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Test: IK Multimedia Syntronik, iOS, VST, AU

17. Januar 2018

Einmal Vintage mit allem und scharf

IK Multimedia Syntronik

Einmal Vintage mit allem und scharf

Wenn man denkt, die Messlatte für Vintage Emulationen und Sample Librarys läge hoch genug für den Wettbewerb, dann kommt meist ein Außenseiter und legt die Latte noch etwas höher.

Hier das noch recht junge Unternehmen namens IK Multimedia mit dem Produkt IK Multimedia Syntronik.

Syntronik ist eine „Library“ und spiegelt den Sound von 37 klassischen und einem Neoklassiker wider. Diese sind auf 17 Instrumente innerhalb der als Standalone, AUv3, VST, iOS Anwendung verteilt. Syntronik spannt eine Brücke zwischen den drei großen Betriebssystemplattformen.

Dieser Test konzentriert sich auf die AU-Version. Unterschiede zu der Windows-Version sind im Abschnitt „Installation“ notiert. Für iOS-Nutzer finden sich im entsprechenden Abschnitt Einspieler mit einem kurzen Überblick über IK Multimedia Syntronik als App und „Plug-in“ unter iOS.

17 Vintage Synthesizer, die schon zu Zeiten ihres Produktionszyklus kurz vor dem Legendenstatus waren, unter einem Dach, kann das gut gehen. Wäre es nicht schön, alle möglichen Sounds unter einer Haube zu vereinen? Ohne allzu große Einschränkungen beim Klang?

Der Appetit nach dem Sound klassischer Synthesizer ist nach wie vor ungebrochen, so viele Firmen emulieren entweder in Hard- oder Software, kümmern sich um die Althardware. Und werden durch aktuelle Trends in der Musik, Stranger Things, 80s Soundtrack auch noch befeuert. Was liegt also näher, als hier vom Trend zu partizipieren.

Auf der anderen Seite ist es sinnvoll, jeden Synthesizer in Software einen Kultstatus zu verpassen? Und ihn in Bits und Bytes weiterleben zu lassen? Ja und nein.

IK Multimedia legt auch intern die Messlatte für gestandene Produkte wie Sample Tank höher. Wer Sample Tank kennt, hat jetzt ungefähr eine Erwartung, worüber gleich zu berichten sein wird.

IK Multimedia Syntronik ist ganz klar eine auf Samples basierende Library, aber eine der dritten Art. Wir finden hier die üblichen Verdächtigen, die Junos, Oberheims, Moogs. Aber eben auch einen Alesis Andromeda und eine PPG Wave. Diese können je einzeln oder als Komplettpaket erworben werden.

Und hier kommt auch der einzige und wirklich einzige Kritikpunkt. Der Download von 17 Librarys verteilt auf ca. 25 Dateien und ist für MacOS und Windows 60 bis 70 GB groß. Und der Download bei IK Multimedia ist alles andere als komfortabel. Selbst mit VDSL 100 müssen ca. 6 bis 8 Stunden Download mit einplant werden. Und der Anwender muss den Überblick behalten, was er nun als Content heruntergeladen hat oder nicht. Das geht wesentlich komfortabler. Okay, dieses Problem ist vornehmlich ein Luxusproblem und ganz klar ein Erste-Welt-Problem. Zumal der Apple Logic Loop und Sample Instrumenten Content lässig die 250 GB Marke reißt. Zum Vergleich 2 Mainstage / Logic Pianos, belegen gerne mal 50 GB, wenn man die WAV-Samples den AIFF/CAF vorzieht. Demzufolge ist das wirklich nur ein Problem(chen). Und keine Sorge, die Librarys können auf externe Platten ausgelagert werden. Einzige Vorgabe für Sampletank-Nutzer: Syntronik und Sampletank Content müssen innerhalb derselben Ordnerstruktur gespeichert werden, da Syntronik auch auf die Datenbank von Sampletank 3 zugreift.

IK Multimedia Syntronik ist erst einmal ein sperriger Name und will nicht so recht in den Kopf, also holen wir mal tief Luft und sagen „Syn – Tron – IK“ und werfen einen Blick unter die Haube.

