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Test: Behringer 2500 Mix-Sequencer 1050 und Eurorack Clocked Sequential 1027

Sequencer im Doppelpack! Behringer ARP System komplett!

9. März 2022

Beide Module schön nebeneinander

Das Ziel, einen „vollständigen“ ARP 2500 Eurorack-Klon zu erschaffen, ist Behringer nun mit den beiden fehlenden und zuletzt veröffentlichten Eurorack-Modulen Behringer 1027 Clocked Sequential Control (klassischer CV-Sequencer) und dem 1050 Mix-Sequencer (Audio-Sequencer) gelungen. Alle geplanten Module sind nun erhältlich, wobei das 1050er etwas länger gedauert hat. Demzufolge handelt es sich hier um einen Doppeltest der beiden Module, um das ganze System nun komplett zu haben. Inwiefern weitere Module um die Series 2500 von Behringer ergänzt werden, steht noch in den Sternen und ist derzeit nicht bekannt. Auch wird es noch einen allumfassenden Testbericht des komplett zusammengestellten Behringer Series 2500 System geben. Doch gemach gemach, konzentrieren wir uns erst einmal auf das 1027 und das 1050 Modul. Die vorangegangenen Tests der einzelnen Module (alle selbst bezahlt) verlinke ich hier wie folgt:

Behringer bleibt sich bei der Verpackung treu! Jedes Modul bekommt auch seinen eigenen bedruckten Karton nebst Ribbon-Kabel, Schrauben und Anleitung. Besonderheit hier: Es liegt ein zusätzliches 12-poliges Kabel bei, um das 1050 mit dem 1027 über den rückseitigen Anschluss miteinander zu verbinden, quasi um die interne Clock weiterzugeben, ohne auf den Fronten Kabel stecken zu müssen. Warum jedem der beiden Module dieses Kabel beiliegt, ergibt irgendwie keinen rechten Sinn, eines hätte gereicht. Sozusagen ist das zweite komplett überflüssig (oder habe ich einen Denkfehler?).
Optisch stechen die beiden Sequencer-Module ordentlich hervor, denn immerhin sind es die Größten der Serie 2500. Das Behringer 1027 Clocked Sequential Control Modul ist 32 HP und das Behringer Mix-Sequencer Module 1050 ist 24 HP breit. Die Modultiefe misst 43 mm und der Stromverbrauch ist mit 70 mA oder 110 mA bei +12 V eher moderat.
Witzig ist, dass gerade bei der Anleitung zum 1050 ein ganz anderes Format gewählt wurde. Ein kleines Büchlein, das wenig übersichtlich ist und einen so kleinen Schriftsatz verwendet, dass so mancher eine Brille benötigt. Geschenkt, Behringer!

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Behringer Series 2500_manuals

Plötzlicher Formatwechsel beim 1050 Modul! What?

Noch ein auffrischender Hinweis, der alle Module dieser Serie betrifft: Alles ist analog und die Schaltpläne sind 1:1 vom Original übernommen und in das Eurorack-Format übertragen worden.

Behringer Arp-clone System Series2500_complete

Mission completed! Das System ist erstmal komplett. Sieht schon super aus.

