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Black Box: Yamaha RM50 Drum-Expander (1991)

Yamaha RM50 Rhythm Sound Module, Pop Drums in a Box

26. November 2022

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Die Geschichte der Drumsounds im 19 Zoll Format

Auf Drum- und Percussion-Sounds spezialisierte Klangerzeuger im Rack-Format waren in den 80ern und 90ern des letzten Jahrhunderts gerne benutzte Produktionstools. Heute selbstverständliche viele Gigabyte umfassende Samplelibrarys oder Software-Instrumente wie Spectrasonics Stylus RMX waren noch Zukunftsmusik. MIDI-Sequencer in Form von Logic oder Cubase am Atari ST oder PowerMac waren Studiostandard, die limitierenden Sequencer der Drumcomputer selbst konnten dank MIDI umgangen werden. Die Hersteller haben auf den Bedarf reagiert und Drumsounds in Form von Modulen auf den Markt gebracht. Im Gegensatz zum heutigen Trend, Klangerzeuger in Pultgehäuse zu verpacken, war das 19 Zoll Rack das Format der Zeit. Die Geräte basierten dabei entweder auf erfolgreichen Drumcomputern wie z. B das R-8M Modul von Roland, das die Klangerzeugung des Roland R-8 im Rack-Format zusammenfasste oder waren Sidekicks von Rompler-Modulen wie zum Beispiel das E-Mu Procussion Modul, das auf dem erfolgreichen E-Mu Proteus basierte, der wiederum auf den E-Mu EIII Samplern aufbaute.

Yamaha RM50 vs Roland R8-M

Der Yamaha RM50, der 1991 wohl als Reaktion auf Rolands R-8M das Licht der Studiowelt erblickte, basierte einerseits auf dem Yamaha RY30 Drumcomputer, andererseits war das Rack baugleich mit dem Yamaha TG-500 Soundmodul.

Gegenüber seinen Wettbewerbern hatte der Yamaha RM50 aber einen entscheidenden Vorteil, er besaß resonanzfähige Filter (digitale Emulationen), die sich dynamisch antriggern ließen.

Roland R-8M von 1990

Der RM50 verwendete Yamahas AWM2 Engine mit 16 Bit Samples und hochwertigem 22 Bit D/A-Wandler. Dank der 16-stimmigen Klangerzeugung mit digitalem Filter, Wave-Layering und umfangreicher Parametrisierung kann der RM50 durchaus auch als Drum-Synthesizer bezeichnet werden. Wie beim R8-M von Roland gibt es auch beim RM50 die Möglichkeit, den internen Sample-Content durch die Verwendung von Wave-Cards über drei Card-Slots zu erweitern. Dabei werden Cards für den RY30 Drumcomputer akzeptiert, aber auch Cards für den Yamaha SY77 und SY55. Der vierte Card-Slot ist für Data-Cards reserviert, die den internen Speicher für Klangprogramme und Drumkits erweitern, falls die 500 Presets und 128 User-Voices sowie die 64 Preset und 64 User-Drum-Kits nicht ausreichen sollten. Zusätzlich konnte ein optionales 512 kByte großes RAM in Form eines Expansion-Boards erworben werden, das über MIODI-Sample-Dump befüllt werden konnte.

Ein nicht zu unterschätzendes Feature des RM50 ist auch die Möglichkeit, diesen als Audio-to-MIDI-Converter zu verwenden, über sechs Audio-Trigger-Eingänge können die Sounds des RM50 abgefeuert werden.

