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Green Box: Technics WSA1 und WSA1R

6. Mai 2017

Physical Modeling King

Vorwort

Der WSA1 hat was. Nur ist es nicht ganz leicht, dieses gewisse Etwas aus seinem Inneren hervorzuholen. Vielleicht aus diesem Grund – aber vor allem auch wegen der schlechten Presets, die seinerzeit vielleicht in eine Tanzband gepasst hätten – ist der Technics WSA1 und seine Rack-Version WSA1R auch heute noch ein Geheimtipp.

Man muss allerdings wissen, dass der Technics WSA1 weder akustische Instrumente authentisch nachbilden kann, noch einen analogen Synthesizer. Die Stärke seiner „Physical Modeling-Synthese“ liegt in genialen digitalen Sphärenklängen und Motionpads, die sich in Echtzeit über die Modulationsmöglichkeiten in alle Richtungen verbiegen lassen.

Für eine Vernissage habe ich ungelogen mal mit einem einzigen Pad die Untermalungsmusik für einen kompletten Abend geliefert. Die erste halbe Stunde live eingespielt mit Controllern, danach über einen Sequencer die Controller-Daten in einen Loop versetzt – Ende. Vom Ergebnis waren nicht nur ich, sondern auch alle Besucher verblüfft.

In Ermangelung aktueller Fotos haben wir uns erlaubt, Bilder des Prospekts abzulichten. Sollte aber einer der Leser ein paar gute Fotos von seinem WSA1 oder WSA1R zur Verfügung stellen, können, immer her damit :-)

Nun viel Spaß bei der Lektüre zu einem echten Underdog.

Ihr
Peter Grandl

 

Oft erreicht, nie kopiert

Dies ist ein wenig das Schicksal des ersten und möglicherweise letzten Technics Synthesizers WSA1. Dabei vereint der 1995 erfolgte Versuch der bis dato im Portable-Keyboard-Sektor erfolgreichen Firma Technics, auch im ‘Profi-Workstation-Lager’ Fuß zu fassen, viele neue Ideen in Klangerzeugung und Bedienung in sich.

Ein von den Abmessungen her TV-taugliches Display, ein großes Hardware-Controller-Arsenal und vor allem die 64-stimmige ACOUSTIC MODELING SYNTHESIS hätten dem WSA eigentlich viel Beachtung bescheren müssen. Dass es anders kam, könnte zum einen an Technics’ Herkunft aus dem Alleinunterhalter-Bereich liegen, zum anderen vielleicht aber doch einfach am Klang.

Aufgrund der Unfähigkeit zu knalligen Bässen, eher sachte zupackenden Hüllkurven und allgemein mit leichter Neigung ins Plastikhafte geht dieser nämlich knapp am Zeitgeist vorbei. Und damit sind wir mitten drin im Kapitel.

SYNTHESE

Das Besondere an der WSA-Synthese ist das ‘Acoustic Modeling’. Im Gegensatz zu rein virtuellen Synthesearten wie Yamahas VL- oder Korgs MOSS-Synthese wird die Klangerzeugung hierbei zweigeteilt:

Am Anfang jedes Klanges steht ein gewöhnliches PCM-Sample, das hier DRIVER heißt. Die 223 Samples plus 86 Drum/Percussion-Samples sind ordentlich in Gruppen wie Guitar, Piano, Strings usw. zusammengefasst. Von vielen Instrumenten liegen Samples in unterschiedlichen Velocity-Abstufungen vor. Das macht Sinn, denn bereits auf Driver-Ebene bietet der Technics die Möglichkeit, anschlagsabhängig eins von vier möglichen Samples eines sogenannten Layers auszulesen.

Neben diesen naturidentischen stehen auch eine Reihe synthetischer Rohwellen mit digitaler und ‘klassischer’ Synthesizer-Charakteristik zur Verfügung. Hört man sich diese Waves ‘roh’ an, klingt der Großteil geradezu giftig und spitz. Dies ändert sich, sobald der RESONATOR ins Spiel kommt.

Der Resonator ist der Modeling-Teil der Tonerzeugung, der den Samples einen virtuellen Klangkörper maßschneidert. Gleich zwei dieser Resonatoren stehen pro Sample bereit, die den Resonanzkörper von Röhren, Trichtern, virtuellen Saiten, Platten, Trommel-Membranen und zwei ‘Specials’ nachbilden. Von jedem dieser Resonatoren stehen wiederum etliche Varianten zur Verfügung, so dass man insgesamt auf 63 verschiedene Auswahlmöglichkeiten kommt.
FITTING regelt dabei die Balance zwischen Treiber- und Resonator-Anteil, mittels MUTING kann das Abkleben oder Abdecken von Saiten oder Schallöffnungen simuliert werden.

Kombiniert mit der Echtzeit-Modulierbarkeit der meisten Modeling-Parameter ergibt dies ein nuancenreicheres Klangverhalten, als dies mit bloßer Velocity-Steuerung eines Tiefpassfilters möglich wäre.
Wer schon immer mal eine gezupfte Trompete oder eine geblasene Geige konstruieren wollte, kann sich mit der WSA-Synthese gewiss eine ganze Weile austoben.Die Schnittstelle zwischen Driver und Resonator bildet der CONNECTION-Bereich. Hier wird die virtuelle Ankopplung zwischen dem klangauslösenden und dem klangformenden Bestandteil parametriert.

Ähnlich Yamahas FDSP-Synthese in den EX-Synthesizern kann beispielsweise mit POSITION (auch Velocity-gesteuert) die Anschlagstelle oder Pickup-Position einer Saite bestimmt werden, DEPTH regelt den Formant-Anteil am Gesamtklang. Subtile Bewegung ins Spiel bringt das ‘Position Movement’, das – genau – die Position zyklisch verändert.

