solcher Einblick durchaus angebracht.
Ich habe folgende grobe Einteilung:

Devicemeister StepicVST – ein Step-Sequencer hält Einzug in Logic Pro

StepicVST unterstützt Windows wie auch MacOS.
Es gibt zwei Versionen des Plug-ins: Stepic for Ableton Live und StepicVST. Ich behandle hier nur die Version StepicVST und benutze es in Logic Pro 10.7.4, also unter MacOS Big Sur. Laut Entwickler Jens Krämer (Köln) läuft es aber auch in anderen Hosts wie Cubase, Bitwig Studio, Studio One, Cakewalk oder Reaper. Die Informationen, die StepicVST betreffen, sind natürlich allgemein gültig, lediglich die Einbindung in einen anderen Host kann sich leicht unterscheiden. Man findet aber Kurzanleitungen im Handbuch. Zudem gibt es eine Rückgabemöglichkeit für 30 Tage.
StepicVST umfasst einen polyphonen Step-Sequencer und acht Modulations-Sequencer.
Da es ein MIDI-Plug-in ist, wird es in Logic als MIDI-FX eingefügt.

Devicemeister StepicVST unter Apple Logic Pro

MIDI-Plug-in StepicVST in Logic Pro

Es gibt zwei Hauptseiten mit einem polyphonen Step-Sequencer für Noten-, Oktav- und Gate-Signale und acht Modulationssequenzer für MIDI-CC-Signale auf der Seite Automation. Des Weiteren gibt es noch eine Seite Settings, in der die Zufallsbereiche für Tonhöhe, Oktave und die Gate-Paramater  Duration, Velocity, Swing, Divider (ratcheting) und Note-Repeat gesetzt werden können.

StepicVST: polyphoner Stepsequenzer, acht Modulationssequenzer und Settings

StepicVST: polyphoner Step-Sequencer, acht Modulations-Sequencer und Settings

StepicVST erzeugt Sequenzen in Apple Logic Pro

Der Step-Sequencer erzeugt ein Pattern mit bis zu 16 Schritten, das in einem der 16 Pattern-Plätze abgespeichert werden kann. Da die Patterns automatisch nach bestimmten Kriterien (chronologisch, manuell, zufällig …) aufgerufen werden können, ergeben sich nochmals vielfältige Variationsmöglichkeiten. Jedes Pattern kann man bis zu 16mal wiederholen; so ist es möglich, eine Sequenz-Länge von bis zu 16·16·16 = 4096 Steps zu erstellen.
Der Step-Sequencer gliedert sich in mehrere Abschnitte:

Der Step-Sequenzer des StepicVST

Der Step-Sequencer des StepicVST

Im Kopf (weißer Rahmen) findet man die globalen Einstellungen wie Grundton, Anzahl der Schritte, Skalen, Notenlänge, Belegung der Patterns etc.

Auswahl aus vielen Skalen

Auswahl aus vielen Skalen

Darunter werden im Step-Modus (gelber Rahmen) eine Tonausgabe an- oder ausgeschaltet oder mit dem vorangegangenen Ton verbunden. Die Tonhöhen (grüner Rahmen) lassen sich durch Fader einstellen. Die Auswahl erfolgt chromatisch oder innerhalb von vorgegebenen Skalen oder auch durch Aktivieren und Deaktivieren in einer kleinen Tastatur.

Für jeden Step lässt sich eine Oktave (roter Rahmen) einstellen.
Im untersten Abschnitt (blauer Rahmen) gibt es unabhängige Einstellungen für die Gate-Dauer, Velocity, Swing, Divider und Note Repeat.

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Devicemeister StepicVST und der Zufall

Das hört sich nach viel Handarbeit an, aber StepicVST bietet vielfältige Zufallsfunktionen. Entweder man kann jeden Parameter als zufällig aktivieren, ganze Abschnitte (Schrittmodus, Tonhöhe, Oktave, Gate) oder sogar global alle Parameter einem Zufallsalgorithmus folgen lassen. Das bieten auch andere Step-Sequencer, aber nicht in dieser Ausführlichkeit. Raffiniert sind aber die Begrenzungen der Voreinstellungen wie Skalen, Tonauswahl (auf dem Minikeyboard in den globalen Einstellungen,) Begrenzung der Zufallsoktaven und und …
Das Ganze ist aufrufbar in den Settings, natürlich gültig für jedes einzelne Pattern und jeden Step.

