Native Instruments beendet Unterstützung für ältere Plugins

11. März 2020

Service Center wird abgeschafft

native instruments service center

Native Instruments beendet Unterstützung für ältere Plugins

Die langfristige Unterstützung und die Sicherstellung der Kompatibilität von Software, darauf setzen viele User. Denn beendet ein Hersteller den Support und passt die Software nicht mehr an aktuelle Betriebssysteme an, egal ob Windows oder MacOS, endet der Software-Spaß oftmals früher als gedacht. Diskussionen, wie lange Hersteller ihre Software auf dem aktuellsten Stand halten sollen, haben wir hier bei AMAZONA.de regelmäßig.

Zum 31. Mai 2020 stellt Native Instruments nun einige ältere Produkte ein. Das Aktivierungstool Service Center, das bereits vor einiger Zeit von Native Access abgelöst wurde, wird eingestellt. Für den User bedeutet das: Bereits installierte und aktivierte Produkte können zwar ohne Einschränkung weiter genutzt werden, eine Neuinstallation auf einem anderen Computer oder eine Reaktivierung wird jedoch nicht mehr möglich sein. Davon betroffen sind auch einige Produkte von Drittherstellern wie East West, Best Service, Garritan oder Zero-G.

native instruments guitar rig 2

Guitar Rig 2

Unter anderem werden Absynth 2/3, Battery 1/2, FM7, Guitar Rig 1/2, Kontakt 1/2, Pro-52 und Pro-53, Reaktor Version 1 bis Version 5 (alles vor 5.1.5 läuft aus) und diverse ältere Version von Traktor eingestellt. Hinsichtlich Software von Drittanbietern müssen sich User der East West Orchester-Sounds EWQLSO Silver und Gold, der Symphonic Orchestra-Reihe, Percussion Sounds wie Stormdrum oder Sound Librarys wie Best Service Chris Hein Horns, Ethno World 3 und mehr nach neuen Produkten umschauen. Die komplette Liste der betroffenen Produkte findet ihr hier.

reaktor native instruments 5

Zwar gibt es für die meisten, der nun auf kurz oder lang auslaufenden Produkte, mittlerweile aktuellere Versionen, aber den einen oder anderen User wird es schon geben, der nun zwangsläufig umsteigen muss – zumindest wenn sich irgendetwas am Computer ändert.

Ab 1. Juni 2020 benötigt man für jede Installation und Aktivierung dann zwingend Native Access. Die Systemvoraussetzungen hierfür gibt Native Instruments mit macOS 10.12 (oder höher) und Windows 7 (und höher) an. Wer ein älteres Betriebssystem nutzt, wird möglicherweise aber in diesem Artikel fündig.

Forum
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    nativeVS  AHU

    Warum muss der kopierschutz eigentlich immer schuld daran sein dass man alte software nicht mehr zum laufen bringen kann.

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      AMAZONA Archiv

      Bei Software gehen Sachen die man nur durch Hardware boykottieren kann.

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    satchy  

    Warum überhaupt auf Softwareplugins mit Ablaufdatum setzen…??

    Hab zwar auch Einige davon, so ist es nicht.
    Aber eben auch viele „alte“ Hardware, die tut nach 40 Jahren ihren Dienst noch komplett unabhängig von einem System.

    Einfach Plugin and Play, ist doch so einfach…

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      GEM-D  

      Gibt auch genug Hardware Hersteller, die irgendwann den Support einstellen. Siehe TC mit Powercore oder dem System 6000. Klar, das was man hat funktioniert weiterhin, aber Erweiterungen gibt’s da auch nicht mehr…

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      Dhooomas

      Weil es auch Leute gibt, die aus Platzmangel nur sehr begrenzt Hardware nutzen können. Nicht jeder Hobbymusiker hat ein separates Zimmer als Heimstudio zur Verfügung.

      Bei Hardware gibt es zusätzlich Verschließerscheinungen, wodurch Softwareemulationen eigentlich eine kostengünstige Alternative darstellen. Nur leider eben nicht langfristig.

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    GEM-D  

    Das gute alte Spectral Delay! Schade drum! Der Pro53 war auch immer eine gute Sound Quelle…
    Dann kann ich ja demnächst einige Kartons aus dem Schrank entsorgen!
    Wenn die Hersteller die Software am Ende wenigstens zur weiteren Verwendung freigeben würden…
    Aber nein! Die Kuh melken wir mit irgend nem neuen Sch..ß weiter! Manchmal ist dann weniger doch wieder mehr! Vielleicht wird dann der Kopf ja auch wieder freier für neue eigene Ideen.