Ein kompletter Sound des WSA setzt sich aus bis zu vier der oben beschriebenen LAYERs zusammen. Zwischen diesen Layers kann auch eine INTERACTION geschaltet werden, wodurch wahlweise die Resonatoren zwischen Layer 1 & 2, 3 & 4 oder aller vier gemeinsam miteinander verkoppelt werden. Mit diesem Feature kann dann ein einzelner Driver gleichzeitig verschiedene Resonatoren zum Schwingen bringen, also z. B. eine zugleich gezupfte und geblasene Geige. Sinnvoller ist aber möglicherweise die Anwendung, das Mitschwingen von gerade nicht bespielten Saiten, zu emulieren.

Alles in allem bietet der WSA1 in dieser Modeling-Section eine Fülle von Funktionen, mit deren Hilfe man dem Klang schon im Erzeugungsbereich gehörig zu Leibe rücken kann. Die weiteren Bestandteile eines WSA-Klanges entsprechen weitgehend dem klassischen Aufbau eines Synthesizers, oft aber mit gehörig erweiterten Features. Diese seien im Folgenden aufgeführt.

PITCH

Klar, Tonhöhe verbiegen kann er, der Technics. Statisch geht dies mit der Einstellung von KEY SHIFT und DETUNE um bis zu 24 Halbtöne und/oder 127 Cent auf/abwärts. KEY SCALING bietet die Wahl zwischen mehreren alternativen Stimmungen wie PIANO, WERCKMEISTER oder mehreren ARABICs. Außerdem kann mit SCALE der Abstand zweier Halbtöne neben NORM auf 1/2 bis 1/64 gesetzt oder das Key Scaling mit FIX komplett ausgeschaltet werden.

Die Pitch-Hüllkurve ist mit den Levels Peak, Sustain1 und Sustain2 sowie den Zeiten Attack, Decay1, Decay2 und Release mehr als umfassend ausgerüstet. Praktisch ist die Justierbarkeit sämtlicher Levels gemeinsam mittels TOTAL DEPTH im Bereich -50…+50, ohne dazu jeden einzelnen Level getrennt anfassen zu müssen. Für Attack, Decay und Release ist ein getrenntes Key Following,komplett mit wählbarem Center Key einstellbar, dazu kommt die gemeinsame ‘Velocitisierbarkeit ‘ dieser Parameter über den TOUCH-Parameter.

FILTER

An Filtern gibt’s wahlweise 12 dB Low- oder Highpass mit zusätzlichem EQ, 24 dB Low/Highpass ohne den EQ sowie ein Bandpassfilter mit getrennten unteren und oberen Eckpunkten. Resonanz ist bei den 12 dB Typen zwischen -6 und +9 einstellbar, die 24 dB Typen erlauben -12…+18. Das Bandpassmodell bietet gleich zwei Resonanzen für die beiden Eckfrequenzen. TOUCH ermöglicht die Dynamik-abhängige Cutoff-Verschiebung, die Velocity-Kurve selbst ist in 6 Stufen einstellbar.

Auch das Key-Tracking des Filters ist mit frei definierbarem Tracking-Start- und End-Key sowie der ‘Flankensteilheit’ zwischen diesen beiden Eckpunkten sehr flexibel. Die Filter-Hüllkurve entspricht im Wesentlichen der Pitch-Envelope. Damit ist das Filter für die Klangformung bestens gerüstet. Allerdings sind, wie eingangs schon erwähnt, eher keine knalligen Bass-Sounds möglich und mit aufgedrehter Resonanz kann man hier erfahren, wie schmatzendes Plastik klingt. Dies liegt aber vorwiegend an der Klangerzeugung im Driver/Resonator-Bereich, die von sich aus eine Neigung zu ‘virtuellem Plastik’ hat.

Was das Filter aber beispielsweise im Bandpass-Mode gut kann, ist das Erzeugen von verrückten Vocal-Sounds, auch wenn man einfach Noise als Eingangssignal benutzt. Die Modulationsmöglichkeiten tun dabei ihr übriges, um auf jeden Fall einen variantenreichen Klang zu erzeugen. Die Resonanz ist allerdings, im Gegensatz zu den meisten anderen Parametern, nicht in Echtzeit modulierbar: Ausgeführte Änderungen hieran werden erst mit dem nächsten Tastenanschlag hörbar.

VOR DEM AUSGANG

Die Amplitudenhüllkurve entspricht ihren oben erwähnten Vettern, natürlich mit sinnvollen Einschränkungen: Eine Amplitudenhüllkurve unter 0 ist genauso wenig einstellbar wie ein von Null verschiedener Release-Level.

Ansonsten bestehen auch hier zahlreiche Modulierbarkeiten sowie die Auswahl aus 7 verschiedenen Velocity-Kurven, die auch anschaulich im Display dargestellt werden. Endlich Erwähnung finden sollten hier die LFOs, von denen die WSA vier bereithält. Diese können durch das anschauliche ‘virtuelle Verdrahten’ im Display mit allen vier Layers eines Sounds verknüpft werden. Dabei ist die Modulationsrichtung sowohl positiv als auch negativ einstellbar. Vermissen könnte man dabei nur die bidirektionale Modulation um einen Mittelpunkt herum.

An LFO-Schwingungsformen stehen Sägezahn, Dreieck, Rechteck und Sinus mitsamt eines Delay-Parameters zum verzögerten Einsatz zur Verfügung. Außerdem ist das Neustarten der LFOs bei jedem Tastenanschlag ein- und ausschaltbar. Im TONE LAYER-Bereich ist das Bilden von Tastatur- und Velocity-Zonen möglich, darüber hinaus kann hier die Panoramaverteilung für die vier Layers vorgenommen werden. Auch eine zufällige Positionsverteilung per RANDOM ist einstellbar.

