Test: Moog Grandmother Semi-Modular Synthesizer

4. August 2018

Je oller, je doller

Moog Grandmother

“Schön ist sie gerade nicht”. Das waren meine ersten Gedanken, als im Frühjahr 2018 das erste Bild des neuesten Streiches aus dem Hause Moog online seine Runde machte. Und dann „Grandmother“. Großmutter. Mehr Retro geht doch eigentlich nicht, oder?

Neu und auch wieder nicht

Die Trendscouts und Marktforscher waren sehr fleißig und ihre Empfehlungen scheinen auf den Chefetagen überall ähnlich zu sein. Aber wen verwundert es? Semi-modulare Synthesizer sind im Moment absolut en vogue. Nach dem Erfolg der Modularsysteme im Eurorack Format sind Synthesizer mit halb-offener Architektur das ideale Komplement. Moog spielt in diesem Segment mit Mother-32, Werkstatt-01 und DFAM schon länger erfolgreich mit. Moog hat aber noch mehr zu bieten. Nämlich Tradition und eine große Vergangenheit. All das verdichtete sich in der umfangreichen Veröffentlichung ihrer modularen Klassiker von System 15, 35 oder 55 bis hin zu IIIC und IIIP. Wir werden wohl (und wollen vielleicht) nie erleben, dass Moog diese Traditionen jemals komplett über den Haufen wirft. Zitate aus der technologischen Urzeit analoger Synthesizer wird es wohl immer geben. Mit Grandmother versucht Moog nun aber eine Art Brückenschlag zwischen den modularen Giganten und der halb-modularen „neuen“ Welt. Wohlgemerkt: Es geschieht alles unter Beibehaltung bekannter und immer wieder benutzter Synthesekonzepte. Nun ja, man stelle sich vor: ein Grandmother aus dem 22. Jahrhundert mit völlig neuem Konzept und fremdartigen Syntheseformen zurück in unsere Zeit transportiert. Wie sollte das gehen???

Moog Grandmother

Der erste Eindruck des Moog Grandmother

Auf den ersten Blick erinnert mich die Moog Grandmother in seiner Kompaktheit an den Moog Rogue. Der war allerdings nicht semi-modular und wir werden sehen, dass Grandmother deutlich mehr Möglichkeiten zu bieten hat als der Rogue. Moog Grandmother kommt diesmal in einem für Moog untypischen, vollkommen aus Kunststoff gefertigten Gehäuse daher. Kein Holz. Kein Metall. Nichts. Das Gehäuse erinnert mehr an eine Kofferschale. Allerdings fasst sich das gar nicht so schlecht an. In gewisser Weise ist das Gehäuse sogar „pflegeleicht“ und man muss keine Angst haben, dass man sich in einem unbedachten Moment eine Ecke abschlägt oder einen Kratzer reinmacht. Ich würde mir natürlich von Moog nicht auf Dauer solche Gehäuse wünschen, aber in diesem Fall funktioniert es.

Die Oszillatoren

Moog Grandmother

Obwohl es sich nicht wirklich im Moog Grandmother um echte Module handelt (das Panel ist aus einem Stück und lediglich bunt bedruckt), will ich die einzelnen „Abteilungen“ dennoch als solche bezeichnen. Das Oszillator-Modul besteht aus zwei VCOs und basiert auf den Oszillatoren des Minimoog. Grandmother hat zwei identische Oszillatoren, jeweils mit Stufenschaltern für Dreieck, Sägezahn (absteigend), Rechteck und Puls. Die Oktavschalter sind von 32‘ – 4‘ schaltbar. Über einen Sync-Schalter (mit dem auch Grobmotoriker keine Probleme haben dürften) wird Oszillator 1 mit Oszillator 2 hard-gesynct, was zu mehr „Biss“ im Klang führt, wenn man die Frequenz von Oszillator 2 erhöht. Jeder Oszillator verfügt über Wave-Out-Ausgänge und -Eingänge für Pitch-In. Oszillator 1 hat zusätzlich noch einen Eingang für Pulsbreitenmodulation (PWM IN) und Oszillator 2 einen Eingang lineare Frequenzmodulation (LIN FM IN). An diesen Eingang kann man sowohl hochfrequente Steuersignale als auch Audiosignale anlegen. Der Moog Grandmother Oszillator wird darüber in seiner Frequenz moduliert. Die Stärke des Signals kann nicht geregelt werden.

