Test: Studio Electronics MidiMini V30, Minimoog Klon

6. Mai 2020

Liebe auf den zweiten Blick

Der Synthesizer-Markt hat seine Besonderheiten oder kann sich jemand einen anderen Wirtschaftszweig vorstellen, wo alte Produkte sehnlicher erwartet werden als neue?

Ende 2019 stellte Studio Electronics die Neuauflage ihres MidiMinis vor, der Ende der 80er Jahre den legendären Ruf dieser amerikanischen Firma begründete. Der MidiMini basierte auf dem MidiMoog, einem Rack-Synthesizer, der nach der Insolvenz von Moog mit originalen Minimoog Platinen gebaut wurde. Als deren Vorrat aufgebraucht war, entwickelte Studio Electronics eigene Schaltungen, die den Charakter des Minimoogs möglichst genau treffen sollten. Und jetzt, 30 Jahre später, wurde der MidiMini überarbeitet und unter Zusatz „V30“ vorgestellt.
Vor mir steht somit ein Klon des Klons des Klons des Minimoogs zu einem Preis, der auf dem Niveau gut erhaltener originaler Minis liegt. Auf den ersten Blick teurer, alter Kaffee. Doch der MidiMini V30 hat ein paar besondere Tricks auf Lager …

Aufbau des Minimoog Klons

Der V30 folgt im Wesentlichen dem Aufbau des Minimoogs, weicht aber in einigen Punkten von diesem ab. So befinden sich hier ein zusätzlicher LFO, ein Ringmodulator, Hard Sync sowie einige Miniklinken-Ein- und Ausgänge.

Die großen Potentiometer machen einen soliden Eindruck und lassen sich butterweich bewegen, während die Schalter angenehm satt einrasten. Die Frontplatte ist in mattem Schwarz gehalten, das Fingerabdrücke kaum annimmt, so dass diese auch nach längerer Nutzung neu und sauber aussieht. Der MidiMini wirkt durch und durch professionell und ergonomisch gestaltet. So zum Beispiel auch bei den Beschriftungen, die auch bei schwachem Licht noch lesbar sind. Positiv aufgefallen ist zudem, dass die drei verbauten LEDs nicht zu hell leuchten.

Steckbrief des MidiMini Synthesizers

– Diskret aufgebauter, analoger, monophoner Synthesizer
– 3 Oszillatoren mit sechsstufigen Oktavschaltern und sechs Schwingungsformen
– Hard-Sync von Oszillator 2
– Ringmodulation von Oszillator 2 und 3
– FM zwischen Oszillator 3 (Modulator) und 2 (Carrier)
– Rauschgenerator (weißes und rosa Rauschen)
– Filter: 4-poliges Tiefpassfilter (Transistor Ladder). Frequenzbereich: 10 Hz bis 32 kHz.
– Selbstoszillation möglich
– Hüllkurven: zwei dreistufige Hüllkurven mit zuschaltbarer Release-Zeit
– VCA mit 81 dB und Drone-Schaltung (VCA bleibt offen). Kann vom LFO getriggert werden.
– LFO: digitaler LFO mit 9 Schwingungsformen. Zur MIDI-Clock synchronisierbar.
– Glide: linear und exponentiell
– Anschlüsse Rückseite: MIDI In und Thru; Kaltgerätestecker (umschaltbar zwischen 110 und 220 V), Audio-Out (Monoklinke)
– Anschlüsse Vorderseite: 14 Miniklinken
– 7 Eingänge: MAIN CV IN, OSC1 CV , OSC2 CV, OSC3 CV, EXT IN (mit Abschwächer), VCF CV, GATE IN, VCA CV
- 7 Ausgänge: CV OUT, LFO OUT (mit Abschwächer), NOISE, OSC1, ENV2 OUT (mit Abschwächer), GATE OUT
– Gehäuse: 19 Zoll Rack-Gehäuse mit 4 HE und 16 cm Einbautiefe.
– Gewicht: 4 kg