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    waldgeist  

    Native Access ist ein einziger Mist, ich habe selten eine so schlecht programmierte Software gesehen (und ich bin selbst Entwickler). Mal ganz abgesehen davon, dass schon beim Wechsel von Service Center auf Native Access einige meiner NI Plugins nicht mehr funktioniert haben, da sie in neueren Komplete-Versionen nicht mehr enthalten waren (IIRC, war eines davon Berlin Grand). Ich finde, sowas geht gar nicht. Naja, wie man auf Glassdoor lesen kann, hat NI intern ja so einige Herausforderungen, vielleicht liegt es daran.

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    Marco Korda  AHU

    Dummerweise kann man auf Hardware mittlerweile auch nicht mehr vollständig setzen, denn die neueren benötigen ebenfalls Updates, genau wie Software. Wenn da einer Pleite geht, steht man auch mit Hardware dumm da. Kann man nur hoffen, dass bis zur Pleite alle wesentlichen Bugs behoben sind ^^.

    Die Abhängigkeit vom Computer ist groß. Vielleicht zu groß.

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      Henrik Fisch  AHU

      Wobei man im Falle von Synthesizern nicht immer und unbedingt ein Update durchführen muss. Ich habe hier zum Beispiel den Arturia MicroFreak noch im Auslieferungszustand. Inzwischen gibt es von Arturia ein Update auf Version 2.x, welches neue durchaus spannende Funktionen des Synthesizers mitbringt. Das Update habe ich aber noch nicht durchgeführt. Wenn Arturia jetzt den Geschäftsbetrieb einstellt … dann ist das zwar sehr bedauerlich, aber der MicroFreak funktioniert so, wie er ist, trotzdem weiter. Und zwar auch noch sehr gut.

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          Henrik Fisch  AHU

          Prinzipiell hast Du Recht: Solange der Computer läuft, gibt es keine Probleme. Aber Computer und deren Komponenten gehen irgend wann einmal kaputt. Meistens gibt die Festplatte mit der installierten Software ihren Geist auf. Oder das Motherboard reißt die Hufe hoch (ist mir schon zwei mal passiert). Das heißt dann »Neuinstallation« … und wenn man die Software über das Internet aktivieren muss, die Firma aber nicht mehr will – wie hier bei Native Instruments – dann war’s das eben.

          Eine Abhilfe würden ausgeklügelte Backups schaffen, solange man beim gleichen Betriebssystem bleibt. Aber ein Backup der Software unter Windows 7, der PC geht kaputt und ein Restore auf einem aktuellen PC eben jener gesicherten Software zurück auf Windows 10, das kann man meistens vergessen.

          Aber um bei meinem »MicroFreak« zu bleiben: Wenn mir der PC abraucht, dann stecke ich den Synthesizer eben an den neuen PC und gut ist. Oder an eine »Akai MPC«, eine »Roland MC-707« oder irgend etwas anderes, was einen MIDI-Ausgang hat. Oder ich spiele den Synth zur Not per Hand. Das ginge alles, der Synth würde weiter funktionieren.

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            Marco Korda  AHU

            Ja, das stimmt. Grundsätzlich bin ich ein Fan von Hardware und deswegen auch gerne Vintage, weil man da so wenig Software drin hat. Da lob ich mir meinen Minimoog. Der tut’s seit nahezu 50 Jahren…

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    Philipp  

    Sachen mit individuellem Challenge–Response Aktivierungssystem eines Herstellers kommen mir nicht auf den Rechner egal wie gut sie seien mögen, es gibt immer noch genügend Alternativen mit serial only oder eben (reparierbare) Hardware.

    Klar wenn die Entwickler eine Software nicht mehr Pflegen hab ich unter OSX irgendwann auch so verloren wenn die Kompatibilität zum OS nicht mehr gegeben ist, aber nen Win Rechner auf dem ich sie weiterbetreiben kann werd ich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in ein paar Jahren noch finden.

    Ich würd mir eine Regelung vom Gesetzgeber wünschen, welche die Hersteller zwingt eine nicht kopiergeschütze Version bereit stellen zu müssen, wenn sie eine Software einstellen oder keine Aktivierungsmöglichkeit mehr dafür anbieten wollen.

    Unabhängig davon ist das Thema Software eh ein leidiges, mich nervt es wenn Hersteller (nicht auf NI bezogen) ständig neue Plug-Ins raushauen und die bestehenden älteren die man vielleicht liebgewonnen hat dafür vernachlässigen oder gar einstellen.

