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My 10 Favorites, Amazona.de-Autor Armin Bauer

20. Juni 2021

Amazona.de Autor Armin Bauer: 10 Alben, die mich beeinflusst haben

Armin 1988 und 2021

Die 10 wichtigsten Musikalben meiner Lebenszeit, wo fangen wir da an? Ich würde mal sagen, mit Beginn meiner Musikerkarriere. Das dürfte so ca. 1976 gewesen sein, 14 Jahre nach meiner Geburt. Ein Freund von mir spielte seit 1-2 Jahren Gitarre, zwei weitere Kumpels waren bereit, sich in Bass und Drums einzuarbeiten. Also wurde für mich beschieden, ich solle als Sänger agieren, wieso auch immer.

Ich habe eingewilligt, unter der Voraussetzung, dass ich ein wenig Gitarrenunterricht bekomme und auch etwas klampfen darf.

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Da wir ganz am Anfang standen, musste das natürlich mit entsprechendem Equipment kompensiert werden. Die Jungs hatten sich fette Orange Amps mit großen Boxen geordert, ich habe mein ganzes Konfirmandengeld in einen Vox AC120 Combo investiert, 1250,- deutsche Mark. Meine erste Gitarre habe ich als Rockinger Bausatz selbst gebaut, Vater hatte eine Zimmerei, also kein Problem. In das Ding kamen zwei DiMarzios rein und alles an Miniswitch-Schaltfunktionen, die ich mir vorstellen konnte.

Natürlich haben wir gecovert und daraus resultiert mein Platz Nr. 10.

Uriah Heep – Demons And Wizards, 1972

– Die Jugendsünde –

Da es so schön einfach zu spielen war, hatten wir „Lady In Black“ von Uriah Heep im Programm. Als pubertierender Jugendlicher haben mich wohl die mystischen Cover und die für mein Verständnis durchaus vielschichtigen Kompositionen angesprochen. Also beginnt meine Liste mit „Demons And Wizards“ von 1972, hieraus exemplarisch „Easy Livin“.

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Ich glaube bis „Firefly“ 1977 hatte ich sämtliche Alben der Band, damit war es schlagartig vorbei, als mir ein Schulfreund seine Neuentdeckung ausgeliehen hat.

Ramones – Rocket To Russia, 1977

– Die Entdeckung der Einfachheit –

„Rocket To Russia“ und „Road To Ruin“ von den Ramones. Was war das denn? Brachiale 3-Akkord-Songs in High-Speed und meist unter 3 Minuten abgefrühstückt. Das war pure Energie, die konnte auch mein Dual Plattenspieler mit Mono-Lautsprecher im Deckel nicht schmälern.

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Die Ramones, hart, schnell, direkt und immer perfekt gekleidet. Müßig zu erwähnen, dass ich einen guten Teil meiner Uriah Heep Sammlung gegen die beiden Ramones Scheiben getauscht habe.

Inzwischen wurden bei der nächsten Band auch eigene Songs komponiert und ich habe an meinem Gesangsstil gearbeitet. Dabei habe ich mich stark an Robert Plant orientiert.

Led Zeppelin – III, 1970

– Die Rockgiganten –

Damals war oft die Frage: Bist du Beatles oder Rolling Stones Fan? Natürlich keines von beiden, die wahren Helden waren Led Zeppelin mit ihrem extrovertierten Drummer, dem immer Song dienlichen Bassisten, der auch noch Orgel spielen konnte, dem genialen Gitarristen, der präzise die geilsten Riffs raushaut und eben dieser Stimme, die anscheinend immer jung bleibt, wenn man sich die Bands und Projekte des inzwischen 73-Jährigen anhört.

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Ohne Scheiß, Led Zeppelin ist und wird immer die größte Rockband des Planeten bleiben. Übrigens: Beim einmaligen Reunion Konzert 2007 in London, bei dem John Bonhams Sohn Jason an den Drums saß, wollten 20 Millionen Fans Karten erwerben.

