Test: Roland TR-6S, Drummachine

27. November 2020

Beat this! Kleine Maschine ganz groß

roland tr 6s test drumcomputer

Roland TR-6S, Drummachine

Rolands TR-6S könnte man als die kleine Schwester der TR-8S sehen. Oder aber als durchaus eigenständiges Gewächs innerhalb der AIRA-Serie. Wir lassen hier und heute die TR-8S beiseite und konzentrieren uns auf eine ultra-mobile Beat-Box, die ihre Herkunft nicht leugnet, dennoch aber durchaus innovativ ist.

Überblick zur Roland TR-6S

Zunächst einmal das obligatorische Unboxing, aus dem man ein Ereignis machen könnte, mit vielen Ahs und Ohs. Hier ist es dann die Kategorie, doch so klein und doch so wenig Zubehör. In unserem Falle sind nur Batterien, die Sicherheitsinformationen und ein Bedienungsanleitungs-Faltblatt beigefügt. Man geht also bei Roland davon aus, dass der vornehmliche Einsatzzweck ein mobiler sein wird. Vermutlich wird man auch annehmen, dass USB 2.0 Kabel und/oder das Roland Standard-Netzteil immer überzählig im Studio liegen. Was vermutlich in Zeiten wie diesen ein Trugschluss ist. Ob nun der geneigte Anwender ein USB-Kabel daheim hat, mag naheliegend erscheinen. Dennoch, ein USB-Kabel sollte in der Verpackung vorhanden sein. AEG – Auspacken, Einschalten, Gut – fördert die Beziehung zum Kunden ungemein.

roland tr 6s test drumcomputer

Wenn wir nun ein USB-Kabel gefunden haben, stellt sich die Herausforderung des Anschlusses. Wir machen hier den Härtetest, konfigurieren nichts an der TR-6S und erwarten, dass sie am USB-Port 3 des Roland MX1 ertönt. Passt! Warum das nun nicht separat in der Bedienungsanleitung erwähnt wird, ist relativ unklar. Ein Hinweis hierauf sollte drin sein. Oder man pflegt eine Liste der zum MX1 kompatiblen Geräte, was relativ schnell offene Frage beantwortet.

Hier wäre das Aha und damit können wir relativ schnell unseren ersten „Beat droppen“. Was auch kein Problem ist, da die TR- und AIRA-Programmierung nun etabliert und nahezu selbsterklärend ist.

Roland beweist durchaus Lernfähigkeit bei der Farbgebung der Regler, Taster und Steps. Der sparsame Einsatz von AIRA-Grün macht hier ergonomisches Arbeiten sinnvoll möglich. Trotz Miniaturisierung ist alles gut lesbar und zu identifizieren. Die Haptik ist gut, Regler wie Fader sind hier schon Performance-tauglich.

Was die Wahl der Anschlüsse betrifft, wird die Abteilung „ich hätte gerne Einzelausgänge“ nicht glücklich. Denn hier finden wir eben nur USB-Audio, 6,3 mm L/R-Klinke als Hauptausgang und eine Buchse für den Kopfhörer. Dies ist in der Arbeitsweise des Autors kein Manko, gleichwohl wird es Kollegen geben, denen hier ein Oh entschwindet. Roland hat auf Miniaturisierung der MIDI-DIN-Buchse verzichtet und sichern kann man den kleinen Groove Würfel schließlich mit einem Kensington-Schloss.

Samples und FM

Positiv ist, dass Roland den SD-Kartenslot beibehalten hat. Wer, wie der Autor, seine Drumsamples von EPROMs für die LinnDrum auf diversen Backups hat, möchte diese weiter nutzen. Damit dies problemlos klappt, sind hier ein paar Schritte zu beachten.

  • Schritt 1: SD in der TR-6S formatieren: Hier wurde mit einer 2 GB Karte gearbeitet, Roland erwähnt die maximale Größe der SD-Karte nicht, wohl aber, dass die SD-Karte zwingend durch die TR-6S vorab zu formatieren ist.

Die maximale Länge einer Audiodatei, die importiert werden kann, darf ca. 180 Sekunden betragen (bei 44,1 kHz/mono) und es können maximal 400 Dateien importiert werden. Abhängig von der Nutzung des Speichers können die maximale Zeit und Anzahl geringer ausfallen.

  • Schritt 2: Organisation der Samples: Roland erwartet die Samples in der Wurzel der SD-Karte unterhalb von ROLAND\TR-6S\SAMPLE\, hier werden dann pro Instrument Unterordner der Instrumente erwartet.

Beispiel : ROLAND\TR-6S\SAMPLE\Kicks

Hier legen wir die Dateien nach dem Schema My_Kick1.wav oder My_Kick1.aiff ab. An Hand dieses Schemas sollte es relativ einfach sein, bestehende Sample-Librarys für die TR-6S tauglich zu machen. Unter MacOS lässt sich die mit einigen Finder Automatisierungen erledigen. Für Windows kann man sich mit AutoIt entsprechende Automatisierungen erstellen.

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  • Schritt 3: Sample–Taster betätigen und über BD–OH das Instrument wählen, das wir mittels VALUE editieren.

P steht dann für Preset Pattern der TR6s

U steht für User Pattern.

L steht Samples, die als Loop gespielt wurden.

Generell ist die Bedienung der TR-6S gut. Wer sich mit Roland Geräten auskennt, hat hier eine kurze Einarbeitungszeit. Die Aufbereitung in der als PDF erhältlichen Bedienungsanleitung macht es Einsteigern leicht, hier beweist Roland ein gutes Händchen.