Klangquellen und Klangfarben

Schon direkt nach dem Einschalten sind die drei Oszillatoren auffallend stimmstabil. Empfohlen wird eine Aufwärmphase von fünf bis zehn Minuten, in der Praxis war dies nicht notwendig. Alle drei Oszillatoren sind mit sechsstufigen Oktavschaltern ausgestattet von 2 bis 32 Fuß mit zusätzlicher „Low“-Stellung. Als Schwingungsformen finden sich Dreieck, Sägezahn und Rechteck mit drei unterschiedlichen festen Pulsbreiten. Außerdem die berühmte Triangle/Saw-Kombination.
Die Pulsbreite lässt sich übrigens nicht modulieren, was beim Minimoog auch nicht anders war. Weshalb sich der gute Doktor Bob anno 1970 darauf verzichtete, ist nicht restlos geklärt. Auf jeden Fall sparte man Platz und gewann an Übersichtlichkeit, was nicht zu unterschätzen ist. Das Fine-Tuning deckt einen Bereich von etwas mehr als einer Quinte in beide Richtungen ab und lässt sich ausreichend für zarte Chorus-Effekte und angedickte Sounds fein justieren.
Der Master-Tune bezieht sich übrigens nur auf die Oszillatoren und nicht auf das Filter. Wenn man dieses in Selbstoszillation genau stimmen möchte, geht dies nur über Cutoff.
Bleiben noch der Rauschgenerator mit weißem und rosa Rauschen sowie der Miniklinkeneingang für externe Klangquellen, dessen Pegel über eine Potiachse geregelt wird.

Neu ist die Sektion Color, die grob gesagt für die nichtharmonischen Klangwelten verantwortlich zeichnet. Hier befindet sich ein Ringmodulator, der von den Oszillatoren 2 und 3 gespeist wird und mit einer ganzen Reihe an metallischen, skurrilen und brachialen Klängen aufwartet. Im Gegensatz zum Minimoog bietet der MidiMini eine harte Synchronisation des zweiten Oszillators (mit Osz 1 als Master), wobei dessen Frequenz über die Filterhüllkurve für interessante Sync-Sweeps gesteuert werden kann. Außerdem findet sich eine Frequenz-Modulation des zweiten durch den dritten Oszillator. Die Klänge sind sehr vielfältig und rangieren von metallischen, über brachiale Krachmacher bis zu reinen Klängen mit harmonischen Obertönen. Beachtenswert ist, dass diese Sounds über die gesamte Klaviatur meines Masterkeyboards rein und klanglich konsistent gespielt werden können. Das Tracking der Oszillatoren ist perfekt und das schon nach wenigen Minuten nach dem Einschalten.
Im Mischer werden die Signale zusammengeführt und nach Wunsch übersteuert („Amp Drive“), ehe sie zum Filter weitergeleitet werden. Als Besonderheit kann die Dreieckschwingung des ersten Oszillators ungefiltert direkt zum VCA geleitet werden, um beispielsweise bei hoher Resonanz die Grundfrequenz zu betonen.

Das Kaskaden-Filter

Beim Filter handelt es sich um die berühmte Transistor-Kaskade mit einer Flankensteilheit von 24 dB pro Oktave, die schon dutzende Male kopiert worden ist. Es klingt voll und rund mit dem passenden Biss. Die Selbstoszillation ist klar und rein, hingegen war das Tracking nicht zu 100 % oktavrein. Laut Vertrieb müsste das Filter über einen Bereich von ca. 3 Oktaven tonal spielbar sein, was auf das Testgerät nicht zutraf. Letzten Endes ist dies alles eine Frage der Kalibrierung, zu deren Zweck das Gehäuse aber geöffnet werden müsste. Wer da selbst Hand anlegt, verliert jegliche Garantieansprüche.

Modulationen

Auch hier wandelt man auf den bekannten Pfaden des Minimoogs: zwei Hüllkurven mit Attack, Decay, Sustain und zuschaltbarem Release. Auf den ersten Blick wirkt dies einschränkend, in der Praxis hat es eher Vorteile. Man spart etwas Zeit (und Platz auf dem Bedienfeld), zudem ist es sehr praktisch, die Release-Phase per Schalter zu aktivieren. Interessant ist die Master Funktion der VCA-Hüllkurve, die diese auch für den Filter nutzt. Dadurch steht die Filterhüllkurve für andere Zwecke zur Verfügung, außerdem kommt man für einfachere Sounds schneller ans Ziel, wenn man nur eine Hüllkurve zu bedienen braucht.