    Dann bitte lieber ab und an kostenpflichtige Updates oder faires Maintenance Abo-Modell.

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    defrigge  

    NI mit so viel ansprechendem Content war mir lange hochwillkommen, und ich zähle auf meinem Rechner sehr viele Installs (Sounds, Effekte, Extensions).
    – Meine nun fast vollständige Abkehr von neuen NI-Produkten wurde durch das erzwungene Native Access System eingeläutet. Mehrfach bei Rechner-Wechseln gezwungen, sinnfreie Download-Orgien zur Wieder(!)herstellung meiner Daten auf dem neuen Rechner über mich ergehen zu lassen, habe ich schnell begriffen, dass dieser Unfug nur geschieht, weil Vollpfosten im NI Management Kunden das zumuten, um einen bequemen Firmen-Kopierschutz zu haben. Firmenbequemlichkeit und Kundenaufwand stehen dabei in keinem sinnvollen Verhältnis mehr zueinander.
    – zweiter Stolperstein war die gewollt proprietäre Entwicklung von Battery und Maschine, mit fehlendem Midi-Player in Battery und Overkill-Cubase-Einbindung von Maschine – absolut grottiger Sequencer Workflow. Inzwischen arbeite ich sehr zufrieden mit dem mit Abstand funktionaleren Beat Agent 5 in Cubase. Zu Maschine werde ich nie mehr zurückkehren: viel Glück mit dem NI-Irrglauben, jetzt aus Machine in 1-2 Jahren einen brauchbaren Voll-Sequencer machen zu können.
    – dritter großer Ärgerpunkt war Kontakt 6 mit der neuen (Nicht-)Verwaltung von nicht-NI-Libraries.
    In all diesen Fällen gilt m.E. der simple Satz: Hochmut, Überheblichkeit gegenüber Kundenwünschen und Größenwahnsinn kommt vor dem Fall. Kunden machen nicht alles mit.

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    Anthony Rother  

    Schöne neue Computer/Software Welt.
    Ich hätte ende der 90er nie gedacht das der Computer einmal der unsicherste Faktor in meinem Studio werden würde.

    Leider ist das heutzutage der sogenannte technische Fortschritt. Nichts ist wirklich sicher vor dem technischen Fortschritt von Microsoft / Apple und Co. und dazu auch noch die Softwarehersteller mit ihren leeren Versprechungen.

    Man muss heute genau überlegen auf was man sich da einlässt.
    Immer schön alles BOUNCEN :-) vor dem Update… Furchtbar…

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    AMAZONA Archiv

    Nennt man das nicht planned obsolescence ? Kommt mir jedenfalls ein bisschen so vor, obwohl ich, würde ich in der Firma aktiv agieren müssen, natürlich auch Interesse hätte, dass der alte Plunder verschwindet, damit die User neuen Krempel kaufen können.

    Machen Musiker übrigens auch so. Die bringen ja auch neue Alben raus, anstatt den Leuten zu sagen: Hör dir das letzte Werk doch mal genauer an, da gibt es beim Nachhören noch einiges zu entdecken.

    NI hat mich damals schon verschreckt, weil alles so klein und popelig auf dem Bildschirm rüberkam. Diese ganzen Kopierschutzsachen gingen mir auch auf den Zeiger. Arturia hat jetzt auch sowas. Ist man mal nicht im Internet, wenn man Logic öffnet, gehen die beknackten Plugins nicht. Seitdem ignoriere ich das auch.

    Zur Anfälligkeit von analogen Synthesizern kann ich auch nichts sagen, mein Alesis Andromeda funktioniert wie vor 20 Jahren. Da ist nichts, auch wenn ich es nicht beschreien möchte.

  10. Profilbild
    Florian Anwander  RED

    Bis zum 1. Oktober 2019 stand im End User License Agreement der folgende Satz:
    „Should Native Instruments for whatever reasons no longer be able to fulfill its obligations to deliver the activation key, it will provide the Licensee with a key which ensures the continued use of the software independent of changes of the computer. “ (nachlesbar auf archive.org)
    .
    Da meines Wissens immer die Lizenzvereinbarungen zum Zeitpunkt des Lizenzkaufs gelten, sollten jetzt bitte alle Native-User mit einer kurzen Mail an NI die Erfüllung dieses Punktes einfordern.
    .
    Ich möchte jetzt nicht der Jurist gewesen sein, der NI gesagt hat, dass sie das mit der Abkündigung machen sollen…

    • Profilbild
      satchy  

      kurze Bemerkung dazu…

      Hab hier das Setup Handbuch zum FM8.
      Unter dem Inhalt „Häufig gestellte Fragen“, Punkt 16 steht geschrieben.

