Test: iOS Moog Minimoog Model D, App

27. März 2018

Moog baut Software-Familie weiter aus

Minimoog Model D
Moog Music Inc.
5,49 Euro (Einführungspreis), AppStore

iOS Minimoog

Minimoog-Emulationen gibt es ja wie Sand am Meer, doch wenn die Herstellerfirma selbst dahinter sitzt, darf man schon mal aufhorchen. Der iOS Moog Minimoog hat mich jedenfalls begeistert – deshalb hier ein Kurztest:

Moog scheint den APPetit für iOS-App entwickelt zu haben. Nach dem wirklich fanastisch klingenden Model 15 (Test in CURiOS #11) kommt nun der erste offizielle Minimoog-Soft-Synth für alle 64 Bit fähigen iOS-Geräte, ab iPhone 5s, iPad mini 2 und iPad Air, heraus.

Hiermit kann man nun die – dennoch leider – von Arturia nicht gepflegte und jeher zu den schlechtesten Apps im AppStore zählende Minimoog-App getrost für immer ad acta legen.

Hingegen sprudelt der iOS Moog Minimoog nur so mit

Features:

  • Vier-Noten Polyphonie
  • Austauschen von Presets und Audioaufnahmen
  • Arpeggiator mit Hold-Funktion
  • Stereo Ping-Pong Delay-Effect
  • Bender Zeitmodulationseffect
  • Echtzeit-Loop-Recorder mit Overdub
  • Auswählbare Hüllkurvenformen und Trigger-Verhalten
  • Einfache MIDI CC Zuweisung – einfach in den Voreinstellungen auf „Map CC“ gehen und dann komfortabel das Bedienelement auswählen und am Hardware-Knöpfchen drehen.
  • Einfaches Backup der Presets in der iCloud
  • “Play-Mode” – ist eine ca. 25% größere, bedienerfreundlichere Versionsoberfläche, die durch Weglassen der Holzseiteteile wie auch der Tune-, Glide-, Modulation-Mix- und Volume-Regler erreicht wird.

iOS Minimoog

  • Ein neuer Ansatz im „Classic Feedback/Overload“ Signalpfad – zum einen fällt ziemlich schnell auf, dass nun bei aufsteigender Resonanz die Lautstärke mit dem iOS Moog Minimoog nicht mehr (kaum noch) abfällt. Das mag vielleicht schon wieder die Geister scheiden, war aber immer mein größer Kritikpunkt an Moog und den meisten anderen Moog-Emulationen. Darum muss man sich nun keinen Kopf mehr machen. Auch dass sich Moog daran „gewagt“ hat, ist schon eine tolle Sache.
    Weniger offensichtlich ist das veränderte Verhalten des Mixers, wenn er in die Übersteuerung gefahren wird. Hier wird nun starker Wert darauf gelegt, dass es sich auch bei der App gut anhört.
  • AUv3 Audio Unit Extensions – damit kann der Moog beliebig oft in einer AU-Hosts wie AUM Cubasis oder GarageBand instanziiert werden. Zu viele Instanzen werden das aber trotzdem nicht werden. Denn wie auch Model 15 ist auch der Minimoog ziemlich leistungshungrig. Auf dem großen 2015er iPad Pro (A9X) sind laut AUM bei vier Stimmen schon mal 56% Rechenleistung weg. Die 2017 A10X iPads werden wohl, je nachdem wie gut die Multi-CPU-Kern-Anbindung ist, vielleicht die doppelte Anzahl an Instanzen schaffen.

Moog Minimoog Model D – AU

  • Note-per-channel MIDI-Controller (MPE). Wie auch schon der Model 15 kann nun auch der kleine Moog mit MPE erfreuen.
  • Ableton Link
  • Inter-App Audio and Audiobus
  • 7 und 14 Bit MIDI
  • MIDI Program Changes – ein Feature, das leider viel zu wenig in iOS-Synthies gefunden wird
  • Unterstützung von Bluetooth LE MIDI-Controllern
  • Teilen über AirDrop, Mail und  mit andere iOS-Apps über Dateien-App

Sound

Der iOS Moog Minimoog „kostet“ viel Rechenleistung, dafür klingt es aber auch. Der Bass drückt richtig gut und es zappt extra knackig. Das Filter kann (nun) von samtig bis richtig kreischend, je nachdem auch wie stark die CONTOUR eingestellt ist. Das ist die erst Minimoog-Emulation, die mir richtig gut gefällt, möchte ich hinzufügen.

