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Hardware Sampling heute: E-Mu E5000, E6400, EIV & Ultra Sampler

Synthesemonster aus der Vergangenheit

24. Dezember 2022

Diese Artikel über den E-Mu Emulator EIV-Classic und Ultra Hardware Sampler zu schreiben, fällt mir nicht leicht. Und das hat gleich mehrere Gründe. Jeder spricht über die E-Mu Emulator EIV-Classic und Ultra Hardware Sampler wegen ihres Klangs, was aber bedeuten sie für mich?

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Erstens ist es das Gerät, mit dem ich den Großteil meiner damaligen Veröffentlichungen produziert habe. Zweitens, obwohl ich weiß, dass ich damals schon so einige Kniffe gelernt habe, weiß ich ebenso, dass es eines der Geräte ist, bei denen ich Sounddesign technisch noch nicht mal an der Oberfläche gekratzt habe. Und drittens habe ich hier nur begrenzte Zeit für ein Thema, dem ich eine ganze Artikelserie widmen könnte.

Die E-Mu EIV-Classic und Ultra Hardware Sampler

Ihrer Zeit voraus

Wer nun ganz und gar noch nie von den E-Mu Emulator EIV-Classic/Ultra Hardware Sampler gehört hat, dem seien diese Artikel hier empfohlen:

Der ultimative E-Mu Sampler-Überblick EIV, E6400, E5000

Test: E-MU EIVXT Ultra, E6400 Ultra, E-Synth Ultra, E5000 Ultra

Ich möchte in diesem Bericht näher auf die Synthesemöglichkeiten der E-Mu Emulator EIV-Classic und Ultra Hardware Sampler eingehen, da diese zwar immer angesprochen, aber hier noch nie so richtig beleuchtet worden sind. Denn jeder hat schon was über die klanglichen Eigenschaften eines E-MU Samplers gehört, aber dass das ganze System auf eine quasi-modulare Patchbay zurückgreifen kann?

E-Mu Emulator EIV-Classic und Ultra Hardware Sampler - front links

Aber nicht nur dieses Thema möchte ich beleuchten, auch die Möglichkeiten der Ultra-Serie, mit dem Beat-Munger Drums zu zerstückeln und zu recyceln, möchte ich ansprechen. Ebenso schickte mich dies Recherche zu den E-Mu Emulator EIV-Classic und Ultra Hardware Sampler auf eine kleine Retroreise zu SCSI- und Windows-XP und einigen Anbindungen des E-Mu Samplers über Software.

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Von Voices, Groups und Cords

Das Routing der Synthese-Engine findet für jede Voice getrennt in den Cord-Pages statt. Zur Orientierung: Ein Preset besteht aus einer oder mehreren Voices. Eine Voice kann ein oder mehrere Samples (Multi-Sample) enthalten. Diese Voices werden automatisch Groups zugeordnet. Dabei sind die Groups wie Fernsteuerungen der Voice-Parameter. Habe ich Voice V1 und V2 der Gruppe G1 zugeordnet, so wird eine Veränderung der Gruppe 1, z. B. des Cutoffs, sich auf beide Voices auswirken.

Aber Gruppen haben nicht wirklich eigene Einstellungen wie Cutoff oder Cords – sie dienen lediglich der Fernsteuerung der zugewiesenen Voices. So kann es auch manchmal ein wenig verwirrend sein, damit zu arbeiten.

Denn verändere ich das Cutoff einer Gruppe, verstellen sich alle Voice-Einstellungen dieser Gruppe. Gehe ich nun zu einer der Voices, so kann ich deren Cutoff unabhängig von der Gruppe einstellen. Erst wenn ich wieder Cutoff über die Gruppe einstelle, laufen alle gruppierten Voices mit demselben Cutoff. Faustregel: Voice-Editierungen haben immer Vorrang und immer zuletzt an der Gruppe einstellen.

Eine Cord-Einstellung bezieht sich immer auf eine Voice. Das betrifft ebenso alle andere Synthese-Parameter. Der erste Überblick erscheint erstmal wenig verheißend. Ein Filter, zwei LFOs und drei Multistage-Hüllkurven (AADDSRR) für Velocity, Filter und Aux.

LFO-Schwingungsformen

Aber zunächst mal gibt es satte 21 Filtertypen:

  • 12, 24, or 36 dB/Oktave Lowpass-Filter with Resonanz
  • 2nd & 4th Order Highpass-Filter mit Resonanz
  • 2nd & 4th Order Bandpass-Filter mit Resonanz
  • Bandsperren-Filter
  • 3 Typen Swept-EQ-Filter
  • 3 Phaser und 1 Flanger mit Resonanz

6 Morphing-Filter:

  • Vocal Ah-Ay-Ee
  • Vocal Oh-Ah
  • Dual EQ Morph
  • 2EQ + Lowpass Morph
  • 2EQ Morph + Expression
  • Peak/Shelf Morph

Und dann sind da ja die Cords.

Es gibt insgesamt 24 Cords, die auf vier Cord-Pages verteilt sind. Die Analogie zur Patch-Cord liegt hier auf der Hand. Ein Cord besteht aus Source, Destination und Ammount in Prozent (-100 % bis +100 %). Und hier gleich eine Besonderheit: Als Ziel, z. B. eines LFOs, kann auch der Ammount eines der anderen 23 Cords angegeben werden.

E-Mu Emulator EIV-Classic und Ultra Hardware Sampler - front rechts

So kann eine Hüllkurve z. B. bestimmen, wie stark der LFO auf das Filter wirkt, das in einer anderen Cord-Zuweisung als LFO-Ziel gewählt wurde. Hier mal ein Überblick über alle Quell- und Ziel-Parameter.

