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Green Box: Kawai K1 / K1m / K1r

Kawai K1 Serie

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VORWORT 1.1.2008:

Im Zeitalter von Plug-Ins haben vor allem die digitalen Synthesizer der 80ziger ausgesorgt. Während die Nachfrage an alten Analogsynthesizern immer größer wird, fallen die Gebrauchtmarktpreise für digitale Synthesizer in sich zusammen. Die Kawai K1 Serie ist als Desktop bzw. Rack-Expander deutlich untr 100,– Euro zu bekommen, die Tastatur-Versionen gibt es für ca. 120,- Euro.

Da lohnt dann vieleicht doch wieder der Blick auf unsere GREEN BOX Serie, die genau diese digitalen Vintage-Units näher beleuchtet. Gerade die Kawai K1 Serie gilt unter manchen Musikern als Geheimtipp.. .. Warum das so ist? Die Antwort finden Sie im folgenden GREEN BOX Report von 2001, der durch einige Soundbeispiele ergänzt wurde.

Ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr

wünscht Ihnen Ihre AMAZONA.de Redaktion

 

1_auf.gif

Ja, ich gebe es zu:

Ich bin süchtig, süchtig nach Synthesizern, Samplern, Drumcomputern und allem, was dazugehört.
Das Fatale an dieser Sucht – sie ist extrem kreativhemmend und bringt einen an den Rand des Ruins! Der “letzte” Schrei muss her, KOSTE es, was es wolle. Ob neu oder gebraucht – Geld spielt keine Rolle. Und wenn der aktuelle Dance-Track eben eine TB303 benötigt, na gut, dann wird der antike Schlafzimmerschrank versetzt und dafür eine alberne, kleine graue Plastikkiste angeschafft. Die Frau zieht aus, die Kinder hungern und am Ende kommt der Mann mit dem Kuckuck und würdigt den ROLAND-Winzling nicht einmal eines Blickes. Es muss nicht soweit kommen, denn das Gute liegt so nahe, meist versteckt in den Kleinanzeigen von AMAZONA.de und den entsprechenden Rubriken der Fachmagazine. Das Problem: Geballte Fach- und Produktkenntnisse sind unabdingbare Voraussetzung für den Nahkampf im Gebrauchtmarkt. Und los gehts:

6_k1.jpg

1988 – KAWAI K1 – Der Fairlight für den Underdog

Ein wenig Geschichte….

Eine kleine Sensation waren sie schon, die Low-Budget Synthies K1 und K1m von Kawai, als sie zum ersten Mal der Öffentlichkeit während der Frankfurter Musikmesse 88 vorgestellt wurden. VM/PCM nannte man die “neue” Synthese bei KAWAI . WIR HABEN DIE ZUKUNFT lautete damals der Werbespruch vollmundig. Und tatsächlich mauserte sich der KAWAI K1 und all seine Brüder zu einem echten Verkaufshit jener Zeit. Aus heutiger Sicht fast unverständlich wenn man bedenkt, dass der K1 weder über einen Filter verfügte, keine Effekte besaß, auf einen Drum-Modus verzichtete und darüber hinaus nur Sample-Attacks statt ganzer Multisamples mit einer Sampling-Rate von 8bit beherbergte.

Viele werden sich also nun fragen was zum einen den damaligen Erfolg ausmachte und zum anderen, warum dieser Schwachbrust-Synthie in dieser Folge auftaucht. Zunächst der Blick zurück: KORG hatte schon vor der Messe erfolgreich sein neues Workstation-Konzept M1 präsentiert. Die Synthesizer hatten zum ersten Mal erfolgreich die Domäne der Sampler in Angriff genommen. Überzeugende Natursounds aus dem Sample-Rom. Nur konnte sich nicht jeder einen Korg Workstation M1 für über DM 4.000,– leisten. So traf KAWAI schließlich mit dem K1 mitten ins Schwarze, versprach der kleine Synthie doch ähnliche Natursounds für ca. DM 1.500,–, dessen kleiner Bruder in Pultversion gar für ca. DM 1.000,–. Das Versprechen konnte KAWAI zwar nicht halten, aber die hervorragend programmierten Werksounds und der günstige Preis überzeugten doch viele Musiker, für die ein Sampler noch außerhalb der finanziellen Möglichkeiten lag.