Wer sich nicht zutraut, am iOS Moog Minimoog selbst zu schrauben, für den gibt in jede Menge IAP-Presets zu kaufen.

iOS Moog Minimoog

Fazit

Für einen Einführungspreis von derzeit gerademal 5,49 Euro bekommt man mehr als nur eine handvoll Moog. Moog zeigt mit dem iOS Moog Minimoog auch hier, dass sie nicht nur Hardware können, sondern auch in Sachen Software ganz vorne mitspielen. Auch nicht zuletzt wegen ihrer vorbildlich konsistenten Produktpflege und wer weiß, vielleicht gibt es ja auch mal Desktop-VSTs.

Plus

  • Sehr authentischer Klang
  • Umfassende Möglichkeiten

Minus

  • Benötigt ziemlich Rechenleistung

Preis

  • 5,49 Euro (Einfürungspreis)
Forum
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    TobyB  RED

    Hallo Markus,

    dann kann Aturias Minimoog Emulation wohl weg. Ich hab gestern kurz den A/B Vergleich gemacht und meine der Moog Minimoog hat die Nase um längen vorne. Und dass obwohl mal das Reissue Model D als Ausgang für die Emulation wählte. Was die Features angeht eh, da Aturia hier nicht mehr weiterentwickelt und Tabletop sich nie richtig durchsetzen konnte. MPE wird laut Geert Bevin derzeit nur 2D unterstützt, Pitch und Timbre. Der Ressourcenhunger hält sich dann doch in Grenzen. Für den Preis für mich ein NoBrainer.

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    AMAZONA Archiv

    Hahaha soll das nun die neue Preis offensive gegen Behringers Model D werden? Ja er ist schon billiger. Moog! Was soll das! Schuster bleibe bei deinen Leisten. Schlagt nicht selbst den Mythos Moog tot.

    Ja genau kurios finde ich das.

      • Profilbild
        TobyB  RED

        Hallo Amazonaman,

        mitnichten, das ist der Einführungspreis. Ich denke der Preis wird sich nach der Einführungsphase beim Model 15 bewegen. Und mit IAP ist der Moog dann auch eher im mittleren Preissegment angesiedelt. Ich finde Moog macht das für O-Ton Geert Bevin „small company with limited ressources“ schon sehr gut. Und schaffen den Spagat zwischen alter und neuer Welt. Es muss schlichtweg im Jahr 2018 erlaubt sein, sowohl einen Synthesizer zu bauen, als auch zu programmieren. Und der Moog ist wesentlich besser als der Aturia Moog.

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          AMAZONA Archiv

          Den Arturia Mini fand ich schon immer sehr bescheiden. Arturia sollte an den einzelnen Instrumenten weiter arbeiten und nicht einfach nur das Bundel mit neuen Instrumenten aufblasen und dann das alte unverändert mit liefern. Ein einfaches Update aller bisherigen Instrumente wäre mir lieber gewesen.

          Und ja klar, jede Firma entwickelt sich weiter, so auch Moog. Es gibt inzwischen so irrwitzig viel gear, das ist echt krank. Aber für uns Musikanten eine tolle Sache. Der Markt ist knallhart bei der Kongurrenz. Und jetzt auch noch das Behringer Unglück. Tja so ist es eben.

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            TobyB  RED

            Hallo,

            das das Problem bei Aturia eben, das die mehr als ein Produkt haben. Und dann hast am Ende ein Ressourcenproblem bei Wartung und Pflege.

            Bei der Frage nach dem Gear, es ist gut Alternativen zu haben, was man braucht oder nicht braucht zum musizieren sollte man sich fokussieren. Der Irrwitz ist ja nicht dazu da, meinen Geldbeutel zu leeren.

            Solange die Hersteller, das Offensivspiel von Behringer annehmen und mit eigenen Ideen punkten, ist das doch okay. 2018 verspricht ein interessanter Synthjahrgang zu werden.

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            AMAZONA Archiv

            Der „Amazonaman“ weiß erstaunlich oft was andere „mal sollten“. Ich bin beeindruckt. Kann ich ein Kind von Dir haben?

