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Test: Audient EVO 16, USB 2.0 Audiointerface

Top Hardware - doch wie klingt es?

29. August 2022
audient evo 16 test

Audient EVO 16, USB 2.0 Audiointerface

Audient stellen mit dem EVO 16 ein 96 kHz USB 2.0 Audiointerface mit USB-C-Anschluss im 19 Zoll Rack-Format vor. Mit acht analogen Ein- und Ausgängen ist es auch ihr bisher größter AD/DA-Wandler mit integriertem Netzteil und ein paar sehr üppigen Features. Die kleineren Interfaces der EVO 4 /8- und der ID-MK II- Serie gehören zum absolut Besten ihrer Preisklasse und z. T. mit Recht sogar noch weit darüber hinaus. Da sind die Erwartungen an das EVO 16 natürlich schon sehr groß. Ob das Audient EVO 16 diesen Ansprüchen gerecht wird, wollen wir im Folgenden feststellen.

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Auspacken des EVO 16 Audiointerfaces

Das 35,5 x 25,5 x 5,3 cm große und 3 kg schwere Gerät kommt in einer Verpackung aus 100 % Karton, abgesehen von der wiederverwendbaren CPE-Schutzhülle. Als weitere Inhalte gibt es ein Kaltgerätekabel und ein 1,5 m langes USB-C-auf USB-A Kabel. Dazu noch ein Faltblatt mit der Beschreibung der Bedienelemente. Bei einem 19″-Rack-Modul mit 1 Höheneinheiten hätte ich noch ein paar Rack-Winkel erwartet. Diese können jedoch bei Bedarf nach Registrierung des Gerätes und Angabe der Geräte-PIN-Nummer (anscheinend kostenfrei) nachbestellt werden.

Die englischsprachige Bedienungsanleitung muss von der Website von Audient heruntergeladen werden.

Das Gehäuse ist aus dickem Stahlblech gefertigt und wirkt sehr robust. Die Qualität der Taster und der XLR- und Klinkenbuchsen kennt man schon von den Audient EVO 4/EVO 8 und geht in Ordnung. Die XLR-Anschlüsse auf der Rückseite sind sogar verschraubt.

Softwarepaket des Audient Interfaces

Audient Evo 16 ARC-Software

Als Software-Dreingabe gibt es derzeit:

  • Steinberg Cubase LE (Desktop) & Cubasis LE 2 (iOS),
  • Steinberg Retrologue 2
  • Waldorf Edition 2 LE
  • Loopcloud (2 GB Samples 100 Credits, 30 Tage kostenloses Testen)
  • Produce Like A Pro – 3 kostenlose Online-Kurse
  • Two Notes Engineering – Torpedo Wall Of Sound – Speaker / Amp / Miking-Simulation
  • Sonarworks SoundID Reference – 6 Monate kostenlos.

Die derzeitigen Angebots-Coupons müssen bis zum 1. Januar 2023 eingelöst werden.

Anschluss des EVO 16 Interface

Audient EVO 16

Zum Betreiben des Audient EVO 16 wird die EVO.app (Treiber) für MacOS oder Windows 10 ab 4.3.4 benötigt. Einige Funktionen können nur über die EVO Mixer-App erreicht werden, andere lassen sich am Gerät vornehmen und im Gegensatz zu EVO 4 und EVO 8 lässt sich hier zumindest eine Voreinstellung im Gerät abspeichern, die dann nach dem Einschalten automatisch geladen wird. Damit kann das EVO 16 auch als Standalone-Konverter benutzt werden.

Instrument-In Tastenfeld

Auf der Vorderseite befinden sich zwei XLR-Combo-Buchsen für Instrumente, Mikrofone und Line-Level-Pegel. Die verbleibenden sechs XLR-Combobuchsen auf der Rückseite sind nur für Mic- und un- bzw. symmetrische Line-Signle ausgelegt. Eine Arretierung für XLR-Stecker wäre noch schön gewesen, aber das Fehlen ist jetzt auch nicht so tragisch.

Bei den Eingängen ist der Gain-Betragswert der Vorverstärkung mit 58 dB praktikabel ausgelegt. Eigentlich sind es aber „nur“ 0 bis 50 dB Verstärkung und 0 bis -8 dB Signalabschwächung. Die Eingänge vertragen einen maximalen Pegel von +10 dBu (kalibriert auf 0 dBFS) und haben einen Dynamikumfang von ordentlichen 112,5 dB (A-Weighted) und einen Frequenzgang von 10 Hz bis 40 kHz. Wenn die Lautsprecher und Verstärker das mitmachen, ist das sehr vorteilhaft. Wenn nicht, könnte es zu Intermodulationsverzerrungen im analogen Ausgabeteil kommen. Denn viele Verstärker und aktive Boxen sind nur auf 20 Hz bis 22 kHz ausgelegt.

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Die Mikrofoneingänge (XLR) vertragen sogar +16 dBu am Eingang bei einem Signal-Rausch-Abstand von 100 dBu. Bei gleichem Rauschabstand dürfen es bei den Instrumenteneingängen aber wieder nur +10 dBu sein. Das sind alles aber recht ordentliche Werte.

vorne rechts

Der Clou bei den Eingängen ist, dass die die wichtigsten Einstellungen über die Bedienelemente auf der Vorderseite gemacht werden können. Dazu gibt es acht Taster für Eingangskanäle plus den Tastern Mute, 48 V Phantomspeisung, Instrumenten-Aktivierung (JFET-Schaltung) und Smart-Gain, die separat für jeden Kanal aktiviert werden können. Die Gain-Werte der Kanäle werden entsprechend einzeln mit dem gerasteten Encoder eingestellt. Die Kanaltaster zeigen auch eine Eingangsübersteuerung an, indem sie ihre Farbe von weiß nach rot wechseln.

