Test: Cordial Ceon – Audio Kabel

17. Mai 2018

Besserer Sound durch bessere Kabel?

Cordial Ceon DJ

Cordial Ceon – eine neue Serie von Kabeln speziell für den DJ. Kabel speziell für DJs? Ganz ehrlich, ich hab die meisten Versuche eher immer etwas belächelt. Nicht, dass Kabel wie zum Beispiel von Oyaide keine gute Qualität hätten, „analoge Kabel speziell zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Digital-DJs“, nicht missverstehen, aber irgendwie klingeln bei mir bei solchen Werbeversprechen die Alarmglocken.

Dabei ist die Idee von speziellen Kabeln für DJs nicht verkehrt, sicher aber auch muss man nicht dem Hi-Fi-Gott dabei huldigen und die Kupferreinheit im Kabel aufs Maximum treiben. Andere Qualifikationen mögen ebenfalls sehr wichtig sein und zählen, abgesehen von guter und sauberer Signalübertragung.

Es war im letzten Jahr, als aus dem Hause Cordial ein Anruf einging und man mich zu meiner Meinung nach DJ-Kabeln fragte, was mir wichtig wäre. Ich hatte tatsächlich einige Punkte, denn ich selbst habe immer einige Kabel für mein eigenes Setup dabei. Der Step-Sequencer SP-16 läuft auf zwei Spuren, also brauche ich zwei mal Klinke-Cinch, als Pärchen jeweils natürlich. Dazu kommt ein externes Effektgerät für den Send- und Return-Weg, macht zwei mal Klinke-Klinke, dual mono ebenfalls. Klar, dazu hat man natürlich selbst gern anständige Cinch-Kabel und ein Kabel für das Aufnahmegerät, also Cinch-Klinke.

Ansprüche an die Kabel hatte ich nun einige, vor allem auch deswegen, weil ich gelernt habe, dass selbst selbstgelötete 0,22 m² Mikrofonkabel eines namhaften Herstellers mit Neutrik Steckern trotz perfektem Aussehen nicht perfekt im Club sind. Warum? Die einen waren dunkelblau, die anderen dunkelgrün. Schon einmal versucht, die auseinander zu halten? Im Dunklen? Die Idee war gut, die Umsetzung nicht, zumindest nicht im Detail. Derweil gibt es ein eigen gelötetes 4-adriges Multicore mit unterschiedlicher Farbcodierung an den Enden. Klar, aber dass weder jeder sich ein solches Kabel selbst löten kann und möchte, auch wird nicht jeder die Lust habt, mit Kabeln zu experimentieren, immer mal Neue zu löten, bis man das Perfekte gefunden hat.

Für genau jene gibt es nun als Lösung die Cordial Ceon Serie. Cordial dürfte bekannt sein, ein deutscher Traditionshersteller von Kabeln für den Musikbereich, egal ob Musiker, Studio oder Veranstaltungsbereich, ob Studio oder Bühne.

Cordial Ceon

Ein kleiner Überblick über einige der neuen Kabel

Genau diese liefern nun mit der Ceon Serie die Antwort auf viele Fragen. Denkt der Hersteller zumindest. Die Preise reichen von 29,- bis 49,- Euro pro Kabel. Ein ziemlicher Satz, dafür müssen schon einiges leisten. „Cooles“ Aussehen und „genialer Sound“, das verspricht Cordial. Ich war gespannt, als mich das Paket mit den ersten Kabel erreichte.

Forum
  1. Profilbild
    mfk

    „sauerstoffreies Kuper für perfekte Klangübertragung“ ist Kompensations-Esoterik.
    Ein sehr langer Text für ein paar Kabel, sieht etwas nach Werbung aus.
    Der Preis ist natürlich viel zu hoch!
    Bedenken sollte man, dann das häufige Ein- und Ausstecken festsitzender und schwerer/wuchtiger Anschlüsse die Buchsen an den Geräten stärker belastet als leichte und etwas lockerer sitzende Kabel.
    Und wirklich hör- und messbar sind Unterschiede zu günstigeren Kabeln nicht.
    Davon abgesehen sind gute Kabel super. Insbesondere die Farbwahl

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      Bolle  RED

      Esoterik ist es sicherlich nicht, denn es ist nachweisbar so, dass ein reineres Kupfer besser leitet. Im Regelfall aber besitzt Industrie-Kupfer für derartige Verwendungen bereits einen Reinheitsgrad von, ich erinnere hoffentlich richtig, über 99 %. Man müsste also eher bewusst schlechtes Kupfer nutzen, also bewusst sehr gutes Kupfer :)

      Und ja..der Preis orientiert sich merklich an Qyaide und co…und ist in meinen Augen auch höher, als er sein müsste im Vergleich zu den Preisen, die Cordial ansonsten am Markt realisieren kann. Daher wird das auch als Kritikpunkt genannt.