Das Mixer-Modul

Moog Grandmother

Das Mixer-Modul des Moog Grandmother ist wenig spektakulär. Hier kann man die Ausgangssignale von Oszillator 1 und 2 über separate Drehregler mischen. Dann gibt es eine Noise-Quelle, die man ebenfalls dazu mischen kann. Es sind also insgesamt drei Signale, die hier aufeinandertreffen. Zusätzlich gibt es für diese drei Quellen noch externe Eingänge, die die internen Verbindungen zum Mixer unterbrechen, sobald man ein externes Signal auf den jeweiligen Eingang gibt. Die Signalstärke wird dann mit dem zugehörigen Regler gesteuert. Gut ist, dass man mit diesem Modul Steuerspannungen UND Audiosignale beliebig mischen kann. Damit kann der Mixer in einem modularen Setup schnell eine andere Aufgabe übernehmen und als „Kreativ-Tool“ neue Signale generieren. Das klangliche Ergebnis wird dann an der Output-Buchse ausgegeben.

Das Utilities-Modul des Moog Grandmother

Hier findet man alles, was man bislang evtl. vermisst hat. Kein Modularsystem funktioniert ohne Multiple-Feld(er). Verschiedenste Signale müssen gesplittet und verteilt werden. Auch Grandmother stellt ein sog. Mult bereit. Dann hat Moog Grandmother tatsächlich ein Hochpassfilter mit 6 dB Flankensteilheit im Angebot. Dieses ist nicht spannungsgesteuert. Man muss es von Hand regeln. Zum Filter gehören ein Eingang und ein Ausgang, durch die man ein beliebiges Audiosignal (z. B. einen Oszillatorausgang) schleifen kann. Mein Eindruck ist, dass dieses Filter sehr angenehm klingt. Es packt nicht so hart zu und lässt sich eher „weich“ regulieren. Des Weiteren gibt es einen bipolaren Abschwächer (Attenuator). Mit ihm können Steuersignale reduziert bzw. invertiert werden. Auch der Abschwächer verfügt über einen Eingang und einen Ausgang.

Klangbeispiele
Forum
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    Son of MooG  AHU

    Ein dickes Lob für die Klangbeispiele; so manches dieser Electronicals hat Album-Qualität. Auf den ersten Fotos hat mir Grandmother gar nicht gefallen, viel zu bunt. Mittlerweile habe ich mich aber an die Farben gewöhnt (Frage an Synästheten: Sind VCOs tatsächlich blau und Filter grün?). Bei der Beschränkung auf nur eine Hüllkurve sollte für den VCA zumindest noch ein Gate-EG wählbar sein (wie bei Juno-6 oder SH-101), dafür hätte ich auch auf die Drone-Option verzichtet. Mich würde noch interessieren, wie Grandmother sich ins Eurorack einfügt, speziell, ob ein Up-Scaler wie Erica Synths Pico MScale für den Mother-32 nötig ist.
    Kleine Anmerkung zum Test:
    Die VCOs haben unterschiedliche Oktav-Lagen, VCO 1 liegt bei 32′ – 4′, VCO 2 bei 16′ – 2′. Kann man leicht auf den Fotos sehen…

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      mawe

      Ist „KB RLS“ nicht das von dir gewünschte Gate-EG? Falls nicht, kann man immer noch Gate out -> VCA AMT in patchen.

