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Test: Moog Subsequent 25, Analogsynthesizer

3. Februar 2021

Klassischer Moog Sound im kompakt edlen Gewand

Der erste Eindruck zum Moog Subsequent 25

Der Subsequent 25 ist ein kompakter 25 Tasten Analogsynth von der legendären Synthesizer Schmiede Moog. Er eignet sich vor allem für Bässe und Lead Sounds, durch zweifache Paraphonie kann er aber auch zumindest zweistimmig gespielt werden.

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Hat man den Subsequent 25 aus dem Karton ausgepackt, fallen gleich mal die schönen Holzseitenteile auf. Auch sonst wirkt der kleine Moog sehr edel, hochwertig verarbeitet und strahlt standesgemäße Moog-Klasse aus. Die geschwungene Rückseite ist mittlerweile ein Klassiker, für meinen Geschmack auch ein wirklich gelungenes Design und wird durch die Anschlüsse auf der Seite auch nicht von steckenden Kabeln gestört. Anschlüsse auf der Seite würde ich mir übrigens bei jedem Keyboard wünschen, am liebsten links wie eben hier, das aber nur nebenbei. Im (auch sehr schönen) Karton findet man neben einem Kaltgerätestecker auch ein sehr feines gedrucktes Handbuch, heutzutage eher eine Seltenheit, sowie zusätzliche Infos und ein Hilfsblatt aus verstärktem Karton. Sehr nett! Nun steht er am Tisch und kann somit näher inspiziert werden.

Der zweite Eindruck zum Moog Synthesizer

Das User-Interface ist absoluter Moog-Standard, sowohl was die Anordnung als auch was die Controller betrifft. Das traditionell geneigte Interface kommt einem beim Schrauben ergonomisch im wahrsten Sinne entgegen, verlangt aber natürlich auch eine relativ hohe Tasche beim Transport.

Linke Seite des Panels

Wie fast immer befindet sich der OSC-Mixer zentral in der Mitte, rechts davon die Filter sowie die zwei Hüllkurven, links davon die OSC-Parameter der zwei Oszillatoren. Gehen wir noch weiter nach links, finden wir den LFO, die Pitch-Sektion sowie die Preset-Sektion. Ganz rechts runden zwei Potis für Master- und Kopfhörerlautstärke sowie ein Standard 1/4 Zoll Kopfhörerausgang das User-Interface ab. Was beim ersten Klimpern gleich mal auffällt: Das Master-Poti regelt sowohl den Main-Ausgang als auch den Kopfhörerausgang. Ist der Master auf null, kommt am Kopfhörer auch nichts raus, egal was man am Kopfhörerpoti einstellt. Das ist etwas seltsam, man kann nicht mit runtergedrehtem Master am Kopfhörer etwas vorhören. Im Schaltplan sieht das für mich zwar anders aus, steht aber so auch im Handbuch und ist jetzt auch kein großes Ding.

Rechte Seite des Panels

Die Potis und die Drehschalter liefern keinen extremen Widerstand, wie man es z. B. von Rack-Geräten à la API oder Neve kennt, sind aber absolut in Ordnung und wertig. Das Cutoff-Poti ist Moog-typisch größer und liefert mehr Widerstand, sodass damit auch sehr langsame Filterfahrten ganz bequem möglich sind. Ich war nie ein Fan von den Knöpfen der ersten Phatty Reihe, diese hier liefern allerdings einen deutlichen Druckpunkt und sind für mich besser und wertiger. Den Subsequent 25 kann man als Sub Phatty Update oder Nachfolger sehen. Grundsätzlich finde ich persönlich die dunkle Sub-Serie deutlich edler als die helle Phatty Serie und das setzt sich auch hier fort. Ist natürlich subjektiv. Links neben der Tastatur finden wir wie üblich ein Pitch- und ein Mod-Wheel, beide leicht gummiert in Standardgröße und sehr gut bedienbar.

Die Tastatur ist keine Fatar und leider konnte ich nicht herausfinden, welche Tastatur es genau ist. Meiner Meinung nach spielt sie nicht ganz in der Fatar TP9/8 Top-Liga. Sie ist auf der leichteren Seite, anschlagdynamisch und bietet leider keinen Aftertouch. Sie ist meiner Meinung nach nicht Highend, aber schon sehr gut, ein Schlabberbrett ist das definitiv nicht, ganz im Gegenteil. Tastaturen sind auch totale Geschmacksache, also unbedingt selbst im Laden ausprobieren!

Die Anschlüsse des Moog Subsequent 25

Sämtliche Ein- und Ausgänge befinden sich auf der linken Seite des Synthesizers. Hier befinden sich jeweils ein symmetrischer Audioein- und -ausgang, beides als Standard 1/4 Zoll Klinkenanschluss und auf Line-Level ausgelegt. Stereo ergibt hier keinen Sinn, da in keiner Phase der Klangerzeugung ein Stereosignal erzeugt wird. Mit dem Audio-In lassen sich Signale durch das Subsequent Filter und Drive schleifen. Weiterhin befinden sich hier Pitch-CV, Volume-CV, Filter-CV und ein KB-Gate-Eingang, ebenfalls alle als 1/4 Zoll Klinke ausgeführt. In die CV-Anschlüsse kann man sowohl eine Steuerspannung schicken (0-5 V) als auch ein Expression-Pedal, wie das Moog EP-2, anschließen. Der KB-Gate-Eingang benötigt 5 V Spannung und triggert die Envelopes.