      „Zitat“

      16. Was passiert mit meiner Lizenz, falls NATIV INSTRUMENTS aufhören sollte zu existieren?

      Sollte NI aus irgend einem Grunde nicht mehr in der Lage sein, seiner Verpflichtung, den Aktivierungsschlüssel zu liefern, nachzukommen, wird NI eine Lizenz mit einem dauerhaften Schlüssel anbieten, die es dem Benutzer erlaubt, die Software unabhängig von Aenderungen im Computersystem zu benutzen.

      „Zitat Ende“

      …da hat Florian Anwander recht.

      Danke für den Hinweis ;-)

  11. Profilbild
    Anthony Rother  

    Man muss es sich immer wieder bewusst machen, ein Programm oder PlugIn das ohne Internet und/oder noch schlimmer mit einer Servicesoftware NICHT installiert werden kann, kann in Zukunft irgendwann leider auch nicht mehr genutzt werden.

    Auch nicht wenn man das richtige (alte) Betriebssystem dafür auf dem Rechner installiert hat.

    Da liegt der Fehler schon im System wenn Softwarefirmen das so schon programmieren. Wir sind schon lange nicht mehr Besitzer von Software die wir bezahlt haben.

    Wir erhalten für unser Geld nur noch Nutzungsrechte auf Zeit. Entweder bis der Service eingestellt wird und/oder spätestens wenn der Rechner so kaputt geht das man neu installieren muss und dann war’s das.

    Das lob ich mir die gute alte SERIENNUMMER und dazu bitte die letzte Installversion auf meiner Festplatte und nicht auf einem Server der dann irgendwann nicht mehr erreichbar ist.

    Software ist ein Wert auf Zeit, Hardware ist im Idealfall immer noch etwas wert bzw. funktioniert unabhängig von dem ganzen System.

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      Atarkid  AHU

      Und genau deshalb kasper ich immer noch mit meinem alten Yamaha QY700 rum! So verlockend die Möglichkeiten heutzutage sind, besser wirds wohl nicht mehr werden.

  12. Profilbild
    dubsetter   1

    ich weiss ,das dieses szenario nicht für jeden in frage kommt,
    aber ich arbeite fast nur noch mit alten plug ins mit serien nummer oder free ware
    und einer 8 jahre alten daw.
    alles andere muss hardware erledigen
    (auch viel über midi, dann als audio aufgenomen)
    ich habe irgendwann gemerkt, das ständiges updaten nur zum ausfallen des systems führt.
    dann muss wieder ein neuer rechner her, und alles wieder von vorne..
    (auch mit kosten verbunden)

    und :
    nicht alle updates brachten mich wirklich in meinem kreativen prozess weiter.:)

  13. Profilbild

    Es ist schon traurig, wie Native Instruments mit seinen Kunden umgeht, mein Pro52/53 war schon vor ein paar Jahren für die Tonne und mein FM7, den ich alleine von der Optik sehr gemocht habe durfte dann für weitere 30 EUR zum FM8 upgedatet werden. Der FM8 macht zwar Soundmäßig das gleiche wie der FM7, aber irgendwie springt bei mir der Funke nicht über, so wie beim FM7. Die B4 II Hammondemulation fand ich total klasse aber auch diese funktioniert seit Mac OS „High Sierra“
    nicht mehr. Im NI Service Center als auch im Native Access wird die B4 II als registriert angezeigt und ein download funktioniert auch, allerdings beim öffnen des Plugins wird eine Registrierung verlangt die sich nicht mehr durchführen lässt. Bei der Kontaktaufnahme per Mail wurde mir bestätigt, das die Registrierung nicht mehr möglich ist und ich das Hammondplugin für den Kontakt Player kaufen soll, na herzlichen Dank, so kann man auch seine Kunden verärgern.