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                L. Lammfromm  

                @ amazonamann

                Was jetzt?! Das mit dem Kind (so etwas geht ganz leicht) oder mit der Arturia-iOS-Abteilung, die ihre iOS-Abandonware wieder in etwas Nutzbares verwandeln möge?
                .
                ;-)
                .
                Ich glaube, dass es schwierig ist, in diesem Marktsegment wirtschaftlich zu bestehen und iOS-Software auf Dauer zu pflegen, da Apple den Entwicklern keine Möglichkeiten einräumt, für derartige Updates einen gewissen Preis zu verlangen (z.B. 20 % des App-Preises). Auch sind gute DSP-Programmierer selten billig. Die ziehen nach Ende des Projektes oft weiter – und dann hat der „Hersteller“ oft ein Problem. Will sagen, der Grund liegt vielleicht nur teils bei Arturia – und teils eben anderswo.
                .
                Hint: Ich sehe die Hauptschuld bei einer Bezeichnung einer Obstsorte. Die machen halt auch nicht alles total super. Leider.

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    gutomi  

    Danke für den Test! Wie würdest Du den Unterschied zum Model 15 klanglich beschreiben. Braucht man beide ;-)

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      fitzgeraldo  

      Ich hab‘beide mal mal kurz verglichen: rein klanglich gibt‘s da nicht sooo große Unterschiede. Scheint hinter beiden auch die gleiche Engine zu stecken. Soundtechnisch ist der Animoog dazu die bessere Ergänzung.

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    fritz808  

    hmm… scheint toll zu klingen, kostet wenig… sieht hübsch aus und wird in einem glaskäfig gehalten. tut mir leid – einfach nciht mein ding.

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      Markus Schroeder  RED

      Ein Desktop-VST wird auch hinter Glas und einem abstraken (meist) 8-Kontroller / 8-Fader Midikotnroller „gefangengehalten“ und zusätzlich von einer Maus bewacht. Das ist ehr noch weiniger kreativfördernd.
      Es sei denn Du benutzt ausschließlich Hardware. :D

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    BÄM  

    Mir ist bis heute schleierhaft, wozu ich eine virtuelles Instrument as iOS-App kaufen soll, wenn ich auf dem PC eine DAW nutze.

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      TobyB  RED

      Hallo Bäm,

      weil du mit AUv3, IAA, Audiobus und den Muxxen a) deine DAW entlastest, b) mit einem iOS Device was das Signalrouting angeht noch ein Schaufel draufpacken kannst, c) schleif mal einen Minimoog oder eine DAW mit im ICE.

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        BÄM  

        Die Alternative zum iOS-Moog ist nicht ein echter Moog, sondern je nach OS VSTis, wir reden hier ja nicht über Hardwaresynths. Da muss ich mich mit dem ganzen anderen Zeug und Routingproblemen gar nicht erst rumschlagen. Rechnerleistung ist auch kein Thema mehr.

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          TobyB  RED

          Hallo Bäm,

          ich hab ein hybrides Setup, 2 iPads, der Mac als Bandmaschine. Und Routing in den Mac und Logic ist kein Ding, in einer Minute erledigt, auf Wunsch kostenlos. Wenn mir dann der rohe Sound der des iPad in der DAW nicht gefällt, ziehe ich mir aus der APP und prozessiere das „analog“ und wieder rein damit. Und ansonsten siehe Markus Antwort. :-)

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            BÄM  

            Ok, für ein Livesetup scheint das eine Möglichkeit zu sein, für’s Studio ist es mir dann doch zu fummelig, abgesehen von den Anschaffungskosten.

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              TobyB  RED

              Hallo BÄM,

              fummelig ist da nix mehr. Es haben sich mit IAA, Audiobus, StudioMuxx, MidiMuxx, OSC diverse Techniken herauskristallisiert mit denen AUv3 Apps recht flexibel in die Box schaufeln lassen. Fummelig ist für mich höchstens das Zusammenspiel iOS und W7/10. Aber Dank diverser Tools und Lösungen ist das auch kein Hexenwerk mehr. Im Verbund mit iPad kannst du z.b deine DAW einfacher bedienen oder ihr neue Tricks beibringen. In Logic und GB erleichtert das den Workflow nochmal und OSC kompatible DAWs kannst du auch komplett customizen. Wie du es brauchst. Nicht unerwähnt , die ganzen Sachen die du mit Touch OSC und CTRLR und MIDI machen kannst.