LoFi ist MEGA IN

In dieser Serie landete der K1 aber sicher nicht wegen seiner Natursound-Imitate. Hier schlägt ihn heute praktisch jeder billige GM Klangerzeuger. Seine rauchigen, crispen 8bit Sounds und der daraus resultierende eigenständige Klangcharakter sind der Grund. Im Zeitalter von 24bit Wandlern und 100% cleanem HiFi-Sound ist “Schmutz” wieder gefragt. LoFi ist Mega-In. Kaum ein aktueller Sampler, der nicht die Umrechnung der Samples auf 8bit erlaubt. Kaum ein moderner Dance-Track, der nicht mit knisternden, rauchigen Sounds auskommt. Der billigste Weg an eine gehörige Portion schmutziger, und damit top aktueller Klänge zu kommen, ist es, einen Synthie der K1 Klasse zu kaufen. Für die Pultversion K1m zahlt man derzeit nur schlappe DM 200,–. Grund genug sich die Kiste hier einmal näher anzusehen wie ich meine.

5_kawai.jpg

Klangbeispiele

  1. Avatar
  2. Avatar
    Frank

    Der K1 ein Additive Synthesizer? Selten so gelacht! Demnach ist also jeder PCMler mit mehr als einem Oszillator ein Additiver Synthesizer… Na, da haben wir alle doch wieder dazugelernt. Unglaublich, dieser Sachverstand.

  3. Profilbild
    Tyrell AHU

    Hallo Frank,
    im K1 werden Wellenformen addiert die zum Großteil auf Wellenformen basieren die mit additiver Synthese erzeugt worden sind. Mit dem K1 lassen sich daher auch Klänge erzeugen die sehr stark nach K5 oder K5000 klingen. Rein theoretisch lassen sich im Multimode bis zu 32 Wellenformen mit verschiedenen Obertönen addieren. Wenn das keine additive Synthese ist, dann definier mir mal bitte “additive Synthese” damit ich was dazu lerne! ;-)

  4. Avatar
    Frank

    Hallo Peter,
    klar lassen sich mit dem K1 ein paar Sinuswellen addieren (16, nicht 32 wie du schreibst), aber das kann jeder Synth mit Multimode. Von Samplern will ich garnicht anfangen. Sie deshalb als Additive Synthesizer zu bezeichnen ist irreführend und abwegig. Ich kann mit einem Waldorf Wave ein Sample als Wavetable ablegen und wieder abspielen. Ist das deshalb ein Sampler?! Oder ist ein Jupiter4 gleich ein FM-Synth, nur weil sein LFO in den hörbaren Bereich geht?
    Der K1 ist ein klassischer und recht simpler PCM-Sample-Player. Ich persönlich würde ihn noch nicht einmal als Vector-Synth bezeichnen, weil der Stick nicht aufgezeichnet werden kann und damit eigentlich nicht zur Klangerzeugung gehört. Dann wäre ein JD-800 mit seinen Palette-Fadern auch ein Vector-Synth. Wo soll das denn aufhören?!

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    Frank

    So, und hier noch für den Lernfaktor ein netter Link zum herumspielen mit der Fourier-Synthese, im Volksmund auch als Additive-Synthese bekannt:

    http://www.....d/fourier/

    Bei Wikipedia kann man sich zu dem Thema auch wunderbar schkau machen und dann sollte klar sein, das es mit dem bloßen Schichten von irgendwelchen Wellenformen nicht getan ist.

    Gruss
    Frank

  6. Avatar
    gaffer

    zu Peter: Dann ist ein Synthesizer, der 16 Parts mit verschiedenen Klängen auf Tastendruck abspielt ein additiver Synth, denn er wird eine sehr komplexe Wellenform erzeugen. Würde ich auch nicht gelten lassen, da wäre bei mir bei einem TX 816 mit 8*6 Oszillatoren (Operatoren), die parallel abgespielt werden können Schluss, denn hier ist das einzelne Element ausreiched "klein" oder einfach um ein einigermassen berechenbares Ergebnis zu bekommen. Ich liebte diese Kisten K1 mit ihren billigen Sounds, aber der Begriff Synthese ist hier echt zu viel der Ehre

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    noch ein Jörg

    Additive Synthese ist doch nur ein grober Oberbegríff für eine Synthese die durch Schichtung von Wellenformen (egal ob Samples oder Sinusfrequenzen)ein komplexes Ergebnis liefert.
    Ich finde die Bezeichnung im Text hier durchaus korrekt.

