ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Vergleichstest: Analoge Kleinmischpulte 2016

Im Fokus

Widmen wir uns den einzelnen Pulten. Dabei sollen vor allem die Punkte unserer Aufmerksamkeit gelten, die besonders ins Auge stechen, und auch diejenigen, die bei jedem Mixer speziell sind. Teilweise gibt es bereits ausführliche Testberichte, die wir entsprechend im Text verlinkt haben.

ANZEIGE

 

Mackie 802 VLZ4

Dieses Pult ist von den Abmessungen das kleinste hier im Vergleichstest. Auch was die Mikrofoneingänge betrifft, finden sich hier gerade mal drei XLR-Eingänge. Wir hatten über dieses Mischpult bereits einen ausführlichen Testbericht bei Amazona.de. Hier zu finden.

Mackie01

Das 802 VLZ4 kommt mir mit seinen acht Kanälen sehr archaisch vor. Archaisch im Sinne der Basisausstattung ohne weiteren Schnick-Schnack. Mackie hat wie bei der gesamten VLZ-Serie auch hier vor allem optische Kosmetik betrieben. Zudem haben die rauscharmen Onyx-Preamps Einzug gehalten.

Umschaltbare Ausgangsleistung

Umschaltbare Ausgangsleistung

 

Interessant ist die Schaltungsoption der XLR-Masterausgänge. Die Signale können hier per Tastendruck abgesenkt werden. Und zwar so, dass die Mikrofon-Eingänge eines anderen Mischpultes oder die Mikrofoneingänge von Aktivboxen genutzt werden können. An die Kanäle 1 und 2 lassen sich optional auch Instrumente direkt anschließen und zwar ohne Verwendung von DI-Boxen. Das ist hier immerhin eine Neuigkeit und erweitert natürlich den Einsatzbereich.

Dreiband-EQ

„Klassischer“ Dreiband-EQ in allen Kanälen

 

ANZEIGE

Die Klangregelung arbeitet effektiv, wenngleich sie wie bei vielen anderen Mischpulten lediglich dreibandig mit festen Frequenzen ausgelegt ist (80 Hz, 2,5 kHz und 12 kHz, jeweils +/-15 dB). Das Kabelnetzteil kommt mit sehr langen Kabeln, am Mischpult verriegelt sich der Stecker automatisch. Über den Alt-Weg 3-4 lässt sich eine Subgruppe anlegen.

Mackie04

Das Gehäuse ist sehr flach, komplett aus Stahlblech gefertigt, und macht einen äußerst stabilen Eindruck. Wer „nur“ mischen will, vielleicht noch eine Gitarre zum Gesang einspielen möchte, findet mit dem Mackie 802 VLZ4 ein gutes Pult. Zu beachten ist hier die geringe Anzahl der Mikrofoneingänge. Wird beispielsweise Hi-Z mit einer Gitarre belegt, bleiben lediglich zwei XLR-Buchsen für Mikros übrig. Der Mackie Mixer bietet nur einen Aux-Weg, dieser ist aber umschaltbar (Pre/Post). Außerdem führt dieses Mischpult in puncto Anschaffungspreis das Testfeld an; es ist hier das Teuerste.

Mackie03

 

Mackie 802 VLZ4

Plus

  • kompakte Abmessungen
  • Hi-Z Eingänge
  • Ausgangsleistung umschaltbar

Minus

  • nur ein Aux-Weg

ANZEIGE
Forum
  1. Profilbild
    dilux  AHU

    sehr schöne übersicht, leider sieht man hier wieder denn nachteil der etwas groben amazona-bewertungsskala; eine prozentuale bewertung z. b. könnte dann doch etwas diffizieler den unterschied zwischen den mixern herausarbeiten.
    was ich mich auch immer frage, wieso gibt es eigentlich so gut wie keine reinen line-mixer? wenn man nur mit samplern, synthies, drummachines etc arbeitet, ärgert es einen schon, immer für mic-preamps zu bezahlen, die man nie benutzt…und die wenigen reinen line-mixer, die es gibt, sind meist eq-seitig so beschnitten, dass es keinen spass macht mit ihnen zu arbeiten, denn für mich sind mixer auch durchaus dazu da einen sound zu gestalten.
    trotzdem nochmal…schöne testübersicht :)

    • Profilbild
      mhagen1  

      Das verstehe ich auch nicht. Es gibt meines Wissens wirklich keinen reinen Line- oder Keyboardmixer, der gute EQs aber keine für diese Anwendung überflüssigen Preamps hat, dafür aber nur Stereoeingänge.
      Wenn jemand einen solchen Mixer kennt, bitte posten!

      • Profilbild
        Tyrell  RED 111

        Es gibt wunderbare Line-Mixer, aber eben ohne EQ (z.B. von Tascam und Behringer). Ich nutze diese zum Summieren und einspielen in meine DAW. Da ich nciht wenige Synthesizer besitze, habe ich drei solcher Line-Mixer die wiederum in einen kleinen Mackie Mixer (mit EQ) münden. Über die schaltbaren Alternate-Ausgäne kann ich beim überspielen einzelner Synths auch noch einen kompetten Kanalzug mit analogem Kompressor von TLA zwischen die Aufnahme schalten.
        Zusammengefasst. Vorgehört wird bei mir über Linemischer (ohne EQ) und für die Mischung wird jede Synthspur in die DAW übertragen (dann aber bereits – quasi gemastert).
        Und noch ein Tipp. Mackie hatte einen sehr guten Line-Mixer im Angebot LM3204 mit EQ und 16 Stereokanälen. Sehr feines Teil. Wird auch hin und wieder auf eBay angeboten.