Weiter geht’s mit Standard-MIDI-I/O, einen MIDI-Thru gibt es hier nicht. Soll nichts Schlimmeres passieren, die Zeiten der Keyboard-Burgen und der damit einhergehenden MIDI-Thru-Ketten sind ohnedies eher vorbei und im Studio hat man meist entweder ein MIDI-Interface oder man fährt ohnehin über USB. Über den USB-Anschluss kann man übrigens MIDI-Daten in einen PC schicken, bzw. empfangen und auch mit dem Desktop-Editor/Plugin kommunizieren.

Sehr erfreulich ist das interne Netzteil mit Kaltgeräteanschluss. Ich persönlich finde das einfach professioneller und praktischer als die externen Netzteile mit zwei Kabeln dran. Ein solider Kippschalter dient zum Ein- und Ausschalten des Synthesizers.

Die Anschlüsse, allesamt auf der linken Seite

Versteckte Schätze des Subsequent 25

Nach dem ersten Eindruck werfe ich immer zuerst mal einen Blick ins Handbuch und hier fällt gleich auf, dass es sehr viele Parameter gibt, die man über die Shift-Funktion unter der Haube findet. Der Subsequent hat also deutlich mehr drauf, als man auf den ersten Blick sieht. Grundsätzlich kommt man in den Shift-Mode, indem man den Bank-4-Knopf gedrückt hält und dann den Activate-Panel-Knopf drückt. Ist man im Shift-Mode, eröffnen die ADSR-Potis weitere ENV-Parameter. So können beide ENVs per Delay (Attack-Poti) und Hold (Decay-Poti) zu einer DAHDSR-Kurve erweitert werden. Weiterhin kann man die Attack-Velocity auf Filter-ENV-Amount bzw. Amp-Amount (Sustain-Poti) und auf die Decay- & Release-Länge beider ENVs (Release-Poti) routen. Das allein zeigt schon, dass der Subsequent deutlich weiter geht als herkömmliche monophone Synthesizer.

Das ist aber nur der Anfang. Direkt auf der Oberfläche hat man noch Zugriff auf die Beat-Frequency (Frequency-Poti), OSC-Reset/Free-Running (Hard-Sync-Knopf) sowie LFO-Gate-Reset/Free-Running (Pitch-Amount OSC2 only Knopf). Über das Noise-Poti regelt man entweder die Lautstärke des externen Signals oder die interne Feedback-Stärke, dann, falls nichts am externen Eingang angeschlossen ist. Aber auch das ist noch nicht alles. Über Kombinationen der Bank- und Programm-Knöpfe kommt man auf weitere zusätzliche Parameter wie die unterschiedlichen Filtergüten, die Pitch-Bend-Range, Legato, Note-Priority, Glide-Type, Voice-Mode, OSC-Priority, Waveform-MOD-Destination (OSC1/2/1&2), LFO-Range, LFO-Keyboard-Tracking, LFO-MIDI-Sync, ENV-Trigger-Mode/Reset/Repeat für beide ENVs, umfangreiche MIDI-Einstellungen, wie z. B. ein Umschalten der Auflösung von 7 Bit auf 14 Bit und natürlich auch Tools, wie ein automatisches OSC-Tuning. Spätestens jetzt ist klar, dass man hier keinen eitlen Luxus-Boutique-Bass-Synthesizer vor sich hat, sondern dass der Subsequent 25 deutlich weiter geht und viel mehr an Sound-Design-Möglichkeiten bietet als viele konzeptionelle Konkurrenten.

Übersicht über die Shift-Funktionen im Handbuch

Das Interface des Subsequent 25 im Detail

Jetzt, wo wir die versteckten Geheimnisse des Subsequent 25 kennen, schauen wir uns das Interface im Detail an, das im Grunde identisch mit dem des Sub Phatty und nicht allzu kompliziert ist. Es gibt zwei Oszillatoren, einen Square-Sub-OSC, fix eine Oktave tiefer als OSC1, und einen Pink-Noise-Generator, die alle separat im zentralen Mixer gemischt werden können. Für die zwei OSCs stehen jeweils vier Oktavlagen (16’/8’/4’/2′) zur Verfügung. An Schwingungsformen stehen Triangle, Saw, Square und Pulse zur Verfügung, wobei es Moog-typisch nicht feste Schwingungsformen sind, sondern man in der genannten Reihenfolge mit einem Poti zwischen den Schwingungsformen überblenden kann. Das bringt einerseits deutlich mehr mögliche Klangfarben als fixe Schwingungsformen, andererseits kann man mit dem LFO per WAVE-Amount dann auch eine Pulsbreitenmodulation bzw. eine Schwingungsüberblendung erzeugen. Sehr fein!

Hier die Grundschwingungsformen im Oszilloskop.

Hier sind auch schon die ersten Klangbeispiele. Alle Klangbeispiele sind zu 100 % der Originalsound und, abgesehen von einer Lautstärke-Normalisierung, ohne nachträgliche Bearbeitung. Im ersten Beispiel hört ihr die vier Grundschwingungsformen vom Bass in den Diskant.

Im zweiten Beispiel mache ich einfach einen Sweep mit dem OSC 1 Schwingungsform-Regler und das Gleiche noch mal mit zusätzlichem Sub-OSC. Beim Wechsel zu Saw und Pulse hört man einen kleinen Sprung.

Im dritten Beispiel hört ihr eine Pulsbreitenmodulation auf dem OSC 1, das Gleiche mit zusätzlichem Sub Osc, eine Schwingungsformmodulation von Sägezahn bis Puls sowie eine S&H- und eine Ramp-LFO-Modulation davon.

