Test: Millenium Go-Kart Truck XL, Transportwagen

30. Dezember 2018

One for the Road

Millenium Go-Kart Truck XL mit maximalem Auszug der Ladefläche

Rollbrett, Sackkarre, lange Arme und laufen, laufen, laufen…  All das kennt jeder, der mit umfangreichem Equipment zu einem Auftritt oder einer Veranstaltung muss. Egal ob Musiker, DJ und Tontechniker, das Schleppen und die Lauferei wollen manchmal einfach kein Ende nehmen. Bei mir war das bisher nicht anders. Doch vor Kurzem habe ich glücklicherweise ein praktisches Gefährt entdeckt, das ich mir sofort angeschafft habe: Es heißt Millenium Go-Kart Truck XL. Hierbei handelt es sich um einen praktischen Transportwagen, der bis zu 225 (!) Kilogramm an Last wegstecken kann und mein Leben jetzt wirklich leichter macht. Mit dem neuen Helfer lassen sich alle möglichen Gerätschaften und Instrumente, die ich zu meinen Gigs mitnehme, auf bequeme Art bis zur Bühne transportieren. Voraussetzung ist hier allerdings, dass uns beiden keine Treppen den Weg versperren.

Millenium Go-Kart Truck XL

Robuste Konstruktion, der Millenium Go-Kart Truck XL

Clevere Lösung, dieser Transportwagen

Die robuste Stahlrahmenkonstruktion mit leichten No-Flat-Laufrädern und Lenkrollen mit Bremsmechanismus ist vielversprechend und solide gebaut. Vor dem ersten Einsatz muss man dem Millenium Go-Kart Truck XL allerdings noch die Räder montieren. Keine Angst, das gestaltet sich anders als beim Möbelhaus mit den blau-gelben Farben und ist wirklich kinderleicht. Lediglich die zwei dicken 10-Zoll Räder müssen auf die Achskonstruktion gesteckt und mit zwei Splinten gesichert werden. Am anderen Ende werden die kleineren 5-Zoll Lenkrollen mit Stiften und Splinten ebenfalls befestigt – fertig ist die Angelegenheit! Das benötigte Material (Splinte und Stifte) wird natürlich mitgeliefert. Bei der Montage braucht man nur noch eine Zange zum Biegen der Splinte. Denn diese sollten auf jeden Fall umgebogen werden, um sie gegen ungewünschtes Herausrutschen zu fixieren.

Millenium Go-Kart Truck XL

Große Ladefläche bei maximalem Auszug

Variable Ladefläche von 73 bis 130 cm

Im zusammengeklappten Zustand misst der Millenium Go-Kart Truck XL 31 x 50,5 x 88 cm (H x B x L) und wiegt unbeladen auch nur 13,3 kg. Gemessen an der Stabilität der verbauten Stahlelemente erscheint mir das nicht besonders viel. Der Clou ist die in der Länge verstellbare Ladefläche. Sie lässt sich ohne Werkzeuge von 73 bis 130 cm variabel einstellen.

Millenium Go-Kart Truck XL

Kompakte Packmaße

Zwei aufklappbare Bügel sichern das Transportgut in der Längsachse und dienen gleichzeitig als Griffe zum Rangieren. In den Bügeln gibt es Bohrungen, an denen zum Beispiel Sicherungsbänder eingeklinkt werden können, die das Transportgut dann auch seitlich sichern. Natürlich können hier auch breitere Gegenstände aufgelegt werden, sie ragen dann halt links und rechts entsprechend heraus – stört nicht. So verhält es sich auch mit der Ladehöhe. Bis zur Oberkante der aufgestellten Bügel messen wir rund 78 cm. Klar kann hier weiter nach oben gestapelt werden. Eben so weit, dass sich die Ladung noch sicher transportieren lässt.

Forum
  1. Profilbild
    Florian Anwander  RED

    Hallo!

    Danke für den Test! Ich hätte zwei Fragen:

    1.) Weißt Du ob es möglich ist, sogenannte Treppensteiger Räder zu montieren? Sowas gab es schon mal als „in.tec 2in1“.
    2.) Kann man die Länge der Ladefläche in (teil-)beladenem Zustand ändern? Die typische Situation ist ja, dass man die Länge zwar ungefähr richtig eingestellt hat; wenn dann aber das Mixer Case auch noch hochkant dazu soll, fehlen plötzlich 3 Zentimeter. Wenn ich dann erst alles wieder runterräumen muss, dann hab ich relativ wenig von der Verstellbarkeit.

    • Profilbild
      p.ludl  RED

      Hallo Florian.
      Zur Frage 1. Das kann ich dir nicht sagen. Wenn die Achse passt, müsste man das ausprobieren.
      Zur Frage 2. Im beladenen Zustand ist das in gewissem Rahmen schon zu ändern. Es kommt letzendlich auf das Gewicht an, was bereits auf den Trägern liegt. Ich würde dann aber eher von der gesamten Länge ausgehen und das Teil dann bei Bedarf zusammenschieben. So rum ist es bestimmt einfacher.
      VG, Peter

  2. Profilbild
    Franz Walsch  AHU

    Gekauft habe ich meine Transportkarre im Fachhandel.
    Dort fand ich eine sehr gute Qualität zu einem angemessenen Preis.
    Mir war dabei die Einhaltung aller Normen und Sicherheitsaspekte sowie die Reparierbarkeit und Ersatzteilversorgung wichtig. Räder gehen schon einmal entzwei.
    Außerdem wollte ich Luftbereifung. Diese passt sich am besten und schonenden den unterschiedlichsten Untergründen an.
    Ein guter Tippgeber sind Transportunternehmen sowie Geräteverleiher.

    PS.: So wie abgebildet ohne Sicherungsgurte würde ich die Boxen nie transportieren.
    Außerdem ist es nicht verkehrt dabei Sicherheitsschuhe zu tragen.

    • Profilbild
      p.ludl  RED

      Hallo Franz.
      Sehr gute Tipps.
      Die Bilder dienen letztendlich der Verdeutlichung der Praktikabilität.
      Klar, Sicherungsgurte und Sicherheitsschuhe sind beim Umgang auf jeden Fall angebracht.
      VG, Peter

  3. Profilbild
    Armin Bauer  RED

    Eine Kette bricht immer am schwächsten Glied.
    Zwei unterschiedlich belastbare Räderpaare machen demnach überhaupt keinen Sinn.
    Sehe hier keinen Vorteil zu einem „Hund “ mit vier ordentlichen Bluewheels.
    Bietet Thomann für 22,90. 4x Lenkrolle, zwei davon gebremst. Dazu in der passenden Größe 18 oder 24 mm Multiplex- oder Siebdruckplatte, fertig!

    • Profilbild
      p.ludl  RED

      Hallo Armin.
      Dein Vorschlag ist sicher eine Alternative. Habe ich bisher auch benutzt. Was mir nun besser gefällt, sind die Bügel, die auf zwei Seiten Halt geben und zudem zum Ziehen oder Schieben benutzt werden können. Vier Lenkrollen haben zumindest bei mir manchmal für seitliches wegrollen gesorgt. Das kann nun nicht mehr passieren.
      VG, Peter

      • Profilbild
        Armin Bauer  RED

        Hi Peter,

        die Bügel sind ein Argument, schützen die Ladung auch vor Verrutschen.
        Die von Franz verlangten Sicherungsgurte benutzt niemand, der eine komplette PA ausladen muss, braucht viel zu viel Zeit.
        Stahlkappenschuhe machen fiese Hühneraugen, dann lieber 1x in 10 Jahren einen blauen Zeh, ist schneller verheilt.
        Grüße Armin

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