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            chk  

            Siehst du, eben das fände ich einen großen Nachteil. Mit Plugins im Computer habe ich die totale Freiheit, ob ich freezen oder rendern soll, oder bis zum letzten die totale Kontroller über den Sound habe. Ein iPad finde ich weder inspirierend, noch bringt es mir irgendeinen Mehrwert, wenn ich es mit dem PC kombiniere.

            Allerdings muss ich sagen, dass mich die App eh nicht aus den Socken haut. Richtig aus den Socken gehauen hat mich eher der Native Instrument Monark, denn der klingt mal richtig analog, und hat extrem knackige Hüllkurven, und auch einen extremen Filtersound. Höre ich bei dieser App ehrlich gesagt nicht so richtig, das ist eher dieser typische flache, anorganische typische Softsynthie-Klang. Also der von vor 10 Jahren, da nehme ich mal Monark, Reaktor, und auch die u-he Sachen raus, denn die sind schon besser, was das angeht. :)

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              Danny Who  AHU

              Der 1:1 Vergleich (nicht nur von den hiesigen Hörbeispielen) zum Monark würde mich auch dringend interessieren. Habe ersteren und benutze aber sonst primär Abletons „Analog“.

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      Markus Schroeder  RED

      Hi Bäm,

      weil Touchscreen-Instrumente immer noch mehr Spass machen als Mausschubsen? Mir zumindest.
      Niemand will Dich von deiner Desktop DAW abbringen. Ohne Reaper könnte ich nicht leben.
      Du kannst das iPad aber z.B. per IDAM (Mac) und Studiomux oder iConnectivity (Mac/PC) als Plugin in Deine Desktop DAW einbinden und den Rechner entlasten.
      Die Einführung von AudioUnits inkl. Plugin-DAW-Automation in iOS war auch nochmal ein riesen Sprung nach vorne.
      Aber das iPad spielt seine Stärken, für mich, so richtig beim Live-Gig aus. Ich benutze seit Jahren live nur noch das iPad. Ich bin deswegen sogar vom Laptop abgekommen.

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        BÄM  

        Verstehe das Setup, allerdings würde ich persönlich dann doch lieber auf „echte“ Hardware setzen :)

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    AMAZONA Archiv

    Einfach mal einen Ton lange halten und hören was da so zwischen den Oszillatoren abgeht. Damit hat mich die APP schon gewonnen. Das habe ich den Programmierern nicht zugetraut. Mit dem Modell 15 ist das ein Grund ein großes iPad Pro zu kaufen.
    Es macht richtig Spaß die Entwicklung der Firma Moog zu beobachten. Sie befeuern den Spirit ihrer Wurzeln in dem sie alte Instrumente originalgetreu wieder aufleben lassen, und sie lassen neue Äste zu einer imposanten Krone heranwachsen, in dem sie unfassbar gut klingende und hervorragend designte Neuentwicklungen herausbringen. Mother-32, DFAM und Minitaur sind großartige Instrumente zu Preisen die man dieser Firma vor 10 Jahren noch nicht zutraute.
    Und selbst die APPs sind legendär. Angefangen beim Filtatron, dem Animoog, dem Model 15 und nun Minimoog. Alles amtlich klingende Software die IMHO über den Rest deutlich herausragen.

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    Tolayon  

    Es ist schon interessant, dass Moog einerseits immer noch echt analoge Hardware baut, aber andererseits auch digitale Software-Emulationen gerade der höherwertigen Synths zu einem Preis anbietet, gegen den die Hardware-Klone von Roland und Behringer nur abstinken können.
    Oder vielleicht auch nur fast – denn so ganz ohne echte Regler stelle ich mir gerade das Schrauben an Moog-Sounds eher fade vor.
    Wirklich mutig fände ich es von Moog, wenn sie auch noch hybride Hardware anbieten würden. So eine Art erweitertes Polymoog-Revival z.B. mit digitalen Oszillatoren, die sich aus hochwertigen Samples diverser Moog-Synthesizer speisen und anschließend durch ein echtes Ladder-Filter nebst Resonator geschickt werden …

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    thejules

    Fantastischer Sound, aber leistungshungrig trifft es. Auf einem iPad Mini 4 mit A8 CPU muss man beim Ausspielen über studiomux die Puffer schon ganz ordentlich hochschrauben, dass es nicht knackt.