Der gerastete Eingabe-Encoder des Audient EVO 16 deckt mehrere Wertebereich ab, wie z. B. 58 dB Gain oder 100 % Lautstärke. Real wirkt sich das so aus, dass durch die Werteaufteilung über den Reglerweg 1 Step am Encoder auch mal eine Werteänderungen von weniger als 1 bewirken kann und man weiter als einen Step drehen muss, um den nächsten Wert einzustellen. Dieses Phänomen war schon beim EVO 4 so und ist der Normalzustand. Darauf wollte ich nur hinweisen.

hinten rechts

Auf der Rückseite befinden sich dann noch die acht analogen Ausgänge im 6,3 mm Klinkenformat, ein BNC-Wordclock-Ausgang und je zwei ADAT-Ein und Ausgänge. Die ADAT-Ports sind S/MUX-fähig, können also bis 96 kHz Sampling-Frequenz bei Halbierung der Kanalanzahl betrieben werden. Alternativ können die optischen Ports auch einzeln in den S/PDIF-Modus geschaltet werden, womit dann pro Port ein Stereokanal zur Verfügung steht.

Rückseite rechts

Zuletzt gibt es noch den USB-C-Buchse (USB 2.0) und den Kaltgerätestromanschluss, der 90 bis 250 Volt bei 50 und 60 Hz verarbeitet.

Smart-Gain

Smar-Gain

Die Smart-Gain-Funktion ist durchaus ein Alleinstellungsmerkmal und sorgt automatisiert für einen optimalen Aufnahmepegel. Zuerst den Smart-Gain aktivieren, dann die Eingangskanäle auswählen, und einspielen und das Audient EVO 16 ermittelt selbständig nach einigen Sekunden den optimalen Gain-Wert für die Aufnahme. Das funktioniert in der Praxis sehr gut.

Aber Vorsicht, denn eine optimale Aufnahmelautstärke bedeutet keineswegs einen optimalen  Mix! Das Audient EVO 16 kann schließlich nicht wissen, wie laut die Stimme oder wie leise das Schlagzeug bei diesem Song sein soll. Es macht aber das Gain-Staging einfacher und sorgt nur dafür, dass alle Signale weder zu leise, noch übersteuert in der DAW ankommen. Wobei bei 24 Bit Aufnahmen 60 % Pegel ja generell ausreichend sind. D. h. man muss sich schon ein bisschen anstrengen, um eine 24 Bit Aufnahme lautstärkemäßig zu verhauen.

Der Smart-Gain ist ein sehr nützlicher Helfer, um schnell aufnahmefähig zu sein, umso mehr, als es auch anzeigt, wenn die Autoanpassung nicht funktioniert hat.

Audient EVO 16 Display Standalone

Audient EVO 16 Display test

Audient EVO 16 Display

Das OLED stellt die analogen wie auch digitalen Eingangspegel (kurzes Drücken des Encoders) und die Einstellungen für jeden Eingangskanal dar.

Durch langes Drücken des Encoders werden die Systemeinstellungen aufgerufen.

Hier kann das Audient EVO 16 ausgeschaltet, die Display-Helligkeit geändert, der Status des Interfaces angezeigt oder ein Werksreset ausgelöst werden.

Zusätzlich kann von hier aus dem Funktionstaster seine Funktion zugewiesen werden. Als Auswahl gibt es Monoschaltung, eine ALT-Speaker-Option, Talkback-Schaltung und eine DIM-Funktion.

Das Systemmenü dient nur zur Zuweisung des Funktionstasters. Die eigentlichen Voreinstellungen müssen in der EVO-App vorgenommen werden.

So z. B., ob für „Mono“ das Mittensignal oder der rechte oder linke Ausgangskanal benutzt werden soll, welche Ausgangskanäle für die alternativen Lautsprecher und welche für die Talkback-Funktion reserviert sind und um wieviel Dezibel die Ausgangslautstärke gedimmt werden soll.

Zuletzt gibt es die Taster für den Hauptausgangs und der zwei Kopfhörerausgänge, deren Ausgangslautstärken sich bei Anwahl unabhängig voneinander einstellen lassen.

Das ist alles sehr schön, aber ohne die Software bleiben die meisten Features des Audient EVO 16 doch unzugänglich.

Rückseite

Bedienung – EVO-App

Audient EVO 16 App Mixer Cue A

Die von der Audient-Website herunterzuladende Software benötigt mindestens Apple OS X 10.11.6 (El Capitan) oder Windows 10 (32 Bit). Das Interface ist zwar als USB-klassenkompatibles Interface auch mit iOS benutzbar, jedoch können hier keine weiterführenden Einstellungen vorgenommen werden, die über die Standalone-Einstellungen hinausgehen. Auch Audient rät von einer alleinigen Nutzung unter iOS ab.