Modulation Sources

  • Off
  • Crossfade Random
  • Key (+, ~), Velocity (+, ~, <) Release Velocity, Gate
  • Pitch Wheel, Mod Wheel Pressure, Pedal
  • MIDI A-H, Foot Switch 1 & 2 Flip-Flop Foot Switch 1 & 2 MIDI Volume (Contr. 7) MIDI Pan (Contr. 10)
  • Key Glide
  • Volume Envelope (+, ~, <) Filter Envelope (+, ~, <) Aux. Envelope (+, ~, <) LFO 1 & 2 (+, ~)
  • White Noise, Pink Noise kRandom 1 & 2,
  • Lag 0 in (summing amp out) Lag 1 in (summing amp out) Lag Processor 0 & 1
  • Clock Divisors
  • DC Offset, Summing Amp Switch, Absolute Value Diode, Flip-Flop, Quantizer Gain 4x

Modulation Destinations

  • Off
  • Key Sustain, Fine Pitch, Pitch Glide, Chorus Amt
  • `Chorus Position ITD `Sample Start, Sample Loop Sample Retrigger
  • Filter Freq., `Filter Resonance Amplifier Volume, Amp Pan Amplifier Crossfade
  • Volume Envelope Rates (all) Vol. Env. Atk, Dcy, Release Filter Envelope Rates (all) Filt. Env. Atk, Dcy, Release Filter Envelope Trigger
  • Aux. Envelope Rates (all) Aux. Env. Atk, Dcy, Release Aux. Envelope Trigger
  • LFO 1 & 2 Rates
  • LFO 1 & 2 Trigger
  • Lag Processor In 0 & 1 Summing Amp, Switch Absolute Value
  • Diode, Flip-Flop, Quantizer Gain 4x, Cord 0-23 Amount

Man kann also Cords verketten und so beliebig komplexe Synthese betreiben. Genau hier kommen dann auch die Modulation-Processors ins Spiel. Sie dienen dazu, das digitale CV-Signal zu verändern, bevor es auf das eigentliche Ziel trifft.

Aber es geht noch mehr, jeder dieser Modulation-Processors ist auch ein CV-Summierer. Das heißt, man kann mehrere Signale durch den Processor auf ein Ziel routen. Manche der Processors haben auch spezielle Funktionen, je nachdem, wie man den Ammount einstellt.

Als Beispiel sei der Quantizer genannt. Wenn ich den Ausgang eines LFOs in den Quantizer schicke, so bestimmt der Ammount, in wieviele Werte das LFO-Signal zerteilt wird. 100 % bedeutet 16-Werte, 50 % bedeutet 8 Werte. Und es gibt auch Zwischenstufen.

Kurze Verschnaufpause vom E-Mu Emulator EIV-Classic und Ultra Hardware Sampler

An dieser Stelle möchte ich innehalten und meine Eindrücke bei der Arbeit mit demE-Mu Emulator EIV-Classic und Ultra Hardware Sampler schildern. In der Einleitung erwähnte ich ja bereits, dass mir anno dazumal schon schwante, dass viel mehr in den Cords steckt, als einfach einen LFO mit einem anderen LFO zu modulieren und dann auf das Filter zu geben. Im Laufe dieses Test wird mir klar, wie mächtig die Synthese der E-Mu Emulator EIV-Classic und Ultra Hardware Sampler eigentlich ist und dass es unendlich viele Möglichkeiten gibt.

Und vor allem wird mir klar, dass der Test wohl länger dauert. Beim Patchen der Beispiele verliere ich immer mal minutenlang die Zeit, weil ich mit dem Klang des Instruments experimentiere. Und das ist mein Punkt: Was aus dem E-Mu Emulator EIV-Classic/Ultra Hardware Sampler herauskommt, fühlt, hört, riecht und schmeckt nach einem greifbaren, echten Instrument. Jeder Ton ist irgendwie befriedigend und hat eine Bedeutung – ein Gefühl, das ich nicht unbedingt bei jedem Software-Sampler bekomme. Und mir wird auch klar, wie treffend der Produktname „Emulator“ ist.

Können die E-Mu EIV-Sampler auch Lambada?

Eine Erweiterung, die mit der E-Mu Ultra-Serie und den neueren, schnelleren Prozessoren kam, war der Beat Munger. Das Prinzip ist einfach erklärt. Wer Recycle von Steinberg noch kennt, weiß sofort, was der Beat Munger leisten kann. Und bevor ich mir nen Wolf erkläre: in diesem Video hört man sehr gut, was er leisten kann.

Es gibt dabei eine Besonderheit, wenn man die in Achtel-Noten aufgeteilten Takte manipuliert. Deaktiviert man eine Achtel-Note, so wird sie nicht stummgeschaltet, sondern übersprungen. So kann man aus einem 4/4 einen 7/8-Takt machen.

Interessant wird der Beat-Munger, wenn man die Fine-Tuning-Parameter wie Grunge oder Comb kreativ einsetzt. Mit Grunge kann man überlappende Flanger-Effekte einfügen und Comb ist in extremen Einstellungen dazu geeignet, Stotter-Effekte zu erzeugen.

PC-Software für die E-Mu IV Sampler Serie

Zum Schluss möchte ich noch kurz ein paar Programme vorstellen, die die Arbeit mit dem E-Mu Emulator EIV-Classic und Ultra Hardware Sampler erleichtern und bereichern. Voraussetzung ist ein Rechner, der einen SCSI-Anschluss hat.