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    swissdoc

    Der K1 kann nicht "nur" die 4 Sources a la D50 mischen (n.b. dazu hat er eine nette Sammlung von Scaling und Velocity Kurven), sondern auch "richtige" Synthese. Die Sourcen können Paarweise einander Amplituden-Modulieren, dies von der Hüllkurve gesteuert. Hier gibt es ein paar Demo-Sounds, die z.T. AM benutzen:
    http://hom.....l/k1b.html

    Georg.

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    noch ein Jörg

    Man braucht nicht erst Wikipedia oder sonst welche Webseiten um den Begriff Additiv logisch zu definieren.
    Soweit ich weiss hat kein Hersteller ein Copyright auf diesem Synthesenamen.
    Der Zweck der additiven Synthese ist es aus weniger mehr zu machen, und genau das passiert bei der Schichtung von Klängen.
    Das Ziel ist es aus einfachen Wellen eine komplexe Wellenform zu machen. Und wird das getan oder wird es nicht getan ?
    Ein subtraktiver Synth mit Filter arbeitet umgekehrt. Dort wird ein komplexes Signal wie Sägezahn oder Rauschen mit einem Filter beschnitten, und die End-Wellenform ist immer weniger komplex. Ob dann noch zeitliche Verbiegungen durch LFO oder Hüllkurve hinzukommen ist erst mal gar nicht berücksichtigt. Abgesehen davon bietet das sowieso fast jede Synthese noch zusätzlich.

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    Theo Möbus

    Additive Synthese: Addieren von Sinusschwingungen unterschiedlicher Frequenz, bis ein Klang mit dem gewünschten Obertonspektrum geschaffen wurde.

  11. Avatar
    Frank

    "noch ein Jörg":
    Nach deiner Definition ist jeder Synth mit zwei Oszillatoren ein Additiver Synthesizer, weil man zwei Wellenformen zu einer neuen komplexeren mischen kann. Sehr sinnig.
    Und: den Wikipediaartikel solltest du vielleicht doch mal lesen. Es geht nicht um die Definition des Begriffes "additiv" sondern um die "Additive Synthese" zur Klanggestaltung. Und das beschreibt ein ganz bestimmtes Verfahren in der Synthesizertechnik. Theo hat z.B. völlig recht, dass dabei auschliesslich (!) Sinuswellen zur Verwendung kommen. Reines Layern beliebiger Wellenformen hat rein garnichts mit Additiver Synthese zu tun. Das ist dir offenkundig nicht bekannt. Nicht umsonst habe ich den Verweis auf Herrn Fourier gegeben. Lesen bildet. ;-)

  12. Avatar
    Frank

    Ich reibe mich daran, das in einem Artikel über ein Gerät diesem eine Funktion zugeschrieben wird, für die das Teil offensichtlich nicht gebaut wurde. Das ich beim K1 mit Trickserei (oder meinetwegen auch mit pfiffiger Programmierkunst) sowas wie rudementäre Additive Synthese hinbekomme ist ja nett, hat nur in einem Artikel, der das Gerät in ein paar Sätzen vorstellt meiner Meinung nach nichts verloren.

  13. Profilbild
    Tyrell AHU

    Hallo Frank,

    nun aber mal ruhig Blut. ich habe sehr wohl verstanden um was es Dir geht. Ich bin auch mit der additiven Synthese wohl vertraut. Aus diesem Grund wurde die “additive” Synthese in meinem Artikel auch mit einem Augenzwinkern erwähnt. Du hast inhaltlich vollkommen Recht. Da der K1 aber nun mal mit Wellenformen arbeitet die durch additive Synthese generiert wurden, habe ich mir erlaubt ihn als “quasi” additiven Synthesizer zu umschreiben. Vor allem wenn man im K1 in einem Sound 4 dieser Wellenformen mischt, erinnern seine Klänge nun mal sehr stark an einen additiven Synthesizer.

    Bitte lies den Test nochmals unter diesem Aspekt. Du wirst sehen, dass der K1 nie als additiver Synthesizer bezeichnet worden ist. Und mal ganz ehrlich: Wenn ich eine Wellenform aus 32 verschiedenen Sinustönen generiere, diese als PCM Wellenform abspeichere und derer 4 davon addiere, kommt das doch “ungefähr” einer Addition von 128 Sinunswellen gleich ;-).

    Auch das einfach mal mit einem Augenzwinkern aufnehmen.