Die Software besteht aus den Hauptbussen „Master“ und Cue-Mix „A“ bis „D“, die den physikalischen Ausgängen zugeordnet werden können. In jeden Bus können nun sämtliche Eingangskanäle, also acht analogen Eingänge, bis zu 16 ADAT-Eingänge und 10 vom Computer kommende DAW-Kanäle beliebig zugemischt werden. So lassen sich z. B. einzelne Submixe für die Kopfhörerausgänge erstellen.

In der Mixeransicht können auch für die einzelnen Kanäle diverse Optionen gewählt werden, wie Mono oder Stereoverbindung, Phasendrehung, Phantomspeisung, Instrumenten-Aktivierung, Panorama, Gain oder Solo & Stummschaltung. Leider ist weder bei den Panoramaangaben, noch Mix-In-Reglern der Busse eine numerische Angabe zu finden. Das Gain wird zumindest angezeigt, wenn der entsprechende Eingangskanal am Audient EVO 16 angewählt ist. Natürlich sollte man dem Gehör vertrauen, aber das hier ist recht viel Ratearbeit und fühlt sich mehr „lazy“, denn „minimalistisch“ an.

Audient EVO 16 Mixe Settings Matrix : Analog und Digital 1-8

Welchen physikalischen Ausgänge den Bussen zugeordnet sind, wird in den „Settings“ über eine leicht überschaubare Matrize festgelegt, die über die Karteireiter „Analog“ (1 bis 8 und zwei Kopfhörer), 2 x „Digital“ (insgesamt max 16 x ADAT) und Talkback unterteilt sind. Zusätzlich gibt es auch noch einen Bus für alternative Lautsprecherausgänge und einen zum Durchschleifen des Signals vom Computer (DAW-Thru).

Audient EVO 16 Mixe Settings Matrix : Digital 9-16 und Talkback

Die Matrizen in den verschiedenen Panelseiten arbeiten unabhängig von einander.

Alles ist prinzipiell sehr übersichtlich gelöst. Was es aber mal wieder zu bemängeln gibt, ist die kontrastarme Farbgebung der Bedienoberfläche und die winzige Beschriftung. Allmählich sollten Hersteller die Richtlinien für barrierefreie oder zumindest ergonomische Software kennen! Immerhin ist die Oberfläche frei skalierbar, was aber leider nicht die Beschriftungsgröße mit einschließt. Die bleibt winzig.

Standalone

Über die Software kann das Audient EVO 16 auch registriert und neue Firmware geladen werden.

Frequenzen und Latenzen

Alle Messung erfolgten im Loop.

Audient EVO 16 Frequenzantwort

Die Frequenzantwort verhält sich unauffällig bis auf den Nadelimpuls bei ca. 749 Hz.

 

Audient EVO 16 Phase A34 A 34

bei der Phasenlagen (Aus/ Eingange 3/4) sieht es jedoch mit der Drift der Kanäle ab 500 Hz jedoch nicht to toll aus.

Audient EVO 16 THD+N 0 dB

Mit den Werten für THD+N zeigt sich jedoch wieder im normalen Feld.

 

Audient EVO 16 THD plus N -12 dB

Die Verzerrungen nehmen bis -12 dB ab, was dann wohl die optimale Aufnahmelaustärke darstellt.

Audient EVO 16 Hammerstein

Auch die Hammerstein-Verzerrungen halten sich in Grenzen.

Wie wenig „Messungen“ mit dem „Klang“ zu tun haben, das werden wir gleich sehen.

(Ableton Live 11.1.6)

Latenzen

48 k, 64 Samples

  • Ein: 4,58 ms
  • Aus: 4,35 ms
  • Loop: 8,94

48 k, 256 Samples

  • Ein: 8,58 ms
  • Aus: 8,35 ms
  • Loop: 16,9 ms

96 k, 64 Samples

  • Ein: 3,92 ms
  • Aus: 3,68 ms
  • Loop: 7,59 ms

96 k, 256 Samples

  • Ein: 5,92 ms
  • Aus: 5,68 ms
  • Loop: 11,6 ms

Wie klingt das Audient EVO 16?

An Features habt Audient beim EVO 16 wahrlich nicht gespart und alles richtig gemacht, das ist offensichtlich. Leider ist das EVO aber schon beim ersten Hören genauso offensichtlich enttäuschend. Das EVO 16 ein klarer klanglicher Abstieg gegenüber dem Vorgänger Audient EVO 4 und auf das Gefälle zu den MK II-Version von Audient ID4 und ID14 will ich gar nicht erst eingehen.

Wo das EVO 4 an Spielfreude und Musikalität in den Hörsessions überzeugen konnte und die ID-Serie gar meinen Metric Halo 2882 3D gefährlich nahe kam, nahm das EVO 16 keinen der üblichen Anwesenden emotional auch nur ansatzweise mit und es wurde die kürzeste Hörsession, seit ich diese mit dem Mytek Brooklyn ins Leben gerufen habe. Sehen wir uns das aber dennoch etwas genauer an.

Lediglich in der Signalstabilät konnte das Audient EVO 16 gegenüber dem EVO 4 punkten. Die Dynamik des EVO 4 brach bei den üblichen Teststücken wie „Mutual Core“ von Björk und „We’re In This Together“ von Nine Inch Nails merklich ein. Ursachen können z. B. bei der (USB-) Stromversorgung oder dem Wandlerverhalten nahe der 0 dBFS Grenze liegen. Das Dynamikverhalten des EVO 16 blieb stabil.