Devicemeister StepicVST unter Apple Logic Pro

Kontrolle des Zufalls durch Bereichseinschränkungen

Die Voreinstellungen sind ein Highlight, damit man per Zufallsauswahl zu musikalisch sinnvollen Ergebnissen kommt. Alle Parameter lassen sich auch im Live-Spiel verändern. Nur scheinbar wird man von den Möglichkeiten von StepicVST erschlagen. Doch in der Anwendung erscheint alles ungemein logisch, nachvollziehbar und vorhersehbar im Sinn von „Da müsste doch eigentlich dies und das möglich sein.” und man klickt automatisch den richtigen Parameter an: Inspiration pur.
Muss ich eigentlich erwähnen, dass man jedem Step einen Akkord zuordnen kann, so dass der Step-Sequencer auch polyphon klingt?

Einfaches Beispiel mit StepicVST und einem Softsynthesizer

Wir richten in Logic eine MIDI-Spur für einen Softsynthesizer ein. Ich wähle aus der Logic-Bibliothek zum Beispiel Bass/Magical and New Bass 02:

Ein einfacher Softsynth in Logic mit Bassklang

Ein einfacher Softsynth in Logic mit Bassklang

Für MIDI FX habe ich natürlich StepicVST ausgewählt.

Midi Plug-in StepicVST von Devicemeister

Midi Plug-in StepicVST von Devicemeister

Ich wähle in den globalen Einstellungen init und begrenze mittels des kleinen Keyboards die Auswahl der Noten auf c, f, g und b (a#); vergleiche die rechteckigen Markierungen auf den Tasten.

Nach dem init werden passende Tonhöhen ausgewählt.

Nach dem Init werden passende Tonhöhen ausgewählt

Mit einem Mausklick auf den kleinen Würfel (rechts am Rand) werden global oder auch in allen Abschnitten Zufallswerte gesetzt. Falls das Ergebnis nicht gefällt, hilft ein weiterer Click.

Oder man setzt die Werte mit Click auf den Kreis zurück. Wem das zu zufällig ist, der kann entsprechende Würfel in den jeweiligen Abschnitten finden. Sogar jeder einzelne Step besitzt einen Würfel, mit denen dann sogar automatisch und live eine Zufallsauswahl getroffen wird! Lediglich bei der Festlegung eines Step-Akkords muss man Hand (aber wenn gewünscht auch im Rahmen der Noten- oder Skalenauswahl) anlegen, was ja auch sinnvoll ist.

Brav drücke ich auf den Button Init, um mal die Funktionsweise zu erkunden. Wie erwartet, erhält man das einfachste Ergebnis (Klangbeispiel 1), einen konstanten gleichmäßigen Bassanschlag.

Devicemeister StepicVST unter Apple Logic Pro

Alles Zufall

Nun aber mutig auf den globalen Zufallsbutton (der kleine Würfel rechts) geklickt und das kam heraus (Klangbeispiel 2):

Na ja, das ist ein bisschen viel Zufall! Die Ursache liegt darin, dass wir neben den Gate– und Velocity-Werten auch noch für Swing, Divider und Note Repeat Zufallswerte erhalten. Aber kein Problem, ich wähle die entsprechenden Abschnitte aus (Octave, Swing, Divider und Note-Repeat) und drücke auf den jeweiligen Kreis (lokaler Init)  …

Lokaler Init

Lokaler Init

… und schon klingt alles viel eingängiger.

Es zahlt sich aus, dass die Bedien-Buttons auf der rechten Seite für jeden Abschnitt gleich angeordnet sind. Das lädt zum Experimentieren ein.

Übertragen von MIDI-Daten zwischen Apps mit Audio-MIDI-Setup auf dem Mac

Nun geht es an die Aufnahme und da beginnt der fortgeschrittenere Teil. Das betrifft StepicVST selbst nicht, sondern Logic. Klickt man nämlich nun auf den Aufnahme-Button, dann wird zwar StepicVST aktiviert und es dudelt sehr schön die Sequenz ab, aber es wird nichts gespeichert. Dazu muss man wissen, dass zwar der Softsynthesizer und MIDI-FX sicher miteinander kommunizieren, aber die eigentlichen MIDI-Daten offenbar im Nirwana verschwinden. Die Aufnahme betrifft nur den Softsynthesizer selbst. Und hier kommt MacOS ins Spiel. Im Ordner Dienstprogramme findet man die App Audio-MIDI-Setup. Öffnet man diese, so wird unter anderem im Fenster MIDI-Studio das MIDI-Netzwerk angezeigt. Der IAC-Treiber muss aktiviert sein (Häkchen bei Gerät ist bereit).