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        AQ  AHU

        Aaaaaalso … ich brauche ja auch nur gute Kabel, denn mit billigem Mist gibt es halt immer wieder Probleme welche sich z.B. in Kontaktproblemen und Knistern äussern.
        Aber, wie ist das jetzt genau? Reisen die Atome im 99.9% reinen Kupfer schneller als im 98% Kupfer. Wie wirkt sich das aus? Wie soll das physikalisch den Klang beeinflussen? Vor allem wo sind denn die angesprochenen «Nachweise»? Ausser einigen subjektiven Hörtests habe ich noch keine gesehen.
        Die halbe Hi-Fi Industrie lebt davon, dass Menschen an die Sauerstoffrei-Geschichte glauben. Nur so lassen sich überteuerte Produkte verkaufen (z.B. drei Meter Lautsprecherkabel zum Schnäppchenpreis von EUR 1600.–).
        Ich kaufe aus tiefer Überzeugung weiterhin nicht die billigsten Produkte, aber Klangesoterik und überteuerte Preise sind eine Realität welche vor allem dem Handel etwas bringen. So lange es Kunden dafür gibt ist ja alles in Ordnung ;-)

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          Bolle  RED

          Naja ist ja ganz einfach: Nimm 50 % und Pack 50 % Mehl dazu, so wie beim Hack im Supermarkt. Bist du dir dann immer noch sicher, dass die Übertragung die selbe sein wird?
          Völlig überzogenes realitätsfremdes Beispiel, aber es sollte klar machen, dass man nach unten hin alles versauen kann. Klar hört man zwischen 98 % und 99 % Kupfer keinen Unterschied, also kein normaler Mensch hört das. Es mag Menschen geben die meinen sie würden den Unterschied hören, aber das ist dann Kopf, nicht Ohr.

          Natürlich aber auch wandert ein analoges Signal durch unterschiedliche Leiter auf unterschiedliche Weise. Ob nun hörbar oder nicht…naja. Wie ja schon erwähnt, man müsste das Kupfer eh eher bewusst verschlechtern, als verbessern..

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              TobyB  RED

              Hallo DS,

              Quarzsand wird auch gebacken und p oder n dotiert. Am Ende kommt ne Waffel raus. In sofern fällt Bolle unter blumige Metapher. Obwohl ich möchte nicht 50% Hack und 50 % Mehl essen müssen ;-)

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          BS Sam

          Atome reisen schonmal garnicht bei Leiterkabeln. Wenn dann sind es die Elektronen und ja desto mehr störstellen im Leitungsband (elektronsiches Leitungsband nicht Leiterbahn) desto schlechter die Übertragung. Ob 98% vs 99% einen (hörbaren) Unterschied macht? Ich bezweifel es.

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    network-909  

    Toller Artikel, bei der Sache mit dem Wellenwiderstand muss man aber aufpassen. Die 89.2Ohm bei AWG24 sind der ohmsche Widerstand pro km, die richtige Angabe wäre also 89.2Ohm/km. Das hat mit dem Wellenwiderstand nichts zu tun. Dieser wird erst bei bestimmten Leitungslängen in Relation zur benutzten Frequenz und somit Wellenlänge relevant. Das passiert bereits beim Stromnetz mit 50Hz bei ca. 1000km, dann kommt es zu Problemen aufgrund der Leitungseffekte (Lambda/4-Transformator). Ein anderes Phänomen sind Reflexionen. In etwa so, wenn man vor einer Scheibe steht und nach draussen schaut. Man kann durchschauen (Transmission) und sich teilweise selbst als Spiegelung (Reflexion) sehen. D.h. das Glas als Medium für die Übertragung von Licht zeigt einen bestimmten Reflexionsfaktor. Genau dasselbe passiert bei hohen Frequenzen auf Leitungen. Deswegen wird immer mit einer impedanzangepassten Leitung mit festem Wellenwiderstand gearbeitet (50Ohm bei HF-Technik, 75Ohm bei Haus-Antennentechnik), die mit dem Ausgangswiderstand der Quelle und Eingangswiderstand der Last übereinstimmt (Leistungsanpassung). Das alles hat für analoge Audiosignale keine Relevanz, weil kaum Kabel mit mehr als 10m verwendet werden. Die Klangverfälschung, die man wahrnimmt, basiert auf dem ohmschen Widerstand der Leitung und der Leitungskapazität und dem dadurch entstehenden RC-Tiefpass.