Per Schalter lässt sich die Phase von OSC2 auf OSC1 hart synchronisieren. OSC2 lässt sich mit dem Frequency-Poti entweder klassisch um bis zu +/-7 Halbtöne oder per Shift-Funktion auch auf eine Beat-Frequency, die von der Tonhöhe abhängig ist, verstimmen. Während sich die Schwebung bei einer fixen Verstimmung je nach Tonhöhe ändert, bleibt sie bei der Beat-Frequency-Verstimmung immer gleich. Eine sehr feine Sache! Im folgenden Beispiel hört ihr einen klassischen Hard-Sync-Sound mit Pitch-Modulation auf OSC 2.

Die Filter-Sektion bietet die klassischen Parameter Cutoff, Resonance, Multidrive, EG-Amount und KB-Amount. Cutoff und Resonance sind selbsterklärend, Resonance-Werte über 7 lassen das Filter laut Handbuch oszillieren. Das Filter lässt sich dann wunderbar tonal spielen. Per Multidrive lässt sich eine sanfte bis schon relativ brachiale Zerre erreichen. Klanglich edel und absolut überzeugend. EG-Amount legt fest, wie stark der Filter-ENV auf die Filter-Cutoff-Frequenz wirkt, KB-Amount legt fest, ob und wie die Filter-Cutoff-Frequenz von der Tonhöhe abhängt, mit einem maximalen Verhältnis von 2:1. Alles Standard, keine Überraschungen. Unter der Haube lässt sich die Filtergüte zwischen 1, 2, 3 und 4 Polen umschalten, was die klanglichen Möglichkeiten nochmals erweitert.

Die ENV-Sektion bietet keine Überraschungen, beide ENVs sind als klassische ADSRs ausgelegt und lassen sich eben unter der Haube zu DAHDSR-ENVs erweitern.

Die Hüllkurven

In der Modulation-Sektion finden wir einen LFO, der auf Pitch, Filter oder die Schwingungsform geschickt werden kann und Geschwindigkeiten zwischen 0,1 Hz (ein voller Schwingungszyklus in 10 Sekunden) und 100 Hz (100 volle Zyklen pro Sekunde) anbietet. Es sind also auch sehr schnelle Audio-Rate-Modulationen möglich. Per Source-Regler können wir die Schwingungsform des LFOs zwischen Triangle, Square, Ramp Up&Down, S&H auswählen sowie die ganze Modulationssektion vom LFO auf den Filter-ENV umschalten. Somit kann auch Pitch und Wave per Filter-ENV moduliert werden. Der Pitch-AMT OSC 2 only Knopf lässt die Modulation nur auf den zweiten Oszillator wirken, was bei aktiviertem Hard-Sync für den klassischen Sync-Sweep-Effekt sorgt. Beide Knöpfe liegen am Panel direkt nebeneinander. Unter der Haube lässt sich die Modulation frei auf Oszillator 1, 2 oder beide schicken.

In der Pitch-Sektion ganz links lässt sich der gesamte Synthesizer per Poti um +/-1 Halbton verstimmen, um sich im Bedarfsfall an unkonventionelle Stimmungen anpassen zu können. Direkt darüber befindet sich eine gelbe LED, die einfach nur ein eingehendes MIDI-Signal anzeigt. Ein zweites Poti regelt die Glide-Rate, sprich die Glide- (bzw. Portamento-) Geschwindigkeit. Direkt darunter sind die zwei Oktav-Knöpfe, mit denen man den gesamten Synthesizer um +/-2 Oktaven transponieren kann. Das alles direkt über Pitch- & Mod-Wheel, um im Eifer des Gefechts alles Relevante für die Performance beisammen zu haben. Moog kann UIs und hat performative Keyboarder immer schon gemocht!

Ganz links befinden sich die acht Bank/Patch-Knöpfe zum Auswählen eines der 16 im Board gespeicherten Presets sowie der Activate-Panel-Knopf. Letzterer schaltet den Synthesizer so um, dass die gerade am Panel eingestellten Parameter wirken und eben kein Preset. Sehr gut als Ausgangspunkt, wenn man einen Sound schrauben will. Weiterhin kommt man wie erwähnt mit diesem Knopf in Kombination mit dem Bank-4-Knopf in den Shift-Modus.

Die Preset- und Pitch-Sektionen

Editor und Librarian des Subsequent 25

Der Subsequent 25 kommt mit einem kostenlosen VST/AU/Standalone-Editor und Librarian, für den man das Board allerdings auf der Moog Website registrieren muss, was sehr schnell und problemlos geht. Nichtsdestotrotz bin ich jetzt kein großer Freund von Zwangsregistrierungen, es ist aber halb so wild. Der Editor selbst ist übersichtlich, eigentlich selbsterklärend, funktioniert bidirektional, Änderungen am Board sieht man also sofort im Editor und umgekehrt und lassen eigentlich keine Wünsche offen. Auch haben sich das Board und die Software bei meinem Win10 Laptop auf Anhieb sofort erkannt. Funktionell hat man hier alle Parameter im Zugriff, also auch die, die am Board nur unter der Haube schlummern. Der Editor ist hier also, im Gegensatz zu vielen anderen Analog-Synthesizern, wirklich eine große Hilfe, da der Subsequent 25 halt doch nicht „one knob, one function“ ist.

Einen sehr kleinen Minuspunkt gibt es dafür, dass sich die vier zusätzlichen Amp- und Filter-ENV-Parameter vier virtuelle Potis am Editor-User-Interface teilen. Man schaltet hier also (nur für die zusätzlichen Shift-Parameter) zwischen AMP und Filter hin und her, siehe zweiter Editor, Bild unten. Da das die einzigen geteilten Parameter sind, hätte man doch diese vier zusätzlichen Potis auch noch hineinquetschen können. Weiterhin habe ich keine Funktion zum Skalieren gefunden. Bei mir hat es gepasst, aber mit verschiedenen Auflösungen kann das auf anderen PCs zum Problem mit der Größe werden.

