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Vergleichstest: Analoge Kleinmischpulte 2016


Hilfe naht - Fünf Kleinmixer

Vergleichstest Mixer

Fleißige Helfer

Analoge Kleinmischpulte sind verlässliche Arbeitstiere, die überall zu gebrauchen sind: Präsentationen und Vorführungen, Studio, Homerecording, Videobearbeitung, Auftritte von kleinen Bands, Alleinunterhaltern oder Akustik-Formationen, Submixe auf der Bühne von Drums oder Keyboards – und viele, viele andere Einsatzbereiche fallen mir auf Anhieb ein. Das Angebot von Kleinmixern am Markt ist erschlagend groß, jeder Mischpult-Hersteller will dieses Segment natürlich abdecken. Die Technik dieser analogen Helfer ist ausgereift, um nicht zu sagen einfach und daher nicht kleinzukriegen. Auch die Bedienung ist nicht kompliziert, was ein großer Vorteil für die Benutzer ist. Struktur und Funktionsweise sind in der Regel verständlich und einfach. So ist es ein Kinderspiel mit Kleinmixern zurechtzukommen.

Neuentwicklungen der Hersteller von immer neuen Vorverstärkern für die großen Pulte finden meist ihre Plätze auch in den kleinen Gehäusen, was eine logische Konsequenz der Entwicklung ist und bei den Herstellern den Griff ins Regal zur Regel werden lässt. Auch davon profitieren letztendlich die Kunden. Wenngleich beim Kampf um die Gunst der Käufer nicht selten die Marketingabteilungen mit besonderen Fantasienamen aufwarten. Schon allein deshalb, um wieder etwas Neues zu verkünden. Doch irgendwann geht es nicht mehr viel besser. Extrem rauscharm – was kommt danach?

Welcher Mixer ist der Richtige? Wir haben für diesen Vergleichstest von Kleinmischpulten fünf Produkte ausgewählt, die drei bis sechs Mikrofoneingänge bieten. Preislich bewegen sich die fünf Probanden in einer Spanne von 157,- bis 229,- Euro.

Die Kleinmixer im Test

Die Kleinmixer im Test

 

Nimm man die Straßenpreise als Grundlage, sieht die Staffelung der Mixer so aus:

  • Alesis Multimix 8 USB FX, 157,- Euro
  • Allen & Heath ZED 10, 205,-Euro
  • Soundcraft EPM6, 215,- Euro
  • Alto Live 802, 222,- Euro
  • Mackie 802 VLZ4, 229,- Euro

 

Für diese Anschaffungspreise wird eine bunte Vielfalt geboten. Denn die fünf Mixer sind sehr unterschiedlich ausgestattet. Vom puren Mischpult mit reinen Basisfunktionen bis hin zur Vollausstattung mit Effektprozessor, grafischem EQ und USB-Schnittstelle reicht die Bandbreite. Die Modellbezeichnungen geben teilweise Hinweise auf die Menge der Kanäle und auch darüber, ob ein Effektgerät vorhanden ist, aber eben nur teilweise. Ein Beispiel: Soundcraft bezieht sich mit dem Zusatz 6 auf die Anzahl der Mikrofoneingänge, zeigt sich aber eher bescheiden, denn die beiden Stereo-Eingänge finden sich in der Modellbezeichnung nicht wieder. Das Allen & Heath ZED 10 hat hingegen gerade einmal vier Mikrofon-Eingänge, addiert aber die Anzahl der übrigen drei Stereo-Eingänge hinzu und kommt so auf die Zahl Zehn.

Grundsätzliche Fragen bei der Anschaffung eines Kleinmixers könnten lauten: Wie viele Mikrofoneingänge brauche ich tatsächlich und wie viele Stereo-Eingänge sind erforderlich? Soll der Kleinmischer über Effekte verfügen oder reicht mir die reine Mixfunktion mit rauscharmer Signalführung? Vielleicht ist auch eine USB-Schnittstelle gewünscht? Wie ist die Klangsektion ausgestattet? Und zu guter Letzt, welches Budget steht mir überhaupt zur Verfügung?

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    dilux AHU

    sehr schöne übersicht, leider sieht man hier wieder denn nachteil der etwas groben amazona-bewertungsskala; eine prozentuale bewertung z. b. könnte dann doch etwas diffizieler den unterschied zwischen den mixern herausarbeiten.
    was ich mich auch immer frage, wieso gibt es eigentlich so gut wie keine reinen line-mixer? wenn man nur mit samplern, synthies, drummachines etc arbeitet, ärgert es einen schon, immer für mic-preamps zu bezahlen, die man nie benutzt…und die wenigen reinen line-mixer, die es gibt, sind meist eq-seitig so beschnitten, dass es keinen spass macht mit ihnen zu arbeiten, denn für mich sind mixer auch durchaus dazu da einen sound zu gestalten.
    trotzdem nochmal…schöne testübersicht :)

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      mhagen1 ••

      Das verstehe ich auch nicht. Es gibt meines Wissens wirklich keinen reinen Line- oder Keyboardmixer, der gute EQs aber keine für diese Anwendung überflüssigen Preamps hat, dafür aber nur Stereoeingänge.
      Wenn jemand einen solchen Mixer kennt, bitte posten!

