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Test: Akai Professional MPC Key 61 Sampling, Synthesizer Workstation

23. Juni 2022

Die erste Akai MPC mit integriertem Keyboard

Test: Akai Professional MPC Key 61

Test: Akai Professional MPC Key 61

Die AKAI Professional MPC Key ist ein direkter Nachkomme der Ur-MPC 60 aus dem Jahr 1988. Einen umfangreichen Report zur AKAI MPC 60 findet Ihr HIER.

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Bereits im April dieses Jahres sorgte ein geleaktes Foto der brandneuen Akai Professional MPC Key 61 für große Furore im Netz. Jetzt ist sie endlich da und auch im Handel sofort lieferbar für 1.999,-€. Trotz der vielen neuen Möglichkeiten in der Keyboardversion, die intuitive Bedienung und den bekannten MPC-Workflow beizubehalten. Wie einfach ist der Einstieg als Neuling in die Akai MPC-Welt? Und wie schlägt sich das Bedienkonzept gegenüber Native Instruments Maschine+, die ich vor zwei Jahren ausführlich testen konnte? Fragen über Fragen. Finden wir es gemeinsam heraus.

Packaging

Die Akai Professional MPC Key 61 wird zusammen mit einem sehr kurzen Stromkabel (75 cm) und einem USB-Kabel (185 cm) ausgeliefert. Dank Letzterem kann man die Akai Professional MPC Key 61 auch als MIDI-Controller für die hauseigene DAW MPC Software (ab Version MPC 2.11) verwenden, die Akai Professional zum kostenlosen Download anbietet. Wer eine MPC Key 61 besitzt, erhält mittels der Software weitere exklusive Sounds, Samples, Loops und zusätzliche Goodies. In diesem Test soll es jedoch rein um die Standalone-Funktionen gehen, denn schließlich sind es ja auch genau diese, die das Akai Professional MPC Lineup auszeichnen. Ohne weiteres Equipment ist es nämlich möglich, im Handumdrehen Beats und komplette Tracks alleine mit der MPC Key 61 zu produzieren.

Test: Akai Professional MPC Key 61

Akai MPC Key 61 – Packaging

Workstation, Synthesizer, Sampler

Mit ihren 61 halbgewichteten Keyboardtasten und Maßen von 99 cm Breite, 9 cm Höhe (hinten an der höchsten Stelle) und einer Tiefe von 31,3 cm wirkt die Akai Professional MPC Key 61 schon gewaltig. Aber der Platz ist dafür notwendig, um alle Bedienelemente unterzubringen. Es stellt sich die Frage, wieviel von den beiden aktuellen AKAI Grooveboxen AKAI MPC ONE und AKAI MPC LIVE II steckt in dem Keyboard? Den Unterschied zwischen den beiden Desktop-Varianten hat übrigens mein Kollege Thilo Goldschmitz bereits in einem Vergleichstest aufgezeigt – HIER.

Test: Akai Professional MPC Key 61

Mittig platziert ist der 7 Zoll große Farb-Touch-Screen, der auch Multi-Touch & Gesten unterstützt. Links davon befinden sich 16 anschlagsempfindliche RGB-beleuchtete MPC Drum-Pads mit Aftertouch und Note-Repeat, einem zuweisbarer Touch-Strip-Controller, zwei Pitchbend-/Modulationsräder sowie weitere Bedienelemente, mit denen man Zugriff auf die integrierte Sound-Library, Demo-Songs, Samples und das Herzstück den integrierten Sequencer hat. Oben links platziert ist der Lautstärkeregler. Auf der rechten Seite des Displays befinden sich 4 zuweisbare Q-Link Controller-Drehregler, ein sogenannter Data-Dial (großer Drehregler auf der rechten Seite), mit dem man alles zentral steuern kann, was auf dem Display zu sehen ist und rechts davon befindet sich eine dedizierte Transport-Sektion und Buttons für die direkte Kontrolle für Funktionen wie Step Seq, Pad, MIDI Ctrl, Sampler etc.

Unter der Haube stecken ein Quad-Core Arm Prozessor und 4 GB RAM. Ausgestattet ist die Akai Professional MPC Key 61 zudem mit 32 GB Nutzerspeicherplatz, wovon 13 GB den vorinstallierten Inhalten und 4 GB dem MPC-Betriebssystem vorenthalten sind, dabei kann der Speicher über  SATA-Anschlüsse eweitert werden.

Anschlüsse auf der Rückseite

Aber auch die Rückseite ist umfangreich ausgestattet, so dass man über die verschiedenen Anschlüsse Expression, Sustain und weitere zuweisbare Pedale an das Keyboard anschließen kann. Daneben befinden sich dann noch 5-Pin MIDI DIN In/Out/Thru-Anschlüsse, über die weitere MIDI-fähige Synthesizer, Synthesizer-Module oder weitere Keyboards angeschlossen werden können, gefolgt von 8 CV/Gate-Klinkenausgängen für die modulare Integration von analogen Rack-Mount-Modulen und Synthesizern.

Test: Akai Professional MPC Key 61

Auf der Rückseite der Akai Professional MPC Key 61 befinden sich zahlreiche Eingänge, über die weitere Geräte auf Wunsch angeschlossen werden können

Weiter geht es auf der rechten Seite mit 2 Mic/Line/Instrument-Eingängen mit High-End-Mikrofonvorverstärkern, denn das Akai Professional MPC Key 61 ist sogar mit einem integrierten Audiointerface ausgestattet, das laut Herstellerangaben über Premium-AD/DA-Wandlern verfügt. Daneben folgen 4 diskrete Line-Ausgänge, gefolgt von einem Kopfhörerausgang. Über zwei USB-Anschlüsse kann man desweiteren externe Festplatten an die MPC Key 61 anschließen oder auch weitere MIDI-Controller, einen USB-Hub oder sogar eine QWERTY-Tastatur. Daneben befindet sich ein weiterer USB-Anschluss, über den man die Akai Professional MPC Key 61 mit einem Computer verbinden kann, auf dem die MPC Software läuft. Als letztes folgen dann noch ein Ethernet-Anschluss für eine Netzwerkverbindung, wobei die MPC Key 61 auch Bluetooth und WiFi unterstützt. Dann gibt es rechts außen noch den Ein- und Ausschalter sowie den Anschluss für das mitgelieferte Stromkabel. Es fehlen eigentlich nur noch Lautsprecher, um die MPC Key 61 nicht nur mit Kopfhörer verwenden zu können, was aber in einer noch größeren Bauweise resultieren würde und klanglich Studioboxen nicht das Wasser reichen könnte.