EFFEKTE

Einige Modulationseffekte hält der Technics schon im ’DIGITAL EFFECTS’-Bereich parat. Chorus, Ensemble, Tremolo & Konsorten lassen sich hier erzeugen, allerdings werden diese Effekte durch das Heranziehen freier Stimmen generiert, so dass sich die Polyphonie der Maschine entsprechend reduziert.

Die eigentlichen Effekte stecken im ‘DSP EFFECT’-Bereich. Hier bieten sich zwei Effektblöcke zur Erzeugung von Modulations/Delayeffekten, aber auch Compressor, EQ, Enhancer und Distortion an. Der zusätzliche Reverb-Block stellt auch noch Hallen, Räume und einige Multieffekte bereit.
Die Anteile der einzelnen Effekte sind sehr flexibel justierbar, lediglich der Eingang von EFF2 lässt sich nur ganz ein- oder ausschalten. Dafür ist dieser wahlweise parallel oder seriell zu EFF1 schaltbar und einstellbare Ausgangsanteile beider Effekte lassen sich in den Reverb-Block leiten. Das Routing der Effektausgänge auf die MAIN- oder AUX-Stereoausgänge des WSA findet ebenfalls in diesem Bereich statt.

Graphisches Display des WSA

Der Klang?

Nun ja, dicht und warm ist was anderes. Hinzufügen von Ambience und Raumgefühl zu einem trockenen Signal ist möglich, aber ansonsten teilt der WSA hier das Schicksal vieler Artgenossen: Ein externer Effekt ist für die ‘große Halle’ auf jeden zu empfehlen. Die Modulationseffekte neigen ein wenig zum Verwaschen des Klangbildes (na klar, irgendwie natürlich…), behutsam dosiert sind sie aber gut einsetzbar.

CONTROLLER & HARDWARE

Zunächst die Pflicht: Die WSA bietet 2 Stereoausgangspaare, 2 Fußschalteranschlüsse und einen für ein Pedal. Die 61er Kunststofftastatur lässt sich sehr gut spielen und vermittelt ein ziemlich gutes ‘Anschlagsgefühl’. Auch der Aftertouch ist damit fein und ohne den oft nötigen hohen Kraftaufwand dosierbar.

Nicht unbedingt üblich war seinerzeit der komplett ausgestattete zweite MIDI-Port, mit dessen Hilfe sich die Ansteuerung der 64 Stimmen sinnvoll verteilen läßt. Das Tollste an der WSA-Hardware sind allerdings (neben dem großen Display) die zahlreichen Controller:

Neben einem zweiten, mittengerastertem Modulationsrad stehen mit dem REALTIME CONTROLLER und dem REALTIME CREATOR zwei X/Y-Bälle zur Verfügung. Letzterer verhält sich dabei in etwa wie der X/Y-Joystick der Korg Wavestation: Man kann ihn in vier Richtungen verdrehen, nach dem Loslassen verharrt er in der eingestellten Position. Mittels des RESET-Tasters ist die Rücksetzung der veränderten Modulationsparameter auf den ursprünglichen Wert möglich. Der REALTIME CONTROLLER dagegen ist mittengerastert und federt nach dem Loslassen wieder in seine Ruhestellung zurück.

Beide Controller senden bei Bewegung ihre Positionsdaten über MIDI. Im SYSTEM-Menü sind die verwendeten MIDI-Controller-Nummern einstellbar. Default sind die Paare 16/17 bzw. 18/19 für die x- und y-Richtungen. Damit kann man die WSA auch prächtig zum Fern-Controllern externer Geräte benutzen. Wer also immer schon den Joystick an seiner Wavestation SR vermisst hat, kann ihn mit Hilfe der WSA substituieren. Innerhalb der WSA stehen für REALTIME CONTROLLER & CREATOR je sechs über Taster anwählbare Modulationsziel-Setups zur Verfügung.

Damit ist zum Beispiel auf Taste 1 in X-Richtung das Routen des Creators auf FITTING, in Y-Richtung auf POSITION möglich, auf Taste 2 das Paar CUTOFF/RESONANZ. Alle wichtigen Klangparameter der komplexen WSA-Synthese lassen sich so auf einfache Weise in Echtzeit erreichen, wodurch die WSA-Klänge sehr lebendig werden können. Außerdem sind alle eingestellten Modulationen problemlos mit dem Sound abspeicherbar – ein Feature, dessen Fehlen beim Kawai K5000 beispielsweise leider negativ auffällt.

Erweiterungen

Technics hatte seinerzeit drei Expansion-Boards angeboten. Einmal ein Output-Board mit vier weiteren Analogausgängen und einem digitalen S/PDIF-Ausgang sowie zwei Soundboards mit weiteren ROM-Samples und Sounds. Ein Board, das speziell auf Dance-Music zugeschnitten sein sollte (laut Herstellerangabe – ich  selbst hatte das Board bislang nicht unter den Fingern) und ein Board mit „Contemporary-Sounds“.

YT-VIDEO

Wirklich brauchbare YT-Videos, in denen die Stärlken des Synthesizers angespielt werden, sind kaum zu finden. Meist darf man nur die zweitklassigen Orchester-Imitiationen hören, die eher an Tischhupen der 80er erinnern. Das folgende Video lässt aber erahnen, welches Potential in den beiden Technics Synthesizern steckt.