Einsatz der TR-6S

Die TR-6S kann auf mehr als eine Art und Weise eingesetzt werden. Samples hatten wir schon kurz angerissen und die T- Programmierung kennen wir seit Jahrzehnten. Neu ist für die TR-6S das Aufzeichnen von Reglerbewegungen. Dies können beispielsweise die Parameter der mit CTRL gesteuerten FX-Parameter sein. Sei es nun ein Effekt wie Delay oder Reverb oder eben die Tones eines Kits, die mit FM erzeugt wurden.

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FM-Kits liefert Roland ab Werk aus. Dennoch ist es hier ratsam, sich ein eigenes Kit mit FM-Klangerzeugern zu bauen und erstmal die FM zu proben und zu prüfen, wie man mit dem Ergebnis leben kann.

Generell ist es möglich ein eigenes Kit aus Samples oder TR-Sounds zu erstellen, was ziemlich reizvoll ist, die 909-Kick mit den Congas aus 707 und 727 zu vereinen.

Effekte

Dies gilt ebenso die Motion-Aufzeichnung und die FX. Roland unterscheidet hier zwischen Instrumenten-FX und Master-FX.

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Hier an dieser Stelle wird es jetzt tricky und wir kommen zur allseits beliebten Rubrik der drei Fragezeichen. Was auf den ersten Blick nicht so offensichtlich ist, welch mächtige FX-Sektion auf Instrumenten-Level und Master-Ebene vorhanden ist. Dies erklärt auch, warum separate Ausgänge für die einzelnen Instrumente nicht sinnvoll sind. Hier muss man allerdings anführen, dass der Parameter-Guide für die FX-Sektion zehn Seiten umfasst. Sowohl die erwartbaren Instrumenten-Effekte und Einstellungen, inklusive einem LFO wie auch Crusher, Drive und Verzerrung, Filter, EQ, Modulationseffekte. Aber auch Sidechain-Kompression, Transienten-Formung.

Hier ist es dann allerdings so, dass die Programmierung zwar praxistauglich ist, dennoch muss man relativ viel Zeit dafür mitbringen. Hier wäre innerhalb der Roland Cloud ein Plugin wünschenswert, mit dem ich das konsistent zu anderen Maschinen bewerkstelligen kann: Stichwort System 8. Grundsätzlich ist der Ansatz richtig, allerdings muss man vor Augen haben, dass Mensch und Maschinen Schnittstellen und komplexe Ergonomie nicht unbedingt zueinander gehören.

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Klang

Nehmen wir das Dogma, Klang schlägt Funktion, so haben wir hier eine komplexe Maschine mit ausgezeichneten klanglichen Möglichkeiten. Auf der Plusseite führen wir die einzelnen Kits an, die von 606, 707, 727, 808, 909 über die FM- und User-Kits kaum einen Wunsch offen lassen.

Die TR-6S wartet hier dann auch noch mit Funktionen wie SUB STEPS auf, die ein FLAM, Ratchet oder Roll sein können, was für melodische Beats nicht unwichtig ist. Darüber haben wir mit Tune und Decay die wichtigsten Parameter mit einem Dreh im Griff. Oder eben mit Shift Zugriff auf die Effekte.

Trotz Komprimierung und kompakter Maße macht die TR-6S Spaß und das Ergebnis hat „Beaf am Knochen“. Um die eigene Roland Historie zu bemühen: Mit der TR-6S kann man für einen angemessenen Preis die MC 303 in Rente schicken.

Die TR-6S bietet relativ flexible Möglichkeiten. Das Gerät bietet zwar keinen direkten Song-Modus. Patterns lassen sich aber verketten, wobei jedes Pattern ein eigenes Tempo haben darf. Hier muss man sagen, dass sich der Song-Modus nicht durchsetzen konnte und aus Sicht einer Performance nicht spontan ist. Roland folgt hier dem Ansatz, dass man über Variationen und variable Pattern-Längen der Performance Leben einhaucht, hierzu kann ich dann Fill-in und Scatter benutzten, die mit der TR-8 eingeführt wurden. Scatter wird über FILL IN TRIG und Value gesteuert und rennt ab der zweiten Schleife (und die darauf folgenden Schleifen) los.

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Pro und Contra

Innerhalb des aktuellen Roland Universums gibt es nun eine gewisse Redundanz. Wer eine TR-8S sein Eigen nennt, wird die TR-6S vielleicht als Backup oder für eine Live-Performance nutzen – hier kann die TR-6S vielleicht die Sample-Kits beherbergen.

Klanglich stellt die TR-6S trotz ACB schon eine Verbesserung gegenüber einer TR-8 dar. Das liegt nicht zwangsläufig an der ACB-Maschine, sondern eher an der ausgefuchsten FM- und FX-Sektion. Dank Mastering-Sektion verhält sich die TR-6S passender im Mix und „sitzt“ besser im gesamten Klangbild. Generell sind hier auch die SUB STEPS als Vorteil zu erachten, da diese, sinnvoll eingesetzt, ein maximales Ergebnis erhalten.

Die TR-6S ist also nicht unbedingt die kleine Schwester von irgendwem oder irgendwas. Hier haben wir einfach die Budget-freundliche Variante.