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Test: Akai Professional MPC Key 61

Das Akai Professional MPC Key 61 verfügt sogar über ein integriertes Audiointerface mit Premium AD/DA-Wandlern und insgesamt 4 diskreten Line-Ausgängen

Startscreen & Demo-Projekte

Der Boot-Vorgang dauert ca. 25 Sekunden, danach erscheint ein „Welcome to MPC“ Screen, gefolgt von einem Hinweis, die MPC doch bitte mit dem Internet zu verbinden, um die neueste Version herunterzuladen. Und dann kann es endlich losgehen.

Auf dem initialen Startscreen hat man die Möglichkeit, eines von 11 Demo-Projekt Templates auszuwählen und zu laden oder über den Button ganz links oben mit der Bezeichnung „Play Sounds“ zu den insgesamt 25 Plug-in-Instrumenten zu gelangen.

Test: Akai Professional MPC Key 61

Nach dem Boot-Vorgang der Akai Professional MPC Key 61 hat man die Möglichkeit, eines von 11 Demo-Projekten zu laden oder direkt zu den 25 Plug-in-Instrumenten zu navigieren

Die Demo-Projekte sind ein guter Start, um sich von der druckvollen und gleichzeitig transparent klingenden Klangqualität einen ersten Eindruck zu verschaffen. MPC-typisch liegt der Fokus bei den Demo-Projekten auf Electronic Beats, HipHop, Trap und RnB. Und ja, was soll ich sagen, die Klangqualität ist extrem gut, Kickdrums und Bässe klingen druckvoll, aber dennoch differenziert, die Instrumentenspuren lush, crisp und lebendig. Im Gesamteindruck klingen die Demos wie gemasterte Tracks und sofort bekommt man Lust darauf, das jetzt einmal selbst auszuprobieren.

25 Plug-in-Instrumente

Es gibt verschiedene Startpunkte, um eine eigene Songidee mit der Akai Professional MPC Key 61 zu verwirklichen, aber im ersten Schritt schauen und hören wir uns einmal die 25 Plug-in-Instrumente an, mit denen die MPC Key 61 ausgeliefert wird.

Test: Akai Professional MPC Key 61

Mit insgesamt 25 Plug-in-Instrumenten wird die Akai Professional MPC Key 61 ausgeliefert. Die Sounds klingen durchweg qualitativ hochwertig und aufgrund ihrer Vielseitigkeit lässt sich damit jedes Genre realisieren.

Die hohe Klangqualität der Instrumente überzeugt auf ganzer Linie. Gepaart mit den zahlreichen Bearbeitungsmöglichkeiten und Echtzeit-Effekten, steht der eigenen Kreatitivität nichts im Wege. Die Auswahl der Instrumente ist dabei mit Bedacht gewählt, so dass für unterschiedliche Genres die richtigen Instrumente zur Verfügung stehen. Neben Brot und Butter Sounds wie Pianos, Rhodes, Strings, Gitarrensounds und den MPC-typischen Drum-Samples befinden sich mit Fabric XL, Hype, OPx4, Tubesynth kreativ klingende Synthesizer Plug-ins im Lieferumfang, mit denen sich eine Vielzahl an Sounds für unterschiedliche Genres erstellen lässt. Über den Touch-Screen kann man die Detailansicht jedes Instruments öffnen und Detaileinstellungen direkt via Touch oder die zuweisbaren Q-Link-Controller und den Data-Dial-Drehregler vornehmen. Dabei sie die Liebe zum Detail hervorgehoben, denn jede Bedienoberfläche jedes Plug-ins sieht komplett anders aus.

Ich habe mich dabei ertappt, stundenlang durch die Presets zu browsen, weshalb es im Nachfolgenden auch viele Klangbeispiele zu hören gibt. Meine persönlichen Highlights sind Fabric XL, Hype, Tubesynth, OPx4 und Bassline.

Fabric XL Synthesizer

Der von Akai Professional bezeichnete Flaggschiff-Power-Synthesizer beinhaltet die leistungsstärksten Synth-Engines sowie hochwertig gesampelte akustische Instrumente.

Test: Akai Professional MPC Key 61

Fabric XL – User Interface

Hype-Synthesizer

Hype ist ideal für elektronische Musikproduktionen geeignet und enthält von druckvollen, brachialen Bässen, bis hin zu durchsetzungsfähigen Lead-Sounds, alles was man für elektronische Musikrichtungen benötigt.

Test: Akai Professional MPC Key 61

Hype – User Interface

Tubesynth-Synthesizer

Ebenfalls sehr gefallen hat mir Tubesynth, mit dem sich ebenfalls Leads und Plucks für vorrangig elektronische Musikproduktionen erzeugen lassen.

Test: Akai Professional MPC Key 61

Tubesynth – User Interface

OPx4 FM-Synthesizer

OPx4 besitzt eine 4-Operator FM-Synthesizer-Engine, die in klassischem FM-Sound resultiert.

Test: Akai Professional MPC Key 61

OPx4 – Userinterface

Bassline-Synthesizer

Wie der Name verrät, lassen sich mit Bassline richtig druckvolle Bässe erzeugen.

Test: Akai Professional MPC Key 61

Bassline – Userinterface

Weiterer Klangbeispiele der verbleibenden Instrumente

Und darüberhinaus gibt es mit Stage Piano, Studio Strings, Stage EP, Organ, Odyssey, Solina, Mellotron, Drumsynth, Fabric, Fabric Piano, Fabric Electronic Piano und Electric noch weitere Instrumente, für die es zum Abschluss noch mal jeweils ein weiteres Klangbeispiel gibt.

Der MPC-Sequencer

Akai Professional hat der MPC Key 61 denselben Sequencer spendiert, den wir aus der MPC Live, MPC Live II, MPC One und MPC X kennen. Für absolute MPC-Neulinge ist die Bedienung jedoch nicht selbsterklärend, weshalb Akai Professional eine Masterclass anbietet, die in 12 Episoden die Grundzüge erklärt und ich kann diese allen Neulingen wirklich nur ans Herz legen. Die Session dauert etwas mehr als eine Stunde, legt aber die Grundlage, um Frust bei der Bedienung zu vermeiden. Denn hat man diese einmal verstanden, macht es wirklich großen Spaß, mit Hilfe der Regler, Buttons, Pads und des Touch-Interfaces durch die vielen musikalischen Möglichkeiten zu stöbern, ohne einen zusätzlichen Computer dafür zu benötigen. Auch die Steuerung des Sequencers funktioniert problemlos, man muss einfach nur wissen, welchen Regler man drehen oder welchen Button man drücken muss.

