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12. Januar 2021

Wofür ein Audio-Interface bei analoger Aufnahme?

Musik begleitet mich schon immer.

Nach einer knapp 20-jährigen Pause habe ich vor einigen Jahren auch wieder zur eigenen Musik zurückgefunden. Von Freur (später mutiert zu Underworld) bis Front 242, von den Einstürzenden Neubauten über Iron Maiden bis zu Yello. Aber nichts hat mich bzw. meine Musik so geprägt wie die frühen Tangerine Dream der 70er.

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Ergo geht auch meine Musik in diese Richtung. Fasziniert hat mich u.a. auch immer die Tatsache der Nicht-Wiederholbarkeit, alles wird in einem Take aufgenommen und ist nie 1:1 reproduzierbar.

Was bedeutet dies nun für die Aufnahme? Ein Rechner bzw. eine DAW ist für mich nicht erforderlich. Jede Aufnahme geht direkt vom Mischpult in das Zoom Q2n als WAV mit 96k/24bit (angeschlossen über den Kopfhörerausgang). Es bedarf vor der Aufnahme zwar einige Vorbereitung, was die Abstimmung der Dynamik und der Lautstärkeverhältnisse angeht, aber mehr ist hier nicht zu tun.

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Die Ergebnisse sind für mich klanglich einwandfrei, und auch die Rücksprache mit einem Mastering-Studio in Hamburg ergab nur den Kommentar, „viel ist da nicht mehr erforderlich“. Als Beispiel für die Aufnahmequalität habe ich am Ende des Artikels einen link beigefügt. Ich habe dieses Stück „verlinkt“, da ich hier, entgegen meiner Gewohnheit, die Aufnahme in drei Takes gemacht habe und Ping-Pong zwischen meinen beiden Zoom-Geräten machen musste. Aber auch hier ist für mich die Aufnahmequalität einwandfrei.

Als regelmäßiger Leser von Amazona behandelt gefühlt jeder fünfte Artikel Audio-Interfaces von diversen Herstellern in den unterschiedlichsten Preisklassen. Für mich stellt sich einfach die Frage, würde sich mit einem Audio-Interface die Aufnahmequalität ändern? Und welches Aufnahmemedium müsste ich dann einsetzen?

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Fazit
Ich würde mich sehr freuen, hier vielleicht einige Tipps und/oder Kommentare zu dieser Fragestellung zu erhalten.
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Forum
  1. Profilbild
    justme  

    Ich denke mal, dass ein Audiointerface an sich, rein auf die Klangqualität im Vergleich zu Deinen Zooms bezogen, einen im eher subtilen, nur in feinen Nuancen wahrnehmbaren, Bereich bringen würde. Sinnhaft wäre, mit ´nem Interface zu arbeiten, welches so viele Kanäle hat, dass Du Deinem Prinzip, nämlich alles einzustellen und in einem Rutsch aufzunehmen, zwar treu bleiben kannst, HINTERHER jedoch die Option hast, alle Spuren in der DAW trotzdem noch mixen, nachbearbeiten, aufwerten zu können !
    Was natürlich, Interface & ADAT-Erweiterung, Rechner, DAW, mit erheblichen Kosten verbunden wäre…

    • Profilbild
      THo65   1

      Hey, Danke für Deinen Kommentar.
      Das zeigt mir, dass ich nicht so verkehrt liege. Der Ansatz mit dem Interface ist durchaus interessant, ist mir persönlich aber doch zu aufwendig. Mal ganz abgesehen von dem Kostenfaktor.
      Vielleicht wenn ich mal im professionellen Bereich tätig bin…;-)

  2. Profilbild
    Dalai Galama  

    Interessanter Ansatz, den Du da verfolgst. In meinen Augen solltest Du an Deinem Workflow gar nichts ändern, weil Du ja damit zurecht kommst.
    Irritiert bin ich nur etwas vom Titel Deines Beitrags, weil analog nimmst Du ja nicht wirklich auf.

