Test: Erica Synths Pico Eurorack Synthesizer

16. Mai 2018

Erica Pico ganz groß

Erica Synths Pico

Erica Synths Pico

Manchmal erinnert mich der modulare Hype an meine frühere Leidenschaft für Modelleisenbahnen, die es in verschiedenen Größen (“Spurweiten”) gibt. Lieber mehr Geld und vor allem auch Platz investieren für die großen Modelle oder sich daran erfreuen, dass bei kleiner Spurweite alles ein bisschen günstiger zu haben ist und man zudem viel größere Landschaften ins Wohnzimmer stellen kann? Bei Modularsynthesizern verhält es sich ähnlich, denn am Anfang steht die Entscheidung für ein System: Moog-typische 5 HE mit den griffigen Potis und großen Klinkenkabeln, die satt in der Buchse sitzen? Oder lieber ein Eurorack mit platzsparenden 3 HE, Miniklinken und allgemein etwas engeren Potiabständen? Dieter Doepfer hat diesbezüglich Pionierarbeit geleistet. Die Leute von Erica Synths treiben das Miniaturisierungs-Spielchen fröhlich weiter und bieten Eurorack Module auf der geringst möglichen Breite an: 3 TE sollen ausreichen für komplette Module wie Oszillatoren, Filter und Hüllkurven. Ein ernst zu nehmendes Instrument oder doch eher ein Modularsystem für die Puppenstube mit beschränktem musikalischem Wert?

Auspacken und einschalten

Oh, ist der süß!!! Ich gebe es gerne zu: Der Anblick des kleinen Erica Synths Pico Systems weckt väterliche Gefühle in mir. Ein derart kleines Modularsystem ist mir bis dato nicht begegnet. Auch die Verpackung ist erstaunlich klein und leicht. Doch lassen wir die Äußerlichkeiten und widmen uns den inneren Werten. Vor mir steht ein System mit folgenden 14 Modulen:

– SEQ (digitaler Sequencer)
– 2 VCOs (digitale Oszillatoren, umschaltbar zu LFOs)
– VCF (analoges Filter mit Tiefpass- oder Bandpasscharakteristik)
– TRIGG (Trigger-Modul für Drummodule)
– 2 DRUMS (digitale Drummodule)
– MULTI (1-3 und 1-2 Multiple)
– RND (kombiniertes Modul für LFO, Zufallsspannung und Rauschen)
– EG (Hüllkurve mit Attack und Release)
– VCA (zwei analoge VCAs)
– A MIX (3-1 Mischer)
– DSP (digitale Effekteinheit mit Stereoausgang)
– OUTPUT (Ausgangsmodul mit Kopfhörerverstärker)

Maße: 240 x 140 x 80 mm
Gewicht: 1,9 kg, inklusive Netzteil und Patchkabel
Stromversorgung: 500 mA, 9 Volt, mitgeliefertes Universal Netzteil für 110 bis 240 Volt

Dabei misst das Erica Synths Pico System gerade mal 24 cm in der Breite. Ein Modularsystem für die Handtasche. Schauen wir uns die Module im Einzelnen an.

Erica Synths Pico

 

Oszillatoren

Die beiden digitalen Oszillatoren des Erica Synths Pico bieten zahlreiche Schwingungsformen, die in zwei Bänken organisiert sind und mit eigenem Poti angewählt werden. Für eine Beschriftung der Schwingungsformen reicht der Platz natürlich nicht aus, womit man auf das eigene Gehör angewiesen ist. In den zwei Bänken à 16 Schwingungsformen finden sich die üblichen Klassiker wie Dreieck, Sägezahn und Rechteck, jedoch auch spezielle Obertonspektren, die praktisch nur digital erzeugt werden können. Zusätzlich finden sich Schwingungsformen mit eigenem Suboszillator. Der Sound ist (im positiven Sinne) digital, klar und präzise. Man könnte also von einem sehr gelungenen Modul sprechen, wenn da nicht das Tune-Poti wäre … So sehr ich die Vorteile der Miniaturisierung schätze und bei allem Respekt für die Ingenieursleistung der Erica-Leute, kann ich mich mit den VCO-Modulen nicht anfreunden. Vielleicht sollte man sich als Designer der Module auch überlegen, was mit simplen Potiachsen alles möglich ist und was eben nicht. Die genaue Justierung von Frequenzen gehört definitiv nicht dazu. Zumal die Tune-Potis einen Umfang von etwa 8 Oktaven abdecken. Für Fine-Tune-Potis fehlt der Platz. Anders ausgedrückt: Es ist praktisch unmöglich, die Oszillatoren unisono oder zu externem Equipment zu stimmen. Das hätte man viel eleganter und praxisgerechter lösen können, beispielsweise durch Oktavschalter und einem Fine-Tune-Poti mit beschränktem Umfang von maximal einer Quinte in beide Richtungen. Das Tracking des VCO-Moduls ist übrigens auch nicht das Beste, wie folgendes Klangbeispiel zeigt:

 

Filter

Wie bei Erica Synths nicht anders zu erwarten, orientiert sich das Filter-Modul an russischen Vorbildern, namentlich am Polivoks. Die Ausstattung beschränkt sich auf das Wesentliche: Potis für Cutoff und Resonanz, Schalter für Tiefpass oder Bandpass, CV-Eingang für die Cutoff sowie Audioein- und Ausgang. Klanglich haben wir es mit einer rauen Variante zu tun, das Polivoks Filter bringt eine gute Portion Dreck mit sich, was gerade im Zusammenspiel mit den sauberen Digital-Oszillatoren spannend ist.

Klangbeispiel: Filter Sweeps bei Resonanz 0, 3, 5, 7, 10

VCA

Dieses Modul vereint zwei baugleiche VCAs mit einigen Besonderheiten. Zum einen kann er auch dazu verwendet werden, ein Audiosignal zu splitten, solange Eingang Nummer 2 unbelegt ist. Weitaus interessanter ist aber der Stereo-Modus, bei dem beide VCAs über dieselbe Spannung gesteuert werden. Ein wunderbarer VCA, der in jedem Eurorack System eine gute Figur macht.

 

Sequencer

Wie lässt sich ein komplettes Sequencer-Modul auf zwei Teileinheiten schrumpfen? Besser als man denkt. Und ich bin geneigt zu schreiben, dass ich dies für eines der gelungensten Pico-Module halte. Die Bedienung erfolgt über zwei gerasterte Drehreglerachsen, die auch als Druckknöpfe dienen und über farbige LEDs unterschiedliche Betriebsarten anzeigen. Der Rest verläuft ziemlich intuitiv: Oben wählt man den zu editierenden Step, unten stellt man die Tonhöhe ein, die in der Old-School-7-Segment-Anzeige dargestellt wird. Der Sequencer arbeitet digital und bietet einen non-volatilen Speicher für 16 Sequenzen. Interessant ist auch die Zufallsfunktion, die immer wieder für interessante Sequenzen gut ist.

Trigger-Sequencer

Zur Steuerung der Drum-Module findet sich ein eigener Trigger-Sequencer, der etwas anders funktioniert als der eigentliche Sequencer. Zur Programmierung verbindet man ihn über Miniklinke mit einem Rechner, Tablet oder Smartphone und öffnet den übersichtlichen Editor im Browser. Der Upload läuft als codiertes Audiosignal und dauert etwa eine halbe Sekunde. Simpel und praktisch.
Das Trigger-Modul kann bis zu 8 Sequenzen dauerhaft speichern und bietet vier Trigger-Ausgänge sowie einen Clock-Ein- und Ausgang.

Erica Synths Pico

 

Drum-Module

Die beiden Drums Module des Erica Synths Pico arbeiten digital mit 12 Bit und 44 kHz Abtastrate und bieten ein breites Spektrum Schlagzeug Sounds und abstrakten Geräuschen. Jedes Modul kann jeweils zwei Sounds gleichzeitig spielen, die über eigene Eingänge getriggert werden. Doch damit nicht genug: Über eine eigene Software und USB-Verbindung können auch eigene Samples geladen werden. Hierzu ist ein Adapter notwendig, der Pico Drum Programmer zu 20 Euro.
Die Drum-Module überzeugen mit einem satten und durchsetzungsstarken Sound, der über Steuerspannung moduliert werden kann.

Drum-Modul mit „Drum Programmer“ (oben links)

EG

Die Hüllkurve ist zwischen linearer oder logarithmischer Kennlinie umschaltbar und arbeitet wahlweise als Attack-Release oder Attack-Sustain-Release. Eine Decay-Zeit findet sich nicht.