Test: Akai Professional MPC Key 61

Die Akai Professional MPC Key 61 ist mit dem gleichen Sequencer ausgestattet wie die MPC Live, MPC Live II, MPC One und MPC X.

Maximal acht Plug-in-Instanzen können in eine Sequenz geladen werden. Maximal 128 MIDI-Tracks können insgesamt angelegt werden, sofern die CPU mitspielt. Die nächsten drei Klangbeispiele zeigen einmal einen Track, den ich in der MPC Key 61 produziert habe, zusätzlich verwende ich den Touch-Strip-Controller und das Modulationsrad, um in Echtzeit den Sound zu verfremden. Das funktioniert in der Bedienung sehr intuitiv und macht sicherlich auch richtig viel Spaß auf der Bühne. Als letztes Klangbeispiel habe ich deshalb noch einen Demosong der MPC Key 61 mit dem Namen „Guitars At Midnight“ eingefügt und in diesem noch mal alle Touch-FX einmal ausprobiert, um zu zeigen, was in puncto Echtzeitbearbeitung mit der Akai Professional MPC Key 61 so möglich ist.

Expansions für Akai MPC Key

Im eigenen online Akai Professional MPC Store könnt ihr bei Bedarf weitere Expansion Packs kaufen. Die Preise liegen zwischen 30,- und 60,- Euro und der Schwerpunkt liegt auf den Genres  Electronic Beats, Trap und Hip Hop.

AKAI Professional MPC One

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Akai MPC Key 61 vs. Native Instruments Maschine+

Es ist nicht möglich, beide Instrumente direkt miteinander zu vergleichen, da Maschine+ aktuell in keiner Keyboardversion vorliegt. Der einzige Punkt, bei dem sich ein Vergleich ziehen lässt, sind die Drum-Pads. Die von Native Instruments Maschine+ fühlen sich etwas weicher an und geben beim Drücken/Spielen etwas mehr nach. Dadurch dass die Pads zudem transparent gestaltet sind, erleuchten diese vollständig in unterschiedlichen Farben. Die 16  Drum-Pads der Akai Professional MPC Key 61 sind im Vergleich dazu eher steif und hart. Die Drum-Pads der MPC Key 61 sind an der Oberfläche zudem schwarz gestaltet, so dass diese nur unten am Rand beleuchtet sind.

Vom Workflow muss ich sagen, hat mich die Akai Profesional MPC Key 61 mehr überzeugt, da ich mit der Maschine+ nicht in der Lage war, einen kompletten Track in dieser hohen Qualität zu produzieren. Das liegt sicherlich auch daran, dass bei Maschine+ nicht alle Instrumente und Sample-Librarys zur Verfügung stehen, während die Akai Professional MPC Key 61 hier vollausgestattet aufwartet. Insgesamt gefällt mir auch der Klang der Samples und Instrumente von der Akai Professional MPC Key 61 besser. Das ist natürlich auch geschmäcklerisch und jeder muss hier selbst für sich entscheiden.

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Fazit

Mit der MPC Key 61 präsentiert Akai Professional ein Tonstudio in Form eines Synthesizer-Keyboards, das einen in die Lage versetzt, komplette Tracks ohne weiteres Equipment zu produzieren. Die Bedienung muss gelernt werden, aber die Video-Tutorials von Akai helfen beim Einstieg. Bei der Klangqualität der Beats, Plug-ins, gesampelten Instrumenten und der integrierten Effekte gibt es nichts zu meckern. Drums und Bässe haben ordentlich Druck und die Plug-in-Instrumente klingen durch die Bank hochqualitativ und zeitgemäß und inspirieren selber Musik zu machen. Wer bislang aufgrund des fehlenden Keyboards kein Interesse an einer MPC hatte, sollte sich unbedingt die Akai Professional MPC Key 61 genauer ansehen.

Plus

  • intuitive Bedienung
  • intuitiver Workflow
  • Klangqualität der mitgelieferten Sounds
  • großer Touch-Screen
  • Video-Tutorials/Masterclass

Minus

  • etwas träge beim initialen Booten
  • sehr kurzes mitgeliefertes Stromkabel

Preis

  • 1.999,-€
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Markiman

    Ähem, keine integrierten Lautsprecher empfinde ich als Vorteil, da diese Platz einnehmen, mehr Gewicht bedeuten und wahrscheinlich den Preis noch etwas angehoben hätten.
    Aber ich bin mir natürlich bewusst, dass jeder an seine Geräte eigene Bedürfnisse hat.

    Im Fazit lauert übrigens noch ein Akay und bei den Bewertungen ein Wtwas ;-)

    • Profilbild
      c.rentschler RED

      Danke fürs aufmerksame Lesen. Lautsprecher war auch nur auf Standalone Workstation bezogen, ist aus der Bewertung aber raus.

  2. Profilbild
    Prince1999

    … das ist doch keine Tischhupe. Kein professionelles Keyboard der Welt hat eingebaute Lautsprecher!

  3. Profilbild
    dr w

    one 4 me pls!

    und dann haett ich noch nen kontakt / reaktor standalone keyboard auf meiner wunschliste.

  4. Profilbild
    maga

    Wenn das Dingens jetzt noch 9 Fader hätte und man als VST Keysscape, Omnisphere und B3X drauf laden könnte, dann wärs ne obercoole Kiste…..

  5. Profilbild
    Robert Skerjanc RED

    Jetzt wäre noch interessant, wo der Unterschied zur MPC X/One besteht. Meines Wissens nach ist da auch ein 4Core ARM Prozessor eingebaut, vermutlich ist dann das gleiche Motherboard drin.
    Viele der MPC-Synthi-Plugins sind auch nur 4-stimmig polyphon, ist das bei der MPC Key-Variante ebenso?

    • Profilbild
      FLTRHND

      Ja der Hauptunterschied ist die Plugin Suite….die würde bei den MPCs 500€ extra Kosten. Ansonsten MPC mit midikeyboard sollte ähnliches Resultat ergeben.