Behringer 1027 Clocked Sequential Control

Hierbei handelt es sich um einen klassischen Sequencer, der GATE- und CV-Signale bereitstellt und an andere Klangerzeugungsmodule oder CV-verarbeitende Module ausgibt. Drei separate Kanäle mit jeweils 8 Schritte sind farblich voneinander getrennt (silberne, grüne und goldene Drehregler) und die CV-Werte werden an den Kanalausgängen A, B und C ausgegeben. Für jeden der 8 Schritte gibt es global einen GATE-Ausgang – ganz rechts am Modul. Da dieses Modul in den meisten Fällen innerhalb eines Behringer 2500 Systems als Masterclock fungiert, gibt es einen beleuchteten ON/OFF-Taster und das Tempo kann in LOW und HIGH geschaltet werden. Im LOW-Modus dauert der Schaltvorgang zum nächsten Schritt ca. 4 Sekunden, in Maximaleinstellung im HIGH-Modus leuchten im Prinzip alle 8 Schritte gleichzeitig, ist also extrem schnell! Die Geschwindigkeit kann außerdem mit dem RATE-Regler oben rechts gezielt eingestellt werden. Wer für bestimmte Anwendungen keine CLOCK benötigt, kann mit dem STEP-Taster manuell die Schritte weiterschalten. Auch ein RESET-Taster fehlt nicht, der den Sequencer auf Schritt 1 zurückspringen lässt. Für beide Taster gibt es auch jeweils Eingänge, um von anderen Modulen fernzusteuern. Hinter dem zweiten Regler mit Moog Style Kappe verbirgt sich die Funktion, um die Pulsbreite (PULSE WIDTH) des Rechtecksignals am CLOCK-Ausgang von 5 % – 95 % Auslastung zu variieren. Der CLK OUT kann somit als sehr nützliche Funktion verwendet werden, um andere Module anzusteuern. Auch die PULSE WIDTH Funktion hat einen eigenen CV-Eingang. Was fehlt noch? Ach ja, das Starten und Stoppen des Sequencers ist auch per Klinkeneingang möglich. Das klingt alles ziemlich komplett und praktikabel. Ist es auch. Immerhin ist dieses Konzept nun 50 Jahre alt!

Behringer 1027-Clocked Sequential Control_front

Hardware und Verarbeitung

Bei der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln. Die beiden Moog Style Regler sind super geschmeidig, die manuellen Taster haben einen guten Druckpunkt und die Schiebeschalter entsprechen dem Industriestandard. Ob die Bedruckung des ON/OFF-Tasters im Laufe der Zeit sich abreibt, steht in den Sternen, würde sich aber auch verschmerzen lassen. Die Drehregler der 3 Sequencer-Reihen sind zwar relativ eng beieinander, jedoch nicht so sehr wie bei den Envelope-Generatoren 1003 und 1033. Es lässt sich also zügig bedienen und feinjustieren, ohne versehentlich an einem anderen Poti etwas zu verstellen.
Was sich durch die gesamte Series 2500 zieht ist, dass weder die Klinkenanschlüsse noch irgendein Poti mit der Frontplatte verschraubt sind. Ob das im Laufe der Zeit tragisch ist? Ich weiß es nicht. Immerhin ist die Platine mit dem Frontpanel rückseitig 6-fach verschraubt. Und mal ganz ehrlich: Wenn in ein paar Jahren ein Poti wackelt oder eine Klinke nicht mehr seinen Dienst ordnungsgemäß versieht, dann baut man einfach das Modul aus, dreht es um und lötet die passenden Lötstellen kurz nach und alles sitzt wieder fest. (Vorlage für Diskussion in den Kommentaren!) Mit anderen Worten: Die Qualität ist durch die Bank über alle Module hinweg hochwertig und praxistauglich.

CLOCKED-SEQUENTIAL-CONTROL-MODULE-1027_P0E91_Top_XL

Überraschungen in der Nutzung?

What-you-see-is-what-you-get heißt die Devise beim Behringer 1027 Clocked Sequential Control Modul. Es gibt also keine Überraschungen, alles tut, was es soll! Schnell gewöhnt man sich an die Anordnung und die Funktionen und Sequenzen sind schnell erstellt. Jedoch eines muss man wissen! Das Modul gibt unquantisierte CV Signale aus. Um gleich tonale Melodien zu spielen, benötigt man entweder eine gute Portion Gehör oder eben ein externes Quantizer-Modul. Die Regler sind sehr feinfühlig in der Bedienung und es Bedarf einiges an Übung, saubere Melodien einzustellen. Aber so ist das bei jedem unquantisierten Sequencer im Modularbereich, daher ist das kein negativer Aspekt.