  3. Profilbild
    bluebell  AHU

    Das Zoom IST ja ein Audio-Interface. Es hat bloß noch einen Recorder eingebaut. Insofern ist die Frage, ob ein BESSERES Audiointerface die Qualitär hörbar verbessern würde.

    Die Antwort ist nein. Ab einer bestimmten Qualitätsklasse unterscheiden sich Audio-Interfaces durch die Qualität der Mikrofon-Vorverstärker, die Anzahl an Kanälen und interne Goodies. Bei Deiner Produktionsweise brauchst Du das alles nicht. Du gehst mit Line-Pegel und einem fertigen Stereo-Mix ins Interface.

  4. Profilbild
    Henrik Fisch  AHU

    Dieses »in einem Rutsch« aufnehmen finde ich spannend. Und ehrlich gesagt – für mich – auch Schweißperlen auf die Stirn und unter die Achseln treibend. Ich traue mich das nicht (was auch daran liegt, dass ich nicht sonderlich gut spielen kann). Aber es hat natürlich eine ganz andere Energie im Endprodukt.

    Wünschtest Du Dir denn nicht doch manchmal, das Endprodukt im Mix bearbeiten zu können? Weil sich Frequenzen zu sehr überschneiden und man Instrumente nicht mehr heraus hört (Fachjargon: »Matsch«). Ich kämpfe hier mit meinen Stücken – es ist wirklich ein Kampf! – um den Mix mit meinen Mitteln hin zu bekommen. Ohne EQs und natürlich den Misch-Reglern in der DAW wäre ich absolut und völlig verloren. Von den mannigfaltigsten Reverb-Effekten zur Raumgestaltung will ich gar nicht erst anfangen.

    Und um auf Deine Frage zu antworten: Das ist natürlich der größte Vorteil, wenn man in eine DAW mit einem Mehrkanal-Interface aufnimmt. Man kann hinterher noch jede Menge ändern.

    Ich selber habe im Moment ein älteres »Komplete Audio 6« von Native Instruments im Einsatz (vier analoge Ein- und Ausgänge), gekoppelt an eine Patchbay. Das Interface wird aber mittelfristig durch ein »Focusrite Clarette 8Pre USB« ersetzt (abhängt davon, wie die Resonanz auf meine erste eigene EP sein wird und ob ich dann überhaupt noch Lust habe, weiter zu machen).

    • Profilbild
      THo65   1

      Hallo Henrik, auch Dir vielen Dank für Deinen Kommentar.
      Vielleicht liegt es an der Art meiner Musik. Ich versuche, eine bestimmte Stimmung zu erreichen. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Und wenn es meiner Meinung nach geklappt hat, habe ich den Wunsch der Nachbearbeitung nicht mehr.

      Ansonsten kann ich nur sagen: Trau Dich. Auch ich bin Autodidakt und nicht sonderlich gut an den Tasten. Spannend ist ein guter Ausdruck, und ich kann Dir nur empfehlen, es einmal auszuprobieren. Das hängt natürlich auch stark von der Art der Musik ab.

      Sag‘ mal Bescheid, wenn die EP da ist.

      • Profilbild
        Henrik Fisch  AHU

        Gerne. So denn meine EP mal fertig sein sollte, was hoffentlich noch diesen Monat passiert, werde ich Bescheid geben. 🙂

        Bist Du eigentlich auf Bandcamp oder SoundCloud? Wenn ja: Unbedingt hier im Profil eintragen. Wenn nein: Durchaus mal mit dem Gedanken anfreunden. Wenn Du Deine Musik toll findest, dann gibt es sicherlich auch andere, die die mögen. 😉

        • Profilbild
          THo65   1

          Natürlich finde ich meine Musik toll… ;-))

          Ich muss mich mal mit Bandcamp beschäftigen.

        • Profilbild
          THo65   1

          Guten Morgen Henrik,
          ich wollte mir deinen Tipp zu Herzen nehmen und mich bei bandcamp anmelden. Allerdings lässt bandcamp nur ein maximales Upload-Volumen von 297MB zu. Das toppe ich leider mit jeder meiner Aufnahmen…..

          Hast Du eine Idee?