  14. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Kann diese Aussagen über Softwarerisiken nicht so wirklich teilen.
    Das Spiel von Native Instruments ging schon vor 10 Jahren oder so los…. Einstellung guter Produkte, merkwürdige und umständliche Neuregistrierung bei neuen Updates etc…… für mich war klar, dass NI von der Festplatte muss. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Aktuell nur noch Guitar Rig drauf, Beigabe von Studio One, wird aber auch schon seit einiger Zeit nicht mehr genutzt.
    Bei anderen Herstellern sieht es auf der VST Plattform ganz anders aus…. DIe Softsynths von Novation z.B. laufen aktuell auf dem dritten Rechner, ohne Zusatzkosten. GForce sind sehr vorbildlich…. keine umständliche Registrierung. Auch schon teilweise über 10 oder 12 Jahre auf dem Rechner. Waldorfs PPG Wave Emulation läuft auch schon seit 17 Jahren oder länger auf dem dritten Rechner. Jut, da noch mal komplett neu die Waldorf Edition für ein Appel und ein Ei gekauft und komplett neu installiert. Aber auch hier gilt…. ewig langer Spaß damit ohne große Aufregung. Nicht zu vergessen die V-Collection von Arturia. Schon seit Ewigkeiten super Produktpflege mit vielen regelmäßigen Updates. Bei mir auch schon auf’m 2. Rechner mittlerweile. Man kann einiges auch düsterer zeichnen als es wirklich ist. Bin insg. nun fast 20 Jahre hardwaresynthesizerfrei und werde es wohl auch zukünftig bleiben – die Einschränkungen und Nachteile sehe ich da nicht.

  15. Profilbild
    Henrik Fisch  AHU

    Ich habe mich schon seit einiger Zeit von Native Instruments abgekehrt. Es gibt wirklich so einige VSTs von denen, die ich total klasse finde: FM8, Absynth 5 (oh Mann!), natürlich Reaktor (den ich auch besitze), Spark, Razor und einige mehr. Aber seit einiger Zeit habe ich das Gefühl, dass eine schicke stylische Oberfläche wichtiger ist, als die Engine hinter dem PlugIn. Vermutlich tue ich denen damit Unrecht, aber es kommt mir inzwischen so vor. Beim Massive X im Gegensatz zum alten Massive (den es zum Glück noch gibt), scheint es so gewesen zu sein.

    Mit dieser Ankündigung bewahrheiten sich meine Befürchtungen. Denn wer garantiert mir denn heute, dass die Firma in drei Jahren nicht auch alle Unterstützung für die heute gekauften VSTs fallen lässt? Keiner? Eben! Also wird nichts mehr von NI gekauft.

    Ich werde bewusst ein wenig polemisch und man möge mir das verzeihen, aber Ähnliches habe ich schon in vielen Firmen gesehen: Das Ganze macht auf mich den Eindruck, dass hier – wie in so vielen Firmen – hochdotierte BWL-Marketingleute und/oder -Controller am Werk sind. Für die Entwicklung oder den »Luxus« einer Firmen-Philosophie (»Corporate Identity«) ist kaum Geld da, dafür aber für den geleasten Porsche der Firmenleitung (genau so bereits erlebt).

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    Marco Korda  AHU

    Keine Frage, NI ist da auf einem schlechten Weg. Es wird ja bald sicherlich bei Ihnen die Komplete Ultimate & Co. zum Abomodell umfunktioniert werden. Und vielleicht andere unschöne Änderungen….

    Mit Software, auch von NI, habe ich aber auch schon viel Spaß gehabt. Im Studio kann man damit viel erreichen, wenngleich es auch sperriger ist als Hardware.
    Was mir auf den Keks geht, ist die ewige Updaterei – Windows, NI, Arturia, Hard- und Software, Controller, alles muss ständig geupdated werden. Ich habe schon einige Male vorgehabt, nur Musik zu machen und saß dann so lange am Rechner, dass ich keinen Bock mehr hatte und es sein ließ. DAS finde ich desaströs.

  17. Profilbild
    whitebaracuda  

    Da muss ich mal eine Lanze brechen für NI.
    Wie lange gibts diese Plugins schon Pro52, BII4 und FM7?
    Gefühlte 20 Jahre?
    Wer denkt/dachte er könne die Software für 50 Jahre benutzen ist nichts anderes als Naiv!

    Und falls ihr dies doch vorhabt dann habt ihr ja jetzt noch Zeit alles auf einer virtuellen
    Maschine aufzusetzen die ihr dann bis ans Ende aller Tage weiter nutzen könnt.
    (ich empfehle VirtualBox das ist kostenlos)

    Viel Spass damit. Übrigens gibt es mittlerweile sogar echte Alternativen auf dem Markt, für alle genannten Plugins…

    So – das Steine werfen möge beginnen ;)

    ‚cuda

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      Round Robin  

      Danke whitebaracuda, Du hast es genau auf den Punkt gebracht.