Die Standard Ansicht des Editors

Die erweiterte Ansicht mit den Shift-Funktionen, rechts unten die vier geteilten zusätzlichen ENV Parameter

Im Editor befindet sich auch der Librarian, der sowohl die Factory-Presets als auch viele weitere Sounds in verschiedenen Kategorien bereitstellt. Als Bonus gibt es eine Menge Presets der Beta-Tester, die sich hier hinter Initialen verstecken, was ich irgendwie nett finde. Doppelklickt man einen Sound im Librarian, wird dieser sofort auf den Synthesizer übertragen, per Knopfdruck kann man das Preset in eines der 16 Subsequent Programme übertragen. Generell funktioniert der Editor supersauber und solide.

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Der Librarian erlaubt unendliche viele Presets und die Einteilung in Kategorien

Was ist neu beim Subsequent 25?

Der Subsequent 25 kann als Update des Sub Phattys gesehen werden. Das Interface ist identisch und auch die Features sind es auf den ersten Blick. Was bringt mir ein Update nun eigentlich? Der Subsequent hat laut Moog eine „improved“ Tastatur, was natürlich schon mal grundsätzlich subjektiv ist, die Tastatur bewerte ich persönlich aber durchaus positiv. Leider kann ich hier nicht vergleichen und somit nicht mal eine subjektive Meinung gegenüber dem Sub Phatty abgeben. Das 1/2/3/4-Pol-Filter ist „reshaped“, also offensichtlich eine Weiterentwicklung gegenüber dem Sub Phatty. Das ist relativ wertfrei, kann man mögen oder nicht oder es ist einem egal.

In jedem Fall bleibt es ein Moog Filter. Als weitere Neuerung sind die MIDI-CCs der Engine jetzt sinnvoller gestaltet als im SubPhatty, es gibt im Handbuch eine vollständige Aufstellung der Parameter mit ihren zugehörigen CCs, ein kleines kosmetisches Update. Neu ist auch der Editor/Librarian, der wirklich gut und meiner Meinung nach auch notwendig ist, wenn man im Studio schnell zwischen Presets schalten bzw. überhaupt Total-Recall haben will, sowie die Feedback-Funktion, die den Ausgang des Synthesizers wieder in den Mixer einspeist und zu sehr drastischen klanglichen Änderungen führen kann. Zu guter Letzt hat Moog nach eigenen Angaben auch das Gain-Staging der Filterschaltung und die Zerre überarbeitet, vor allem letztere soll deutlich weiter gehen als die Zerre im Sub Phatty und der Synth hat mehr Headroom als die Vorgänger.

Im nächsten Klangbeispiel hört ihr einen Sweep mit dem Drive-Regler. Die ersten zwei Sweeps jeweils mit nur einem OSC (Saw & Square), schlussendlich jeweils mit einem Saw/Square/Sub-Mix. Der Drive reagiert natürlich umso mehr, je höher die OSCs im Mixer geregelt sind. OSCs, die unter 6 geregelt sind, werden laut Handbuch gar nicht vom Drive beeinflusst.

In diesem Beispiel hört ihr dasselbe, nur mit der Feedback-Schaltung, die über die Shift-Funktionen zu erreichen ist. Wieder zwei Sweeps mit einem OSC und einen Sweep mit dem Saw/Square/Sub-Mix. Grundsätzlich geht die Feedback-Schaltung meiner Meinung nach noch weiter als der Multidrive, bringt schon sehr viel Obertöne mit, bleibt aber meistens smooth und musikalisch. Manchmal reagiert er unerwartet, vor allem, wenn OSCs gegeneinander verstimmt sind.

Der Filtersound des Analogsynthesizers

Das Filter ist natürlich zentral im Sound eines Synths und gerade Moog ist ja für ihren charakteristischen Filtersound bekannt. Wenig überraschend bekommt man hier also den klassischen Moog Sound für Bässe und Leads, der mit einem 1-4 Pole-Tiefpassfilter daherkommt. Per Multidrive und Feedback gehen sich aber, abseits der typischen Moog Sounds, auch extrem harte und moderne Sounds aus. Die Paraphonie erlaubt zumindest zweistimmiges Spielen in den eines der vorhandenen Filter, was klanglich natürlich auch mehr Möglichkeiten bietet. Generell gibt es hier kaum Überraschungen, das ist traditionelle Moog Qualität.

In den folgenden Klangbeispielen hört ihr verschiedene Filtersweeps.

In diesem Beispiel hört ihr zuerst einen Filtersweep auf 100 % Resonance, dann ein bisschen Geklimper mit dem selbstoszillierenden Filter und schlussendlich noch mit zusätzlichem Drive.

Der Subsequent 25 Synthesizer in der Praxis

Per Bank- & Patch-Knöpfe lassen sich 16 Presets am Gerät speichern. Auch wenn das für einen Bühneneinsatz wohl meistens genügend Presets sind, ist das doch schon etwas mager. Auch möchte ich ehrlich gesagt im Jahr 2021 nicht mehr ohne ein Display mit Patch-Namen arbeiten. Die Zeiten, wo man sich Buchstaben/Zahlen-Kombinationen merken musste, sollten vorbei sein, ein kleines Display müsste doch möglich gewesen sein und würde auch das Arbeiten mit den Shift-Funktionen entscheidend verbessern. Nutzt man den Subsequent 25 im Studio, ist das völlig egal, da man hier per Plugin nicht nur einen spitzen Editor, sondern auch einen Librarian mit einer unbegrenzten Anzahl an möglichen Presets bekommt. Das ist hervorragend gelöst!

