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Black Box: Casio RZ-1 Drumcomputer & Sampler

22. Dezember 2007

Kult-Drumcomputer & Sampler

Gastspiel

Dier Firma CASIO war in den 80ern immer wieder für eine Überraschung gut. Vor allem in der Musikbranche hatte niemand erwartet, dass CASIO dazu im Stande wäre, auch in der Profi-Liga mitzuspielen. Dass dies, zumindest kurzfristig, doch gelungen ist, zeigen die damaligen Synthesizer der CASIO CZ Serie sowie die Sampler der CASIO FZ Serie. (Zu beiden Serien finden Sie einen Link zu den AMAZONA Beiträgen am Ende dieses Artikels.)

Mit dem Casio RZ-1 versuchte der Hersteller 1985 schließlich auch in der Sparte Drumcomputer. Obwohl diese coole Box einst zu einem erstaunlichen Preis und mit der Möglichkeit, eigene Samples aufzunehmen, angeboten wurde, war ihr lange Zeit nur ein Schattendasein im Glanz von Roland, Korg und vor allem Yamaha beschert.

CASIO hatte zwar einige interessante Features eingebaut, dafür aber auf Edit-Features der Drumsounds komplett verzichtet. Selbst ein „Stimmen“ der Sounds war nicht möglich. Offensichtlich ein Manko, das letztendlich dazu führte, dass Casio nach dem RZ-1 keinen weiteren Drumcomputer mehr baute.

In den 90ern erlebte die RZ-1 allerdings ein Revival im Underground. Die Techno-Szene hatte den HiHat Sound der RZ-1 und den Charme der 8Bit Samples für sich entdeckt. Dank des integrierten Mixers war die RZ-1 auch noch extrem livetauglich und robust dazu.

Der Casio RZ-1 heute

Der Preis für eine CASIO RZ-1 hat sich wieder einigermaßen normalisiert und liegt nun bei ca. 100,– Euro. Es gibt einige wenige Modelle, bei denen der Sample-Ram-Speicher nachträglich erweitert wurde, diese Units liegen aber auch nur bei ca. 130,– Euro.

Wer braucht denn heute noch eine RZ-1? Der Sound der Casio RZ-1 ist unverwechselbar. Die Bass-Drums drücken zwar lange nicht so heftig wie die eines 16Bit Samples bzw. einer analogen Box, aber dank der Einzelausgänge und professioneller Nachbearbeitung lässt sich auch damit ein ordentlicher Wums erzeugen. Vor allem aber der Spaß am Low-Fi Sound der eigens erstellten Samples ist unschlagbar. Klar kann man das heute alles mit Software machen, aber trotzdem ist das eben ein ganz eigenes Ding mit der RZ-1. Ich jedenfalls möchte meine nicht mehr missen.

Nun aber zu einem Report von Richard Aicher, der die folgende Story im März 1986 geschrieben hat. Also ein echter Zeitzeugen-Bericht. Richard Aicher war seinerzeit nicht nur Autor diverser Fachmagazine, sondern auch Herausgeber des ersten deutschsprachigen Standard-Werks zum Thema MIDI. Seine experimentellen Live-Auftritte sind legendär und seinen sehr künstlerischen Umgang mit elektonischer Musik hat er sich bis heute bewahrt. Die Webseite von Richard können wir deshalb jedem Musik- und Kunst-Interessierten wärmstens empfehlen. (Siehe Link am Ende der Story)

An dieser Stelle vor allem nochmals herzlichen Dank an Richard Aicher, der uns diese Story für AMAZONA.de zur Verfügung gestellt hat!!!!

März 1986

Jetzt ist sie also da, die erste Drum Machine mit Samplingoption im „Low Cost‘! Bereich, sie stammt von Casio und nennt sich RZ-l. Das Panel ist in drei Bereiche geteilt. Im oberen befinden sich 8 Level Schieberegler für Tom I, 2 und 3, Bass Drum, Rimshot / Snare, Open Hi-Hat / Closed Hi-Hat, Claps / Ride und. Cowbell / Crash sowie Sample 1/2 und Sample 3/4.