    • Profilbild
      lookandlisten

      … und die XLR Eingänge nebst Phantomspeisung. Alle neuen Instrumente zusammen liegen im MPC-Store bei knapp 1000,00 EUR. Die sind allerdings überwiegend Sample basiert; da sind die aufgerufenen Preise schon eine Frechtheit.
      Der FM-Synth wäre als Auffüller für das MPC Ecosystem schon spannend. Allerdings hat er „auch nur“ mit 4 OPs.
      Anbetracht der größtenteils überflüssigen „neuen“ Sample-Instrumente hat der aufgerufene Preis von rund 2000 EUR ein herbes Geschmäckle – immerhin haben wir hier auch keine Klaviatur mit Hammermechanik oder polyphonem Aftertouch.

      Wenn ich einen gesampleten Steinway D spielen will, greife ich dann doch lieber zu East-West etc.

      Anscheinend wurde der Preis wie folgt kalkuliert: 600 EUR MPC One, 500 EUR Update Connectivity, Tastatur & Gehäuse, 900 EUR neue Sample-Engines.

      Spätestens im nächsten Frühjahr werden die Preise der neuen Plugins sehr deutlich fallen & für 2000,00 EUR werden viele Kunden an der Key 61 vorbeigehen. Das MPC-System zu lernen, ist keine Kleinigkeit. Da bieten sich die Desktop- &Sofa-Lösungen wie One und Live besser an.

      Für mich ein Flop.

      • Profilbild
        FLTRHND

        Wie gesagt soll es ein bundle geben mit allen Plugins für 500€ oder so.

        Ja die xlr Inputs hab ich vergessen habe eine Akai Force und vergesse immer das die MPCs die nicht besitzen..

        Die Plugin-Preise sind wirklich viel zu hoch.

      • Profilbild
        Seabstian

        Die Preisgestaltung sowohl der MPC Key 61 als auch der neuen VST Instrumente entziehen sich meiner Nachvollziehbarkeit. Das Ökosystem der MPCs ist schon speziell, mit einer hohen Lernkurve, da werden sich schwerpunktmäßige Keyboarder einen Einstieg 2x überlegen und bisherige MPC Nutzer erhlaten abgesehen von der „All-In-One“ Lösung vergleichsweise wenig Mehrwert. Mein Bauchgefühl empfindet den aufgerufenen Preis etwa 25% zu hoch. Bei den VSTs sogar 50%. Bei den wirtschaftlichen Aussichten bin ich gespannt, ob die Kunden da mitgehen oder wie lange es bis zu deutlichen Preisnachlässen dauert.
        Vielleicht ist teuer aber auch der neue Trend (sh. OP1 Field).

  6. Profilbild
    Stephan Merk RED

    Ich hatte selbst mal eine MPC Renaissance, übrigens haben die Seitenteile auch irgendwann geklebt und ich habe sie wieder verkauft, blöderweise nicht die DVD mit den Werks-Sounds behalten. ;) Schön bei AKAI war der Support, hatte angemerkt, dass ich als Sehbehinderter das Display nicht gut ablesen kann, ob man das nicht in der Software spiegeln könnte und ein Update später war es drin. Ich fand die Bedienung sehr eingängig, aber durch die Doppelbelegung auch anstrengend. So eine Kiste hier wäre ein Träumchen, aber die Frage ist dann natürlich für mich auch, wie geht das mit dem Touchscreen. Diese ganzen Barrieren sorgten bei mir dafür, dass manche Ideen einfach wieder weg waren und so habe ich aufgegeben. ;) Danke jedenfalls für den tollen Test, bei den 2k-Euro ist meine MC-707 ja gnadenlos überteuert! :D

  7. Profilbild
    VerMona74

    Vielen Dank für den Artikel. Er hat das Gerät sehr gut veranschaulicht.. ich fand das Konzept hinter der MPC ganz interessant und so als Keyboard, auch spannend. Leider ist der Preis für mich unerschwinglich. Habe aber auch keine MPC.
    Danke..

  8. Profilbild
    heimannrudolf

    Das Konzept einer Standalone-Workstation habe ich durchaus begriffen, habe aber dennoch eine konkrete Frage zum alternativen Gebrauch: Kann ich die verschiedenen Sound Engines / Plug-Ins / Instrumente des/der MPC Keys extern via Midi auf unterschiedlichen Kanälen ansteuern?

    Ich bin „old school“, nutze Cubase und liebe es, definitiv werde ich es weiterhin prioritär verwenden. Aber die Sounds der MPC Keys nebst Display/Steuerung interessieren mich als externes Instrument sehr. Kann ich die Soundengines des/der MPC Keys aus der DAW heraus mittels Midi gezielt und separat ansteuern? Wenn nicht, Notlösung: Kann ich wenigstens die gesamte MPC per MTC synchron mitlaufen lassen?

    P.S.: Sehr anschaulicher Bericht, sachlich, breit gefächerte Soundbeispiele – danke!

    • Profilbild
      moinho

      Ich muß an der Stelle mutmaßen, aber: die anderen MPCs der aktuellen Generation können das was Du willst, ebenso wie die gesyncte Notlösung, und es wäre schon ein Käse, wenn das hier nicht ginge (de facto ein mit Fleiß gesperrtes Feature, was mich bei dem Flagship-Charakter doch verwundern würde).
      Es geht sogar noch einfacher: laß‘ die beigelegte Software als Plugin in Cubase laufen und verwenden (so gewünscht) den MPC Key als Controller.

      • Profilbild
        heimannrudolf

        Danke für deinen Tip der Software-Nutzung – aber bei mir geht der Trend eher zum „Outsourcen“ auf Hardware, ich habe bereits unzählige GB Soundschrott auf dem PC, bitte nicht noch weitere…

          • Profilbild
            m-ex

            Ich schätze mal, heimannrudolf verlagert das Thema Klangerzeugung bewusst auf reine Hardwarelösungen, z.B. um nicht der Unsitte zu verfallen, jedes Gratis-VST auf seinen Rechner zu ziehen (und damit den Arbeitsprozess dann doch wieder zu verlangsamen). Scheinbar tummelt sich schon eine Menge ungenutztes Klangmaterial auf seiner HD/SSD.

    • Profilbild
      lookandlisten

      Ja, das geht prima. Dank Class-Compliant USB sogar über mehrere Einspieler-Geräte. Also einmal über Cubase z.B. und ein zweiter Midi-Eingang spielt parallel eine andere Spur/anderes Instrument in der MPC. Timing ist aber so eine Sache wenn es zu komplex wird.

    • Profilbild
      Django07

      Ja – die VST-Version von MPC ist serienmäßig dabei. Du kannst also MPC innerhalb von Cubase als Plugin verwenden, das MPC Key dient dann als Controller.