Joy Division – Closer, 1980

– Die dunkle Phase –

Nun wird es düster. 1980 hat Joy Division ihr zweites Album veröffentlicht. Die Vertreter des englischen Post Punk lieferten eine dermaßen depressive Scheibe ab, dass ein Freund von mir mutmaßte, wer sich nach Hören dieser Platte nicht umbringt, wird es wahrscheinlich niemals tun. Bei uns hat sich das so bewahrheitet, der Sänger der Band, Ian Curtis, hatte nicht so viel Glück. Kurz vor Veröffentlichung und Beginn einer Amerika Tournee hat er sich erhängt.

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Das war das Ende von Joy Division, der Rest der Musiker machte unter dem Namen New Order weiter. Stilistisch haben sich Einflüsse dieser Band noch einige Zeit in meinen Kompositionen und Texten erhalten.

Wieder fröhlicher wurde es mit den Kirmes-Gespenstern von The Cure.

The Cure – Three Imaginary Boys, 1979

– Der Meister des Bad Hair Days –

Das Debüt Album der Band habe ich hoch und runter gehört. Im Grunde einfache Songs, die trotzdem genau auf den Punkt kommen. Dazu die ungewöhnliche Stimme von Mastermind Robert Smith. Die Band hat über sämtliche Veröffentlichungen immer wieder großartige Musik geboten und auch heute noch lässt sich fast alles der Band immer noch angenehm hören. Wie wenig die Musik gealtert ist, zeigt dieses Live-Video von 2018 mit dem Titelstück der ersten LP, 39 Jahre nach Erscheinen.

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Ja, The Cure sind immer noch unterwegs und haben nichts von ihrer Frische verloren. Und wieder eine Stimme, die anscheinend nie altert.

Meine nächste Platzierung mag etwas überraschen.

The Jesus And Mary Chain – Psychocandy, 1985

– Verloren in Zeit und Raum –

Die Brüder Jim und William Reid haben die Band 1984 gegründet und wie bei einem anderen britischen Brüderpaar (wobei, die Reid Brothers sind Schotten) war ihre Beziehung nicht ganz konfliktfrei.

Die Musik sperrt sich gegen übliche Soundvorstellungen, das sehr reduzierte Schlagzeug scheint nur aus Hall zu bestehen, die Gitarren sind schneidend und werden oft komplett ins Feedback gefahren. Auch die Stimmen sind heftig verhallt. Der Einfluss der Band ist daher auch eher auf meine tontechnische Tätigkeit zu sehen, diesen Posten hatte ich schon immer bei meinen Projekten bekleidet und schließlich ja auch zu meinem Beruf gemacht. Solche Bands erweitern den Blickwinkel und fördern die Bereitschaft gegen die Konventionen zu arbeiten.

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Natürlich werden jetzt einige ältere Leser einwerfen, das gab es doch so ähnlich auch schon zwei Dekaden früher mit Velvet Underground. Stimmt, die habe ich aber erst etwas später während meines Kunstgeschichte-Studiums entdeckt.

Eine Band darf auch bei mir nicht fehlen, die sich gerade erst bei Kollege Christian Elena in die Liste eingetragen hat.

The Police – Outlandos D’Amour, 1978

– New Wave-Rock-Reggae-Jazz –

Anders als Christian, haben es mir eher die frühen Sachen angetan, besonders das Debütwerk. Hier sind schon einige großartige Songs zu finden und es ist erstaunlich, wie komplex das Trio verschiedene Stile zu einer eigenen Melange zusammenmixt. Zudem sind einige Kompositionen, obwohl sie einfach klingen, durchaus kompliziert arrangiert.

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Das wurde mir auch wieder klar, als ich vor einigen Jahren mit zwei alten Kumpels aus Spaß einige Police Songs gecovert habe. Mangels Drummer habe ich die Schlagzeugspuren von Stewart Copeland nachprogrammiert, da lernt man was fürs Leben …

Auf Platz 3 steht bei mir eine Band, die meiner Meinung nach oft deutlich unterschätzt wird.

Pixies – Surver Rosa, 1988

– geniale Dilletanten –

Eine ganze Reihe illustrer Namen aus der Indie- und Grunge-Ecke nennen das Quartett als wichtigen Einfluss. Geprägt wird die Band durch den Gesang von Frank Black, dessen hohe, schneidende Stimme so gar nicht zu seinem optischen Äußeren passen will. Aber so ist das mit den Pixies, seltsame Akkordstrukturen treffen auf schräge Rhythmiken, die nach Aussage der Mitglieder in einem frühen Interview oft aus Zufall oder Unwissen entstanden sind. Das passiert eben, wenn man bei Gründung als Bassistin eine Frau verpflichtet, die weder das Instrument besitzt, noch es spielen kann.