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      TobyB  RED

      Hallo SoM,

      Masse ist Blau :-D In der Informationselektronik regelte das die DIN47100 https://bit.ly/2AWZBKi Die dürfte aber nicht mehr so gültig sein. Ansonsten habe ich mir ausgehend von der Beleuchtung der Patchbuchsen des System 1m Rot, Gelb, Blau und Weiß als Patchfarben gewählt. Grau und Schwarz sind Reserve. Rot patcht OSC, Gelb den VCA, Blau die Filter, Weiß LFO. Immer bezogen auf den Ausgang.

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    Mick  AHU

    Moog stand immer für Qualität und „build like a German Tank“. Jetzt kommen die mit einem quitschbunten Plastikbomber, und x-ten monophonen Auflage, ausgereizten Ladderfilter für 1000,-€. Und Amazona feiert das Plastik ja pflegeleicht ist, mit einem “ sehr gut“!?
    Amazona verliert mit jedem Bericht immer mehr an Glaubwürdigkeit und Objektivität, man schaue sich nur die letzten Berichte an. Schlimm!

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      fritz808  

      „Amazona verliert mit jedem Bericht immer mehr an Glaubwürdigkeit“
      … denke, da stehst du mit deiner meinung ziemlich alleine da. ausserdem ist das ja nicht die meinung von amazona, sondern die von herrn kistenmacher – der ich übrigens nur zustimmen kann. und mir persönlich gefallen die farben.

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        Tyrell  RED

        Du kritisierst die Meinung der Redaktion, obwohl es der Test eines Autors ist. Dabei begehst du den Fehler, dass du deine eigene Meinung als die einzig gültige darstellst. Ich würde sagen „Eigentor“ ;-)

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      Chromengel

      nur als Anmerkung:

      die Kommentare verlieren sich auch in letzter Zeit immer mehr in Nebensächlichkeiten, als sich direkt auf das getestete Gerät zu beziehen. Siehe auch die Diskussionen zu diversen Behringer Geräten….

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      Mick  AHU

      Hier wird schon lange nicht mehr kritisiert sondern nur noch hofiert!
      Steht Moog oder Dave Smith drauf ist ein „gut“ schon vorprogrammiert, ab dann gehts nur besser!
      Bester Beweis: Moog Reissue Model D …Preis/Leistung kann nur ein Ungenügend sein, und damals wurde er nur so wuchtig gebaut, weil alle auf LSD wahren und die Knöpfe finden mußten, heute ist das Teil nur hässlich! DSI Prophet X ist ein teures, unausgereiftes, unfertiges Produkt, wo der Käufer als BetaUser missbraucht wird, sonst nichts,…aber hier gibts ein „gut“!?

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        iltis30  

        Dein „Beweis“ ist nix anderes als dein persönlicher Geschmack. Es steht dir doch frei, einen brillianten, kritischen Test selber zu verfassen und als Leser-Story einzubringen.

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    Wellenstrom  AHU

    Finde den kleinen Kessel Buntes ganz possierlich und manierlich. Durchsetzungsfähiger Moog Sound – für die Standardaufgaben im Track vollkommen okay und für denjenigen, der den „Moogflair“ im Verbund mit dem Modularsystem nutzen will, auch ein Kandidat. Für das Gebotene ist der preisliche Rahmen noch okay.

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    swellkoerper  AHU

    Finde auch, dass die Oma an Synthese-Neulinge gerichtet ist. Deshalb heisst der Filtermodulationseingang praktischerweise „Envelope Amount“ statt „FM in“. Ob man damit und den normalisierten, vorverdrahteten Verbindungen unter der Haube einem Modularinteressenten einen Gefallen tut, ist eine andere Frage. Ich fand immer, „semimodular“ für blutige Anfänger mehr verwirrend als hilfreich, aber jedem das seine. Absolut klasse finde ich in dem Kontext hingegen das ADSR-Modul: endlich hat mal jemand den Mut, das abstrakte Wirken von Zeit und Pegel einer Standard-Hüllkurve verständlich zu machen. Ein Anfänger versteht nicht, warum A, D, S, R die gleichen Bedienelemente haben sollen, aber nicht das gleiche bewirken. A, D, R regeln nunmal Zeitwerte und S ist ein Pegel. Bravo für diese simple, aber wirkungsvolle Idee.