Fazit

Der WSA ist eine sehr umfangreich ausgestattete Maschine mit etlichen Features, die viele andere nicht bieten. Die Klänge sind mit den Möglichkeiten der Acoustic Modeling-Synthese in einer Art dynamisch spielbar und in Richtungen verbiegbar, die mit simplen OSC->Filter->AMP-Architekturen anderer Synths nicht realisierbar sind. Trotzdem war dem WSA kein allzu großer Erfolg gegönnt. Denn seine Techno-Bässe klingen eher schlapp und pappig, die Hüllkurven erzeugen keinen wirklichen Punch, Metall klingt nie wirklich brillant, das Timing ist manchmal ein klein wenig schwammig und oft fehlt einfach ein Quäntchen Wärme.

Druck machen lässt sich also eher nicht mit dem Gerät und damit hat die WSA als Hauptsynthesizer für die angesagten Musikrichtungen keine Schnitte. Was die WSA aber kann, sind rund und weich klingende ‘Naturbässe’ für die nächste Ballade sowie durchsetzungsfähige und sich natürlich verhaltende Drum- und Percussionsounds. Hier spielen die Modeling-Fähigkeiten der Synthese ihre Trümpfe aus. Das gilt auch für viele E-Piano Abarten, die sich auch dann noch realistisch anfühlen, wenn man die ‘typischen’ Schwingungsformen durch Synth-Waves wie Saw oder Triangle ersetzt.

Vor allem aber eins erzeugt die WSA: Atmosphäre. Hauchen, Röcheln, Rauschen, sich langsam verändernde Klanggemälde oder bei jedem Tastenanschlag anders klingende Sounds sind die Spezialität. Die erzeugten Klänge eignen sich auch klasse als Additiv zu anderen Synths, die besser für Substanz & Wärme geeignet sind. Gemischt mit einer Fläche aus der WSA entstehen so Klanglayer, die nicht matschen und sich zusammenfügen wie aus einem Guss.

Verglichen mit zwei anderen typischen ‘Flächenlegern’ klingt die WSA nicht ganz so ‘Weltraum-kühl’ wie die Korg Wavestation und weniger ‘digital-industriell’ wie der Kawai K5000. In der Riege dieser Drei würde auf die WSA vielleicht am ehesten die Charakterisierung ‘Unterwasser-rührend’ zutreffen.

Preis

  • Stand Mai 2017 lt. Syntacheles-Liste:
  • Technics WSA1 ca. 360,- Euro
  • Technics WSA1R ca. 360,- Euro
  • Technics WSA1R mit beiden Sounderweiterungen ca. 420,- Euro
  • Technics Sounderweiterung ca. 130,- Euro
Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Wenn es um den WSA geht habe ich doch immer wieder den Eindruck dass er nur nach den Presetklängen beurteilt wird. Diese sind nämlich zu 90% eine Katastrophe und zeigen überhaupt nicht die Fähigkeiten des Gerätes. Höchstens wie man es nicht machen sollte. Anders kann ich mir z.B. nicht erklären, dass ein JD800 nachträglich für seine ultratiefen Bässe gelobt wird, der WSA aber dagegen angeblich wie ein Schlag ins kissen klingen soll. Ehrlich, der JD800 wird spielend an die Wand gedrückt, zieht der WSA alle Register. Was der WSA nicht kann, ist in irgendeiner Form nach realistischen Sounds zu klingen. Weder die ROM Samples bieten dafür die Basis, noch das "Möchtegern" Physical Modeling. Dadurch klingt der Sound sehr künstlich. Wenn es aber um synthetisches geht, hat der WSA eindeutig die Nase vor den Rolands und Korgs der damaligen Zeit.

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    SimonChiChi  

    Für den Preis sollte ich mich glatt mal danach umschauen. Das scheint aber ein Monster zu sein – von der Größe. Ich brauche einfach mehr Platz…

  3. Avatar
    AMAZONA Archiv

    ich bin mit der wsa sehr zufrieden. hammer sound, geniale arbeitsgrundlage. meine arbeit besteht momentan darin, die wsa-1sx mit der korg wavestation ex zu vereinen…

  4. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Der WSA hätte mich damals schon interessiert :) scheint auf jeden Fall, auch heute noch, eine ziemlich coole Kiste zu sein! Hab auf YouTube noch dieses Demo entdeckt – Instant 80er / frühe 90er TV-Soundtrack feeling:
    http://bit.ly/2pQDufK

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      TobyB  RED

      Ho Bro,

      ich dachte im ersten Moment „Imagination – In the Heat of the Night“ *geiler Shice*

      https://youtu.be/74pZCXVdJpQ

      Bis ich dann merkte das da die 303 Basslinie fehlt ;-) Ich denke der WSA zeigt in der Demo gut wo er hinpasst, Ethno und Funk. Ich mein du kriegst mit der Kiste Sounds hin, die in 20 Jahren noch wirken und brauchbar sind. Danke fürs finden des Demos.

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        AMAZONA Archiv

        Ich hatte nach den ersten Takten Miami Vice, Police Academy und Co im Kopf :D diese Art von Sounds spricht mich immer sofort an. Ich wollte auch schon mehrmals sowas in clubbige Tracks einbauen, aber da fehlten mir dann halt die entsprechenden Geräte für – Und sei es auch nur, um sie Roh abzusampeln. Kommt aber alles noch ;) Es war zwar gut die Musikmacherei erst mal auf Eis zu legen, aber es wird langsam Zet für einen Neustart ;) Übrigens: Danke für den Imagination Link – Gefällt :)

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          TobyB  RED

          Amen Bro,

          es geht nichts über eine gut sortierte Plattensammlung ;-) Italo Disco ist schon sehr speziell ;-) Man hat schnell einen Hörwurm der sich über Tage festbohrt. Imagination sind schon Klasse ob nun mit oder ohne 303 ;-) Die stehen neben der SOS Band

          https://youtu.be/khj9jyNvhpQ

          Daneben steht Patrice Rushen

          https://youtu.be/Amzp7W0RkPA

          Da kann man schön lustiges „Wer hats gesampelt?“ spielen.