Der Mix aus Parametern im Direktzugriff und Parametern unter der Haube ist ziemlich gut. Das Wesentliche ist schon auf der Oberfläche, dazu viele Details, die man per Shift-Funktion justieren kann. Eine dieser Shift-Funktionen initialisiert alle Shift-Parameter zu einer Art INIT-Preset. Die Parameter des Frontpanels kann man nicht initialisieren, ergibt hier auch nicht so viel Sinn. Im Editor kann man sich selbstverständlich INIT-Presets basteln.

Etwas schade finde ich, dass nicht zumindest jene Shift-Funktionen, die direkt am Panel sind, als Doppelbelegung auch so beschriftet sind. Die Shift + Poti-Funktionen merkt man sich bald wohl auch so. Die Parameter via Bank/Program-Kombinationen sind allerdings sehr abstrakt, deutlich mehr und eigentlich fast nicht zu merken. Hier hilft nur der Editor oder das Handbuch. Im Studio mit Editor ist das aber egal.

Haptisch ist der Moog wie aus einem Guss und trieft vor Qualität. Hier wackelt nichts, hier gibt’s keine seltsamen Kanten, hier sitzt alles bombenfest, internes Netzteil mit Kaltgeräteanschluss, solider Kippschalter zum Ein- und Ausschalten, solide Buchsen. Tip top!

Ein dedizierter Shift-Knopf wäre irgendwie nett. Hier immer mit dem 2-Knöpfe-Klauengriff zu arbeiten, ist kein Beinbruch, aber auch nicht wirklich ergonomisch, irgendwie 90er-Jahre Stil. Shift-Knopf und Poti drehen, wäre einfach smoother als mit Klauengriff den Synthesizer zuerst in den Shift-Modus zu bringen und dann das Poti zu drehen oder dann noch den Parameter mit den Bank- & Patch-Knöpfen auszuwählen. Selbst ein kleines, einzeiliges Display würde auch hier wieder Wunder wirken.

Die MIDI-Implementation umfasst alle Parameter des Synthesizers, er empfängt MIDI-Clock und kann den LFO mit der Clock synchronisieren. Vorbildlich gelöst.

Das Mod-Wheel ist fest auf LFO-Depth geroutet. Es wäre noch nett, wenn man zu ein paar weiteren Zielen umschalten könnte. Cutoff, Feedback und Distortion würden mir da gleich mal einfallen, auch wenn es für das Meiste ohnehin ein Poti gibt. Manchmal möchte man aber diese Parameter gleichzeitig mit dem Pitch-Wheel spielen und das geht hier nicht. Ist wohl auch bei Moog Synthesizern eher selten gegangen.

Der fehlende Aftertouch ist für mich ein der wenigen wirklichen Nahteile. Und wenn es nur ein paar Ziele (Cutoff, LFO-Depth, Pitch) plus Modulationsintensität wären, würde das die performativen Möglichkeiten enorm erweitern, ein Moog will ja auch auf der Bühne gespielt werden!

Ein bisschen schade ist es, dass es keinen Step-Sequencer oder Arpeggiator gibt. Klar, das ist jetzt nicht etwas, was man häufig in Moog Synthesizern findet, aber eine Bassline in den Step-Sequencer klopfen, die dann per MIDI synchronisiert ist, wäre hier schon ein nettes Extra. Gleiches gilt für den Arpeggiator. Ist halt nicht, im Studio auch egal.

Hier jetzt noch ein paar Lead-, Bass-, Motion- und FX-Sounds als exemplarische Klangbeispiele.

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Fazit

Immer öfter sehe ich, dass Bassisten von allen möglichen Bands praktisch aller Genres einen kleinen Bass-Synthesizer, sehr oft eine Bass-Station, mit dabeihaben. Der Subsequent 25 ist natürlich der Luxus-Bass-Synthesizer für die Bühne, sowohl klanglich als auch optisch, kostet etwas mehr als das Doppelte als z. B. eine Bass-Station 2, bietet aber auch einiges mehr an klanglichen Möglichkeiten. Wenn ich einen Synthesizer kaufe, den ich dann auch einige Jahre spiele, ist es mir persönlich relativ egal, ob der 400,- Euro oder 900,- Euro kostet. Das hat natürlich irgendwo Grenzen, die für jeden woanders liegen.

Wer den authentischen Moog-Sound im Studio haben will, bekommt ihn hier mit modernem Touch, voller MIDI-, Plugin- und DAW-Implementierung in sehr kompakten, aber trotzdem Moog-würdig edlen Ausmaßen. Weiterhin kann er als MIDI-Controller für andere Plugins fungieren und dafür auch alle Potis auf 14 Bit Auflösung umschalten. Die Kommunikation zu meinem Win10 Laptop sowie die Implementation in die DAW lief per Treiber und Editor absolut reibungslos und praktisch von selbst.

Auch in modularen Setups kann der Subsequent 25 mit drei CV- und einem Gate-Eingang punkten. Durch MIDI-Sync und seine umfangreichen LFO/ENV-Möglichkeiten ist er auch bei Live-Jams mit Hardware-Sequencern, Grooveboxen und Workstations eine sinnvolle Ergänzung. Auch hier kann er zusätzlich als Controller in die andere Richtung fungieren.

Alles in allem eine top Kiste mit geilem Klang, bei wirklich nur sehr wenigen Schwachpunkten, zu einem für Moog Verhältnisse kleinem Preis von unter 1.000,- Euro.