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    Martin Andersson  RED

    Ein schöner, kleiner Synthesizer mit durchsetzungsfähigem Sound. Und vom Design und auch vom Klang her eine schöne Reminiszenz an den Moog MG-1. Auch wenn dies nie offziell bestätigt wurde, drängt sich der Verdacht auf, dass man sich vom MG-1 zumindest inspirieren ließ.
    Was mich noch interessieren würde: Wie klingt die Grandmother im Vergleich zu anderen Moog Synthesizern, neue und alte?

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    Tyrell  RED

    Könnte jetzt mal bitte mal eine meiner Titelbild loben :-)))) hihi…
    Aber um bei der Sache zu bleiben, mir gefallen die Farben gar nicht, deshalb habe ich auch den Titel in Sepia eingefärbt. So würde er mir tatsächlich besser gefallen :-)

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      Wellenstrom  AHU

      Das Bild ist gut. Hab‘ mich mittlerweile allerdings schon ganz gut an die Sesamstraßenoptik von dem Dingen gewöhnt. Könnte mir das Teil auch bildlich gut eingerahmt von Kermit und Grobi vorstellen.

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        TobyB  RED

        Ich dachte eher an „Das Tier“ spielt Drums und „Dr. Bob“ an der Großmutter :-)

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      JohnDrum  

      Lieber Peter,
      mir gefallen die Farben schon! 70er Jahre like!
      Zur Olympiade in München 1972 hatten wir dieses Blau auch überall! Kannst du dich erinnern?

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      TobyB  RED

      Meine Assoziation zum Aufmacher war auf ein Tässchen Sepia bei Omi. :-D Bzw. hatte ich den Film Ladykillers dann auch im Kopf ;-)

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    swellkoerper  AHU

    Bei aller Liebe zum Moog-Sound, ihren Verdiensten und ihrem Vermächtnis: das Teil ist wie eigentlich alle ihre Produkte brutal rückwärtsgewandt, limitiert und überteuert. Da wie im Fazit zu sagen „Die denken halt weiter“, finde ich eher gewagt. Wenn Moog nicht schnellstens zur Innovation zurückkehrt und aufhört, ihr Erbe auszuschlachten, werden sie mit als Erste den Bach runtergehen, wenn sich das Analogrevival dem Ende zuneigt. Trends kommen und gehen, alles nur eine Frage der Zeit.

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      Martin Andersson  RED

      Gewiss wird der aktuelle Analog Trend irgendwann wieder etwas abebben, ganz verschwinden werden analoge Synthesizer jedoch nie. Das wage ich jetzt einfach ‚mal zu prophezeien. Geigen werden auch immer noch gebaut, obwohl die „Barock-Welle“ auch schon längst vorüber ist. Der Vergleich mag etwas hinken, elektronische Musik hat natürlich bei Weitem nicht dieselbe Tradition wie Streichinstrumente, aber immerhin schon eine etwa hundertjährige Geschichte. Dabei gehören Moog Synthesizer nun mal zu den Klassikern der analogen, subtraktiven Synthese. Sie sind so etwas wie die Stradivaris der analogen Synthesizer. Und von Stradivari hat ja auch niemand verlangt, dass er andere, „zukunftsgerichtete“ Instrumente baut.
      Deshalb würde ich sagen: liebe Moog Leute, Ihr macht alles richtig und bedient durch die breite Produktpalette verschiedene Ansprüche und Käuferschichten.

