Test: Native Instruments Maschine+, Standalone Music Production System

12. Oktober 2020

Standalone - Beats & Synths

native instruments maschine plus test

Test: Native Instruments Maschine+, Standalone Music Production System

Mit Maschine+ stellt Native Instruments zum ersten Mal eine Standalone-Version der beliebten Maschine-Hardware vor. Den Reaktionen zufolge haben auch viele darauf gewartet. Heiß spekuliert wird unter anderem, ob es sich dabei um einen Akai MPC Konkurrenten handelt und ob Maschine+ auf der Bühne wirklich den Laptop ersetzen kann. In diesem Test finden wir es heraus.

Native Instruments Maschine Plus – Überblick

Ich selbst bin seit vielen Jahren treuer Native Instruments Komplete Nutzer, besitze auch ein Komplete Kontrol Keyboard der ersten Generation, aber Maschine war bislang für mich immer ein Produkt, bei dem ich keinen wirklichen Mehrwert gesehen habe – jedenfalls für meinen Workflow. Umso gespannter bin ich, ob mich Maschine+ vom Gegenteil überzeugen kann.

Maschine+ Packaging

Hochwertig verpackt kommt Maschine+ daher und die Box eignet sich auch gut zum Transport des Controllers zu Live-Gigs

Packaging & Lieferumfang

Die Maschine+ kommt sehr hochwertig verpackt daher und die Box kann man gut dazu verwenden, um das Gerät auch zu Auftritten zu transportieren. Im Lieferumfang ist alles enthalten, was man zum Loslegen benötigt: Hardware-Controller und eine Box, die sowohl ein Netzteil als auch einen 3,5 mm auf 6,3 mm Kopfhörer-Adapter beinhaltet sowie ein USB-Kabel, um Maschine+ mit dem Computer zu verbinden.

Maschine+

Neben dem Maschine+ Hardware-Controller liegt eine Box bei, in der sich alle benötigten Kabel und Adapter befinden

Hardware

Mit 2,5 kg ist Maschine+ rund 500 g schwerer als ein 16” MacBook Pro und damit nicht gerade ein Leichtgewicht, aber man kann sich – je nach Anforderungen – beim Live-Gig wiederum den Laptop sparen. Die Haptik und Verarbeitung überzeugen auf ganzer Linie. Das robuste Design aus eloxiertem Aluminium ist sehr gut verarbeitet und sieht obendrein noch hochwertiger aus als die Vorgänger. Native Instruments verspricht Robustheit für den Studioalltag und Live-Performances. Sowohl die Regler als auch Pads wirken durch und durch stabil und haben einen angenehmen Druckpunkt und eine sehr wertige Haptik.

Bestückt ist Maschine+ mit:                           

  • einem Quad-Core-Prozessor
  • 4 GB 2-Kanal-DDR3L-RAM
  • 32 GB interner eMMC-Flash-Speicher (für Betriebssystem und mitgelieferten Content)
  • Zwei Farbdisplays (480 x 272)
  • 64 GB SD-Karte enthalten (bis zu 1 TB unterstützt)
    (bei größeren Librarys auch über USB erweiterbar)     

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Maschine+ Sound Selection

24 GB an ausgewählten Instrumenten, Effekten, Expansions, Samples und Loops legt Native Instruments Maschine+ bei. Das ist spendabel, vergleicht man es mit dem Vorgänger, der gerade mal mit 8 GB an Sounds ausgerüstet war.

Einen Wermutstropfen gibt es an dieser Stelle jedoch. Im Standalone-Modus werden nicht alle Instrumente aus dem Komplete Bundle unterstützt. Wer alle VST/AU-Plugins nutzen möchte, kann dies nur im Controller-Modus tun. Wer also vorhat, mit Maschine+ auf die Bühne zu gehen, muss im Vorfeld die Sessions den Bordmitteln entsprechend modifizieren, damit sie auch im Standalone-Modus laufen. Aktuell unterstützt werden nur Kontakt, Maschine Software, Massive, Monark, Prism und Reaktor, wobei es sich bei Letzterem um Auszüge handelt, denn einzelne Reaktor Synths werden nicht aufgeführt. Bleibt zu hoffen, dass Maschine+ in naher Zukunft noch weitere Produkte aus dem Hause Native Instruments unterstützt.

native instruments maschine plus test

Spezifikationen

Die Specs lesen sich ganz ordentlich. Wie oben bereits erwähnt, ist Maschine+ mit einer Quad-Core-CPU und 4 GB RAM ausgestattet. Verglichen zu Systemanforderungen von Native Instruments Komplete Software für PCs und Macs scheinen 4 GB RAM auf den ersten Blick sehr knapp zu sein. Zieht man die RAM-hungrigen VST/AU-Plugins und Sample-Librarys ab, die ohnehin nicht im Standalone-Modus laufen, sollten 4 GB RAM allerdings ausreichen.