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„Where Is My Mind“, der bekannteste Song der Band, oft kopiert, nie erreicht.

Etwas viel Indie und New Wave auf den letzten Plätzen? Nun dann folgt hier eine Musikrichtung, der ich gewöhnlicherweise nicht besonders viel abgewinnen kann, geleitet von einem Bandleader, dessen Instrument mich meist auch eher kalt lässt.

Naked City – Torture Garden, 1990

– HiSpeed Hardcore Jazz –

Angeführt vom Saxofonisten John Zorn, spinnen Bill Frisell an der Gitarre, Fred Frith am Bass, Joey Baron an den Drums und Wayne Horvitz an den Keyboards unfassbare Sound-Kollagen, über die der Japaner Yamatsuka Eye seine Interpretation von Gesang schreit und bellt.

„Torture Garden“ ist keine 24 Minuten lang und enthält 42 Stücke. Unter dem Kopfhörer wieder aufgetaucht, hatte ich das Gefühl, mindestens 90 Minuten Musik genossen zu haben.

Ich habe die Band einmal live erlebt, unglaublich mit welchem Spaß und Spielfreude diese Hochkaräter da auf der Bühne standen. Weniger witzig fand ich Jahre später die Performance von John Zorn mit seiner Klezmer Band. Aus Protest gegen die deutsche Gesellschaft spielte der Musiker jüdischer Herkunft das komplette Konzert mit dem Rücken zum Publikum.

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Gleichzeitig mit dem Erwerb der CD hatte ich mir übrigens 1992 die neu erschienene Scheibe „Vulgar Display Of Power“ von Pantera im örtlichen Plattenladen bestellt, damals vorgeblich die härteste Band der Welt. Ich musste herzlich lachen. Sorry Jungs, die härtesten Hunde sind ein paar coole Jazzer aus New York.

Und nun zu meiner seit Jahrzehnten unverrückbaren Nr.1.

Young Marble Giants – Colossal Youth, 1980

– Absoluter Minimalismus –

Die Young Marble Giants waren ein Familienprojekt. Die Brüder Stuart Moxham (Gitarre, Orgel) und Philip Moxham (Bass) bilden die Instrumentalsektion, Philips Freundin Alison Statton übernimmt den Gesang. Den Beat steuert ein billiger, anscheinend selbst gebauter Drumcomputer bei.

Die Band skelettiert ihre Kompositionen, pro Song gibt es genau ein Drumpattern, die Instruments spielen absolut reduziert und weitgehend ohne Effekte. Darüber sitzt eine glasklare, verletzliche Stimme ohne jegliche Effekthascherei. Planziel Bühnenpräsenz: Keine Show!

„Colossal Youth“ mit 15 Songs wurde in nur 5 Tagen eingespielt und gemixt und blieb das einzige offizielle Album der Band, die sich auf der begleitenden Tour auflöste. Aus halbfertigen Aufnahmen wurde von der Plattenfirma noch die instrumentale „Testcard E.P.“ nach geschoben.

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Die Young Marble Giants sind absolut zeitlos, weil sie es geschafft haben, einen Longplayer aufzunehmen, bei dem es nicht einen einzigen Ton zu verbessern gibt, der mich auch nach 40 Jahren bei jedem Hören in den Bann zieht und immer wieder neue Nuancen offenbart.

Deshalb hier noch zum Abschluss und als absolute Empfehlung noch ein komplettes Konzert der Band.

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Das war’s, ich habe mich hier auf die Zeit beschränkt, wo ich wirklich ernsthaft musikalisch aktiv war. Ein paar Bands gab es natürlich auch noch später.

Ein Industrial Projekt Mitte der 90er, bei dem der Vertragsabschluss wohl daran scheiterte, dass ich der Forderung des Labels nach einem externen Produzenten nicht nachkommen wollte.