Devicemeister StepicVST unter Apple Logic Pro

Der IAC-Treiber wird in der App Audio-MIDI-Setup der Dienstprogramme aktiviert

Mit Hilfe der folgenden Prozedur können wir nun zwischen MIDI-FX und dem Softsynthesizer kommunizieren: Wir duplizieren unsere MIDI-Spur.

Die duplizierte Spur wird zu einem Sender an ein externes Gerät.

Die duplizierte Spur wird zu einem Sender an ein externes Gerät

Wir benennen unsere MIDI-Spur in External 1 um, klicken auf den Button External 1 und wählen als Zielgerät (MIDI-Destination) Apples IAC-Treiber Bus 1 aus. Möchte man mehrere Geräte versorgen, dann kann man im MACOS MIDI-Studio weitere Busse ergänzen.

Wir setzen in Logic Pro den IAC-Treiber Bus ein.

Wir setzen in Logic Pro den IAC-Treiber Bus ein

Nun aktivieren wir Spur 2 (unser Software-Instrument) und wählen für den MIDI-In-Anschluss unser (formal) externes MIDI-Gerät den IAC-Treiber aus.

Devicemeister StepicVST unter Apple Logic Pro

Unser Softsynth in Spur 2 erhält nun die MIDI-Daten von Spur 1 über den IAC-Treiber Bus


Tipp: Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass wir in Spur 2 den nun unnötigen MIDI-Effekt (StepicVST) deaktivieren oder entfernen, sonst gibt es beim Abspielen oder Aufnehmen eventuell doppelte MIDI-Daten.


Der eigentliche Trick ist der, dass wir eine interne Verbindung zwischen einem virtuellen externen MIDI-Gerät geschaffen haben. Mutig drücken wir auf Aufnahme:

... und AUFNAHME !!!

… und AUFNAHME!!!

Und nun kann man die MIDI-Region ganz normal nachbearbeiten, wenn man möchte.


Tipp: Es ist sicherlich eine gute Idee, beide Spuren und spätere Audioaufnahmen zu einem Ordnerstapel zusammenzufassen. Wenn man mehrere Spuren steuern will, dann kann man im MacOS MIDI-Studio mehr als einen IAC-Treiber Bus erzeugen.


So kommt man sich nicht Gehege. Wer sein Studio auch für zukünftige Projekte vorbereiten möchte, der kann seine StepicVST-Spur auch als Instrument in der persönlichen Logic Bibliothek ablegen:

Zur Archivierung speichert man das Midi-Instrument StepicVST in der persönlcihen Logic Bibliothek ab.

Zur Archivierung speichert man das MIDI-Instrument StepicVST in der persönlcihen Logic Bibliothek ab

Nicht zu unserem Thema gehört die Möglichkeit, die erzeugte MIDI-Datei zu bouncen über den Menüpunkt Ablage/Bouncen/Regionen an gleicher Stelle bzw. das Exportieren als Audiodatei (z. B. wave oder MP3) unter Ablage/Bouncen/Projekt oder Abschnitt .
Der Zusammenhang zwischen der MIDI App StepicVST, das über den IAC-Treiber Bus interne und externe Geräte steuert, war der Ausgangspunkt dieses Workshops.

StepicVST kann auch systematisch zufällig

Natürlich kann man auch mit dem init beginnen und alle gewünschten Abschnitte einzeln auswürfeln. Das sollte man alles ausgiebig ausprobieren, auch das gezielte Nachbearbeiten einzelner Steps. Einen besonderen Trick möchte ich aber noch verraten. Im Vorwort erwähnte ich das Lehrvideo von Martin Stürtzer. Ab 5:13 min verrät er uns einen interessanten Tipp, der zu sehr unterschiedlichen Sequenzen führt, insbesondere da mit jedem Durchgang neue Zufallsentscheidungen berechnet werden.

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Wir starten mit Init und wählen für unsere Tonhöhen die Noten c, es (d#), f, g und a.