      Die künftig eingestellten Plugins sind schon richtig steinalt und längst (bis auf Ausnahmen) aktualisiert. Somit sind die meisten weiterhin installier- und nutzbar. Gut, dem einen gefallen die alte Versionen besser, aber das ist ein subjektives Empfinden. Die meisten schätzen Weiterentwicklungen und verbesserte Performance der jeweiligen Plugins.

      Damals, lange ist es her, hab ich meinen Akai ganz schnell gegen eine DigiDesign – SampleCell getauscht. Etwas später musste die SampleCell den Weg für NI Kontakt frei machen. Kontakt ist der Industriestandard und verfügt über extreme Erweiterbarkeit. Durch scripting ist es ein unerschöpfliches Tool für den Studioalltag. Und die Fähigkeiten mit Round-Robin sind unübertroffen. ;)

      Wer total auf Granular Synthese steht und nicht das Geld für Kyma-X ausgeben möchte, der kommt an Reaktor nicht vorbei. Meine persönliche Meinung ist, dass sich Reaktor über die Jahre (24 Jahre) wahnsinnig gemacht hat. Einfach eine unerschöpfliche Spielwiese. Im übrigen, kann Waldorf und Tasty Chips die Systeme wie Kyma-X, Reaktor oder Max/MSP nicht ansatzweise ersetzen. Sorry, ist leider so.

      Grundsätzlich macht es die Mischung aus Hardware und Software aus. So wie es einem gefällt. Beide Welten haben ihre Vorteile.

    • Profilbild
      Henrik Fisch  AHU

      Die Denke muss genau anders herum sein: Warum zum Geier kann ich Software nicht auch noch nach 20 Jahren einsetzen? Antwort: Einzig und alleine aus dem Grund, weil die Firma, welche die Software hergestellt hat, einen Mechanismus eingebaut hat (hier »DRM«), damit ich Software nicht ewig einsetzen kann. Wir haben uns lediglich daran gewöhnt, dass Software eine gewissen Halbwertszeit besitzt. Dafür gibt es aber keinen naturgegebenen Grund.

      Im Großrechner-Bereich – ja, den gibt es noch, IBM ist da stark – wäre es undenkbar, dass eine 1970 mit der Programmiersprache Cobol programmierte Software nicht auch noch im Jahr 2020 läuft. Genau aus dem Grund stellt IBM eine Infrastruktur zur Verfügung, damit auf deren aktuellen Großrechnern die Software noch läuft. Damit also die Investition der Kunden von IBM GESCHÜTZT wird.

      Und nicht wie bei Native Instruments MIT KARACHO IN DIE TONNE GETRETEN.

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      Anthony Rother  

      Die meisten Leute merken es doch erst wenn sie mit ihrem System zufrieden sind und keinen Grund sehen updates zu machen, das dann bei einer kleinen Änderung plötzlich alles andere auch ein Update benötigt oder PlugIns nicht mehr weiterentwickelt werden.

      Würde ich Musik als Dienstleister machen dann würde ich sicher nur mit dem Computer arbeiten und dann immer schön alle updates mitmachen, mit dem Computer geht alles schnell und ist Total recall.

  18. Profilbild
    Thomas Klemp

    Diese Geier, echt mies. Da haben es Linplug oder auch Camel Audio besser gelöst.
    Kann meinen Pro-53 schon jetzt nicht mehr aktivieren. Dabei sind es gerade NI die am wenigsten mitdenken. Wenn ich alte Projekte mit Kontakt 3 gemacht habe, konnte die DAW mit dem Nachfolger nichts mehr anfangen, also muss ich denen ihren gesamten alten scheiß auf Platte lassen um alte Projekte noch bearbeiten zu können oder manuell das Nachfolger Plugin zuweisen, das das gleiche Preset noch lesen kann und auch genauso klingt, aber die DAW den nachfolger nicht mehr erkennt. Das gleiche wird bei der Maschine 3 SW kommen, das alle 1000 DAW Projekte mit Maschine2 SW dann manuell abgeändert werden müssen. Da denken viele andere Hersteller zum Glück viel mehr mit und der Nachfolger ist auch im DAW Projekt abwärtskompatibel. War bestimmt auch das aus für Kore, da es mit jedem Komplete Update nicht mehr komplett abwärtskompatibel war. Bei NI muss man einfach damit rechnen das die sich für sowas einen scheiß interessieren und nur noch neues Zeug Verkaufen möchten. Hoffe die kriegen das irgendwie mal Zurück

  19. Profilbild
    PearlOn3

    Ich finds immer wieder amüsant, wie softwarefirmen ihre kunden – durch sogenannte kopierschutzmaßnahmen – den schmuddelkindern in die hände treiben.
    Dabei zeigen einige hersteller dass es auch ganz anders geht!
    Naja, jeder wie er will…

  20. Profilbild
    syntics  

    Von einem seriösen Hersteller sollte man erwarten können, dass gekaufte Software nicht durch Insolvenz oder Einstellung des Supports entwertet wird.