  5. Profilbild
    gaffer  AHU

    In einem Rutsch hat natürlich was von einem Live Event. Vor vielen Jahren brachten die meisten Gruppen 4-5 StudioAlben, dann ein Live Album. Manchmal hat das für mich geklappt, denn es gab Gruppen, die an ein Stück im Studio und Live aufgenommen haben und es entstanden völlig unterschiedliche Songs. Gruppen, die 1:1 ihre Studio LPs live reproduziert haben, waren für mich eher langweilig.

    Du gehst jetzt nur den Live-Weg, why not, hat was für sich und wenn‘s dir gefällt, was will ich mehr. Ich denke da aber jetzt mal an die hybriden Musiker, ganz vorne, Zappa. Der nahm die Basis eines Livekonzerts und hat nicht nur schnöde Overdubs gemacht, sondern völlig neue Ergebnisse mit Schnitten, TimeStretching, etc. erzielt. Dafür musste er Live natürlich mit Multitrackaufnahmen arbeiten. Einige Stücke sind davon richtig gut geworden, das hätte weder nur Live oder nur im Studio nicht geklappt.

    Der Einsatz für ein MultiIn beginnt für mich bei knapp 400 mit 16 In/Out, Beispielsweise mit 2 Behringer 19“ Geräten, UMC1820 und ADA8200. Das ist für einige unter ihrer Würde wg. B, ändert aber nichts daran, dass diese Wahl nicht der Grund für eine schlechte Aufnahme ist. Mixer mit MultiInterface kämen da auch noch gut, Presonus, wenn ich mich nicht irre und Tascam, sowie Zoom haben da Angebote mit ähnlicher Kanalzahl in ebenfalls angenehmem Preisrahmen.

    • Profilbild
      THo65   1

      Es ist weniger der preisliche Aspekt, den ich scheue.
      Vor vielen Jahren habe ich mit Creator und Notator angefangen, zuletzt habe ich Cubase benutzt.

      Ich habe dann aber festgestellt, dass wenn ich am Wochenende „kreativ“ sein wollte, mehr vor dem Rechner als vor den Instrumenten gesessen habe. Das liegt sicher auch an so Nebensächlichkeiten wie Fulltime-Job, Familie, Hund und Haus. Und irgendwann war ich es leid, mich jedes Mal wieder einarbeiten zu müssen.
      Aktuell nutze ich das Soundcraft 22 MTK, der kann auch die Einzelspuren übertragen – wenn man es denn will.

      • Profilbild
        Johannes Menzel

        Hallo! Ich würde, wenn der Rechner es zulässt, grundsätzlich Einzelspuren vom 22 MTK per USB abnehmen. Auch wenn das preisliche nicht im Vordergrund steht, gibt es großartige kostenfreie oder günstige DAWs (Reaper, Cakewalk by Bandlab, Tracktion/Waveform etc.) Ich würde mir da nicht die Gelegenheit nehmen lassen wollen, besonders schöne Takes nochmal abzumischen, Einzelspuren als Grundlage für neue Tracks weiterzuverwenden etc. Wenn Stereospur gewünscht, spuckt das Mischpult auch die Masterspur über USB aus, die Wandler sind wahrscheinlich nicht schlechter bei Soundcraft (allerdings 48k/24bit, richtig?).

        • Profilbild
          THo65   1

          Du meinst, ich könnte wie bisher weiter musizieren und aufnehmen (one take), parallel dazu aber die Einzelspuren aufnehmen für den Fall der Fälle?

          Das klingt Interessant….

  6. Profilbild
    Marco Korda  AHU

    Es lässt sich über jeden Aspekt trefflich streiten. Es geht aber vor allem um den eigenen Anspruch. Wenn Du doch gerne die Einfachheit ohne Nachbearbeitung vorziehst, warum solltest du dann etwas daran ändern?