Die insgesamt 9 Schwingungsformen des Digital-LFOs werden mit einem stufenlosen Potentiometer angewählt, was etwas verwirrend ist, da keine Zwischenstufen der Schwingungsformen möglich sind. Ein Drehschalter wäre die logischere Wahl gewesen. Der LFO ist über MIDI-Clock synchronisierbar, die Frequenz reicht weit bis in den Audiobereich.
Zusätzlich kann man in alter Minimoog-Manier aus dem dritten Oszillator und dem Rauschen ein Modulationssignal mischen. Die Modulationsziele sind eher mager: Frequenz der Oszillatoren und Cutoff. Über die Miniklinkenbuchsen ist zwar noch ein bisschen mehr möglich (z. B. ein Tremolo des VCAs), man sollte aber nicht übersehen, dass der V30 kein Modulationsmonster ist.

Anschlagdynamik wird übrigens auch erkannt und wirkt auf die Filter-Cutoff-Frequenz und die Lautstärke, während über Aftertouch das Filter geöffnet werden kann.

In der Praxis

Auspacken, verkabeln und einschalten. Schnell einen simplen Sound eingestellt mit nur einem Oszillator mit Sägezahn, das Filter stelle ich auf eine mittlere Grenzfrequenz und gebe ein bisschen Resonanz dazu. Kurze Attack-Zeit, mittleres Decay, Sustain und Release. Der Einfachheit halber nutze ich nur die VCA-Hüllkurve, die ich zusätzlich auf das Filter route. Alle weiteren Komponenten lasse ich erstmal unangetastet. Mein erster Höreindruck macht mich kurz sprachlos. Ein voller und wuchtiger Sound schmeichelt meinen Ohren, ich höre (besser: ich spüre) eine Räumlichkeit im Klang, die mir bei anderen Synthesizern oft fehlt. Dabei habe ich keinerlei Effekte angeschlossen. Langsam drehe ich den zweiten Oszillator dazu, was zu schönen Schwebungen führt. Interessant ist auch die Mischung von normalem und invertiertem Sägezahn, die leicht gegeneinander verstimmt werden. Das klangliche Ergebnis erinnert an Pulsbreitenmodulation. Die klassischen Moog Sounds (Bässe und Leads) sind schnell eingestellt und klingen einfach gut. Doch auch eher experimentelle Klänge sind dank Ringmodulator, Hard-Sync und exponentieller Frequenzmodulation problemlos möglich. Der Klang des V30 ist stets druckvoll, warm und im besten Sinne analog. 

Das Sounddesign geht schnell von der Hand. Die Bedienung läuft perfekt, es ist überall ausreichend Platz vorhanden, so dass es nie vorkam, dass ich aus Versehen, ein Poti verstellte. Im direkten Vergleich wirkt mein Eurorack-System wie ein Spielzeuginstrument für die Puppenkiste.

Die Miniklinkenbuchsen verleihen ein modulares Flair. Interessant ist, dass auch anscheinend sinnlose Verbindungen möglich sind. In der englischsprachigen Bedienungsanleitung wird explizit darauf hingewiesen, dass auch Ausgänge mit Ausgängen verbunden werden können („Out-to-Out“), z. B. der LFO mit der Hüllkurve. Das klangliche Ergebnis ist überraschend, aber auch nicht unbedingt berauschend.

Noch ein Wort zum Preis. Gewiss ist der MidiMini V30 ein teures Instrument. Tatsache ist aber auch, dass es sich explizit an professionelle Musiker und Tonstudios richtet. Für uns normalsterblichen Musiker bietet StudioElectronics ein paar andere, weitaus günstigere Instrumente an. Das Ziel beim V30 war kompromisslose Qualität und das ist den Leuten von Studio Electronics vollends gelungen.

Alternativen gibt es natürlich zuhauf, kein anderer Synthesizer wurde so oft kopiert wie der Minimoog. Wenn wir uns jedoch auf die Preisklasse des V30 konzentrieren, lichtet sich das Feld. Außer dem Minimoog selbst – als Original-Modell aus den 70er Jahren oder Neuauflage – gibt es keinen direkten Konkurrenten mit vergleichbarer Klangqualität und Haptik. Dabei würde ich wahrscheinlich dem MiniMidi V30 den Vorzug geben, da er entschieden mehr Funktionen (und somit auch klangliche Möglichkeiten) bietet, während die Bedienung ähnlich einfach ist wie beim Minimoog. Natürlich könnte man auch entsprechende Modularsysteme nennen, beispielsweise das Model 15 von Club of the Knobs, das zu einem ähnlichen Preis ähnliche Features bietet. Man sollte aber nicht übersehen, dass die Bedienung eines Modularsystems weitaus komplexer und weniger intuitiv ist.