Bei „Making Of Cyborg“ vom Ghost In The Shell Anime, brachten es die Introschellen auf knappe 4 Sekunden von 7. Der Rest der Rauschfahne wurde verschluckt, was aber auch bei teureren Interfaces zu finden ist. Der nächste Punkt waren die Taikos, die blass und mit schwächlichem Klangkörper und -raum daherkamen, das Bassfundament soweit vorhanden war schwammig und das Schwingen der Felle einfach nicht da.

audient evo 16 anschluesse test

Auch der R-Test (siehe Test Mytek Brooklyn) beim selben Track verlief gerade noch befriedigend. Bei „A ga maeba, teru tsuki toyomu nari“ (2. Lyrikzeile) wurde aus „teru tsuki“ sowas wie „teruki“. Gute Wandler schaffen es die „ts(u)k-Senke“ korrekt darzustellen, was ich immer als Faktor für das Transientenverhalten auslege. Wenn ein Wandler das korrekt schafft, spielt er erfahrungsgemäß auch sonst in der Regel zackig. In der letzten Zeit haben aber so viele Interfaces, auch in der preiswerten Klasse, diesen Test so gut absolviert, dass ich ihn schon als nutzlos angesehen habe. Das Audient EVO 16 hat mir aber wieder gezeigt, dass dem nicht so ist.

Mit der Tiefenstaffelung ist es ebenfalls nicht weit her. Sowohl z. B. die Wellenbewegung bei „Mutual Core“ als auch der Chor bei Alison Krauss „Down By The River To Pray“ (O Brother Where Are You OST) blieben 2D-Haft. Bei Krauss fiel das sogar besonders auf. Ihr Gesang ist sehr in den Vorgrund gedrückt und der Chor diffundiert diffus durch den Hintergrund.

Ich will jetzt nicht ein 500,- Euro Interface mit einem 3.000,- Euro Boliden vergleichen, aber das Antelope Amari hat diesen Raum schon fast für den Hörer ausmessbar dargestellt. Ich würde die 2D-Haftigkeit sogar noch unter dem Focusrite-Sound eines Claretts einordnen.

Und egal was auflegte wurde, das EVO 16 macht musikalisch einfach nur wenig Spaß, im Gegensatz zum EVO 4. Der einstimmige Konsens der Anwesenden: „gepresst“ – ohne dabei andere Vorzüge zu bieten. So wie z. B. damals etwa der SPL Director MK II, der zwar musikalisch eine Schlaftablette, dafür aber wenigstens hochanalytisch offenbarend ist. Auch verhält sich der Audient EVO 16 in seiner „Unmusikalität“ leider auch nicht vergleichbar zum Prism Sound-Sound, der so schonungslos offenbarend ist, dass er zum Musikkonsum kaum geeignet ist, es sei denn, man möchte hören, wie schlecht viele Konserven eigentlich klingen, zum Produzieren aber ein Traum ist, da der Prism-Sound hilft, die Fehler im Mix schnell zu erkennen.

audient evo 16 test

Da wir gerade vom Mixen reden, die bisherige Eindrücke setzen sich auch bei diversen ungemasterten aber fertigen Mix-Session fort, die ich noch auf dem Rechner hatte. Das EVO 4 war zwar sehr musikalisch, aber für anspruchsvollere Aufgaben wie Mastering wäre es nicht meine erste Wahl und das trifft umso mehr auf das Audient EVO 16 zu.

Im einem vergleichbaren Preisfeld kann mich ein selbst ein M-Audio Air mehr überzeugen, da es sehr gut klingt, auch wenn die Höhen spröde sind und solange man die Signalpegel rigoros in Schach hält. Auch ein Presonus Studio 68, das sogar die teureren Presonus Quantum stehen lässt und auch das Studio 1810, hinterließen einen deutlich besseren Eindruck.

Schließlich kam dann noch der Klangunterschied zwischen den optischen Eingängen und dem USB-Eingang zum Vorschein, wobei Letzterer geringfügig besser klingt.

Eingangsseitig analog sieht es etwas besser aus. In den Probeaufnahmen kamen aber dieselben Charakteristika wie bisher zum Vorschein.

Das beigefügten Beispiel stammt vom vollanalogen Dübreq Stylophone Gen R-8 Synthesizer. Wenn ich die Aufnahme vom Metric Halo 2882 3D damit vergleiche, dann fehlt es der Aufnahme vom Audient EVO 16 hörbar an Omph, Bassfundament und Körperlichkeit, weiß aber mehr zu gefallen, als die Digital-Analog-Ausgabe über das EVO 16. Mein Gen R-8 hört sich beim Direktanschluss an den Verstärker nicht so verhalten an, wie es das EVO 16 darstellt. Die Unterschiede in den Aufnahmen sollten auch über andere Interface hörbar sein.

Bei der Fragen nach der Fairness: Das 2882 ist zwar viermal teurer, dafür aber auch 20 Jahre älter als das EVO 16.

Beide Beispiele wurden auf ca. -14,6 LUFS manuell angepasst. MP3, 320 kbps, 48k.

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Fazit

Es tut einem das Herz weh, da Audient bisher hervorragend abgeschnitten hat. Auf der einen Seite stehen die sehr gute Verarbeitung, Bedienbarkeit und tolle Features, wie zwei getrennt regelbare Kopfhörerausgänge, zwei 2×2 ADAT, BNC-Clock Ausgang, separate Phantomspeisung für alle Eingänge sowie Standalone-Modus. Alles Eigenschaften die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt.