    Hoffentlich wird da in zukünftigen Updates noch etwas weiter optimiert.

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    defrigge  

    Die App ist DER HAMMER. Dieser Moog-Sound ist erstaunlich authentisch, lebendig und druckvoll. Nur als Beispiel: Zusammen mit dem Scarbee Rhodes in Korgs Modul kriegt man mühelos die klassische Moog-Rhodes Kombination in exzellenter Spiel- und Aufnahme-Qualität: unterwegs auf einem iPad, immer und überall dabei, fertig zum Aufnehmen von Ideen.

    1. ich habe Model 15 auf meinem iPad, ziehe aber für’s Musikmachen mit Abstand die schlichte Minimoog-Oberfläche vor, weil ich damit 90% von dem kriege, was ich on the fly will, ohne mich unnötig lange aufzuhalten. Den neuen Minimoog werde ich wohl auch 90% der Zeit nutzen, Model 15 nur für besondere Zwecke 10% der Zeit.

    2. Es macht keinerlei Sinn, Apps und Desktop DAW/VSTs gegeneinander zu stellen: beides macht auf völlig eigene Sinn, und beides hat Vorteile, die das jeweils andere nicht bietet. Mein iPad habe ich überall dabei, und kann im Sommer im Garten mit einem Microkey Air munter spielen und aufnehmen.

  10. Profilbild
    defrigge  

    p.s. Ich meinte natürlich Korg Module
    Und: auf meinem iPad Pro 2017 lässt sich die App problemlos 4-stimmig spielen – und das bei diesem exzellenten Moog-Sound!

  11. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ich für meinen Teil bin wenn ich unterwegs bin nur unterwegs und mache dann keine Musik während dessen. Zuhause konzentriere ich mich dann auf das wesentliche. Aber oft sitze ich auch mal draußen im Garten und habe ein Laptop oder ne Gitarre dabei und dudle vor mir hin. Das ist dann einfach Genuss pur. Aber im Zug würde ich wahrscheinlich zu spät aussteigen wenn ich da anfange etwas zu musizieren. Deshalb lasse ich es bleiben.

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      defrigge  

      Mal abgesehen von den vielen Möglichkeiten unterwegs und im Freien (die ich oft nutze), ist es sogar zu Hause viel praktischer und geht viel schneller, eine Idee mal schnell mit dem iPad einzufangen, als ins Homestudio zu gehen, den PC hochzufahren und die Moogs warm laufen zu lassen.

      Mein Musik-iPad ist OFT in sehr praktischem und nützlichem Einsatz, natürlich ohne jemals Ersatz für Homestudio-Sessions sein zu können oder zu wollen.

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    AMAZONA Archiv

    VSTI wäre mir lieber. Will kein Spielzeug, sondern etwas, dass ich für Aufnahmen gebrauchen kann.

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        AMAZONA Archiv

        Ja, coole Sache, wenn das geht. Aber ich bin nu mal ’ne faule Sau, die es wirklich bequem braucht. Ich brauch den direkten Zugriff – alles direkt und ohne Schnörkeleien. Bin da wirklich mittlerweile DAW und VST „versaut“. Aber nur so kann ich mich auf Tracks konzentrieren. So’n IPad Gedöns ist für mich da echt keine Alternative. Nicht, weil das Zeugs schlecht wäre, sondern weil es dem eigenen Workflow einfach nicht entgegenkommt. „Rumspielen“ tu ich schon seit zig Jahren nicht mehr. Hab irgendwann mal den Bogen rausgekriegt, wann ich in den Flow kommen kann, ’ne Eingebung direkt umsetzen kann und so….nicht einfach zu beschreiben… kann sein, dass ich wochenlang überhaupt kein Instrument anpacke, und irgendwann quillt es förmlich aus mir raus und dann wird direkt am Rechner (und mit den Instrumenten) aufgenommen. Diese spielerische Variante isses bei mir einfach nicht mehr, führt zu nix.