Links sieht man die möglichen Tonhöhen. Wir wählen für c die ersten neun Steps, für es zwei Steps für f einen, g wieder zwei, ebenso für a.
Lassen wir die Sequenz ohne den hier rot markierten Würfelbutton laufen, dann hören wir genau die Tonsequenz wie ausgewählt (Klangbeispiel 4).

Klicken wir dagegen den (inneren) Würfel für die Tonhöhen an, dann wird die Sequenz zufällig durchlaufen (Klangbeispiel 5). Die Verteilung der Noten insgesamt bleibt etwa gleich. Ohne viel Zutun haben wir bei längerem Lauf unterschiedliche Patterns. Wer will, kann nun noch im Abschnitt Velocity auf den Würfel klicken (Klangbeispiel 6).

Und hier sind die Hörergebnisse:

Die einfachen Beispiele zeigen auf, welches Potential in dieser App stecken. Tiefes Eindringen in die MIDI-Manipulation lohnt sich.

StepicVST sendet an einen externen Synthesizer

Nachdem wir die Funktionsweise innerhalb von Logic (hoffentlich) einigermaßen im Griff haben, wollen wir uns nun konsequent externer Hardware zuwenden – wenn schon, denn schon. Da wir ja schon eine MIDI-Spur für externe Geräte erzeugt haben, warum sollten wir sie nicht auch in reale Hardware einspielen können?

Die einzige Änderung ist, dass die StepicVST-Spur nun im externen Gerät nicht den IAC-Treiber Bus angibt, sondern den Synthesizer, in meinem Fall das Waldorf Iridium Keyboard.

In einer zusätzlichen Audiospur wird dann das Ergebnis aufgenommen:

Der aufmerksame Zuhörer wird bemerken, dass nicht nur die Sequenz des Iridium abgespielt wird, sondern es auch Klangveränderungen gibt. In der Tat habe ich nun die zweite Hauptseite des StepicVST aufgeblättert und zwei Modulations-Sequencer eingerichtet (Video bei 8:05 min).

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Wenn der Synthesizer über MIDI mit Logic verbunden ist, dann wird er als Ziel von StepicVST erkannt. Nun wird es allerdings heikel, denn wir müssen nach einer MIDI-Chart des jeweiligen Synthesizers suchen. Oder der Synthesizer bietet es direkt an:

Midi CC Zuweisung zum Cutoff des Filter 1 im Waldorf Iridium Keyboard

MIDI-CC-Zuweisung zum Cutoff des Filter 1 im Waldorf Iridium Keyboard

Man trägt den entsprechenden Parameter in den Modulationsparameter des StepicVST ein (s. u.). Das kleine Disktetten-Symbol neben dem Namen hat einen sinnvollen Effekt, da nun die entsprechende Zuweisung gespeichert wird. Richtet man einmal eine MIDI-Chart ein, dann braucht man nicht mehr nachzuschlagen, sondern kann direkt einen passenden Parameter in einem Pulldown-Menü aufrufen.

StepicVST steuert Waldorf Iridium Keyboard

StepicVST steuert Waldorf Iridium Keyboard

Entsprechendes habe ich auch für den Cutoff im zweiten Filter definiert.


Ein kleines Bonbon will ich noch zum Schluss dieses Kapitels erwähnen. In den roten Markierungsrahmen erkennen wir im Kopf die vorgegebenen 16 Steps des Step-Sequencers. Für die Modulations-Sequencer habe ich nur sieben bzw. sechs Steps festgelegt. Dadurch verschieben sich die Betonungen durch die Filter in der globalen Sequenz-Variation pur, es wird nie langweilig!


StepicVST sendet an ein Modular-System

Für ein Modular-System funktioniert dies im Prinzip ähnlich, nur ist der Zugriff auf die MIDI-Daten noch direkter. Insbesondere die Modulations-Sequencer können vielfältig zur dynamischen automatisierten Klangveränderung benutzt werden. In meinem Netzwerk benutze ich das MIDI-Interface FH-2 von Expert Sleepers. Es wird ausführlich in dem Beitrag Test: Die besten MIDI-Interfaces für Eurorack Modularsysteme. vorgestellt.

StepicVST steuert CV-Ausgänge am Expert Sleepers FH-2

StepicVST steuert CV-Ausgänge am Expert Sleepers FH-2

Das Interface ist allerdings sehr komfortabel ausgestattet mit drei Expandern, also insgesamt 32 CV-Ausgängen. Auch hier werden im Editor des FH-2 die Ausgänge mit MIDI-Kanal und CC-Nummer belegt.