Ausgestattet ist Maschine+ mit einem integrierten Audiointerface mit:

  • zwei 6,35 mm Stereoausgängen (große Klinke, Line)
  • zwei 6,35 mm Stereoeingängen (große Klinke, Line)
  • Mikrofoneingang (große Klinke, dynamisch)
  • Kopfhörerausgang (stereo)
  • 1x MIDI In, 1x MIDI Out,
  • 1x Fußschalter,
  • 2x USB-Port für MIDI-Controller/externe Festplatten/Audiointerfaces (siehe USB-Erweiterungen)

Das versetzt Maschine+-Besitzer in die Lage, Samples direkt aufzunehmen, zu bearbeiten und in Maschine+ zu verwenden.

Maschine+ RüMaschine+ Anschlüsse auf der Rückseiteckseite

Maschine+ Anschlüsse auf der Rückseite

Schade, dass kein XLR-Anschluss mit Phantomspeisung enthalten ist. Es zeigt aber, dass Maschine+ primär für Live-Auftritte als für die Verwendung im Tonstudio konzipiert wurde.

Altbewährt bleiben die klassischen Maschine-Features und -Arbeitsweisen mit den 16 anschlagdynamischen Pads, Maschine-Effekten und -Plugins, Swing, Pad-Link, Note Repeat, Step-Sequencer und Vintage-Sampler-Emulation.

Auch ist Maschine+ natürlich auch weiterhin im Controller-Mode mit dem Computer verwendbar.

Neu ist die WiFi- und Linkfähigkeit für eine kabellose Installation und Aktualisierung von Produkten, der Zusammenarbeit und zur Synchronisation mit anderen Geräten. Das probieren wir doch direkt mal aus.

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Maschine Plus Setup

Über 2 Minuten dauert der erste Kaltstart von Maschine+. Danach wird man dank des doppelten Displays Schritt für Schritt durch das Setup geführt. Nachdem man die WiFi-Verbindung eingerichtet hat, können alle, die bereits einen Native Access Account besitzen, diesen mit Maschine+ verknüpfen. Das funktioniert einfach, indem man mit dem Smartphone einen QR-Code scannt und sich auf der sich öffnenden Website mit seinen Nutzerdaten einloggt. Ruckzuck ist somit der Maschine+ Controller gleichzeitig registriert und auf dem Display erscheint ein weiterer QR-Code, der einen zu einem Quickstart-Guide auf der Native Instruments Website führt. Danach lädt ein Welcome-Demo-Project, so dass man direkt loslegen kann und im Spielbetrieb die ersten Gehversuche starten kann. Ich muss zugeben, dass es als absoluter Maschine-Neuling doch etlicher Umstellung bedarf und ich des Öfteren zur Bedienungsanleitung greifen musste, die man sich auf der Native Instruments Website herunterladen kann.

Maschine+ Demo-Projekt

Nach dem initialen Setup lädt automatisch das „Welcome“-Demo-Projekt, das dazu einlädt, die ersten Gehversuche zu starten

Bedienung und Funktionalität

Im Vergleich zu Maschine MK3 haben sich Anordnung und Funktionalitäten der Regler, Pads und Buttons nicht verändert, weshalb in diesem Test auch nicht im Detail darauf eingegangen werden soll. Was allerdings dank Software-Update auf Version 2.12 hinzugekommen ist, ist die Möglichkeit, mit Clips zu arbeiten. Clips ermöglicht Timeline-basiertes Arbeiten, ohne dass wie in der Vergangenheit zwingend Scenes und Patterns angelegt werden müssen, um ein Song Arrangement zu erstellen.

Maschine Software

Die Maschine Software Version 2.12 unterstützt nun auch sogenannte Clips

Was mir als Maschine-Neuling jedoch aufgefallen ist, ist dass ich mir an der einen oder anderen Stelle gewünscht hätte, dass es sich um zwei Touchscreen-Displays handelt. Das multifunktionale Jogwheel lässt sich zwar gut bedienen, aber es ist eben doch immer ein Umweg. Oftmals habe ich mich dabei ertappt, direkt auf die Displays tappen zu wollen.

Sound

Herzstück von Maschine+ sind natürlich Native Instruments hauseigene Instrumente, Sounds und Expansions. Gerade Letztere spielen mit Maschine-Hardware ihr volles Potenzial aus. Die Bandbreite an Stilrichtungen und Artist-Kooperationen machen Expansions für Maschine+ Nutzer extrem interessant. Wer damit liebäugelt, ein Komplete 13 Bundle und Maschine+ zu erstellen, für den ist vielleicht tatsächlich die Komplete 13 Ultimate Collectors Edition interessant, die mit ganzen 73 Expansions aufwartet.

Es ist jedenfalls sehr komfortabel, die unterschiedlichen Expansions über WiFi laden und unabhängig vom Studio-Desk eigentlich überall Musik machen zu können, wo eine Steckdose vorhanden ist. Allerdings gestaltet sich der Download trotz schnellem WLAN extrem langsam.

Maschine+ Browser

Mittels Browser und Bedienknöpfen kann man sich durch die enthaltenen Sounds stöbern, die alle über eine Vorhörfunktion verfügen

Die folgenden Klangbeispiele geben nur einen kleinen Auszug der verfügbaren Expansions wieder. Kostentechnisch liegen diese jeweils zwischen 28,- und 49,- Euro, sind aber auch Teil der diversen Komplete Bundles. Erfreulich ist die große Bandbreite an Musikrichtungen und die hohe Qualität der Samples und mitgelieferten Presets.