Auf der anderen Seite klingt das Audient EVO 16 einfach nicht richtig! In den Hörsession hat das Interface keinen der Anwesenden emotional irgendwie abgeholt. Ich würde vom Klang her das EVO 4 dem EVO 16 jederzeit und ohne Nachzudenken für jede Aufgabe vorziehen. Das ist einfach jammerschade. Aber wenn der Kern des Ganzen, das Musikmachen schon nicht begeistern kann, dann hilft der Rest auch nicht mehr viel. Aufgrund der Loopback-Funktion könnte das Audient EVO 16 aber für Podcaster und Streamer interessant sein.

Die Preisorientierung hat sich in diesem Fall leider nicht bezahlt gemacht. Die Qualität der Hardware rettet das Audient EVO 16 noch auf ein „Befriedigend“. Ich kann allen Interessenten nur raten, das Audient EVO 16 vor Kauf zu testen.

Plus

  • Verarbeitung
  • 2x Kopfhörer
  • Workclock-Ausgang
  • Smart-Gain
  • Standalone Modus
  • Loopback

Minus

  • Klang
  • Farbgebung der Mixer-Software

Preis

  • 459,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    thecrazyones

    Es ist echt schade, dass das EVO 16 so ein Reinfall zu sein scheint. Das Echo der internationelen Presse war sehr positiv, daher war ich sehr optimistisch. Ist es auszuschließen, dass es sich hierbei um ein Montagsgerät handelt?
    Ich bin mir durchaus bewusst, dass man viele Reviews der „Musikpresse“ mit gesundem Misstrauen bewerten sollte, da sich viele als Teil der Industrie sehen und es Abhängigkeiten gibt, aber dennoch bin ich verwundert.
    Aber Hut ab das ihr, wenn das Interface wirklich beschriebene Probleme hat, entgegen der internationalen Presse bereit seit, diese beim Namen zu nennen ich nenne euch immer gerne wenn es um vertrauenswürdige Reviews geht. :)
    LG an die Redaktion

    • Profilbild
      Markus Schroeder RED

      @thecrazyones Vielen Dank,
      wir geben stets unser Bestes!

      Vielleicht wäre mein Urteil milder ausgefallen wenn ich die anderen Interface von Audient nicht kennen würde, aber ich weiß was diese können und da „fällt“ das EVO 16 leider klanglich deutlich nach unten ab.

      Wenn jemand aber nur auf Features aus ist, kann das EVO 16 aber durchaus einen Blick wert sein.

      Für mich waren Feature aber schon immer zweitrangig, da stets gilt „Garbage In – Garbage Out“ – die allererste Regel beim Recording.
      Grüße,
      M :)

      • Profilbild
        thecrazyones

        @Markus Schroeder Vielleicht war ich auch genau deshalb so ungläubig, was das EVO 16 angeht. Audient war für mich immer der Beweis, dass auch hochqualitative Technik zu günstigen Preisen machbar ist, als Beispiel die ID Serie, Nero usw.

        Für mich ist der Sound auch immer das entscheidene Kriterium. Ich denke nicht dass man auf Grund von features, Soundqualität vernachlässigen sollte, zumal es ja auch wie gesagt andere Alternativen gibt wie das Presonus Interface.

        Feature creep(wenn die features eines Produktes immer weiter üblerladen werden) könnte hier für Audient vielleicht das Problem gewesen sein, um dieselbe Qualität beim angepeilten Preis zu halten.

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    „Ich würde die 2D-Haftigkeit sogar noch unter dem Focusrite-Sound eines Claretts einordnen.“ Ja ne, is klar! Und das Scarlett? Ist immerhin das erfolgreichste Interface am Markt.
    „Ich kann allen Interessenten nur raten, das Audient EVO 16 vor Kauf zu testen.“ Dem stimme ich voll zu!

  3. Profilbild
    digga2000

    Wow, wie erfrischend auch mal wieder ein Review zu lesen, in dem die Produkte nicht alle toll und was ganz besonderes sind.
    Um so mehr wundern einen, die „Profis“ die in der Presse und im Netz für das Teil geworben haben und es für gut besprechen.

    Ich wollte eigentlich mein von Anfang an mackiges ID14MKII gegen das Evo 16 tauschen, da das ID14 MKII bei mir sehr sehr häufig in voller Lautstärke startet und meinen Monitore und meine Ohren das bestimmt nicht auf Dauer gut finden. Aber wenn ich das hier lese fang ich langsam dran zu Zweifeln, ob Audient überhaupt noch für mich in Erwägung gezogen werden sollte.
    Mir scheint es gibt da eine Philosophie des Billig-Billig-China-Dingsdongs welche ich nun wirklich nicht mehr sehen kann!
    Schade Audient, aber es sieht so aus als würdet ihr auf meiner Schwarzen-Liste landen.
    Danke auf jeden Fall noch mal für dieses ehrliche Review! So muss Presse! alle drei Daumen hoch!!!