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Fazit

Der gesamte Eindruck der TR-6S ist positiv. Die Verarbeitung ist grundsolide und bühnentauglich. Für Leute, die gerne jeden klanglichen Aspekt in Einzelausgängen kontrollieren, mag die TR-6S zwar enttäuschen, das lässt sich aber mit der Master-FX-Sektion und den Mastering-Effekten mehr als wettmachen.

Dass Roland sowohl die „Vintage Kits“ bedient als auch eine FM-Engine am Start hat, ist ein Vorteil. Die Sportdisziplin „Menütieftauchen“ sollte man allerdings mögen, aber dies ist eher ein generelles Thema im Gebiet Mensch-Maschine.

Wenn man so will, haarscharf am Best Buy vorbei. Klanglich verschenkt die TR-6S nichts. Und sie ist definitiv mehr als eine kleine Schwester. Hier müsste man die Attribute ultrakompakt und ultraflexibel bemühen. Wer einen günstigen Sample-Player oder FM-Drummie sucht, sollte hier zuschlagen.

Plus

  • Sound
  • FM-Sounds
  • Effekt und Motions an sich
  • Sub-Steps

Minus

  • Menütieftauchen

Preis

  • 369,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Anthony Rother  

    Danke für den Test.

    Als weiteres dickes MINUS sehe ich die fehlenden analogen Einzelausgänge.

    2 weitere analoge Einzelausgänge würden Sinn machen und sind meiner Meinung nach Pflicht.
    Stereo-Output gehört in das Genre „nettes Spielzeug“.

  2. Profilbild
    Basicnoise  

    Guter Test, danke!
    Mich hätte interessiert wie viele Steps der Sequencer bietet?
    16? Oder doch 128? :) Oder hab ich’s überlesen?
    Und kann ich hier auch polymetrisch arbeiten?

    Wenn ich Pattern verkette, bleiben dann live Soundschraubereien erhalten oder springt es immer auf den gespeicherten Wert?

    Keine Einzelouts könnte ich verschmerzen. Bei mehreren Drummies im Studio kann man ja dann die Sounds aus verschiedenen Kisten holen. Wenn ich das unbedingt brauche, gibt es ja die 8s.

    EDIT: Beim genauen Blick auf die Oberfläche erschließt sich das mit den Variations A-H. Damit bliebe nur noch die Frage nach polymetrischen Möglichkeiten. Schätze aber, das geht dann auch wie bei der 8s.

  3. Profilbild
    network-909  

    Vielleicht hätte man noch hervorheben können, dass die Kiste über USB neben MIDI auch alle Audiokanäle parallel zum Rechner streamen kann, so wie die meisten neueren Roland-Kisten (TR-8S, Boutiques etc..). Das ist für Live-Acts natürlich relativ uninteressant, aber im Studiobetrieb macht das diese Kisten ungemein effektiv. Einfach über USB anschließen und nach einer Minute laufen die ersten Sequenzen in den Rechner. Nix einpegeln, kein Brummen, keine Midi-Kabel etc…

    • Profilbild
      toneup  RED

      Ich finde die TR-6S ist ihr Geld wert. Der „downgrade“ von der MC 707 zur MC 101 war wesentlich heftiger als der downgrade von der TR-8s zur TR-6S. Und zum Thema Menu diving – das war bereits bei der MC 707 der Grund warum ich sie zurückgeschickt habe. Eine derart komplexe Maschine mit einem so unter dimensionierten Display auszustatten habe ich vom Konzept her nicht verstanden. Das dann noch mal auf ein zweizeiliges Display zu reduzieren war von vornherein zum Scheitern verurteilt. Ich finde das Menu diving bei der TR-6s absolut im Rahmen. Der Funktionsumfang ist mit dem kleinen Display bedienbar, klar eine Fernsteuerung über ein VST Plugin wäre natürlich wünschenswert. Es macht absolut Spaß netzunabhängig Grooves damit zu basteln und diese über USB auch mehrkanalig in die DAW zu spielen. Alternativ dazu – obwohl andere Baustelle – wäre der teenage engineering OP-Z erwähnenswert. Aber im Gegensatz zu den neuen Roland MC’s bleibt der TR-6S Teil meines Setups. Der ist gelungen.

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        TobyB  RED

        Ich habe der Akai Force den MCs den Vorzug gegeben und mich auf Grund der Redundanz zur TR8 für die TR6s entschieden. Das Menütieftauchen ist eigentlich nur dann ein Problem, wenn es schnell gehen muss oder live passieren soll. Die fehlenden Einzelausgänge sehe ich nicht als Minus, an den MX1 USB3 anschliessen und passt. Was mich eher stört, hier aber nicht angeführt habe, die TR6s hat einen Audioeingang. Über USB. Leider gibts in der Roland Welt keine HW die gleichzeitig USB Audio sendet und empfängt. In der Theorie ja. Entweder springe ich dann analog raus und route Audio In über USB. Es wäre natürlich smart wenn Roland einen MX2 mit mehr als einem powered USB und gleichzeitig USB I/O in der Schublade hätte.

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            TobyB  RED

            Du hast meine Kritik sicher überlesen. Stört, leider, gibts es nicht in der Roland Welt ;-) Das waren die Schlüsselworte. Die TR6s kann nichts dazu das die MX1 das nicht kann, man berichtige mich falls jemand einen Weg findet. Klasse ist die Lösung analog raus und digital rein nicht. Technisch ist es sicher möglich das anders zu gestalten.