Plus

  • klassischer und satter Moog Sound
  • vier Filtergüten
  • sehr moderne Zerre und Feedback
  • hervorragende Verarbeitung
  • sehr gute MIDI- und Plugin-Implementation
  • sehr guter Editor und Librarian
  • wunderschöne Optik
  • umfangreiche Features unter der Haube

Minus

  • kein Aftertouch
  • kein Display
  • kein Sequencer oder Arpeggiator
  • nur 16 Presets im Gerät

Preis

  • 939,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    iggy_pop  AHU

    Erinnert sich noch jemand an den VW Lieferwagen „Fridolin“, der in den frühen 1970ern bei der Deutschen Bundespost im Einsatz war?

    Daran muß ich immer denken, wenn ich diese geschrumpften Moogs sehe. Daran, und an den Spitznamen, den der Fridolin unter Postlern hatte, die ihn fahren mußten.

  2. Profilbild
    lightman  AHU

    Sehr umfangreicher Test, gute Sache.

    Meine BassStation II hat übrigens Aftertouch, einen Arpeggiator und Sequencer, ein Display (okay, damit ist es jetzt nicht so weit her) , Microtuning, 128 Speicherplätze, und wenn ich sehe, was ich im Aphex Twin-Modus alles zaubern kann, würde ich mal sehr stark bezweifeln, daß der kleine Moog ihr von der klanglichen Bandbreite überlegen ist, wie du sagst. Allerdings brauche ich keinen Computer, um auf alle Funktionen zugreifen zu können, das ist für mich in der Regel ein KO-Kriterium.

    Ansonsten scheint der Kleine ein guter Synth zu sein, der für Moog-Verhältnisse relativ bezahlbar ausfällt.

    • Profilbild
      Everpure  AHU

      Die Bass Station II hat außerdem einen unabhängig stimmbaren Suboszillator, was den Synth effektiv zu einem drei-Oszi Instrument macht. Also, abgesehen von den schicken Holzseitenteilen, kann ich beim besten Willen nicht sehen, wo der Sub 25 der BSII „überlegen“ sein soll. Ach ja, drei (oder vier?) verschiedene Filter sind auch mit dabei. Klar ist natürlich auch, dass der Grundsound der beiden Synths eben deutlich unterschiedlich ist. Willste Moog Sound, brauchste gar nicht erst bei Novation zu gucken. ;)

      • Profilbild
        Valentin Zopp  RED

        In erster Linie bringen die variablen OSCs schon mal einiges mehr an Sound Möglichkeiten, als fixe Wellenformen. Sonst noch erweiterte und loopbare Hüllkurven, erweiterte LFO Modes, Velocity zu Decay und Release (unabhängig für beide ENVs), Glide Varianten, Voice Priority Varianten, LFO/OSC Free Running oder Reset und einiges mehr.

        Die BS2 ist aber auch ein sehr feines Teil, hat mein Bassist auch auf der Bühne. :)

    • Profilbild
      Eisenberg  

      Leider klingt die BS2 wie eingeschlafene Füße. Da helfen auch die ganzen netten Features nichts. Besonders fällt mir das immer auf, wenn ich damit den Dark Energy spiele.

  3. Profilbild
    SynergyMan  AHU

    Also ich fremdle mit diesem Testbericht ein wenig. Der Author versucht aus meiner subjektiven Sicht zu sehr, den kleinen neuen Moog trotz eklatanter Schwächen nicht negativ dastehen zu lassen. Die Schwächen wie „kein Display“, nur 16 Speicherplätze, Shift-Geschwurbel, innere Werte nur durch Editor im PC ausreitzbar, arg leichte Tastatur, Anschlüsse links statt hinten (bei Moog folgt die Technik dem Design, es sollte umgekehrt sein) und für einen Moog recht dünner Klang trotz Preisung als Bass-Synth werden als Kleinigkeiten abgetan. Ich finde diese Defizite drastisch besonders auf das Preis-Leistungsverhätnis bezogen.

    • Profilbild
      Valentin Zopp  RED

      Alle Parameter sind ohne PC ausreizbar. Die Tastatur ist komplett subjektiv, für mich ist sie auf der besseren Seite. Anschlüsse auf der Site finde ich, wie gschrieben, genial und hätte ich gerne bei jedem Keyboard, dünner Klang kann ich absolult nicht bestätigen, der hat hier mein Wohnzimmer zum Beben gebracht. :D

      • Profilbild
        SynergyMan  AHU

        Tja bei mir hat der nichts zu Beben gebracht, so geht subjektiv. Die Anschlüsse links sind auch tief eingelassen, damit nicht alle Winkelstecker vernünftig einsteckbar sind. Und das einige Parameter nur mit dem Editor zu erreichen sind – was auch meine Erfahrung war – steht so in Deinem Bericht (oder ich habe das falsch verstanden) und jetzt im Kommentar sagst Du, alle Funktionen sind ohne Editor erreichbar !? Was jetzt ? Du hast Deinen Bericht mit sehr viel Mühe, Kenntnis und Herzblut verfasst, das steht ausser Frage, aber ich vermisse da ein wenig Objektivität. Das ist von mir nur als konstruktive Kritik gemeint.

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          Valentin Zopp  RED

          Kein Problem, jeder kann ja seine Meinung haben. Wo steht, dass Parameter nur über den Editor erreichbar sind? :)

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      ErrJott  

      Gut gebrüllt Löwe! Das Teil ist ein schlechter Witz. Der bringt in keiner Disziplin etwas Neues, noch kann er den altbekannten Mist besonders gut. Altes Persil in nicht mal neuer Verpackung. Was für eine Verschwendung an Resourcen… Die haben den Knall wirklich nicht gehört.