    Im Hobby- oder semi-professionellen Bereich ist ein Aufwand dieser Art keine Notwendigkeit, es sei denn, jemand WILL das so. Im Profibereich kann man so wie du eher nicht arbeiten und der Anspruch an hochwertige Wandler und Nachbearbeitung ist entsprechend. Das bedeutet nicht, dass man nur so eine gute Qualität abliefern kann. Eine eindeutige Antwort auf deine Frage gibt es also m. E. nicht.

  7. Profilbild
    gaffer  AHU

    Super. Da würde ich persönlich einfach die Einzelspuren aufnehmen. Und wenn’s nur für die Pegelangleichung ist. Aber dann muss an Stelle des Zoom halt ein Rechner. Ob du das willst…

  8. Profilbild
    Ghostwalker  

    Also wenn du schon ein Mischpult hast das einzelne Spuren aufnehmen kann , dann würde ich das auf jeden Fall mal ausprobieren, denn ansonsten hätte ja auch das Soundcraft Signature 22 gereicht. Bei der meisten Hardware gibt es doch Ableton lite gratis dazu und auf youtube findet man freie Tutorials wie man diese DAW bedient. So kannst du halt nachträglich nochmal ganz unkompliziert neue Ideen in den Mixdown einbringen und auch alles besser schneiden. Gebrauchter Laptop i 5 für 150 Tacken reicht da Dicke evtl. noch ein paar Eventide oder Relab plugins wenn sie im Angebot sind und dann kannst du ja mal die Qualität der Tracks mit diesen unterschiedlichen Herangehensweisen vergleichen. Ich persönlich habe lieber mehr Möglichkeiten offen meine Tracks zu bauen . Wenn es nichts für dich ist kannst du den Laptop ja immer noch verkaufen oder einfach nur für Daten verwenden.

    • Profilbild
      THo65   1

      Das 22 MTK habe ich mir geholt, als ich noch mit Cubase beschäftigt war.
      Grundsätzlich habe ich alles, was man für das Arbeiten mit einer DAW braucht. Für den Moment habe ich mich bewusst dagegen entschieden, kommt meinem „workflow“ mehr entgegen.

      Und mehr Spaß macht es auch.

      • Profilbild
        illlumen

        Interessant ist an der ganzen Diskussion für mich, dass ich bisher im Grunde seit 15 Jahren ausschließlich in der DAW gearbeitet habe. Da habe ich echt viel Erfahrung sammeln können, was Sound Design, Mixing und Arrangements betrifft.
        Im Laufe der letzten Jahre kam aber eine in sich sehr stimmige Sammlung Synthesizer und eine Drum Machine dazu, komplettiert durch den Keystep Pro.

        Und auf einmal erwische ich mich dabei, dass ich mich zum ersten Mal in meinem Leben von der Vorstellung verabschiede, die (nachträgliche) Kontrolle über alles haben zu wollen. Das erlebe ich einerseits als befreiend, andererseits aber auch verunsichernd.
        Ich habe mein Setup erst vor kurzem soweit, dass ich rein theoretisch auch ganze Stücke in einem Rutsch ohne DAW aufnehmen könnte, weswegen ich bisher auf die Art und Weise noch solchen Track fertig habe.
        Ich habe mich öfter gefragt, ob meine Qualität (die ich bisher vom Mix her als recht sauber und ausgefeilt einzuschätze) unter dem „neuen“ Ansatz leiden würde. Zumindest das Gefrickel würde mir fehlen, glaube ich.

        Du scheinst genau anders herum an die Sache heranzugehen. Ich muss mir erst mal dein Video anschauen, damit mir ein Bild machen kann.

        • Profilbild
          THo65   1

          Ich kann Dir nur empfehlen, es mal zu probieren…!

          Natürlich muss man im Vorfeld ein wenig probieren, was die Dynamik und die Lautstärke-Verhältnisse angeht. Und wenn Du dich bei der Aufnahme verspielst, musst Du von vorn anfangen… Aber auch das kann gut sein, weil man nie das gleiche Ergebnis erhält.