E-Mu Emulator EIV-Classic und Ultra Hardware Sampler - RAM RAOM Board

Denn man kann dann über zwei Arten mit dem E-Mu Emulator EIV-Classic und Ultra Hardware Sampler kommunizierten. Erstens über SMDI, ein standardisiertes Sample-Übertragungsprotokoll, das sowohl über MIDI (langsam) als auch SCSI (schnell) funktioniert. Und zweitens über einen direkten Zugriff auf die SCSI-Partitionen. Dafür muss auf dem Rechner (Win-XP) lediglich ein ASPI-Treiber installiert sein.

Außerdem verfügen die E-Mu Emulator EIV-Classic und Ultra Hardware Sampler über eine ausführliche SysEx-Implementation, über die man alles am Gerät fernsteuern kann.

Zuonics ZoeOS

Anfang der 2000er entwickelt und später als OpenSource veröffentlicht (ich hatte mir damals eine Lizenz gekauft) war der in JAVA geschriebene Editor ein komplette Verwaltung für die EE-Mu Emulator EIV-Classic und Ultra Hardware Sampler. Die Kommunikation erfolgte für Samples über SCSI-SMDI und zur Editierung der E-Mu Emulator EIV-Classic und Ultra Hardware Sampler über MIDI. Man konnte so komplette Presets als Packs auf dem Rechner speichern und archivieren. Ich erinnere mich, dass das damals hervorragend funktioniert hatte. Bei meinem aktuellen Versuch bekomme ich aber öfter Time-out-Fehler beim Sample-Transfer, da der E-Mu nicht korrekt auf eine Sysex-Anfrage antwortet.

Sony Soundforge 8

Auch in Version 8 beherrschte Sony Soundforge den SMDI-Sample-Transfer über SCSI. Einfach Sample-Nummer wählen und vom Sampler auf den Rechner und umgekehrt kopieren. Schnell, einfach und genial.

Chicken Systems Translator

Ja, ich habe tatsächlich einmal diese Translator-Software gekauft, die wohl mit jeder Version immer, sagen wir … instabiler wird.

Aber durch die direkte Kommunikation über die ASPI-Treiber kann man direkt auf Banks, Presets und Samples zugreifen, auch ohne SMDI-Transfer. Ich hatte seinerzeit mal alle meine EMU-Banks ins Independence-Format konvertiert. Das hat sogar gut funktioniert, leider nach einem Update von Translator nicht mehr.

E-Synthesist EMXP

Ist eine Freeware-Software für das Windows-Terminal ab WinXP. Hier können alle möglichen EMU-Formate ineinander konvertiert werden.

Auch ein Zugriff auf eine eventuell installierte SCSI2SD-Lösung ist integriert. Ein besonders tolles Feature ist die Umwandlung von/in SoundFont2-Files. So kann man in einem Editor am Rechner die mühsame Mapping-Arbeit erledigen (z. B. mit Polyphone) und dann das Sounddesign im EMU machen. EMXP kann auch auf SCSI2SD-Karten zugreifen.

SD-Karten, zeitgemäße Speicher für die E-Mu-Sampler

Nicht jeder kann und will sich ein Retro-System halten, nur um auf die E-Mu Emulator EIV-Classic und Ultra Hardware Sampler zugreifen zu können. Es bieten sich zwei Alternativen an. Zunächst einmal wären da die Floppy-Emulatoren, die eine SD-Karte statt der Wabbel-Scheiben akzeptieren. Einfach und von der Front aus zugänglich.

E-Mu Emulator EIV-Classic und Ultra Hardware Sampler - SCSI2SD

Dann wären da SCSI2SD-Lösungen, die an den SCSI-Bus gehängt werden können. Diese Adpater-Karte muss dann im Inneren verstaut werden – etwas unpraktisch. Allerdings kann man auch andere Geräte daran anschließen. Denn über den SCSI-Bus kann ganz normal mit der SCSI2SD-Karte kommuniziert werden, als ob sie eine Festplatte wäre. Ich habe z. B eine Partition für mein Atari TT System reserviert.

E-Mu Emulator EIV-Classic und Ultra Hardware Sampler - Floppy

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Fazit

Wie gesagt, ich könnte eine ganze Serie schreiben, aber bereits hier sollte klar sein, dass sich ein Blick auf die Hardware-Sampler auf jeden Fall lohnt. Vor allem auf die Ultra-Serie mit dem Beat-Munger-Feature und dem generell schnelleren Prozessor.

Über die Cords lassen sich komplexe Architekturen bauen, die keineswegs oldschool klingen. Im Gegenteil, der Klang der E-Mu Emulator EIV-Classic und Ultra Hardware Sampler kommt mir heute noch besser vor als seinerzeit. Diese durchsetzungsfähige, kernige Grundtextur aller Sounds sucht ihresgleichen. Vor allem, wenn man auch direkt über die E-Mu Emulator EIV-Classic und Ultra Hardware Sampler sampelt.

Auch die Preise sind moderat und stabil bei ca. 500,- Euro je nach Ausstattung. So ein Hardware-Sampler mag zwar nicht sexy aussehen, aber er ist ein echtes Instrument. Ich habe nach so viel Zeit erst wirklich erkannt, wie viel Synthesepotential in dem Gerät steckt.

Plus

  • umfangreiches Synthese-System
  • kräftiger Grundklang
  • große Sample-Library

Preis

  • ca. 500,- Euro, je nach Ausstattung
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Forum
  1. Profilbild
    Mattvank

    So schön nostalgisch das alles auch ist, von Vergleichen mit Softwaresamplern rate ich ab. Verkettung von Modulationen, diverse Wandler und Filter findet man in diversen SWS genauso.
    Es ließt sich schon toll was damals alles für 10000 DM? ging aber technisch gesehen gibt es da keine Vorteile mehr.