In StepicVST wird nun anstelle des Iridiums FH-2 eingesetzt und ein passender CC-Wert eingetragen.

StepicVST steuert CV-Ausgänge am Expert Sleepers FH-2

StepicVST steuert CV-Ausgänge am Expert Sleepers FH-2

In Logic wird als externes Ziel FH-2 eingesetzt.

Neues Ziel ist das Midi Interface FH-2.

Neues Ziel ist das MIDI-Interface FH-2

Und so hört es sich dann an:

Soweit ein kleiner Ausflug mit dem StepicVST. Viele Features habe ich hier nur kurz oder gar nicht erwähnt, wie zum Beispiel prozentualen Zufall, Swing, Divider (Ratcheting), Note Repeat, Verknüpfung verschiedener Patterns, Voreinstellungen für die Zufallsbereiche, MIDI-Learn-Funktionen, Clipboard für das einfache Kopieren von Parametereinstellungen, Chord Cycle, MIDI–Device-Manager …

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Fazit

Was für eine Erweiterung! Man sollte keine Angst vor einem umfangreichen MIDI-Audio-Netzwerk haben. StepicVST fördert systematisches und logisches Arbeiten. Sehr behutsam lassen sich MIDI-Manipulationen einbauen. Step-Sequencer, Modulations-Sequencer und Settings erlauben eine gezielte Steuerung des Zufalls. Die Benutzeroberfläche ist umfangreich, lädt aber zu einem Experimentieren ohne Scheu geradezu ein.

Plus

  • polyphoner Step-Sequencer
  • sehr lange Sequenzen mit bis zu 4096 Steps
  • acht Modulation-Sequencer
  • in vielen DAWs einsetzbar
  • hervorragende und ungewöhnliche Zufallsfunktionen
  • preiswertes MIDI-Plug-in

Preis

  • 39,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Sven Rosswog RED

    Danke für den Test. Ich bin eigentlich mit dem internen Stepsequencer und den Möglichkeiten in Logic Pro sehr zufrieden. Ich werde mir den Stepicvst aber mal anschauen..

  2. Profilbild
    Mops58

    Der ist bestimmt gut. Danke für den Test. der Preis geht eigentlich auch.
    Den werde ich mir auch mal näher anschauen.

  3. Profilbild
    Flowwater (Henrik Fisch) AHU

    Danke für den Test. Ich finde den auch sehr interessant. Martin Stürtzer hat den auch mal in einem seiner Videos vorgestellt und seitdem ist der latent auf meinem Radar. Allerdings nutze ich schon einen ziemlich genialen Step-Sequencer, nämlich den von Reaper mitgebrachten JS: MIDI Sequencer Megababy (der heißt wirklich so). Der kann zwar nicht das, was der »Stepicvst« kann (z.B. Polyrythmen), aber es spricht ja nix dagegen, mehrere Instanzen vom »Megababy« einzusetzen. Außerdem ist letzterer mittels der bei Reaper eingebauten JS-Programmiersprache gemacht. Das spielt mir als Software-Entwickler sehr in die Hände, sollte ich den modifizieren wollen (»JS« ist eine interpretierte Sprache, und man kann sich in Reaper von allen JS-PlugIns den SourceCode anzeigen lassen und diesen modifizieren).

    Trotzdem: Manchmal will man ja auch einfach Musik machen. Also wird der »Stepicvst« demnächst wohl einfach mal gekauft. 🙂

    • Profilbild
      herw RED

      Das Video von Martin Stürtzer ist im obigen Text eingebaut. Allerdings benutzt Martin Ableton Live. Insofern ist es für mich wichtig gewesen, Stepic in Logic einzubauen. Das hat mich zwar zwei Nachmittage gekostet, aber warum solllte jeder das Rad für sich erfinden?
      Für mich ist ein sehr großer Vorteil von Stepic gegenüber anderen Midisequenzer-Plug-Ins, dass man nicht nur einzelne Steps eingeben kann/muss, sondern durch eine wählbare Einschränkung der Zufallsfunktion sehr schnell zu sinnvollen Sequenzen und Modulationen kommt. Hand anlegen für jeden einzelnen Step ist bei vielen Parametern ein mühsames Geschäft. Da ist Stepic eine sehr große Hilfe.

