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Test: Universal Audio Classic Reverbs AKG BX 20, EMT 140, EMT 250, Lexicon 224, AMS RMX 16

Kommen wir nun zum Sonderprogramm SPACE. Mit 10 Sekunden Nachhall bieten sich da eigentlich nur einzelne Shots an, wir nehmen das Crashbecken.

Sound 11 Crash_Space

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Da haben wir ihn, unseren Kreativhall im EMT 250. Nur mit der Flexibilität ist es Fehlanzeige. Wird wohl nicht allzu oft eingesetzt werden können, ich sehe ihn eher als eine Reminiszenz an die optische Gestaltung des Gerätes.

Was bieten uns die restlichen Effekte? DELAY kann pro Kanal separat eingestellt werden, bietet aber ansonsten außer Predelay und Stereo/Mono keine Einstellungsmöglichkeiten. Auch hier sehe ich den Nutzwert eher gering. Ich habe mal das Tamburin eines Drumbeats damit versorgt, geht und klingt auch ordentlich. Lässt sich aber mit jedem x-beliebigen Effektgerät genau so machen.

Sound 12 Tambourin_Delay

Da ist das ECHO schon besser einsetzbar, es klingt schön organisch aus. Gut als natürliches Echo zu gebrauchen sind die beiden höchsten Damping-Einstellungen, die anderen Beiden fallen schon eher wieder unter „Specialeffects“.

Sound 13a Male Voice_Echo2

Sound 13b Male Voice_Echo4

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CHORUS und PHASE teste ich mit einer Akustikgitarre. Beide Effekte sind wenig variabel und klingen recht künstlich, wobei der Phaser noch ein wenig besser abschneidet.

Sound 14 Gitarre_Chorus

Sound 15 Gitarre_Phase

Trotzdem probiere ich den Chorus noch auf der Stimme und siehe da, hier kann er tatsächlich in geringer Dosierung einen schönen Breitmacher erzeugen.

Sound 16 Male Voice_Chorus

Die zusätzlichen Effekte des EMT 250 sind eine nette Zugabe und der Tatsache geschuldet, dass das Gerät original emuliert wurde. Die Stärke des digitalen EMTs ist und bleibt aber sein Hall. Spaß machen auf jeden Fall die außergewöhnlichen Bedienelemente, das bleibt sogar in der Software erhalten.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    MidiDino  AHU

    Danke für detaillierten Erläuterungen, Armin, auch wenn diese mich nicht zum Kauf der Simulationen animieren können. Ich schätze, es gehört eine große Portion Nostalgie dazu, sich solcher Produkte zu bedienen. Was dies mit Kreativität zu tun haben könnte, wäre noch eine ganz andere Frage, besonders, falls man damit die Schaffung von Neuem anvisieren würde. Ich muss gestehen, mir fehlt ein Hang zu Nostalgischem – und nutze als Musiker weiterhin primär die mir zur Verfügung stehenden IRs des Lex 960 L.

    • Profilbild
      swissdoc  RED

      Ein Lexicon Hall mit einer IR zu simulieren mag ja funktionieren, die spezielle und stilprägende Modulation im Hallsignal geht aber verloren. IRs sind für statische Reflektionsmuster geeignet, wie sie in Räumen auftreten, leider aber nicht adequat für die Simulation algorithmischer Reverbs.

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        MidiDino  AHU

        Danke swissdoc, für den Einwand. Aber: Vermutlich möchte niemand, der IRs nutzt, algorithmische Reverbs simulieren, nicht einmal ein Lex 960 L ließe sich mit IRs hinreichend simulieren, berücksichtigte man die Vielzahl an Einstellungen, die möglich sind. Man ist auf die Auswahl an IRs angewiesen; für mich reicht die mir zur Verfügung stehende Auswahl vollkommen aus.

        Weil Modulationen angesprochen worden sind: mich interessiert eine relative Natürlichlichkeit in Bezug auf Rauminformationen, in Abhängigkeit von der Musik, die im Zentrum steht. Ich weiß, dass andere Musiker andere Präferenzen haben. Mit Absicht sprach ich von mir. Ich habe dazu einen Leserartikel vorbereitet, der aktuell noch ‚in Prüfung‘ ist.

        Hinsichtlich der besprochenen PlugIns bleibe ich dabei: ich halte sie für nostalgisch. Spaß kann man freilich auch damit haben, wenn man es drauf anlegt ;-)

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          swissdoc  RED

          Mir geht es um den bekannten und typischen Lexicon bigger-than-life Wölkchen-Wohlfühl-Hall, der eben von den Modulationen lebt und somit von einer IR nicht nachgebildet werden kann. Das ist etwas prinzipielles und hat mit modern oder nostalgisch erstmal nicht viel zu tun. Was man dann bevorzugt, ist Sache des persönlichen Geschmacks, wie Du schon richtig anmerkst.

          • Profilbild
            MidiDino  AHU

            Dieser „Lexicon bigger-than-life Wölkchen-Wohlfühl-Hall“ wurde von einigen Musikern ja bei den neueren Modellen vermisst, gerade auch beim 960 L gegenüber dem 480er, aber nicht von mir. Ich bin hingegen von der plastischen Natürlichkeit des 960-L-Klanges sehr angetan und nutze ihn für zeitgen. Jazz / zeitgen. Klassik. Und dann auch bislang nur die Chambers und relativ dezent.

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    UAD macht hier wirklich einen TopJob! Ich werde mir diesen XmasSale das EMT140 gönnen. Am letztjährlichen Kauf des Lexicon erfreue ich mich bei jedem Einsatz. Das AMS gewinnt hier folgend auch bei mir, ist mir aber für ein PlugIn noch zu teuer. Danke dir!!!

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Hi tomk,

      danke für dein Feedback, ist immer wichtig zu hören, dass mein Eindruck vom Produkt geteilt wird.

      Bei dem AMS habe ich stark die Befürchtung, dass ich mich zu sehr daran gewöhne, solange meine Testlizenz noch läuft.

      Mit dem EMT140 wirst du sicher deinen Spass haben.

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