RND

Das Random-Modul ist eigentlich ein digitaler LFO mit Rechteck, Sinus und Zufallsform, der praktischerweise über eine externe Clock synchronisiert werden kann. Außerdem findet sich ein Ausgang mit weißem Rauschen.

Hilfsmodule

Ohne Multiples und Mischer kommt man in der Modularwelt nicht weit. Schön, dass dies beim Pico schon integriert ist. Das Multiple bietet zwei Eingänge und fünf Ausgänge und kann entweder als 1—> 5 oder 1—> 3 und 1—> 2 konfiguriert werden.
Der Mischer bietet drei regelbare Eingänge und einen Ausgang.

DSP (Effekte)

Eine Besonderheit des Erica Synths Pico Systems ist die eingebaute Effekteinheit mit 8 Algorithmen: Mono-Delay, Stereo-Delay, Pitchshift-Delay und Granular-Delay mit Freeze-Funktion; zwei Reverbs (normal und “saturated”), eine Leslie-Simulation und ein Overdrive/Bitcrusher. Die Auswahl der Effekte erfolgt über einen kleinen (und ja, er ist wirklich sehr klein) Druckknopf, worauf eine LED eine von acht Farben anzeigt. Pro Effekt können jeweils zwei Parameter editiert werden, davon einer auch über Steuerspannungen. Gewiss wünschte man sich mehr Eingriffsmöglichkeiten, die Parameter sind jedoch gut gewählt und praxisgerecht skaliert. Und übrigens ist der Ausgang des DSP-Moduls in Stereo.

Die 8 Effektalgorithmen des DSP-Moduls und ihre Parameter

Output-Modul

Trotz seiner geringen Ausmaße verfügt der Erica Synths Pico auch über ein Ausgangsmodul. Hier können zwei Audioeingänge auf zwei Stereo-Miniklinkenausgänge geroutet werden, einer davon für Kopfhörer samt eigenem Lautstärkeregler. Ein sehr praxisgerechtes Modul, das man schon nach kurzer Zeit nicht mehr missen möchte.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    fkdiy  

    Super Test, vielen Dank! Ich bin gerade dabei den kompletten DIY Polyvoks von Erica zusammenzubasteln, und den werde ich anschließend sicher noch mit ein paar Pico-Modulen erweitern.

    Eine sehr sympathische Firma mit prima Support, guten Preisen, und die Kits sind ebenfalls sehr gut durchdacht.

    Wenn jemand vor hat etwas Geld zu investieren, egal für das Pico-System oder etwas anderes: Die Letten haben es redlich verdient!

  2. Profilbild
    herw  

    Vielen, vielen Dank für diesen wundervollen Test! Mit viel Freude habe ich gelesen und gleichzeitig die sehr intensiven Klangbeispiele gehört. Sie wurden mit sehr viel Liebe zur Musik und Klangerzeugung gespielt und sind geprägt von Ausführlichkeit und der Inspiration der zugrunde liegenden Verschaltung.
    Die sehr sachliche Kritik (positiv wie negativ) war umfassend und schafft einen Überblick, den ich selten in einem Test gelesen habe – großes Lob an den Autor.
    Das kleine Modularsystem bringt erstaunliche Klangvielfalt. Die Kritik an den VCOs würde mich aber davor zurückschrecken, ein Komplettsystem zu kaufen.

    • Profilbild
      Martin Andersson  RED

      Vielen Dank, das liest man natürlich gerne.
      Die Stimmung der Oszillatoren ist allerdings die Achillesferse des Pico Systems und verdirbt einem schnell die eigene. So lange man mit nur einem Oszillator arbeitet und auf die gängige 440 Hz Stimmung pfeift, ist es auch kein Problem. Ob man sich daran stört oder nicht, kommt auf die eigene Arbeitsweise an, doch sollte man sich bewusst sein, dass ein sauberes Tuning kaum möglich ist.

      Andere Module des Pico Systems sind hingegen gut gelungen (DSP, VCA, RND etc.) und sind konzeptuell interessante und platsparende Alternativen im Eurorack Dschungel.