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        AMAZONA Archiv

        … und da kommt noch etwas bei mir dazu… hab da noch nen Lattenschuss… fasse ungern Touchdisplays mit der Hand an. Nutze immer Pens dafür. Selbst beim Smartphone geht mir das so.

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        AMAZONA Archiv

        @ Markus Schroeder

        Jut, für Liveelektronik (machst ja Livegigs) durchaus ’ne dolle Sache. Und da sehe ich dann auch den (einzigen) Vorteil. Aber im Studio werden diese Appgeschichten vermutlich nie ’ne große Relevanz haben.

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    Dirk Matten  RED

    Der Hersteller hat seine Historie und Bedeutung ganz offensichtlich nicht verstanden. Und dass man für 5,49 Euro die Beine breit macht, ist mehr als bedrückend. Die Klangbeispiele auf der Homepage sind aus urheberrechtlichen Gründen für die Tonne und haben den maximalen Deppenstatus. Die Verblödung nimmt zu, das prangere ich an. Gummipuppe.

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        AMAZONA Archiv

        Bei Moog sehe ich das schon etwas differenzierter.
        Kann man gut am Beispiel Animoog sehen. Die Klangerzeugung der App haben sie z.B. nochmal in raffinierter Weise im Theremini integriert. Die App hier wird für viele vermutlich auch nur ein Appetizer sein für Hardware.

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      defrigge  

      Der Hersteller hat seine Historie und Bedeutung nicht verstanden?

      Ganz im Gegenteil, der Hersteller hält das klangliche Erbe in allen heutigen Bereichen des Musikmachens aktuell, statt zum Museumsverwalter zu degradieren.

      Und was „Spielzeug“ betrifft: viele PC VSTis haben einen weniger überzeugenden Klang und klingen mehr nach Spielzeug, als inzwischen manche aktuellen iOS Apps.
      Das Korg Module Scarbee klingt z.B. um Längen besser als so etwas wie die viel benutzten Toontrack EPs.
      Und die Moog-Apps (Model 15 und Mini) klingen besser als die entsprechenden Arturia VSTis auf dem PC.
      Es ist auch keine Kunst, sie auf dem iPAD aufzunehmen und auf dem PC zu importieren (z.B. über Cubasis -> Cubase Import).
      Von „Spielzeug kann in diesem Zusammenhang wohl kaum noch die Rede sein. Das gilt auch für die Hardware in aktuellen und kommenden iPad Pros.

    • Profilbild
      L. Lammfromm  

      @ Dirk Matten
      .
      Ich mag es ja, wenn jemand seine Meinung etwas „deutlicher“ vertritt. Allerdings finde ich, dass sich Moog beim Preis für seinen iOS-Moog-Synth mit 5,50 Euro im Einführungsangebot nicht zu billig macht. Warum?
      .
      Nachfrage und Angebot bestimmen die Preise für iOS-Software. Gut für die Entwickler: Raubkopien sind nicht möglich. Das Geld landet in der eigenen Tasche. Schlecht für die Entwickler: Die Kunden haben in der iOS-Welt viele günstige und gut klingende Alternativen.
      .
      Wenn du als Enwickler stattdessen einen Preis von z.B. 11 Euro nehmen würdest (Beine-etwas-weniger-breit-Modus), dann verringert sich die Nachfrage darum sehr deutlich, oft sogar bleibt von den erhofften Mehreinnahmen darum nichts übrig. Bietest du deinen iOS-Synth für würdevolle 50 Euro an, dann bleiben dir als Entwickler bzw. Hersteller dann nur noch ein paar gut betuchte Nerds in der Kundschaft und deine Einnahmen brechen krass ein.
      .
      Ein zu hoher Preis für iOS-Synthies rächt sich leicht.
      .
      Moog macht nach eigenen Angaben gute Erfahrungen auf der iOS-Plattform. Die IOS-Plattform funktioniert für Moog. Und, wer weiß, vielleicht ist das Model D auch ein kleiner, unternehmensstrategischer Schuss gegen den Behringer Model D.

