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10. September 2021

Praxistest: Moog Matriarch, Ein guter Cocktail mit immer neuen Zutaten

An alle die das Preset-stöbern bei Hardware oder Software lieben, werden zu Beginn erst mal überfordert sein, wie auch ich. Einschalten und loslegen? Presetbank durchtippen und einen dicken Flächensound nach dem anderen anspielen wie bei manch anderen Synths? Nicht beim Matriarch! Und wie verhält sich das eigentlich mit dieser Paraphonie? Man dachte anfangs schon das Neugerät sei defekt! Aber dazu später mehr.

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Wer Wert auf Wertigkeit legt, ist bei Moog richtig. Selten so ein qualitatives Handbuch gesehen (separat Deutsch und Englisch). Zusätzlich Patchbook, Aufkleber, Poster sowie ein kleiner Stoffbeutel für die mitgelieferten Patchkabel. Da macht das Auspacken für das ‚Kind in Person‘ gleich viel mehr Spaß. Dann die gleichmäßig sahnig-straffen Regler, die Verwindungssteifigkeit des Gerätes, Gewichtung der Tastatur – einfach großartig! Der Klang eines Kippschalters: Wunderbar! Wie schon Testbericht auf Amazona erwähnt, finde aber auch ich die Schalter etwas einfach konstruiert, und die Drucktasten haben trotz guten Druckpunkt ein merkwürdig schwammiges Gefühl, da sie leichtes Spiel am Rand haben. Folgerichtig gibt es auch kleine Spaltmaße zwischen Drucktasten und Gehäuse. Weiter fällt auf, dass der FILTER MODE Kipphebel zwischen 6 enganliegenden Drehreglern liegt. Im Vergleich zu den anderen eine etwas ungünstige Platzierung. Aber alles verschmerzbar! Ein Kaltgerätestecker mit Adapter wie beim Laptop? Geschmacksache, aber kein Hindernis. Vorteil ist die dadurch einfache Trennung vom Netzstecker, anstatt immer den schwergängigen Hauptstecker zu ziehen. Die Breite des Synthesizers ist etwas ungeschickt für bestimmte Einstellungen bei X-Keyborardständern. Beim Eigenversuch mit zwei verschiedenen Ständermarken ist eine gewisse Rasterstellung für ca. 78cm Breite ausgelegt. Der Matriarch misst etwa 81cm. Also nicht mehr viel Überhang an den Seiten. Es reicht aber aus und der Synth kann aufgrund seiner Gummifüße nicht zur Seite rutschen und nach unten wegkippen. Ich habe trotzdem ein Holzbrett daruntergelegt. Zum Thema Patchkabel: Wer den Matriarch schonungslos ausreizen möchte, sollte sich noch eine Handvoll zulegen (3,5mm). Die beigelegten Kabel sind kurz genug (gilt nicht für Beispiele aus dem beigelegten Patchbook) und zu wenig, um alles auszureizen. Bei weiteren Patchbooks, die man online findet stößt man schnell an seine Grenzen. Weitere 4-10 Stk., zwischen 20 und 80 cm Länge dürfen es sein. Ich habe mir zusätzlich 5 x 50cm und 5 x 80cm zugelegt für zusammen etwa 30€. Wem so die enormen Modulationsmöglichkeiten immer noch nicht genügen, für den gibt es zusätzlich sog. Stackcable oder Verteilerbuchsen.

der Moog Matriarch im Testlabor

Bei ersten Einschalten kam etwa 15 Minuten kein Ton zum Vorschein. Lag natürlich an mir, wie auch sonst alle vermeintlichen Dysfunktionen des Matriarch eher menschliches Versagen darstellen. Den Kipphebel FILTER MODE entdeckt, nach rechts bestätigt und dieser brachte ihn endlich zum Erklingen. Aber dann: Unmusikalisches Gedudel das es nur noch schmerzt. Ein defektes Neugerät? Nach einem Telefonat mit frustrierter Stimmung die Lösung:

Der Unterschied von einem polyphonen zu einem paraphonen Synthesizer ist, die einzelnen Oszillatoren teilen sich i.d.R. eine gemeinsame Filter- und Verstärkerschaltung. Im Falle der vier Oszillatoren des Matriarch haben wir also die Möglichkeit maximal vierstimmig zu spielen und diese Stimmen werden auf die vier Oszillatoren aufgeteilt. Und somit kann die Reihenfolge, in welcher man Tasten gemeinsam anschlägt, bereits Auswirkung auf den Klang haben. Erst diese Erkenntnis gab mir die Möglichkeit, aus sinnfreiem Gedudel einen einfachen, paraphonen Akkord zu kreieren: Alle vier Oszillatoren gleich eingestellt in Wellenform, Lautstärke (12 Uhr, alles darüber verzerrt gewollt den Sound), Tuning und ggf. den MULTI TRIGG einschaltet. „Gut Matriarch, hab‘s verstanden“, dachte ich, es lag wieder einmal an mir, ganz neue Erkenntnis. Vielleicht wäre ein einfacher paraphoner Flächenakkord im Patchbook vorteilhaft gewesen, um das Prinzip zu verstehen. An dieser Stelle muss ich aber zugeben, dass ich den Synthesizer bewusst ungelernt anspielen wollte, ohne vorher reihenweise Videos und PDF’s durchzusehen. Der Matriarch aber sagt: „Du möchtest mich spielen? Dann wirf einen Blick in das das Handbuch, lerne mich kennen, probiere nächtelang herum. Paraphon heißt eben nicht polyphon und benutze auch mal das Patchbook, erst dann kommt vielleicht was musikalisches bei heraus“. Dieser Satz klingt erstmal heiter, ist aber durchaus für diejenigen ernst zu nehmen, die sich überlegen einen Matriarch anzuschaffen und noch wenig Ahnung von analogen Synthesizern oder Modularsystemen haben. Der Matriarch hat stetig seinen Spaß mich zu fordern und zu fördern und erst nach einigen Tagen hatte ich das allerwichtigste verstanden. Patchverbindungen noch nicht inbegriffen. Hatten wir das Thema nicht schon? Es liegt wieder einmal am Anwender.

Ich war immer der Ansicht das analoge Filter am ‚kräftigsten‘ zupacken. Aber ein virtuell-analoger Roland JP-8000 hatte trotz DSP mehr ‚Biss‘ und ‚Power‘ in den Filtern. Der Matriarch ist meiner Ansicht nach in diesen Belangen als relativ zahm zu bewerten. Die sahnigen Filter – auch durch den großen Reglerweg und analogem Signalpfad beeinflusst – lassen den Effekt dafür so richtig aufblühen und die stufenlosen Wege führen zu keinen plötzlichen Sprüngen und schreckhaften Überraschungen wie oft bei digitalen Vertretern. Sehr angenehm für Ohren und Nerven. Die ersten und letzten Millimeter der Regler sind je nach Einstellung oftmals im unhörbaren Bereich.

Ein analoger Stereosynthesizer? Selbstverständlich! Am deutlichsten wahrnehmbar beim Ping-Pong-Delay, LFO, oder beim patchen in die 1er-IN und 2er-IN Buchsen. Dadurch bekommt man z.B. Panningeffekte. Dennoch muss man festhalten: Alle Modulationen und Klangeigenschaften sind eher miteinander verschmolzen anstatt dass eine straffe, hörbare Trennung stattfindet. Vielleicht hat jemand eine Idee, wie man den Panningeffekt beim Matriarch noch verstärken kann, damit dieser deutlicher zur Geltung kommt. Zusätzlich ein echter Federhall wie beim hauseigenen Grandmother wäre die Krönung der Effektabteilung gewesen. Der SPACING-Regler des Stereo Delays schafft es aber, eine Art Halleffekt zu generieren.

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Keyboard Velocity, Aftertouch und Gate: Kein Problem! Dazu muss man Patchkabel auf der Rückseite anbringen und dann nach Belieben mit anderen Buchsen verbinden. Mithilfe von Aftertouch den Sequencer triggern ist also absolut möglich. Die weißen Tasten haben beim betätigen des Aftertouch eine spürbare ‚Wipp-Bewegung‘, was mir sehr zusagt. Bei den schwarzen Tasten spüre ich das leider nicht. Ebenso muss man bei den zweitgenannten etwas mehr Druck aufbauen, damit sich die Wirkung entfaltet. Ich denke das war technisch nicht anders machbar. Mir scheint auch der Velocity ausdrucksschwächer wie der Aftertouch. Eine weitere nützliche Sache ist der Drone-Modus im VCA MODE. Zur Gestaltung von Drone-Music oder einfach um beide Hände frei zu haben.