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    Franz Walsch  AHU

    Die käuflich erhältlichen Kabel haben mich dazu bewogen anfrertigen zu lassen oder selbst zu löten. Oft brauche ich sehr kurze Kabel (XLR,Cinch & Klinke), die fast nie (wenn überhaupt) zu einem bezahlbaren Preis erhältlich sind. Außerdem kann ich im Selbstbau Qualität der Kabel und Stecker selbst wählen. So fiel meine Wahl auf die kontaktsicheren »Neutrik NF2CB2« und die Sommer Cable »SC Albedo MK2« und »SC Onyx 2025«. An beiden Kabelenden habe ich beschriftete Leuchtfarbe-Labels via Schrumpfschlauch angebracht. Auch finden sich an allen Geräte I/Os entsprechende Labels. So sind die Kabel auch unmissverständlich beschriftet und mit Adresse gekenntzeichnet. Auch habe ich sehr gute Erfahrungen mit Sonderanfertigungen gemacht. Oft habe ich dabei weniger bezahlt, als beim Händler!

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      Bolle  RED

      Top! So hab ich das auch bisher immer gemacht. Also nicht genau so, aber ähnlich. Selbst gelötet auf meine Bedürfnisse. Beschriftet nicht, gebe ich zu.
      Aber was wir können, also Kabel selbst konfektionieren, kann natürlich nicht jeder…will auch nicht jeder. Verständlich..

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          Green Dino  

          Dual Mono Kabel unbrauchbar wenn man Stereo Sound will?
          Wie jetzt…?

          Die Dual Mono Kabel werden doch wo angeschlossen und das macht dann eventuell aus zwei Mono Signalen Stereo, also wenn man das möchte…

          Das Problem versteh ich nicht. Hmm… keine Ahnung, ist noch früh^^

          Schöner Artikel zum Kaffee jedenfalls!

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            Numitron  

            Ah, verstehe. Unter dem begriff dual mono dachte ich wird ein monosignal bezeichnet das bei 2 speakern rauskommt.

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              TobyB  RED

              Hallo Numitron,

              da hilft die SMS Eselsbrücke, Seite-Mitte-Seite. Am Ende kommt dann raus, Stereo, Mono oder Duophonic, höre dir mal die Originalfassung von Beatles Yellow Submarine an oder diverse Blue Note, Capitols Records aus der Zeit zwischen 1960 und 1970 an. Da werden die Unterschiede schnell hörbar. Oder falls du einen Lexicon MX 200 hast, einfach mal mit dem Signalweg spielen. Ping Pong Delay in Dual Mono vs. Stereo. Oder einen Vocal mit verschiedenen Delays in die Breite des Hörbilds ziehen. Mein Favorit hier ist Gerry and the Pacemakers „Ferry cross the Mercy“ und „You never walk alone“ oder in der Coverversion von Frankie goes to Hollywood hört man das SMS bei „Ferry cross…“ auch sehr gut, Trevor Horn hat hier noch zusätzliche Spielereien eingebaut, wie die Glocke der Liverpool Cathedral, deren Sample im Laufe des Titels sich in Position und Klang ãndert.

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              Green Dino  

              Ein Monosignal aus zwei Speakern ist dann einfach mono, da die Information ja gleich ist.

              „Dual Mono Kabel“ sind einfach zwei Monokabel – ob das einzelne Kabel oder gebündelte Kabel sind kommt letztendlich aufs gleiche raus.
              Man kann zwei Monosignale parallel führen.
              Gebündelte Kabel sind halt praktisch für Geräte, die ein Stereo Signal als zwei mal Mono L/R ausgeben.

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                TobyB  RED

                Hallo Dino,

                und wenn Links die Closed Hihat liegen, in der Mitte nichts und Rechts die Snare liegt? Ein Mono Signal kann, muss aber nicht aus beiden Boxen gleich sein. Für die Kabel ist das egal aber nicht fürs Hörbild.
                https://bit.ly/2rX4xHI
                Dual Mono verwirrt hier bei den Kabeln, weil das in der Tonmeisterschule und Nachrichtentechnik geschichtlich von der Duophonie kommt. Und später dann zu M/S Stereofonie wurde. Besser wäre hier Einfach zwei Monokabel als Synonym zu nehmen. Ob die als Steg, Schlauch, Einzelleitung oder als Multicore verwendet werden ist dann egal.