Yamaha RM50 Hardware

Wie von Yamaha nicht anders zu erwarten, sind die Verarbeitung und die verwendeten Materialien auf hohem Niveau, Stichwort roadtauglich. Die Front des 35 cm tiefen 19 Zoll Racks mit nur einer Höheneinheit besteht aus hochwertigem Kunststoff, der auch nach 30 Jahren Existenz keine materialbedingten Alters- und Auflösungserscheinungen aufweist. Das restliche Gehäuse ist aus Stahlblech gefertigt. Die Front ist sehr aufgeräumt, von links nach rechts der Netzschalter, unter zwei Status LEDs für MIDI und Edit ein Kopfhörerausgang. Daneben sehr großzügig dimensioniert der Volume-Regler. Die nicht zu unterschätzende Anzahl an Parametern der Sounds und Kits und sonstige alltäglich wichtige Vorgänge wie Speichern und Systemeinstellungen werden über die 12 Taster neben dem zweizeiligen hinterleuchteten LC-Display eingestellt. Die vier Cardslots rechts schließen die Vorderseite ab.

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Anschlüsse des Drumexpanders

Die Rückseite des RM50 lässt keine Wünsche offen, mehr kann man in ein 19 Zoll Rack mit einer Höheneinheit nicht verbauen. MIDI-Trio, sechs Trigger-Inputs, 6 Einzelausgänge und der Stereo-Main-Out sowie das Netzkabel sind von links nach rechts aufgefädelt. Das Netzteil befindet sich im Gerät, das Netzkabel kommt aber aus dem Gehäuse, es ist also kein Kaltgerätestecker vorhanden.

Die Klangerzeugung des RM50

Zum Aufwärmen hört man sich am besten einmal die Demosongs an und hier offenbart sich schon das größte Manko am RM50 – das Userinterface. Ohne Blick in das mit über 130 Seiten sehr umfangreiche Handbuch geht da nichts. Die Demo-Songs sind im Utility-Menü gut versteckt. Erfreulich allerdings, was nach dem Menu-Diving an das Ohr gelangt, der Sound ist druckvoll und klar. Einige der Sounds haben einen hohen Wiedererkennungswert im Kontext der Popmusik der 90er.

Das grundlegende Element der Klangerzeugung des RM50 ist die Voice. Diese wird per MIDI-Note getriggert. Unterschieden wird zwischen fix gepitchten Rhythm-Kit-Voices oder einer dem getriggerten Notenwert entsprechenden Pitched-Voice. Bässe oder Sequenzen zusätzlich zu den Drums lassen sich mit dem RM50 also umsetzen.

Eine Voice besteht aus bis zu zwei Elementen, wobei bei fixed pitched Sounds nur die Schwingungsformen von B0 bis A2 aus 2 Elementen bestehen können. Jeder Stimme ist ein Attenuation-Parameter zugewiesen, der die Grundlautstärke regelt, um die Sounds eines Kits untereinander einpegeln zu können.

Über easy edit Menüs können  Volume, Balance, Pan, Pitch, Delay und Filter für beide Elemente schnell angepasst werden, für die tiefergehende Editierung ist dann menu diving mit all den Limitierungen des spartanischen User-Interfaces angesagt, wie es in den 90ern eben so üblich war.

Die Synthese-Engine dagegen ist für ein Drum-Modul sehr umfangreich.

Basis sind die 133 AWM2 Schwingungsformen, die im internen Speicher abgelegt sind. 15 Bassdrums, 27 Snaredrums, 7 HiHats, 7 Cymbals, 9 Toms, 21 Percussion-Sounds, Ambiences, Attack und Body von Bassdrums, Rim-Shots, Metallisches, FX und zuletzt noch ein paar Synthesizer Schwingungsformen bilden ein solides Fundament, das wie schon eingangs beschrieben erweiterbar ist.

Die Lautstärkehüllkurve wurde dem Bedarf eines Drumsynthesizers entsprechend ausgelegt. Attack, Punch, Decay und Release sind die Parameter der Wahl.

Das Filter des Yamaha RM50

Einzigartig bei Drumexpandern der 90er

Das gut klingende digitale Filter arbeitet in den Modi LPF12, LPF24, HPF12 und HPF24. Gemessen am Alter der Hardware klingen die digitalen Filter immer noch und haben die entsprechende 90er-Patina.