    Einen schönen abend, Peter

  14. Avatar
    Piet

    @ Frank. Schreib doch selber einen Test hier. Es wurde ja schließlich oft genug nach neuen Autoren angefragt und wenn Du über so einen umfangreichen Sachverstand verfügst wirds für Dich bestimmt kein Problem sein. Für mich schauts aber eher nach Erbsenzählerei unter dem Schutz der Anonymität des Web aus.
    post scriptum Ein Sample aus dem Wave ist noch lang kein Wavetable. Da brauchts schon ein paar mehr.

    Gruß Piet

  15. Avatar
    noch ein Jörg

    Das Layern von komplexen Wellenformen bleibt im Endeffekt auch eine Addition.
    Wenn das Layern von nur 2 Oszillatoren keine Addition ist, dann ist 1 + 1 auch keine Addition, denn 1 + 1 ist ja im Vergleich zu 50 + 50 viel weniger, und somit nicht der Rede wert.

  16. Avatar
    Frank

    Hallo Peter,
    ich denke, ich bringe mein Anliegen hier recht ruhig rüber. Ich gebe dir Recht, das aufgrund der additiv erzeugten Grundwellenformen für Additive Synths typische Sound machbar sind. Ich gebe dir auch recht, das man mit dem Multimode eines Synths von hinten durchs Knie geschossen Additive Synthese angehen kann.
    Die Aussage, das der K1 "damit quasi zur Fraktion "Additive Synthesizer" gehört" wird in meinen Augen dadurch nicht richtiger. (Wo ist denn das Augenzwinkern um Artikel?!)
    Und mal ganz ehrlich und auch mit Augenzwinkern: einen Additiven Synth, bei dem ich die 32 Sinustöne der 4 Grundwellenformen
    nicht selbst im Zugriff habe würde ich nicht haben wollen.

  17. Avatar
    Frank

    Piet,
    den Satz lese ich in jedem 2. Thread hier. Erstens: mach ich persönlich lieber Musik als Artikel zu schreiben. Aber ich erwarte von meinen Kritikern auch nicht, dass sie selbst musizieren. Da reicht mir musikalisches Gespür und gesunder Menschenverstand.
    Zur Anonymität: das Forum zwingt mich leider dazu. Ich werde nicht so dämlich sein hier meine Adresse anzugeben. Schon mal was von Spam gehört?! Wenn du mich suchst: http://www.doombient.com

  18. Profilbild
    Tyrell AHU

    Hier ist das Augenzwinkern:

    - gehört der K1 damit quasi zur Fraktion “Additive Synthesizer” -

    Ich denke wir sinst sonst schon einer Meinung. Dir noch ein schönes Wochenende,

    Viele Grüße, Peter

  19. Avatar
    Frank

    Nochmal Piet,
    der Wave hat leere Wavetableslots, die man mit 64 selbstdefinierten Wellen füllen kann. Mit einem entsprechenden Editor kann man ein Sample in 64 Teile zerlegen, ins Wavetable laden und durchfahren. Der Werkssound "Revolution" bringt den Wave so zum Sprechen. Das macht ihn aber genausowenig zum Sampler, wie einen K1 zum Additivsynth, nur weil man eine Handvoll Wellenformen layern kann.

  20. Avatar
    Frank

    "noch ein Jörg",
    richtig: Das Layern von komplexen Wellenformen ist eine Addition. Hat aber leider nichts mit dem Prinzip der Additiven Synthese zu tun! Hier werden ausschliesslich Sinusschwingungen addiert.
    Nach dem Fourier-Theorem besteht JEDER Klang aus einer unendlichen Zahl an harmonischen und unharmonischen Sinusschwingungen. Die Additive Synthese (Fourier-Synthese) geht den umgekehrten Weg und versucht einen Klang aus einer endlichen Anzahl Sinusschwingungen aufzubauen. Nochmal, mit dem Layern beliebiger Wellenformen hat das nichts zu tun.
    Ja, ich kann mit dem K1 bis zu 16 Sinustöne addieren, aber das kann ich mit jedem Multimodesynth und das macht sie deshalb nicht zu Additiven Synthesizern. Angekommen?

    Schönen Sonntag an alle, Frank

  21. Avatar
    Piet

    @Frank Deine Aussage daß bei der Additiven Synthese "ausschließlich" Sinusschwingungen benutzt werden ist so nicht ganz korrekt. Guckst Du FM8 und um Wavetables zu erzeugen durch das Importieren eines Samples muß man nicht unbedingt Waldorfs Flagschiff und Genickbrecher "Wave" auftischen. Mit dem Microwave ging das auch sehr gut. Zum Sampler wird er dadurch natürlich nicht. Wohl eher zum Graintablesynth.

