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Test: Pioneer Toraiz AS-1, Bass-Line Synthesizer


TB-303 goes Toraiz?

 

Den Pioneer Toraiz AS-1 werde ich nur schweren Herzens wieder hergeben, auch wenn er noch ein paar Kinderkrankheiten hat.
Doch kurz auf Anfang. Wer noch nichts vom Pioneer Toraiz AS-1 gehört hat, hier ein paar Eckdaten: Bei diesem Gerät handelt es sich um einen einstimmigen, analogen Synthesizer, der in Zusammenarbeit von Pioneer DJ und Dave Smith Instruments entwickelt wurde. Das Gerät beinhaltet eine vollwertige Stimme des DSI Prophet-6 und kostet 549,- Euro. Spätestens jetzt sollten auch der letzte Synthesizerfans wach geworden sein. Auch wenn den Lesern der DJ-Fraktion dies nicht viel sagen wird, so reden wir beim Prophet-6 über einen der kultigsten, mehrstimmigen und anlogen Synthesizer, der derzeit auf dem Markt erhältlich ist.

Bei der Frage der Zielgruppe, und die finde ich beim Pioneer Toraiz AS-1 besonders spannend, möchte ich gleich zu Beginn eine Antwort geben: Der Pioneer Toraiz AS-1 klingt herrlich, ist ein ausgewachsener Synthesizer und ist somit für jegliche elektronische Musikproduktion, also fürs Studio, geeignet. Zudem bietet er einige Live-Features wie den Arpeggiator, ein kleines integriertes Keyboard, einen Slider und eingebauten Sequencer. Somit ist er als klanglich eigenständige Ergänzung zu einem DJ-Set gedacht. Insbesondere das Zusammenspiel zum Toraiz SP-16 (siehe Test auf Amazona unter https://www.amazona.de/special-pioneer-toraiz-sp-16-sampler-sequenzer/) sei hier zu erwähnen. Im Grunde genommen ist Pioneers Idee eine ähnlich wie die bei Rolands AIRA-Serie. Allerdings auf einem ganz anderen Niveau.

Zusammengefasst ist der Pioneer Toraiz AS-1 also gleichzeitig ein vollwertiger Synthesizer fürs Studio und auch ein kleines, aber feines Livetool für die Bühne. Da ich seit Jahren im ersten Metier zu Hause bin, wird dieser Test auch im Wesentlichen vom Standpunkt eines Studiomusikers mit Live-Ambitionen aus betrachtet werden.

Hardware

Der Pioneer Toraiz AS-1 ist ein wirklich hübsches, kompaktes Kistchen mit den Maßen 27x7x18 cm und mit einem Gewicht von 1,4 kg. Das Design in Verbindung mit den gelesenen Eckdaten des AS-1 löste bei mir spontan den „will-ich-haben“ Effekt aus. Ich finde ihn schlicht und elegant. Das Gehäuse besteht aus robustem Stahl. Die Seitenteile bestehen aus PVC. Dabei fühlt sich alles überaus hochwertig und für die Ewigkeit gebaut an. Nichts klappert oder gibt bei Druck nach. Die Potis sitzen fest. Die rückseitigen Anschlüsse sind mit dem Gehäuse verschraubt. Das OLED-Display ist zwar nicht das Größte, aber knacke-scharf und aus allen Perspektiven einwandfrei abzulesen. Die hintergrundbeleuchteten gummifreien Tasten haben einen klaren und spürbaren Druckpunkt.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    dflt •••

    an dieser stelle mal ein großes lob für die enorme bandbreite der klangbeispiele :D
    ist ja auch nicht immer selbstverständlich.

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      L. Lammfromm

      +1

      Die Klangbeispiele sind wirklich erste Sahne!
      :D

      @all – zum Thema Acid:
      ———————–

      Der Filter klingt teils wirklich toll nach Acid, nur leider bietet der Sequencer keine Möglichkeit an, Slides zu programmieren, tja, und einen CV-/Gate-Eingang gibt es auch nicht.

      Ich will das schöne Teil ja nicht niedermachen, aber mit diesen Möglichkeiten hätte ich es superspannend gefunden, gerade auch wegen der guten und recht organischen Klangqualität.

      So aber finde ich: Mein bestehender Gerätepark genügt mir. Höchstens noch der kommende MFB-Synth könnte mich eventuell noch locken…

      (GAS-Alarm!!!)

  2. Profilbild
    Atarkid AHU

    Also wenn ich den Test so lese (und der hat mir ausgesprochen gut gefallen), verstehe ich aber die „Ein-Stern-Bewertung“ nicht so ganz. Die Soundbeispiele sind klasse und untermauern meine Meinung zu der Kiste. Zwei Sterne hätten schon drin sein müssen! ^^

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      phoges

      Das sehe ich ganz genau so!
      Ein Stern ist jawohl ein Witz von Amazona.
      Was hier sonst so alles beklatscht wird und dann bei diesem (wenn auch design-technisch anders als gewohnten) Synth nur 1 Stern ??? Menüs hin- oder her – das Ding klingt wirklich gut und ich finde das sollte bei einem Synth immer das Hauptkriterium sein. Sequencer ist auch dabei – da wäre das eine, oder andere Sternchen mehr absolut gerechtfertigt gewesen mMn. Ich finde den AS-1 gut.