Einsatzbereich

Die Stärke von Maschine+ liegt ganz klar auf Sample-basiertem Arbeiten und beim Erstellen von Beats. Ich kann mir nicht vorstellen, nur mit Maschine+ einen kompletten Song zu produzieren, obwohl das theoretisch natürlich auch möglich ist. Limitierende Faktoren sind, dass viele Native Instruments Instrumente noch nicht unterstützt werden und dass man auch nicht die gleiche Performance erwarten kann wie von einem aktuellen Rechner. Alleine das Demo-Projekt nimmt schon fast 60 % der CPU-Leistung ein. Persönlich fehlt mir zudem auch eine Keyboard-Tastatur, wobei man natürlich eine an Maschine+ anschließen kann.

native instruments maschine plus test

Zum reinen Beats Programmieren macht Maschine+ dank der 16 Pads und der – wenn erstmal eingearbeitet – intuitiven Bedienung aber richtig Spaß. Erstaunlich ist auch, wie sensitiv die Pads sind. Anfänglich dachte ich, man müsste schon mit Nachdruck auf den Pads spielen, aber es genügt wirklich schon die sanfteste Berührung, um einen Ton auszulösen.

USB-Erweiterungen

Wie bereits oben erwähnt, kann man via USB-Port Komplete Kontrol Keyboards anschließen. Ebenfalls ist es möglich, ein externes Audiointerface einzubinden. Offiziell werden derzeit allerdings nur die drei NI-eigenen Interfaces Komplete Audio 1, Audio 2 und Audio 6 Mk2 unterstützt. In Zukunft möchte Native Instruments es ermöglichen alle class compliant Audiointerfaces mit Maschine+ zu nutzen. Wann es soweit ist, steht derzeit aber noch in den Sternen. Schaut man sich im offiziellen NI-Forum um, findet man bereits einige User-Kommentare, die davon berichten, dass bspw. auch ein kleineres Focusrite oder Behringer Interface funktioniert. Mein eigenes Interface, das Arturia AudioFuse V2, wurde während des Tests allerdings nur als MIDI-Device, nicht als Audiointerface erkannt.

Obwohl bereits im Handbuch vermerkt, werden derzeit auch noch keine externen USB-Festplatten unterstützt. Die Möglichkeit, Daten auszulagern, soll aber zeitnah folgen (und wird bereits auf der NI-Website in der Feature-Liste aufgezählt).

Grundsätzlich bietet die Maschine+ viel Erweiterungspotenzial, denn durch USB und WiFi ließe sich einiges in das Setup einbinden. Ich bin gespannt wohin die Reise noch geht.

Performance

Im Test liefen die in Komplete Select enthaltenen Instrumente und Expansions einwandfrei, aber es ist durchaus möglich, Maschine+ an die Grenzen zu bringen. Je nach Expansion, eingesetzten Instrumenten und Effekten kommt Maschine+ schon bei ungefähr 6 Gruppen zum Erliegen. Wie weit Maschine+ ausgereizt wird, kann man im Display anhand einer CPU-Auslastungsanzeige ablesen.

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Maschine+ vs. Akai MPC One

Am ehesten lassen sich Maschine+ und die Akai MPC One miteinander vergleichen, wobei die Akai MPC One fast die Hälfte kostet. Beide benötigen keinen Laptop und sind über Expansions erweiterbar. Die Akai MPC One ist von den Maßen etwas kompakter und mit 2,1 kg rund 400 g leichter. Zudem verfügt sie über einen Touchscreen, während man sich bei Maschine+ mittels Jogwheel durch die Menüs bewegen muss. Wer bereits Native Instruments Komplete Bundle sein eigen nennt, wird sicherlich zur Maschine+ tendieren. Akai MPC One bietet im Vergleich weniger Software-Synths, bietet aber ebenfalls hochwertige Expansions und man kann die Akai MPC One über eine Ethernet-Verbindung auch mit einem Splice Account verbinden. Damit ist die Akai MPC One für all diejenigen interessant, die im Splice Universum zu Hause sind oder auch für Einsteiger, die eine günstigere Alternative zu Maschine+ suchen.

native instruments maschine plus test

Fazit

Maschine+ ebnet den Weg einer neuen Produktsparte, die sich durchaus auch auf Native Instruments Keyboard-Range ausweiten könnte. Wer ohnehin bereits im Native Instruments Ecosystem unterwegs ist und bereits ein Komplete Bundle sein eigen nennt, zudem vorhat, live und ohne Laptop aufzutreten, für den ist Maschine+ sicherlich interessant. Wer jedoch bereits Maschine Hardware besitzt oder auch im Standalone-Modus nicht darauf verzichten kann, dass alle VST/AU-Plugins funktionieren, der sollte unter Umständen auf weitere Iterationen warten oder sich mit den reinen Controller-Versionen von Maschine begnügen.

