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Vergleichstest: Analoge Kleinmischpulte 2016

Soundcraft03

Soundcraft EPM 6

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Nimmt man diesen Mixer in die Hand, macht sich sofort ein Gefühl von Solidität breit. Hervorragend verarbeitet und mit sehr guter Struktur präsentiert sich der EPM 6. „Born to Mix“ fällt mir scherzhaft ein. Denn dieser Mixer bietet keinerlei Besonderheiten. Sechs Mono-Kanalzüge mit XLR- und Linebuchsen lachen mich an. Auch auf Inserts brauche ich nicht zu verzichten. Darüber lassen sich zum Beispiel externe Effektgeräte oder Kompressoren einschleifen.

Die rauscharmen Vorverstärker ermöglichen Anhebungen bis zu +60 dB. Die Klangregelung ist ebenfalls prima. Mit dem Höhenregler sind +/-15 dB bei 12 kHz möglich, der parametrische Mittenbereich (Q-Faktor 1,5) kann von 150 Hz bis 3,5 kHz ausgewählt werden und auch +/-15 dB verändert werden und die Bässe lassen sich bei 80 Hz um +/-15 dB pegeln. Low Cut-Filter suche ich vergeblich.

Ordentlich strukturierte Oberfläche und richtig solide Drehregler

Ordentlich strukturierte Oberfläche und richtig solide Drehregler

 

Zwei Aux-Wege und die obligatorischen Panorama Potis runden die Mono-Züge ab. Die beiden Stereo-Eingänge besitzen eine einfachere Zweiband-Klangregelung (Höhen und Bässe). Der Anwender braucht auf Cinch Ein-/und Ausgänge nicht zu verzichten. Die Master-Ausgänge sind als XLR-Buchsen gearbeitet und Inserts sind im Master ebenfalls vorgesehen. Vorteil bei diesem Mixer sind sicherlich die zehn leichtgängigen 60 mm Fader.

Mit Fadern mischt sich's live besser

Mit Fadern mischt sich’s live besser

 

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Das Netzteil ist eingebaut, der Anschluss sitzt auf der Unterseite, einen Ein-/Aus-Schalter gibt es nicht. Das spricht für die Nutzung im Rack. Soundcraft bietet optionale Rackwinkel für dieses Pult an. Der Klang ist sehr rauscharm. Schließlich hat das Signal ja auch nur wenige Komponenten zu durchlaufen.

 

Soundcraft EPM 6

Plus

  • Verarbeitung
  • Struktur
  • Rackwinkel erhältlich

Minus

  • kein Low Cut
  • kein Netzschalter

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Fazit

Welcher Mixer aus unserem Test analoger Kleinmischpulte geht jetzt als Sieger durchs Ziel? Die Antwort lautet: Jeder – denn schlecht ist keins der hier getesteten Mischpulte. Sie sind durch die Bank rauscharm, bieten dabei unterschiedliche Eigenschaften und haben verschiedene Abmessungen. Mein persönlicher Favorit wäre der Alto Live 802 für 222,- Euro. Er ist sehr flexibel einsetzbar, für Studio- wie für Liveanwendungen. Mackie und Soundcraft bieten hier allerdings die wenigsten Optionen.

Es kommt bei Beurteilung der fünf Mixer vor allem auf die persönlichen Anforderungen oder den Einsatzzweck an. Suche ich ein Mischpult für die Studioarbeit und kann auf eine USB-Schnittstelle verzichten, geht mein Blick in Richtung Mackie 802 VLZ4. Will ich mich vor allem mit Recording beschäftigen und möchte auf eine Basis an Klangveredelern und die gewünschte USB-Schnittstelle nicht verzichten, nehme ich das Alesis MultiMix 8 USB FX mit seinem hervorragendem Anschaffungspreis samt Cubase LE ins Visier. Stehe ich auf top Verarbeitung, schaue ich mir das Allen & Heath ZED-10 näher an. Vor allem, weil hier auch eine USB-Schnittstelle integriert ist und die schaltbaren Hi-Z Eingänge weitere Möglichkeiten eröffnen. Soll der Kleinmixer für Live-Musik eingesetzt werden, sind für mich Fader wünschenswert. Die bietet das Alto Live 802. Dazu noch zwei Kompressoren, grafischen EQ und ein ganzes Arsenal von Effekten. Und obendrein noch eine USB-Schnittstelle. Kommt meine solide englische Ader durch – und will ich das Pult live zur Geltung kommen lassen, greife ich zu einem Klassiker der renommierten Schmiede Soundcraft, dem Soundcraft EPM 6. Es macht einen unkaputtbaren Eindruck, wie ein Panzer, und vermittelt bei der Arbeit durch seine solide Verarbeitung ein tolles Feeling. Zudem sind hier reichlich XLR-Eingänge vorhanden.