Die Klangbeispiele wurden über ein Mackie Onyx 820i Interface in Logic 9 aufgezeichnet. Die „V30-Songs“ basieren ausschließlich auf dem V30, mit Ausnahme der Beats, die aus Logic stammen. Als Effekte nutzte ich Delay, Reverb und einen Kompressor für den Bass.

Was fehlt dem Studio Electronics Neuling?

Damit dieser Artikel nicht zu einer reinen Lobpreisung des V30 verkommt, sei die Frage erlaubt, was man anders oder besser hätte machen können. Und nein, ich werde nicht bemängeln, dass der V30 keine Speicherplätze bietet, das würde das Grundkonzept verwässern. Aber ein Kopfhörerausgang wäre ganz nett. Außerdem ist es etwas schade, dass bei Ringmodulator und Rauschgenerator auf einen Schalter verzichtet wurde. Und als Drittes wünschte ich mir eine Mix-Out-Buchse der Oszillatoren, um ein externes Filter einzuschleifen, falls dies mal gewünscht wäre. Das ist aber auch schon alles, was es von meiner Seite zu bemängeln gibt.

Fazit

Je nach Sichtweise ist der MidiMini V30 ein uninnovatives, rückwärtsgewandtes Retro-Spielzeug für Freaks mit prallem Geldbeutel. Oder die beinahe perfekte Umsetzung eines musikalischen Ideals. Anders ausgedrückt: Auch Klonen ist eine Kunst, die sich nicht darin erschließt, Instrumente zu bauen, die den Vorbildern vor allem äußerlich gleichen.
Der V30 hält, was er verspricht und überzeugt mit druckvollen, analogen Sounds erster Güte. Die Verarbeitung ist top, die Potis laufen butterweich und die Schalter rasten angenehm ein. Das bewährte Konzept des Minimoogs wurde sinnvoll ergänzt. HardSync und Ringmodulator erweitern das klangliche Spektrum wesentlich, nicht zu vergessen der synchronisierbare LFO. Das schlichte und unspektakuläre Design erweist sich in der (Spiel-) Praxis als kreativitätsfördernd. Das Layout ist sehr logisch aufgebaut und intuitiv zu bedienen. Schon nach kurzer Zeit kann man ihn blind bedienen, ohne dabei andere Parameter aus Versehen zu verstellen.

Dass er nicht günstig ist, braucht man nicht weiter zu betonen. Weniger ein Instrument für Sammler, sondern für Puristen, die genau wissen, was sie wollen: Klangästheten und Musiker, die gerne intuitiv arbeiten.

Plus

  • überzeugender, analoger Klang
  • sinnvolle Erweiterungen des "Minimoog-Konzeptes"
  • großzügige Bedienoberfläche
  • Potis und Schalter von hoher Qualität
  • Patch-Buchsen

Minus

  • kein Kopfhörerausgang
  • Trimpotis nicht von außen zugänglich

Preis

  • 3269,- Euro
Klangbeispiele
Forum
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    oh…fast 3300€ und ohne Tastatur…
    ich hole das Popcorn und bin auf die weiteren Forumsbeiträge gespannt…

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    lightman  AHU

    Ich finde es erstaunlich, daß nach den Mini-Klonorgien der letzten Jahre immer noch Bedarf für teure Nachbauten besteht, offenbar hat der schnelle Abverkauf der Model D-Neuauflage von Moog eine Bedarfslücke hinterlassen, die SE mit dem V30 zu füllen gedenkt.

    Jedem sein Mini, wa. Mir solls recht sein, ich selbst habe dafür keinen Bedarf. Es gibt mittlerweile so viele gut klingende mono- oder paraphone Synths, daß es für mich keinen Sinn macht, sich am Klangideal eines Mini festzuhalten, und dann ist da ja noch die Kleinigkeit von 3.269.- Euro, die einen womöglich korrekten, aber trotzdem saftigen Eintrittspreis für die „Profiliga“ (wo immer die auch spielt) darstellt. Gerade in unseren pandemischen Zeiten überlegt es sich auch ein Berufsmusiker zweimal, ob eine solche Investition gerechtfertigt ist.