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    Alex_KIDD

    Hallo an die Gemeinde,

    sehr schöner Testbericht über die WSA. Ich besitze den Synthesizer seit etlichen Jahren. Mein Schock sitzt schon etwas tief, wenn ich die akuellen Gebote bei ebay sehe. Wenn ich bedenke, was ich 1999 noch bezahlt habe, stößt sauer auf, aber ist nun mal so.

    Zur Verarbeitung der Workstation/Synthesizer: sie ist hervorragend, sehr gefühlvolle Tastatur. Die Controller sitzen perfekt, alles leichtgängig und überschaubar, tolles Diplay, Design insgesamt Note 1 (Ansichtssache)

    Zur Synthesemöglichkeit: sehr umfassend, neuartig und komplex, durch das Display und Graphicdarstellung sehr gut zu programmieren. Auch hier steckt schon mal was Drinn, Potenzial ist definitiv da und langweilig wird es auch nicht, der Korg Z1 sieht da auch nicht viel besser aus (wenn man die VA Synthese und Formant ausklammert)

    Zum Sound: Nun, ich drücke es mal vorsichtig aus, wer verwöhnt ist,der rümpft die Nase… Unterwasser ist gut getroffen, ich würde es Unterwasser-stopfend-dumpf bezeichnen. Gut, der Klangcharakter ist nun mal so. Der Sound klingt in der Tat sehr nach Plastik. Als Zusatz Synth ist er aber prima. Im Combi-modus drückt die WSA aber gut, neigt aber zum Verwaschen.

    Sequencer-Funktionen sind sehr umfassend, alles da was man braucht.

    Zusammenfassend:
    Wenn man das Modelling nicht zu sehr wörtlich nimmt, in Bezug auf Natürlichkeit und Realismus, dann kann man sich auf Lebenszeit austoben.Die Effekte sollten (in meinem Fall Lexicon MPX550) extern hinzugebracht werden, dann klingt es schon mal nicht übel. Im Mix liegt der Sound unaufdringlich, neigt aber zum „überhören“.

    Ich vermute es liegt nicht nur am sound, das die WSA keine Chance hatte, Technics kannte/kennt man eben nur vom Tanzmucke Sektor her. Vorurteile haben dem Synthie wohl die Luft genommen. Auch der Preis war wohl
    zuerst abschreckend.

    Ergänzung zur Wavestation kann ich nur unterstreichen. Aber auf Grund der guten Masterkeyboard-Eigenschaften und der Controller, bzw 2mal MIDI in-out-thru sollte man Zuschlagen.

    Kein Masterkeyboard ist so gut verarbeitet für diesen Preis und gut sieht die WSA aus und ich finde sie hat das Zeug zum „Hingucker“

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    Renton

    Hallo liebe Fangemeinde,

    Ich besitze die Rack Variante und war von Anfang an sehr angetan. Zugegeben, das Teil kam zu einer Zeit auf dem Markt in der die Geschwindigkeit jenseits der 130Bpm Grenze lag und Kicks, Bass sowie Leadsounds jedem Boxkampf bei Leibe rücken konnten. Und genau da passt dieses Teil nicht rein. Wer allerdings, wie ich, auf Lounge, Elektrojazz oder Deephouse steht, wird an dem Teil wahre Freude finden. Zum hier beschriebenen Klangcharackter passt dann wohl auch der Song „Under Water Love“ von Smoke City. Ein schönes Wochenende euch allen.

    Gruß

    Renton

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    falconi  RED

    Ich hatte einen WSA aus dem Rausverkauf beim Music Store, und über lange Jahre habe ich ihn immer mal wieder intensiv penetriert:

    Megageiles 90er Design, fantastische Hardware (mit Ausnahme der zweistufigen Tipptaster am Display), praktische Funktionen und Anschlüsse noch und nöcher, Luxus pur…und der am schlechtesten klingende Synthesizer, der mir jemals untergekommen ist. In gerade einem Musikstück habe ich ihn untergebracht, und das nicht einmal besonders prominent.

    Irgendwann habe ich ihn an einen fröhlichen Rentner und Tanzmusiker veräußert. Und wir waren beide froh!

    • Profilbild
      Tyrell  RED 2

      Wirklich so schlimm in Deinen Augen (Ohren)? Bei Gelegenheit lade ich mal einige meiner Pads hier hoch, die ich damit erstellt habe. Ich bin jedenfalls heute noch sehr angetan von diesen Sounds – auch wenn ich nur noch Samples davon habe.

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        falconi  RED

        Ich finde, der WSA-1 klingt gläsern, hohl, dünn und steril, obwohl die Sounds sehr lebendig sein können, ähnlich wie beim Physical Modelling von Yamaha (wenn auch nicht so gut).

        Das Schlimmste: Es fehlt beim WSA-1 deutlich an Kraft in den ohnehin verfärbt und künstlich klingenden Mitten. Die braucht aber auch ein „hauchiger Flächensynthesizer“.

        Nach meiner Erinnerung wurden bei der Bearbeitung der ROM-Samples des WSA-1 die Transienten künstlich betont, damit sie die Resonatorenmodelle der Synthese kräftig anstoßen. Dabei ist offenbar auch die klangliche Substanz in den Mitten verloren gegangen.
        Der JD-800 hat sie übrigens, und der ist trotzdem oder gerade deswegen ein toller, songdienlicher Flächenleger. Und sogar Wavestation und K5000 klingen etwas kräftiger – besser.