      Ich mache das mit einer alten MPC innerhalb von Logic – klappt wunderbar.

  9. Profilbild
    moinho

    Der Vergleich mit Maschine+ erschloß sich mir beim Lesen des Titels nicht – und so verstehe ich auch das Fazit des Autors. Aaaaber:

    Liebe Redaktion, wie wärs mit einem Vergleich mit einem der typischen Workstation-Kandidaten, sinnvollerweise aus der abgespeckten Region, um eine preisliche Vergleichbarkeit zu haben? Ich denk‘ da so an MODX6, Fantom-06 und Nautilus 61.

  10. Profilbild
    Django07

    Ich bin tatsächlich begeistert!

    Was mich ein wenig wundert ist die Kritik an der Preispositionierung & das Thema VST.

    Ein vernünftiger Mono-Synth ist auch nicht günstiger – und die jeweiligen Anbieter haben auch günstigere Instrumente/Varianten im Angebot. Mir fällt im Moment auch keine vergleichbare Workstation ein, die einen derart leistungsfähigen Sequenzer hat. Ein K2700 kostet deutlich mehr, Roland F6 hat keinen vergleichbaren Sequenzer.

    VSTs kann ich bei der MPC-Plattform ganz normal benutzen: Es läuft auf dem Rechner und die MPC ist der Controller für die Software auf dem Rechner. Das funktioniert ganz wunderbar. Wenn ich meine speziellen Sounds dann unterwegs benötige, wird mittels Auto-Sampling oder als Audiospur das Ergebnis der VST mitgenommen.

    In kurz: Auf meinem Rechner in meiner (Zweit-) DAW MPC arbeiten zu können und eine Workstation zu haben, die 95% (-5% VST) der Funktionalität bietet, ist für jemanden wie mich deutlich charmanter als 12 Geräte auf einem Tapeziertisch zu verteilen… Geschmackssache halt.

    Mal sehen, ob wir bei Erfolg seitens Akai die Wiedergeburt eines E-MU Emulator sehen. Die Software haben Firmen wie Arturia ja schon in der Schublade liegen ;-)

  11. Profilbild
    Garfield Modular

    Hallo C. Rentschler,

    Herzlichen Dank für dein interessanten Artikel! Ich bin mir schon länger den MPC X am überlegen. Wenn ich heute Mittag den MPC Keys 61 gelesen habe dachte ich mir: „Hmm… okay aber denn brauche ich nicht.“ Nach dem Lesen von dein Artikel… jetzt fängt es an zu jucken, vielleicht doch der MPC Keys 61 über den MPC X wählen? Schwierige Sache :-)

    Was mich erfreut, ist der Tatsache das es 8 CV/Gate Outputs gibt, das ist natürlich für ein Eurorack Liebhaber wie ich sehr interessant. Das hat übrigens der MPC X auch.

    Schönes und gutes Artikel, vielen Dank und ich wünsche dir viel Spaß mit dem Key 61 :-) Viele Grüße, Garfield.

    • Profilbild
      c.rentschler RED

      Vielen Dank für deine Rückmeldung. Freut mich sehr, dass dir der Artikel gefallen hat und hilfreich war.

    • Profilbild
      lookandlisten

      Die X ist im Vergleich wirklich ihr Geld wert. Die vielen Encoder nebst Displays alleine rechtfertigen dies schon fast. Im Keys passt vieles nicht zusammen. Samples klassischer Akustik-Instrumente aber „nur“ 44,1 kHz. Nuanciertes Spielen mit dieser 61er Tastatur? No way. Da fährt man mit einem gebrauchten Kronos 88er technisch und klanglich um Welten besser und wohl auch günstiger.

      Ja, AKAI zielt auf den Kronos-/ Montage-Markt. Der Features Overflow liest sich auch erstmal toll. Nur das Konzept klappt mit dem schwachen ARM-Prozessor und nur 4 GB Ram gnadenlos zusammen. Für 1300 mehr kauft man sich eine sehr durchschnittliche Tastatur und eher unterdurchschnittliche Akustik-Sample Libraries dazu.

      Man kann an eine moderne MPC jedes Class-Compliant USB Keyboard anschließen, da ist man mit der MPC-X oder One/Live und einem Keystep o.ä. flexibler, günstiger und deutlich komfortabler unterwegs. Und wer jetzt auf einen gesampleten C7 besteht, ihn aber nur im Grid-Editor einspielen will, hat keinen Mehrwert. Die String-Samples klingen klingen zum Weglaufen.

      Akai beschreitet perspektivisch neue Wege; allerdings müssen sie dort das Laufen erst noch lernen.
      Openlabs war da vor 15 Jahren schon weiter. Der MPC Keys ist jetzt nur noch „weder Fisch noch Fleisch“.

      Baut Akai eine MPC mit 88er (z.B.) Fatar-Tastatur, stockt die CPU auf, RAM mind. 16/32 GB, 500 GB Harddisk, kann es was werden.

      • Profilbild
        Django07

        Na ja, eine Korg Nautilus hat auch „nur“ 2GB RAM und über die CPU wird kein Wort verloren.
        Mit einer 61er-Tastatur ist das dann auch kein Grand Piano. Nun denn: welche CPU denn konkret bei Yamaha und Korg verbaut ist, konnte ich nicht finden.

        Das Thema 500GB Harddisk ist einfach: Klappe öffnen, SSD rein, fertig. Kann man auch eine größere einbauen :-)

        Aus meiner Sicht sind alle Workstations „schwachbrüstig“, wenn ich diese mit einem Rechner + VST vergleiche. Aber der Vergleich hinkt…

      • Profilbild
        Garfield Modular

        Hey Look & Listen,

        Jaa-haaa… die viele Encodern bei der MPC X sind schon sehr gut. Und nicht nur die viele Encodern, überhaupt die viele Bedienelemente. Dabei noch die viele Inputs & Outputs, deshalb war bisher der MPC X für mich immer noch der Favorit.

        Der MPC Keys 61 hat viele Vorteile, leider wie du auch schon beobachtet hattest, auch einiges an Nachteile.

        Wie schon von mir angedeutet ein schwierige Fall, mindestens für mich. Ich finde man soll es sich mindestens mal erlauben es zu testen beim lokalen Händler um es einen fairen Chance zu geben. Wenn er (MPC Keys 61) dann immer noch nicht überzeugt, dann bleibt es beim MPC X sonst werde ich mir den MPC Keys 61 überlegen.