Die Hüllkurven für Lautstärke und Filter wurden für Drums und Percussion optimiert, das digitale Filter klingt gemessen am Alter der Algorithmen immer noch gut und vermag den Samples mehr Lebendigkeit einzuhauchen. Vor allem erlaubt es aber auch die Generierung synthetischer Drumsounds, die ihren eigenen Reiz besitzen.

LFOs und weitere Parameter

Ergänzend zu den Filtern kann der geneigte Soundverbieger mit LFO und Pitch-EG das vorliegende Sample-Material weiter bearbeiten.

Jedem Element einer Voice ist ein LFO zugewiesen, der Lautstärke, Pitch oder Filter-Cutoff modulieren kann

Mit dem Delay-Parameter lassen sich für jedes Element getrennt bis zu 8 Wiederholungen und Effekte generieren

Macros und Display-Chase

Da die Bedienung einer Synthesizer-Engine mit nur 12 Tastern ohne Dial oder Slider mühsam sein kann, hat Yamaha dem RM50 die Funktion Makros spendiert. Mittels Makros kann man Sequenzen von notwendigen Tastenkombinationen aufzeichnen, um auf schnellerem Weg in das jeweilige Untermenü zu gelangen.

Display-Chase ist auch ein nettes Feature, ist es aktiviert, ist immer der zuletzt per MIDI getriggerte Sound zur weiteren Editierung aktiviert.

Yamaha RM50 – MIDI

Der RM50 selbst hat ja leider keine Echtzeitregler zur Änderung von Parametern an Bord, da ist es natürlich interessant, was man über die MIDI-Schnittstelle ansteuern kann, um diese Limitierung zu umgehen. Erfreulich ist dabei die sehr umfangreiche Dokumentation der MIDI-Implementierung im Benutzerhandbuch. Das hat es Drittanbietern ermöglicht, Editoren für den RM50 zu programmieren. Ein Beispiel dafür ist der RM-50 Manager von linuxtech.net, der auf Linux und Windows läuft und mit dem sich der RM50 bequem und übersichtlich editieren lässt. Aber auch über MIDI-Control-Change lassen sich Volume, Pitch, Decay, Pan, Filter, Balance und Modulation steuern und somit über aktuelle Sequencer automatisieren.

Mit der RM Voice Editor Software lässt sich der RM50 flüssig bedienen

Einsatz im Studio

Für diesen Test habe ich den RM50 sowohl über Cubase als auch über eine AKAI MPC-X als Sequencer über die MIDI-Schnittstelle angesteuert, das alles funktionierte problemlos, der RM50 ist ein verlässliches Produktionstool. Nimmt man die Sounds dann als Einzelspuren auf und poliert sie in der DAW auf, lässt sich der RM50 sehr schön in Arrangements einbetten.

RM50 – das Bdenutzerhandbuch

Bei meinem Testgerät war ein gedrucktes und gebundenes deutschsprachiges Benutzerhandbuch beigelegt. 135 Seiten. Ein Kompendium, in dem wirklich alles im Detail beschrieben wird. Was für ein Unterschied zu den mickrigen Startup-Faltblättern, die heute üblich sind, abgesehen vom aktuellen Trend, Benutzerhandbücher nicht einmal mehr als PDF, sondern nur noch online im Browser abrufen zu können. Ich empfand es einfach als eine Wohltat, im Studio in diesem Benutzerhandbuch zu schmökern, ohne wieder ein Tablet, ein Handy oder anderes bemühen zu müssen. Das wollte ich zum Schluss einfach einmal loswerden.

Nicht los werden wollte ich nach Abschluss des Tests den Yamaha RM50, ich habe ihn im Laufe des Testzeitraumes gerne eingesetzt, nie für ein komplettes Drum-Arrangement, sondern für einzelne gezielte Soundzitate.