 

Preis

  • Straßenpreise, Stand Dezember 2015
  • Alesis Multimix 8 USB FX: 157,- Euro
  • Allen & Heath ZED 10: 205,-Euro
  • Soundcraft EPM6: 215,- Euro
  • Alto Live 802: 222,- Euro
  • Mackie 802 VLZ4: 229,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    dilux  AHU

    sehr schöne übersicht, leider sieht man hier wieder denn nachteil der etwas groben amazona-bewertungsskala; eine prozentuale bewertung z. b. könnte dann doch etwas diffizieler den unterschied zwischen den mixern herausarbeiten.
    was ich mich auch immer frage, wieso gibt es eigentlich so gut wie keine reinen line-mixer? wenn man nur mit samplern, synthies, drummachines etc arbeitet, ärgert es einen schon, immer für mic-preamps zu bezahlen, die man nie benutzt…und die wenigen reinen line-mixer, die es gibt, sind meist eq-seitig so beschnitten, dass es keinen spass macht mit ihnen zu arbeiten, denn für mich sind mixer auch durchaus dazu da einen sound zu gestalten.
    trotzdem nochmal…schöne testübersicht :)

    • Profilbild
      mhagen1  

      Das verstehe ich auch nicht. Es gibt meines Wissens wirklich keinen reinen Line- oder Keyboardmixer, der gute EQs aber keine für diese Anwendung überflüssigen Preamps hat, dafür aber nur Stereoeingänge.
      Wenn jemand einen solchen Mixer kennt, bitte posten!

      • Profilbild
        Tyrell  RED 111

        Es gibt wunderbare Line-Mixer, aber eben ohne EQ (z.B. von Tascam und Behringer). Ich nutze diese zum Summieren und einspielen in meine DAW. Da ich nciht wenige Synthesizer besitze, habe ich drei solcher Line-Mixer die wiederum in einen kleinen Mackie Mixer (mit EQ) münden. Über die schaltbaren Alternate-Ausgäne kann ich beim überspielen einzelner Synths auch noch einen kompetten Kanalzug mit analogem Kompressor von TLA zwischen die Aufnahme schalten.
        Zusammengefasst. Vorgehört wird bei mir über Linemischer (ohne EQ) und für die Mischung wird jede Synthspur in die DAW übertragen (dann aber bereits – quasi gemastert).
        Und noch ein Tipp. Mackie hatte einen sehr guten Line-Mixer im Angebot LM3204 mit EQ und 16 Stereokanälen. Sehr feines Teil. Wird auch hin und wieder auf eBay angeboten.

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          dilux  AHU

          den mackie kannte ich noch nicht und beim googlen danach bin ich auch noch auf den yamaha mv1602 gestossen, prima!
          leider bräuchte ich zum „sound machen“ schon semiparametrische mitten (am besten 2 davon), aber irgendwas ist ja immer :)