Ein Tech House Projekt mit einem befreundeten DJ Anfang der 2000er, das einige Vinyls veröffentlicht hat und auf diversen Compilations vertreten war. Wurde mir durch die Limitierung in dieser Musiksparte aber schnell langweilig, da halfen auch meine Versuche, das Ganze mit D&B-Elementen aufzufrischen nicht mehr.

Einige Spaß- und Proberaumprojekte mit den alten Kumpels und vor nicht allzu langer Zeit mein Engagement als Drummer in einer Irish Folk and American Rocksongs Band, bei der ich als gelernter Sänger als einziger der 7 Mitglieder nicht gesungen habe.

Wird vielleicht langsam Zeit, mal wieder was Neues zu probieren …

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Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Hi Armin! Bei den ersten Scheiben dachte ich, oh kacke, wieder so ein alter Sack aber dann kamen Police und Pixies. Wie sagte Frank Black einst auf einem Konzert 1989? „Ihr hört nun Musik die erst eure Eltern verstehen werden“. So oder ähnlich sagte er es. Der Crowd blieb reglos. Deine anderen Alben werde ich mir noch genauer anhören. Fetz-Jazz mag ich, genau wie exzentrische Bühnenopfer. Gruß vom Strand in Kroatien!

    P.S. I still don’t give a f**k! ;)

  2. Profilbild
    Armin Bauer  RED

    Hi Holden,

    das mit dem alten Sack stimmt schon irgendwie.
    Ich bin mit meiner Auswahl auch mit etwas Abstand immer noch ganz zufrieden, es geht ja auch um Alben, bzw. Bands, die mich in meiner aktiven Zeit beeinflusst haben, weniger um die besten jemals produzierten Alben.
    Bin auf dein Urteil gespannt, wenn du dir meine Nr. 1 und Nr. 2 näher anhörst.
    Übrigens, das mit dem Strand in Kroatien ist eine Unverschämtheit, wir warten hier seit 3 1/2 Jahren mal wieder an die Cote d`azur zu kommen. Im September soll es nun hoffentlich klappen.

  3. Profilbild
    fanatic  AHU

    Ramones, Joy Division, the Cure, Pixies, the Jesus…., the Police…..
    Was genau stimmt denn nicht mit dir;)

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Wüsste jetzt nicht, was mit mir nicht stimmen sollte.
      Aber vielleicht kannst du deine Anfrage ja etwas konkretisieren.
      Falls du einfach nur die Adresse meiner Therapeutin haben möchtest,
      bitte direkte Kontaktaufnahme :-)

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        Klingt doch nach einer saucoolen postcorona-Party! 1,2,3,4….)) :

        • Profilbild
          Armin Bauer  RED

          Noch cooler natürlich das Einzählen einer meiner Anfangsbands, die u.a. aus zwei recht talentierten Fußballern bestand: Auf die (1) Plätze (2) Fertig (3) LOS (4)…

      • Profilbild
        fanatic  AHU

        Klingt unfassbar gut deine Liste.

        So und nicht anders war‘s gemeint.

        Vielleicht nennst du mir mal wirklich einen guten Therapeuten. Bei Amazona stossen selbst meine positiven feedbacks auf Unverständnis…….
        Es ist zum Heulen

  4. Profilbild
    Cristian Elena  RED

    Hi Armin!

    Mutige Liste – auf so viel Post-Punk und Derivate stößt man selten auf einem Musikermagazin.

    Unsere Präferenzen innerhalb der Police-Diskografie mögen sich unterscheiden (*ich besitze trotzdem alle Alben, wohlgemerkt!), unumstritten ist aber, dass das rhythmische Experiment „Tango+Reggae“ auf „Roxanne“ (als Beispiel, weil du das Video ausgewählt hast) ein frühes Zeichen für die Andersartigkeit der Band war. Und dazu ein Welterfolg. Und ein Evergreen. Wir sind nicht würdig! ;-)

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Hi Christian,

      mutig oder nicht, sind eben die Sachen, die mich in der Zeit angesprochen haben. Liegt auch daran, dass ich eben als vorwiegend Sänger und Komponist/Texter evtl. andere Präferenzen ausgeprägt habe als z.B. ein Keyboarder.
      Zudem konnte ich noch nie viel mit glattgebügelter Song-Ästhetik anfangen, mir liegt die Energie, die durch Reibung entsteht, einfach näher.
      Deshalb empfinde ich es als absolut keinen Makel, wenn hier keine Kommentare gemäss „genau meine Liste“ auftauchen.
      Würde mich aber trotzdem sehr freuen, wenn ich einigen Lesern ermuntern könnte, bisher Unbeachtetes, auch aus einer längst entfernten Zeit, zu entdecken.
      Habe übrigens The Police bei der Reunion 2008 hier in Mannheim in der SAP Arena gesehen und gehört. Nostalgie Veranstaltung, natürlich. Aber wie bemüht dieser Vollprofi Stewart Copeland die ersten Songs war, eine perfekte Performance abzuliefern, großen Respekt.