    Lese mir sowas wirklich gerne durch aber wenn da Vergleiche mit Software gezogen wird, muss ich da mit den Augen rollen. Ansonsten eine schöne Zusammenfassung. Ich fand die Einzelausgängeoption immer ganz interessant. Glaub aber der AKAI hatte aber mehr oder ?(16 ?)In Verbindung mit einem Analogpult immer noch günstiger als wie mit Laptop Soundkarte und Analogpult, will ich meinen.

    • Profilbild
      jaxson

      @Mattvank Leider scheinst du dich mit der Materie nicht auszukennen. Welcher Software Synth hat die klanglichen Möglichkeiten auf dem Niveau der Emu Ultra Serie?Genau…Keiner

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        AMAZONA Archiv

        @jaxson 😂 Unterm Stein lebt es sich ganz gemütlich.

          • Profilbild
            swellkoerper AHU

            @jaxson Ich wäre mit solchen Aussagen vorsichtig.
            E-MU Emulator X3 hat *exakt* denselben Funktionsumfang wie die E4 Reihe und ist sogar Patch-kompatibel.

          • Profilbild
            AMAZONA Archiv

            @jaxson Was genau hast du nicht mitbekommen? Ich hatte einen ASR-10, Akai S3200 und einen E4XT Ultra. Meinst du die Filter? Habe ich kaum benutzt. Ich fand den S3200 übrigens saugeil für Drums. Gerne würde ich aus „Nostalgie“ einen ASR und S1100 mir hinstellen aber…., ne dann doch nicht. Ist vorbei. 😂

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        Mattvank

        @jaxson Da das Fest der Liebe ansteht, und diese auch in Parallelwelten existieren soll, werd ich schweigen und dir und deiner Familie frohe Weihnachten und einen guten Rutsch wünschen.

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          jaxson

          @Mattvank Vielleicht schweigst du ja auch an Mangel an Argumenten. Frohe Weihnachten

    • Profilbild
      Kobi Kobsen

      @Mattvank Ja, seh ich auch so. Bei mir stand der Emu vollaussgebaut da. Hat unfassbar viel Geld gekostet und ein Jahr später kam Logic mit deren EXS Software Sampler und ab da war der Emu nur noch Staubfänger. Da geht’s ja auch nicht um irgendeine Modulation sondern um ein um Faktor 20 höheres Tempo beim Arbeiten. Filter und alles nötige gab’s ja auch und was es nicht gab hatte man als weiteres plugin. Mir hat da gar nichts gefehlt aus dem Emu – es hat meinen Workflow, meine Kreativität und meine Ergebnisse besser gemacht. Also für mich ist der Emu schon als fast Neugerät Nostalgie gewesen. Ja wir ticken nicht alle gleich. Frohe Feiertage.

  2. Profilbild
    Der_Brechreiz

    Danke für dein Bericht😊 Hätte ich etwas mehr Platz, würde ich mir noch eine Emu Sampler hinstellen. Ich war ein Fan der Emulator X Reihe, welche leider nicht sehr stabil war.

  3. Profilbild
    gs06

    Also ich musste auch schmunzeln bei der Aussage im Text zum vermeintlichen Vorteil gegenüber Software. Letztlich sind diese Sampler ja nichts anderes als Special-Purpose-Rechner mit Software.

    Im Jahr 2022 haben sie meiner Ansicht nach rein nostalgischen Wert und eignen sich nur noch für Leute, die gerne mit den Tücken veralteter Technik kämpfen. Eine moderne Software wie PhasePlant oder Falcon ist ihnen haushoch überlegen, braucht weniger Platz und Strom, macht weniger Lüftergeräusche und birgt nicht das Risiko, in der Zukunft an Ersatzteilmangel zugrunde zu gehen. Fans der Geräte wird das alles nichts ausmachen und sie werden mit Begeisterung daran schrauben, aber wer nur an den klanglichen Möglichkeiten interessiert ist, wird mit Software vermutlich glücklicher.

    Recycle ist übrigens von Reason Studios / Propellerhead und nicht von Steinberg.

    • Profilbild
      CDRowell

      @gs06 Schon beim Firmennamen wird mir wieder warm ums Herz. Passt gut zur Weihnachtsstimmung. Tolle Geräte.
      Frohe Weihnachten!

      • Profilbild
        OscSync AHU

        @CDRowell Die Urversion wurden von zwar von Propellerhead entwickelt, aber als Steinberg-Produkt verkauft.

  4. Profilbild
    elecpota

    Vielen Dank für den Beicht. Ich besitze den E6400 und nach dem Bericht muß ich mich doch mal wieder dran setzen und schrauben. Auch wenn die Sampler nur nostalgischen Wert haben wie im vorherigen Kommentar gesagt, so kann man durch die Einschränkungen und den ganz eigenen EMU Sound schon Klasse Sounds hinbekommen.
    Fröhliche Weihnachten :)

  5. Profilbild
    MidiDino AHU

    Ich habe heute noch einen EIV hier stehen, einen ausgebauten E-Synth (128 MB Arbeitsspeicher, Festplattenturm) und mit schier unendlich vielen CDs. Lange hatte ihn mit einem Soundcraft M8 in Betrieb, doch mit einem größeren Rechner ließ die Abhängigkeit ab. Ich überlege allerdings, speziell die Synthsounds auf den Rechner zu portieren …

  6. Profilbild
    Tyrell RED

    Ich liebe diese Teile. Hab gleich zwei davon, einen mit der Synthesizer-Expansion. Natürlich ist da viel Nostalgie dabei – und heute editiere ich kaum mehr etwas an den Units, aber die Sounds und Samples die ich damit vor Ewigkeiten erstellt habe, verwende ich heute noch.