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                  Green Dino  

                  Ich hatte das jetzt so verstanden, dass er „dual mono“ als zwei mal das gleiche Monosignal aus zwei Speakern begriffen hatte.

                  Wie auch immer, der Begriff „Dual Mono“ ist hier allerdings etwas verwirrend.

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    digital-synthologie  AHU

    „Beschäftigt man sich ein wenig mit der Ausbreitung von Wellen im Kabel, auch hinsichtlich Amplituden und Frequenzen, wird man schnell merken, dass Leitermaterial wie auch Dicke und damit auch die Kapazität einen Einfluss auf den Klang hat. “
    .
    Da fehlt ein „k“, „einen Einfluss“ muss es heissen.
    Jeder kann sich ja gerne mal aus Ausgangswiderstand eines Gerätes, Kabelkapazität und -induktivität den Einfluss auf NF-Signale ausrechnen.
    .
    Das ein mechanisch stabiles Kabel mit einer funktionierenden Abschirmung sein Geld wert ist, bestreite ich gar nicht. Aber wenn es um Klang geht, ist die Sache klar. Selbst ein aufwendiger Blindtest mit mehreren Personen im Studio Magazin vor einigen Jahren schaffte es nicht, einen Kabelklang nachzuweisen.

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      Bolle  RED

      Klar, wenn du die Leiterdicke auf ein Minimum herunterziehst, hast du irgendwann einen Klangverlust. Also hat es einen Einfluss. Ob der nun hörbar ist bei Kabeln halbwegs anständiger Qualität zu hochwertigen, sehr teuren, Kabeln…nun, ehrlich, daran zweifel ich auch. Mein Verständnis für Audiophil hört vermutlich im Gegensatz zu vielen anderen (HiFi-Enthusiasten) sehr früh auf. Ich würde auch nicht sagen, dass man den Unterschied von diesen Kabeln zu einem 5 € Cinch Kabel vom No-Name-Hersteller hört..da gebe ich dir vermutlich Recht…höre ich nicht..

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      digital-synthologie  AHU

      Einzige Einschränkung: Wenn die Quelle hochohmig ist (passiver Gitarrenpickup), rückt das Frequenzverhalten des Kabels in den hörbaren Bereich. Bei aktiven Gitarren und Mikrofonen sieht es aber wieder entspannt aus.
      .
      Eine passiver Tonabnehmer ist der einzige Fall im Studio, wo das Kabel den Klang beeinflussen kann.

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    swellkoerper  AHU

    Alles eine Frage der Verhältnismässigkeit. Ich finde ein robustes, meinetwegen fluoreszierendes Kabel für 30€ mit dem letztendlich Gig für Gig Geld verdient wird, überhaupt nicht teuer, im Gegenteil. Aber da hat wohl jeder eine andere Schmerzgrenze. HiFi-Voodoo wird dann gern als Rechtfertigung dafür oder dagegen herangezogen. Es kommt auch drauf an, wo ein Kabel eingesetzt wird. Beim Modular finde ich ein 30cm Doepfer-Kabel für 2,50€ absolut passend, für das Summensignal vom Mixer zum Wandler sind es mir persönlich auch 80€ wert.
    Aber was sieht man nicht alles für audiophilen Esoterikmist. Bei den richtig teuren Kabeln ist der Reinheitsgrad Kindergeburtstag – da wird eine Laufrichtung für die Elektronen vorgegeben :-) Oder ein 20 Jahre gebrauchtes Lautsprecherkabel für 2000€ – gerade mal „eingespielt“.

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    TobyB  RED

    Hallo Bolle,

    den kapazitiven induktiven Widerstand des Audiokabels können wir von 0Hz – 20khz beinahe ausser acht lassen. Nicht aber den ohmschen Widerstand. Was für uns wichtig ist, sind die Kontakte, Kabel zu Stecker und die Lötstellen. Wer auch immer dir erzählt hat das Gummi vor magnetischen Einstreuungen schützt, glaubt auch an HiFi Öl für linksgedrallte OFC Kabel aus orignal schwedischer Vollmondproduktion. Der andere kauft sich einzelgeschirmte Oelbach Kabel. Die Umantelung schützt das Kabel. Und den Anwender vor dem Schlag.