    • Profilbild
      zeitlos

      @digga2000 Mein audient EVO 4 startet leider auch immer mal wieder mit voller Lautstärke. : ((

      • Profilbild
        digga2000

        @zeitlos 😕 ja mist. Schade ist auch das Audient auf mehrfache Hinweise im Support Forum irgendwann nicht mehr weiter kommuniziert hat. Auch eine neue Support Anfrage wurde ignoriert.
        Ich hab auch manchmal ein starten mit so einer Art weißem Rauschen und das wird erst beendet, wenn der Mac einen Systemton abspielt. Unabhängig ob ich die Software vom ID14 schon laufen habe oder auch nicht. Mein Workaround für das Problem ist einfach beim Start IMMER die Lautstärke weiter runter zu drehen, bis alles läuft…sieht ein bisschen panisch aus, wie ich am endlosen Rad drehe…ist es aber auch, da ich jedes mal einen kleinen Herzinfarkt bekomme, wenn das ID14 mal wieder auf volle Pulle losfeuert. Da wird selbst eine ankommende Email zum Thrill!

        • Profilbild
          Lapin

          @digga2000 Hi
          Hab auch das id14mk2.
          Mein workaround ist, dass die Boxen an einem Stromadapter mit ein)aus Schalter hängen. Dh ich schalte erst PC/Interface an, Check die Lautstärke und schalte dann erst die Boxen ein.
          Nicht ganz ideal funktioniert aber zuverlässig

          • Profilbild
            digga2000

            @Lapin Interessant wie viele Leidensgenossen man findet. Audient hatte mir in der kurzes Zeit des Supports versichert, dass ich ein Einzelfall sei und sie gar nicht wissen woran es liegen könnte 🙄…scheint ja so nicht ganz zu stimmen 😕

  4. Profilbild
    Morphoder 1

    „Smart-Gain-Funktion ist durchaus ein Alleinstellungsmerkmal“…….Bei meinem Behringer Flow 8 gibt es EZ-Gain also definitiv kein Alleinstellungsmerkmal

  5. Profilbild
    Clueless

    „Die Preisorientierung hat sich in diesem Fall leider nicht bezahlt gemacht.“
    Man sollte das EVO 16 wohl eher mit Produkten derselben Preislage vergleichen.

    • Profilbild
      Markus Schroeder RED

      @Clueless Im Test sind Presonus 1810 / 68, M-.Audio Air (192|12/14) und die verbleibenden Audient Interface aufgeführt.

      Aber hier noch ein paar weitere Vergleiche (bis 550 Euro): das Antelope Zen Go Synergy Core (USB) – dem EVO 16 haushoch überlegen. Von MOTU Audio Express und Universal Audio Apollo Solo USB ganz zu schweigen.

      Der Vergleich mit High-End-Interfacen ist interessant, um festzustellen auf welchem Punkt der Gesamtskala man sich befindet und wenn Du meine Tests zum Audient ID 4 / ID14 MK II, EVO 4 oder dem Palmer PLI 04 USB liest, wirst Du feststellen, dass der Preis durchaus nicht der allein bestimmende Faktor ist.

      Grüße
      M. :)

  6. Profilbild
    Onkel Sigi RED

    Griass Di Markus,

    wenn ich die Audient-Seite richtig interpretiere, ist die EVO-Serie unterhalb der ID-Interfaces einzuordnen, was auch die Preise vermuten lassen. Sie sind halt ungemein schicke, wa? Erinnern mich ein wenig an die früheren Braun-Geräte oder auch an das Design von NAD.

    Ich hatte eine zeitlang einen Audient ASP 800 als zusätzlichen AD-Wandler, ein HAMMER-Sound. Und meine 4816-Konsole ist das beste, was ich je hatte. Aber es sieht so aus, als müsste man da bei der EVO-Serie wohl abspecken mit den Ansprüchen. Wobei es mich wundert, dass es beim EVO 4 einen Top-Sound gibt und das 16er so baden geht……

    Hast Du evtl eine Vorserie zum Test erhalten oder bereits ein käufliches Exemplar? Mich wundert das, Audient macht eigentlich einen solchen klanglichen Fauxpas nicht. Wäre übel, wenn die jetzt plötzlich am Sound sparen würden. So schnell kann man nicht schauen, wie der Ruf dahin ist.

    Musikalische Grüße

    Onkel Sigi

    • Profilbild
      Markus Schroeder RED

      @Onkel Sigi Hi Sigi,

      was wäre wenn …
      ich kann nur sagen, das Interface machte nicht den Eindruck einer Vorserie und von dem Ergebnis bin ich mindestens genauso überrascht wie Du – gerade angesichts der überdurchschnittlichen Leistung die Audient bisher abgeliefert haben.

      beste Grüße,
      Markus

  7. Profilbild
    Tai AHU

    Finde ich auch schade, da ich mit meinem EVO 4 sehr zufrieden bin und das EVO 16 das MOTU Traveller mk3 hätte ersetzen können. Ich habe noch ein Behringer 1820, das aber bleibt, für 200 € gibt es keine Alternative, es ist ClassCompliant und für Videotutorials am iOS Gerät gebucht.

    • Profilbild
      TobyB RED

      @Tai Hallo Gaffer :-) Ich würde dir als Ersatz eher das MOTU Ultralite MK5 empfehlen. Ich hatte das EVO16 als Early Bird gekauft und nach einem WE wieder aus dem Setup genommen. Ich hatte eigentlich vor damit die 2x MOTU 828 MK3 zu ersetzen, jetzt habe ich 3x 828 MK 3 und das Ultralite MK5. Ich kann Markus nur zustimmen, was sein Fazit und seine Eindrücke betrifft.