Insgesamt lassen sich also 10 Instrumente bzw. Kombinationen ‚von 2en getrennt regeln. Dieselben Instrumente bzw. Kombinationen verfügen auch je über einen separaten Output an der Rückseite des RZ-l. Leider können auch die vier Samples nicht getrennt, sondern nur kombiniert abgenommen werden (1 mit 2 und 3 mit 4). Zwei weitere Schieberegler, einer für das Sampling-Level (Aussteuerung) und einer für das Master, schließen den Reglerbereich ab. Im mittleren Bereich des RZ-1 befinden sich sämtliche Funktionsschalter und das türkisblau beleuchtete LCD-Display, ,das hiermit nun auch bei Casio Einzug hält. Es ist sowohl im Hellen als auch Dunkeln, also in allen musikalischen Lebenslagen, hervorragend lesbar und stellt damit einen wesentlichen Fortschritt im Vergleich zu den bisher eingesetzten, unbeleuchteten LCD-Displays, dar. Im unteren Panel-Bereich sind die Switches für Start / Stop, Continue Start, Accent und Mute, sowie die 10 Instrumente- Trigger, und die vier Sample-Triggerschalter angebracht.

Die Sounds

Das RZ-1 verfügt über 12 fest installierte PCM-Sounds: Bass Drum, Snare, drei Toms, Rimshot, Open und Closed Hi-Hat, Claps, Ride, Cowbell und Crash. Zusätzlich lassen sich vier eigene Sounds samplen: Sample I, 2, 3 und 4. Alle Sounds klingen sehr an natürlichen Drums orientiert. Keine Simmons-Tom-Imitationen, sondern das Original-Set der 70er Jahre erwacht hier wieder zum Leben. Die Bass Drum besitzt in meinen Ohren zu wenig Druck, die Snare ist kräftig, aber nicht sehr modern. Besser gefallen mir die beiden Hi-Hats, sowie Ride und Crash. Allerdings ist das Crash auch hier, wie bei den meisten anderen Drum Machines, sehr kurz. Die Claps haben viel Mühe, den Hörer von echten Hand-Claps zu überzeugen. Guten Durchschnitt schließlich bilden Cowbell und Rimshot.

Sampling

Während man nun jedoch bei anderen Drum Machines mit den internen Sounds zufrieden sein muss, geht’s hier eigentlich damit erst los. Die Samplingoption macht’s möglich. Die Snare zu brav? Kein Problem, dann sampled man sich halt eine eigene. Und wem das immer noch nicht reicht, der hat noch drei weitere Samples für eigene, tierische Soundkreationen zur Wahl. Auch längere Crashs stellen nun kein Problem mehr dar. Die vier Sample-Speicherbereiche lassen sich nämlich entweder paarweise oder alle vier zusammen aneinanderhängen. Da jeder Sample -Speicher 0,2 Sec Sound fasst, lassen sich also entweder vier Sounds a 0,2 Sec, zwei Sounds a 0,4 Sec, oder ein Sound mit 0.8 Sec speichern. Im Normalfall beträgt die Sampling Rate laut Casio 20 kHz, das heißt, der wiedergegebene Frequenzbereich beträgt zirka 10 kHz. Dafür ist die Qualität der Samples erstaunlich. Probleme ergaben sich beim Test lediglich im tiefen Bass- sowie im Hochtonbereich. Da lassen sich Digitalisierungsgeräusche vernehmen. Doch mit demselben Problem kämpfen auch wesentlich teurere Sampler.

Die vier Sample-Sounds können leider nicht alle zusammen gleichzeitig gespielt werden. Sample I kann nie zusammen mit Sample 2 und Sample 3 nie zusammen mit Sample 4 klingen. Das ist bei der Speicherorganisation des RZ-1 nicht möglich. Setzt man im Play Mode doch eine „verbotene“ Kombination auf einen Step, also etwa I mit 2, dann wird der zuletzt eingegebene Sample gespielt, der andere unterdrückt. Die Aufnahme der Samples ist ein Kinderspiel. Der Input Jack für das Sample- Signal befindet sich auf der Rückseite des RZ-l. Mit einem Switch lässt sich der Input wahlweise auf Mikrofon oder Line-Empfindlichkeit schalten. Als nächstes steuert man mit dem Samplinglevel-Regler das Signal optimal aus. Eine Signal-LED zeigt eventuelle Übersteuerungen an. Durch gleichzeitiges Drücken des blauen Sample- Switches unterhalb des Displays und des entsprechenden Sample Trigger Switches (je nach gewünschtem Sample, 1- 4) bringt man jetzt das RZ-1 in den Sampling- Aufnahmemodus. Lässt man die Switches wieder los, erscheint im Display der Hinweis „Sample“ und die Nummer des angewählten Samples. Das RZ-l befindet sich nun im Sampling-Standby