Plus

  • Verarbeitung
  • Haptik
  • Benutzerfreundlichkeit
  • Speicher durch SD-Karte auf bis zu 1 TB erweiterbar
  • Standalone-Modus 
  • integriertes Audiointerface

Minus

  • Standalone-Modus unterstützt nicht alle Komplete Instrumente
  • CPU & RAM geradeso ausreichend
  • keine Touchscreens
  • kein XLR-Anschluss/Phantomspeisung
  • Betriebssystem teils etwas träge (Downloads, Wechsel zwischen Standalone & Controller-Modus, Hoch- und Herunterfahren)
  • noch keine USB-Festplatten nutzbar (soll zeitnah folgen)

Preis

  • 1.259,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    lightman  AHU

    Hm, viel über Presets, wenig über das tatsächliche Arbeiten mit der Kiste. Scheint mir ein bißchen arg teuer zu sein für das Gebotene,

    Hast du die Audiodemos selbst gemacht oder sind das vorgegebene Demotracks der Expansions?

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      c.rentschler  RED

      Die Audiodemos habe ich aus Maschine heraus exportiert. Sie basieren auf den Patterns und Scenes der Expansions.

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      vollepulle

      Der Preis ist im Vergleich zu anderen Anbietern ähnlicher Produkte mit großem Abstand am höchsten. Da es seitens NI kein Update/Crossgrade gerade für Besitzer der Komplete-Software gibt ist ein Erfolg in der Breite fraglich. Wer zahlt schon gerne doppelt für das gleiche Softwarepaket? Störend empfinde ich ebenfalls das derartige Nachfragen vom NI-Support unbeantwortet bleiben.

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    FLTRHND  

    Gegenüber der Konkurrenz finde ich steht die Maschine nicht gut da. Ich habe noch vor einem Jahr eine MK3 besessen und es war eine ziemliche Enttäuschung. Die MC 707 ist glaube ich vom Sounddesign mächtiger. Und die Akai Geräte sind besser für Hardware Studios erweiterbar. Vor allem die Force mit ihrem neuen Update. Und alle sind sie günstiger.

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    index  AHU

    Die Einschränkungen sind schon sehr erheblich. Ich denke die Standalone Maschine wird es schwer haben.

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    Henrik Fisch  AHU

    Die Produkt-Politik von Native Instruments verstehe ich nicht so ganz. Bei Vorstellung der »Maschine« gegenüber damaligen Mitbewerbern war der Vorteil doch gerade, dass sie an einen PC gebunden ist, und man dort dann die ganze Flexibilität eines PCs nutzen kann. Jetzt dreht NI das Prinzip wieder zurück. Dazu muss in der »Maschine +« ein PC vorhanden sein (weil sonst die Software und die VSTs nicht mehr laufen würden). Und damit ist die Maschine in ein paar Jahren, wenn die PC-Rechenkraft sich weiter fortentwickelt, vermutlich schnell hintendran.

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    Holden  

    Kann ja noch was draus werden, ist halt früh raus. Ich wunder mich nur noch über die ganzen Hardwarekisten, wo doch jeder einen Laptop mit Ableton oder ein iPad rumfliegen hat. Es muss halt immer was neues kommen oder mindestens wiederkehren.

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        Holden  

        Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Ohne die DAW hochfahren zu müssen kann ich ebenfalls alle Synths spielen. Über zwei gestackte Saffire Pro 40 geht es an Monitore, iPad, DAW und Laptop. Das Routing ist in den Saffires gespeichert. Lediglich ein GM5x5x5 Midi-Interface muß ich fürs Sequencing wahlweise an iPad, DAW und/oder Laptop umstöpseln, wenn denn alle Synths zum Einsatz kommen sollen. Ist schon klasse am iPad alles steuern und aufnehmen zu können ohne an eine spezielle Software gebunden zu sein. Heute Cubasis, morgen AUM oder Modstep usw., mit Synths oder „nur“ minimal mit internen Synths, das gefällt mir. Das Setup ist neu und besonders die Combo Laptop/Ableton mit iPad ist ein Killer. Patterning mit iPad und aufnehmen/abfeuern mit Ableton. Firlefanz ist das nicht. ;)

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    defrigge  

    Der Sinn des NI-Konzeptes für ein so ausgestattetes Standalone Gerät bleibt mir schleierhaft
    – es ist nicht standalone genug mangels fehlendem Akku-Betrieb (vgl. Akai) und braucht immer Netz-Power
    – es ist nicht standalone genug mangels Touch-Display (vgl. Akai) und ensprechend umständlichem Workflow
    – es kann zwar mit leistungsfähigen NI Synth-Plugins und Effekten arbeiten, hat aber ziemlich begrenzte CPU-Power
    – es lässt sich vielfältig als Sample-Station nutzen, ist aber allzu knapp mit RAM ausgestattet
    Mit Blick auf all diese sinnvollen Gebrauch einschränkenden Konzept-Mängel wäre es mir auch deutlich zu teuer.

    Mit einem Wort: Maschine+ kann zwar alles mögliche, aber nichts wirklich überzeugend – und ist viel zu wenig computerunabhängig nutzbar.