Zunächst war ich designtechnisch verwundert über den Sustain-Fader im Vergleich zu den Attack, Decay und Release-Potis. Zufällig las ich eine logische Erklärung: A, D, R regeln Zeitwerte und S ist ein Pegel. Interessanterweise leuchtet bei mir die LED vom UTILITIES LFO RATE schwächer als die anderen. Könnte aufgrund seiner mittigen Position Absicht sein, wer weiß das schon.

Vielleicht hätte man den Noise-Regler bei den Oszillatoren hinzufügen sollen, da es sich meiner Ansicht nach eher um eine weitere Klangform handelt anstatt einer Mixeinstellung, wo er verbaut ist. Aber: Er klingt klasse! Was allerdings die kleinen Ecklöcher des Chassis neben der tiefsten Taste verloren haben, bleibt wohl für immer ein Rätsel: Frischluftzufuhr? Zahnstocherhalter?

Neben den unzähligen Einstellungen auf der Oberfläche gibt es noch eine ganze Reihe Finetune-Möglichkeiten in den internen Einstellungen des Matriarch. Diese können durch zugegebenermaßen nicht wirklich eingängige Tastenkombinationen erreicht werden. Ein Beispiel: Wir wollen im paraphonen Modus nicht pro Taste einen einzelnen Oszillator anspielen, sondern eine Taste soll alle vier, zwei Tasten je zwei, drei Tasten drei und vier Tasten vier getrennte Oszillatoren triggern. Bitte sehr: Mit gleichzeitigem Drücken von HOLD und SYNC ENABLE gelangt man in die Global-Settings. Danach die Key-Tasten ‚Gis2‘, ‚Fis0‘ und zu guter Letzt ‚D0‘ drücken. Mit SYNC ENABLE bestätigen. Voilà! Beim Ausschalten bleibt die Einstellung erhalten und eine genaue Auflistung der Möglichkeiten findet man im Handbuch.

Auch wenn die Oszillatoren als Stimmstabil gelten macht es Sinn, diese am Anfang zu kontrollieren und diesen Prozess irgendwann zu wiederholen. Das geschieht ganz einfach mit dem FINE TUNE Regler auf der Rückseite. Dieser hätte für meinen Geschmack ruhig noch präziser ausfallen können. Dabei sollten die Audioeingänge direkt mit einem Stimmgerät oder mit einem Tuning-Plugin (in den meisten DAWs Standard) verknüpft werden, um ein möglichst genaues Ergebnis zu erhalten.

Klang: Schneidige Leads, unisonoartige Chords, düster und warm angehauchte Klangteppiche, diverse SFX – alles kein Problem! Wie bei allen Moogs ist auch ein kräftiger Bass kein Thema für den Matriarch. Nicht ganz sublastig, aber druckvoll! Der Matriarch kann zahm, verzerrt, rotzig und dreckig klingen. Wenn es metallisch klingen soll, hat man die Möglichkeit, im Utilities-Modul eine Ringmodulation zu patchen (siehe Handbuch). Durch die unendlichen Möglichkeiten denkt man fast, jeder Regler besitzt mehrere Klangnuancen anstatt nur die eine vorgeschriebene Aufgabe. Das ist gewöhnungsbedürftig und reizvoll zugleich. Es hilft nur nächtelang „Trial & Error“. Spätestens beim Patchen versteht man vielleicht nicht immer, warum er jetzt gerade so klingt, und manchmal passiert auch einfach gar nichts. Ab 1 Uhr nachts stellt man sich allerdings nicht mehr die Frage nach dem „Warum“. Nur eines ist sicher: Wenn’s mal nicht klingt, hat‘s der Anwender verbockt!