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Fazit

Wer sich druckvollen Drumsound im Stil der 90er ins Rack holen will, sollte den Yamaha RM50 unbedingt in die engere Wahl ziehen. In Sachen Parametervielfalt und resonanzfähigen Filtern war er seinen Zeitgenossen um Längen voraus.

Aufgrund der seinerzeitigen Verbreitung und der soliden Bauweise tauchen immer wieder Geräte auf den einschlägigen Marktplätzen im Netz auf. Rund 200 Euro werden derzeit dafür aufgerufen, was gemessen an der umfangreichen Sample-Auswahl und den Synthesemöglichkeiten als Schnäppchen bezeichnet werden kann. Weiterhin gibt es per Editoren von Drittanbietern die Möglichkeit, den RM50 bequem über den PC zu editieren, was der Bedienung am Gerät vorzuziehen ist und es ermöglicht, die für ein Drum-Modul sehr umfangreichen Synthesemöglichkeiten auszunutzen und so noch mehr aus dem RM50 herauszuholen.

Plus

  • resonanzfähige FIlter
  • druckvoller Sound
  • Trigger-Eingänge
  • sehr gutes Benutzerhandbuch

Minus

  • "Display Diving" wie damals üblich

Preis

  • top Zustand ca. 200,-€
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Klangbeispiele
Forum
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      exitLaub

      Ab RY/RM bzw. SY99/85 hörten sich endlich Yamaha HiHats nicht mehr an wie ein rostiger Topfdeckel.

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        gaffer AHU

        Interessant dabei ist, dass weniger die „Echtheit“ von Sounds eine Rolle spielte, sondern dass sich die Ästhetik im Laufe der Zeit änderte. Wie sonst ist erklärbar, dass ausgerechnet Hilfslösungen wie die HH Sounds der 808 und 909 zum Ideal wurden. Roland konnte es damals schlicht nicht besser, ROM war auch teuer.

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          Flowwater AHU

          Genau aus dem Grund kann ich mir vorstellen, dass diese ganzen Drum-Sounds der digitalen Synthesizer auch irgend wann einmal wieder richtig en vogue werden. Ich denke da an meine geliebte M1, aber jeder Hersteller hatte ja damals etwa Eigenes am Start.

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          exitLaub

          Mir gehts weniger um die „Echtheit“. Synthetische Drums/Percussion mochte ich schon immer. Die Hihats der Yamaha RX-Serie fand ich aber schon immer besonders gruselig. Die konnte man so leise mischen wie man wollte, es hörte sich trotzdem immer so an, als ob da was im Hintergrund schaben würde.
          Also doch lieber ein Stück Blech, das die Treppe runterfällt.

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        Flowwater AHU

        Selbstgesampelte rostige Topfdeckel mit EQ und Kompressor und Tralala und HastDuNichtGesehen können aber, richtig eingesetzt, auch sehr geil klingen. 🙂

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          gaffer AHU

          Wie wir nach Musikern wie FM Einheit, (Einstürzende Neubauten) wissen wir, dass jedes Kacksample auch kreativ eingesetzt werden kann. Ganz sicher zutreffend. Ping Pong Bälle auf Tisch aufprallend 2 Oktaven down wurde da schon mal zu einer neuen Trommel. Die sampelten alles, was bei 3 nicht auf dem Baum war,

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            Flowwater AHU

            Mein Held in der Hinsicht ist Vladislav Delay (Bürgerlich: Sasu Ripatti), der auch einfach alles einsetzt, was irgendwie interessant klingt. Seine Werke »Anima« und »Whistleblower« gehören für mich zum Besten, was ich je gehört habe. Die neueren Sachen sind nicht mehr so meins, aber bis zu den genannten Werken ist das für mich ein Eldorado an Klangkunst.