IK Multimedia Syntronik

Die 17 Instrumente des Syntronik

  • OXa (basierend auf dem Oberheim OB-X und OB-Xa)
  • J-8 (Roland Jupiter-8, Jupiter-6, und Jupiter-4)
  • Pro-V (Sequential Circuits Prophet-5 und Prophet-10)
  • V-80 (Yamaha CS-80, GX-1 und CS-01II)
  • Minimod (Modular Moog, Minimoog Model D und Moog Voyager)
  • Harpy 260 (basierend auf dem ARP 2600)
  • T-03 (Roland TB-303 Bass Line)
  • Blau (PPG Wave 2.3)
  • Bully (Moog Taurus I, II und 3)
  • Galaxy (basierend auf dem Alesis Andromeda)
  • SAM (Oberheim SEM Synthesizer Expander Module)
  • String Box (basierend auf dem ARP String Ensemble
  • Elka Rhapsody 490
  • Hohner String Performer
  • Roland RS-505 Paraphonic und Roland RS-09)
  • Polymorph (Moog Polymoog, Opus 3, Rogue und Realistic Concertmate MG-1)
  • 99 (basierend auf dem Yamaha SY99)
  • DCO-X (Roland JX-10, JX-8P und JX-3P)
  • Noir (Moog Multimoog, Micromoog und Prodigy)
  • und abschließend (Puh!) der J-60 (basierend auf dem Roland Juno-60).

Nun nach dem wir wieder Luft geholt haben, öffnen wir Logic und erzeugen eine Syntronik Instrumentenspur in Logic. IK Multimedia Syntronik hält sich 1:1 an die Apple Richtlinen für die Plug-in Gestaltung. Links auf dem Hauptfenster finden wir unsere 17 Synthesizer und wir können durch Auswahl eines oder mehrerer Instrumente eine Vorauswahl bei den Sounds treffen. Oder ich kann im mittleren Teil mittels Spotlight die Preset durchsuchen. Oder mit den „Category“ filtern. Im rechten Hauptfenster sehen wir den Synthesizer – und wichtig – die RAM Speicherbelegung. Da die Richtlinien für Apple AU auch an den Punkt HD-Displays denken, hat IK Multimedia hier alles umzusetzen. Was auch gemacht wurde, also werden Grafiken entsprechend skaliert.

Die Sounds sind in 5 Kategorien (Brass, Synth, Pad, Organ) und 20 Unterkategorien (Arp, Bass etc.) sortiert. Des Weiteren nach Ausdruck (Timbre), Stile, Genre und Gemütszustand (Mood) hier inklusive der Zustände Comical (haha) und Vulnerable (verletzlich – ja, wirklich)..

In Summe finden wir die Presets sehr schnell durch die 2000 Presets. Es ist allerdings davon auszugehen, dass einige Unterteilungen und Einsortierungen von Sound sinnfrei sind. Oder eher unfreiwillig komisch, vulnerable Piano.

Im Überblick verteilt sich Syntronik auf 5 Screens.

Syntronic Mainscreen

Syntronik Split, Layer, Stack

IK Multimedia Syntronik

Butterbrotboxen FX Rack

Der blaue Synth

Der Syntronic Shop

Die Frage, die sich nun unweigerlich aufdrängt: Was machen wir mit den 2000 Presets? Okay, hier muss man einschränken, ein Library-Test auch mit 59 Soundbeispielen gibt allenfalls nur einen Bruchteil der Möglichkeiten wider. Deshalb picken wir uns verbal hier Blau, DCO-X, Minimod und Galaxy heraus. Und streifen die Tante Jupiter-8 zuerst und nur oberflächlich.

Hier drängt sich der 4-stimmige Vergleich zu Boutique JP08 auf, einfach mal ein Brass-Sound eingestellt, Patch Nummer 34 wäre als Ausgangsbasis zu empfehlen. Das Ergebnis wird sicherlich positiv überraschen.

Blau deckt die breiteste aller Soundpaletten im IK Multimedia Syntronik ab. Von sphärischen Flächen mit digitalen Glocken und Flöten ist alles dabei. Die Leads können beißen und haben den typischen PPG Druck und das ist sicher schizophren und etwas blasphemisch, sie beißen tatsächlich.

DCO-X kommt hier nicht wirklich überraschend als Flächenleger und mit einem fetten Repertoire an digital klingenden Pianos daher. Und kann natürlich auch den alles zerfleischenden Leadsound.

IK Multimedia Syntronik

Syntronik Galaxy

Galaxy ist wohl das am meisten anziehende Instrument und auch das am schwersten einzuschätzende Instrument. Denn der Andromeda war und ist ein Monstersynthesizer. Und neben dem 99er auch der Synthesizer, der 2 Soundpakete mit auf den Weg bekommen hat. Klanglich deckt er Sternenstaub bis packende Leads ab, ohne bei Bass und Arpeggio aus der Rolle zu fallen.