Fazit 1027

Endlich reiht sich das Behringer 1027 Clocked Sequential Control Modul ins Arp 2500 Clone System ein und lässt die anderen Module im Verbund erklingen. Das klassisches Konzept und die minimalistischen analogen Funktionen sind das Pendant zum Original. Etwas Negatives gibt es nicht zu berichten. Der Preis ist heiß und die Optik entzückend (Geschmacksache, ich weiß!). Noch besser arbeitet es im Verbund mit dem 1050 Mix-Sequencer, zu dem wir nun kommen.

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Behringer 1050 Mix-Sequencer Module

Dieses Modul ist etwas interessanter und weitaus vielschichtiger, als man vermutet. Für mich war es eine besondere neue Erfahrung. Zum einen ganz alleine mit x-beliebigen Eurorack-Modulen und zum anderen nur im Gesamtsystem der Behringer Serie 2500. Der Begriff „Mix-Sequencer“ legt nahe, dass es sich nur um eine reine Audio-Durchschalteinheit handelt. Das ist zwar primär richtig, aber auch nur die halbe Wahrheit in der Praxis. Da ich durchaus kein ARP 2500 System in meinem bescheidenen Heim habe und auch noch nie die Gelegenheit hatte, eines zu testen außer bei YouTube zu lauschen, müssen wir hier ganz neu an die Materie herantreten. Ich hoffe, dass mir nicht zu viele Steine vor die Füße fallen und die Community mir wohlgesonnen ist. Vielleicht ist es auch gar nicht so verkehrt, mich als „Newbee“ diesem Modul zu nähern und es zu bewerten. Na dann mal los!

Behringer 1050-mix-sequencer_front

Aufbau des Modules

Es gibt 8 Audioeingänge und zwei Ausgänge, die mit A und B unterschieden werden können. Beide Audioausgänge haben jeweils einen eigenen Volume-Regler in der entsprechenden Farbe. Die oberen 4 Kanäle (goldene Regler) können zu Ausgang A und die unteren 4 Kanäle (grüne Regler) können zu Ausgang B ausgegeben werden, allerdings nur unter bestimmten „Bedingungen“ und zwar wenn der Counter-Mixer Dreiwege-Schalter entsprechend geschaltet wurde. Den Auszug aus der Anleitung muss ich hier zitieren: „Dieser Dreiwege-Schalter bestimmt die Sequenz-Schaltlogik (COUNTER: zwei parallele Viererreihen gegenüber einer einzelnen Sequenzreihe mit acht Kanälen) und die Audio Routing-Logik (MIXER: zwei Gruppen und vier Kanälen, die auf separate Ausgänge OUT A und OUT B gemischt werden gegenüber einer einzelnen Gruppe von acht Kanälen, die auf beide Ausgänge geroutet werden). In der linken Position zählt der Sequencer durch die Kanäle in zwei parallelen Viererreihen, während der Mixer jede Viererreihe an separate Ausgänge ausgibt; in der Position ganz rechts zählt der Sequencer durch alle Kanäle in einer einzigen Sequenzreihe von acht, während der Mixer alle acht Kanäle als eine einzige Gruppe an beide Ausgänge leitet. Die mittlere Position ist eine gemischte Einstellung, bei der der Sequencer durch die Kanäle in zwei Vierergruppen läuft, aber alle acht Audiokanäle gemischt und als eine einzige Gruppe ausgegeben werden.“. Wer es nicht verstanden hat: Willkommen im Club! Immerhin klingt es interessant.
Die 8 roten Drücker sind SOLO-Schalter, also eine Vorhörfunktion. Das funktioniert allerdings nur, wenn der COUNTER-Drehschalter auf OFF steht. Es gibt also nur diese 8 Eingänge und diese beiden Ausgänge. Des Weiteren noch einen EXT ADV Eingang, der das Modul mit Gate oder einer externen Clock die Sequenz, sprich die einzelnen Kanäle, durchschalten kann. Der externe Eingang wird im Prinzip nur benötigt, wenn man das Modul nicht mit dem 1027 betreibt, denn wir erinnern uns: Auf der Rückseite sind die beiden Module miteinander verbunden und übertragen das intern.
Oben links bestimmt der Zweiwege-Schalter, ob der Sequencer auf externe Clock reagiert oder nicht. Für die Aktivierung der internen Schaltlogik (unabhängig von einer Clock) dient der PULSE GEN Schalter. Bei Aktivierung regelt das daneben liegende Poti PULSE RATE die Geschwindigkeit der Sequenz-Step-Weiterschaltungen. Wie das Ganze agiert, regelt dann der Counter-Mixer Dreiwege-Schalter. Der COUNTER-Wahlregler bestimmt, wie viele Steps durchgeschaltet werden. Acht sind die maximale Auswahl.