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      toneup RED

      Korrekt, die Hi Hats sind sehr gut spielbar. Sind die selber gesampelt von einem RM 50 oder aus einer Library? Ich denke, das man da einige Layer braucht, weil die Dank des Einsatzes der Synthesefunktionen am Rm50 sehr dynamisch spielbar sind.

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        exitLaub

        SY/RY/RM bedienten sich an einem von Yamaha erstellten Samplepool. Wobei die Yamahasamples teilweise arg tonal klingen und oft prominent aus einem Mix hervorstechen. Die Rolandsamples der R-Geräte (Samplelib der S7xx Serie, später auch JV-Serie) klingen oft „echter“ und sind universeller einsetzbar. Meiner Meinung nach. Kommt halt wieder auf den Anwendungsfall an.
        Die Drumsamples von Yamaha und Roland aus dieser Zeit habe ich immer noch auf meinem Rechner und setze sie ab und an ein.

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          Kazimoto AHU 1

          Sind beide, Roland und Yamaha, ganz gut. Ich vermisse einige Drumkits des JD-990. Der war sehr laut und durchsetzungsfähig im Mix. Ich glaube die waren bei mir auch zeitgleich im Einsatz, RY-30 und der JD.

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    Joerg

    Ich wahr eher ein Freund der Alesis Drumsounds. Hatte in den Neunzigern auch mal ein Drum-Modul in 19 Zoll von denen.
    Oh je, ich kenne jetzt aus dem Stegreif raus gar nicht mehr dessen Bezeichnung.
    An Platz 2 rangierten die Roland Drums.
    Und Yamaha….na ja. Irgendwas hat mich an denen immer gestört.

    Aber die unangefochtene Nummer 1 unter den grottigsten Drum-Trash-Sounds lieferte damals Quasimidi mit dem (lengendären?) Technox 😁

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      ATOMICO

      Du meinst bestimmt den Alesis DM16, der hatte 48khz Samples und einen klaren durchsetzungsfähigen Sound.

      Das zweitschlechte 90er Drumteil war der Korg Drumcomputer als Ableger von der M1 , da war wirklich jeder Sound unbrauchbar bzw. schlecht.

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        gaffer AHU

        HR16 und SR16 kenne ich, DM16 sagt mir nix. Bei Korg stimme ich dir zu. Und was der schlechteste?

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          ATOMICO

          Quasimodo Technox (siehe oben)

          Der DM16 war der Nachfolger vom D4 Rackexpander.

          Ich hatte mir 1995 alle SY und R8 Drumsounds mit einem Emu Sampler für mich abgesampelt, nur die 909 Roland Karte stand nicht zur Verfügung. Zum Einsatz kamen dann nur die Kicks und Simmon Sounds weil ich lieber den Alesis DM16 eingesetzt habe.

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      AntonAmazona

      Hi Joerg,

      das ist das Alesis D4. Habe ich auch noch im Rack. Wird selten genutzt, aber ist einfach zu schade zum Verkaufen.
      BTW: aktuell bei ebay zum Sofortkauf für 109 Euro….

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    TobyB RED

    Top. Ich glaub die Kiste brauch nur ein bisschen Gate und Larger than life Reverb, dann geht die Sonne auf :-)

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    Numitron AHU

    viele der Sounds sind auch in meiner ry 10 zu finden.
    eins der Highlights ist das metalkit mit Doublebassdrum (es gibt 2 Pads für die Bassdrum) und trashigem gong mit niedriger samplerate.
    war mein erstes gerät zum Musikmachen.
    nettes gerät, kann auch X0X Programmierung.
    sind aber Recht rar denke ich.

    • Profilbild
      gaffer AHU

      Ich hatte eine Zeitlang meine Drums einfach doppelt auf dem Keyboard, C1-C3 und wiederholt auf C3-C5. Damit liess es sich deutlich besser auf dem Keyboard trommeln.