        Danke dir für deine Feedback und viele Grüße, Garfield.

          • Profilbild
            Garfield Modular

            Hi Look & Listen,

            Du bist gemein! ;-) Mir so ein tollen YouTube Link zu schicken um zu zeigen wie gut der MPC X sich wohl anschließt auf ein Modular System ;-) Ja, jetzt noch weniger Schlaf, gut geraten :-)

            Hmmm… also doch der MPC X?

            Das einzige (neue) Nachteil von der MPC X den ich gerade gefunden habe ist das er nur 16 GB Speicher hat gegen 32 GB Speicher von der Key 61.

            Tja… noch „einige“ Nächte darüber schlafen und noch mehr Videos anschauen und Handbücher lesen. Mal schauen was es wird.

            Danke dir und viele Grüße, Garfield.

  12. Profilbild
    Baeno

    Danke für den ausführlichen Test. Das kann tatsächlich der Mittelpunkt des Studios sein. Allerdings fehlen da noch mehr Drehregler :)

    • Profilbild
      c.rentschler RED

      Sehr gerne. Die Q-Link Controller-Drehregler kann man zuordnen und auch mit dem Data Dial kann man sehr viele Funktionen drehend regeln. :)

      • Profilbild
        Garfield Modular

        Hi C. Rentschler,

        Jein ;-) Also ja, wie du es erklärst hast du natürlich recht!

        Aber nein, direkte Zugriff mit direkte Regler sind mir lieber als „immer“ über ein Central Regler (der Data Dial halt) es erst anwählen zu müssen (um es mal so unter Wörter bringen zu dürfen). Der Grund, mindestens für mich, das auf Niveau von Bedienelemente, der MPC X doch bedeutend besser da steht.

        Aber gut, jeder sein eigen Ding ;-) Ich bin vielleicht als „Eurorackler“ etwas scheu von Menu-Diving und habe lieber für jeden CV oder Parameter ein eigenen Regler oder Bedienelement –> der Grund auch wieso ich der Pro-3 von Sequential so enorm liebe, der hat fast für jeden Haupt-Parameter ein Regler oder Taste, viel direkter als der Pro-3 (außerhalb Modular Synths), von der Bedienung her, gibt es kaum. Aber jetzt drifte ich etwas ab vom Thema ;-)

        Nur meine 2 Cents. Viele Grüße, Garfield.

  13. Profilbild
    Klang X

    Der Boot-Vorgang dauert 25 sek.? Für was?

    Da ist mein alter Windows-PC mit SSD ja schon 3x schneller.

    Ich werde das Gefühl nicht los, das man hier veraltete Technik loswerden will. Das Teil ist nie und nimmer 2000€ wert.

    • Profilbild
      lookandlisten

      Betriebssystem laden, Treiber laden, Sounds laden. Der Bootprozess ist mit dem 2.11 OS auch auf den ONE/LIVE MPCs etwas länger geworden.

      25 sec. sind aber anscheinend noch schnell. Mein Roland Integra 7 Racksynth bootet knapp 30 sec. Ein Roland VP9000 braucht auch ca. 25 sec.

      Alles im grünen Bereich. Ein Korg Kronos braucht fast 2 Min. bis er Sounds ausgeben kann…

    • Profilbild
      Django07

      Mein Obst-Phone braucht auch so lange zum booten. Letztes Jahr gekauft. Haben die mir veraltete Technik angedreht???
      Dein Rechner ist auf jeden Fall sehr gut konfiguriert, wenn Du nach acht Sekunden aus dem Kaltstart in Deiner DAW arbeiten kannst. Dann würde mich das auch nerven ;-)

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      bnckd

      also wenn er quasi alle extension sounds zum direkten loslegen auch mitbootet passt das doch voll, finde ich auch. mein m1 pro braucht fürs mittelkomplexe default template von mir auch 15 sekunden…und da steckt ganz andere power drin.

      preislich naja…für 2000 euro hätte ich dann doch ne fatar tastatur gewünscht..mal kucken, viellelcht wird das teil dann noch billiger irgendwann, praktisch isses alle mal!

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    Philipp

    Vielen Dank für den Test! Ich nutze bisher nur die MPC Software. Denke es wird bei mir eher ne MPC One + Keyboard als der AKAI Professional MPC Key (was für ein sperriger Name). Mal sehen vielleicht teste ich das Ding noch irgendwo an aber blind kaufen werde ich es wohl eher nicht.

    Die Bootzeit ist ja fast schon vintage ;-)

    Insgesamt überzeugt mich die MPC Software sehr, was ich mir wünschen würde wären mehr Anpassungsmöglichkeiten bei der Optik (Farben) der Bedienoberfläche.

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    drdrakken

    Sehr schöner Bericht, vielen Dank dafür!
    … aber ich habe noch Fragen :)

    Ist etwas über die Leistung des verbauten Prozessors bekannt, vor allem im direkten Vergleich zum MPC Live? Die sehr große Auswahl an Plugin-Instrumenten lädt ja förmlich dazu ein, diese auch zu benutzen. Wäre dann schade wenn man hier durch einen zu schwachen Prozessor limitiert würde.

    Einige Plugins die man schon vom MPC-Live her kennt haben eine stark einegeschränkte Polyphonie. Erinnere mich dunkle, dass der Tubesynth maximal 4 Stimmen hat. Das ist bei einer hauptsächlich auf Drums spezialisierten Workstation wie dem MPC Live ja durchaus ok, bei einem Keyboard-Synthesizer fände ich das aber etwas traurig. Wie siehts hier diesbezüglich aus? Der Hype Synth hat am MPC Live glaube ich auch keine enorme maximale Polyphonie.