MIX-SEQUENCER-MODULE-1050_P0E95_Top_XL

Sequencer oder Mixer?

Laut Beschreibung ist das Modul nur für die Audiobearbeitung ausgelegt. Durch das Durchschalten von bis zu 8 Klangquellen erklingt jeder Kanal nur solange, bis zum nächsten Step geschaltet wird. Somit wird das Audiomaterial in einer festgelegten Rhythmik zusammengeheftet und dem Ursprungsklang entrissen. Dem 1050 Mix-Sequencer ist es dabei egal, um was es sich handelt, er ordnet sich der Clock sowieso unter. Der Kontext kann dabei auch rein Sample-basierter Natur sein, somit könnte man Beat-genaue Slices aus verschiedenen Quellen zusammenbauen, vorausgesetzt, das Tempo der Samples stimmt mit der Clock überein. Minimal betrachtet haben wir hier einen 8-Kanal-Mixer mit Volume-Regler, Mute- und Solo-Funktion. Auch wenn es zwei Audioausgänge gibt, so kann man diese nicht Stereo nutzen. Der zweite Ausgang ist allein bei laufenden Sequencer mit der linken Sequenz-Schaltlogik vorbehalten. Nach dem Hantieren mit einspeisenden VCOs, Noise-Quellen und diversen alternativen Filterausgängen, die eine komplexe Audio-Sequenz formen, kam mir die Idee, das 1050 Modul mit Pitch-CV zu speisen und in Verbindung mit dem 1027 drei verschiedene 8-Step-Sequenzen zu erstellen und diese nun in Form eines Sequential Switches durchzuschalten. Ha und das geht. Nicht nur dass man die Tonhöhe mit den Volume-Regler pro Kanal feinstimmen kann, nein, auch als Precision-Adder kann der 1050 dienlich sein, also CV-Spannung sauber zu addieren. Das funktioniert erstaunlich gut. Demzufolge kann man die 8 Mixerkanäle auch mit sonstigen CV-Spannungen versorgen und sich gegenseitig beeinflussen lassen. Hinzu kommt dann noch der interne Pulse-Generator, der nochmals auf die vorhandene Rhythmik einen eigenen Schaltrhythmus legt. Je nach Geschwindigkeit werden Sequenzen durcheinander gewürfelt oder so beschleunigt, dass sich etwas Neues daraus bildet.
Aufgefallen ist mir, dass beim Gebrauch von zugespielten Samples der Umschaltprozess zwischen den Kanälen ein hörbares Audioknacksen auslöst. Dies schreibe ich dem abrupten Wechsel der Schwinungsformen zu, die bei Samples ja nie übereinstimmen und dadurch das Knacken entsteht. Bei erzeugten Klängen ist dies nicht zu beobachten. Immerhin ein Zeichen, dass der Umschaltvorgang keineswegs träge, sondern richtig zackig ist. Der 1050 kann auch ohne weitere Module der Serie 2500 genutzt werden. Er fügt sich in jedem Rack wohl, denn er arbeitet im Prinzip autark.