  4. Profilbild
    gaffer AHU

    Ja, mochte die auch RM50 (2x) und RY30 hatte ich auch. Gefiel mir besser als R8. Bei der R8 sind allerdings die Pads unerreicht.

  5. Profilbild
    kiro7

    Ergänzung: Das RAM Board ist immer noch neu , bzw als Nachbau für kleines Geld erhältlich. Es ist übrigens Flash-RAM, d.h. die Samples bleiben auch ohne Netzstrom oder Batterie erhalten, und sind beim nächsten Einschalten sofort da! Ich verwende einen Yamaha A3000 Sampler zur Vorbereitung wie schneiden und processen, FX Spielerein oder Bit Reduktion und dann ratz fatz per MIDI Sample Dump in den RM50. Geht wirklich ratz fatz da nur Drum Samples. Kann mir dann eben auf die Schnelle selbst gepatchte Drumsounds easy übertragen und aufbewahren.

  6. Profilbild
    Tom Herwig

    Bei diesen vielen, coolen Drummodulen und Drumcomputern stellt sich mir die Frage nach einem AMAZONA Sample Library Bereich auf der Website 😇.
    Es gibt zwar viel im Netz, aber da wird auch nicht immer ordentlich gesampelt.
    Alternativ einen Sample-Stammtisch….mit Bier und Kickdrums zum Tauschen….

  7. Profilbild
    gaffer AHU

    Eines noch zum Menu diving. TG 500 und RM 50 dürften der Tiefpunkt im Verhältnis Anzahl der Parameter gegenüber einfacher Bedienung gewesen sein. Ein Grund, wieso beide, zumindest für mich sehr interessante Kisten, im Gebrauchtmarkt keinen angemessenen Wert darstellen. Ich hatte es schon mal geschrieben, zu der Zeit reiste eine kleine Gruppe von Yamaha Mitarbeitern durch Deutschland, um Händler zu fragen, was man an der Bedienung vereinfachen könne. Das fiel denen sogar selbst auf.

  8. Profilbild
    Raumwelle

    wenn ich überlege das ich so um 2003 Grade Mal 50 DM gezahlt habe und mich sofort verliebt hatte.

    ist übrigens noch heute ein schöner und immer wieder interessanter ideengeber für meine heutigen Produktion.

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    Die dritten Sägezähne

    Mist, ich lese erst gerade diesen Artikel zu diesem Teil, dass ich seit einem Jahr in meinem Setup habe. Ich bin froh, dass es drin ist.

    Zunächst: danke für den umfangreichen Artikel, dessen Aussagen ich unterstreichen kann. Ich habe selten so eine beschissene Menüführung am Gerät erlebt, und das bei einer komplexen Struktur. Ein Vorredner stellte treffend fest, dass diese erfolgreich für niedrige Gebrauchtmarktpreise sorgt.

    Doch man wird belohnt: die Resonanzfilter klingen meiner Meinung nach typisch digital und sorgen für eine eigene Klangästhetik; man hat LFOs und Hüllkurven für alles. Und man kann wirkungsvolle Panningeffekte selber bauen, indem man den ersten Oszillator nach links, den zweiten nach rechts setzt, beide mit LFOs versieht und beide LFOs phasenverschoben starten lässt.

    Ein Aspekt fehlte mir noch im Artikel: optional kann der RM50 mit einer 512kb-RAM-Speichererweiterung ausgestattet werden. Das ist zwar speichermäßig heutzutage nicht der Brüller, außerdem bekommt man seine eigene Samples nur per TX16W-Format oder MIDI-Sample-Dump rein, aber besser als nichts. Und eigene Samples, die man dann durch diese komplexe Bearbeitung schicken kann, erweitern dann doch das mögliche Klangrepertoire.

    Der größte Vorteil des RM50 liegt für mich in seinen kreativen Klangbastelmöglichkeiten jenseits des bloßen Sample-Abfeuerns. Man muss nur schmerzfrei beim Menudiving sein.

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