          Probiere es einfach mal…

  9. Profilbild
    Ghostwalker  

    Habe mir mal grad dein youtube clip angehört und da gibts echt nicht mehr viel zum aufwerten, das Mischpult hat ja auch schon Lexicon Effekte und für den Schnitt bzw. Übergänge kann man es auch verwenden….macht so definitiv mehr Spaß wenn man nicht zu chirurgisch an die Musik rangeht,

  10. Profilbild
    Hyboid  

    Deine Frage würde ich zunächst mit einer Gegenfrage beantworten: Wie sequenzierst du denn? Im Rechner? Hardware-Sequencer?
    Dein Track klingt super! Lebendig und „live“. Cool
    Ich habe gerade einen ähnlichen Workflow wie Du, weil ich einfach genug vom Multitracking hatte und eine Pause brauchte. Bei mir wird gerade auch alles live gefahren / handgespielt, gemischt und aufgenommen.

    Multitracking sehe ich als Segen und Fluch. Segen, weil so viel möglich ist, und Fluch, weil so viel möglich ist! ;)

    Unterschätze nicht den technischen Aufwand, der nötig ist, um bei Multitracking-Betrieb alles komfortabel und latenzfrei / -arm abhören zu können, und zwar Material „vom Band“ und „live Input“ gleichzeitig. Dann die Frage, wie man den Mixdown gestaltet, nämlich „in the Box / DAW“, indem man Dry- und Wet-Signale getrennt aufnimmt und im Rechner mischt oder doch lieber „outside the Box“ mit Outboard-Equipment und dann externe 2-Track-Aufnahme.

    Das alles will erstmal eingerichtet, getestet und für gut oder schlecht befunden werden. Das kann dauern! Das Ergebnis wird auf jeden Fall ein anderes sein als das, was Du gerade machst. Wenn Du das willst, dann rate ich Dir: go for it!

    • Profilbild
      THo65   1

      Wie schon oben erwähnt, habe ich eigentlich alles, um mit einer DAW zu arbeiten. Vollkommen richtig ist der ganze Aufwand, der erforderlich ist. Das hat für mich schon weniger mit „Musik machen“ zu tun, sondern ist eher die Aufgabe für einen Mixing Engineer…. ;-)

      Freut mich sehr, wenn Dir der Track gefällt.

    • Profilbild
      THo65   1

      Sorry, habe deine Frage zum Sequenzing nicht beantwortet..

      Ich nutze Keystep und Beatstep, die internen Sequencer der Crave’s, Behringer 960 und den Vermona Melodicer

  11. Profilbild
    phyl0x1  

    Zugegeben, ich habe ja beim Lesen der Überschrift eine Augenbraue gehoben. Die hat sich dann aber auch schnell wieder gesenkt. Mir gehen Computer (bzw. MacOs / Windows um genau zu sein) immer mehr auf den Zeiger. Bevor man überhaupt loslegen kann in der spärlichen Freizeit gibt es Update-Dialoge durch die man sich klicken muss, dann läuft irgenndwas nicht mehr usw.

    Dein Vorgehen funktioniert sicherlich nicht mit jeder Form elektronischer Musik. Denke aber, dass wäre für jeden ein spannendes Experiment.

    • Profilbild
      THo65   1

      Du bringst es genau auf den Punkt.

      Und ja, ich kann jedem nur empfehlen, es mal zu probieren. Macht viel Spaß, und spannend ist es auch.

    • Profilbild
      Hein Schlau  AHU

      Geht mir auch so, ich habe auch festgestellt, dass langes Rumfrickeln an Tracks irgendwie die Frische der ursprünglichen Idee ruiniert. Und richtig Spaß macht es auch nicht und fühlt sich wie Arbeit, statt wie Musikmachen an. Ich habe auch keine Lust mehr, 20mal den gleichen Take einzuspielen, dann lieber Low-Fi. Die „Authenzität“ ist mir dabei gar nicht wichtig, es muss sich nach Vergnügen anfühlen und nicht nach Maloche.
      Beim Photographieren habe ich das gleiche Phänomen, wie viele bin ich teilweise wieder beim Film gelandet und digitale Aufnahmen gehen maximal einmal über zwei verschieden eingestellte Nachbearbeitungen.