        • Profilbild
          mhagen1  

          Danke für den Tipp! Den Mackie Linemixer kannte ich noch nicht.
          Ich werde mir dann wohl aus meinen zwei Niche ACM-8 MIDI-Audiomischern einen einfachen Keyboardmixer selbst bauen. Diese Audio Control Modules habe ich mir vor Jahren für wenig Geld bei eBay ersteigert und auch heute werden sie ab und zu angeboten. Diese 1 HE 19“-Module, die ca. 1990 auf den Markt kamen, haben 8 Monoeingänge und einen Stereoausgang. Die Lautstärke lässt sich über MIDI-Controller steuern. Außerdem kann man jeden Eingang über Note ON/Note OFF muten. Mit einer simplen LEARN-Funktion lassen sich die Funktionen schnell zuweisen. In Kombination mit einem einfachen Controller (z.B. Doepfer pocket Control) kann man sich einen einfachen Mixer bauen, der eine recht gute Audioqualität hat. EQs gibt es da natürlich auch nicht. Dafür können die Kanäle auch automatisiert gesteuert werden, wobei diese Anwendung heute eher nicht mehr unbedingt gebraucht wird.

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Mahlzeit dilux,

      es gibt wohl reine Linemixer, allerdings meinen die Hersteller hier a) die Dinger werden immer im 19“ Format gebraucht und b) EQ benutzt keiner, c) Effekte einschleifen nicht nötig. Tyrell hat das ja in seinem Post auf den Punkt gebracht. Keyboarder müssen da wohl zu Kompromissen bereit sein. Ich fahre mit der Kombination ZED 14 und ZED 420 ganz gut. Allerdings gibt es auch hier einen Unterschied mit den EQs.

      • Profilbild
        dilux  AHU

        ja, die allen & heath gehören auch schon immer zu meinen favoriten; ich kann mich noch gut an die anzeigen in den 80er/90ern in der „KEYBOARDS“ erinnern, wo ein koch mit einem schneebesen (mixer) in der hand unter dem motto ‚i wish i had an allen & heath‘ abgebildet war :D
        die 420 würde mir schon gut gefallen, ist jedoch jenseits meiner möglichkeiten; und erst die r16 mit ihren 2 vollparametrischen (schmatz). wenn ich die hätte, würde ich einfach irgendeine loop laufen lassen und dann den ganzen tag nur eq-fahrten ausprobieren ;)

        • Profilbild
          TobyB  RED

          Hallo Dilux,

          naja das 420 ist hier das Hauptpult und steht hier wegen dem Routing. Das hier nun die EQs teilweise durchstimmbar sind, ist hilfreich. Das ZED R 16 halte ich für zu teuer, 1000 € DAW Steuerung , Firewire und ADAT ;-) Ansonsten größtenteils identisch zum 420. Ich erachte eine DAW Steuerung am Pult als Luxus. Sowas kann man mit einem Midi – Prozessor und ein bischen stecken und löten für weniger haben und kann seine DAW(Logic) mit den Füssen steuern. Und hat die Hände frei.

  2. Profilbild
    Sudad G  

    Das stimmt, es gibt sehr wenig gut ausgestattete LIne-Mixer für Keyboarder. Früher war die Roland M-Serie weit unter Keyboardern verbreitet wie z.B. das M-16E. Heutezutage braucht man im Studio ja nicht mehr alles gleichzeitig über MIDI laufen zu lassen wegen der unbegrenzten Audio-Aufnahmekapazität der meisten DAWs. Man kann dann eher Stepy by Step oder in kleineren Gruppen seine Synthesizer aufnehmen. Daher hat sich im professionellen Bereich (ich erlebe das bei vielen meiner Studio-Kollegen in den Staaten) eine ganze andere Löung mittlerweile durchgesetzt. Man kauft sich einen 19″ Modulmixer im 500er Format z.B. von SSL (X-Rack) oder API. Die Synths hängen dann einfach an einer Patchbay und dann reichen ja 8 Kanäle gleichzeitig in der Regel aus. Manche Kanäle bestückt man dann mit 500er EQ- oder Kompressor-Modulen seiner Wahl. Das ist viel flexibler und macht heutezutage mehr Sinn. Im Mixdown kann man die sogar mehrmals mit der DAW verwenden.

  3. Profilbild
    Maximilian  

    Puh, ich dachte schon ich wär allein mit meiner Vorstellung eines Line only Mixers mit EQ. Allerdings hätte ich gern etwas leichtgewichtiges mit 4 Zügen (Stereo), EQ, Send und am besten USB Powered. Würde ich sofort kaufen.

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