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Fazit
Mainstreamartige Brot,- und Butterklänge, hallgetränkte Chartbreaker-Flächen und dutzendfach gehörte EDM-Leads? Nicht bei diesem Synthesizer! Wer dennoch ein äußerst kreatives und hochwertiges Gerät möchte, ist beim Moog Matriarch genau richtig. Analoge Sounds mit einer Portion Würze und immer etwas überraschend klingend sind seine Stärken. Wer von polyphonen Digital,- und Softwaresynthesizern kommt, wird vielleicht eine gewisse Zeit brauchen, dieses Gerät zu verstehen. Das war die ersten paar Tage zugegebenermaßen auch in Teilen frustrierend aufgrund fehlendem Erfolgserlebnis. Aber mit der Zeit kommt Licht ins Dunkel, man lernt und freundet sich an und bekommt ein Gerät, wo der Forschungsdrang unendlich scheint. Genau das ist es, was den Matriarch ausmacht. Belohnt wird man mit tollem eigenständigen Klang und das stetige Gefühl, ein wertiges Instrument zu bedienen, dass sehr viele Möglichkeiten der Klangformung bietet. Auf der Wunschliste stehen kräftiger zupackende Sustain-Fader mit integriertem Staubschutz, ein in die Paraphonie einführender Patch im Patchbook, eine dauerhafte Lichtanzeige für die Oktavwahl und evtl. ein 2-Band Equalizer. Trotzdem werde ich für meinen Teil bestimmt noch Jahrzehnte Freude mit ihm haben.
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Nach den ersten Sätzen war mir klar, dass hier ein Anfänger am Werk ist (no offense). Auch wenn Moog-Synthesizer seit dem Minimoog ein Musterbeispiel an Klarheit und logischer Bedienführung darstellen, sollten Newbies, die ihr Handwerk mit Roland D-10 oder Korg M-1 erlernt haben, sich an SpaceX’s Namen ihres Droneships ‚ Just Read The Instructions‘ halten. Ein paraphoner Synth ist eben nicht polyphon; Leser von amazona.de wissen das ja mittlerweile.
    Ansonsten kann ich mich dem Fazit voll anschließen; der Matriach ist ein Synth, der zwar auch B&B-Sounds erzeugen kann, aber sein Potential geht darüber weit hinaus…

    • Profilbild
      Tyrell  RED 111

      na na… das war jetzt ein wenig grob.
      Ich finde es toll, wenn hier User mit ganz unterschiedlichem Wissensstand ihre Praxiserfahrung niederschreiben. Und bzg. Paraphony, hat er das wunderbar erklärt. Einsteiger werden sich da wiedererkennen :)

      • Profilbild
        Filterpad  AHU

        Erstens das und zweitens sehe ich mich eher als Musiker und Produzent als ein „Maschinist“, wo sich einige wiederfinden und in erster Linie die Technik Begeisterung auslöst, anstatt etwas musikalisches (Arrangement, Mix) zu kreieren. So mal ich beim Erwerb dachte, genügend Synthesizerkenntnisse zu besitzen und war trotzdem sehr überrascht über die Paraphonie und Vielseitigkeit des Matriarch. Das einzige was Tatsache ist, dass man nicht im Besitz eines schrankgroßen Modularsystems ist und hier die eine oder andere Erfahrung sicherlich fehlte. Der Matriarch stellt eine neue Herausforderung dar und dies wollte ich niederschreiben. Im Prinzip der erste Eindruck nach dem auspacken, anspielen und nicht zwei Jahre später, wo manches klarer erscheint. Der Bericht soll für jeden verständlich sein, der sich überlegt einen Matriarch anzuschaffen und noch wenig Kenntnisse von hochwertigen analogen Synthesizern oder Modularsystemen besitzt. Auch fortgeschrittene Matriarch-Besitzer werden hoffentlich noch etwas Neues entdecken. Danke Peter für den Kommentar und natürlich die Veröffentlichung der Leser-Story.

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        Henrik Fisch  AHU

        Sehe ich genau so. Nun habe ich den Artikel nur überflogen, weil mich privat persönlich und völlig unabhängig von der Qualität des Instruments der Matriarch jetzt nicht sooooo sehr interessiert.