      • Profilbild
        Cristian Elena  RED

        „Mutig“ war in diesem Fall positiv gemeint :-)

        Ich weiß nicht mehr, welche Ausrede ich damals parat hatte, um Police in MA zu versäumen, aber ich bereue es bis heute. Wenn ich mir die „Certifiable“-DVD angucke/-höre, finde ich, dass es peinlichere Nostalgieveranstaltungen gibt ;-)

        • Profilbild
          Armin Bauer  RED

          Hi Christian,

          „Mutig“ nehme ich grundsätzlich immer als positiv wahr.
          Vielleicht hat das Konzert terminlich nicht gepasst? Wurde ja verlegt.
          Peinlich war es keinesfalls, nur schön zu hören, dass auch Sting „Roxanne“ nicht mehr in der Original-Tonhöhe schafft, konnte ich damals in unserer Nachspiel Band auch nicht mehr.

        • Profilbild
          Armin Bauer  RED

          Hi Cristian,

          merke ich erst jetzt, sorry, dass ich dich hier permanent mit dem üblichen „h“ im Vornamen anspreche.
          Ich werde es mir merken…

          Grüße Armin

          • Profilbild
            Cristian Elena  RED

            Feine Geste, Armin! ;-)
            Auch Menschen, die mich seit ein paar Jahrzehnten eigentlich gut kennen, schreiben es weiter falsch – auf die Idee, Besserung zu geloben, kommt natürlich keiner … Richtig nerven tut’s mittlerweile nur bei behördlichem Zeug.

            Als Zeichen der Anerkennung verspreche ich, mich mit Young Marble Giants zu beschäftigen.

            Grüße zurück!
            Cristián

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              Armin Bauer  RED

              Hi Cristián,

              dann aber gleich richtig mit dem Akzent.
              Dann lass mal bei Gelegenheit hören, ob du mit den Young Marble Giants was anfangen kannst. Ein guter Einstieg ist das von mir verlinkte Konzert Video. Durch die Strukturierung ihrer Musik kriegen die Band die Platte zu 98% auch live hin.

              Grüße Armin

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Hi Frank,

      klar, XTC, Devo, noch ein Dutzend andere.
      Vielleicht kommt dieser Zweig experimentell, klar strukturierter Pop-Musik in meiner Liste objektiv etwas zu kurz.
      Aber ich denke, all diese großartigen Bands sind mit den Young Marble Giants, die diese Stilrichtung zur Perfektion extrahieren, durchaus vertreten.

  5. Profilbild
    ach herrjemine  

    Naked City! Grossartig. Endlich mal jemand der auch auf das richtig harte Zeug steht.
    Wer hätt gedacht selbige Vorlieben hier zu finden? :)

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Nur hart kann schnell sehr langweilig werden. Das passiert bei Naked City nicht, da wechselt es innerhalb von Sekunden von Splatter zu Kirmesorgel zu Jazz zu Werbe-Jingle (und zurück).
      Nichts für den Musikgenuß nebenher, da muss man sich drauf einlassen wollen.

      • Profilbild
        ach herrjemine  

        …und das macht die Musik letztendlich erheblich geniessbarer. Man hat einfach nicht die Wahl das so wie heute üblich zu verkonsumieren. Bei Naked City heist es ganz oder garnicht.
        Bin seit vielen Jahren Fan.

  6. Profilbild
    Organist007  AHU

    Sehr interessante Auswahl !!!

    Die üblichen Klassiker sind eher nicht dabei….dafür YOUNG MARBLE GIANTS !!!

    Bravo ! Bin begeistert, dass noch jemand auf diesem Planeten diese scheibe kennt !!