      Einer der besten Alben des Punks (Hüsker Düs „Zen Arcade“) wurde bis auf einen Song „First Take“ aufgenommen und kling deshalb noch immer frisch.

  12. Profilbild
    vssmnn  AHU

    Brauche ich ein Audiointerface?
    Brauche ich eine Systemkamera?
    Brauche ich analoge Musikinstrumente?
    Brauche ich vegetarisches Essen?
    Brauche ich Knöpfe zum Drehen?
    Braucht jemand meinen Output?

  13. Profilbild
    Gimdi

    HAllo, dein Mixer hat ein eingebautes Audiointerface. MIt dem nehm ich 22 Spuren getrennt in Logic auf und kann diese im Nachhinein wieder am Mixer bearbeiten .
    VG

  14. Profilbild
    Gimdi

    Vergessen zu schreiben, bei mir laufen auch sequenzer , drumcomputer und synth live ;
    später kann ich dann die einzelnen Audiospuren bearbeiten, wenn ich will.

  15. Profilbild
    Blechgewitter

    Wie geil ist das denn? Und nein, ein anderes Audiointerface brauchst Du für Deine Zwecke nicht! Die Verbesserung im Mü Bereich auf der Audioseite ist nur mit einem meines Erachtens zu hohem lerntechnischen und finanziellen Aufwand zu bewältigen… da geht nur Kreativität und Zeit flöten und ich weiß, wovon ich spreche, besitze selbst Rme Hardware und Logic. Lass Dein Set Up wie es ist und arbeite lieber weiter an weiteren Stücken… Topp

    • Profilbild
      Henrik Fisch  AHU

      > Wie geil ist das denn? […]

      Genau das habe ich mir beim Lesen der Story von THo65 auch gedacht. Und dann habe ich mir die Musik auf YouTube angehört … und das noch mal gedacht. 🙂

  16. Profilbild
    Deepmind  

    ich gehe im Prinzip ähnlich vor…
    nur dass ich bis zu 16 (oder sogar24) kanäle auf einmal aufnehme.
    Ich verwende dabei keinen Rechner, mein Recorder ist ein Fostex D2424,
    Evtl werden anschließend noch Vocal-Tracks aufgezeichnet.
    abgemischt wird dann über den 24 spur Inline Mixer analog,
    dazu muss halt 2x gewandelt werden.
    bin allerdsings mit der Qualität zufrieden

  17. Profilbild
    moinho  

    Grundsätzlich: schöne Idee! Gerade wenn ich nicht im Computer arbeite, nutze ich auch gern so ein kleines Zoomdings, weil…Computer nicht anschalten erhöht die Lebensqualität ;). (Leider hat mein schönes, altes Pioneer CT-95 nen mechanischen Defekt, sonst könnts auch auf Band gehen – wäre das gedanklich ne Option für Dich?)

    Eine Anmerkung (auf das Risiko hin, daß ich den Artikel nicht richtig verstanden habe): Du beschreibst, daß Du den Zoom mit dem Kopfhörerausgang treibst. Ohne die Details zu kennen, vermute ich, daß die Verwendung von einem anderen Ausgang (Main, oder ne unbenutzte Subgruppe) besser wär‘ von klanglichen Aspekten (insbesondere SNR).

    Und ich schließe mich den anderen Kommentatoren sinngemäß an: Zoom ist üblicherweise kein Schrott, für nen klassisches Interface gibts m.E. keinen Grund.

    • Profilbild
      THo65   1

      „Computer nicht anschalten erhöht die Lebensqualität“,,,,, weise Worte.

      Aufnahme auf eine Bandmaschine wäre dann wirklich vollkommen analog (dann würde auch meine Artikel-Überschrift passen). Meinst Du, das würde unter klanglichen Aspekten noch etwas ausmachen?

      Ja,, Du hast richtig verstanden, die Aufnahme läuft über den Kopfhörerausgang in einen kleinen Mackie HM-4 und dann in den Zoom. Mit SNR (Noise?) habe ich für mich keine hörbaren Probleme. Die Subgruppen missbrauche ich als zusätzliche Effektkanäle….