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        Tyrell RED

        Es gibt wunderbare Line-Mixer, aber eben ohne EQ (z.B. von Tascam und Behringer). Ich nutze diese zum Summieren und einspielen in meine DAW. Da ich nciht wenige Synthesizer besitze, habe ich drei solcher Line-Mixer die wiederum in einen kleinen Mackie Mixer (mit EQ) münden. Über die schaltbaren Alternate-Ausgäne kann ich beim überspielen einzelner Synths auch noch einen kompetten Kanalzug mit analogem Kompressor von TLA zwischen die Aufnahme schalten.
        Zusammengefasst. Vorgehört wird bei mir über Linemischer (ohne EQ) und für die Mischung wird jede Synthspur in die DAW übertragen (dann aber bereits – quasi gemastert).
        Und noch ein Tipp. Mackie hatte einen sehr guten Line-Mixer im Angebot LM3204 mit EQ und 16 Stereokanälen. Sehr feines Teil. Wird auch hin und wieder auf eBay angeboten.

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          dilux AHU

          den mackie kannte ich noch nicht und beim googlen danach bin ich auch noch auf den yamaha mv1602 gestossen, prima!
          leider bräuchte ich zum „sound machen“ schon semiparametrische mitten (am besten 2 davon), aber irgendwas ist ja immer :)

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          mhagen1 ••

          Danke für den Tipp! Den Mackie Linemixer kannte ich noch nicht.
          Ich werde mir dann wohl aus meinen zwei Niche ACM-8 MIDI-Audiomischern einen einfachen Keyboardmixer selbst bauen. Diese Audio Control Modules habe ich mir vor Jahren für wenig Geld bei eBay ersteigert und auch heute werden sie ab und zu angeboten. Diese 1 HE 19“-Module, die ca. 1990 auf den Markt kamen, haben 8 Monoeingänge und einen Stereoausgang. Die Lautstärke lässt sich über MIDI-Controller steuern. Außerdem kann man jeden Eingang über Note ON/Note OFF muten. Mit einer simplen LEARN-Funktion lassen sich die Funktionen schnell zuweisen. In Kombination mit einem einfachen Controller (z.B. Doepfer pocket Control) kann man sich einen einfachen Mixer bauen, der eine recht gute Audioqualität hat. EQs gibt es da natürlich auch nicht. Dafür können die Kanäle auch automatisiert gesteuert werden, wobei diese Anwendung heute eher nicht mehr unbedingt gebraucht wird.

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      TobyB RED

      Mahlzeit dilux,

      es gibt wohl reine Linemixer, allerdings meinen die Hersteller hier a) die Dinger werden immer im 19“ Format gebraucht und b) EQ benutzt keiner, c) Effekte einschleifen nicht nötig. Tyrell hat das ja in seinem Post auf den Punkt gebracht. Keyboarder müssen da wohl zu Kompromissen bereit sein. Ich fahre mit der Kombination ZED 14 und ZED 420 ganz gut. Allerdings gibt es auch hier einen Unterschied mit den EQs.

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        dilux AHU

        ja, die allen & heath gehören auch schon immer zu meinen favoriten; ich kann mich noch gut an die anzeigen in den 80er/90ern in der „KEYBOARDS“ erinnern, wo ein koch mit einem schneebesen (mixer) in der hand unter dem motto ‚i wish i had an allen & heath‘ abgebildet war :D
        die 420 würde mir schon gut gefallen, ist jedoch jenseits meiner möglichkeiten; und erst die r16 mit ihren 2 vollparametrischen (schmatz). wenn ich die hätte, würde ich einfach irgendeine loop laufen lassen und dann den ganzen tag nur eq-fahrten ausprobieren ;)

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          TobyB RED

          Hallo Dilux,

          naja das 420 ist hier das Hauptpult und steht hier wegen dem Routing. Das hier nun die EQs teilweise durchstimmbar sind, ist hilfreich. Das ZED R 16 halte ich für zu teuer, 1000 € DAW Steuerung , Firewire und ADAT ;-) Ansonsten größtenteils identisch zum 420. Ich erachte eine DAW Steuerung am Pult als Luxus. Sowas kann man mit einem Midi – Prozessor und ein bischen stecken und löten für weniger haben und kann seine DAW(Logic) mit den Füssen steuern. Und hat die Hände frei.

  2. Profilbild
    Sudad G ••

    Das stimmt, es gibt sehr wenig gut ausgestattete LIne-Mixer für Keyboarder. Früher war die Roland M-Serie weit unter Keyboardern verbreitet wie z.B. das M-16E. Heutezutage braucht man im Studio ja nicht mehr alles gleichzeitig über MIDI laufen zu lassen wegen der unbegrenzten Audio-Aufnahmekapazität der meisten DAWs. Man kann dann eher Stepy by Step oder in kleineren Gruppen seine Synthesizer aufnehmen. Daher hat sich im professionellen Bereich (ich erlebe das bei vielen meiner Studio-Kollegen in den Staaten) eine ganze andere Löung mittlerweile durchgesetzt. Man kauft sich einen 19″ Modulmixer im 500er Format z.B. von SSL (X-Rack) oder API. Die Synths hängen dann einfach an einer Patchbay und dann reichen ja 8 Kanäle gleichzeitig in der Regel aus. Manche Kanäle bestückt man dann mit 500er EQ- oder Kompressor-Modulen seiner Wahl. Das ist viel flexibler und macht heutezutage mehr Sinn. Im Mixdown kann man die sogar mehrmals mit der DAW verwenden.

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Produktbewertungen

Bewertung: Alesis Multimix 8 USB FX<br />
 Sterne

Alesis Multimix 8 USB FX

Bewertung: Allen & Heath ZED 10<br />
 Sterne

Allen & Heath ZED 10

Bewertung: Soundcraft EPM6<br />
 Sterne

Soundcraft EPM6

Bewertung: Alto Live 802<br />
 Sterne

Alto Live 802

Bewertung: Mackie 802 VLZ4 Sterne

Mackie 802 VLZ4

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