    Zum Thema Kupfer als Leiter, haben Millionen von Elektrotechnikern Tränen geweint. Und Bibliotheken mit Wissen vollgestellt.

    https://bit.ly/2KxOBTS

    Hier hilft das Kupferinstitut weiter. Und erläutert, alles wissenswerte Rund ums Thema Kabel.

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      Bolle  RED

      Danke, klasse Link!

      P.s. Mantel und Mantel…der eine muss nicht immer das Gummi-Ding sein, der vor Einflüssen schützt. Also, nein nein…mir ist bewusst, dass es nicht der Gummimantel ist, der vor Einstrahlungen schützt.

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    antiandi  

    Danke für diesen Artikel. Ich finde es super, zu 80% über die praktischen Probleme zu Lesen. Weil nur ein guter Leiter ist noch lange nix, siehe Esoterik.

    1. Wünschte mir von allen Herstellern passende Schrumpfschlauchsets, weil Ja, der Profi überlässt nichts dem Zufall. Das Preisniveau, den Eigenbau mit seinem Zeitaufwand bleiben zu lassen um gute Erkennbarkeit und dauerhafte Funktion sicherzustellen, empfinde ich als angemessen. Besonders die Verbindungen innerhalb der Stecker sind wichtig. Ich mag aber als Schweizer eine höhere Kaufkraft geniessen..

    2. If it sounds better, it is better. Ich bin als Mathematiker weit entfernt von Glauben. Seit ich aber Gitarre spiele, von Tag 1 durch ein Vovox Kabel (DAS ist ein Preisniveau…), habe ich viele andere Instrumentenkabel eingestöpselt. Und ich recorde das, der Unterschied kann drastisch sein. Hängt mal zwei PreAmps in Serie, gerne was esoterisches wie ChaseTone Secret Preamps… Je länger die Soundchain und je näher an ihrem Anfang das audiophile Kabel auftritt, umso deutlicher. Die Interaktionen der Phasenverschiebungen lassen sich schon aus dem Busch klopfen.

    Die Kabel hier wollen gar nicht nur audiophil sein. Aber da gibts schon ein Spektrum.. Ich bin also ein gebranntes Kind, das nun sogar bei gewissen Patchkabeln Vovox braucht. Nix reut mich mehr als Kabel doppelt zu haben weil Besseres nötig wird im Gebrauch. So bin ich mit einer Mischung von 10% Vovox und 90% guten Cordial ganz zufrieden.

    Sorry, swellkoerper und digital-synthologie sagen das einfacher.

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      TobyB  RED

      Hallo antiandi,

      Zu Punkt 2, du baust dir dann da Schwingkreise, LC, RC oder was auch immer, das hat immer Auswirkungen auf den Klang. Manchmal gut manchmal schlecht. Das Kabel, egal ob als Spule gewickelt oder ausgerollt wirkt in dieser Kette nahezu ohmsch. Ausser du baust dir unwissentlich mit zu langem Kabel wie von Kollege Digital Synthologie beschrieben ein LR Glied, hier vermutlich Tiefpass. Ansonsten wenn eine Phasenverschiebung aus dem Kabel kommt, würde ich es austauschen. Deine Phasenverschiebung entsteht durch unterschiedliches Laufzeitverhalten von Schaltungen. Siehe Elektroniktutor, https://bit.ly/2wRXPIs

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        antiandi  

        Hey Toby, NOCH ein cooler Link, Danke!

        Ich lerne gerne dazu. Hier jetzt 1. das Ding mit der hochohmigen Quelle, ich vergesse oft, dass mein 6-Oszillator Synth ja paraphon durch das Pickup läuft. Wer weiss was da schon läuft ;)

        2. dein super Input, harhar, zu Schwingkreisen. Weil ja, manchmal hör ich trotzdem nix am selben Setup. Ahaaaa und mehr Lesen geh.. Theorie verstanden ist noch lange nicht Be-Griffen…

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    swissdoc  RED

    In der Sound & Recording 04/2018 wird 15 Jahre Vovox gefeiert und man hat Vovox-Gründer Jürg Vogt besucht und befragt. Unterhaltsame Lektüre und die Redakteure haben sich offenbar einlullen lassen. Dort wird bei manchen Kabeln auch eine Laufrichtung angegeben. Gut, dass die nicht am CERN forschen, im Grand Sasso Neutrinos jagen oder Gravitationswellen messen…

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      antiandi  

      Wie mir der Gitarrenbauer erklärte, hat die Laufrichtung mit dem Innenleben der Stecker zu tun. Vielleicht eine ungeprüfte Aussage.. Vovox nutze ich aber auch, weil ich das ganze Kabel gut konstruiert finde und mir die resultierende Steifigkeit entgegenkommt beim Handling. Manchmal.