  18. Profilbild
    Lapin  

    cooler Ansatz

    nötig is audio Interface bei dir sicher nicht. aber nachdem die Frage war

    ich würd entweder multitrack recording mit dem soundcraft versuchen oder auch eine Möglichkeit wäre das zoom Dings mit einem uad apollo Solo ersetzen. damit könntest du direkt bei der Aufnahme noch plugins auf der Summe hinzufügen.

    warsch entweder eine preamp oder Kompressor oder eq oder tape Emulation für bissl extra vibe.
    aber wie gesagt nötig isses nicht

  19. Profilbild
    illlumen

    Ich habe mir jetzt einmal dein Stück angehört.
    Es klingt hier über meine Anlage sehr stimmig und homogen. Wenn du dich auch damit wohl fühlst, würde ich nicht sagen können, dass Aufnahme der Einzelspuren unbedingt etwas bringt.
    Außer du hast vor, nachträglich etwas zu bearbeiten. Aber so wie dich verstanden habe, bist du ja auch zufrieden mit dem Arrangement.
    Mir gefällt dein Stil sehr. Ist genau meine Wellenlänge, die Mischung aus atmosphärischen Sachen und den rhythmischen Sequenzen. Großartige Arbeit!
    Schon ein Album in Planung?

    • Profilbild
      THo65   1

      Vielen Dank für Deinen Kommentar, das freut mich sehr.

      Im Moment hadere ich mit bandcamp, da meine Stücke als wav-Datei definitiv zu groß sind.
      Mal sehen, ob vielleicht ein anderes Format besser klappt.

  20. Profilbild
    Einfach Lucas

    Hallo zusammen,
    wie schön, so viele verschiedene Erfahrungen und Überlegungen über ein vermeintlich geklärtes Thema lesen zu können. Zusammenfassend bleibt doch meines Erachtens folgende Frage entscheidend:

    WOZU sollen die Aufnahmen dienen?

    Muss unbedingt etwas zum Vertrieb geeignetes entstehen? Ist es nicht vielleicht sogar von Vorteil keine fertige Produktion (EP/LP) als höchstes Ziel anzuvisieren? Denn in allererster Linie geht es doch um dieses unvergleichbare Gefühl das beim Jam mit mehreren Instrumenten entsteht wenn alles passt und man „eins mit dem System“ wird.

    Zum Beispiel muss für mich persönlich alles schnellstmöglich startklar zum Abheben sein und beim Justieren der Gerätschaften noch schnell ein Kabel in den mobile Recorder zu führen und REC zu drücken erfordert weder Zeit noch Konzentration und funktioniert IMMER.
    So kann der kreative Flow fließen wie er will und nach der Landung dient die Aufnahme als lehrreiche Reflexion in Bezug auf mögliche Verbesserungen, die man im nächsten Jam dann beherzigen kann.

    Mit genügend Übung und Struktur sind diese Live-Mixes ja dennoch zur Vermarktung oder zumindest Verbreitung geeignet und finden sicherlich ihre gespannten Zuhörer.

  21. Profilbild
    Hagen

    Ich nutze seit kurzem auch ein Signature Multitrack (vorher 12, jetzt 22). Ich mache zusätzlich zum Stereo-Master eine Multitrack-Aufnahme in der DAW sozusagen als Backup, falls ich später doch noch mal an den Mix ran muss/will.

    Aber Ziel ist für mich auch, nur die Stereosumme direkt aus dem Mixer weiterzuverwenden. Ich war überrascht, dass man auch ohne viel Plugin-Gezauber einen ordenlichen Mix hinbekommt. Das frühere DAW-Gefrickel vermisse ich gar nicht.

    • Profilbild
      THo65   1

      Hallo Hagen,
      das Soundcraft ist schon ein feines Gerät. Die internen Lexicon-Effekte sind meiner Meinung nach schon sehr gut.
      Zusätzlich „missbrauche“ ich die beiden Subgruppen als zwei weitere Effektkanäle, was sehr gut funktioniert.

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