    Allerdings kann man mit dem V30 dank seiner zusätzlichen Funktionen klanglich wohl auch über die bekannten Mini-Fahrwasser hinausgehen, er sieht überdies wertig gebaut aus und bei SE kann man davon ausgehen, daß die Qualität paßt und das Teil lange halten wird, das ist doch auch was.

    Übrigens schöne Klangbeispiele, die Songs haben mir gut gefallen.

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    …völlig unbeachtet der Qualität und ob man das Teil brauchen/bezahlen kann/will. Ich finde es ohne Tastatur völlig unsexy….aber da hat ja jeder andere Vorstellungen…

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        Ashatur  AHU

        Ja chic finde ich ihn auch und wohl auch die Möglichkeit mal wieder was in das Rack zu setzen punktet auch. Aber ein Moogklon zum Preiß eines echten Moogs …. Wer es brauch also wenn ich Moogsound möchte und 3000 Stutz besitze dann kaufe ich mir doch lieber einen Moog ….oder?
        Aber man muss schon dazu sagen das die SE Produkte schon sehr wertig sind. Nur finde ich wie bei der Firma B etwas mehr Eigenkreation wäre nicht schlecht.

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          …es gibt keinen Minimoog neu, also wird man auf einen Klon zurückgreifen müssen, wenn man etwas (Fabrik)Neues haben will. Die Frage ist da dann wieder…was ist da an eigenen Ideen überhaupt bei den Nutzern gewünscht?
          Nun, meist ist es allen erlaubt zu klonen wie man will, wenn der „teuere“Boutiqe-Markenhersteller das macht, ist das mit der Innovation ja nicht so wichtig, obs NeveClones sind, U87 Kopien, Stratokaster etc…und hier der Moog…..wichtig ist, es darf nicht B… draufstehen..denn das ist Billig, Böse und auf jeden Fall verachtenswert….schmeisst man jedoch ein 3300€ Kästchen auf den Markt..alles supi….

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            Ashatur  AHU

            Gegen das Klonen bin ich nicht. Ich besitze ja selber 2 Synths von Behringer. Ja klar wenn man genau die Architektur des Minis will muss man sich einen Klon kaufen aber für jemand wie mich der nur den typischen Moogsound möchte und rein zu fällig 3000 besitzt dann würde ich es nicht für ein Klon ausgeben sondern mir einen Moog kaufen. Ich stand schon vor dieser Entscheidung … kaufe ich mir einen Model D von B oder was kleineres von Moog und es wurde eine Großmutter und ich bereue es nicht.

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              …ich hatte damals tatsächlich überlegt ob ich mir einen Minimoog von der Neuauflage kaufen sollte, habe aber zu diesem Zeitpunkt finanziell ein paar andere Prioritäten gehabt, ich besitze aber einen Sub Phatty und einen Minitaur und den Behringer Model D, ich finde soundmäßig steht er den anderen beiden nicht nach, ob er 100% wie ein Mini klingt weiss ich natürlich mangels Vergleichsmöglichkeit nicht, ist mir auch gleich, meine Erwartungen an das Gerät wurden erfüllt.

              Übrigens…der Sub-Phatty ist der einzige Synth den ich jemals zur Reparatur einschicken musste…rechtes Panelboard defekt, Parametersprünge beim Cutoff…Made in USA….
              Ich hoffe das bleibt dir mit Grossmütterchen erspart….

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    amyristom  AHU

    Hier würde mich ja mal eine Gegenüberstellung hinsichtlich Klang interessieren zwischen Moog Minimoog, dem Midimini Klon und dem Behringer Model D.

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      Tyrell  RED 12

      Macht keinen Sinn für uns – so schön es wäre, auch wir müssen da mit Ressourcen haushalten – und logistisch wäre das schon wieder der Overkill für ein Produkt, dass am Ende nur ganz ganz wenige Leser wirklich kaufen wollen.