  14. Profilbild
    Mick  AHU

    Als erstes, …viel Halbwissen hier!
    Der Mini von Arturia hat seit der 5er (jetzt 6er) Bundle-Version, einen enormen Schub nach vorne gemacht.
    Synapseaudio „the Legend“ ist die beste Emulation eines Minimoog ever, das beweisen mehrere Tests, und er ist auch polyphon (plus FX).
    Interessant das einige den Klangkrieg zwischen Original und iApp frönen, und beurteilen können, und das mit dem 08/15 Soundchip und der 3,5mm Klinke vom iPad!
    Chapeau!

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      AMAZONA Archiv

      The Legend finde ich auch aller erste Sahne, mehr brauch ich persönlich nicht.

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      defrigge  

      Zwischen den besten VSTis auf sehr guter Hardware und „Spielzeug“ ist viel Luft, und diese App gehört selbst auf einem iPadPro 08/15 DAC und Miniklinke nicht in die Kategorie „Spielzeug“ – außer im Sinn von Spiel-Zeug, weil ich sie im Alltag öfter nutzen werde als all viele VSTis.

      Im mobilen Alltag komme ich auch mit der iPad-Standard-Qualität problemlos klar. Und wann immer ich Bedarf habe, hänge ich unterwegs an den Camera-Connector mein HiFiMe für 70€ mit einem Sabre DAC dran. Oder im Urlaub eine transportable Soundkarte. Damit sind auch alle vermeintlichen Klangqualitätsprobleme komplett erledigt.

      Es ist m.E. genauso überflüssig, VSTis und ihren sinnvollen Einsatz gegen Apps und deren sinnvollen Einsatz auszuspielen, wie es überflüssig ist, Alltags-Hören gegen High-End Situationen auszuspielen.

      Was für mich wirklich ist bei so einer Synth-App ist
      a) ein überzeugender Grundsound
      b) eine Rekation von Reglern, mit der sofort eine Verbindung (wie bei guter Hardware) entsteht und die sich nicht nur technisch anfühlt.
      Und die vorliegende App hört sich nicht nur erstklassig an für mich (ganz gleich ob über Standard-Klinke oder Sabre-DAC mit guten AKG Kopfhörern oder Neumann-Boxen), sondern reagiert auch so, dass für mich sofort eine kreative Verbindung entsteht.

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        Findus  

        Ich kann dem nur zustimmen. Entscheidend ist, was im eigenen musikalischen Kontext funktioniert. Bei mir gehört z.B. Moogs Model 15 App aufgrund seiner klanglichen Möglichkeiten und der brilliant gelösten Touchscreen-Bedienung zum Standardsetup mit Live und VSTi, Polyevolver und einem Modularsynth.

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          Findus  

          Und ach ja: Die Bedienung von nks-fähigen VSTi in Live macht mittlerweile wirklich Freude.

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      Markus Schroeder  RED

      Da Du gerade von Halbwissen sprichst: Dir ist schon bekannt, dass man an das iPad an jedes USB-Klassenkompatible USB-Audiointerface anschließen kann und auf dem Mac einfach per Lightning-Kabel die Audio/MIDI Daten vom iPad durch den Mac zum Studiointerface routen kann (PC mit Studiomux)?

      Und jeder der Musik mit iOS ernst nimmt, macht das. Bei mir läuft das iPad z.B mit über meinen Mytek mit, live über den K-Mix. Da hörst Du erstmal wie gut die Apps wirklich klingen. Soviel mal zum Thema Soundqualität.

      Der iMini ist von einer alten Desktop-Version von vor 2014 und ist grottenschlecht auf dem iPad umgesetzt. Die schlechteste Bewertung die ich je für ein App vergeben habe.

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      TobyB  RED

      Hallo Mick,

      hier wurde Bezug auf iMini auf iOS genommen und nichts anderes. Und da ich nun beide habe, drängt sich der A/B Vergleich zu Moog auch. So krass wie Markus hab ich es nicht formuliert, trifft es aber. Moog ist mit Minimoog Model D noch mal eine andere Klasse. Was dannmir bei den Klaus Schulze Presets und den Klaus P Rausch Preset besonders auffällt. Und da brauchst du noch nicht mal mittels IAA, Muxxen oder sonst was zaubern.

  15. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Jetzt noch so was als VST oder für mich als RE zu einem moderaten Preis und ich kaufe es.

