Black Box: Alesis HR16, HR16B

6. Oktober 2015

Alesis Drumcomputer-Einstieg

Alesis HR16

 

DER HYPE

Im nun 9. Teil dieser Serie stellen wir den Alesis-Klassiker HR16 vor, der 1987 für Furore sorgte, da es die erste „bezahlbare“ Drummachine unter 1.000 DM war, die bereits eine Auflösung von 16Bit lieferte.

Durch Microverb und Midiverb hatten die findigen Amerikaner bereits erste Lorbeeren eingeheimst und der Name ALESIS versprach hohe Qualität zum günstigen Preis.

Bereits die Ankündigung der HR16 Ende 1986 sorgte dafür, dass praktisch der Verkauf aller Konkurenzprodukte fast gänzlich zum Erliegen kam. Geschäftstüchtige Händler begannen umgehend damit, Vorbestellungen entgegenzunehmen und Wartelisten aufzustellen.

Das schlanke Gehäuse mit der aufklappbaren Bedienungsanweisung entsprach so gar nicht den „breit, breiter am breitesten“ gebauten Wettbewerbern. Eine Yamaha RX5 war z.B. mindestens zweieinhalb mal so breit wie die HR16. Das gesamte hellgraue Design mit den weißen Pads hatte außerdem etwas Edles und Kühles.

Als die HR16 schließlich lieferbar war, durfte man getrost Wartezeiten von mehreren Wochen in Kauf nehmen, hatte man sich nicht bereits Monate zuvor auf einer Warteliste eingetragen. Einen ähnlichen Hype um ein neues Produkt habe ich in der Musikbranche seitdem kaum mehr erlebt.

Alesis HR16

Klangbeispiele
Forum
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    AMAZONA Archiv

    Danke für den Beitrag.
    Die Beschreibung scheint mir sehr treffend. Als stolzer? Besitzer einer HR-16 Maschine hätte ich mir allerdings gewünscht, dass im Fazit "heute unerläßlich und unbezahlbar" stehen würde… . ;-)

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    AMAZONA Archiv

    es gab eine Lösung von Alesis die beiden Maschinen zu einer Einheit zu verbinden, ich hatte sie, habe es allerdings nie umgesetzt, es war ein Chip dabei. Die Netzteile bestehen übrigens nur nur aus dem Trafo, keinerlei weitere Bauteile. Für das "Netzteil" musste man 90 Möpse bezahlen, ein unglaublicher Rip Off, zumal die verbauten Miniklinken bei Zug leicht rausrutschen und durch den entstehenden Kurzschluss durchgehen. Mag die HR trotzdem, vor allem die B. Die Software war genial, die Verarbeitung Mist, genau umgekehrt wie bei den japanischen Produkten

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      gaffer  AHU

      Acht Jahre später fällt mir noch was ein: Die Maschinen hatten, wenn ich mich noch recht erinnere (meine sind weg), Trimmpotis eingebaut, die das Verhalten dieser Rauschfahnen veränderten. Ich arbeitete damals in einem Musikladen und die HR16 stand in einem hohen Stapel da. Aber alle klangen unterschiedlich, vor allem die Toms neigten zum „fahnen“. Ein Anruf beim Vertrieb resultierte in einer Anleitung, wie wir die Kisten endjustierten könnten.

      Das war neben den Netzteilen die zweite Unverschämtheit. Bei einem 1000 DM Produkt einfach die Endkontrolle zum Händler zu verlagern. Die damals gleichzeitig erschienenen Quadraverbs (könnten auch irgendeine Version der MIDIverbs gewesen sein) hatten zur Hälfte permanent leuchtende Overload LEDs.

      Aber ihr kennt ja inzwischen meine Meinung dazu: Die meisten amerikanische Firmen schaffen es einfach nicht gute Qualität durchzuhalten und gehen früher oder später einfach um.

      Die Software war trotzdem unbeschreiblich gut, die Klappe mit der Anleitung: superber Einfall!

      Und, Peter: sie klangen damals deutlich moderner als die danach zum Kult aufsteigenden 808 und 909

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    AMAZONA Archiv

    jo, war damals die Revolution. Gehörte nach ungesehener Vorbestellung und einigem Warten sicher zu einem der ersten hundert User in D. Hatte sie dann Anfang der 90er durch ein D4-Modul ersetzt und es dann bitter bereut, denn ein dreifacher Snare-Layer aus der HR kommt immer auf den Punkt, das selbe über MIDI am D4…könnt ihr euch denken…;-)

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    Saftpackerl

    Wie sind eigentlich die Pads der HR16 ?
    Dynamisch spielbar? und ich meine dynamisch SINNVOLL spielbar?
    Gutes „klopfgefühl“?
    Könnte man sie als MPD(u.Ä.) Ersatz in Betracht ziehen?

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      Tyrell  RED

      Hi Saftpackerl, nein die Pads klappern und sind nicht gerade die besten Pads die man auf dem Markt bekommt.

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        Saftpackerl

        aha okay!

        Dachte nach DIESEm

        http://www.....ThXwURLLhs

        video, es muss einen grund haben dass dieser Fingervirtuose auf gerade Diesen pads spielt. bzw. Dass sie nicht so schlecht sind…

        Aber ja, wenn die Verarbeitung generell auch nicht so gut is…

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    microbug  

    Das Bemerkenswerteste an diesen Dingern ist der Aufbau innen, denn es handelt sich dabei um die gleiche Standardhardware um einen 8031-Prozessor, die Marcus Ryle schon für die Perf-X Kisten bei Oberheim nutzte. Hier kam dann ein PLCC-Kundenchip fürs Auslesen der Samples hinzu, und genau diese gleiche Konstruktion steckt, wenn auch mit mehr Speicher, auch in der SR-16.
    Das 8031-Stanardboard steckt auch im Alesis MMT-8 drin.

    Die Pads sind simpel gebaut, die Dynamik funktioniert über Piezoscheiben, die so innen am Deckel verklebt sind, daß sie gleich 4 Pads bedienen. Sehr pfiffige Lösung.

    Gruß, Dietmar

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    c.hatvani  AHU

    Was ich an der HR-16, neben dem guten Sound toll fand, war das gute, „tighte“ Timing, was man nicht von jedem Drumcomputer der Endachtziger-Anfang 90er sagen kann. Unter diesem Aspekt schlägt die HR-16 locker eine Roland R-8/R-70/Yamaha RY-30…

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    micromoog  AHU

    Meine erste Drummachine damals.

    War dann so „blöd“ die gegen das D4-Modul zu ersetzen, auf dem Papier ein toller Deal, jedoch brachte externes MIDI „ge-eier“ vs tightes internes timing schnell die Ernüchterung ;-)

  8. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Meine erste drummachine hr16 Band! 800 Mark und klingt immer noch eindeutig nach hr16 im D5 Ersatz. Sehr Charakteristisch und immer wieder erkennbar als hr16. Das kann ein Superior Drummer so nicht! Wer in der Zeit schon musikalisch aktiv war kann den Hype verstehen, Newbies dagegen brechen in Gelächter aus.

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