        Aber so als – auch lustig gemeinter – Erfahrungsbericht über die ersten Schnupperversuche mit einem Qualitäts-Instrument … das ist doch super geschrieben? Ja, klar, ich weiß nun auch seit Jahrzehnten, dass der »S«-Wert eine ADSR-Hüllkurve einen Level und keine Zeit bestimmt. Aber wenn man das noch nicht weiß … was gibt es denn da zu meckern?

        Schade, dass Filterpad keinen DSI Pro 2 unter den Fingern hatte (nur um noch mal den Synthesizer zu erwähnen, der seit jetzt ca. 4 Wochen mein Herz jeden Tag erwärmt) … vielleicht kommt das ja noch mal. 😀

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          Filterpad  AHU

          Hatte ich tatsächlich noch nicht in der Hand, aber auch ein wunderbares Instrument. Stellen eigentlich die 4 Regler oberhalb des Displays beim bedienen ein Hindernis beim Lesen des Displays dar? Ansonsten vermisse ich in der Tat Ribbon-Controller. Jeder hochwertige Synthesizer sollte meiner Ansicht nach diese besitzen. ;)

          • Profilbild
            Henrik Fisch  AHU

            Ich habe jetzt schon ordentlich am Pro 2 geschraubt – ich baue meistens meine Sounds selber oder verändere zumindest Presets, bevor ich sie verwende – und habe das nicht mal bemerkt, dass ich quasie immer »über das Display« greifen muss, die Hand also potentiell das Display verdeckt. Das liegt auch daran, dass ich bei den meisten Einstellungen gar nicht auf’s Display schaue, wenn ich am Regler drehe, sondern einfach auf den Sound erhöre. Nur am Anfang einmal kurz, ob ich auch am richtigen Regler drehe. Irgend wann setzt dann mal das Muskel-Gedächtnis ein, und man greift automatisch zum richtigen der vier Drehregler. Und dann hat der Pro 2 bei den meisten Parameter sowieso zusätzlich dedizierte Regler, so dass man die über dem Display sowieso nicht benötigt.

            Also: Nein, in meinem Fall sind die Regler über dem Display kein Hindernis, weil ich weder das Display noch die Regler überhaupt bemerke. 😉

  2. Profilbild
    SynergyMan  AHU

    Danke Filterpad, Dein Erfahrungsbericht hebt sich wunderbar positiv ab, humorvoll geschrieben und in Teilen kritisch aber konstruktiv, immer auch begründet, warum Du diesen oder jenen Eindruck hast. Nice. Da sollten sich wollige selbsternannte Mikrofonversteher eine Scheibe von abschneiden.

    • Profilbild
      Filterpad  AHU

      Danke. Ich bin auch nochmal „inne“ gegangen mit dem Bericht und bleibe inhaltlich dabei: Für Personen, die ein Gerät suchen wo jedes Preset „modern“, „dancelastig“, „mainstreamartig pop(p)ig“ und sofort „super“ klingt, wo die Bedienung für Synthneulinge gleich logisch ist und jeder Regler immer denselben hörbaren Schritt unternimmt, ist der Matriarch denke ich nicht die erste Wahl. Er hat eben weder Display noch Speicher. Diese sind mit Instrumenten wie z.B. dem neuen ‚Sequential Take 5‘ besser aufgehoben. Aber für Personen, die ein hochwertiges Instrument suchen mit analogem, sehr organischem Sound und ein „Klanglabor“, ist er zweifelsfrei ein hervorragendes Instrument. Ich verstehe auch das für Synthesizer-Enthusiasten wie ‘Son of MooG‘, der sich schon Jahre mit Geräten ähnlicher Art auseinandersetzt, diese Leser-Story eher „Anfängerhaft“ anmutet und wenig neues hervorbringt. Die Zielgruppe der klassischen (polyphonen) Keyboarder und Modular-Neulinge wird aber dafür beim Erwerb eines Matriarch diese Leser-Story bei den ersten Schritten begleiten und diese nicht vor lauter Frust dieses großartige Gerät zurückgeben. Für weniger Geld gibt es noch den Moog Grandmother, der sozusagen einen „halben“ Matriarch darstellt. Apropos: Ich besitze tatsächlich den Matriarch ‚Dark Edition‘.

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