  4. Profilbild
    Svenson73

    Den Entwickler Jens Krämer möchte ich an dieser Stelle für den exzellenten Support loben: ich hatte Stepic zurückgegeben, da ich ein MIDI Problem unter Logic hatte (Monterey). Nun hat er sich vorgestern gemeldet, an den Fehlern gearbeitet und mir eine Testlizenz für das Update angeboten: das Problem wurde behoben! Stepic läuft nun einwandfrei auf meinem System.
    Trotz der internen Logic Plugins kann ich Stepic empfehlen. Es ist umfangreich und dabei intuitiv, u. a. werden die Bedienelemente/Symbole durch Texte erläutert, wenn man mit dem Cursor darüber fährt. Der Zufall ist wie im Artikel beschrieben toll beherrschbar.
    Da mir nun auch klar ist, wie ich meine Sequenz speichern kann, ist für mich die letzte Hürde gefallen und ich werde Stepic wohl erneut kaufen. Danke also an Jens Krämer und amazona!

    • Profilbild
      herw RED

      „… Da mir nun auch klar ist, wie ich meine Sequenz speichern kann, ist für mich die letzte Hürde gefallen …”
      Das war für mich ebenfalls ein sehr wichtiges Kauf-Kriterium. Als Nutzer ein DAW möchte man alles abspeichern und auch nachträglich noch editieren können.

  5. Profilbild
    herw RED

    Ich freue mich, dass ein so trockenes Thema wie Modulation über Midi Anklang findet.
    Ich kann wirklich nur raten, die vorgeführten Beispiel gründlich nachzuvollziehen. Es lohnt sich!
    Logic ist nur ein Beispiel, wie man mit StepicVST Modulationsdaten über Midi manipuliert.
    Es gibt im Netz auch Videos, wie man mit anderen DAWs zurecht kommt. Das war auch meine erste Recherche.
    Als Benutzer einer DAW mit Softsynthesizern und andererseits Hardsynthesizern neigt man dazu, beides getrennt zu benutzen. Das ist aber sehr schade, da gerade die Kombination den Reiz ausmachen. Insofern ist Stepic ein guter Anlass sich der Verknüpfung beider Welten mal hinzugeben. Hat man einmal die Verknüpfungen verstanden, insbesondere mit den Modulationssequenzern, dann öffnet sich schlagartig die große Midi-Welt.

  6. Profilbild
    Örli

    Sehr gut nachvollziehbarer Workshop/Test! Das Teilchen ist mit Sicherheit die sinnvollste Midi Fx Ergänzung, die man für 39,-€ bekommen kann!

  7. Profilbild
    gaffer AHU

    Stepic ist ein sehr guter Ansatz für einen Sequenzer, hat mir gut gefallen. Ich hatte lange die soundverändernden Möglichkeiten von Sequenzern ignoriert. Die Theorie war klar, aber erst, als ich einige Sounds im Odyssey für iOS mit dem Hardware Odyssey nicht annähernd erreichte, fiel mir auf, welche Rolle da der Sequenzer für die Soundmodulatuion spielt. Hier ist das ziemlich auf die Spitze getrieben. Einen zweiten Sequenzer, den ich immer mal wieder einsetze, ist der ROLI, der auch mit drei parallel laufenden Sequenzen spannende Ergebnisse erzielt bei verschiedenen Längen der Einzelsequenzen. Hier ist alles davon im Paket. Guter Test, herw. Gratuliere, sehr schön dargestellt und aufbereitet.

  8. Profilbild
    ThomasHelzle

    Ja, Stepic ist wirklich wunderbar.
    Und gerade die Parameter Modulation führt zu spannenden Ergebnissen.
    Hier ein Test mit dem Minilogue XP, Stepic liefert die Noten und steuert Filterfrequenz und Resonanz:
    https://soundcloud.com/thomas-helzle/stepic-miniloguexd-bitwig

    Ich verwende Bitwig, wo die Arbeit mit Midi Plugins besonders einfach ist, da man jede Art von Plugin in beliebiger Reihenfolge und -Zahl pro Spur verwenden kann – man braucht also nicht mehrere Tracks oder Workarounds.
    Obiger Sound ist eine Spur mit Stepic und danach das Bitwig Hardware-Device, dass sowohl die Midi-Daten an den Synth schickt, als auch das erzeugte Audio empfängt und wieder in die Spur einleitet – inclusive Delay Compensation.

    Auf Discord gibt es auch direkten Support bei Fragen und Problemen.

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