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        wadj

        wie wäre es mit dem endorphine.se autopilot, mit dem modul kann man alles tunen … natürlich ist es dann extern und nicht in der pico kiste, aber ich glaub es kann dar problem aufheben

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          Martin Andersson  RED

          Not macht erfinderisch, und jedes Problem hat eine Lösung. Was Du beschreibst, wäre technisch bestimmt möglich. Dennoch ist es etwas paradox, wenn zur sauberen Stimmung eines Musikinstrumentes die eigenen Ohren nicht ausreichen, sondern zusätzliches Equipment notwendig ist, zumal es beim Pico System auch darum geht, Platz zu sparen.

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            wadj

            haha Martin , nicht alle sind fähig mit den Ohren zu stimmen, ich verstehe , aber ich finde das Autopilot ein super einfaches modul, VCO bleiben gestimmt und noch kann man ziwschn 440 und 432 wechseln, was an sich eine super Sache ist

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              Martin Andersson  RED

              Das Endorphin.es Autopilot sieht sehr spannend aus. Bestimmt ein sehr nützliches Tool. Dennoch würde es einem beim Pico nur bedingt weiterhelfen, denn manchmal möchte man einen Oszillator ein kleines Bisschen verstimmen, sagen wir ‚mal um 5 Cent gegenüber dem anderen VCO. Das kriegt man beim Pico mit dem besten Willen nicht hin, weil man dazu das Poti um einen Bruchteil eines Millimeters drehen müsste. Ist vielleicht etwas für Feinmechaniker und Uhrenmacher, die meisten Musiker werden damit nichts anfangen können. Ich frage mich einfach, was sich die Erica Leute dabei gedacht haben, einem Miniatur Poti einen Reglerbereich von 8 Oktaven zuzuweisen.

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    gaffer  AHU

    Ich finde Modularsysteme ziemlich spannend, aber im Gegensatz zu vielen finde ich Strippen die wild über Potis laufen überhaupt nicht sexy, sondern einfach nur nervend. Kreuzschiene wäre mein Favorit, geht das nicht, ist die Lösung wie bei Erica die beste: Potis ÜBER den Buchsen. Hilft zwar nicht viel, wenn das nächste Modul drunter ist, aber da könnte man sich mit arrangieren

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      sibbhold  

      Ich hab gerade gedacht, warum bloß sind die Potis alle oben? Für ein Desktopsystem wäre für mich viel praktischer, da ich sonst immer über die Kabel greifen muss. Naja, wie mans macht… :)

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          Green Dino  

          Weil sonst die Kabel über den Potis hängen wohl. Gut, man könnte eventuell die Kabel auch über die Kante oben legen, aber das kommt dann immer drauf an wo das Teil steht.
          Patchbuchsen unten ist eigentlich praktisch.

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            Son of MooG  AHU

            Bei meinem MFB Microzwerg MK ll sind die Patch-Buchsen über den Potis angeordnet, was okay ist, solange er vor meinem Eurorack liegt. Den Dark Energy dagegen kann ich oben draufstellen; dessen Buchsen sitzen unter dem Bedienpanel. Bei Modulen in einem mehrstöckigen System spielt das eigentlich kaum noch eine Rolle; hier bevorzuge ich es, wenn die Buchsen bei ihren zugehörigen Reglern sind. Oft sind diese auch in einer vertikalen Linie angeordnet, was bei einem durchschnittlichen Modul bis 12HP Breite auch sinnvoll ist.

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    digital-synthologie  AHU

    Nur zwei Punkte wegen des Oszillatortunings find ich schon etwas wenig. 2,5 hätten es schon sein können. :-)
    Aber davon ab: Bei der Größe muß man eben mit Einschränkungen leben. Dafür schleppt man nicht so schwer.

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      herw  

      apropos Bewertung: wie ist die Wertung gemeint?
      Es werden 1-5 Punkte angeboten im Sinne von Schulnoten, also 1 ist das Beste oder andersherum 5 Punkte für vollste Zufriedenheit?