      Lustigerweise sind die Esoteriker jeweils so baff, wenn sie s sehen, dass sie mich nicht weiter bekehren wollen… Wär mir das von Dir erwähnte Interview bekannt gewesen, hätte ich das hier vielleicht gar nicht angesprochen ;)

      Wollte jetzt auf keinen Fall die Kerbe Eso breiter schlagen, insbesondere da meine Anwandlungen hier so elegant und ausführlich beantwortet werden. Danke auch Dir.

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        TobyB  RED

        Moin antiandi,

        irgendwoher muss der gute Mann seine Argumente haben. Ich kenne hier in Frankfurt am Main einen Hifi Profi der vertickt sein High End nur an Wissende. Ich hab mich mal anheischig gemacht bei ihm ein Rotel System erwerben zu wollen. Bei der Eignungsfestellung mit meinem Fisher System und Braun Atelier war ich dann raus. Mir brachen meine passiven JBL Control 1G und Mordaunt Short Boxen das Genick. Ich hab dann beschlossen, gibt es wieder neues Hifi, wenn etwas nicht mehr zu reparieren ist.

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      antiandi  

      Das Video läuft nicht eine Minute, da sagt er folgendes:
      “Ich habe Musik gespielt, also Bass…” PAUSE Aha, ich bin auch Bassist. Da hören wir wohl dasselbe. Nun, ich finde diese Diskussion hier in Summe doch sehr Myth Busting. Die Praxis wird deswegen nicht weniger spannend, weil eben die Ohren. Das zwischen den Ohren ist sicher die Fehlerquelle für die Konstruktion von Zusammenhängen, die eine Begegnung mit Okhams Rasiermesser nicht überleben.
      Ich hab jetzt nur mehr Parameter gefunden, das “richtige” Kabel situativ zu bewerten, meinen Umgang mit Metall zu Hinterfragen. Danke für die Anregungen allerseits! Vielleicht hat gutes Kupfer ja trittschalldämpfende Eigenschaften ;)

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      TobyB  RED

      Guten Morgen Doc,

      ob Schrödingers Katze die Linke und Rechte Hand Regel kann? Wir werden es nie erfahren. ;)

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    L. Lammfromm  

    Sobald ein Hersteller von „besonders sauerstoffarmen Kupfer“ faselt, bekomme ich augenblicklich gewisse Reflexe, i.d.R. Reflux. So, der Hersteller verwendet also Kupfer in normaler Industriequalität. Hört, hört!
    .
    Ach, wie aufregend. Den transportierten Elektronen dürfte es einstweilen völlig egal sein, ob nun sauerstoff-frei oder nicht. Es ist natürlich auch denkbar, der Hersteller verwendet absolut sauerstoffreies Kupfer in minderer Qualität, welches einen relative hohen Überschuss an Phosphor enthält. Zum Beispiel Werkstoffnummer 2.0076 oder Werkstoffnummer 2.0080 bzw. CU-DHP. Das reduziert tatsächlich die elektrische Leitfähigkeit, während die beauftragten Marketing-Gockel den Kunden ungehemmt mit „sauerstoff-freien Kupfer“ die Ohren verkleben.
    .
    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass niemand dieser Hersteller dieses Billigst-Kupfer verwendet. Aber, in Zeiten betriebswirtschaftlicher Maximaleffizienzen ist grundsätzlich alles denkbar, inkl. der Verstoß gegen grundsätzliche Normen.
    .
    Der Non-plus-Ultra-Tipp ist jedoch nicht der Sauerstoffgehalt des verwendeten Kupfers, sondern das Sauberhalten der Kontakte. Das ist generell keine ganz so schlechte Idee, und hier benötigt man auch keine Fledermausohren, um eventuelle Unterschiede hören zu können.

  10. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Ich habe gelernt, dass ein aufwändiger gestaltetes Kabel trotz seines höheren Preises längerfristig günstiger kommt als eine Billig-Strippe, die alle 2 – 3 Jahre ersetzt werden muss. Daher gebe ich auch mal 10,-€ für ein Vermona Patch-Cord für’s Eurorack aus…

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