    • Profilbild
      Mattvank

      @Tyrell So erging es mir auch. Darauf samplen zu lernen halt ich auch für keinen Fehler. Ich find das auch super dass Leute sich mit den Teilen noch beschäftigen. Lüfter, Buttons, das fein rasterende Endlospoti. All das sollte von Kennern und Nutzern erhalten werden.

      Ich freu mich auch schon auf den nächsten EMU Report. Vielleicht dann auch mehr zur Synthesizererweiterung.🙂

  7. Profilbild
    Viertelnote AHU

    ich habe zwar nur den ESI-4000 Turbo, aber kann auch sagen, daß es
    total erfrischend ist, wieder mal seine alten Klänge zu laden.
    Ich bin ziemlich hin- und hergerissen, den „Krempel“ zu verkaufen.
    Aber das ganze Zeugs (externe SCSI-Platte, Maxtor-CD Laufwerk usw.) hat ja mal ein
    Vermögen gekostet:-) Ich finde Nostalgie gar nicht so schlecht, man erinnert sich, wie man Klänge damals empfunden hat und vergleicht sie mit heute. Im Rechner geht das alles komfortabler, klar.
    Aber ich empfinde daß so, die Emus haben einen schöneren Filterklang, als die Akais.

    Euch allen ein friedvolles Fest😀

  8. Profilbild
    baselzwei

    Ich habe mir Anfang des Jahres einen gebrauchten E-MU ESI-4000 im Top-Zustand mit 128 MB und OLED-Display gegönnt. Als Massenspeicher hängt da ein externes ZuluSCSI-Laufwerk dran (läuft perfekt). Zu wenig Speicher werde ich damit wohl nicht haben. Hauptgrund für den Kauf war das Konservieren von einigen Sounds meiner nicht speicherbaren Mono-Synths. Warum tue ich mir das an, obwohl ich einige mächtige Softwaresampler mit Autosampling auf dem Mac verfügbar habe? Zum Einen findet bei mir das Komponieren / Musizieren zunächst zu 99% mit Hardware statt. Zum Anderen klingt das Teil einfach Hammer (solche Wandler findet man heute selten). Und: Ich erstelle in der Regel ein Multisample aus 1 Sample pro Oktave (immer G als Root). Das Ergebnis ist erstaunlich. Das habe ich selbst mit dem Autosampler in Logic so nicht hinbekommen; da braucht es mehr Samples, um zum ähnlichen Ergebnis zu kommen. Diese alten Kisten haben da echt einen umfassbar effizienten Transponierungsalgorhythmus drin. Braucht man das heutzutage? Nö, keineswegs (Speicher ist im PC / Mac ja generell kein Thema). Aber mir macht es Spaß (und offenbar bin ich damit ja nicht alleine) und die Ergebnisse sind auch heute noch absolut hörenswert.

    Ich wünsche Euch allen frohe und gesegnete Weihnachten!

    • Profilbild
      atomicbull

      @baselzwei diese G und H chips sind heutzutage noch der hammer……und klingt viel mehr nach eigenständigkeit als alles andere heutztage

  9. Profilbild
    atomicbull

    man kann hw und sw sowieso nicht vergleichen, weil die hw da immer gewinnen wird!! warum?
    weil die wandler gottseidank anders kingen als die fu.. soundkarte, alles was aus dem rechner kommt klingt gleich ,,,,,,urgs…..
    zig versch hw ist immer das maß was es z uschlagen gilt……..nur so bleibt die sound-langeweile weg, alles aus dem rechner langweilt mit soundtechnisch zu tode

    so scheiße steril der E4 klingt……er ist allemal besser als fu.. pc mucke

    und man hört sofort wer nur am rechner mucke macht………es klingt langweilig und qualitativ minderwertig……..weil kein charakter

    • Profilbild
      gs06

      @atomicbull Also ob ein Wandlerchip von einem PC aus oder einem „Musikinstrument“ aus angesteuert wird, dürfte aus technischer Sicht wenig Unterschiede machen. Natürlich gibt es besser und etwas weniger gut klingende Soundkarten, aber heutzutage sind die Unterschiede schon recht klein geworden. Letztlich ist es der menschliche Benutzer, der den entscheidenden Unterschied macht – aber auch das war eigentlich auch schon immer so… ;-)

      • Profilbild
        atomicbull

        @gs06 darum gehts garnicht ob besser also garnicht verstanden was ich meine , oder du kennst die unterschiede garnicht

        jedes gerät hat sein eigenen klang. die soundkarte hat egal welchen vst synth immer den gleichen………..und das hört man . was bringen da 1000 vst synth ????

        und ich höre das raus………leider…………

    • Profilbild
      Synthpark

      @atomicbull Wie kann man so einen Müll labern. Alles, was aus meiner RME rauskommt, also auch Musik, klingt so wie die Aufnahme. Sonst könnte ja keiner mischen, geschweige denn mastern. Unter Soundkarten gibts auch Qualitätsunterschiede. Hier geht es mehr um Transponierungs- algorithmen als um DA-Wandler.