  4. Profilbild
    Haurein  

    Ich kann die Meinung des Autors nicht teilen. Die über krude Befehle einstellbaren Zusatzfunktionen sind „a bug, but not a feature“.
    Ein analoger Synthesizer mit analoger Oberfläche zu dessen kompletter Bedienung ich dann doch einen Computer brauche, ist weder Fisch noch Fleisch.
    Ich hatte deshalb schon damals den Sub Phatty wieder zurück geschickt.
    Man hat bei den Werks-Presets ohne Computer keine Chance herauszufinden, ob der interessierende Klang z.B. ein 12 oder 24 dB Filter benutzt, weil das Gerät den eingestellten Wert überhaupt nicht anzeigen kann. Man kann nur herumprobieren ob man es hören kann.

    • Profilbild
      Valentin Zopp  RED

      Ein kleines Display würde hier wirklich Wunder wirken. Sollte dann in der nächsten Serie dabei sein mMn. Trotzdem finde ich es besser, die Features zu haben, als sie nicht zu haben.

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    Maximilianm

    Uiui… Es handelt sich hier einfach um einen abgespeckten Sub37 der einige (hardware) Funktionen weniger hat, dadurch günstiger ist… Für Leute die viel mit PC und Editor arbeiten wohl passend… Für alle anderen gibts halt den sub37… Kann da die negativ Punkte nicht wirklich verstehen…

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      ISE500  AHU

      ja das ist echt schade. Oder es kostet halt nur soviel wie die Bass Station. Da denkt man, daß halt an der Stelle bei ihr der Rotstift angesetzt werden musste, um den Preis zu halten.
      Trotzdem finde ich persönlich die Moog Sub-Reihe vom Design her absolut Killer.

  6. Profilbild
    Cavestudioschweiz  

    Netter kleiner Moog. Danke für den Bericht. Anschlüsse auf der Seite mag ich nicht besonders, ist mehreren Synths auf grossen Jasper-Ständer sehr unpraktisch wegen den Kabelsträngen und dem seitlichen Platzbedarf (mein midifizierter SH-2 spricht da aus Erfahrumg.
    Designmässig ist für meine Augen der Platz für die Handräder völlig überdimensioniert, dafür die Tastatur mit nur 2 Oktaven definitiv zu klein.

    • Profilbild
      Valentin Zopp  RED

      Ja, der Platz ist tatsächlich das einzige, wo ich designmäßig noch ein bisschen was verändern würde, stört mich persönlich aber auch nicht wirklich.

      Ich bin eher der Bühnen Typ, da landen die Kabel in der Regel ohnehin immer irgendwo rechts oder links vom Board. Deswegen find ich seitliche Anschlüsse perfekt.

  7. Profilbild
    amyristom  AHU

    Mein Hauptkritikpunkt am Subsequent25 ist eigentlich der selbe wie am Subsequent37: Im Grunde ist es fast nur ein schnödes „Repackaging“ des SubPhatty (so wie beim Subsequent zum Sub37). Eine angeblich etwas verbesserte Tastatur, besserer Mixer-Headroom und mehr Multidrive Zerre plus nun Holzseitenteile, fertig. Man hätte ihn auch „SubPhatty Mk2“ oder „SubPhatty 2.0“ nennen können, mehr als eine sehr leicht verbesserte Version und noch dazu OHNE Ausmerzung der Bedienungsnachteile des SubPhattys ist es nicht. Wobei: Die Ausmerzung der Bedienungsnachteile des SubPhattys war ja schon der Sub37 bzw. Subsequent37, der dadurch für mich klar der überzeugendere Synthi ist.

  8. Profilbild
    AB

    Eine ganz wesentliche Frage bleibt in diesem Test komplett unberücksichtigt: Ein Vergleich zum Subsequent 37. Ich würde meinen, dass Kaufinteressenten gerne wissen würden, wo da die Unterschiede sind, und ob es sich lohnt rund 950 Euro auszugeben, oder doch lieber 1500 für den Subsequent 37. Wenn ich sehe, auf was ich alles verzichten müsste, dann ist der 25er für mich komplett uninteressant.

    • Profilbild
      Everpure  AHU

      Auch interessant wäre gewesen, herauszuarbeiten, warum ich 950€ für den Sub25 oder 550€ für den Minitaur ausgeben sollte. Klar der Minitaur kann nicht paraphon. Dafür hat er aber auch 2/3 aller Funktionen „unter der Haube“ (also mehr oder weniger nur über geheime Tastenkombis oder im Editor) verfügbar, kein Display und kann super Moog Bass Sounds.

    • Profilbild
      Valentin Zopp  RED

      Das stimmt und wurmt mich gerade etwas. Bin ja noch neu im Review Geschäft, der Vergleich mit größeren Brüdern steht jetzt auf meiner Checkliste. :)

    • Profilbild
      liquid orange  AHU

      Sind ja bereits einige Sub(sequent)37(CV) als Gebrauchte zu haben, die Nahe an den Neupreis des 25er kommen
      Ich habe auch einen Sub37 sowie einen Voyager. Aber vom Sound her kommt der Sub37 in keiner Weise an den Voyager ran, aber das ist ja auch Geschmacksache.

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    Mick  AHU

    Dann lege ich mal los: Als erstes kam der Moog Sub 37 Tribute, der ganz schnell in die Kritik kam, das ihm diverse CV Ausgänge fehlten, also wurde direkt ein Moog Subsequent 37 CV in silber raus gehauen. In der Zwischenzeit hat sich die Potiachse vom Cutoff des Tribute, als instabil erwiesen, so das es Kontaktschwierigkeiten bzw. eine Lücke im Filter gab. Also kam der Tribute nun mit Metallachse, die „BetaUser“ konnten ihr Gerät einschicken. Schließlich haute Moog wieder einen Sub 37 raus, denn auf einmal war der Filter des Tribute zu lasch. Es folgte also der Subsequent 37 und jetzt Subsequent 25. Ich komme mir von Moog veräppelt vor und als BetaUser. Das ich für das Geld zwei Behringer Poly D und ein Model D bekommen hätte, tut doppelt weh. Mir ist nämlich egal, ob ich von Chinesen oder Amerikanern über den Tisch gezogen werde!