  5. Profilbild
    joachim@pearldiver-records.com  

    Ich möchte das etwas kritischer betrachten, ich finde das dieses Gerät sehr teuer ist. Die Sounds sind jetzt nicht wo ich sagen wooow, super abgefahren und ultrafett. Es klingt weder neu noch orginell. Dann diese Minipotis, tut mir leid dafür gebe ich keine 1300 Euros aus. In der Preisklasse wünsche ich mir eine adäquate Bedienung. Dann lieber weniger Funktionen und haptisch ein würdiges arbeiten, wie soll man denn da vernünftig regeln. Geht das nur mir so, oder ist dieser verrückte Trend alles zu minimalisieren schick. Ich brauch doch kein Modularsynth für die Westentasche. 500 Euro wäre mir persönlich sowas wert und dann ist schluss. Alles andere ist für mich leider Spinnerei. Modularsynths, sind meiner Meinung nach eh total überteuert….So, das wollte ich immer schon mal loswerden. Vor allem wenn ich Netz diese ganzen Frickler Kackophonien an 5-10000 Euro Wänden höre, frage ich mich was das soll. Das mal am Rande.

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    dr w  

    hab jetzt mehrere liveacts mit dem picosystem bei uns im club gehoert und jedesmal waren alle (inklusive mir) baff was aus dem kleinen kasterl kommt.

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    swellkoerper  AHU

    Ich würde mich neben anderen vor allem an zwei Dingen stören: Erstens das fast völlige Fehlen von Steuerspannungseingängen. Das Potenzial der Kiste erschöpft sich so auf eine relativ teure und unflexible Groovebox mit Subtraktivsynth und ein paar Drumstimmen. Das kann man mit einem Monophonen und nem Volca auch wesentlich billiger haben. Zweitens finde ich „Menüs“ oder Statusanzeigen über wechselfarbige LEDs höchst fragwürdig. Bei einem Modul mag das noch intuitiv sein, bei zwei oder mehr muss dann schon das Manual immer in Reichweite sein. (Es sei denn man nutzt das Teil täglich exklusiv, dann mag das gehen.) Mein Fazit: die Pico-Module sind super in kleinen oder grösseren Systemen, um ein Loch mit einem Utility-Modul zu stopfen, als Standalone-System aber ungeeignet.

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    Son of MooG  AHU

    Ich sehe die Pico-Module als platzsparende Ergänzungen für bestehende Systeme, so habe ich mir gestern auch den Sequencer bestellt. Der kann sich nun im Zusammenspiel mit meinen anderen Sequencern schön entfalten und da auch mal für Spezial-Anwendungen herhalten. Ein reines Pico-System wäre mir auch zu eingeschränkt.

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        Hectorpascal  

        Kann man so sehen. Allerdings sind die Module nicht nur klein sondern auch extrem flexibel.
        Der Pico Mod z.B. ist EG, VCA und quasi LFO in einem. Die Klangqualität von VCO (ist auch ein LFO) und VCF3 ist fantastisch clean. Der VCO läßt sich zwar nicht leicht (ver-)stimmen, hat aber seiner digitalen Natur wegen bei linksanschlag immer eine top genaue Stimmung, was bei vielen anderen VCO’s schon mal nerven kann. Ich kann da fast kein Haar in der Suppe finden, jedenfalls nicht für Preis, Größe, Funktionalität und Klang. Lediglich die Bautiefe einiger Module sollten einige Flat-Case/Skiff-Jünger abchecken.

  9. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Nach einigen Tagen Spielerei mit Pico Seq und Pico Drums kann ich bestätigen, dass diese Module so ziemlich das Maximum an Funktionalität bieten, das die 3HP-Breite zulässt. Dabei ist die Bedienung immer noch erstaunlich einfach; nach einigen Stunden hatte ich auch die Farben für die Funktionen drauf. Ich werde mir sicher auch noch das Pico MScale für meine Mother-32 zulegen (wenn es dann mal erhältlich ist) und vielleicht noch das Pico Random oder Pico Mod…

  10. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Jetzt habe ich auch noch den Pico Random und Pico MScale, wobei letzterer ja etwas aus der Reihe fällt, weil er lediglich die -5/+5V des Mother-32 in Eurorack-übliche 0-10V wandelt und umgekehrt. Eigentlich sollte Moog selbst ein solches Modul anbieten; umso erfreulicher, dass es nun Erica Synths zu einem moderaten Preis tut. Pico Random erweist sich u.a. als perfekter Partner für Mutable Instruments Clouds, dessen Soundscapes stark von Zufalls-Modulationen profitieren. Pico Random ist ebenso randvoll mit Features gespickt wie meine anderen Picos, ohne an der Bedienung zu sparen.

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