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        swellkoerper  AHU

        Weissnich, ich gebe dir absolut recht, dass analoge Synths wahrscheinlich nie ganz verschwinden werden. Aber wenn ein vollmodularer Model D von AJH Synth in einem Waldorf KB37 Gehäuse weniger kostet als ein Model D Re-Issue, muss ich mich schon fragen, warum ich Premium-Preise für rückständige Produkte zahlen soll. Ich kann deine Argumentation sehr gut nachvollziehen, finde aber beim besten Willen nicht, dass Moog alles richtig macht. Ich fürchte, die jetzige Produktpolitik wird sich rächen (was wirklich sehr schade wäre).

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        lightman  AHU

        Moog war in den frühen Jahren der Inbegriff des musikalischen Fortschritts, heute scheinen sie mir eher Museumsverwalter ihrer eigenen Vergangenheit zu sein. Natürlich ist das legitim, und das in mehrfacher Hinsicht, denn die Produkte sind gut und es wäre kaufmännisch auch Blödsinn, die derzeitige Analog-Revival- und „Retro“-Manie nicht mitzunehmen, zumal es sich hier um einen der größten Namen im Geschäft handelt.

        Trotzdem frage ich mich, wo der innovative Antrieb geblieben ist, der seinerzeit Robert Moog dazu brachte, der Musikwelt eine komplett neue Form der Ausdrucksmöglichkeit zu geben. Vielleicht ist es gerade das Fehlen eines Umtrieblers wie Bob, der neben der notwendigen geschäftlichen Ernsthaftigkeit auch Gestaltungswillen für die Zukunft mitbringt. Letztlich hat Bob durch seine Entwicklungen die Welt der Synthesizer miterschaffen, gerade diese Tatsache sollte die Mädels und Jungs bei Moog doch anspornen, mal was richtig Neues zu wagen.

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        swellkoerper  AHU

        Nein, die Generation Handy versteht nur Smileys -falls das Zwinkern im Subtext versteckt war, ist es mir offenbar entgangen. Egal, ich brauchte nur einen Aufhänger für meine Brandrede..

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      polyaural  AHU

      „brutal rückwärtsgewandt“ — Äh, … ja und?
      .
      Was sagt das über das Instrument? Das es altmodisch ist? Das es nichts Neues bringt? Das Du dir gerne mal einen digitalen Granularsynthesizer (es ist komischerweise irgendwie immer die Granularsynthese die gewünscht wird) von Moog wünschst?
      .
      Oder langweilt Dich Moog weil sie immer wieder das machen was sie perfekt können: saftige, analoge Klänge?
      .
      Echt mal jetzt, Du trägst Eulen nach Athen. Die blendest uns mit dem Licht des Offensichtlichen.
      .
      Aber warum? Kein Mensch erwartet von Moog einen, äh … sagen wir mal digitalen Granularsynthesizer! Nur Du. Und (zugegeben) ein paar wenige andere. Der Rest weiß was er von Firmen wie Moog, Gibson oder Marshall zu erwarten hat. Jedenfalls keinen hippen Krümel-Sampler …
      .
      (echt mal jetzt, ist doch war — es nervt langsam)

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        Numitron  

        Na ja, aber es wäre endlich an der zeit für einen polyphonen.
        Die gerüchteküche brodelt aber bei dem thema.

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          polyaural  AHU

          Einen polyphonen Synthesizer mit dem typischen Moog-Sound kann ich mir nur sehr schlecht vorstellen. Nicht das ich so ein Gerät Moog nicht zutraue. Aber wie soll das klingen? Du kannst ja mal mit dem Minimoog auf dem iPad polyphon spielen. Gut klingende Akkorde habe ich bisher keine damit hinbekommen, die ich mit anderen Instrumenten nicht auch hätte machen können. Ich halte Moogs Stärke im Monophonen begründet. Gerne auch im zweistimmig.
          .
          Übrigens kann jeder mit einem Little Phatty und zwei SlimPhattys für ca. 1.600 Euro den Moog-Sound polyphon spielen. Soweit ich weiß lassen sich bis zu 16 dieser Phattys in einer Poly-Chain verbinden.
          .
          Ich kenne einige die das probiert haben, und keinen der das so nutzt. Wie gesagt, Moog in polyphon ist es nicht. Darum halte ich auch den Hype um den analogen Moog One für genau das was es ist: Ein Hype. Viel eher glaube ich an einen in Hardware gegossenen Anymoog …