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    Neven Dayvid

    Nicht abschrecken lassen von der allgemein negativen Beurteilung im Web.
    Dieser Synthesizer ermöglicht sehr nuanciert und ausdruckstarkes Spiel. Die Tastatur ist eine der besten, die man sich wünschen kann (als leichtgängige, ungewichtete Synthesizertastatur).
    Ich glaube, daß der Mißerfolg zum Großteil auf die Presets zurückzuführen ist…nicht daß sie durch die Bänke schlecht sind.
    Es sind vielmehr keine damals-trendigen (und heute peinlichen) „Tekkno“-Sounds, sondern viele zeitlose, klassische Klänge, die für sich genommen wunderschön sind:
    Erstklassige Streicher für Filmscoring in vielen sinnvollen Varianten, tolle Kirchenorgeln, wo es einen oft an Wendy Carlos‘ Bach-Neuaufnahmen erinnert – ein recht realistisches Clavinet…kurz, wenn man gerne spielt, übt, oder auch Filmscoring betreibt, ist das ein wirklich hervorragender Synthesizer, an dem man Stundenlang einfach drauflos spielen kann.
    Manches erinnert mich auch an die Kurzweil K 2000 Serie – weil die Sounds nicht so ätzend überkomprimiert und mit Effekten vollgesaut sind wie bei kommerziell erfolgreicheren Workstations (Hallo Korg und Roland!).
    Hier haben die Entwickler wohl auch an diejenigen Spieler gedacht, die filigranere, akustisch klingende Sounds mit Nuancen und großem Dynamikumfang spielen wollen.
    Ein richtiger Schläfer – lächerlich, daß die WSA nur 360.- Euro wert sein soll….

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    AMAZONA Archiv

    Nachtrag an die Red. – hm, also ich weiss nicht wie Du / Ihr nach Deos auf YouTube gesucht habt, aber je mehr ich anhöre, umso mehr abgefahrene Dark Ambient, Industrial angehauchte oder cinematische Sounds finde ich über YouTube. Vielleicht mal als Ergänzung 1 bis 2 ;) Düster cinematisch:
    http://bit.ly/2p708mO
    Dark-Ambient, auch sehr cinematisch:
    http://bit.ly/2qLQX8v

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      Tyrell  RED 2

      Vielen Dank für die Links. :-)
      In der Regel suchen wir nicht nach Musikstücken sondern nach Demos bei denen die Vielseitigkeit des Instruments vorgeführt wird. Da scheiden dann minutenlange Flächen-Szenarios eher aus ;-) Grüße, Peter

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        AMAZONA Archiv

        Ah, verstehe. Naja, jedenfalls konnte ich anhand dieser beiden und dem Link von oben noch besser einschätzen, wo die Stärken des WSA 1 liegen. Ich bin jetzt jedenfalls noch heißer auf das Teil, als zuvor :) Schade nur, dass er nicht in meinem Rucksack passt. Aber irgendwas ist ja immer :D

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          Tyrell  RED 2

          Vor allem, kauft man sich die Rackversion ist das ganz e zwar schön handlich, aber das coole sind ja gerade die drei Wheels und die beiden Sticks.

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            AMAZONA Archiv

            @ Peter: für in einem Studio würde ich ja auch eher die Tastaturversion bevorzugen, eben wegen der ganze Controller. Es war halt mehr so scherzhaft gemeint, weil ich momentan nur mit Backpack also Rucksack unterwegs bin und darin wirklich alles ist, was ich noch besitze. Aber auf absehbarer Zeit werde ich wohl auch wieder ein festes Domizil haben … und da passt dann sicher auch ein WSA und ein bisschen anderer Kram rein :)

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              division  

              Die Soft-Keys unter dem Display sind bei der Tastatur-Variante übrigens besser positioniert als bei dem WSA1R!

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        AMAZONA Archiv

        Der Nachteil ist da leider, das Demos meistens nur mit Werkspresets gemacht werden. Gerade bei Kisten wie dem WSA1 wird das Klangpotential dadurch nicht annähernd gezeigt.
        Wenn ich mir die Werkspresets anhöre bin ich mir nicht sicher ob Technics den WSA1 wirklich für Synthesizer Freaks entwickelt hat. Möglicherweise wollte man den innovativeren Alleinunterhaltern neue Möglichkeiten geben und auch gleichzeitig noch ihre ROM Samples eine Ecke natürlicher klingen lassen.

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          AMAZONA Archiv

          Vorhin noch auf YT gesehen und schon ist er hier :D Ich denke das Problem mit den Presets ist bei sehr vielen Synthdemos vorhanden. Allerdings hab ich nur selten erlebt, dass der Unterschied dann so krass sein kann, wenn mal jemand selbst Sounds erstellt hat :) Übrigens coole Demos! Hab mir alle 3 hintereinander angehört und nehm mir sicher bald noch ein paar der anderen Videos vor. Ist idealer Kopfkino-Sound! Ich kann bei sowas immer super schnell abschalten und alles um mich herum vergessen :)

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            AMAZONA Archiv

            Danke für die Blumen :-) Ja, ist schon spannend auszuloten was man so mit einem einzelnen Synth machen kann. Und diese Ambient Sachen zu machen gefällt mir sehr. Da kann ich gut vom Alltag abschalten.

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    AMAZONA Archiv

    Der WSA-1 ist ein „soundtechnischer Zauberkasten“, der aber gut und richtig programmiert werden möchte. Wer sich die Zeit nimmt, und sich mit diesem Instrument beschäftigt, wird mit sehr spacigen & vsehr allem ausgefallenen Sounds belohnt, die sonst wahrscheinlich kein anderer Synthesizer in dieser Liga zu erzeugen vermag. Am ehesten noch ein YAMAHA EX5R, den ich auch sehr schätze. Wer sich für den WSA-1 keine Zeit nimmt, wird definitiv von diesem Gerät enttäuscht sein. Wer Filmvertonungen, Ambient- oder sonstige elektronsiche Musik produziert, dem kann ich nur empfehlen, schaut, bzw. hört euch mal diesen Synth genauer an. Allen Tanzmusikern und Top40-Enthusiasten empfehle ich: Hände weg von diesem Instrument!!!