        • Profilbild
          dilux  AHU

          den mackie kannte ich noch nicht und beim googlen danach bin ich auch noch auf den yamaha mv1602 gestossen, prima!
          leider bräuchte ich zum „sound machen“ schon semiparametrische mitten (am besten 2 davon), aber irgendwas ist ja immer :)

        • Profilbild
          mhagen1  

          Danke für den Tipp! Den Mackie Linemixer kannte ich noch nicht.
          Ich werde mir dann wohl aus meinen zwei Niche ACM-8 MIDI-Audiomischern einen einfachen Keyboardmixer selbst bauen. Diese Audio Control Modules habe ich mir vor Jahren für wenig Geld bei eBay ersteigert und auch heute werden sie ab und zu angeboten. Diese 1 HE 19“-Module, die ca. 1990 auf den Markt kamen, haben 8 Monoeingänge und einen Stereoausgang. Die Lautstärke lässt sich über MIDI-Controller steuern. Außerdem kann man jeden Eingang über Note ON/Note OFF muten. Mit einer simplen LEARN-Funktion lassen sich die Funktionen schnell zuweisen. In Kombination mit einem einfachen Controller (z.B. Doepfer pocket Control) kann man sich einen einfachen Mixer bauen, der eine recht gute Audioqualität hat. EQs gibt es da natürlich auch nicht. Dafür können die Kanäle auch automatisiert gesteuert werden, wobei diese Anwendung heute eher nicht mehr unbedingt gebraucht wird.

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Mahlzeit dilux,

      es gibt wohl reine Linemixer, allerdings meinen die Hersteller hier a) die Dinger werden immer im 19“ Format gebraucht und b) EQ benutzt keiner, c) Effekte einschleifen nicht nötig. Tyrell hat das ja in seinem Post auf den Punkt gebracht. Keyboarder müssen da wohl zu Kompromissen bereit sein. Ich fahre mit der Kombination ZED 14 und ZED 420 ganz gut. Allerdings gibt es auch hier einen Unterschied mit den EQs.

      • Profilbild
        dilux  AHU

        ja, die allen & heath gehören auch schon immer zu meinen favoriten; ich kann mich noch gut an die anzeigen in den 80er/90ern in der „KEYBOARDS“ erinnern, wo ein koch mit einem schneebesen (mixer) in der hand unter dem motto ‚i wish i had an allen & heath‘ abgebildet war :D
        die 420 würde mir schon gut gefallen, ist jedoch jenseits meiner möglichkeiten; und erst die r16 mit ihren 2 vollparametrischen (schmatz). wenn ich die hätte, würde ich einfach irgendeine loop laufen lassen und dann den ganzen tag nur eq-fahrten ausprobieren ;)

        • Profilbild
          TobyB  RED

          Hallo Dilux,

          naja das 420 ist hier das Hauptpult und steht hier wegen dem Routing. Das hier nun die EQs teilweise durchstimmbar sind, ist hilfreich. Das ZED R 16 halte ich für zu teuer, 1000 € DAW Steuerung , Firewire und ADAT ;-) Ansonsten größtenteils identisch zum 420. Ich erachte eine DAW Steuerung am Pult als Luxus. Sowas kann man mit einem Midi – Prozessor und ein bischen stecken und löten für weniger haben und kann seine DAW(Logic) mit den Füssen steuern. Und hat die Hände frei.

  2. Profilbild
    Sudad G  

    Das stimmt, es gibt sehr wenig gut ausgestattete LIne-Mixer für Keyboarder. Früher war die Roland M-Serie weit unter Keyboardern verbreitet wie z.B. das M-16E. Heutezutage braucht man im Studio ja nicht mehr alles gleichzeitig über MIDI laufen zu lassen wegen der unbegrenzten Audio-Aufnahmekapazität der meisten DAWs. Man kann dann eher Stepy by Step oder in kleineren Gruppen seine Synthesizer aufnehmen. Daher hat sich im professionellen Bereich (ich erlebe das bei vielen meiner Studio-Kollegen in den Staaten) eine ganze andere Löung mittlerweile durchgesetzt. Man kauft sich einen 19″ Modulmixer im 500er Format z.B. von SSL (X-Rack) oder API. Die Synths hängen dann einfach an einer Patchbay und dann reichen ja 8 Kanäle gleichzeitig in der Regel aus. Manche Kanäle bestückt man dann mit 500er EQ- oder Kompressor-Modulen seiner Wahl. Das ist viel flexibler und macht heutezutage mehr Sinn. Im Mixdown kann man die sogar mehrmals mit der DAW verwenden.

  3. Profilbild
    Maximilian  

    Puh, ich dachte schon ich wär allein mit meiner Vorstellung eines Line only Mixers mit EQ. Allerdings hätte ich gern etwas leichtgewichtiges mit 4 Zügen (Stereo), EQ, Send und am besten USB Powered. Würde ich sofort kaufen.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

ANZEIGE