    Da ziehe ich es aber bei weitemn vor, mit Steinberg Beat-Agent auf meinem 15″ Notebook mit Thunderbolt-UAD-Solo (auch eine Zeitlang ohne Stromversorgung) auf einem HD-Bildschirm mit bestem Sequencing-Überblick Beats zu bauen: keine RAM-Probleme, keine CPU-Probleme, beste Übersicht und wirkliche Unabhängigkeit vom Homestudio (das Gesamtgewicht meines Notebooks + Apollo Solo liegt mit 2,4Kg unter dem von Maschine+ mit 2,5kg)

  7. Profilbild
    martin stimming  

    Hm, ich hatte das Gerät für eb.tv getestet und hab sie seitdem im studio-einsatz.

    in der zwischenzeit ist sie stabiler geworden und ich kann dieses sonosax m2d2 als audiointerface anschliessen (!). ich lehne mich jetzt mal aus dem fenster und sage dass alle echten class compliant interfaces erkannt werden (einen dragonfly erkennt sie auch).

    den fehlenden touchscreen finde ich nicht schlimm da die bedienung ja für die vorhanden knöpfe ausgelegt ist und man so viel eher in eine form der muskelerinnerung kommt: etwas, das mit touchscreens in der heutigen form nicht möglich ist (aber bei echten instrumenten ja eigentlich das wichtigste).

    ich finde den prozessor auch zu langsam aber ich konnte das bis jetzt sehr gut in das „begrenzung macht kreativ“ konzept eingliedern, (re-)sampeln macht sie nämlich ziemlich gut.

    die maschine effekte sind leider nicht wirklich prickelnd, der comp, sat und distortion sind gut, die filter, der hall und die modulationseffekte sind leider grottig (raum und phasis ist bei mir irgendwie noch nicht drin, würden aber zumindest die beiden letzten probleme auflösen).

    schaut euch unbedingt die „lock-states“ an, da ist ganz viel Leben in der Bude!

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      meilstone

      die „lock-states“ scheinen in der tat ein super feature zu sein, ich hab mir bisher so was in Live mit ClyphX Snaps gebastelt, aber funktioniert wohl in der maschine+ einfacher…

      kann man da auch genau festlegen welche parameter „gelockt“ werden sollen oder wird einfach alles gelockt was veränderbar ist?

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    martin stimming  

    Ich glaube nicht dass der OttoNormal Komplete Besitzer die eigentliche Zielgruppe ist, da man bei Kauf die Lizenzen für die mitgelieferten Instrumente geschenkt bekommt (Die Idee: erstelle deine sounds am rechner und lade das preset in die Kiste um sie dort zu spielen, acht knöpfe sind für einen massive einfach zu wenig).

    Das hier ist was für Leute die auf der Suche nach der mächtigsten „Groovebox“ am Markt sind. Und wenn mich jemand fragt sage ich, ja, das ist sie. Sie ist nicht perfekt, aber für mich fühlt sich das nach einem ziemlich großen Schritt nach vorne an.

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      c.rentschler  RED

      Der OttoNormal Komplette Besitzer sicherlich nicht, aber Komplete 13 in der Ultimate Collector’s Edition ist mit den inkludierten 73 Expansions ganz klar für Maschine-Besitzer ausgelegt. Ohne Maschine-Controller haben die Expansions nur einen sehr eingeschränkten Mehrwert.

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        Panta Flux  

        Das sehe ich anders. Zwar besitze ich neben der Ultimate Collector’s Edition auch eine Maschine (Studio), aber zum einen habe ich mir die Collector’s Edition nicht wegen der Expansions, sondern wegen der Orchesterinstrumente besorgt (dass auch die ganzen Expansions dabei waren, fand ich tatsächlich eher irritierend) und zum anderen verwende ich die Maschine-Hardware so gut wie überhaupt nicht (mehr). Die Expansions bringen ihre Klänge mittlerweile ja auch im Battery-Format mit … und tatsächlich nutze ich die Expansions entweder in Battery oder nur in der Maschine-Software, jeweils in Ableton Live über Push 2 getriggert. Mir gefallen halt die Pads des Push-Controllers und der Workflow direkt in Ableton Live mithilfe von Drum Racks für die Maschine-Software deutlich besser.

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          c.rentschler  RED

          Bei Komplete 12 war es noch klarer getrennt. Komplete 12 Ultimate enthielt alle Instrumente, Komplete 12 Ultimate Collector’s Edition zusätzlich alle Expansions. Die Produktpolitik ging dann wohl auf, wenn jetzt auch Anwender zur Collector’s Edition greifen, die sich gar nicht für die Expansions interessieren.

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            Schuli

            Hey c.rentschler, war bereits auch bei der 12er so ;). Die 12er Collectors hatte bereits den Unterschied die vollständigen Orchester Librarys zu haben, während die Ultimate nur die abgespeckte Version hatte. Das war tatsächlich bei mir auch der Grund für die Collecors. Hatte eher das Gefühl, die packen die Expansions alle mit rein, damit klar ist, dass man dann wirklich das gesamte Portfolio von NI besitzt. Hatte mich schon gefragt, wie sie die Collectors bei 13 rechtfertigen wollen, die endlich vorhandenen Solo Streicher sind da eine gute Lösung. Mal sehen was sie sich fürs 14er einfallen lassen, Imho müssen sie mal ein Jahr Pause machen.