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        Hectorpascal  

        Dann könnten die es ja beim Moog-Modular, Minimoog und vielleicht noch dem Theremin belassen. Das machen die aber nicht, Stichwort Subharmonicon. Nein, es wird ganz bestimmt keinen Granularsynthsizer von Moog geben aber halt! Animoog als App ist nicht weit davon entfernt….. Hmmmm. Schwarz-Weiß-Denken am Sonntagmorgen. :) Der Grandmother geht schon in die richtige Richtung und ich hätte Bock ihm was aus meinen Modulreihen zu injizieren. Das Konzept war schonmal gut. Ich stelle mir das so vor. Montagmorgen bei Moog. Alle haben gekifft.
        Employee:“Hey man! Whatta can we do for a grand?“
        Engineer:“ Maybe puttin‘ 2 werkstatt together and a MG-1 like lookin‘ keyboard, sayin‘ its a modularthing?“
        Employee:“Fantastic! That’s a 200% margin, so whatta we gonna do more?“
        Engineer:“Just lookin’……. In office there are tons of defective Lamy pencils. Let’s do a spring reverb!“
        Employee:“Great idea! Your a grandmotherfucker!“
        Engineer:“ Whatta greeeat name for a synth!“
        Woman:“Pleeeeeease, be correct! No „F***er!“
        Both:“Ok, Grandmother!“

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        swellkoerper  AHU

        Interessante Argumentationstechnik hast du da, aber mit solchen Kommentaren muss man wohl rechnen, wenn man die heilige Kuh kritisiert.
        Apropos Moog-Granularsynth: Peanuts, habe ich schon lange. Eurorack machts möglich :-)

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    iggy_pop  AHU

    Je… desto…
    .
    Ohje, ohje, ohjejeje…
    .
    Ach ja, das Gerät: Moog haben sich selbst übertroffen und etwas gebaut, das noch übler aussieht als Rogue und MG-1 zusammen.
    .
    Das ist schonmal eine Leistung.
    .

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      Numitron  

      Geschmäcker sind wohl verschieden. Mir gefällt es. 99% der synths sind doch eh nur schwarz. Und das sage ich als einer der schwarz gerne hat.

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      Martin Andersson  RED

      Rein äusserlich ist die Grandmother auch nicht mein Favorit, aber das ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal. Dieser Synthi scheint aber sehr ergonomisch gestaltet mit ausreichend Platz zwischen den Potis und dennoch ist er klein und handlich. Und bei Weitem nicht so schwer wie ein Mini. Für mich als Live-Musiker nicht zu unterschätzen.

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      Son of MooG  AHU

      Bemerkenswert ist nicht, dass du der Einzige bist, der das „Je…je…“ moniert, sondern, dass es bis heute noch nicht in der Überschrift ausgebessert wurde. Oder ist die korrekte Formulierung nicht so catchy?

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        moogist  

        Der ganze Test wirkt leicht hingeschludert und wird dem Instrument insgesamt nicht gerecht. Es gibt es eine mechanische Geschichte mit den Wheels, die wohl nicht den gesamten Regelbereich abdecken, die – neben manch anderen Dingen (s. mein Posting an anderer Stelle) – nicht erwähnt wird. Und dann auch noch dieser sprachliche Fauxpas in der Überschrift …

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          Dirk Matten  RED

          „Je oller, je doller“ ist eine veraltete Formulierung, hatte mir bei der Durchsicht auch gar nicht gefallen.