Fazit Behringer 1050 Eurorack-Modul

Der Behringer 1050 Mix-Sequencer Modul für Audiosignale bietet ein sehr offenes Konzept, das von den Gedankengängen des Anwenders abhängig ist. Je länger man sich damit beschäftigt, umso mehr wird man Raum für neue Fütterungen und Verschaltungen entdecken. Es ist unfassbar, dass dieses Konzept, das zu Beginn der Synthesizer-Ära vor 50 Jahren schon entwickelt war (ich weiß es war schon eher!), jetzt immer noch aktuell ist. Das zeugt von Weitsicht! So simpel das Modul erscheint, umso komplexer wird es beim Benutzen, denn es gibt Möglichkeiten, die einem nicht sofort geläufig werden. Also, sollte man sich vorher gut informieren und gedanklich darauf vorbereiten. Der Nachbau ist konzepttechnisch gelungen, ob z. B. die Schaltgeschwindigkeiten in der Bandbreite dem Original entsprechen, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben.

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Fazit

Allen Unkenrufen zum Trotz, Behringer hat mit den letzten beiden Modulen das Projekt erfolgreich nachgebaut und vollendet. Die Versprechungen wurden eingehalten. Der Behringer 1050 Mix-Sequencer und das Behringer 1027 Clocked Sequential Control Modul komplettieren die Reihe und bestehen den Test mit Bravour. Auch diese beiden Module können unabhängig der Behringer Serie gezielt ins eigene Eurorack-Umfeld integriert werden und sind somit eine preisgünstige Bereicherung im Sequencer-Markt.

Plus

  • exakter Nachbau der Funktionalität der ARP 2500 Einheiten
  • auch einzeln mit anderen Eurorack-Modulen nutzbar
  • erfrischendes Konzept des 1050 Mix-Sequencers
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

Minus

  • Potis und Buchsen nicht mit dem Panel verschraubt
  • die Potiachsen sind diesmal aus Kunststoff

Preis

  • 129.- Euro Mix-Sequencer Module 1050
  • 129.- Euro Clocked Sequential Control Module 1027
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Forum
  1. Profilbild
    herw RED

    In deinem Rack-Foto ist in der oberen 1U-Reihe noch Platz für einen Quantizer z.B. von Mosaic.

  2. Profilbild
    Kazimoto AHU

    Ich kann diese Marketing-Meldungen nicht mehr sehen. „Behringer ARP System komplett!“. Eipotzdidotter, hört sich fast an wie Landgewinn im Krieg. Ich brauche definitv einen Behringer Filter.

  3. Profilbild
    Kazimoto AHU

    Wo ist eigentlich der Artikel vom neuen Apple Studio Minimac für 9200€? Gibts dafür nix vom Thomann?

    • Profilbild
      Daniel De Stijl

      dafür gibts ja gearnews. ausserdem gibt es dedizierte seiten, die sich nur um mac ankündigungen drehen. 9to5 undsoweiter…

    • Profilbild
      gaffer AHU

      Es gibt ihn auch für 2, 3€ weniger, nebenbei ein super Release. Aber was hat das mit dem Thema zu tun?

  4. Profilbild
    Ralph Schloter

    Wer diesen Testreport als Produktankündigung abtut, tut P-Head unrecht. Der ARP 2500 war/ist ein legendäres Instrument, die Electronic-Music-Komponistin Éliane Radigue z.B. hat ausschließlich damit gearbeitet. Ich würde hier eine Lanze für Uli Behringer und seine Leute brechen, der mit der Neuauflage des 2500 eine echte Bereicherung für’s Eurorack geschaffen hat.

    • Profilbild
      [P]-HEAD (S.Bernhardt) RED

      Eben, das ist ein Test. Da steckt viel Arbeit und Gehirn eines Musikschaffenden drin, nämlich meines. Und ich muss sagen, das es eine tatsächliche Bereichung im Bereich Synthesizer ist, das diese Neuauflage so gut über die Bühne ging. Ich mein, es war trotzdem ein Versuch von Behringer das zu wagen, und wie die Tests zeigen, ist das voll aufgegangen. Das gesamte System wird in Kürze auch nochmal einen Test hier bei Amazona erhalten. Diesmal nicht von mir, weil es zu subjektiv wäre.