    Ergänzend wäre noch möglich: THIS HEAT; THE PASSAGE; DAVID MOSS ,PERE UBU uva

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Vielleicht lernen ja jetzt noch ein paar Leute die Young Marble Giants kennen. Lohnt sich für jeden Musiker um zu sehen wie viel man aus sehr wenig machen kann.

      • Profilbild
        Organist007  AHU

        Stimmt. Sehr minimalistisch. Mitten in der Thatcher Aera – die hatten wahrscheinlich keine Kohle.

        Die Nachfolgeband mit der Sängerin hieß WEEKEND.

  7. Profilbild
    Florian Anwander  RED

    EIne wunderbare Liste. Danke!
    Auf die Young Marble GIants bin ich gekommen, weil in einem Spex-Interview Jill Birt von den Triffids die Sängerin von Weekend mal als Inspiration bezeichnet hatte. Und bei Weekend sang … Allison Statton. Und so musste ich unweigerlich auf die Young Marble GIants kommen.

    Nicht alle meine Mitmusiker haben verstanden, warum ich – mit dem schicksten Outboard arbeiten könnend – eine Band gut finde, die auf jegliche Effekte verzichtet.

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Hi Florian,
      freut mich ganz besonders, dass dir meine Liste gefällt. Ging ich nach deinen Favorites nicht unbedingt davon aus.
      Wobei, Prefab Sprout, Underworld, Beastie Boys, da gehen wir schon konform. Die Finnen von RinneRadio werde ich mir auf jeden Fall mal anhören.
      Grüße Armin

  8. Profilbild
    moinho  

    Auch das eine schöne Liste mit ein paar von meinen Highlights. Wenn Led Zeppelin, dann III, allein schon wegen dem schönen Plattencover.
    Von Naked City andererseits votiere ich für „Radio“ – oder, wenn ich nen richtig hartes Album will, für Zorns „Spy vs Spy“ (letzteres ist lustig, wenn man sich direkt danach die Ornette-Coleman-Originale aus der alten Zeit anhört).

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      „Spy vs. Spy“ empfinde ich jetzt gar nicht so hart. Muss ich mal wieder hören.
      „Torture Garden“ ist es geworden, weil ich damit die Band entdeckt habe und auch einen Zugriff zu den Musikern gefunden habe. Joey Baron kannte ich z.B. gar nicht, ein wunderbarer Drummer.

  9. Profilbild
    OscSync  

    Schöne Liste mit einigen Anregungen. Naked City hatte ich bisher nicht auf dem Radar, danke!
    Wegen Pantera: deren dicke Hose-Gehabe beeindruckte schon damals weniger die „echten“ Metalheads als eher die Crossover-Fraktion. Das mit der härtesten Band war wohl eher Selbstverständnis oder Wunschdenken……

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Erwischt, habe eigentlich nie reinen Metal gehört (na ja, ganz früher vielleicht ein wenig Iron Maiden, Black Sabbath und Motörhead sind eher härterer Rock´n´Roll, oder?)
      Deshalb war ich schon eher in Richtung Crossover unterwegs, Faith No More, Red Hot Chili Peppers, Living Colour, Body Count, Waltari und Konsorten.

      • Profilbild
        OscSync  

        Vielleicht sind wir uns auf dem einen oder anderen Konzert begegnet… :-)
        Living Colour! Die haben mich als Jugendlicher sehr schwer beeindruckt und beeinflusst. Und sind immer noch unterwegs und live eine Macht.

  10. Profilbild
    gaffer  AHU

    Ja, super, Armin. Ich wusste wir sind uns da ähnlich. Nur die erste kann ich nicht nachvollziehen. Und ich kenne sie. Weiter so. Und Young Marble Giants. Sehr gut

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Ach Tai, nun sei doch nicht so streng mit mir! Da steht doch auch extra „Jugendsünde“.
      Zudem, in unserem Haushalt wurde nicht sehr viel Musik gehört, ich habe also keinen musikalischen Background mit bekommen.
      Die einzigen Scheiben, an die ich ich mich direkt erinnere, waren „Reise zum Mittelpunkt der Erde“, ein Hörspiel, eine Boney M. Platte und „Die große Schlagerparade 1964“ oder so ähnlich. Die taugte immerhin als Songlieferant für eine einmalige Faschingsveranstaltung im Duo.
      Ach und natürlich eine Werbe-Flexi-Disc, auf der Toni Sailer, Skistar der 50er, „Tyrolia…und Schifahrn macht Spaß“ schmetterte…

  11. Profilbild
    rio  

    „Easy Livin“ summt immer noch in meinem Ohr. Alter Schwede, was für ein Kracher.