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        Dirk Matten  RED

        „Je oller, je doller“ ist eine veraltete Formulierung, hatte mir bei der Durchsicht auch gar nicht gefallen.

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      Dirk Matten  RED

      „Je oller, je doller“ ist eine veraltete Formulierung, hatte mir bei der Durchsicht auch gar nicht gefallen.

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        Wellenstrom  AHU

        Yep. „Je doller, je doller“ ist im Prinzip vollkommen legitim, auch wenn es den Meisten nicht so geläufig ist und stattdessen „je oller, desto doller“ vielerorts verwendet wird. Kann also stehen bleiben. Find ich im Übrigen gar nicht mal so schlecht, alte Ausdrucksweisen zu verwenden, an denen man sich erstmal reibt, sie für falsch hält, um dann eines Besseren belehrt zu werden. Hielt es auch bei der ersten Sichtung für falsch und hab‘ dazu gelernt.

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            Hectorpascal  

            Nein, das heißt „je oller desto Dollar“! Hier wird eine „Mother“ für einen „Grand“ angeboten. Das nirgendwo auf dieses Wortspiel eingegangen wird…. Auch wenn die GM in den USA für 899$ angeboten wird. Das war bestimmt nicht Moogs Absicht. Wir bitten das zu entschuldigen. :)

  9. Profilbild
    Hectorpascal  

    Ich hätte schon Bock auf die Oma. Ein Paar Random Sources und andere Modulatoren sollten dem Sound zuträglich sein. Der Hall nervt und harmoniert nicht wirklich. Meine Meinung. 1000 Ocken sind auch nicht wenig. Da bin auch nicht mehr weit von einem Buchla Snoopy oder Easel entfernt, die ich viel spannender finde.

  10. Profilbild
    elektrock  

    Irgendwie geht es ja auch um Inspiration wenn man mit so einer Kiste spielt
    und diese kommt bei diesem Synthi glaube ich auch rüber.
    Wer sich hier ein Doepfer Modularsystem mit 2x 3He erwartet wird wahrscheinlich genauso entäuscht sein wie derjeniger der schon genügend subtraktive zuhause hat.
    Ich finde diesen Synthi echt gelungen.
    Der sieht nicht nur Hippie aus…..der klingt auch so!
    Fescher Testbericht samt Sound‘s.

  11. Profilbild
    L. Lammfromm  

    Die Oma hat vom Start weg das Potential zum Klassiker!
    .
    Zunächst aber artigen Dank an Herrn Kistenmacher für den profunden Text und seine erneut schönen und hilfreichen Hörbeispiele, in denen sich eine gewisse Liebe für Sync-Sounds zeigte. Ein guter Testbericht! Da hat sich Dr. Tyrell (in roter Robe und wohl mit einem Riesen-Kescher unterwegs) einen prima Autoren eingefangen.
    .
    Zur Oma:
    Die alte Dame ist sehr anständig bepreist. Der Moog-geneigte Käufer bekommt eine Modular-Tastatur mit KB Vel Out und einem sehr praktisch zu bedienenden Sequencer. Dazu ein paar Tools wie bipolarer Attenuator und Multiple. Dazu ein echtes und offenbar sorgfältig konstruiertes Springreverb, das für externe Signale genutzt werden kann. Tja, und dann einen Doppel-OSC mit immerhin FM, PWM und Sync, einen Moog-Filter (904) und einen gut klingenden HP, dazu ein ADSR, das einen guten „Bauch“ macht und sehr schön mit dem VCA zusammenspielt, und dazu einen gut ausgelegten LFO.
    .
    Insgesamt ein sehr stimmiges und schlau kontruiertes System! Oh, und es klingt gut. Die Oma klingt sogar unverschämt gut.