Minimod und auch Bully und auch Noir, Polymorph sind nun die virtuellen Brüder der Moogs. Minimod sweept, hat klassische Leads, Plucksounds und eine Riesenvariation an Bässen, eben mit dem Moog Touch. Noir und Polymorph sind hier dann eher für die Abteilung Sphäre, Streicher und Chor zuständig, was beim Polymorph noch einleuchtet, aber beim Noir ungewöhnlich, aber sehr mutig erscheint.

Zu den anderen Synthesizern des IK Multimedia Syntronik:

Stringbox, als Vertreter für die Stringmaschinen. Hier ist allerdings die Überraschung, dass wir hiermit auch einen sehr schönen Delayed Organ Bass hinbekommen. Und mit T-03 haben wir die Acidmaschine für Bass und Dance.

Und endlich kommt an dieser Stelle Yamaha in Spiel, mit V 80 und 99. 99 ist hier ein weiterer digitaler ROMpler und stellt den absoluten Kontrast zu den Vintage-Sounds dar. Der V80 – und das ist Mut zur Lücke – wurde eben nicht nur mit Presets versehen, sondern hier wurden in unzähligen Kombinationen Schwingungsformen und Modulationen gesampelt. Das ist sinnvoll, da ein GX-1 oder CS-01II eben keine sprechenden Presets im klassischen Sinne kennen. Hier ist es auch nicht schlimm oder abwertend, dass der Ribbon Controller nicht implementiert wurde. Klanglich sind die GX-1 Keys aus der Ecke Toto lebhafter und für den Autor authentischer als die vergleichbare Proben bei am Markt erhältlichen Synthesizern.

IK Multimedia Syntronik

Wer stand hier Pate?

Die Frage, ob im Jahre 2017 ein „virtueller ROMpler“ wie der IK Multimedia Syntronik nötig ist, steht noch zur Beantwortung aus. Braucht ein Logic User dies?

Ja und nein!

Nein, wenn man mit den Logic EXS24 Sampleinstrumenten vertraut ist und diese zu neuen Sounds verarbeiten kann.

Ja, wenn ich einen ROMpler 2.0 haben möchte, wo ich im Spurkontext alles lösen will und hier ein effizientes und kreativitätsförderndes Werkzeug suche. Warum?

Hierzu müssen wir uns näher mit den folgenden Abschnitten befassen:

Layer, Split, Arpeggio

Ein Stapel kann aus den Layern A, B, C, D bestehen. Hier können wir pro Layer die Velocity in Low und High einstellen. Pro Layer lässt sich auch eine Zone mit einer Low- und High-Note einstellen. Des Weiteren können pro Layer verschieden Arpeggios geschaltet werden, mit oder ohne Latch, in verschiedenen Spielmodi. Diese können auch in einer laufenden Performance per Programmwechsel per MIDI geändert werden.

Klangbeispiele
Forum
    • Profilbild
      TobyB  RED

      Hallo jaxson,

      deshalb auch der Sprachgebrauch „recht junge“, im Sinne von frisch :-) Das IK Multimedia nun Dinges anders angehen kann man schwerlich abstreiten.

  1. Profilbild
    mdesign  

    die sounds sind zweifelsohne sehr gut. aber es sind halt nur samples, die bearbeitungsmöglichkeiten sind doch eher übersichtlich. für mich ist das kein ersatz für emulationen der klassiker.

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    AMAZONA Archiv

    Tu mich auch schwer mit so’nem Rompler. Bei ’nem Wavetabler z.B. will ich individuell durch die Wavetables fahren können. So’n Rompler ist dahingehend so, als ob du aus ’nem effektvollen Kinofilm ’ne Diashow machst oder nur ein Standbild projizierst. Eigentlich ein No Go.

  3. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Der Artikel beginnt mit „…Hier das noch recht junge Unternehmen namens IK Multimedia“

    Richtiger wäre allerdings:
    „eines der ältesten Unternehmen“

    (seit 1996 und damit immerhin schon 22 Jahre am Markt )

  4. Profilbild
    ukm  

    Ich habe Syntronik gekauft, aber schon nach einigen Tests die Lust verloren. Solche Sample-Dinger sind wohl nichts für mich. Da schraube ich mir lieber meine Sounds aus den vorhandenen Hardwareteilen, VAs oder physical/component modeling VSTis zusammen als erstmal ewig in Bibliotheken zu suchen, um dann festzustellen, dass es doch nicht passt.