      • Profilbild
        atomicbull

        @Synthpark du verstehst es nicht.

        ichvsage das man es deutlich hören kann wenn einer nur am rechner mit vst progs mucke macht. weil es keine klangliche charakter Eigenschaften der physikalischen hw zutage tritt, weil die 1 soundkarte immer gleich klingt, egal wie verschieden die vst progs auch sein mögen. es klingt alles nach einer soundkarte. ……wer das nicht versteht hat auch keine gute hw zu hause stehen die er auch benutzt

  10. Profilbild
    virtualant

    Das ist ein schöner Bericht, aber kratzt nur an der Oberfläche. Da ist so viel möglich, und ich bin der Meinung dass da kein Software“sampler“ mithalten kann. Softwaresampler haben wiederum andere Vorteile gegenüber den E-MU Hardwaresamplern, man könnte zu dem Schluss kommen dass sie nicht vergleichbar sind. Ideal ist, wenn sie sich ergänzen.
    Ein paar Stichpunkte zur E-MU E4 Samplergeneration:
    – man kann aus jedem Sample single cycle waves erstellen. Dann kann man den Loop modulieren und hat einen Wavetable Synth
    – man kann zwar den Sampler nicht direkt mit dem Takt syncen, aber über Umwege kriegt man es dann doch hin dass rhythmische Modulationen im gleichen BPM laufen wie die DAW
    – mit dem Peak/Shelf Morph Filter zusammen mit Modulationen habe ich superfette(ste) Bässe erstellt, whobble wub wub usw. Wunderbar für DnB ;-) whooble wub wub ist die Modulation mit den Cords, das ist nicht nur einfach fertig reingesampelt.
    – man kann in die Kisten per analogem Eingang reinsampeln, und dabei auch mal testen, wie Übersteuerungen sich auswirken. Bei leichter Übersteuerung hat man noch kein hörbares Clipping, eher eine Veränderung des Klangs.
    – Resampling ist eine starke Funktion
    – alle wesentlicheb Bearbeitungsmöglichkeiten eines Samples sind an Bord

    Was man auch anmerken muss: die Filter im klassichen Sinne sind nicht so pralle, ein LPF mit hoher Resonanz klingt nicht toll.

  11. Profilbild
    8-VOICE AHU

    Wow, die LFO Waveform „Sine + Noise“ scheint Zeitsprünge zu beherrschen. Die Linie geht oft wieder nach links also zurück in der Zeit. 😜
    Wünsche allen frohe Feiertage! Ich warte noch auf unsere Gäste.

  12. Profilbild
    Flowwater AHU

    Hehe … vielen Dank für diesen »Heißmacher«-Artikel! 😀

    Die Aussage im Fazit – »[…] der Klang […] kommt mir heute noch besser vor als seinerzeit. […]« – kenne ich so auch aus einem YouTube-Video mit Tobi Neumann aus dem Jahre 2012 (in dem sowieso jede Menge faszinierende Aussagen getroffen werden). Ich habe latent im Hinterkopf, dass mich genau deswegen ein »ESI 4000« interessiert. Aber … naja … was soll ich eigentlich noch alles machen. Deswegen wird ein Hardware-Sampler hier beim mir erst einmal keinen Einzug halten. 🙂

    • Profilbild
      t-hiho RED

      @Flowwater https://youtu.be/Qc3uByeuSdg bei 10:00ff 👍
      Vielen Dank für den Tipp mit dem Tobi Neumann Video, das kannte ich noch gar nicht! Witzig – bei ihm hat meine Studiokarriere begonnen, als er in München noch in den Apollo Studios tätig war.

  13. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Herrlich, ich dachte schon das Jahr endet ohne harware vs software Thematik!
    Meinen Standpunkt erspare ich uns, atomicbull gehört da zu den chosen few, wenn auch schön derb formuliert.
    Wer den Unterschied kennt lächelt milde und heizt mit der Wärme der Geräte das Einfamilienhaus. Cheers Ihr Lieben, Joyeux noël

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        @atomicbull Mir ist es lieber einer macht sein Studio zur ausgelagerten Müllkippe, anstatt sowas nach Afrika zu schippern, wo Kinder es auf Bergen von Resten unserer überlegenen Zivilisation verbrennen. Obwohl, unser Hobby macht ja gefühlt nur 0,00000001% der gesamten Müllmenge aus, also kein Problem. Alternativ kann der EMU auch zum Altar mutieren, wo man ihm bis zum Lebensende huldigen kann. Danach geht es leider doch mit o.g. weiter. Ich kleb mich jetzt auf die Strasse, ist gerade wenig los. Tschüss!

  14. Profilbild
    s.tubenrocker

    Ich hatte auch für einige Zeit den e5000 Ultra. Hat schon Spaß gemacht, jedoch hatte ich zu viele „wie war das nochmal Momente“, wenn ich ihn längere Zeit nicht genutzt hatte. Das Laufwerk und die Festplatte waren in einem Gehäuse verbaut, das vom Gewicht an einen Safe erinnerte. Es hatte immer etwas von einem startenden Flugzeug, wenn alles Kisten hochgefahren sind (Sampler, Laufwerk und PC).
    Ach ja, früher…

  15. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Frohe Weihnachten! Danke für den Artikel. Er erzeugt nostalgische Gefühle bei mir. Ich hatte sie alle, bis auf den E4 Ultra: e64, E4X, E6400, E6400 Ultra, E5000 Ultra. Was mir immer gut gefallen hat, ist das OS. Irgendwie hat mich das an Atari erinnert. Ungeachtet dessen ist die Komplexität der Serie sehr groß. Aus heutiger Sicht möchte ich das nicht mehr an einem Rack bedienen müssen. Der Sound der Serie wird meiner Ansicht nach verklärt. Der hat nichts mit dem rohen Emulator II / Emax I noch mit dem Punch des Emulator III oder dem speziellen Klang des Emax II zu tun. Auch finde ich die Werkslibrary der Emus in der 4er-Serie nicht sonderlich gut aus heutiger Sicht. „Naturinstrumente“ leben von langen Samples, Layering und Key Switches. Da sind 128 MB zu gering. Und Synthesizersamples sind heute witzlos, wo so viele gute Geräte für wenig Geld zu haben sind. Damals waren die Sampler echte Produktionsmaschinen. Heute würden die mich nur noch von der Produktion abhalten. Die Zeiten ändern sich, dem Jesuskind sei dank.