    Ansonsten muss ich sagen, dass ich das MPC-Konzept und den Workflow wirklich mag. Hatte auch schon ein MPC Live und mich dann ziemlich geärgert weil Akai ca. 2 Monate nachdem ich es mir gekauft hatte das MPC Live 2 herausgebracht hatte. Und ja, bei dem Gerät hätte ich die eingebauten Lautsprecher wirklich gut gebrauchen können. Daher das MPC LIve dann wieder verkauft, aber den Plan, mir das IIer zuzulegen bisher noch nicht in die Tat umgesetzt und bin da echt froh drüber, sonst hätte ich mich jetzt wieder geärgert :)

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    Sudad G

    Also was ich bisher so aus den Youtube Videos heraushören konnte – dazu meine Erfahrungen mit den älteren Desktop MPC Modellen – würde ich mal sagen, dass es für das Produzieren von Genre typischer und Loop basierter Musik ein echter Hammer ist!!!
    Die Tastatur ist halbgewichtet, alle erdenklichen Anschlüsse sind vorhanden und der Sequenzer dürfte die Konkurrenten aus dem Hause Yamaha und Roland vom Tisch fegen. Wer gerne Standalone arbeitet für den ist das MPC Key 61 fast schon ein Traum. Auch die Erweiterbarkeit und das Einbinden eigener Samples geht unkompliziert von der Hand. Preislich liegt es in etwa im Bereich guter Workstations und ist verglichen mit so manchen überteuerten Tischhupen aus dem Keyboardbereich sogar relativ günstig. Verstehe daher die Unkenrufe mancher hier nicht so ganz.
    Mal ehrlich – man bekommt ein tolles Controller Keyboard, einen amtlichen Drumsampler plus Sequenzer und dazu noch jede Menge normal spielbarer Sounds für den Bereich Club, House, Trap und Hip-Hop und neben einigen brauchbaren VA-Synth-Modellen einen 4 OP FM Synth dazu. Wenn jetzt noch die Integration in eine DAW wie Cubase oder Ableton problemlos klappt, überlege ich mir selbst mal das Teil ins Studio zu stellen.

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      Django07

      Die Integration funktioniert sehr gut, weil die MPC als VST-Plugin dabei ist.

      Die Hardware ist dann ein Controller und der einzige Unterschied ist, dass man rechnerabhängig mehr Dampf hat.

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      lookandlisten

      Nicht missverstehen – die MPC ONE/Live/X sind der Oberknaller. Aber eben nur genretypisch. Die One gibt es stellenweise für 600 EUR. Da frage ich mich schon, wo der Mehrwert von 1400 EUR bei der MPC Keys 61 herkommen soll. Für die ONE brauche ich keine Dopfer LMK Klaviatur – schon klar, also reicht eine leicht gewichtete Billigtastatur. Dann aber braucht man keine 8 GB an Akustiksamples, die in der Form nicht wirklich berauschend klingen.

      Warum sollte dann nicht eine MPC ONE mit einem Arturia Keystep 37 für unterwegs zusammen mit einer 88er Hammermechanik im Studio oder Arbeitszimmer ausreichend sein. Immer noch deutlich günstiger und flexiber. Dank Class-Compliance reden wir von einem einzigen (USB) Kabel mehr.

      Wenn ich einen Preis hätte schätzen müssen, wäre ich bei 1200 bis 1400 EUR für die Keys 61 gelandet. Zumal ich selber eine ONE hier stehen habe.

      Akai will eine völlig neue Zielgruppe aufmachen und hat sich mit dem Preis an der Zielgruppe orientiert und nicht an den gebotenen Features.

      Was wohl los wäre, wenn zuerst die MPC Keys 61 zu 2000 EUR rausgekommen wäre und man jetzt die ONE für 1300,00 EUR weniger(!) präsentieren würde. Die MPC Keys-User würden mit Fackeln und Mistgabeln zur Akai-Zentrale wandern…

      Akai MPC One 650,00
      Studiologic SL88 Studio 400,00
      Arturia Keystep 37 170,00

      =1220 EUR

      Da klafft eine Riesenlücke die mit nichts an der MPC Keys erklärbar wäre.

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        Sudad G

        Verstehe schon, was Du meinst, aber ich denke AKAI hat die Rechnung in Bezug auf die Mitbewerber vielleicht etwas anders kalkuliert:

        NI Maschine+ 1.049,00 EUR
        NI Komplete Kontrol 61 MK2 759,00 EUR

        = 1.808,00 EUR

        Jetzt ist der AKAI MPC Key 61 mit 1.999,00 EUR Street Preis nicht mehr so weit davon entfernt und ich habe dann noch die besseren Anschlussmöglichkeiten und Erweiterungen. Also ich gebe Dir Recht in Bezug auf preiswertere Alternativen, aber als eine All-In-One-Solution ist der MPC Key 61 derzeit fast konkurrenzlos.

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    [aˈtoːm] [aːl] [ˈa(ː)tonaːl] AHU

    daß man einen pc schneller booten kann dürfte in erster linie daran liegen, daß das gerät nicht „aus“geschaltet ist und der gesamte speicherinhalt beim „anmachen“ schneller abgerufen werden kann von graka und co.. der pc ist im wartezustand, stromsparend.
    da geb ich brief und siegel, daß so eine mpc wenns sie heruntergefahren wird, auch wirklich AUS ist und nicht nur im im versteckeles-modus.
    von daher sind vergleiche zwischen diesem gerät und einem pc, egal wie gut gekonft der auch ist, mit hinkebeinen versehen. 25sec bootzeit ist noch ganz ok.

    ob die hersteller deiser geräte wie mpc et al so einen wartemodus auch implementieren könnten? mit sicherheit. ein flash eeprom (oder wie das heisst) mehr im gerät
    die frage ist wozu? da lass ich das ding im studio dann gleich dauerhaft an, wenn ich es benutze. so richtig umweltsaumässig :D

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      Klang X

      Nix da, PC ist ganz aus. Im Stromsparmodus ist der nach 2-3 Sek. hochgefahren.
      Und Boot-Vergleiche mit einem Integra 7 oder VP9000 usw. hinken auch hinterher, diese Geräte sind 10 Jahre alt und älter.

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            Django07

            Wenn der Rechner im Stromsparmodus war, dann war er nicht ganz aus. Drückt man auf „Herunterfahren“, wird der Rechner ebenfalls NICHT vollständig heruntergefahren. Wird auch ziemlich detailliert von MS erklärt. Da hat der Kollege richtig gewußt…

            Ist aber auch völlig egal, warum Dein Rechner nach einem Fingerschnipps an/aus ist: Hauptsache ist ja, dass man nicht blöd wartet…

            Weiter oben waren es übrigens noch 8 Sekunden :-)

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        lookandlisten

        Uiuiui, früher waren die Geräte deutlich schneller betriebsbereit, da die Software in festverlöteten Chips/ Eproms gespeichert war und nicht wie heute von im Vergleich langsamen Speichermedien (ja auch SSDs sind im Vergleich dazu langsam) geladen werden müssen.

        Da der Speicherbedarf „moderner“ Sample basierter Synths immer weiter steigt, ist es sogar sehr gut vergleichbar. Im Grunde sind diese ganzen Workstations nichts anderes als Linux-PCs.