Sobald ein Signal am Input erscheint, triggert der Sampler automatisch und nimmt es auf, bis der Speicher voll ist. Dann erscheint im Display der Hinweis „Sample O.K.“, der Sampler geht in den Play Mode über, der Sample kann getestet werden. Er steht nun sofort für alle Patterns zur Verfügung. Für längere Sounds verbindet man die Sample-Speicher. Man kann entweder Sample 1 mit 2 bzw. 3 mit 4 verknüpfen, das ergibt je 0.4 Sec Sampling Time. Oder alle vier Samples zu einem Sample von 0.8 Sec Dauer. Auch dieser Vorgang ist narrensicher einzugeben. Überhaupt wurde bei dieser Drum Machine sehr viel Wert auf Bedienkomfort gelegt.

Sind die Samples einmal im RZ-l, lassen sie sich als Daten auf Tape sichern. Eine Verify-Option gestattet die Überprüfung auf Fehlerfreiheit. Umgekehrt lassen sich die Sounddaten selbstverständlich auch wieder vom ‚Tape-In das RZ-l laden. Es werden hierbei immer alle vier Samples auf einmal übertragen. Casio liefert voraussichtlich eine Cassette mit 96 analog aufgezeichneten Drum-Sounds zum Einladen ,in das RZ-l. Man spielt sie hierzu einfach vom ‚Taperecorder in den Sample-Input. Dank des Auto-Triggers geht das ziemlich problemlos. Auf der Rückseite des RZ-l sind zwei Tone Control-Potis angebracht. Sie wirken als einfacher Filter. Der eine beeinflusst Sample I und 2, der andere Sample 3 und 4. Mit diesen Tone Control-Potis kann man den Sample von unerwünschten Nebengeräuschen befreien, einen eventuell mit gesampelten Rauschanteil etwas ausfiltern, oder eben einfach, sofern am Mixer keine Klangregelung vorhanden ist, den Klang an das eigene Equipment anpassen.

Die Modes

Das RZ-l verfügt über sieben Modes: Pattern Play und Pattern Record, Song Play und Song Edit, Sampling, MT (Tape Memory) und den Midi Function Mode. Im Pattern Record Mode nimmt man Patterns auf, entweder in Realtime oder Step by Step. Bis zu hundert Patterns lassen sich speichern. Aus diesen lassen sich im Song Edit Mode bis zu 20 Songs bilden. Jeder Song kann maximal 100 Pattern-Steps lang sein.
Im Sampling Mode lassen sich, wie schon beschrieben, vier eigene Samples aufnehmen. Der MT Mode dient zum Sichern der Patterns, Songs und Sample-Sounds auf Tape. Für die Aufnahme und Wiedergabe stehen insgesamt 10 Funktionen bereit, die über 7 Funktionsschalter angewählt werden können. Sie sind in einer 2 x 5 Matrix angeordnet. Und das macht die Bedienung des RZ-l besonders einfach. In‘ jedem Kreuzpunkt einer Zeile mit einer Spalte des Matrixfeldes steht die zugehörige Funktion aufgedruckt. So weiß man immer sofort, welche beiden Switches zu drücken sind, damit eine bestimmte Option läuft. Mit dem Song Pattern Key in der oberen Matrixzeile wählt man die 5 Songfunktionen, Edit, Delete, Insert, Chain und Reset Copy, an. Der Pattern Key in der unteren Matrixzeile dient zum Aufrufen der Pattern-Funktionen Record, Delete, Auto Compensate, Beat und Reset / Copy. Neben Song- und Pattern-Switch befindet sich jeweils eine Signal-LED. Im Play Mode leuchtet sie bei gewähltem Switch grün, im Record Mode rot.