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      TobyB  RED

      Hallo Exciter,

      darüber kann man nun streiten ;-) Es gibt diese und solche Tanzmusik. Und bei solcher Tanzmusik hat der WSA schon sein Plätzchen. Wie sagte Trevor Horns Frau mal, where everthing has its place… and anything can happen. Ich sehe im WSA definitiv Potential für fortgeschrittene elektronische Tanz Musik.

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        AMAZONA Archiv

        Ich würde auch mal darauf tippen, dass man den WSA1 für Tanzmusik verwenden kann. Ich werde irgendwann mal meinen an meinen Octatrack stöpseln und ein bisschen mit den Parameterlock spielen. Da sollte schon was abgedrehtes dabei herauskommen :-)

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          Tyrell  RED 2

          Ja… undedingt machen .. und uns dann ein Audiofile schicken. Das setz ich sofort online wenn du erlaubst .-)

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          TobyB  RED

          Hallo Christian,

          da hat Käptn Offensichtlich wieder zu geschlagen. Marius hat halt den Link zu der Demo gepostet und da hatte ich halt sofort Imagination „In the heat of the night“ im Ohr. Was ja nun gute alte Tanzmusik ist ;-) Sprich Funk mit ein bischen Electro. Mich würden deine Ergebnisse auch interessieren :-)

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            AMAZONA Archiv

            @ Toby: Ich glaube mein erster Link (ziemlich weit oben) ist mittlerweile komplett untergegangen :D dann passt das auch wieder mit „unterwasser-synth“ oder so :D

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        AMAZONA Archiv

        Fortgeschrittene-Elektronische-Tanzmusik. Institut für….. Du kommst auf ’nen Scheiss! :) Der WSA gilt schon länger als Geheimtip und die Preise steigen wieder etwas. Ich stell mir den Trümmer jedenfalls nicht hin. Geil ist immer das Argument: Die Presets sind kacke aber wenn du 1000 Stunden daran schraubst, kommt Schranzfranz mit einem Osterei und frisst den gelben Pac-Man. Bei der Denkweise ist jeder Synth ein Meilenstein. ;)

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          Tyrell  RED 2

          Nur das es hier keine 1000 Stunden braucht. Nimm einfach einen banalen Streicher, dreh an einigen Parametern und du hast schnell was extrem heißes zusammen. Die dachten nur damals in Mucker-Fantasien – deshalb nannten sich das auch „Acoustic-Modeling“. Es wäre relativ einfach gewesen, die Kiste duchgehend mit guten Synthesizer-Sounds auszuliefern. Aber so tickte halt Technics nicht.

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          TobyB  RED

          Hallo Kyo,

          Jeder Synth ein Meilenstein, so tick ich aber nicht ;-) Frag mal Kollege Markus, der eine Westbam Bio von Deutsch in Japanisch übersetzt. Der Unterschied von EDM zu ETM ist die Geisteshaltung, nicht das Instrument ;-) Und der erste Link der hier gepostet wurde ist nun fortgeschrittene elektronische Tanzmusik. Presets, sind immer schwierig, nach Presets kann man einen Synth nicht beurteilen. Und es gibt Synths die wollte zu Zeiten ihrer Fertigung keiner und heute schiessen die Gebrauchtpreise durch die Decke und sie werden abgefeiert. ;-)

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            AMAZONA Archiv

            Oha! Hat Westbam da etwa ein Manifest verfasst? Musik ist erstmal frei und kann genannt werden wie sie will, ganz ohne Copyright und Genrezwang. Ist halt irgendwie Vermarktung und notwendiges Übel. Ich fand „fortgeschritten“ nur so geil weil das nach Audi-Reklame und Tanzschule klingt. Typisch deutsch eben. Die WSA…. nun für „Doombient“ (Hallo Stephen aka Iggy-Mittelfinger! Grüße aus Duisburg!) und frostig-gruselige Filmszenen auf Aquarust mag sie geeignet sein. Ich hatte ehrlicherweise noch keine unter den Händen aber mir war die Wavestation schon schwierig vom Klangcharakter weil zu dumpf und mittig. Die WS zusammen mit der WSA kann dann wiederum Sinn machen. ;) Grundsätzlich habe ich nix gegen Ambient, wofür die WSA offensichtlich geeignet scheint. Ich höre z.B. Biosphere sehr gerne. Den Ansatz von Field-Recording und anschliessender Verwurstung finde ich super. Man hat quasi schon ein Abo auf interessante Mucke wenn man sich die Mühe macht. BOC gehen auch, wobei ROYGBIV m.M.n. deren bester Titel und sogar tanzbar ist. Halt richtige FETM! ;) Jetzt erstmal Bohren und der Club of Gore hören. Die sind auch verdoomed gut und kommen nebenan aus Mülheim a.d.R. :)