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    MidiDino  AHU

    Danke, Toby, für das Engagement. Aber ich kann die Einwände vieler Kommentatoren verstehen. Mich selber interessiert überhaupt nicht, woher ein Synth-Sound kommt, sondern was ich mit ihm anstellen bzw. treiben kann. Anscheinend ist Software immer noch nicht erwachsen geworden. Mein persönlicher Lieblingssynth ist weiterhin der Emu EIV ;-), freilich inklusive der CD-Bibliothek, die ich unterhalte, mit reichlich Abstand könnte ich noch den Ultra Analog von AAS anführen, dem allerdings eine Modulationsmatrix fehlt.

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    iggy_pop  AHU

    Das klingt alles irgendwie beliebig und auf eine Klangästhetik zugeschnitten, die nicht meine ist (und auch nie sein wird).
    .
    Zumal nichts von dem, was da oben verewigt ist, wirklich nach dem klingt, was es sein soll.
    .
    Ich hatte eigentlich gedacht, daß die Zeit der „Sampling-CD De Luxe“ mittlerweile vorbei sein sollte… für mich waren das immer nur Krücken, um entweder Klänge ins Haus holen zu können, die ich mir selbst niemals würde leisten können, oder um mein eigenes Unvermögen als Klanggestalter zu verschleiern.
    .
    Mellow House Piano. Heroic Brass. Power House Strings. Dance With Us. Da wird die Marschrichtung klar… das ist ja fast noch altmodischer als das verwendete Instrumentarium. Von allen Musikepochen der Nachkriegszeit sind die 1990er am schlechtesten gealtert.

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      TobyB  RED

      Hallo Iggy,

      das nun mit mir tanzt hätte ich eh nicht erwartet ;-) Syntronik würde ich nicht auf die 90er reduzieren.

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    costello  RED

    Hi Toby, danke für den schönen Test und die riesige Anzahl an Soundbeispielen. Wahnsinn! Hat mich sehr interessiert, weil ich vor ein paar Jahren mir eine Sonderausgabe des Muse Research Receptors mit Sample Tank gekauft habe. So ganz warm bin ich mit dem Gerät nicht geworden, man scrollt durch endlose Listen, die schiere Auswahl an Sounds erschlägt einen schier. Für einen speziellen RMI-Pianosound oder einen VP-330-Chor ist es schön. Brauche ich einen Moog, Oberheim- oder ARP-Synthesizerklang greife ich allerdings doch lieber zu den Originalen.

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      TobyB  RED

      Hallo Costello,
      okay, MacUser haben Spotlight und können damit recht schnell finden. Was bei einer Muse Kiste nicht der Fall ist. Was aber für Syntronik spricht sind die akkuraten Samples und die komplette Midifizierung bis runter auf die FX, inklusive Programmwechsel. Die Streichersounds finde ich persönlich amtlich und Harpy260 ebenfalls der Hammer. Was halt bei der Masse an Instrumenten schwierig ist, sind die Klangbeispiele. Deshalb sind es so viele, mit den Kombinationen des FX Racks, hätten es noch mehr werden können ;-) Was sehr gut ist, für einzelne Instrumente wurden auch nur die Rohklänge abgenommen und das macht dann noch mal Extrafun die durch die verschiedenen Filter des Syntronik zu jagen. Sampletank nutze ich seit Ewigkeiten auf dem iPad, ich würde mal sagen, dass es die bessere iMPC ist :-D Auch ohne Pianorolle. Die Obis, Moog, Arps kann Syntronik nicht ersetzen, alleine schon die Spielereien mit Noise und einer Schwingung durch ein Filter. Aber das will Syntronik ja auch nicht.

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    AMAZONA Archiv

    Guter Test und genug Klangbeispiele für einen Scrabble-Abend! Ich vermisse bei Sampler/Rompler Tests immer ein paar Zeilen und Klangbeispiele, in denen mehr darauf eingegangen wird, wie weit „umformbar“ die Klänge eigentlich sind z.B. indem man ein vorhandenes Preset erst einspielt und im Anschluss verschiedene mögliche Veränderungen hinzufügt. Wie weit lässt sich der vorhandene Content noch verbiegen, wie weit kann man sich vom Original entfernen und wie gut klingen dann die eingebauten Filter noch? Das ist jetzt nicht als Kritik zu verstehen. Vielmehr ist es ein „Wunsch“ der leider oft unerfüllt bleibt. Bonus-Kudos gibt es für einige der Titelnamen, auch wenn ich mich frage, ob „Follow the white Rabbi“ ein Tippfehler war, oder ob wirklich ein Rabbi gemeint ist!? Und wenn ja, gibt es auch einen black Rabbi und wie würde er klingen? Das finde ich schon wieder inspirierend :) EDIT: Ich sehe grad dass es black rabbis gab und gibt :) wieder etwas dazu gelernt! Jetzt bleibt nur noch die Frage, wie deren Synthsound klingen würde :)