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Das tut mir leid, hoffentlich konntest du trotzdem gut schlafen.
      Hmm, jetzt habe ich es auch wieder, v.a. dieser triolische Break..

      • Profilbild
        rio  

        Ne ne ich hab so ein Jucken … ein bißchen Kribbeln in den fingern. Nein nein, und bleib bei den Roots – großartiger Song!

  12. Profilbild
    herw  RED

    sorry ich habe mir gerade the Cure angehört,…

    „Ja, The Cure sind immer noch unterwegs und haben nichts von ihrer Frische verloren. Und wieder eine Stimme, die anscheinend nie altert.”

    … das Live Video und die Stimme sind ganz schrecklich. Da ist nichts von Frische und Druck in der Stimme – einfach nur schlecht.

    The Pixies ???
    Was plärrt eigentlich die Bassistin ins Mikro? Die trifft ja keinen Ton. Und der Hauptgesang ist auch unten durch.

    Sorry bitte nicht die Kritik persönlich nehmen :-( aber die Auswahl der Livevideos ist schon ein wenig seltsam.

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Das Cure-Live Video ist ja ganz offensichtlich aus dem Publikum aufgenommen, genau so unprofessionell ist auch der Ton.
      Wer bei Robert Smith Druck in der Stimme erwartet liegt eben falsch, das hat er noch nie gemacht, sein Markenzeichen ist dieses in hohen Lagen überdrehte. Das ist keine Rockband! Und klar hat er den Song auch schon besser gesungen, aber ca. 40 Jahre nach der Komposition? Das ist immer noch bemerkenswert gut.
      By the way, wie ich schon bei den Kommentaren zu The Police bemerkt hatte, Sting konnte „Roxanne“ und andere Songs vor 13 Jahren in Mannheim auch nicht mehr original reproduzieren, toll war es trotzdem.
      Bei den Pixies: Kim Deal „plärrt“ uuuuuh. Und das ist genau das Element, dass den Gesang und die durchaus auch schräge Melodiegitarre zusammenkleistert. Bei den Pixies kommt man mit herkömmlicher Harmonielehre nicht wirklich weiter, da macht es keinen Sinn die einzelnen Teile nach dem Pop-Musik Lehrbuch zu betrachten. Da zählt das Gesamtkonzept und das ist die Summe aller Teile. Da hat nicht jeder Zugang und sollte es wohl auch nicht haben.
      Übrigens: Als J.S. Bach begann sich mit dem Wohltemperierten Klavier zu befassen hat das sicher auch nicht wenige Zeitgenossen kopfschüttelnd zurück gelassen.

  13. Profilbild
    Thanassis

    Es ist toll, dass man immer wieder (nicht oft) auf Menschen trifft, die die Young Marble Giants nicht vergessen haben. Dabei hat diese Band einen so grossen Einfluss auf heutige Musik, selbst bei Bands, die die YMG gar nicht kennen. Ich selbst mache hin und wieder Musik und jedes mal wenn ich das tue, erscheinen die YMG mit dem Hinweis in meinen Kopf, alles schön einfach zu halten.

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Wundert mich auch, wie viele Musiker die YMG kennen und lieben. Unter Nicht-Musikern dürfte die Band komplett unbekannt sein, ich habe jedenfalls noch nie einen Hörer getroffen.
      Ich habe mal in einem Interview mit Stuart Moxham gelesen, die einfache Grundstruktur der Songs ist auch dadurch entstanden, dass er sich durchaus seiner instrumentalen Limitierungen bewusst war, er hatte zum damaligen Zeitpunkt erst 3 Jahre Gitarre gespielt. Umso sympathischer, dass dadurch Zeitloses entstanden ist und sich die Band die Aufnahmen überhaupt leisten konnte. Zudem ließ sich so alles nahezu 1:1 live reproduzieren.

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