  4. Profilbild
    Herr von W.  

    Danke für den Test! Kompakt gehalten und viel Inhalt, kein BlaBla. Super :-)

    Die Audiobeispiele hängen bei mir arg links…

    Ich finde sowohl die TR-xS als auch die beiden aktuellen MCs ganz prima. Und konsequent bei der Abstufung jeweils von klein zu GROß. Die kleineren Modelle (6s und 101) sind klar auf übersichtliche Ausmaße ausgelegt, ohne den Featureumfang zu sehr einzuschränken. Und vermutlich grundlegend solide, wie man es eben von Roland gewohnt ist.

    Mir persönlich fehlen da auch keine Einzelausgänge.

  5. Profilbild
    defrigge  AHU

    Das ist ein best-bang-for-the-buck Spasswerkzeug, das einfach bestens funktioniert: wunderbar transportabel, einschließlich vernünftig langem Akku-Betrieb. Problemloses Beat-Bauen mit Kopfhörer auf der Couch, das gute Modelling der TR8s, dazu Sample-Import und gute Funktionalität, gute Effekte, USB Midi- und Audio plus reguläre Midi-Buchsen.

    Ich habe kaum Verständnis dafür, dass Leser das hier nur mit „gut“ bewerten oder allen Ernstes meckern, dass es nicht wie die großen Groove-Boxen ausgestattet ist. Was kann man denn wohl für diesen Preis erwarten??? Vielleicht Einzelausgänge wie bei einer großen Analog Rytm Mk2?

    Selbstverständlich ist es ein Spiel-Zeug (wie alles unter 400 Euro aus verschiedensten Gründen), aber im besten kreativen Sinn des Wortes – und zu diesem Preis und dieser Transportabiltät mein Lieblings-Drum-Spiel-Zeug innerhalb kürzester Zerit geworden.

    • Profilbild
      ISE500  AHU

      „Selbstverständlich ist es ein Spiel-Zeug (wie alles unter 400 Euro aus verschiedensten Gründen)“

      Aha?

      • Profilbild
        defrigge  AHU

        „Aha?“ heißt, Du kennst auch keine einzige professionelle Groove-Box mit Einzelausgängen, Sync, USB Audio und Midi, DIN-Midi, Sample-Import, Batteriebetrieb, Modelling+FM, Flams/Rolls etc., Sub-Steps, Motion-Recording und einer kompletten, qualitativ guten Einzel- plus Master-Effektsektion unter 400 Euro?

        Aha!

  6. Profilbild
    Herr Mikrobi  

    Kann jetzt nur für mich sprechen, aber kein Sync in/out macht das Gerät für mein Setup nutzlos…
    Ich habe allerdings auch keine Bewertung abgegeben, da ich mit der gesamten Aira Serie nichts
    anfangen kann. Ist mir unteranderem zuviel Kirmes…

  7. Profilbild
    s.tubenrocker  

    Finde die Kiste sehr interessant. Einzelausgänge kann ich auch verschmerzen. Danke für den Test…habe schon drauf gewartet;-)

  8. Profilbild
    Atarkid  AHU

    Ich verstehe diese Produkte nicht wirklich. Die können richtig viel, klingen prima. Aber durch die mangelnde Konnektivität sind die Grenzen eng gesteckt. Mein Lieblingshall auf die Snare? Pustekuchen! Das gilt auch für diverse Elektron-Produkte. Und auch wenn sich der eine oder andere über die Preise freut, die Limitierungen sind zu heftig. Erinnert mich von der Problematik an Roland TR 505 oder Korg DDM 110. Hurra, die erste eigene Drummachine… Und dann? Klingt nicht wie auf der Lieblingsplatte? Einzelausgänge sind Pflicht.

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    Maxi  

    Ja stimmt: Immer noch kein Wunschkonzert für alle. Trotzdem enorme Leistung zu dem Preis, wenn nicht sogar hervorragend. Man kann die einzelnen Sounds natürlich intern sehr weitgehend bearbeiten und die Einzelausgänge via USB sind auch sehr praktisch. Für Leute, die unbedingt hochwertiges Outboard Equipment einsetzen wollen, ist die TR-6S nichts. Diese Leute sind aber m. E. auch nicht die Zielgruppe, sondern eher volca-User, die deutlich aufrüsten wollen.

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      TobyB  RED

      Guten Morgen HvW, da ist nichts kaputt. Das ist ein drastischer Kombinationsfilter auf dem Ausgang.

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        Herr von W.  

        Das verstehe ich nicht 😱 So eine Art Kammfilter-Effekt durch einen L/R-Versatz? Ich habe den 626-Beat mal in Sequoia bekuckt und auch dort ist die Pegeldifferenz zu hören respektive sehen. Naja #egal. Man kann das ja dort einfach korrigieren. 9dB war mein Resultat. Den Test trübt das sicherlich nicht weiter, weil jedermensch die Samples eh kennt. Wäre halt schön, wenn das hier direkt erträglich anhörbar wäre.

  10. Profilbild
    Anthony Rother  

    Kritik an den fehlenden Einzelausgängen ist meiner Meinung nach Pflichtprogramm und 369 € ist heutzutage kein Niedrigpreis mehr.

    Bald haben diese Geräte nur noch USB Audio und dann muss man seinen Kopfhörer auf dem Sofa sitzend an einen Kopfhörerausgang vom Rechner ranstecken !?

    Dafür bekommt man DER GERÄT dann für preiswerte 319 € !?