        Speicherbedarf & Datendurchsatz sind relativ linear zueinander gestiegen. Es ist eher die Frage,
        was ein Synthhersteller seinen Usern zumuten möchte. Bis 30 sec. ist anscheinend seit Jahrzenten ein anerkannter Standard.

        Deshalb sieht man solche Kisten auch ziemlich selten auf den Bühnen; es sei denn, der Künstler hat ungeahnte Stand-Up Qualitäten.

  18. Profilbild
    defrigge AHU

    Abseits von Drums und Genre-typischem Groove-Material klingt das Ding nicht annähernd überzeugend genug für einen Keyboarder Live-Einsatz oder Keyboard Recording. Pianos und EPianos klingen nach unterer Mittelklasse im Vergleich zu aktuellen Workstations/Allround-Synths – und auch deren kleineren Ablegern – von aktuellen VSTis ganz zu schweigen. Die B3 klingt zielmlich jämmerlich, viele der Sounds im Bereich Synths, Mellotron etc. klingen ebenfalls wie so manche Soundfont-Libraries vor 10 Jahren.
    Eine 61er-Tastatur ist für ein All-in-One Keyboard zu klein zum Spielen und Aufnehmen, da fehlen 73/76er oder 88er Tastatur-Varianten. Und die brettharten Drum-Pads laden nicht wirklich zum Benutzen ein.

    Wer das Konzept gemacht hat, hat versucht, einer Groove-Box mit erweitertem Klangvorrat eine Tastatur umzuschnallen, statt ein neues, schlüssiges Gesamtkonzept vorzustellen.
    Den Sequencer braucht man am Rechner mit Sequencer nicht – und ganz bestimmt nicht als Plugin im Sequencer. Und viele VSTi-Sounds klingen viel besser als die entsprechende MPC-Variante. Unterwegs ist ein iPad mit Cubasis und transportabler Tastatur ohnehin eine viel praktischere mobile Aufnahme-Möglichkeit.

    Ich kann für das Gerät keine andere Zielgruppe entdecken, als MPC-User, die erfolglos davon träumen, eine All-in-one Lösung auf dem Qualitätsnievau moderner Synth- und Sampling VSTis zu bekommen – und genau das bekommen sie m.E. nicht. Stattdessen spielen sie für 2000€ einen benutzbaren, aber in weiten Bereichen klanglich nicht überzeugenden Allround-Kompromiss auf einer zu kleinen Tastatur.

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      Alex

      …der Klang, naja manche stehen ja heute drauf.. digital, scharf und eher ohne Body.

      Da viele ja nicht mal mehr wissen, wie so ein Instrument eigentlich natürlich klingt.

      Ich finde die Klangbeispiele auch eher nervig tonal gesehen.
      Die Tracks klingen so, als würde man das Low End nur dem Sub Bass zugestehen und High Passed bei, ich sags mal übertrieben, um 1-2khz den Rest pauschal.
      Oder das Beispiel „Radio RNB“ .. die Kickdrum (gruselige EQ Einstellungen!?).

      Da muss man auf jeden Fall eine Menge nachbearbeiten, da fehlt es von der Kickdrum über Bass bis zur Flöte an „Frequenzen“ es klingt alles so über gefiltert.
      Man kann diese wie auch immer Engines eh nie mit einem richtigen Synth vergleichen, aber ja es klingt irgendwie nicht wirklich rund.
      Das ist aber auch das Problem der ganzen 2, 3, 5 Presets für Comp, Ducker, Sidechaning usw. bei den Geräten, da wird alles pauschal behandelt um dem Nutzer möglichst viel Arbeit (oder Nicht – Wissen) abzunehmen.
      ..Oder die Effekte – wer würde ernsthaft diese Stotter oder Stop Effekte in seinem Track so pur nutzen, lol ?!?

  19. Profilbild
    vimigek

    Tut mir leid, das schreiben zu müssen: Was an diesem Artikel soll eigentlich ein Test sein?

    Die MPC Key wird als erste MPC mit Tastatur gepriesen und dann fehlt im „Test“ jegliche Beschreibung derselben? Das geht gar nicht!

  20. Profilbild
    chrizzler82

    leider fehlt es diesen neuen geräten oft an charme, auch wenn die implementierung in modernen daws natürlich sehr angenehm ist…
    aber die wandler vom s950 waren schon sehr geil und dreckig…

    oft stellt sich bei diesen geräten für mich die frage, ob man mit plugins und einem gut konfigurierten masterkeyboard und controllern nicht besser dran ist…
    besonders in verbindung mit zb ableton.

    aber ja, ich mag hardware zb die elektron teile, würde aber niemals über die plugins fahren, sondern erst du einen feinen preamp, und eben diverse loops aufnehmen, diese bearbeiten und wieder zurück in die maschine fahren, um zb besser bearbeitete sequenzen oder samples laden zu können, wenn ich jammen möchte…

    aber ja, viele mögen die bedienung der mpc serie…
    kann ich verstehn… obwohls mir nicht so liegt!

    danke für den testbericht!

  21. Profilbild
    tekeey

    das Ding wird zum modernen Rompler..
    Akai wird aller ein paar monate überteuerte multisample libraries raushauen, bei jedem neuen mpc update wirds zum grossteil nurnoch darum gehen „fehlenden“ plugin krempel runterzuladen, der nichmal besonders unique klingt is sondern einfach nur generisch daherkommt. besonders usern der Live und ONE wird das richtig nerven.
    naja es wird sich der ein oder andere stage pianist das ding holen um rhodes oder wurlitzer zu jammen, dafür ist der preis und der vielseitiger einsatz (sequenzer etc..) geradeso okay.

  22. Profilbild
    thesoulcatcher

    Leider ist die aktuelle Firmware 2.11 noch voller Bugs (siehe Gearnews & AKAI Mpc Foren).
    Bleibt zu hoffen das AKAI schnell nachbessert!

  23. Profilbild
    Frank, just Frank

    Nettes Teil. Der Preis geht auch OK, der wird sich noch ändern. Meine Force zB sollte Anfangs auch 500 Euro mehr kosten im Vergleich zum heutigen Preis.

    Die Einzelpreise für die neuen Plugins für „Alt-MPCler“ find ich arg übertrieben. Aber mich würde eh nur der OPx4 interessieren.

    Mein größter Kritikpunkt sind die nur 4 QLinks. Meine Force (die ja auch eher ne MPC mit extra „Ableton in Hardware“-Addon ist) hat zB 8.

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