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Test: Universal Audio Classic Reverbs AKG BX 20, EMT 140, EMT 250, Lexicon 224, AMS RMX 16

Programm 4 simuliert eine PLATE, hier wird mit dem Preset erstmal die Snare verhallt, dann gibt es im gleichen Programm eine Effektvariation mit kleinerem Decay und mehr Predelay.

Sound 32a Drumbeat_Plate_Snare1

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Sound 32b Drumbeat_Plate_Snare2

Obwohl die Effektintensität gleich bleibt und die Decaytime halbiert wurde, wirkt das Reverb durch die Loslösung vom Originalsignal hier doch deutlich lauter.

Wir wissen ja, die Plate drängt sich für Gesang nahezu auf, deshalb natürlich auch wieder unsere female Voice.

Sound 33 Female Voice_Plate_2,8sec_0ms_stereo_Plate

Mit Programm 8, NONLIN 2, verlassen wir endgültig die natürliche Klangerzeugung, dahinter verbirgt sich nichts anderes als ein Gated Reverb. Da bietet sich natürlich direkt wieder unser Beat mit bearbeiteter Snare an.

Sound 34 Drumbeat_Gate

Auch das nächste Preset, REVERSE1, ist in der Natur nicht zu finden, steht aber in unserer Special-Effekt Liste. Zunächst nehme ich wieder den Beat, der Effekt ist in Maximalstellung für die einzig wählbaren Parameter Decay und Predelay.

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Sound 35 Drumbeat_Reverse

Auch organische, delayartige Klänge lassen sich so sehr einfach basteln, die simple irische Flötenmelodie wird so ganz schnell und einfach zur Musikuntermalung für Mittelerde.

Sound 36 Flute_Reverse

Auch ein ECHO hat das RMX 16 mit an Bord, dabei sind Time, Feedback und die beiden Filter separat pro Ausgangskanal einstellbar. In der Delaytime unterscheiden sich die Ausgänge, A kann 1,2 sec, B 400 ms erreichen. Der Einfachheit halber bleiben wir zuerst wieder bei der Flöte.

Sound 37 Flute_Echo

Aber auch für Gesang ist Echo ein gern benutzter Effekt.

Sound 38 Male Voice_Echo

Das Echo klingt schön warm und überzeugt durch einfache Bedienung. Eine echte Bereicherung in der RMX-Palette.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    MidiDino  AHU

    Danke für detaillierten Erläuterungen, Armin, auch wenn diese mich nicht zum Kauf der Simulationen animieren können. Ich schätze, es gehört eine große Portion Nostalgie dazu, sich solcher Produkte zu bedienen. Was dies mit Kreativität zu tun haben könnte, wäre noch eine ganz andere Frage, besonders, falls man damit die Schaffung von Neuem anvisieren würde. Ich muss gestehen, mir fehlt ein Hang zu Nostalgischem – und nutze als Musiker weiterhin primär die mir zur Verfügung stehenden IRs des Lex 960 L.

    • Profilbild
      swissdoc  RED

      Ein Lexicon Hall mit einer IR zu simulieren mag ja funktionieren, die spezielle und stilprägende Modulation im Hallsignal geht aber verloren. IRs sind für statische Reflektionsmuster geeignet, wie sie in Räumen auftreten, leider aber nicht adequat für die Simulation algorithmischer Reverbs.

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        MidiDino  AHU

        Danke swissdoc, für den Einwand. Aber: Vermutlich möchte niemand, der IRs nutzt, algorithmische Reverbs simulieren, nicht einmal ein Lex 960 L ließe sich mit IRs hinreichend simulieren, berücksichtigte man die Vielzahl an Einstellungen, die möglich sind. Man ist auf die Auswahl an IRs angewiesen; für mich reicht die mir zur Verfügung stehende Auswahl vollkommen aus.

        Weil Modulationen angesprochen worden sind: mich interessiert eine relative Natürlichlichkeit in Bezug auf Rauminformationen, in Abhängigkeit von der Musik, die im Zentrum steht. Ich weiß, dass andere Musiker andere Präferenzen haben. Mit Absicht sprach ich von mir. Ich habe dazu einen Leserartikel vorbereitet, der aktuell noch ‚in Prüfung‘ ist.

        Hinsichtlich der besprochenen PlugIns bleibe ich dabei: ich halte sie für nostalgisch. Spaß kann man freilich auch damit haben, wenn man es drauf anlegt ;-)

        • Profilbild
          swissdoc  RED

          Mir geht es um den bekannten und typischen Lexicon bigger-than-life Wölkchen-Wohlfühl-Hall, der eben von den Modulationen lebt und somit von einer IR nicht nachgebildet werden kann. Das ist etwas prinzipielles und hat mit modern oder nostalgisch erstmal nicht viel zu tun. Was man dann bevorzugt, ist Sache des persönlichen Geschmacks, wie Du schon richtig anmerkst.

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            MidiDino  AHU

            Dieser „Lexicon bigger-than-life Wölkchen-Wohlfühl-Hall“ wurde von einigen Musikern ja bei den neueren Modellen vermisst, gerade auch beim 960 L gegenüber dem 480er, aber nicht von mir. Ich bin hingegen von der plastischen Natürlichkeit des 960-L-Klanges sehr angetan und nutze ihn für zeitgen. Jazz / zeitgen. Klassik. Und dann auch bislang nur die Chambers und relativ dezent.

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    UAD macht hier wirklich einen TopJob! Ich werde mir diesen XmasSale das EMT140 gönnen. Am letztjährlichen Kauf des Lexicon erfreue ich mich bei jedem Einsatz. Das AMS gewinnt hier folgend auch bei mir, ist mir aber für ein PlugIn noch zu teuer. Danke dir!!!

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Hi tomk,

      danke für dein Feedback, ist immer wichtig zu hören, dass mein Eindruck vom Produkt geteilt wird.

      Bei dem AMS habe ich stark die Befürchtung, dass ich mich zu sehr daran gewöhne, solange meine Testlizenz noch läuft.

      Mit dem EMT140 wirst du sicher deinen Spass haben.

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