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    jhoewner

    Also ich bin seit einer Woche stolzer Besitzer des Teils und sehr zufrieden. Nach Umwegen ü. Octatrack, Digitakt und MPC One bin ich mir ziemlich sicher, dass ich die Machine+ behalten werde.

    – Die Libraries und die Maschineinstrumente wie DrumSynth und BassSynth sind trotz Beschränkungen opulent und von der Qualität wertiger als bei der MPC.
    – User Sounds der Instrumente lassen sich kreieren und von Projekten auf dem Rechner importieren. Einige Ensembles bei Reaktor funktionieren noch nicht, auch 3rd Party VSTs laufen in der Standalone-Version nicht.
    – Die Stärken liegen im Sampling, hier macht das Ding richtig Spaß
    – Workflow hat im Vergleich zu OS 2.11 noch mal zugelegt, die Möglichkeiten mit Clips gut, aber es ersetzt natürlich keinen Arrangement-Modus wie bei live. Aber für grobe Songstrukturen allemal ausreichend.
    – Ja, manchmal fehlt ein Touchscreen, aber das wird z.T. wettgemacht durch eine gute Regler- / Button-Belegung der Maschine. Menüdiving wie bei der MPC oder gar Octatrack ist eher selten.
    – Der Speicher ist doppelt so groß wie bei der MPC ONe (4 vs. 2GB) – bei beiden lässt sich der Massenspeicher via SD-Karte erweitern
    – Es gibt noch ein paar Software-Glitches, aber keine Katastrophen
    – CPU-Last müsste in der Tat optimiert werden, hier kommt man je nach Plug in schnell an Grenzen

    • Profilbild
      MPC-User  

      Was willste bei ner Atom CPU optimieren? Ich hatte mal eines dieser kleinen Notebooks mit Atom CPU. Nie wieder.
      Wenn ich Atom nur lese wird mir schlecht.
      Ich verstehe nicht weshalb NI auf diesen lahmen Prozessor baut?
      Am völlig falschem Ende gespart…….

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        jhoewner

        An der CPU wird man nicht viel optimieren können, aber an der Software, ob die effizient programmiert ist, kann ich nicht beurteilen. Fakt, dass andere Softwarehersteller bei ihren Produkten auch hin und wieder Leistungssteigerungen rausholen können.

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        frankjunker

        So lahm ist der Prozessor nicht. Ich habe meine Force mit der Maschine+ mal verglichen. Im Grunde kommt es für meine Zwecke auf das gleiche raus, ARM oder Atom macht von der Last nicht viel Unterschied. Ich arbeite allerdings viel mit Sampling,ich wollte aber auf jeden Fall die Softwareinstrumente. Da hat Akai einfach zu wenig zu bieten. Und ich bin bisher noch nicht an irgendwelche Grenzen gestoßen. Mittlerweile hat Stimming auf eb.tv, Loopop und Jef Gibbons ausreichend Last- und Performancetests auf YT gemacht, da sehe ich keine Hinternisse. Martin Stimming hat ja auch geschrieben, dass Beschränkung kreativ macht. Gerade das will ich haben.

  10. Profilbild
    anttimaatteri  

    das ding ist quasi ein erweiterter singleboardcomputer (SBC).
    die gibts in diversen qualitäten, was die leistung angeht. man kann sich eins für 150eu kaufen, aber auch eins für knapp 500eu. da sidn dann auch ganz unterschiedliche prozessoren verbaut, bei den günstigen varianten fest auf der platine (speicher und gfx einheit auch), bei den teureren varianten bestückbar (vor allem der ram!).

    jedenfalls wäre ein intel atom da nicht das ende der fahnenstange. da gibts auch lösungen mit teureren cpus. der atom quadcore ist da btw das UNTERE ende bei zb. x86 64bit sbc lösungen aktuell. ;D. man könnte auch fies sagen, das billigste vom billigen. aber ich bin nicht fies, ich bin nur gemein ^^.
    wen das thema interessiert (auf englisch)
    https://www.youtube.com/watch?v=xqIHsJLDdN4

  11. Profilbild
    PaulusS

    Was für mich das Wichtigste bei solchen Lösungen ist, dass diese auch absolut stabil laufen, denn es gibt keinen größeren Kreativitäts-Killer, als Systemabstürze und langweilige Neustarts, …

    Deshalb hatte ich bisher nie wirklich Bock darauf, Musik mit dem Rechner zu produzieren.
    Aber vielleicht sind ja spezielle Audio-Workstations deutlich stabiler im Betrieb.
    Mich hatte jedenfalls immer dieser Hintergedanke davon abgehalten, da ich bereits allerhand erlebt habe.

    Ich will doch nur Musik machen und nicht zum IT-Experten werden müssen ;))

  12. Profilbild
    FLTRHND  

    Was mir Sorge bereitet wenn NI so eine lahme CPU nutzt, sehe ich schon wie es die Weiterentwicklung der Maschine Software beeinflussen wird. Immerhin ist jetzt so ein lahmer Intel verbaut und ich befürchte NI muss nun seine Maschine Software darauf hin programieren, das lässt sich zwar mit Tricks lösen aber eben nicht auf Dauer. Da bleibt die Frage wann die Maschine+ ans Limit kommt und was dann passiert. Entweder wird die Softwareentwicklung eingestellt oder die Maschine+ wird nicht weiter unterstützt. Bei dem Prozessor wird das früher passieren als mit einem besseren CPU. Die Maschine plus kann ja schon die neueren NI synths (Massive X) nicht nutzen bevor sie überhaupt verfügbar ist.
    Das zeigt nicht gerade das die Maschine+ überhaupt zukunftsfähig ist.

