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Green Box: Yamaha VL1, VL1m, VL7

Virtual Acoustic

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Pipe/String

Als nächstes kommt die Pipe/String-Sektion, die für die Resonanz einer Luftsäule oder Saite zuständig ist. Hier gibt es weitere 8 verborgene Parameter, die maßgeblich für den Wohl- oder Unklang des Instruments sind. Hier gibt es neben der Hauptröhre eine Röhre für das Mundstück und zwei weitere Nebenresonanzen. Das zusammen kann für metallische Nebengeräusche für weiteren Realismus sorgen, was hauptsächlich für  Blechbläser wichtig ist. Einstellen lassen sich auch Dämpfung, Absorption und die Registerlage, ab wann die Obertöne Oberhand gewinnen. Es gibt wieder einen eigenen LFO für den Pitch und den Lippenansatz (Embouchure), der sich indirekt an Klangfärbung und Ansprache äußert.

Die Physik der Rohres in hellblau

Die Physik der Rohres in hellblau

Harmonic Enhancer

Danach in der Kette der Klangerzeugung ist der Harmonic Enhancer, ein komplexer FM-Effekt. Er besteht aus zwei „Operatoren“ Carrier und Modulator, die direkt von unterschiedlichen Signalquellen des Instruments gespeist werden. Diese Wahl der Quelle erzeugt dramatische Klangunterschiede. Das können sein: Normalmix, Breath Noise im Mundstück, Sättigung der Luftgeschwindigkeit im Mundstück, Beat (Kontaktgeräusch beider Blättchen), Reed (Direktsignal der Blättchen, Friction (Luftschlitz zwischen Reed und Kopfstück). Rückkopplungen und Overdrive und Filter lassen sich in weiten Bereichen verändern.

Harmonic Enhancer

Harmonic Enhancer

Klangbeispiele

  1. Avatar
    dieter198a

    Ich erinnere mich noch genau an die Veröffentlichung des VL-1.
    Das Ding wurde überall hochgelobt, aber keiner wollte ihn kaufen.
    Der Grund war eigentlich klar. In einer Zeit in der es Quasi nur Workstations mit Standardsounds gab und alle elektronische Sounds wollten, kam Yamaha mit einem Trompeten-Synthesizer (und Korg mit einer Hand-Trommel).
    Ausgerechnet Clavia (bis dahin hauptsächlich Hersteller von E-Drums) schätzte die Zeit richtig ein und zeigte dann allen wo´s lang ging.

    • Profilbild
      pmm

      Stimme Dir absolut zu. Es ist fast schon ein Sickerwitz der Geschichte, dass diese Technologie ausgerechnet im Modellieren analoger Synthesizer ihren Erfolg fand.

  2. Profilbild
    Schorsch

    Ich erinnere mich an eine Vorführung in einem Musikhaus. Der Vorführer spielte zuerst ein Sax aus dem SY99, damals so etwa State-Of-The-Art. Dann kam der VL-1: der Unterschied an Authentizität war echt beeindruckend. Beim Ausprobieren des Instrumentes fand ich die Beeinflussbarkeit der Klänge tatsächlich unglaublich. Allerdings ist es extrem schwierig, etwas anderes als Sax, Klarinette und Co. oder aber wirre Noises aus dem Gerät zu bekommen. Meine Hoffnung, damit etwas Neues abseits der ausgelatschten Standard-Filter-Reso-Sounds mit vor allem neuen Echtzeit-Eingriffsmöglichkeiten zu bekommen, hat sich leider nicht erfüllt.

  3. Profilbild
    ogerich

    Ich habe einen und ich werde den niemals weggeben! Es ist so ziemlich das unerhörteste elektronische Musikinstrument aller Zeiten – unglaublich bis heute!

  4. Profilbild
    mwalter

    Darf ich als Unwissender mal folgende Frage ans Fachpublikum stellen : Gibt es denn heute eine Hardware oder Software, die den Klangeigenschaften dieses Synths gleichkommt ? Also speziell die naturnahe Emulation von Holz- und Blechbläsern. – Mit dem Hintergrund diese mit einem Windcontroler möglichst naturnah spielen zu können ?

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