  22. Avatar
    Frank

    Piet:
    danke, dass du mir beim Wave recht gibst.
    Deinen Hinweis zum FM8 verstehe ich nicht, der benutzt Frequenzmodulation und keine Additive Synthese.
    Wenn du mir wegen der Sinuswellen nicht traust, glaubst du der Uni Lüneburg?

    http://aud.....dditiv.htm

    Den lästigen Popup einfach mehrmals Wegicksen. Lies dich bitte erst ein wenig in das Thema Fourier-Theorie ein. Additive Synthese ist eine Methode bei der ein Grundton und seine Harmonischen addiert werden. Dabei handelt es sich AUSSCHLIESSLICH um SINUS-Wellenformen. Ich kann´s anscheinend nicht oft und deutlich genug betonen. :-/

  23. Avatar
    Piet

    @Frank. FM8 hatte ich nur erwähnt weil er nicht nur Sinuswellenformen nutzt. Die Additive Synthese ist mir schon bekannt da ich z.b. Cube, Morphine nutze. Der K 5000S war auch schon mal unter meiner Knute.

  24. Avatar
    Piet

    @Frank. OK. Wo Du Recht hast, haste Recht. Es stimmt daß FM und Additiv nur den Sinus gemeinsam haben. Die Synthese ist doch sehr verschieden. Ich beschäftige mich nun doch schon einige Jahre mit den Synths aber bis dato habe ich DX7 bzw. FM7/8 für Additive Synths gehalten.
    Nuja. Wieder was gelernt. Übrigens. Der neue Waldorf Stromberg ( so er denn kommt)kann auch neue Wavetables mit ner Editorsoftware kreieren. Endlich wieder ne Kiste zum Schrauben.

  25. Avatar
    swissdoc

    @ Frank
    der Wave braucht keinen "entsprechenden Editor", der Wave kann das ab Sample von der Disk. Der Werkssound "Revolution" kommt vom MicroWave und ist vom dort eingebauten Speech Robot, den der Wave nicht hat. Da bin ich mir ziemlich sicher, den Sound habe ich damals nämlich erstellt, genauso wie "Computer World" und "Teckno Teckno".

    Der einzige mir bekannte Editor, der halbwegs vernünftig Samples in Wavetables verwursten kann ist übrigens SoundDiver.

    Georg.

  26. Avatar
    dreitagebart

    Den K1 hatte ich auch mal, ich fand den Klang einfach grauenhaft flach und "blutarm"!

  27. Avatar
    Oliver

    Hi there!

    Oh, K1 in der green box.

    Der K1 II war mein erster Synth anno 1990! Da ich Filter nicht kannte, habe ich nichts vermisst! Genutzt wird er momentan zwar nicht, aber verkaufen kommt auch nicht in Frage! Ist ja mein erster Synth, und da hängen doch Erinnerungen dran.

    ciaOliver

  28. Avatar
    dreitagebart

    Der K-1 war für meine Begriffe klanglich der furchtbarste Synthesizer, den ich je gespielt habe … dünner Sound, kaum durchsetzungsfähig, rauscht wie blöde … einfach grauselig!

  29. Avatar
    Mike

    Hallo! Sooo schlecht finde ich meinen K1rII als Rack-Modul gar nicht. Zugegeben, ich nutze ihn zwar eher selten, da er zu meinen anderen Synthies nicht so reinpassen will, aber er hat trotzdem seinen eigenen Stil und rumexperimentieren lässt es sich mit ihm auch sehr gut. Verkaufen werde ich ihn niemals.
    Viele Grüsse
    Mike

  30. Avatar
    alex

    hallo! ich liebe mein kawai PHm (preset-schleuder mit 200 k1 sounds), weil es klein ist und diese wunderbar schrägen 90er sounds von miami vice und jan hammer hat ;-))) du spielst einen sound an und hast bei vielen so einen wunderbaren “ja, der war doch bei…” effekt. inspirierend für mich und unterhaltsam. egal ob additive synthese, oder ob das teil wenigstens einen filter hat (ich weiss eh, er hat keinen)…
    ein PHm ist um 30 euro bei ebay zu bekommen…
    lg
    alex

  31. Avatar
    DJ Block AC

    Geile Diskussion! Mir ist es vollkommen egal, ob der K1 additiv ist oder nicht – es war mein erster Synth und ich habe ihn in so ziemlich ALL meinen produktionen eingesetzt.