Wie nimmt man ein Pattern auf? Zunächst wählt man über die Telefontastatur rechts neben dem Panel, das gewünschte Pattern an. 99 stehen zur Verfügung. Dann drückt man den Pattern-Switch und anschließend den, Switch unterhalb der gewünschten Funktion. Im Display erscheint augenblicklich die zugehörige Meldung. Über die beiden Value Switches kann man nun entweder mit „No“ die Funktion stornieren oder mit „Yes““ anwählen. Im Pattern Record Mode nimmt man entweder in Realtime auf oder Step by Step. Im ersten Falle drückt man lediglich den Startschalter, der Click ertönt, und ab sofort wird jeder Schlag auf einen Instrument-Trigger-Button gespeichert. Die Buttons erscheinen auf den ersten Blick sehr wackelig, erweisen sich jedoch bei der Arbeit als sehr gut „zu spielen“. Beim Einspielen von Hand registriert das RZ-l keine kontinuierlichen Dynamik. Informationen. Lediglich mit dem Accent und Mute Button lassen sich die Schläge gegenüber dem Normalwert lauter bzw. leiser eingeben. Drückt man gleichzeitig auf Instrument und Accent, wird der Schlag lauter, drückt man auf Mute, wird er leiser. Taktmaß und gewünschte Anzahl von Beats für das Pattern gibt man zuvor über die Beat-Funktion ein.

Der Taktzähler kann hierbei jeden Wert von 1 mit 29, der Taktnenner 4, 8 oder 16 betragen. Auch die Anzahl der Bars ist im Bereich 1- 24 frei bestimmbar. Die Autocorrect-Funktion (Auto Compensate) erleichtet das Einspielen der Patterns wesentlich. Wie üblich wählt man sie im Record Mode durch Druck auf den entsprechenden Switch unter Auto Compensate an. Den gewünschten Wert tippt man über die Telefontastatur ein. Dort stehen die Auto Correct-Werte über den Tasten aufgedruckt. Folgende Correct-Werte sind möglich: 1/2, 1/4, 1/6, 1/8, 1/16, 1/24, 1/32, 1/48 und 1/96. Im 1/8 Mode erscheint im Display zusätzlich der Parameter „SWG“. Dieses Kürzel steht für Swing und macht genau das; was es sagt, lässt die Patterns etwas „swingen“. Die Swing-Parameter sind 50, 54, 58, 63, 67 und 71. Sie geben die prozentuale Abweichung der geraden Beats vom Normal- Beat an.
Zur Step Time-Aufnahme drückt man nach Pattern Record nicht den Start- Button, sondern den Value-Switch. Damit wird das RZ-l nun Step für Step weitergeschaltet . Im Display erscheinen jeweils aktueller Step und Bar. Jeder Beat ist mit allen eingegebenen Instrumenten zu hören. Drückt man einen Trigger Button, wird der entsprechende Schlag automatisch zum aktuellen Step ins Memory übernommen.

Durch nochmaliges Drücken des Pattern Buttons gelangt man aus dem Record Mode wieder in den Play Mode. Die Signal-LED wechselt hierbei wieder automatisch ihre Farbe von rot nach grün. Drückt man nun auf Start, fährt. das Pattern ab. Das Record- bzw. Play-Tempo lässt sich in Realtime, also auch während des Spiels, im Bereich von 40 bis 250 Beats per Minute verändern. Mit der Reset / Copy-Funktion lässt sich das aktuelle Pattern auf ein anderes kopieren. Letzteres muss hierbei leer sein, andernfalls erscheint die Frage „Delete?“. Verneint man diese, wird die Kopiefunktion nicht ausgeführt. Dies hat einerseits den Vorteil, dass keine Patterns gelöscht werden können, andererseits lassen sich so verschiedene,Patterns nicht mixen, was oft eine Arbeitsvereinfachung darstellen würde. Die Delete- Funktion dient schließlich zum Löschen kompletter Patterns.

Ähnlich problemlos wie im Pattern Mode arbeitet man im Song Mode. Im Song Edit Mode wählt man über das Display und den Value Switch den gewünschten Song Step und über die Telefontasten das gewünschte Pattern an. Auch im Song Mode existieren die Funktionen Delete (Löschen eines Songs) und Reset / Copy (Kopieren des aktuellen Songs in einen anderen Song Speicher). Insert gestattet das nachträgliche Einfügen von Patterns an jeder beliebigen Stelle in der Song Chain, Delete das Löschen einzelner Song Steps.