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      TobyB  RED

      Hallo Marius,

      manche folgen dem weisen Rabbi andere dem weißen Kaninchen ;-) Tip(p)fehler. Die Filter machen den Unterschied bei Syntronik, da hier verschiedene Filter werkeln können. Vom klassischen LPF,BPF,HPF mit verschiedenen Steilheiten, Formant, Phaser, O, C, R, M Type Filter alles vorhanden. Wenn das nicht reicht kannst Du im FX Bus Slot für weitere Filter/Modulatoren „opfern“ hier sind noch mal AM, FM, RM, Env Filter LFO Filter , Multifilter und Wah verbaut. Bei Env und Multi orientiert man sich an Moog. Die Kudos für die Namen der Klangbeispiele da sag ich mal danke, die Namen liegen ja in den Noten, bzw. im Gerät. ;-)

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        AMAZONA Archiv

        Ich würde ja eher dem schwarzen Rabbi folgen, da er sicher „grooviger“ ist :) Nun ja, die Möglichkeiten der Veränderungen hast Du ja aufgezählt. Aber jetzt mal rein subjektiv betrachtet: kann man dem Samplecontent mit den vorhandenen Möglichkeiten seinen eigenen Stempel aufdrücken? Und wie weit könnte man den vorhandenen Content nutzen, um wirklich eigene Sound-Ideen umzusetzen? PS ich sollte wohl doch mal neue Sets hochladen, um wieder meinen Rang als Mixmaster zurück zu bekommen :D

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          TobyB  RED

          Ho MM,

          solange du nicht dem schwarzen Abt folgst… ;) Du kannst den Content verbiegen und ihm deinen Stempel aufdrücken. Und du kannst den vorhandenen Content nutzen um eigene Ideen umsetzen. Möglichkeiten gibt es genug und du kannst alle Parameter midifizieren, inklusive FX. Da sollte was gehen.

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            AMAZONA Archiv

            Schwarzer Abt = Das Bier? Kenne ich bisher nicht, auch wenn mir Doktor Google gerade davon berichtete :D Wenn ich es richtig verstanden habe, muss man ja nicht die ganzen 60-70 Gbyte auf einmal downloaden. Also könnte ich doch bspw. erst mal nur Galaxy und Harpy260 downloaden und ausprobieren und später dann eventuell andere dazu nehmen. So müsste ich nicht sofort meine SSD zumüllen und meinen Traffic aufbrauchen. Ich werd’s dann mal bei Gelegenheit antesten :) Danke für die Rückmeldung! – MM

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              TobyB  RED

              Hallo Marius,

              wenn du nicht so wenig Bier trinken würdest, chronisch unterhopft ;-) Ich hatte Edgar Wallace in der deutschen Version mit Eddi und Heinz und Blacky im Kopf. Du hast mich richtig verstanden, du die Pakete werden einzeln herunter geladen, wobei das für Galaxy und HARPY260 3 Stück a 3 GB waren. Galaxy und HARPY hab ich mir schon gedacht. Ich würde mir dann noch Controller besorgen und alles schön mappen.

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                AMAZONA Archiv

                Chronisch unterhopft :D Geil! Controller kommt wieder ;) Ich bin ja grad dabei mir nach und nach wieder einiges zusammen zu kaufen. Wird aber wohl noch ein paar Wochen dauern bevor ich mein komplettes Mobilitäts-Producer-Set zusammen habe. Vor allem, weil ich dann wohl doch einen Koffer brauche, der aber auch nicht zu groß sein sollte. Der Rest passt schon :)

                PS neue Sets folgen bald :D

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                  TobyB  RED

                  Hallo BigController,

                  ich hab mir wieder mal einen gebrauchten BCR von Behringer gekauft. Dank Zaquenzer sind die Dinger auch nicht mehr so günstig. Ich hatte bis zum Wochenende noch 2 Pilotenkoffer von Rimowa über, das passt das AIRA Zeug gut rein, die Schaumstoff Formteile waren bald so teuer wie die Flohmarktkoffer. Jetzt erst mal ein schönes Helles :)