    Der K1 hat durch seine begrenzten Möglichkeiten meinen Musikstil geprägt.

    Danke K1 !!!

  32. Avatar
    Rainer Nr: 3

    man muss sich den schwächen des k1 stellen und ihm helfen das beste daraus zu machen. abgesampelte hohe k1 sounds in bereiche transformiert die am gerät selber nur ein rauschen und brummen erzeugen würden zeigt wieviel druck der k1 gerade bei bässen erzeugen kann.
    mir fällt grad auf dass ich den k1 zu dem benutzt hab was er am scheinbar am wenigsten kann. organische drum sounds und bässe. k1 ich liebe dich! du bist weit mehr als eine presetorgel wie böse zungen behaupten! apropo orgel, er hat die schönsten…

  33. Profilbild
    filterfunk

    K1: 1988. Mein erster Synth. Und gleich ein Griff ins Klo… Ich hätte das Geld besser für die Anzahlung eines Matrix 12 angelegt, oder einen Matrix 1000 geholt. Aber damals waren die features “Anschlagdynamik”, “Sample-Rom”, und natürlich der Preis ausschlaggebend. Das Teil hat den Begriff “Synthesizer” eigentlich nicht verdient. Eher als billige Sample-Presetschleuder mit – auch wenn lofi durchaus reizvoll sein kann – schwachem Charakter.

  34. Profilbild
    Steppenwolf

    rauscht der wirklich so doll? in den klangbeispielen hört sich das nach meinem empfinden recht erträglich an insgesamt. wurden die stark bearbeitet oder ist das der originale sound?

    • Profilbild
      Neven Dayvid

      Ja, der rauscht vielleicht noch einen Hauch mehr als ein Roland D50.
      Da der K1 aber insgesamt offener, heller, leichter klingt, empfindet man das Rauschen fast schon als organischen Klangbestandteil: Ist halt ein Röchelsynth :)
      Wenn man es neutraler will, gibts ja auch noch Absynth und Co.

  35. Profilbild
    fiutare

    Ich hatte das Ding nur wegen dem “Aahh-Sound”. Das war gleich das erste Preset (irgendwie A1 oder so). Als ich genug geaaaht hatte, hab ich’s wieder verkauft.

  36. Profilbild
    Mario Höll

    Auch der Kawai K1 ist so ein Synthesizer, der gerade wegen seiner Macken interessant klingt. Wenn man den schwachen Prozessor richtig ran nimmt (Samples extrem hoch oder runter pitchen) und oder die sehr unterschätzte Amplitudenmodulation benutzt, entstehen so noch nie gehörte Klänge, die da eigentlich gar nicht drin sind. Das Ding ist ein prima Effektlieferant. Durch die geringe Auflösung von nur 8 Bit erhält man viel Schmutz, viele interessante Röchel- und Hauchsounds bekommt man so hin. Das alles klingt auch garantiert LoFi. Da es auch nicht viele Parameter einzustellen gibt, kommt man schnell zu interessanten Ergebnissen. Als Simulationsmachine taucht er natürlich nicht. Und filtern geht eben auch nicht. Vielmehr bringt er das gewisse Etwas im Mix, so eine Art „Salz in der Suppe“, gerade wenn alles andere so sauber und perfekt klingt, da ist er auch deutlich herauszuhören. Ich verwende ihn hauptsächlich für Effekte, aber auch zum unterlegen unter andere Sounds. Wenn man an in Echtzeit an dem Joystick (anders geht es ja auch nicht) dreht, bekommt man prima Überblendungen, die, dezent angewendet, zur Verfeinerung dienen können. Da stecken immer noch ungeahnte Möglichkeiten drin, gerade wenn man die Samples gegenseitig Amplitudenmoduliert.

  37. Profilbild
    Despistado

    Ich hatte mal einen K1 rII den ich dann aber bald wieder verkauft habe.
    Der Grund: Die Presets waren stinklangweilig (war zu erwarten) und die Sound Diver-Adaption für den K1 rII ist leider abgestürzt, sprich, eigene Klänge zu erstellen war nicht möglich (mit den paar Tastern und dem kleinen Display war mir das zu aufwendig).

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