  8. Profilbild
    Bill Clark five

    Mh. Ich hab nen ASP800 im Studio und ein iD 22 Zuhause und bin mehr als zufrieden. Leisten seid Jahren zuverlässig ihren Dienst. Arbeite parallel mit RME und muss sagen das Sie sich von der Soundqualität nicht all zu groß unterscheiden ….
    Wer weiß, vielleicht musste der Auftragsfertiger aufgrund von Lieferschwierigkeiten auf Alternative Bauteile zurück greifen…..Aber bei der Kiste , mit der Ausstattung und zu dem Kurs,…wird selbst bei einer Fertigung in China es nicht leicht sein gegen die Konkurrenz zu bestehen . Oder sie haben einfach nen schlechten Tag gehabt.

  9. Profilbild
    Garfield Modular AHU 21

    Hallo Markus,

    Herzlichen Dank für dein ausführlichen und interessanten Artikel! Leider Schade dass das Audio-Ergebnis so enttäuschend war :-(

    Viele Grüße, Garfield.

  10. Profilbild
    smoo

    Danke für die klaren Worte Mich interessiert ein Vergleich zu RME sehr. Zur Zeit fahre ich im grossen Studio (dort wird vor allem gemixt mit dem Presonus Quantum 2626 (weil Thunderbolt) und im kleinen Studio (dort wird komponiert) mit der MPC X.. Ich habe nie herausgefunden warum ich klanglich mit dem Kleinen Studio zufriedener bin. Ich dachte es läge an den beiden Analogpulten (Gross: Allen Heath 24 GSR) Klein: Midas Venice 16R. Vielleicht liegts ja an den Wandlern. Das Audient wäre eine Alternative zum 2626 gewesen. Als nächstes wäre RME drangekommen… Gibt es einen Erfahrungswerte zu RME Wandlern, die hatte ich früher und war recht happy.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      @smoo Es sind ja nicht allein die „Wandler“. Das Gesamtpaket machts m.E. bei RME.

      Obwohl ich im „großen“ Studio 2 ULN8 werkeln habe von Metric Halo, haben wir im kleinen Studio gerade ein neues RME UFX C Mk2 am laufen. Da stimmt einfach so gut wie alles: Klangqualität (gut und neutral), Treiber (absolut stabil und mit sehr niedriger Latenz) sowie die zusätzliche Mixer (DSP) Software , die mitgeliefert wird, „Total Mix“.
      RME produziert auch keine Geräte für den Low End Consumer Bereich.

      Insofern lohnt es sich m.E. – wenn man eventuell gerade nicht so viel übrig hat- ein paar Monate lang etwas Geld zurückzulegen und dann auch gleich etwas vernünftiges zu kaufen. Denn gerade bei Audio Interfaces erscheint mir der Ärger und Frust ansonsten vorprgrammiert zu sein. Kompromisse kosten am Ende immer.

    • Profilbild
      Markus Schroeder RED

      @smoo Hallo Ulepa,

      mit RME kann man eigentlich nicts falsch machen. Langjähriger Support, massig Feature und sauber Klang. Für den einen oder anderen mag letzterer zu „neutral“ sein, z.B. im Vergleich zu Apogee oder UA, das ist dann Geschmackssache.
      Zum Glück lassen sich RME nicht auf Niedrigpreisexperimente ein.

      Grüße
      M :).

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      digital-synthologie AHU

      @smoo Hatte einige Zeit ein Venice F32. Die Wandler waren Ok, aber es geht besser. Inzwischen bin ich bei zwei Antelope Orion 32 Mk2 gelandet und hab die an einem RME MADI hängen, weil der Treiber von Antelope einfach Mist war.

      Inzwischen sind die Wandler keine Behinderung mehr, dh. ich fühle nicht mehr, dass irgendwas am Klang fehlt.
      Beim Venice hatte ich immer das Gefühl: Das muss noch besser gehen.

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        smoo

        @digital-synthologie Nein die Wandler vom Venice 16R verwende ich nicht. Ausserdem war da Firewire früher komplett instabil. Aber das Pult klingt gut.

        Ich verwende dort ausschliesslich die Inputs bzw Wandler von der MPC X (Dawless). Die sind direkt hinter den Subgruppen des Venice R16. Ich nehme damit Audiospuren auf. Und das klingt irgendwie besser als das Quantum 2626. Weniger fein auflösend aber musikalisch.

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    Michael Schill RED

    Das ist ja nun wirklich enttäuschend! Das evo16 war bei mir schon fest eingeplant, weil es zu einem mehr als fairen Preis genau die Features hat, die ich wollte: 8 analoge Eingänge, ADAT-Anbindung (sogar für 16 Kanäle!) und Standalone-Funktionalität. Wo kriege ich das sonst her?
    Mir war natürlich klar, dass die Wandler nicht ganz an mein Audient iD14 rankommen würden, aber nach diesem Test klingt das evo16 nach No-Go. Hast du mal mit Audient gesprochen, um sicherzustellen, dass du nicht versehentlich ein minderwertiges Exemplar zum Testen erhalten hast?

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      Markus Schroeder RED

      @Michael Schill Hallo Michael,

      Deswegen auch der letzte Satz meines Test: Vorher testen!

      Wenn Du mit dem Klang klarkommst, gut für Dich. Ich kam es nicht und Kollege Thorsten Bäumer schrieb mir er hat sich das EVO 16 sogar vorbestellt und bald nach Erhalt wieder zurückgeschickt. Der Klang sagte ihm „generell nicht zu“.

      Grüße,
      M.