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    martin stimming  

    Wenn ich mir nur zwei Synthie aussuchen dürfte: Dieser hier und entw ein Digitone oder der Hydra. Damit wäre mein Klangbedarf wahrscheinlich gedeckt (vllcht müsste noch ein Tanzbär dazu)

    Hach…

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      Soundreverend  AHU

      Du hast da noch den oder die Octatrack(s) vergessen ;-)

      Ich habe – jetzt wo das Digitone Keys unter 1000 Euro gerutscht ist – direkt zugeschlagen, auch wenn es komisch aussieht das Teil, aber Digitone mit Tastatur macht echt viel Spass…

      edit: … aber Du meinst bestimmt „zusätzlich“ :)

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        martin stimming  

        Der Octa kann schnell und intuitiv – Organisation, Übersicht, Struktur sind seine Sache nicht.
        Also ich befürchte um richtig Musik zu machen braucht man leider ne DAW. Aber mit den genannten Maschinen zumindest keine sonstigen Klangerzeuger mehr.
        Mann find ich das reizvoll!

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            Ashatur  AHU

            Naja es gibt wohl noch immer Menschen die nur einen Synth und ein Mehrspurrekorder brauchen um richtig Musik zu machen… und einen damit gegen die Wand spielen.
            Ich denke eine DAW ist nicht zwangsläufig von Nöten aber vereinfacht einige Prozesse. Wenn ich zb Trance produziere brauch ich eine DAW aber arbeite ich an Ambient ist eine DAW mir irgendwie im Weg.

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            martin stimming  

            ja, das war natürlich eine provokante Formulierung, ich meinte vor allen Dingen: professionell. Also, mit Geld verdienen und so. ;)

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              Ashatur  AHU

              Das dachte ich mir schon…
              Aber irgendwie sitzt mir die letzte Zeit so ein Schalk im Nacken. :-D
              Ich denke das liegt am momentanen Stressfaktor plus Lagerkoller

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      Hallo Martin
      …hast du nicht so ein schönes Review vom Hydasynth auf Youtube gemacht? Wenn es das ist, welches ich meine, hast du damit unter anderem dafür gesorgt, daß ich ihn gekauft habe…
      ASM/Medeli darf sich bedanken ….

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          …nein, ich habe es nicht bereut, ich bin gespannt was von ASM noch so kommt, ich glaube da steckt viel Herzblut drin und auch die nötige Power hinter…. mit Medeli.
          Danke auch nochmal für dein(e) tolles(n) Review(s)…

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    dilux  AHU

    „…oder kann sich jemand einen anderen Wirtschaftszweig vorstellen, wo alte Produkte sehnlicher erwartet werden als neue?“ – den antiquitätenhandel?

    zum thema gehäuse öffnen: hier muss man zwischen garantie und gewährleistung unterscheiden; garantie ist eine freiwillige leistung des herstellers der art „tritt bei unserem produkt im zeitraum x ab kaufdatum ein defekt auf, reparieren wir diesen schaden auf unsere kosten“. so eine garantie kann sicherlich durch das öffnen des gehäuses erlöschen, das muss aber nicht zwangsläufig so sein (kulanz).
    gewährleistung ist die gesetzlich regelung, daß ein hersteller 2 jahre für schäden an seinem produkt haftet, die beim kauf bereits bestehen. die gewährleistung erlischt nicht beim öffnen des gehäuses, sie ist gestzlich verbindlich.

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    Marco Korda  AHU

    Alles, was sich in dieser Preisregion aufhält, will gut überlegt sein, keine Frage. Die SE-Qualität ist über jeden Zweifel erhaben. Nichtsdestotrotz denke ich, wenn ich mein Modularsystem mit weiteren 3K aufbocke, dann wird’s dann doch eng für SE und deren Möglichkeiten. Und selbst wenn ich das Geld nehme und ein Modularsystem komplett neu stricke, kann ich da was zusammenstellen, was Möglichkeiten und evtl. auch Sound übertreffen.

    Ach, wie schön, dass es das alles gibt. So viel Auswahl und so viel Happiness by sound mit all dem Kram. Herrlich.

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      smoo  

      Ich frage mich ob der Midimini einfach gleich klingt wie alle anderen Minis von Studioelectronics. Ich hatte den SE 1, ATX-1 und nun den SE-2 (ist ja auch von Roland). In meiner Erinnerung klangen die alle gleich, nämlich nach Studio-Electronics. Auch der SE-2 hat diesen typischen guten Klang. Omega 8 mit Minifiltern war auch sehr ähnlich bis auf die lahmen Hüllkurven. B Model D ist anders.