    • Profilbild
      Tyrell RED

      Ein Stern ist immer noch nicht negativ. Auf der anderen Seite dient der eine Stern dazu als „optisches Warnsignal“ Spontankäufer dazu zu bewegen, sich den Test genau anzusehen. Am Ende kann er dann selbst entscheiden, ob das Sync-Problem für ihn relevant ist oder nicht.

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    lightman ••••

    Klingt toll, sieht nett aus und hat einige gute Funktionen (abgesehen von der Timing-Sache), ich finde die Kiste aber etwas zu teuer für meinen Geschmack. Wer den P6-Sound braucht, kann hier wohl zugreifen, allerdings bietet der Markt der Monophonen derzeit eine Menge Alternativen, das wird für den AS-1 nicht einfach werden.

  4. Profilbild
    TZTH •••

    bei den acid Beispielen hätte ich gern gehört wie gut die slides sind, „acid“ ohne slide ist einfach nur sequenzer bass. Ansosnten schliesse ich mich dem Lob an – deine Auswahl an Klangbeispielen ist super, hat mein Intersse am Gerät verstärkt. Was ich allerdings schmerzlichst vermisse ist ein „external audio in“. Preis scheint mir auch etwas zu hoch.

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    Bernd Scholl RED

    Wegen der Sterne-Bewertung habe ich lange mit Peter Grandl diskutiert. Wir sind der Meinung, dass gerade ein Live-Tool unbedingt tight laufen muss und dieses Problem beim AS-1 deshalb ein absolutes no-go ist. Meine Idee war es den AS-1 erst mal gar nicht zu bewerten und abzuwarten, bis dieser Bug behoben ist. Dies wäre aber den Lesern und ggf. Käufern gegenüber unfair. Ein „gut“ würde heißen, das alles in Ordnung ist… Ohne die Synchronisationsprobleme hätte ich dem AS-1 ein klares „gut“ attestiert. Ich denke dies liest man aus dem Test auch so raus. Wer das Teil nur im Studio einsetzt wird mit dem Bug unter Umständen leben können.
    Zum Preis: 549€ sind für das Gebotene (allerdings ohne die bekannten Probleme) schon angebracht.

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      fmq75

      unabhängig davon ob 1 Stern jetzt gerechtfertigt ist oder nicht sehe ich das ähnlich.Timing Probleme stellen in diesem Fall das ganze Konzept in Frage.

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    Gammalicht

    Kann die Begründung für die Bewertung gut nachvollziehen. Der nächste Gedanke ist aber der immer wiederkehrende auf Amazona: das Wertungssystem ist oberflächlich und unzureichend. Warum könnt Ihr Euch nicht ausdifferenzieren, z.B. mit Kategorien (Verarbeitung, Sound, Bedienbarkeit, Preis/Leistung usw.) und einer aussagekräftigen Skala (bis 100) und schließlich alles (gewichtet) addieren? Die Sterne können nix und helfen wenig.

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      Tyrell RED

      Hi Gammalicht, die Bewertung ist ganz bewusst nicht detailliert aufgeschlüsselt. Schließlich hat der Tester sich enorm Mühe gemacht und genau deshalb einen ausführlichen Text verfasst. Der Blick auf die Sternchen ist letztendlich nur ein Appetizer. Der große Wunsch besteht immer nach darin, dass AMAZONA.de-Besucher die Tests lesen und nicht nur finalen Bewertungen ansehen ;-)

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        dilux AHU

        man muss euch ja leider schon dickköpfigkeit unterstellen, was kritik zu eurem wertungssystem angeht, zumal eure argumente gegen ein detailierteres keine sind. worte sind interpretierbar, eine graphische aufschlüsselung nicht; und was, wenn ich mehrere geräte vergleichen möchte? dann lese ich mir also diverse test-fazits durch und bin immer noch nicht schlauer. ich kann mir auch nicht vorstellen, dass bspw. ein kaufinteressent wegen eines aufgegliederten wertesystems sich das lesen des testberichtes spart; hier könntet ihr auch mal etwas mehr selbstbewusstsein entwickeln – eure testberichte sind doch zu einem grossteil wirklich lesenswert. nein, nein, euer bewertungssystem steht – bei aller professionalität des gesamten amazona-universums – auf schülerzeitungsniveau!