    Schließlich bleibt es dem Käufer überlassen, ob und wann er die betreffende Software auf einem anderen (neueren) PC nutzen möchte. Ein Gerät oder eine Komponente daraus kann doch jederzeit defekt werden und so eine Neuinstallation erforderlich machen.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Yup! Freigabe der Lizenzen wäre die richtige Lösung. Ich stelle mir gerade vor wie mein Auto vom Hersteller abgeschleppt wird, weil das Modell nicht mehr „supported“ wird. Da würde ich beim Tesla mal ins Kleingedruckte schauen. ;)

  21. Profilbild
    defrigge  

    Nachdem die Kunden-Reaktionen doch wohl deutlicher ausgefallen sind, als das NI-Management erwartet hatte, rudern sie nun teilweise zurück:
    https://www.musicradar.com/news/native-instruments-backtracks-on-its-decision-to-discontinue-legacy-products
    M.E. ist das nur ein weiteres Besipiel dafür, wie wenig das aktuelle NI-Management in seinem verpeilten Expansions-Wahnsinn die ursprüngliche User-Basis noch versteht.

    Das NI früherer Zeiten hatte sich einen guten Ruf durch für Musiker sehr nütztliche Qualitäts-Software erworben, die sich bis zu den Zeiten des alten Service-Centers auch noch sinnvoll nutzen ließ.
    Heute scheinen sie kaum noch nach User-Wünschen zu fragen, sondern wollen umgekehrt User dazu erziehen, sich an ihre Firmenpolitik anzupassen. Ihre glatten Fehlentscheidungen – wie den an Unsinnigkeit kaum zu überbietenden Native Access Download-Wiederholungs-Zwang – bezahlen wir Kunden nicht nur mit Geld, sondern zusätzlich mit völlig unsinnigem User-Aufwand (Neu-Download für jede einzelne Neuinstallation: geht’s noch blöder???). Als nächstes werden sie voraussichtlich Kunden immer stärker ihre Abo-Modelle aufzudrängen versuchen, die die meisten gar nicht haben wollen.

    Für mich hab ich daher letztes Jahr entschieden, einen Cut zu machen und nicht mehr nennenswert in NI-Produkte zu investieren. Ich möchte diese Art von unsinnigen Abhängigkeiten, die alle nicht mein Einverständnis als Kunde haben, komplett hinter mir lassen. Die Entwicklung von Kontakt, Maschine und Battery habe ich ohnehin bereits kritisch gesehen.

    • Profilbild
      Henrik Fisch  AHU

      Ich bin ja eher ein Optimist (auch wenn das in manchen meiner Postings das vielleicht nicht so durchklingt): Aber dass sie jetzt ein wenig zurück rudern beweist ja, dass sie zumindest noch zuhören. Vielleicht ist doch noch nicht alles mit der Firma verloren. Ich zumindest bin erst einmal positiv überrascht. Ich sehe mir allerdings auch genau an, was sie jetzt weiter unternehmen.

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      gs06

      Hhmm, wenn ich jetzt noch Zeit und Mühe darin investiere, die von von mir seit Jahren gekauften und per Upgrade wiederholt bezahlten NI-Instrumente besser nutzen zu lernen und in meinen Projekten einzusetzen, dann droht mir in ein paar Jahren, dass ich das alles oder zumindest einiges nicht mehr nutzen kann (so wie schon einmal, als vor ein paar Jahren diese wirklich gut klingende Software mit dem unnützen Controller deren Namen mir im Moment nicht mehr einfällt, eingestellt wurde).
      Ich habe Verständnis, dass die alten Versionen nicht mehr gepflegt werden, aber warum ich es nicht mehr aktivieren können soll auch wenn ich es hinkriegen sollte, die alte Windows Version noch laufen zu lassen, das erschließt sich mir nicht, und ich empfinde es als ziemlich unfair.
      Als Camel Audio von Apple übernommen wurden, haben alle Windows Nutzer eine Version ohne Aktivierungszwang herunterladen können. Bei NI wird man auf möglicherweise lieb gewonnenes verzichten müssen.
      Ich glaube, ich werde in meine NI Ultimate und Symphony Series Lizenzen keine Zeit und Liebe mehr investieren und stattdessen einfach mehr meine anderen Programme und Soundbibliotheken nutzen. Schade eigentlich, aber ich trenne mich lieber gleich davon, wenn es ohnehin nicht von Bestand ist.