      • Profilbild
        Kazimoto AHU

        Der Sound hat schonmal ein paar gute Vibes, wobei ich mich schon frage ob meine alte BassStation das nicht auch so hinbekommt. Die erstaunt mich immer aufs neue. ;)

      • Profilbild
        gaffer AHU

        Schliesse mich da gerne an. Die Serie (2500) ist eine Bereicherung, auch wenn mich das persönlich nicht weiter tangiert. Bestimmte Beiträge werden von meinem Auge einfach übersprungen, wenn die ersten drei Wörter bereits die Trigger enthalten.

      • Profilbild
        Cavestudioschweiz

        Vielen Dank für den Test und deine immer sehr aufschlussreichen und musikalischen Videos. Ich denke, ich werde mir den 1050 auch noch zulegen.

      • Profilbild
        Cläuschen

        Ich finde das Ding auch bereichernd. Ich hab’s über meinen BARP 2600 geschraubt, verkabelt und hatte eine halbe Stunde später eine DAF-Sequenz, die sogar meine Frau direkt als solche erkannt hat. Superintuitiv und haptisch super. Ich mag dieses Klassiker-Zeugs, das ist so back to the roots und nachvollziehbar. Für Modular-Einsteiger dürfte es doch kaum was besseres geben.

  5. Profilbild
    Marco Korda AHU 1

    Ich beteilige mich mal nicht an den Nebensächlichkeiten und blende den Hersteller mal aus. Ich finde, das sind zwei interessante Module, die dieses System sinnvoll ergänzen. Ob die beiden Module in einem bestehenden Eurorack noch sinnhaft sind, sei dahingestellt. Dort hat man u. U. verschiedene Sequenzer, die die beschriebenen Funktionen gleich gut oder besser herstellen.

    Nachteilig finde ich den Platzbedarf für beide Module zusammen. Hübsch anzusehen sind sie. Das Auge spielt bekanntlich mit. Günstig sind sie außerdem. Im Sammlerwahn befindliche Modularisti werden nicht drum herumkommen, ihr 2500-System zu vervollständigen. Mich drängt das ganze System jetzt nicht so ganz.

    Danke an Penishead für die Arbeit, uns das zu präsentieren. Die Videos haben bei mir unterschiedliches ausgelöst… :o)… In gewisser Weise fand ich sie aber hilfreich. Vielen Dank dafür.

  6. Profilbild
    Camel

    Vielen lieben Dank für den Test, dem Overview dieser beiden Module und den super Videos!!!
    Nee, genug der Modular-Modulen :-)
    Ich bleibe beim B-System 100. Genug ist genug :-)

  7. Profilbild
    hejasa AHU

    Ebenfalls danke für alle Informationen. Ich hatte tatsächlich die Anschaffung überlegt, aber allein die Breite der Module schreckt mich deswegen ab, weil ich dazu ein neues Rack kaufen müsste und gerade dabei bin, die bestehenden zu leeren, um Platz zu schaffen, um das, was noch in den Kartons liegt, endlich zu verbauen! So richtig überzeugen zum Kauf können mich die Module ebenfalls nicht.
    Deshalb finde ich solche Tests so wichtig!

    • Profilbild
      chardt

      Das ist die richtige Einstellung!
      Habe ich noch Platz im Rack?
      -> „Geiles Modul – haben wollen!“

      Habe ich keinen Platz mehr?
      -> „Och nöö, so wirklich brauchen tu ich das doch nich.“

      ;)

      • Profilbild
        Garfield Modular AHU

        Hmm… wie wäre es stattdessen mit…?

        Habe ich keinen Platz mehr?
        –> „Och Sch**ß, jetzt muss ich schon wieder ein Monsterrack kaufen“ ;-)

  8. Profilbild
    Garfield Modular AHU

    Hallo [P]-Head,

    Herzlichen Dank für das Artikel über die beiden 2500 Sequenzer als auch für die beiden Videos!

    Übrigens, dein Rack mit all die 2500 Modulen sieht einfach nur Cool aus! :-D

    Viel Spaß mit den 2500 Modulen und viele Grüße, Garfield.