  16. Profilbild
    defrigge  

    P.S. Es ist in der Kommentarfunktion wirklich nervig, dass man nach dem Schreiben keine Fehler mehr per Edit korrigieren kann. Ich muss demnächst in Word schreiben und korrigieren und dann per cut und paste einfügen, weil das hier so schlecht geht.

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    Mick  AHU

    Was ein Tamtam hier!
    Die x-te Emulation des x-ten Analogsynth von Annodazumal!…. gääääähn!
    Wenn das Moogs zukünftiges Portfolio ist statt Innovation, kaufe ich lieber keinen Aktien von denen, sollte es welche geben, jemals geben werden, oder gegeben haben werden sollen sein!

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      defrigge  

      Aber mal abgesehen von Aktien:
      Freude am Musikmachen hast Du schon, oder?

      Oder warum diskutierst Du mit, wenn Du keinerlei Interesse an „Analogsynths von Annodazumal“ hast? Man kann ja auch einfach Massive und Serum benutzen (tue ich auch) und es damit gut sein lassen (tue ich nicht). :-)

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      AMAZONA Archiv

      Mick, ein Minimoog für’s iPad rauszubringen hat erst mal nichts mit Innovation zu tun. Die wird an dieser Stelle auch nicht erwartet, wenn man mal von der Geschichte mit der Bassausdünnung absieht, und der 4-Stimmigkeit.
      .
      Auch die Sache mit dem IIIP oder dem Modell 15/35/55/Keith Emerson gehört eher in die Abteilung „Wir feiern unsere Wurzeln“.
      .
      Ein DFAM ist aber sehr deutlich innovativ, weil er eben kein Drumcomputer mit x Audioengines und einem Sequenzer ist, sondern das Thema auf eine ganz neue Weise aufrollt. Mother-32 sehe ich da ähnlich. Ein Monosynthesizer der eben nicht so aufgebaut ist wie alle anderen, und dadurch IMHO einen andern Zugang zur subtraktiven Synthese erlaubt. Mal von der unfassbaren Qualität des Gerätes abgesehen.
      .
      Animoog ist absolut innovativ. Und IMHO deutlich innovativer als die Spaßkisten der meisten anderen Anbieter, die „neue“ Konzepte anbieten, die aber nicht mehr sind als nur neu. Sie sind typischerweise weder durchdacht, noch gibt ihnen der Klang eine Daseinsberechtigung.
      .
      Selbst das Filtraton ist für mich ein großartiges Werkzeug, das ich mir als Hardware gerne kaufen würde.
      .
      Moog ist durchaus innovativ, ohne seine Wurzeln zu verlieren. Ich denke bei Moog steckt noch viel Musik drin …

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    mdesign  

    sorry, jungs, wer keine ios-apps mag, muss keine nutzen. die hardware-buben dürfen gerne wieder in den keller. ich sitz grade am strand und freue mich über den neuen ios-mini.

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    Aldesacht

    Tolle Kurzvorstellung, nette Diskussion :o)
    Den 5 EUR Deal hab ich verpennt und grad für den Normalpreis zugelangt – macht nix, nicht bedauert – ist gut angelegt: Denn diese Minimoog App ist vom Sound und den Features so fein und edel, dass ich den Behringerplan D eigentlich ad acta legen kann.

    Das iPad quasi als Moog-PlugIn zum Anfassen via Arturia Keylab und/oder Beatstep angesteuert in Logic digital geroutet – Luxeriös. Und mal eben ohne den (manchmal doch erschlagenden) Studiogerätepark nur mit nem Kopfhörer Presets im Nullkommanix auf dem Sofa im Ruhebereich bei nem Espresso erstellen finde ich eher inspirierend als überflüssig – da geht eine Idee vom Anschalten bis zum Abspeichern kaum verloren – das ist „direkt“ und fühlt sich schon fast wie die Arbeit mit Hardware an.

    By the way: Spätestens seit Model 15, Animoog oder auch BitShape TC-11 und Sachen wie z.B. der Logic Remote ist das iPad Pro doch wohl ein reales Werkzeug und Instrument – wie alle anderen Tools auch kann man es für sich entdecken oder eben andere Lösungen finden oder auch bei bewährten Workflows bleiben – meine Meinung, und kein Grund zum streiten – man freue sich über professionelle Vielfalt, der heutige Dank geht an Moog :o)

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