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    Marco Korda

    Auch ich finde die Bewertung konsequent und richtig. In der Pro-Audio-Welt wird so viel schöngeredet und darauf „gehofft“, dass der Anbieter nachbessert (was gelegentlich nur unzureichend oder gar nicht geschieht). Ein Gerät, dass für Live prädestiniert ist, dafür aber so nicht taugt, muss keine drei oder mehr Sterne bekommen. Ich finde es gut, den Druck auf die Hersteller zu erhöhen. Auch dahingehend, dass man Produkte auf den Markt bringt, die bereits eine Serienreife haben und nicht im Beta-Plus-Stadium rausgehauen werden. Das finde ich trotz finanziellem Druck unerhört dem Käufer gegenüber.

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    swellkoerper ••••

    Ich finde die Abwertung wegen dem Clock-Bug auch etwas sehr streng. Meine Korg MS2000 und Radias hatten genau das gleiche Verhalten und die sind doch als gute Livemaschinen bekannt. Es ist eher das limitierte Interface welches problematisch ist, weil man so überhaupt gezwungen ist, live mit Presets zu arbeiten.

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    Numitron

    Mein kommentar war natürlich überspitzt, aber für 400€ bekommt man eine bass station 2 oder minibrute. Beide haben vollwertige tasten und adsr hüllkurven. Der monologue hat zwar auch nur eine abgespeckte hüllkurve kostet aber auch nur 350€.

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      Atarkid AHU

      Du hast Dir offensichtlich weder die Soundbeispiele angehört, noch den technischen Details Aufmerksamkeit geschenkt. Sonst würdest Du sowas nicht vom Stapel lassen.

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    Gucky

    Hallo Bernd,
    Danke für den informativen Test.
    Klingt toll das Teil.
    Wieder ein Synth mehr auf meiner Wunschliste. :-)
    Hoffe, dass es noch eine 4 stimmige Version für unter 1000,- Euro geben wird.
    Grüße aus Lübeck
    Ronald

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    Son of MooG AHU

    Als Synth ist der AS-1 absolut in Ordnung; der Sequencer lässt jedoch zu wünschen übrig. Alle meine Sequencer laufen bei mir im Slave-Mode; da darf keiner aus dem Tritt kommen. Außerdem hätte ich lieber einen KB-Step-Mode (wie bei Mother-32) zur Pattern-Programmierung anstelle des 303- Modes gewünscht (TB-03 bietet ja auch beide an), und Sequenzen sollten auch per Tastatur transponierbar sein. Allerdings sind diese Punkte für DJs wohl eher Nebensache…

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    Bernd Scholl RED

    Son of MooG: Die Sequenzen lassen sich beim AS-1 über ein internes wie externes Keyboard transponieren. Ich denke DJ´s werden davon regen gebrauch machen.

    Gucky: Eine mehrstimmige Variante wäre natürlich toll, würde aber dann in Konkurrenz zum Prophet 6 Desktop stehen. Deshalb glaube ich nicht, daß es diese geben wird.

    Alle: Klanglich ist der AS-1 einem Monologue, Minibrute, Bass Station 2 und auch den Volcas weit vorraus. Aber auch nur dann, wenn man einen vollen, warmen, mächtigen und abgrundtiefen und gleichzeitig klaren und sauberen Sound sucht.

    • Profilbild
      dilux AHU

      ja, und ein porsche 911 ist einer mercedes e-klasse oder einem fünfer bmw weit voraus. aber nur, wenn man einen sportlichen zweisitzer mit wenig reisekomfort sucht. der toraiz hat ohne frage einen hochwertigen klang ist aber den von dir genannten nicht „weit vorraus“, dazu müsste er ja merkmale in der klangarchitektur bieten, die die anderen nicht haben. was die konkurrenten des as-1 aber bieten, ist ein (fast) direkter zugriff auf alle relevanten klangbausteine mit dezidierten reglern und das sollte ein monophoner, der sich schon gerne als live-machine verstanden wissen will, immer mitbringen. dann kann der sound auch gerne mal etwas weniger „edel“ klingen, das kommt dann nicht so wirklich zum tragen.

  15. Profilbild
    falconi RED

    Informativer Test mit sehr guten Klangbeispielen, danke!
    Auch ich finde ja, dass der Prophet 6/OB-6 den weitaus besten Grundklang aller DSI-Synthesizer hat. Der Toraiz ist offenbar ähnlich gut.

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    phil_dr110 ••

    Auf so ein Instrument habe ich schon lange gewartet. Seit dem Systemupdate läuft der Sequencer absolut stabil, aber der Hauptgrund für dieses Teil ist, dass ich damit einen ‚Pro- One NEO‘ habe. Klanglich extrem flexibel und auf einem hohen Niveau. Und dass eher nur nett klingt, kann ich so nicht bestätigen. Auch Noise und Industrial kann er extrem gut. Muss wohl an den Genen liegen ;)

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Bewertung

Pioneer Toraiz AS-1

Bewertung: 3 Sterne Bewertung des Autors
Leserbewertung: 3
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