      Mein SE-02 klingt wahnsinnig gut, braucht aber sehr viel Fingerspitzengefühl bis er so gut klingt. Er ist weniger Sweetspot wie andere und extrem klein. Aber günstig. Steht er direkt vor der Nase macht mir aber die Bedienung Freude.

      Da frage ich mich wie dieser Midimini klingt im Vergleich dazu. Und im Vergleich zu den McBeth Kopien (die mir nicht gefallen weil McBeth sich bei Potiwegen keine Mühe gibt (A
      Manchmal passiert alles im ersten Viertel vom Potweg – ich hatte den Micromac).

      Die Soundbeispiele sind sehr musikalisch. Top. Ich hätte mir aber noch Beispiele gewünscht über die Hüllkurven. Hüllkurven waren immer eine Schwäche von Studioelectronics (nicht beim SE2)

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        Marco Korda  AHU

        Ist es denn wünschenswert, dass er exakt so klingt? Schon klar, wenn man bereit ist, einen Klon auf den Markt zu schmeißen, dann sollte das der Anspruch auch sein. Andererseits darf es für meinen Geschmack ruhig abweichen. SE hatte immer eine eigene Note und das ist doch gut so. Ob dies nun eins-zu-eins nach dem Original klingt, ist nur bedingt wichtig. Ich finde die Erweiterungen, die hier implementiert worden sind, recht gut und das entfernt ihn auch wieder vom Original. Wie beim SE-02 ja auch, das klingt ja auch sehr nach Roland aber nicht nur, oder?

        Zu den Hüllkurven kann man in den Soundbeispielen zumindest erahnen, was da möglich ist. Macht keinen schlechten Eindruck, aber da müsste man mehr in die Tiefe gehen.

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          smoo  

          Der SE-02 klingt überhaupt nicht nach Roland. Evtl stammt aber die Hüllkurve von Roland. VCOs und Filter klingen 100% nach SE.

          Eine Wiederholung von Tyrell. Mich macht das Ding hier optisch extrem an. Selten so einen schönen Synth gesehen. Allerdings – wer hat noch Racks? Ich schon aber die sind voll oder zu weit weg.

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            Martin Andersson  RED

            Wer hat noch Racks? unter anderem Studios, die Zielgruppe von Studio Electronics.

            Ich selbst bin auch sehr angetan vom Design des V30: ergonomisch, übersichtlich und in seiner Einfachheit sehr ästhetisch.

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        Martin Andersson  RED

        Rein technisch unterscheidet sich der V30 vom SE-02 (und anderen Studio Electronics Produkten) durch die diskrete Analog-Technik. Auch die Hüllkurven werden analog erzeugt. Das einzige digitale Modul ist der zusätzliche LFO.
        Die Hüllkurven sind (zumindest gefühlt) sehr schnell und perkussiv.

        Und noch ein Wort zur Skalierung bzw. „Sweet Spots“. Da liegt beim V30 alles im grünen Bereich, die Parameter sind musikalisch sinnvoll skaliert. Jeder Regler fühlt sich „genau richtig“ an. Das Design des V30 ist letzten Endes klangrelevant: dank des logischen Aufbaus, der angenehmen Potis und der passenden Skalierung, findet man ohne großen Aufwand neue und vor allem gute klingende Sounds.

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        martin stimming  

        Kann es sein dass Macbeth logarithmische Potis eingebaut hat?
        Das würde das ‚es passiert nur was im letzten drittel‘ erklären…

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      Willemstrohm  AHU

      Siehe bei Nacht in den klaren Himmel und zähle die Sterne im Firmament! Das ist die Übersicht der Menge an Minimoog Clones.

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    Son of MooG  AHU

    Erstaunliches Detail für mich am Rande ist der Regler für die Waveform des LFOs; das hat mich schon bei meinem STS.16 LFO-Modul anfangs etwas irritiert, besonders, weil da 16 Wellenformen recht dicht nebeneinander sitzen. Trotzdem ist es ein toller Dual LFO mit teilweise einzigartigen Kamm-Wellenformen und jeder Menge Modulations-Möglichkeiten…

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    Fabianm

    Man kann über den Klon und seinen Preis denken was man will aber der Song „V30_Song“ ist echt mega cool, hat mich grad total umgehauen.

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