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    JBP

    Ich schließe mich dem überwiegenden Tenor hier an. Einen „echten“ Synthesizer mit zwangsläufig starren Samples ersetzen zu wollen, ist vom Ansatz schon unsinnig, weil man ja gerade die Freiheit dabei verliert für die Synthesizer eigentlich gedacht sind. Diese Library ist daher für Synthesizer-Enthusiasten nicht sinnvoll. Das ist was für Produzenten bei denen es auf Quantität im Output ankommt – schnell etwas zu produzieren was irgendwie so ähnlich klingt wie das was man erwartet. Das ist in etwa so sinnvoll und echt wie ein noch so perfektes Foto von meiner Freundin. Das sehe ich mir gerne an. Aber eben vor allem, wenn ich sie nicht in meiner Nähe habe. Doch das ersetzt eben keinen direkten Kontakt und die Körperlichkeit beim Anfassen. Und so ähnlich verhält sich das eben auch mit Samples (quasi Fotos) und einem vollständig bedienbaren Synthesizer. Da kitzelt man mit ein, zwei echten Geräten mehr Kreatives aus dem Ärmel, als aus so einer unübersichtlichen Mega-Library.

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      Dirk Matten  RED

      Das kann ich unterschreiben, obwohl letztendlich gilt, was man aus, nicht mit dem Instrumentarium macht. Das kann in beiden Fällen genial, aber auch der letzte Mist sein.

  10. Profilbild
    JBP

    Man kann es natürlich auch positiv sehen: eingeschränkt beeinflussbare Presets verleiten einen nicht zu Soundschraub-Orgien wie am heißgeliebten Synthesizer. Da besteht auch immer die Gefahr, dass man seine kreative Energie für Nuancen-Optimierung verpulvert die kein Zuhörer nachvollziehen kann. Soundtechnische Effekthascherei ersetzt oft die Vervollkommnung der kompositorischen Aspekte des Musizierens. Sich einfach mal eine Woche masochistisch auf General MIDI beschränken zur Kartharsis. Danach geht es oft besser voran, weil man erst zu schätzen weiß, was man hat, wenn man mal drauf verzichten musste.

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      TobyB  RED

      Hallo JeanBaptist,

      solange der kreative Mensch seine Energie ins Werk und nicht in die Technik steckt ist doch alles okay. Man macht ja nicht wegen der Technik sondern mit Technik Musik. Und insofern ist die Technik wichtig aber nur nebensächlich. Ein Bösendorfer kennt auch nur ein Preset, erst der Mensch haucht ihm Leben ein.

  11. Profilbild
    Johnny Sunday

    ich glaube das sind die erbärmlichsten Soundbeispiele, die ich je gehört habe…und die geben wohl fast gar nichts wieder von dem was so ein Synth mal konnte oder ggfs in diesem Sampleplayer dann auch können sollte. Ansonsten ein korrekter Artikel für ein Produkt, das – glaube ich (auch) – nicht viel bringen wird. In Punkto Sounds und Bedienung sind es die Nuancen, die individuell sind. Somit wird das schwierig, wenn alles festgesampelt ist. Ich denk da ist so manche VST oder ACB oder sonstige VA-Kiste hilfreicher. Es sei denn man findet im Sampleplayer direkt seinen Sound :-D

  12. Profilbild
    ukm  

    Ich kann mich auch nach mehreren Versuchen nicht mit desem Sample-Teil anfreunden. Es scheint selbst zum Crossgrade-Preis auch schwierig zu sein, geeignete Interessanten dafür zu finden.

  13. Profilbild
    synthboy  

    Also ich hab mir die App für IOS nur wegen der Stringbox gekauft, das ist das einzige was mir bei meinen Synthesizern fehlte, so einen Sound bekommst nur schwer mit einen normalen Synth hin.
    Was soll ich sagen, bin restlos begeistert, Cosmic Streicher mit Phaser, ein Traum !
    Dazu noch erstklassische Soundqualität!

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Hallo Synthboy,

      Antworten können bei mir im Moment etwas dauern, ich pendle derzeit von Deutschland nach GB zum arbeiten. Ich hab nachwie vor die iOS App im Einsatz, weil ich schlecht das Hotelzimmer mit Synths vollstellen kann, was bei 20kg Freigepäck auch nicht geht ;-) Und was soll ich sagen, gemessen am Ergebnis mach Syntronik einen Klasse Job. Ich lasse mittlerweile die Ergebnisse in den Tracks und haue den letzten Vintage Vibe beim Mixen rein.

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