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      AMAZONA Archiv

      Die besten Synths die Moog „baut“ sind IOS-Apps.

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      Valentin Zopp  RED

      Danke für die Detailinfos! Behringer kommt für mich aus vielen anderen Gründen nicht in Frage. Die Synths sind aber großteils super!

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    Ashatur  AHU

    Ich bin mit den Phattys noch nie wirklich warm geworden. Obwohl ich den Moogsound wirklich mag. Den neuen hier empfinde ich optisch wirklich schön aber wie bei dem Sub37 fehlt mir irgendetwas im Klang.

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    FunKeyLicious

    Erstmal, (wieder mal) sehr informativer und tiefgehender Test, Vali – well done.

    Ich kann die Einschätzung mancher Kollegen hier durchaus teilen. Ich war gespannt auf deine Kritik, da ich auch gerne ein Gefühl dafür hätte, was den Subsequent 25 vom 37er unterscheidet. Ich hab ja einen Subsequent 37 (CV) daheim und von dem was ich hier lese, wäre im Grunde das einzig wirkliche Plus des 25 die geringere Größe.

    Alle anderen Unterschiede (kein Aftertouch, schlechtere Tastatur, versteckte Funktionen, kein Display, nur ein dedizierter LFO, kein Arp, keine Sequencer etc.), dass ich tatsächlich bei der Kategorie ohne zu Zögern wieder zur BassStation 2 greifen würde. Ich weiß nicht genau, was der 25er sein soll – eine „Moog Einstiegsklasse“ oder ein richtiger Analog-/Bass-Synth… Bei mir bleibt eher das Wort „beschnitten“ übrig.

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      Valentin Zopp  RED

      Danke! Ich denke er ist durch die super VST Einbindung wirklich gut als kleiner Moog Sound Lieferant fürs Studio geeignet. Auch für die Bühne als Bass Synth reicht das absolut aus. Da wird man ja an den Details nicht mehr schrauben.

      Grundsätzlich hat er wirklich Spaß gemacht, wenn ich das Geld übrig hätte, würde ich ihn meinem Bassisten als BS2 Ersatz schenken. ;D

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    ISE500  AHU

    Bei der Vielzahl der Knöpfe (Pluspunkt) sollte klar sein, daß die essentiellen Funktionen auch ohne PC-Editor erreichbar sind. Ist bei meinem Minitaur auch so (da wünschte ich mir nur Beat Frequency auf dem Gerät), die Moogs haben halt viele „Under the Hood“-Features, was ich ihnen nicht zum Vorwurf machen würde. Mir persönlich gefällt allerdings der Grundklang der Sub-Reihe und der Phatty-Reihe nicht so – da würde ich jederzeit Minitaur, Mother und Grandmother bevorzugen. Das mit dem nur 25 Tasten und dem daraus resultierenden Namen finde ich allerdings unglücklich (die Grandmother könnte auch noch eine Oktave mehr vertragen, so ein geiles Teil). Dann lieber weniger Knobs um den Price Point zu halten.

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      Ashatur  AHU

      Ja das sehe ich auch so. Grandmother und Mother haben mich echt überzeugt, trotz eingeschränkter Synthese ist der Grundklang einfach organischer und eine Grandmother im Verbund mit einer Mother da gibt es dann eh nicht mehr viel zu meckern.

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        Ashatur  AHU

        Ist doch immer so :-D

        Aber Ist doch schön das jeder seinen Sound / Gerät haben kann wie er es gern hat.
        Mal ganz Ehrlich so eine große Auswahl gab es wohl noch nie bei Synthesizern…

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          ISE500  AHU

          Ja, die sind einfach geil. Der Minitaur/Sirin würde dir sicher auch gefallen, der Oszillatoren-Grundsound ist einfach klar-edel und nicht „bratzig“.

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            Ashatur  AHU

            Das hast du aber Recht die reizen mich auch schon ne ganze Zeit… ich musste auch hadern bei dem Kauf der Mutter ob Sie oder der Minitaur.

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              ISE500  AHU

              Und ich denke immer, die Mutter wäre auch nicht schlecht gewesen … :) Also den DFAM kaufen. Bin aber schon genug ausgestattet und hab das Synth-GAS besiegt.

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        ISE500  AHU

        Lieber 4 Funktionen nicht direkt erreichbar, aber dafür 1 Oktave mehr :)
        Der Workflow mit einem Masterkeyboard ist zwar auch gut. Aber irgendwie ist das ab 37-49 Tasten dann doch einladender, mal ohne Masterkeyboard zu spielen.
        Wenn jetzt alle Synths 88 Tasten hätten, wäre es irgendwie ein ganz anderes Game als heute.

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    SynthNerd  AHU

    Wer auf mehr Tasten, mehr Speicherplätze, Arpeggiator und Sequenzer verzichten kann, spart einige Euro gegenüber einem sub(sequent)37 – für alle anderen und mich ist der 37er klar die bessere Wahl.

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    Hierophant's Kiss

    Kein Aftertouch, kein Display, kein Sequencer, kein Arpeggiator und nur 16 Presets im Gerät. Dann spare ich wohl doch besser auf den Subsequent 37. Bei den derzeitigen Lieferzeiten sollte dies kein Problem sein.

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