  16. Profilbild
    Sudad G

    Habe bei mir im Studio vier Hardwaresampler stehen. AKAI S-1100, Emu-6400 Ultra, Roland S-750 und Kurzweil K2000. Der Emu war damals eine echte Produktionsmachine, weil er 128 MB RAM hatte und genügend Stimmen für aufwendige Arrangements bereitstellte. Die Filter – und das ist natürlich rein subjektiv – haben mir aber sowohl beim Roland S-750 als auch beim Kurzweil K2000 besser gefallen. Ich konnte den Hype um den tollen Emu Filtersound zumindest bei der EIV Serie nicht so ganz nachvollziehen. Ich denke die Aussage bezog sich wahrscheinlich auf den Emu EIII und den Emax I bzw. Emulatzor II, die noch analoge Filter am Ende der Signalkette hatten.
    Trotz des besseren Sounds o.g. Hardware-Sampler, arbeite ich heutezutage zu 90% mit Softwaresamplern, weil man einfach schneller zu einem Ergebnis kommt. Wenn man einmal gewohnt ist mit einem Softwaresampler zu arbeiten, will man nicht mehr zum umständlich zu bedienenden Hardware-Sampler greifen.
    Allerdings verwende ich Hardware-Sampler noch ganz gerne für spezielle Aufgaben, bei denen Softwaresampler noch Schwächen aufweisen. Dazu zählen die oftmals bessere Transponierbarkeit, wenn man nur ein Sample hat und keine Multisamples erstellen kann oder auch wenn man besonders zackige Hüllkurven benötigt.
    Ansonsten lohnt sich der Aufwand nicht. Für Standardaufgaben ist ein Softsampler in allen Bereichen einem Hardware-Sampler überlegen.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      @Sudad G Das die Software dem Hardwaresampler in vielen Belangen überlegen ist liegt auf der Hand. Für das Schneiden nutze ich z.B klar Software. Klanglich liebe ich meine Plastikbomber trotzdem über alles.

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      atomicbull

      @Sudad G der Eiiixp klingt schon ganz anders,besser als die e4 reihe, wobei der echte erste E4 und e64 anders klingen als die anderen nicht ultras, die hw ist auch anders, es muss beim g und h chip unterschiede geben. die klingen ein bisschen wärmer, oder nicht so steril . aber nur im a/b zu hören.

      meine langweiligste maschine im fuhrpark ist der E4 , er kann halt nur viel.

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    Johnny Sunday

    ich finde nach wie vor den Sound des Akai S1000 sensationell. Vorallem beim langsamer abspielen. Die Kiste hat punch ohne Ende. Ebenso MPC60 und andere 8-12bit Sampler etc. Ab S1100 ging es häppchenweise bergab mit dem Sound. zB ein S3000xl hat schon lange nicht mehr den Punch, wenn auch weit besser zu bedienen als ein S1000. Übrigens hat eine MPC3000 afaik den S1000 Wandler.
    Ja, E IV war top zum Produzieren, und die Filter waren „nett“ weil viele unterschiedliche, aber einen „Supersound“ kann ich da nicht finden. Die Möglichkeiten sind allerdings grossartig und somit kann man doch einiges hervorbringen in der E IV Welt.

    Übrigens ist das Netzteil bei E IV, E64, E6400 durchaus eine altbekannte Schwachstelle. Wie es ich bei den ESIs verhält, weiß ich nicht. Ich hatte mal ESI32, da war mir das Display zu klein.

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    Shanghai

    Schoene Story und hat Lust darauf gemacht, meinen e6400Ultra wieder einmal aus dem Schlaf zu erwecken. Da musste ich in jungen Jahren halbwegs Kohle dafuer hinlegen und trotz eingebauter SCSI Disk ging der Rest der Band zuerst auf ein Bier, bevor meine Sounds geladen waren. Und bitte ja keinen Stromausfall generieren … ;-)
    Dafuer war der Sound richtig gut und auch im Vergleich mit den damals schon verhandenen Softwaresamplern wie Gigasampler auf der PC Platform, die auch nicht wirklich stabil liefen…

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    Plasmatron

    Ja die E-mu Sampler.. Ich hatte letztens in einem Anfall von Nostalgie einen Ultra besorgt und umgebaut, Silent Fan ect.. Aber der Workflow, ne es geht nicht mehr. Vieles was ich früher mit dem Sampler gemacht habe, läuft jetzt direkt im Track,. Aber jetzt hat Peter wenigstens 2 ordentliche Maschinen ;)

    Ps.: Klanglich überlegen .. Sein ernst ? Einfach nur ein Code, ein guter ! aber am Ende ist das auch nur ein Rechner und kein Zauberkasten.

    Ich kann mir vorstellen, das die Ruhe und der Weg eine andere Herangehensweise an die Musik ermöglicht, wenn die Resonanz stimmt..