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          AMAZONA Archiv

          @ kyo: erst mal, danke für den Lachflash den ich wegen dem Pacman-fressenden Schranzhans bekam. Der Punkt ist aber doch der, dass wirklich sehr viele der digital-synths unterschätzt sind – Vor allem weil die Presets es nicht zeigen. Gerade bei Geräten die bis etwa Mitte der 90er raus kamen, ist es ja oft eher so, dass sich die Presets eher an den traditionellen Musiker gerichtet haben, anstatt an die Elektroniker oder gar Clubber. Von Userseite wurden einige Geräte auch nie wirklich erforscht, weil das Soundprogramming meist nur über Menüs mit zahllosen Unterseiten ging. Ein Beispiel hierfür sind die ganzen kleinen EMU Kisten (Morpheus, UltraProteus, Orbit etc.), wo einem wirklich die Lust am schrauben vergehen kann – Sofern man keinen Software-Editor hat. Aber trotz allem muss ich keine 1000 Stunden rum schrauben. spätestens nach 100 Stunden tanzt Santa Faust im Club, während eine Horde Elefanten auf der Bühne Gitarren zertrümmert ;)

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    AMAZONA Archiv

    Also ich bin auch einer der glücklichen Nutzer des WSA1. Dank des großen Displays gestaltet sich die Soundprogrammierung denkbar einfach. Das Handbuch habe ich nur sehr selten kontaktieren müssen. Daher lädt der Synth zum Sounddesignen ein. Meine damit gemachten Ambient und Dark Ambient Songs sind alle mit selbsterstellten Sounds gemacht worden, plus noch ein paar externen Effekten. Wer Analog möchte ist hier sicher falsch. Seine Stärken sind Klänge die irgendwo zwischen synthetisch Digitalem und akustischen Fantasie-Instrumenten liegen. Durch die vielen Echtzeitmöglichkeiten sind die Sounds sehr oganisch und nuanciert spielbar.

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    iggy_pop  AHU

    Verschmorte Plastikteile, die in einem ausgebrannten Raumschiff vor sich hinschwelen, während Löschwasser von den Wänden tropft. Draußen dreht einsam ein Planet aus Riddicks Universum seine Runden: Ein grandioses Instrument, wenn man einmal die grausigen Werksklänge hinter sich gelassen hat und komplett alle Ideen über Bord geworfen hat, wie man Klänge gestaltet.
    Gerade die Möglichkeit, alternative Tonskalen und Stimmungen zu verwenden bis hin in den mikrotonalen Bereich, führt zu Ergebnissen, die weitab von der im Ambientbereich ach so beliebten Synthi-Standardgrütze und fadem Sound-Gewaber liegen.
    Die Resonatoren sind durch die Bank interessant, allerdings wird wahrscheinlich kaum jemand sich die Mühe machen, die werksseitig festgelegten Paramter großartig zu verändern, zu umfangreich würden Editiersessions werden.
    Ich habe einige Livekonzerte nur mit dem WSA-1, einer Wavestation und einem Prophet VS absolviert — das hat, zusammen mit ein paar Loopern und einem E4, für einige Stunden abwechslungsreiche Klanggemälde gereicht. Schade, daß der WSA aus Platzgründen weichen mußte — als Rackversion würde ich ihn mir wieder hinstellen, wenn ich ihn günstig irgendwo fände.
    Hier eine Demo-Aufnahme von mir:
    https://soundcloud.com/doombient-music/technics-wsa-1-textural-audio
    .
    Der erschwingliche — und vor allem verfügbare — VP-1 des armen Mannes.

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      AMAZONA Archiv

      Richtig geiles Demo! Da bauen sich im Kopf direkt imaginäre Fortsetzungen der Alien-Reihe, oder von Lexx, evtl sogar von einigen Perry Rhodan Abenteuern zusammen :) Richtig großes Kino!!

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    Green Dino  

    Echt eine Traumkiste! Ich werde mir definitiv die Keyboard Version kaufen. Mal schauen wann das dann klappt…

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    DieDolle

    „“Für eine Vernissage habe ich ungelogen mal mit einem einzigen Pad die Untermalungsmusik für einen kompletten Abend geliefert. Die erste halbe Stunde live eingespielt mit Controllern, danach über einen Sequencer die Controller-Daten in einen Loop versetzt – Ende. Vom Ergebnis waren nicht nur ich, sondern auch alle Besucher verblüfft.““

    Besteht die Möglichkeit davon eine Aufnahme hoch zu laden?!?

    Danke!!!

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    Thomas Columbo  

    Ich liebe dieses Teil ! Hoher Trash- aber auch Spaßfaktor, in jedem Fall aber eigenständig. Tolles GROSSES schickes blaues Display, sehr einfache Benutzerführung. Gut perkussiv einzusetzen, aber auch viel Unterwasserambiente, es gibt ein paar durchaus lohnenswerte Soundsets von Drittanbietern, darunter sehr schöne E Piano Konstrukte, schräge Gitarren. All in all hat das Teil eine 4 x 64 Polyfonie, nicht schlecht der Specht für VA bzw. Modelling Teile auch heutzutage…Hab 250 EUR für das Rack bezahlt, aber 350 EUR sind auch heute noch gut angelegt für das Gebotene. Ne Menge Trash, mit dem man sich stundenlang herrlich vergnügen kann, jedenfalls wesentlich günstiger als zB der NEURON.

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      AMAZONA Archiv

      Nah, ich glaube nicht, dass man WSA1 und Neuron vergleichen kann und sollte. Sie würden sich sicher gut ergänzen. Aber preislich hast Du auf jeden Fall recht ;-) Vom Preis-Leistungsverhältnis ist der Technics einfach unschlagbar. Meinen gebe ich auf jeden Fall nicht mehr her!

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    dilux  AHU

    eine kleine korrektur noch am rande: der erste technics-synthesizer ist der sy1010, ein kleiner monophoner mit recht anständigem sound, aber extrem selten.

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    Turbosound

    Der WSA 1 kann sehr wohl Naturinstrumente imitieren. Voraussetzung ist, dass man sich gründlich mir den vorhandenen Parametern auseinandersetzt und vor allem die Filter intensiv nutzt.

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