  12. Profilbild
    Kari  

    Als ich das erste, schlecht aufgelöste Bild der Oma gesehen habe, dachte ich erst es handelt sich um einzelne Module und ein dazugehöriges Keyboard. Also wie das wunderschöne kb37 von Waldorf. Denke die Farbigen Flächen sollen denn Modularen Ansatz visuell hervorheben.
    Die Farben sind meiner Meinung dennoch schlecht gewählt. Der Designer in mir möchte das Teil von Grund auf neu gestalteten.
    Klingt gut, aber wär mir langfristig zu simpel und einseitig wenn ich nur die Oma hätte. In Kombination mit dem Rest der Familie, oder noch besser, einem case voll Module, macht das Teil durchaus Sinn.

  13. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Zum pädagogischen Aspekt kann ich noch sagen, dass ich mit Hilfe von Bernd Schreibers „Synthesizer Handbuch“
    https://www.scribd.com/fullscreen/268270?access_key=em4p9ouqe3eu7
    durch den Korg MS-10 mein erstes theoretisches Wissen erwarb. Zitat: „Dieses Gerät eignet sich deshalb hierfür, weil die Anordnung aller Sektionen und deren Bedienelemente logisch den Ton- und Regelsignalflüssen entsprechen.“ Es gab ja auch eine Version des MS-10 mit stark vergrößertem Panel für Lehrzwecke. Dieses Grundwissen versetzte mich in die Lage, gleich nach dem Auspacken relativ zielgerichtet Sounds auf dem Juno-6 zu machen. Als ich später dann noch einen MS-10 erwarb, kam er mir wie ein alter Bekannter vor, der mich jedoch klanglich nie richtig befriedigte. Durch die farblichen Abgrenzungen, die auch ein Dreijähriger versteht, und dem klassischen Moog-Sound dürfte Grandmother künftig dem MS-10 die Rolle als Lehr-Synth abnehmen.

  14. Profilbild
    Emmbot  

    Ich finde das Design gut. Aber echte Module wären viel cooler.

    Am besten man entwickelt skins für die Optik.

    1000 Euro sind schon heftig aber es ist ja auch ein moog. Und moog ist nicht für günstige Preise bekannt.

  15. Profilbild
    moogist  

    Ich bin ein wenig enttäuscht von diesem Test.
    Im Prinzip beschreibt Bernd (dessen Test ich ansonsten sehr schätze!) lediglich die einzelnen Module der Großmutter – eins nach dem anderen. Wo ist da der Test?

    Was mir fehlt:
    1. Wie klingt das Teil? Im Fazit steht lediglich „druckvoller Sound“, ansonsten erfährt man so gut nichts über den Klang der Oszillatoren und des Filters. Großmutters Vorgänger, Prodigy und Rogue, sind beispielsweise berühmt für ihre hervorragenden Sync-Sounds. Wie schneidet hier die Großmutter ab?
    2. Welche besonderen Möglichkeiten bietet die Verpatchung der einzelnen Module?

    Vor dem Hintergrund des Gebotenen (monophoner Moog mit Patch-Möglichkeiten, Arpeggiator und Sequenzer) finde ich den aufgerufenen Preis als geradezu günstig.

  16. Profilbild
    Tolayon  

    Ein echter Moog für fast unter einen 1000er …
    Synthese-Anfänger mit einem Faible für traditionelle Analog-Kost dürften damit sicher gut bedient sein, wobei die modularen Möglichkeiten auch Fortgeschrittene begeistern werden.

    Was den im Fazit bemängelten fehlenden Ringmodulator betrifft, so kann man den ja extern nachrüsten (ebenfalls von Moog, wobei ein Mini-Fooger völlig ausreichen dürfte).
    Ansonsten sollten die FM-Möglichkeiten über die Buchsen ähnliche Spektren ermöglichen.

  17. Profilbild
    BadTicket  

    Ist das Gehäuse des Moog Grandmother tatsächlich ganz aus Kunststoff? In einem anderen Bericht habe ich gelesen dass die Seitenteile aus Kunststoff sind, der Rest aber aus Metall.

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