    • Profilbild
      MPC-User  

      Ja so sehe ich das auch, nur dass das Teil jetzt schon am Limit ist. Und dafür noch zu teuer.
      Mir kommt es vor, dass NI die Restbestände des Atom aufgekauft hat und als Mogelpackung weiter verkauft.
      Ich kenne kein anderes Produkt welches noch diesen Prozessor einsetzt.
      War echt heiß auf das Gerät und wollte meine MPC ersetzen.

      • Profilbild
        Schuli

        Hier wird viel über die CPU gemotzt, aber nach allem, was ich auf youtube so gesehen habe, reicht die dicke für das meiste aus. Ich gönn mir die Maschine+ und freu mich drauf. Gibt auch schon ein paar lustige Benchmarks und da liefen dann Problemlos 50 samples gleichzeitig und noch n paar synthies. Die hat viel mehr Power, als der Testbericht vermuten lässt!

  13. Profilbild
    fmq75  

    Ich weiss aus sicherer Quelle,dass das Teil ein ziemlicher Hit ist und ich gehör auch zu denjenigen,die 10 Jahre auf ne Standalone gewartet haben und jetzt mächtig Spass damit haben.NI hat das grosse“Pech“ des Software Backgrounds und viele Leute vergleichen jetzt (PC) Specs und CPU etc.Man kann schon einiges damit anstellen,einfach nicht kirre machen lassen.Und Limitierungen dienen dazu sie kreativ zu umgehen ;-) Mal nicht an“NI“ und (PC)Software denken sondern nur daran,was das Ding als Hardware Groovebox liefert.Und ich finde das beeindruckend.Auch die Synths,Anzahl und Qualität der Samples aber auch kleine Helferlein wie die ganzen gut klingenden Drumsynths.Ich habe dafür die MPC one wieder zurück geschickt und es nicht bereut.Auch ein cooles Teil aber es inspirierte mich nicht damit einfach zu“spielen“und ich finde den alten MPC Songmode im Jahre 2020 und auf DEM Touchscreen unglaublich archaisch.Ich kann nicht nur mit Zahlen arrangieren,brauche auch grafisches Feedback für die Übersicht.Ja,der Force Arranger schaur gut aus und wenn der jemals für MPC kommt,werfe ich evtl nochmal einen Blick in die Richtung.Maschine hat auch noch so eine Quirks in der Bedienung oder Missing Features (der Browser ist für Preset surfen toll aber eine Qual für eigene Sounds/Samples) aber es steht ja ausser Zweifel dass für das neue Flagschiff noch einiges kommt/verbessert wird.

    • Profilbild
      frankjunker

      Die eigene User-Library auf SD-Karte ist tatsächlich eine Qual. Ich habe jetzt auf 80 GB abgespeckt, damit ich einigermaßen flott (hüstel) durch meine Ordner steppen kann. Ich bin gespannt auf die externe Festplattenanbindung, dann ist das Problem hoffentlich nicht mehr relevant. Insgesamt finde ich den Workflow deutlich besser als bei meiner Force, dort gibts einfach zu viele Shift-Funktionen, die mit ausreichend Hardwarebuttons hätten vermieden werden können. Und gerade der Touchscreen ist aus meiner Sicht ein „medialer“ Bruch im Handling (keine Ahnung, wie ich das sonst ausdrücken soll).

  14. Profilbild
    Asphyxer  

    AKAI: Wir brauchen ein Gerät, das das und das kann, mobil ist, etc… Lasst uns das Gerät entwickeln

    NI: Wir haben hier ein Gerät und wollen das ein bisschen aufbohren, was könnten wir rein-/dranpacken?

    Sowas passiert, wenn Geld regiert :-)

  15. Profilbild
    swellkoerper  AHU

    Beim Lesen habe ich schmunzeln müssen: Es werden „nur“ Kontakt, Maschine Software, Massive, Monark, Prism und Reaktor unterstützt. Ich weiss, die Auswahl von PlugIns ist sehr subjektiv und individuell, aber für mich sind Kontakt und Reaktor die einzigen, die ich neben den integrierten von Live und Bitwig überhaupt nutze. Von daher ist die Maschine+ ein wahr gewordener Traum! NI lässt hier aber massiv Potenzial liegen, indem keine CV-Ausgänge angeboten werden. Mit einer class-complient CV-Erweiterung, gerne in Form eines Eurorack-Moduls, könnten sie sich eine Alleinstellung schaffen, die für die Konkurrenz nur schwer zu knacken sein dürfte. Mein Gott, ein stand-alone Reaktor Host!