  22. Profilbild
    b.morgenstern  AHU

    da lobe ich mir doch solch Kopierschutzverfahren und Vorgehensweisen wie bei u-he.
    Einfach nur eine serial und Installationsdatei, fertig. Sogar verkaufen kann man die Produkte/plugins.
    NI tut sich sicher keinen Gefallen mit ihrer Vorgehensweise. Ich würde mir als user auch geprellt vorkommen.

  23. Profilbild
    Markus Schroeder  RED

    bezgl künftige Offline-Autorisation und Service Center ist vielleicht diese Post aus dem NI-Forum noch ganz interessant:

    Matt @ NI, Mar 20, 2020

    „Hey Everyone,
    Just a quick update on this.
    We are making good progress and it looks like we are now focusing on a new offline activation tool which would allow our support to activate all the products listed. I don’t have a full overview on how this would work yet but it looks very promising. I’m hoping to have more information to share very shortly.“

    https://www.native-instruments.com/forum/threads/ni-stop-activations-on-legacy-libraries.376981/page-5

  24. Profilbild
    Coin  AHU

    Alter, Native Instruments hat es echt geschafft mit nem Kontakt Player 5 Update
    sämtliche Drums, die ich mit Drumlab gemacht habe,
    also Kicks, Snare´s, Hihats und Percs zu ja,
    wie sagt man dazu ? „zu entfernen“ :( Die Parameter sind gelöscht.
    Ob es sich lohnt den Support von NI deswegen anzuschreiben ?
    Ob sich das wieder retten lässt ? :(

    • Profilbild
      Coin  AHU

      Hallo, ich habe Native Instruments deswegen angeschrieben.
      Nun kam eine Antwort, sie brauchen mehr informationen über mein System.
      Ich solle einem Link folgen und ein Archiv downloaden.
      Darin steckt eine eine “NI Support Tool.exe” die ich ausführen soll.

      Alter Schwede, Hallo ? Für mich ist das eine Phishing Mail…

  25. Profilbild
    Markus Schroeder  RED

    Hier die offizielle NI-Statusseite zur Situation:

    UPDATE (April 22, 2020): „Our teams have been working to address the end of life of the products listed below. We are currently testing 3rd party instruments for a possible workaround that would allow many of them to be used regularly after May 31st. Once our testing phase has ended we will inform everyone so that you may keep re-activating these KONTAKT libraries:“

    https://support.native-instruments.com/hc/en-us/articles/360006053397-Service-Center-and-Legacy-Products-End-of-Life

  26. Profilbild
    Azzeton

    Hallo hallo an die Amazona Gemeinde, mein erster Kommentar in diesem Forum, das ich lange als stiller Leser mit großem Interesse verfolge.

    Morgen ist dann also Stichtag bei NI und dem Registrierungsende für Legacy Produkte.
    Es hinterlässt einen sehr üblen Beigeschmack.
    2017 wurde schon die Offline Reg. geschlossen.
    Damit war dann für Komplete 2 Schicht im Schacht. Auch wenn vieles jetzt noch über NI A aktiviert werden kann.

    Doch einige werden halt dann halt Dateileichen sein.

    Spectral Delay und Vokator werde ich schmerzlich vermissen.

    Tja und so manch einer hat eventuell noch nen sog. Legacy Rechner. Wenn dann mal was nicht mehr läuft, game over.
    Und mir ist bewusst das es noch „andere“ Methoden gibt, ich bin aber kein Fan davon.

    Wenn renomierte Autohersteller plötzlich Tankdeckel verschweißen würden, solange noch Sprit drinnen ist, kann man noch fahren bis er leer ist aber dann ist Schluß.
    Obwohl dem Ding nichts fehlt. (kommt wohl noch, hm?)

    Mein Vertrauen in NI ist ins dadurch ins wanken gekommen.
    Was bringt die Zukunft der „Lebenszeit“ ihrer Produkte?

    Gut das es schon die Workarounds gibt.

    Besser wäre es den Rest auch freizuschalten.

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