    • Profilbild
      Maxi  

      Zusätzliche Einzelausgänge an DER GERÄT fände wahrscheinlich jeder besser … Aber dann nimmst Du eben DER TR-8S. Erfüllt eher professionelle Ansprüche.

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        Anthony Rother  

        Ein Akai XR-20 Drumcomputer mit damaligen Neupreis 269 € hat auch 2 Einzelausgänge.
        Da gibt es einige in diesem Preissegment wo es den Herstellern noch klar war das man Einzelouts braucht.

        Das kritisiere ich.

        Es ist ja voll ok wenn andere sich mit einem Stereooutput für 369 € zufrieden geben.

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          defrigge  AHU

          Ja, aber dann muss man doch fragen: welcher Besitzer einer TR-6S würde die gegen eine XR-20 tauschen wollen?? Ich ganz bestimmt nicht! :-)

          Der Punkt ist, dass man nicht herausgepickte Einzel-Punkte ohne Blick auf das Gesamtpaket betrachten kann. Ganz offensichtlich kann man nicht alles gleichzeitig für unter 400€ haben (sonst würde es keine wesentlich teureren Grooveboxen geben). Wer eine rumdum erstklassige Groove-Box für Live-Zwecke braucht, muss definitiv mehr bezahlen.

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            Anthony Rother  

            Einzelouts sind bei Drummachines ein Standard den es heute so nicht mehr gibt.
            Und das kritisiere ich und das sollte man kritisieren.
            Wenn Du mit dem Stereoausgang zufrieden bist ok aber bitte nicht schön reden.

            Es geht nicht um die anderen technischen Sachen.
            Einzelouts waren bei Drumcomputern früher Standard.
            Punkt.
            :-)

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              network-909  

              Wobei man anmerken muss, dass bei analogen Drummachines Einzelouts technisch ziemlich einfach zu realisieren sind. Bei digitalen Drumcomputern braucht man für jeden Ausgang einen eigenen D/A-Wandler und das geht schon etwas ins Geld. Deswegen der Kompromiss mit den Einzelouts über USB – den gibt’s quasi für lau. :)

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                microbug  

                Hier bist Du nicht ganz auf dem aktuellen Stand. Das mit den einzelnen DA-Wandlern war bei alten Drummies wie Linn, DMX, DX etc der Fall, bei Aktuellen erfolgt die Datenausgabe seriell aus einem Custom-DSP, der die Klangerzeugung macht, und der angeschlossene Wandler gibt entweder die Summe aus oder kann multiplexen, die Steuerung dazu ist bereits vorhanden. Man könnte da also auch einen entsprechenden Wandler einsetzen, der nicht so viel mehr kostet, nur ist das dann eine reine Marketing-Entscheidung bzw Sache der vorher festgelegten Marge, in die das Produkt passen muß. Die TR-6S steckt im Gehäuse der MC-101 und unterscheidet sich nur durch Bedienfeld und Firmware von Dieser, die restliche Hardware, also auch Mainboard und Anschlußplatine, ist identisch – sieht man sehr schön an den identischen Anschlüssen. Für TR-8S und MC-707 gilt das Gleiche, nur gibts dort mehr Unterschiede, die aber einfach an einer anderen Anschlußplatine liegen.

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          komabot  

          Einzelausgänge sind grade in einer „Windowsumgebung“ schon noch wichtig. Finde Ich.

          Was man nämlich gerne vergisst ist die Tatsache das Windows nur 1 USB (Audio)Gerät sinnvoll verwalten kann. Ständig umstecken will man ja auch nicht.

          Wenn man bereits eine MC-707 zbsp. am Rechner hängen hat was macht man dann?
          Mit Einzelausgängen lässt sich auf jeden Fall flexibler arbeiten.

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            TobyB  RED

            Hallo, du kannst unter W10 mehr als ein USB Audio Device gleichzeitig in die DAW schicken und auch wieder rausholen, ebenso kannst du auch mehr als ein MIDI Device per USB anschliessen. Hier muss man dann in Windows10 eingreifen. Windows10 kann auf Grund seiner Struktur nicht direkt mit Multi Clients arbeiten. Hier brauchst du sowas wie MIDIrtp und ASIO4All. Du musst im Kopf haben, es kann für MIDI nur eine Masterclock geben. Es ist empfehlenswert alle USB Audio Devices mit der selben Samplingrate laufen zu lassen. Für Roland Geräte ist dann noch der Treiber notwendig. Hier unbedingt die Anmerkungen lesen. Der Treiber unterstützt kein Hyper V. Nachgerüstete USB 2.0 Steckkarten sind auch problematisch.

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                TobyB  RED

                Hallo, ich schreibe hier über Systemintegration und Hardwareanbindung, nicht über Programmieren. Das ist eine andere Baustelle. Wenn du 2 USB oder mehr Audio IN oder Out physich en einem Gerät hast, sind ganz andere Probleme zu lösen. Was nun eben auch nicht einfach ist. Kommt dann auch noch MIDI ins Spiel wird richtig lustig. Man kann sich das Wissen aber beibringen. Und das tut auch gar nicht weh und wenn man freundlich um Hilfe bittet, wird diese sicher nicht verwehrt.