    • Profilbild
      fmq75  

      Offiziell unterstütz werden Kontakt und Reaktor aber (noch?) nicht.Es gibt nur eine kleine Kontakt“Selection“ und ca.500 Sounds von 4 Reaktor Synths aus der R5 Library.Inoffiziell geht Reaktors (Blocks nicht),komplette Factory (R5)Library aber wohl schon relativ problemlos.Bei Kontakt schwieriger wg.Disc Streaming und der schieren Grösse mancher Instrumente.

      • Profilbild
        swellkoerper  AHU

        Die R5 Library hat mich damals unglaublich geflasht und irgendwelche Gelüste nach noch mehr Mainstream-VSTs ein für alle Mal beerdigt. Diese Instrumente waren der Zeit damals so was von voraus und haben m.M.n. auch heute noch ihre Daseinsberechtigung.

  16. Profilbild
    CKMUC  

    Schade, hier hätte ich mir einen deutlich umfangreicheren Test gewünscht.
    Falls man hier überhaupt von einem Test sprechen kann. Liest sich für mich wie ausgepackt, registriert, Expansions installiert und angespielt, Daten vom Datenblatt kopiert und mal auf die CPU-Anzeige geschaut.
    Was die CPU betrifft: Die befindet sich ungefähr auf dem Niveau der ARM-CPU in den MPCs. Abhängig vom Modell vielleicht etwas langsamer oder schneller. Der relevanteste Unterschied scheinen mir die 4GB RAM vs 2GB RAM zu sein.

    • Profilbild
      anttimaatteri  

      das ist auch das eigentlich limitierende der atom cpu im vergleich zum zb. celeron, sehr begrenzte nutzung von ram. das is halt echt ne ultralowcost cpu.

      den nutzern wirds wurst sein. ni user sind in etwa wie apple user ;D

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    swellkoerper  AHU

    „Atom“ ist übrigens ein Marketing-Begriff für Intels stromsparendste X86-Prozessorklasse und kein Hinweis auf eine irgendwie festgelegte Architektur. Genauso wie Celeron, Pentium oder Core. Wichtig ist allein die Generation, ein aktueller Atom hat gar nichts mit den Gurken zu tun, die damals die unseligen Netbooks (erinnert sich noch jemand an die?) „angetrieben“ haben. Die schnellsten Atom X7 der Apollo Lake Serie können es durchaus mit i3-Prozessoren aus dem gleichen Jahr aufnehmen.

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    Maxi  

    Too many ifs and whens, sagt man das so? „Mein Gefühl sagt mir“ dass das hier eher eine Investition von kurzfristigem Nutzen ist. DAW, Sounds & Plugins in den Rechner – und Musik-Hardware da, wo sie Sinn ergibt: Zeitlose Analog-Synths, hochwertige Controller usw. Für Anhänger der Philosophie „Kreativität durch Limits“ sind solche Produkte bestimmt richtig. Und am Ende hoffentlich keine Enttäuschung.

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    derbert1

    Also bei den MPCs und elektron OT habe ich bisher wenig Diskussionen über CPU mitbekommen, bei Maschine+ ist das plötzlich das Riesenthema. Machine+ ist meines Erachtens eine Mega Groovebox. Sogar die fettestte, die es derzeit gibt, was die Features angeht.

    Nein, die kann bzgl. CPU/RAM/SSD etc nicht mit einem PC/Mac mithalten, will aber auch keiner sein.
    Ich finde es müßig, darüber zu spekulieren, ob die „zukunftsfähig“ ist. Sie bietet JETZT ein Riesenpaket an Möglichkeiten und das ist doch morgens nicht anders.

    Sie kann auch nicht alles was eine MPC Live (kein Akku, CV outs, …) oder ein iPad oder ein Octatrack oder, oder, oder kann, aber das gilt eben auch umgekehrt.

    Ich brauche keine Maschine oder Maschine+, da ich Beats gerne mit meinem Digitakt baue und nicht gerne mit Softwaresynths arbeite, aber ich finde das Paket schon wirklich enorm, was NI da zusammen gebaut hat.

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      FLTRHND  

      Naja Maschine kommt vom PC und war/ist über Jahre eine PC/Mac Software. Natürlich kann man das vergleichen und vorallem kann man auch Überlegungen anstellen was diese CPU und RAM Beschränkung für PC und Mac User auf lange sicht bedeutet. NI hat die Konkurrenz mit der normalen Maschine MK3 nun einmal im eigenen Haus.

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        derbert1

        Natürlich kann man das vergleichen und man kann natürlich auch Überlegungen anstellen. Ich finde das einfach müßig, denn die Kombi Controller plus PC wird halt immer überlegen sein in Punkten wie CPU-POWER etc. Dann nimmt man halt die Maschine und kauft sich alle paar Jahre einen neuen Rechner/Laptop.
        Wenn man aber HEUTE ohne Rechner produzieren will, ist Maschine+ das dickste Paket am Groovebox-Markt. Damit meine ich nicht, dass es für jeden das beste ist. Für mich ist es ja auch nichts (hatte ca. 2 Jahre lang eine mk2).

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    Schuli

    Finde die Ungenügend Leser-Wertung sehr schwach, es haben doch zu 99 Prozent Leute bewertet, die das Gerät noch nicht einmal in der Hand hatten….

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