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        TobyB RED

        @Markus Schroeder Hallo Markus das ist korrekt. Wie unten beschrieben, der Punkt mit den Phasenlage konnte ich nachvollziehen und hören. Ich hab da immer so meine Testsuite. Phasenlage, BARP2600 mit Federhall. Test zwei Pro Rev 2 16V, Patch F1 P1, Panorama Spread auf Rechtsanschlag. Note 1 Links Mitte, Note 2 Rechts Mitte. Im EVO16 wurde daraus etwas Links, bisschen Mitte, etwas Rechts, bisschen Mitte. Test drei, Triggered Panning Delay von der SPX das Delay wandert dann im Panorama von weit rechts, über die Mitte nach links. Letzter Test Chorus, hier Boss RCE-10 der macht schön breit. Fehlte im Ergebnis. Da war dann auch nichts mehr mit Psychoakustikboxen zu retten. Latenzen, okay, da ist MOTU für mich Benchmark. 64 Samples mit ca. 2,3ms Roundtrip in Fruity Loops/Logic(Ultra LiteMk5) sind ne Hausnummer. Da ich aber das EVO16 für Busse und Outboard im Mixingprozess nehmen wollte, ist das sekundär. Ende vom Lied noch ein Motu 828 mk3, nicht mehr ganz tauffrisch. Und klanglich etwas anders als ein MOTU M4. Ich empfinde den Klang des M4 „besser“. Zwischen Ultralite MK5 und M4 stelle ich klanglich keine Unterschiede fest.

  12. Profilbild
    beni

    Die Spezifikationswerte des Evo 4 und des 16 sind nahezu identisch an einigen Stellen sind die Werte beim Evo 16 besser und auf dem gleichen und zum Teil höheren Niveau, wie bei der Konkurrenz bei ähnlicher/m Ausstattung/Preis. Der einzige Minuspunkt bei diesem Test ist der „Klang“ und das ist in diesem Fall eine reine subjektive Beurteilung ohne technische Messungen (welche möglich wären). Daher sollte man das Gerät im Zweifel einfach mal selbst testen.

  13. Profilbild
    TobyB RED

    Hallo Gemeinde, ich kann Markus Eindruck und Fazit nur bestätigen. Die Messungen der Phasenlagen kann man hören und z.B. mit einem BARP2600 und dem Federhall nachvollziehen. Theoretisch ist der Stereo Federhall nicht Monokompatibel und sollte sich auslöschen, am Mixer passiert das auch schön. Nur beim EVO16 eben nicht. Generell was den Klang betrifft, ich erwarte zumindest eine saubere Wandlung des angebotenen Programms. Für mich klangen Test-Mixe mit dem EVO16 überspitzt formuliert eindimensional und gebügelt. Generell wäre es wünschenswert wenn das Ausrutscher wären, das EVO16 war und ist ein gutes Interface.

  14. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Das ist so seltsam, weit und breit finde ich im Netz keine andere negative Rezension dieses Interfaces. Alle anderen Autoren schwärmen vom guten Klang. Ist da vielleicht was schiefgegangen? Habt ihr nochmal nachgeforscht oder ein zweites Gerät getestet?

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      Dystopian Tofu

      Das ist ein guter Punkt! Das Evo 16 wurde mir bei Thomann empfohlen (natürlich sagt das noch nichts), weil ich ein Interface mit 8 Ein und Ausgängen brauche. Ich habe daraufhin möglichst viel über das Interface gelesen und ja… mehrfach habe ich gelesen, dass der Klang so gut sein soll! Der Test hier scheint sehr ehrlich zu sein und ich kann mir vorstellen, dass viele andere Testberichte eher versteckte Werbungen waren… aber meine Zweifel habe ich trotzdem. Ich werde das Evo 16 selber testen und mir versuchen ein unvoreingenommenes Urteil zu bilden.

  15. Profilbild
    fx_berg

    Ich kann von den evo interfaces bzw audient nur abraten. Ich hatte diese (grottige) evo 16 und die Software war leider megabuggy (bei einem flagship / brandneuen Produkt, für das soviel Werbung gemacht wird und obendrein von einem Hersteller, der nicht unbedingt boutique ist, sollte das nicht passieren). Adat ch 15 u 16 gingen nur als loopback (ein Ihnen bekannter bug, wurde aber nie öffentlich gemacht) und das autogain feature hat mir die preamps immer (!) auf minus 70 gestellt, nach einem Monat versuchen hab ichs aufgegeben, ich dachte regelmäßig meine Kabel haben was. Abgesehen davon hatte ich audient via support desk kontaktiert und nur anfangs (nach 2 Wochen warten) bekam ich eine spärliche Antwort. Danach auf weitere 3 emails meinerseits keine einzige Antwort, 3 (drei!) Monate lang, danach wurde mein topic als solved markiert. Auf Instagram 4 messages und keine Antwort in 4 Monaten. Das Musikhaus Korn war so kulant, den Artikel nach 3 Monaten zurückzunehmen, das ist professionell. Aber eigentlich sollten nicht sie die Unfähigkeit von audient ausbaden. Davor hatte ich übrigens die i44 getestet und 2 buggy bzw defekte Geräte hintereinander bekommen. Ich stell mir grad vor, wies mir gehen würde wenn ich da die etwas teureren Produkte gekauft hätte. Lange Rede kurzer Sinn – ein No Go für mich und hoffentlich hilfts dem einen oder anderen bei der Entscheidung.

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