Vergleichstest: Kawai ES-100, Roland F-20, Yamaha P-115, Einsteiger Digitalpianos

Alle drei Pianos werden mit Haltepedal, Bedienungsanleitung und Notenständer ausgeliefert

Alle drei Pianos werden mit Haltepedal, Bedienungsanleitung und Notenständer ausgeliefert, hier das Kawai ES-100

Fazit

Obwohl sich unsere drei Testmodelle Kawai ES-100, Roland F-20 und Yamaha P-115 teils recht stark voneinander unterscheiden, ist das erste Vorab-Fazit durchaus positiv, denn alle drei Modelle bieten für einen Betrag von 600,- bis 650,- Euro viel Piano fürs Geld. Totale Ausfälle muss man bei keinem Modell befürchten.

Obwohl ich sehr von der Tastatur und den Sounds des Kawai ES-100 angetan bin, geht der erste Platz letztendlich doch an das Yamaha P-115. Zwar gibt es hier durchaus auch Kritikpunkte, aber im Gesamtfeld stellt dieses Piano für mich das beste Gesamtpaket dar. Die Soundauswahl ist für ein Digitalpiano dieser Preisklasse zwar etwas dünn, aber qualitativ sehr gut, die Tastatur lässt sich super spielen und die Verarbeitung gibt nichts zu beanstanden. Die Lautsprecher und die Bedienung des P-115 sind ebenfalls sehr gelungen.

Doch auch das Roland F-20 ist absolut kein Fehlgriff, denn hier bekommt man mit 35 Sounds eine schöne breite Palette an Klängen, auch die Tastatur macht einen guten Eindruck. Abzug gibt es allerdings für den Bedienungskomfort. Besitzt man ein iPad, erlaubt das F-20 zwar eine sehr luxuriöse Bedienung per Touchscreen, aber wie im Test bereits angemerkt, muss ein Digitalpiano für mich am Gerät selbst gut zu bedienen sein und nicht erst bei Hinzunahme weiterer Komponenten. Lässt man das außer Acht, macht das F-20 natürlich einen guten Sprung nach vorne.

Das Kawai ES-100 positioniert sich dank der recht ähnlichen Bedienung und der fast gleichen Anzahl und Qualität der Sounds gleichauf mit dem F-20. Insgesamt gefällt mir der Piano Sound beim ES-100 etwas besser als beim F-20, dafür hat das Roland wiederum deutlich mehr Sounds zu bieten, was für Abwechslung sorgen kann. Im Bereich der Tastatur sehe ich das ES-100 noch vor dem P-115, was aber letztendlich nur für einen geteilten zweiten Platz mit dem Roland F-20 reicht.

Preis

  • Kawai ES-100: 649,- Euro
  • Roland F-20: 599,- Euro
  • Yamaha P-115: 616,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    vssmnn  

    Den Roland F20 „Concert Grand“ Sound empfinde ich extrem aufgepimpt / drahtig / unnatürlich.

  2. Profilbild
    MidiDino  AHU

    Ja, der F20 Concert-Grand-Sound ist ziemlich unteridisch ;-) Am natürlichsten klingt für mich das Concert-Grand von Kawai. Yamahas Grand ist bereits stark bearbeitet, eigentlich ein ‚Bright‘-Klang.

  3. Profilbild
    BA6  

    Ach du Schreck. Das FP-20 von Roland klingt so, als sei da ein Phasendreher drin. Ich habe (zum Vergleich) selbst das FP-50. Auch wenn man beim FP-20 auf Saitenresonanz verzichten muss, kann das unmöglich der normale Piano-Sound des FP-20 sein.

    • Profilbild
      Felix Thoma  RED

      Hallo zusammen,
      ich überprüfe das nochmal. Sollte da wirklich ein Fehler drin sein, werden wir das natürlich korrigieren.

  4. Profilbild
    Sokrates  

    Ich wollte ein Stage Piano aus europäischer Produktion und hatte zuerst nur Clavia entdeckt. Dann habe ich festgestellt, dass Blüthner mit dem Pro 88 auch so etwas herstellt und habe es gekauft, weil es günstiger als das Clavia war. Ich bin mit den ca. 15 Sounds zufrieden, es gibt auch eine Rock Orgel mit Schwebungen. Die Tastatur ist eine Fatar TL100. Ich dachte zuerst, es seien echte Holz-Piano Tasten.
    Ein Stage Piano mit eingebauten Sounds, Masterkeyboardfunktionen und regelbare Eingänge für Notebook, Laptop und externe Sound Expander habe ich aber noch nicht entdeckt.

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