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      t-hiho RED

      @Plasmatron Kurz zum Klang eines EMU Ultra, da ich auch einen besitze, aber auch beruflich täglich mit Kontakt arbeite: Kontakt 6 hat ja diverse Hardware-Sampler Charakter-Emulationen. Wer das mal mit den Originalen verglichen hat, wird schnell feststellen, wie weit weg die sind. Haben die Entwickler ihre Testsignale bei -70dBFS auf ner alten Soundblaser durchgejagt, oder wie kam das zu stande, frag ich mich? Und: Der EMU hat definitiv gute Wandler. Die passen irgendwie zum Rest des Gerätes. Ich hab mal gelesen, dass die Korg M1 deshalb so gute Saxophon- und Brass-Sounds bot, weil ihre Wandler irgendwie dem Grundcharakter dieser Instrumente näher waren als einer technisch sauberen Wandlung. Und daher dem ausgegebenen Klang zusätzliche Eigenheiten mitgaben, die anscheinend sogar Leonard Cohen überzeugt hatten.
      Hängt einen Top-Wandler vom Schlage eines an Kontakt und nutzt hohe Samplingrates, und ihr erhaltet einen tollen Sound. Kontakt mit 44k an einer Focusrite Scarlett Solo oder Steinberg UR im Vergleich zu meinem E64 oder ASR10 @ 44k? Nein danke! Ganz abgesehen von der Latenz.

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        t.goldschmitz RED

        @t-hiho Das mit dem M1-Sax hat mich auch immer fasziniert. Irgendwie klang dieses Preset/Wave immer richtig gut und authentischer als bei anderen Synths.
         
        Da würde ich gerne mal richtig tief nachforschen. Leider habe ich z.Zt. nur eine M3R zur Verfügung – aber die hat ja die gleichen DA-Wandler. Weiß gerade nicht ob da das identische Sax-Sample dabei ist. Die M3R hat ja leicht andere Waves.
         
        Und ich denke, das ist generell der Punkt – die Wandler. Samples von In-The-Box-Samplern sehen den ersten DA-Wandler ja erst, wenn er auf dem Wiedergabegerät des Konsumenten erscheint.

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    AMAZONA Archiv

    „das die Ruhe und der Weg eine andere Herangehensweise an die Musik ermöglicht,“
    Das könnte der Kern sein. In der DAW habe ich so schnell so viele Tracks zusammen, da fällt es oft schwer gute Entscheidungen zu treffen. Aber auch dort kann man sich selbst verlangsamen und Sounds selbst programmieren, nicht jedes Template 100 Mal benutzen (mach ich nie!) und zwischendurch auch was anderes machen. Mein Ziel für 2023, mehr akustische Instrumente und Percussion sammeln, weil es nah an uns dran ist und nicht so verkopft wie manche DAW-Automation.

  21. Profilbild
    t-hiho RED

    Da blühen analoge Modularsystems an jeder Ecke, aber wenn mal jemand Hardware aus der goldenen Zeit der elektronischen Musikproduktion anpreist, wird er gleich als ewig gestrig verschrien. Rossum (=EMU) Assimil8tor: 1100.-, 1010 Music Bitbox Mk2: 670.-, 4ms Stereo Triggered Sampler: 480.- – ich könnte lange weiter aufzählen. Mein alter Emu E64 und mein Akai S612 stehen als Ergänzung auf meinem Doefer Modular. Keyboards sind ASR10 und Roland S50. Die sind so schnell, gutklingend und leistungsstark und kosten heute einen Bruchteil von damals. Unkomfortabel bedienbar und umständliche Speichermöglichkeiten? Schaut doch mal moderne Synths mit Sampling und A100-Module an! Ist das wirklich so viel besser geworden?
    Kontakt find ich toll, ich entwickle auch selber Libraries dafür. Aber wer einmal am Modular geschraubt hat ohne in einen Laptop zu blicken, wird sich schon fragen, ob das nicht die 500.- wert wäre…
    EMU hatte eine riesige Tradition an innovativen Ideen. Das polyphone Keyboard des Prophet 5 kam von denen, dann die Convolution (Transform Multiplication) und Additive Synthese im EmaxSE. Das war 1986, wenn ich richtig liege. Der EMU EIII folgte dann 1988. Kurzweils leistungsfähige aber schwer zu bedienende VAST Synthese kam erst 1991. Die meisten anderen Hersteller lieferten damals in erster Linie Presetschleudern mit minderwertigen internen Effekten.

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    raveangst

    Ja ja die gute alte Diskussion Hardware vs. Software. Tatsächlich immer noch und ich habe mit viel spass so einiges hier gelesen. Ich besitze nach wie vor meinen E-Synth Ultra und liebe ihn genauso wie ich Plug-Ins liebe. Da ich seit ende der 80er mit Samplern Musik mache, angefangen mit einem Roland S-50 mit sage und schreibe 1mb Ram ( hab da Songs mit gemacht! War hart aber ging ), ist es für mich aber auch ganz natürlich damit immer noch zu arbeiten, wer das nicht kennt wird das vielleicht nicht so verstehen oder den sinn darin fühlen. Die Vor und Nachteile Hardware/Software sind doch auch irgendwie schon lange klar und vieles ist hier auch genannt worden, aber das glaub ich noch nicht:
    Dieses aufregende Gefühl ein altes vinyl zu entdecken, die sample Funktion im E-mu zu aktivieren, nen guten part bei der platte zu finden, den E-mu aussteuern, sample zeit wählen, platte an der richtigen Stelle zu starten, Samplen, Sample Mappen, schneiden, mit den fantastischen Filtern verändern, sample start Modulation probieren, mit Effekt resamplen, neu Mappen, nochmals anderer Filter usw. usw. usw.
    Ich werde es immer lieben und für mich ist es tatsächlich einfacher mit dem E-mu aber benutze ihn auch schon seit über 20 Jahren und er Klingt, ja alle Hater hier, er Klingt! Selbst der TAL Sampler bekommt das nicht hin, mag ihn aber wegen des Cyclic Time Stretching. LG

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