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          microbug  

          Die Akai XR-20 ist eine Alesis SR-18 mit anderen Samples und bissl anderem Bedienfeld, und zudem war sie teurer als Diese. Ist keine komplette Neuentwicklung, sondern basiert auf der SR-16 aus dem Jahr 1993/94, leider verschlimmbessert, und nutzt quasi deren Basishardware. Wäre das eine komplette Neuentwicklung gewesen, gäbe es da auch keine Einzelausgänge. Schau Dir mal die kleinen Drumcomputer von Yamaha und Roland aus der gleichen Ära an, die hatten das alle nicht, gab es nur bei den großen Modellen.

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        komabot  

        Auch dir TR-8S hat meines Wissens nach keine Einzelausgänge für jede Spur.
        Nur „Assainable Outs“

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          komabot  

          Die RD-6 hat Einzelausgänge.
          Die ist allerdings analog und kostet ca. 150€.
          Aber vermutlich erfüllt die halt nicht gewisse Ansprüche. Zumindest heutzutage.

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            defrigge  AHU

            Äpfel und Birnen: das ist zwar ein nettes Gerät für’s Geld (natürlich wie alles andere auch nicht ganz ohne Schwächen), hat aber als anloger Klassiker eben nur 8 Sounds mit entsprechenden Parametern. Das ist nicht wirklich vergleichbar mit dem Funktionsumfang und der Soundvielfalt von Sample- und Modelling-basierten Grooveboxen.
            Aber wenn Behringer das TR-Design so rabiat und dreist klauen würde wie sie gerade Arturias quickaktuelles Keystep-Design geklaut haben (nicht zu verwechseln mit dem Nachbau coyrightfreier Klassiker), könnten sie auch so ein aktuelles Plagiat bestimmt noch billiger produzieren als Roland. Das würde ich dann aber (auch als zufriedener Benutzer eines Boog) aus Prinzip nicht kaufen.

  11. Profilbild
    Benny  

    Mir gefällt das Gerät sehr , würde es auch eher als Ergänzung für ein Setup benutzen und nicht als Haupt-Drummer.

  12. Profilbild
    lightman  AHU

    Ich finde die kleine Kiste interessant. Das Fehlen einer Sync-Möglichkeit außer MIDI ist nicht schön, fehlende Einzelausgänge kann ich halbwegs verschmerzen, da man ja jeden Sound intern mit Effekten usw. ausstatten kann. Ansonsten kriegt man viel für sein Geld, könnte ich mir gut in meinem Liverig vorstellen.

    Diese Roland-Geräte folgen einer bestimmten Linie, die innerhalb der Produktfamilie durchaus Sinn macht, aber in puncto Anschlußmöglichkeiten nicht ganz auf der Höhe der Zeit ist. Das ist der proprietäre Teil der Aira/TR/TS-Serie, den ich nicht mag, auch wenn ich ihn wirtschaftlich nachvollziehen kann, aber wer will schon ausschließlich mit Roland-Synths/Drummies Musik machen.

    Heutzutage ist Connectivity wie man neudeutsch sagt sehr wichtig, da fällt die TR-6s ab, wobei es an sich kein großes Ding ist, das Gerät in den eigenen Setup zu integrieren. Mein Liverig ist Sync-basiert, aber ich habe einen Keystep dran, um auch MIDI-only-Geräte einbinden zu können, daran hängt eine 8-fach MIDI THRU-Box, und feddich. Dennoch sollte sich Roland in dieser Hinsicht etwas öffnen, das würde die Akzeptanz und damit die Absätze erhöhen.

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      TobyB  RED

      Da ist was dran, zumal die SBX-1 aus dem Roland Katalog nur noch gebraucht erhältlich ist. Ich muss da auch immer basteln. Akai Force als Slave laufen lassen, keine gute Idee. Irgendwo mitten drin den Sync rausziehen, könnte klappen muss aber nicht. Ich hab aus diesem Grund noch die TR8, damit trigger ich dann One Shot Sequencer oder Loops, was bei mir der Oberkorn und Pro3 sind. Die TR6s liegt dann am MX1, Port 3, weil USB Power.

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        lightman  AHU

        Die SBX-1 hätte ich gerne gehabt, war mir damals aber zu teuer und man findet sie nur selten gebraucht. Sehr nützliches Teil, verstehe nicht, warum Roland es so schnell aus dem Programm genommen hat.

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          TobyB  RED

          Hallo Larifari,

          solange die Force als Master läuft ja. Als Slave und mit Wave Loops habe ich ab und an Probleme, entweder wir der erste Schlag eines Beats doppelt getriggert oder eine Midi Spur erzeugt auf der ersten Note auch einen Doppeltrigger. Dabei ist es egal ob ich ich dann hinten mit CV oder Midi rausgehe. Ich hab die Ursache noch nicht gefunden aber sollte ich da was finden kommt eine Leserstory. Hab ja ab Montag 4 Wochen Urlaub :-D

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    roskiewicz  

    Wenn man sich die Werbevideos der großen Marken ansieht und die Geräte, kommt man zwangläufig zu der Vermutung, die stellen nur noch Spielzeug her. Klanglich und konzeptionell ist doch alles erfunden und gebaut. Scheinbar geht es nur noch darum, das vorhandene Know How scheibchenweise und kostengünstig in kleine Geräte für den Feierabendgebrauch zu verbauen. Die Musik die mit derartigen Geräten gemacht wird, ist ausgelutscht. Was ist denn aus Marken wie Akai, Alesis, Emu etc. geworden? Ein Witz gemessen an den damaligen Produkten. Da haben die Softwarehütten 2000 rum die Hardware verdrängt und heute bauen die Softwarefirmen plötzlich echte Hardware. Daran erkennt man den Unsinn des Ganzen weil es war doch alles schon mal da.