  9. Profilbild
    c.hatvani RED

    So sehr ich die Behringer 2500er Module schätze (habe fast alle), habe ich eine kritische Anmerkung, die wohl kaum einer mitgekriegt hat: Anders als die bisherigen Behringer 2500er Module, besitzen diese zwei Module andere, billigere Potis. Die Achsen bestehen hier aus Kunststoff statt aus Metall wie früher – und haben KEIN GEWINDE mehr! Ich habe sämtliche Potis meiner bisherigen 2500er Module nachträglich beidseitig mit Muttern versehen – das ergibt eine ordentliche Haptik und Stabilität/Langlebigkeit. Bei diesen Modulen kann man das vergessen, außer man tauscht die Potis aus. Ich finde das enttäuschend, ich mag das schwabel-wabel-Gefühl bei einem Modularsystem überhaupt nicht… schade, schade

    • Profilbild
      [P]-HEAD (S.Bernhardt) RED

      Danke für den Hinweis. Tatsächlich, das ist so wie Du es beschreibst. Wer kommt schon auf die Idee die Kappen abzuziehen. Ist ja krass. Finde ich nicht gut! Das nehmen wir noch als negativen Punkt auf.

      • Profilbild
        c.hatvani RED

        Naja, ich habe die Kappen nur abgezogen, weil ich die Potis mit Muttern ausstatten wollte – wie bei meinen bisherigen 2500er Modulen. Ich weiß, man verliert dadurch die Gewährleistung, aber das war mir egal.
        Es könnte sein, daß aus Platzgründen die kleineren und billigeren Potis verwendet wurden, schließlich sind die Potis bei diesen Modulen besonders dicht beieinander… das sind halt Potis wie in Behringer System 100 Serie… ich persönlich finde das trotzdem ärgerlich. Naja, man kann nicht alles haben.

        • Profilbild
          S_Hennig

          Wenn Du die Muttern verbaust, weil sich die Bedienung damit für Dich besser anfühlt, dann ist das natürlich kein Problem. Aber bitte bedenke, dass Du mit einer Befestigung an der Frontplatte für bereits verbaute Potentiometer nichts für die Langlebigkeit oder Haltbarkeit tust. Eher im Gegenteil. Die modernen Bauformen werden in der Platine gehalten, indem Haltefedern verlötet sind. Wenn Du die Achsen auf der Frontplatte fixierst, erzeugst Du zusätzliche mechanische Spannungen, die auf lange Sicht das Risiko für Haarrisse auf der Platine oder in den Lötstellen erhöhen.
          Ein Mittel dagegen wäre, nach dem Festschrauben noch einmal jedes einzelne Potentiometer nachzulöten, damit sich wenigstens die Lötstellen mechanisch entspannen können.
          Das soll jetzt nicht heißen, dass Behringer nicht auch an manchen Stellen spart, das tun sie nämlich. Aber unverschraubte kurze Achsen sind bei ordentlichen Potis kein Problem für die Haltbarkeit.
          Wie gesagt, für die Haptik mag das alles ganz anders aussehen.

          • Profilbild
            c.hatvani RED

            Ich glaube nicht, daß Spannungen entstehen, wenn man es richtig macht und ein bißchen logisch denkt. Ich habe mir ja die Potis genau angeschaut. Die erste Mutter kommt unter der Frontplatte dran. Die wird ja nicht feste zugedreht, sondern gerade mal so, daß die Mutter stoppt. Die obere dagegen mit einem üblichen Drehmoment fester zugedreht, das hat auf die Lötstelle keine Auswirkung. Wenn da überhaupt Spannungen entstehen, dann sind sie so minimal, daß sie keine Rolle spielen. Aber so mancher Grobmotoriker könnte da was kaputtmachen, das ist klar. Ich jedenfalls bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden und bin sicher, daß das richtig war.

            • Profilbild
              Cläuschen

              Und wenn tatsächlich mal die Lötstellen den Geist aufgeben sollten, lötet man sie halt nach. Das ist ja das schöne an Through-Hole-Komponenten. Ich hab zwar auch schon hunderte SMDs verlötet, aber meine Augen werden nicht besser.

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