Stoppt man einen Song im Play-Modus, kann man ihn entweder mit dem Start / Stop- Button wieder direkt von Takt 1, Beat 1 neu anlaufen lassen, oder mit dem Continue / Start-Button von der Stop-Stelle an weiterlaufen lassen. Die Midikonfigurationen stellt man über die beiden Midi- Buttons ein. Das RZ-1 arbeitet im Poly Mode/Omni Off. Alle Channels von 1 mit 16 lassen sich als Receive/‘ Transmit Channels wählen. Der Empfang von Velocity-Daten per Midi kann unterbunden werden (Note enable). Das RZ-1 kann im Record Mode von Hand nur mit drei verschiedenen Dynamik- Leveln eingespielt werden (Mute = 48,Normal = 64 , Accent = 112)Von einem angeschlossenen Midi-Keyboard aus lässt es sich jedoch voll dynamisch spielen. Es registriert und gibt hierbei die eintreffenden Velocity- Informationen kontinuierlich im Bereich von 1 mit 112 wieder. Die Zuordnung der Midi-Notes zu den Instrumenten ist fest vorgegeben und lässt sich nicht ändern. Mit dem Clock-Button wählt man den Synchronisations-Modus. Er lässt sich entweder auf Internal oder External stellen.

Tape Memory

Die Funktion MT gestattet wie erwähnt getrenntes Speichern und Laden von Rhythmen oder Samples von Tape. Schade ist, dass sich die Data Files nicht mit Namen versehen lassen, was das Auffinden auf den Cassetten wesentlich erleichtern würde. Bei der
Abspeicherung im Rhythm Mode werden die Pattern-Daten, Song-Daten (inclusive Chain), Tempo-Werte, Midi-Konfigurationen und die gewählten Pattern l Song- Nummern abgespeichert. Genau dieselben Daten werden auch im Back Up Memory nach dem Ausschalten des Gerätes. bis zum nächsten Wiedereinschalten gesichert.

Ins und Outs

Die In und Outputs befinden sich alle am Back Panel. Das sind in der oberen Reihe die 10 Line Outs, die beiden Stereo Master Outs (Left und Right/Mix) und die zwei Minipotis zur Sample-Toneinstellung. In der zweiten Reihe befinden sich die drei obligatorischen Midi-Buchsen, In, Out und Thru, sowie die Tape-Buchse. Für letztere wird sinnvollerweise ein 8-poliger Spezialstecker verwendet, um Verwechslungen mit den Midi-Buchsen vorzubeugen. Daneben der Foot Switch Input, der Sample-Signal Input mit Mic/Line-Umschalter und der Phones Output.

Casio RZ-1 on YouTube

Fazit

Der Casio RZ-1 Drumcomputer stellt momentan eine interessante Alternative zu den Drum Machines im „Low Cost“-Bereich dar. Die PCM-Sounds sind nicht gerade überwältigend, die Sampling-Option ist jedoch recht interessant. Selbstverständlich darf man hier keine Sampling-Qualität a la Emulator, Kurzweil oder ähnliches erwarten. Aber der Preis ist ja auch nicht der gleiche. Dank der einzelnen Outputs lässt sich mit nachgeschaltetem Mixer und Effekten auch aus den internen PCM-Sounds noch etwas machen. Die Einzel- Outs lassen auch verschmerzen, dass sich das Panning der Sounds intern nicht programmieren lässt, es ist fest vorgegeben. Schade ist, dass die vier Samples nicht gleichzeitig gespielt werden können und nur jeweils paarweise in einen Output geleitet werden. Der Preis für das Casio RZ-1 beträgt ca. 1.400,- DM. Damit ist eine gute Preis/Leistungsrelation
gegeben.

Plus

  • Sehr eigenständiger 8Bit Sound
  • Möglichkeit bis zu 4 Sounds selbst zu sampel und im Speicher zu behalten
  • integrierter Mixer
  • Einzelausgänge

Minus

  • Kein Sound-Editing
  • Keine Anschlagdynamik, nur Accent
Klangbeispiele
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