    • Profilbild
      Maxi  

      Kann man so sehen. Derzeit reden ja alle von der „Digitalisierung in der Industrie“. Die hat aber in den Bereichen Grafik, Video- und Musikproduktion schon längst stattgefunden. Klangerzeuger in Form von Hardware werden im Studio rational betrachtet gar nicht mehr benötigt, da inzwischen Mittelklasse-Laptops mehr als genug Rechenleistung mitbringen. Viele professionelle Musikproduzenten arbeiten hocheffizient ausschließlich im „virtuellen Studio“. Und wer wünscht sich ernsthaft Bandmaschinen, SysEx-Dumps etc. zurück? Was jetzt in Sachen Hardware passiert, ist aus meiner Sicht entweder Live/Stage oder Nostalgie, Sammelhobby und purer Spaß am Kaufen. Diese Bereiche befriedigt Software nicht. Daher belässt es Roland auch nicht bei der Cloud. Hersteller wären dumm, die Konsumkonditionierung nicht auszunutzen. Aber: Kreativ die eigenen musikalischen Ideen umzusetzen, dürfte irgendwann rückblickend erfüllender sein, als inmitten verstaubter Synthesizer & Modular-Racks zu sitzen … möglicherweise.

        • Profilbild
          Maxi  

          Einfach zu überprüfen: Mach doch mal ein paar Tracks nur mit DAW und virtuellen Instrumenten. Und dann schauen wir, ob es jemand außer Dir bemerkt! :-)

          Klar, dass ist eine andere Arbeitsweise und die muss man nicht akzeptieren. Ich will übrigens niemandem seine geliebten Geräte wegnehmen, die er viele Jahre hat und die seine Produktionsweise ausmachen und beeinflussen. Aber sagen wir, ein talentierter Berufseinsteiger kommt im Jahr 2020 von der Musikhochschule, wo er auch BWL-Kurse hatte, und will jetzt als Selbständiger z. B. in die Bereiche Film-, Werbe- oder Multimedia-Soundtrack einsteigen. Dann sind Hardware-Klangerzeuger nicht Prio 1, 2 und 3.

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            Anthony Rother  

            Die Debatte Hardware vs Software ist jetzt auch nicht so ganz neu.
            Kann man aber gerne immer wieder mal drüber sprechen.
            Ist ein Evergreen.

            :-)

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            Gerd Lange  

            Also einige der Kommentare sind doch schon irgendwie etwas zu sehr geeicht auf Computer als Allheilmittel für künftiges Musikmachen und ausschließlich. Ich mag meine Synthesizer, die ich habe und mache auch etwas Musik mit dem Musikmaker. Aber ich bevorzuge immer noch handfeste Synthesizer, Grooveboxen, Drumcomputer usw. Wäre eigentlich schlimm, wenn viele der jetzigen Synthesizer-Hersteller damit aufhören würden. Meine Steuerzentrale für mein Musikmachen ist kein Computer, sondern ein Roland Juno-G und ein Korg Krome. Großes Interesse habe ich auch am neuen Korg Nautilus. Es macht Spaß, mal am Synthesizer neue Klangwelten zu erforschen. Außerdem wenn der Computer mittels Software einen Roland Jupiter 8 nachahmt, klingt der dann auch wie ein Jupiter-8? Der Soundchip im Computer ist kein Roland Jupiter-8-Oszillator und auch kein Jupiter-8-Filter usw. Das Beispiel mit dem Berufseinsteiger ist sehr subjektiv. Ich denke, wenn jemand Interesse entwickelt für echte Synthesizer, dann ist das Prio 1 und der Computer nachrangig.

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            lightman  AHU

            Wer aufgrund seiner kommerziellen Tätigkeit im Musikbereich bestimmte Vorgaben hat, muß sich danach richten, das ist klar. Für den eigenen kreativen Prozeß ist diese Einschränkung unnötig, da kann man aus Soft- und Hardware eine Umgebung bauen, wie man Lust hat. Sich da aus ideologischen Gründen einzuschränken, halte ich für Unfug.

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            roskiewicz  

            Zitat Maxi: „talentierter Berufseinsteiger kommt im Jahr 2020 von der Musikhochschule, wo er auch BWL-Kurse hatte…“ Alles Illusion. Keiner kommt irgendwie in sowas rein. An den Hochschulen herrscht erbitterter Konkurrenzkampf (werde der Beste, aber sei teamfähig – haha) selbstverliebter Studenten. Der Blick für die Realität fehlt. Auf der anderen Seite werde talentfreie Figuren zu Popstars hochgeschraubt, mit standardisierten Radiohits und nichtssagenden Texten von den immer gleichen handverlesenen Autorenteams. Aber da sind wir schon wieder bei einem anderen Thema ;-) Was ich sagen will, die meisten Absolventen, wurschteln erfolglos rum und bieten Workshops an wie man richtig komponiert und produziert, dazu Klavierunterrricht. Das ist lächerlich.

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              Maxi  

              Wow, das klingt ja bitter. Und ich finde, heute kann man sehr wohl von Musik leben und durchsetzen muss man sich überall – mit guter Leistung und mit Durchhaltevermögen. Dass viele Musiker auch Unterricht geben und sonstige Jobs („unter ihrer Würde“) machen, tut dem keinen Abbruch. „Popstar“ ist eine andere Sache, da geht es um die Entertainment-Industrie. Um da mitzuspielen, sollte man früh die Voraussetzungen mitbringen und bereit sein, 100 % Gas zu geben, was einfach nicht bei jedem der Fall ist. Aber es wird auch nicht jeder Spitzenpolitiker, Topmanager oder Filmstar. Mir gefallen auch die abwertenden Ausführungen zur kommerziellen Musik nicht. Erfolgreich Hit-Pakete für den Massengeschmack in den Markt zu schieben, ist ein anspruchsvoller Job. Da geht es auch um Networking, soziale Kompetenz usw. Und deshalb kann das nicht jeder, der ein paar Keyboards zu Hause rumstehen hat …

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                TobyB  RED

                Hallo Maxi,

                was roskiewicz schreibt ist nicht von der Hand zu weisen und ist eigentlich auch offensichtlich, wenn man sich mit der deutschen Musikindustrie befasst. Deshalb würde ich jetzt nicht sagen, das ist bitter. Oder roskiewicz sei verbittert. Ich hab für mich entschieden, a) amazona.de und b) ich hab keinen Bock für Leute zu arbeiten, mit denen ich ein Problem hab und c) bin ich durch meinen Job geerdet und kann mir das so erlauben. Und schlussendlich unterstützt mich meine Partnerin und ich ermitige meine Partnerin zu einen Philosphie Studium. ;-)

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                roskiewicz  

                Nun, es ist einfach die Realität. Wenn man das verbittert nennt, hat man selbst ein Problem weil man die Realität nicht sehen will oder kann. Verbittert wäre man wenn das Ego zu groß wäre und man dem Promistatus nachhächelt. Diese Realität ist, wie TobyB schreibt, offensichtlich. Das heisst es hat System. Allerdings dient das nicht der Kunst, Kultur, Stars, Fans. Das Niveau sinkt seit Jahrzehnten. Wer das nicht merkt, dem braucht man es auch nicht erklären. Es spielt auch keine Rolle ob Massengeschmack oder „Electronica“, alles ausgelutscht. Technisch….man schwört auf die neusten Plugins die mit wenig CPU Auslastung einen 40 Jahre alten Analog Synth 1:1 abbilden. Ja und? Auf Kreativität hat das wenig Einfluss. Und dann kommen die neusten „KI“ Plugins dazu die alle erdenklichen Akkordmuster bereithalten. Wo ist das denn kreativ? Es zeigt wer da am werkeln ist ;-) Das sind eher die die Maxi meint, die ein paar Keyboards rum stehen haben. Es gehört aber ein völlig anderes Verständnis dazu, was die meisten „Musiker“ nicht haben wegen Tunnelblick bzw wegen mangelnder Kenntnisse aus vergangenen Jahrzehnten. Das würde hier aber den Rahmen sprengen. ;-) Fahr mal Fahrstuhl und lausche der Fahrstuhlmusik. Langweilig. Bau 1000 bunte Lampen in den Fahrstuhl und das Gedudel klingt hitverdächtig. Dafür gibt es auch ein bekanntes Beispiel und komischerweise nur EINES.

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        Herr Mikrobi  

        Gibt aber auch durchaus Leute die nicht die ganze Zeit auf einen Bildschirm starren wollen oder alles mit der Maus hinfriemeln wollen oder gar Computer überhaupt nicht so knorke finden. Ich verstehe nicht, warum die meine Softwarekannalles-Fraktion damit nicht leben kann? Für mich gibt es da auch keine Hardware/Software Diskursion, weil es da für mich nichts zu diskutieren gibt. Eine Gitarre ist eine Gitarre, Ein Klavier ist ein Klavier, ein Synth ist ein Synth. Software ist Software. Auch wenn man den Unterschied nicht hören kann, fühlen kann man ihn schon. Davon brauche ich aber niemanden zu über-zeugen, -reden oder -müden. Do what thou wilt…

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    AMAZONA Archiv

    Ich war ja ganz erstaunt, dass die TR nicht so viel größer als eine Volca ist. Hier hört die Ähnlickeit aber schon auf, denn soundmäßig geht erheblich mehr.
    Sicher, man muss sich etwas einarbeiten, aber das lohnt sich.
    Interessanterweise ist auch eine richtig gute Bandecho- Emulation drin, die, richtig eingestellt auch die Selbstoszillation kann, und das gar nicht mal übel. (Sag‘ ich mal als langjähriger RE 201- Benutzer ;) )
    Ist mir auf jeden Fall sympathischer als mein Digitakt.

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    Hans Süly

    Ich habe eine Frage zum Sampleimport: „Die maximale Länge einer Audiodatei, die importiert werden kann, darf ca. 180 Sekunden betragen (bei 44,1 kHz/mono) und es können maximal 400 Dateien importiert werden.“ Bedeutet das, max. 400 Dateien mit jew. 180 Sekunden? Wie viel ist denn das bei Stereo? Ich schätze, die Hälfte, oder? Damit ließen sich ja einige längere Loops unterbringen, was klasse wäre.

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      TobyB  RED

      Hallo,
      ein Sampleloop kann bis zu 180 Sekunden lang sein. Insgesamt gehen ca. 600 Sekunden in Mono. Wenn du 400 Dateien auf die TR6s laden möchtest, dann 600/400=1,5sekunden pro Loop (44,1 / Mono) Stereo dann nochmal durch zwei teilen. Macht dann 0,75 pro Sample bei 400 Loops.

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