Die Top DJ-Controller für Serato DJ für Einsteiger und Profis
Inhaltsverzeichnis
Nachdem wir euch in der letzten Woche eine Übersicht an aktuellen 2-Kanal DJ-Controllern präsentiert haben, die alle samt die beliebte DJ-Software Serato DJ unterstützen, soll es heute um die 4-Kanal DJ-Controller gehen.
Die Übersicht stellt dabei keine „Rangliste“ dar, sondern einen Überblick über die verschiedenen DJ-Controller mit ein paar Funktionen und die Hersteller folgen in alphabetischer Reihenfolge.
AlphaTheta DDJ-GRV6
Mit dem AlphaTheta DDJ-GRV6 haben wir in unseren Augen einen der spannendsten DJ-Controller der letzten Jahre. AlphaTheta gehört zum selben Mutterkonzern wie Pioneer DJ und man erkennt viel von der Pioneer DJ DNA wieder, wobei das gesamte Design etwas gesetzter wirkt. Dementsprechend wird es niemanden überraschen, dass der DJ-Controller auch mit rekordbox verwendet werden kann. Das wichtigste Feature ist hier der Groove Circuit. Dabei können die Drums eines laufenden Tracks nahtlos gegen andere Drums ausgetauscht werden. Eine, wie wir finden, kreative Neuerung im gesamten Stem-Handling. Natürlich kann der DJ-Controller auch mit Serato DJ Pro verwendet werden und hier bekommt man unserer Meinung nach letztendlich immer noch den besten Algorithmus in Sachen Stem. Die Groove-Circuit-Sektion des AlphaTheta DDJ-GRV6 kann dann mit einem mitgelieferten Cutout abgedeckt werden und dient dann dem Handling von Stems.
Einziger Wermutstropfen ist, dass dieser 4-Kanal DJ-Controller leider nur über einen Cinch-Ausgang und keinen XLR-Ausgang verfügt. Nichtsdestotrotz erhält man hier einen ansonsten vollwertigen DJ-Controller, der durch seine Features und die große Effektpalette punkten konnte.
Preis: 849,- Euro
Test: AlphaTheta DDJ-GRV6
Numark NS4FX
Von allen Controllern in der Übersicht ist dies hier der neueste. Gerade im April haben wir diesen getestet und der Name ist Programm. Der 4-Kanal DJ-Controller bietet eine Effekt-Steuerung in der Mixer-Sektion samt Effekt-Wippen, 6 Zoll Jogwheels mit On-Jog-Display und neben einem 3-Band-EQ auch ein Filter-Poti pro Kanalzug.
Über einen Aux-In kann eine externe Quelle angeschlossen werden – als standalone Mixer kann der Numark NS4FX jedoch nicht genutzt werden.
Punkten kann der Controller im Test durch die leichte Bedienung und die Jogwheels. Zudem ist der Controller kompakt, perfekt für Einsteiger und bietet dank erster Pro-Abos einen Einblick in verschiedene Streaming-Dienste.
Preis: 378,- Euro
Test: Numark NS4FX
Pioneer DDJ-FLX10
Wer die Geräte von Pioneer DJ mag, findet mit dem DDJ-FLX10 einen wunderbaren Verbündeten, mit dem man neben Serato DJ Pro natürlich auch auf rekordbox setzen kann. Der Look verrät es und hier ist alles nah am Standard-Club-Setup gehalten. Die Mixer-Sektion im Stil der DJM-Serie verfügt über Sound-Color-FX und die typischen Beat-FX, wobei auch hier das Thema Stems nicht zu kurz kommt. So kann man hier über dedizierte Buttons auf den Track-Decks bestimmte Stems auf Wunsch stummschalten und auch in der Beat-FX-Sektion kann man entscheiden, welche Stems durch die Effekte bedingt sein sollen.
Bei Verwendung von Serato DJ Pro werden die Stems Bass und Melody unter dem Namen Instrumental zusammengefasst und können so nahtlos am DJ-Controller stummgeschaltet werden.
Ein Blick auf die Rückseite zeigt, dass hier an nichts gespart wurde. Neben XLR und Cinch für den Master-Out und der klassischen 6,3 mm Klinkenbuchse für den Booth-Out haben wir hier neben den zwei verbauten Audiointerfaces mit USB-C auch die Möglichkeit, für jeden Kanal des Pioneer DDJ-FLX10 eine externe Audioquelle anzuschließen. Darüber hinaus ist auch eine Lichtsteuerung über DMX möglich. Dies bleibt jedoch der Nutzung mit rekordbox vorbehalten.
Preis: 1599,- Euro
Test: Pioneer DDJ-FLX10
Pioneer DJ DDJ-REV7
„Meilenweit der Konkurrenz überlegen“ – so schreibt unser Tester nach dem ausgiebigem Test des neuen DJ-Controllers von Pioneer DJ für Serato DJ Pro. Die Kombination eines Pioneer DJM-Battle-Mixers mitsamt Control-Decks mit motorisierten Jogwheels samt On-Jog-Display und Steuerungsmöglichkeiten macht den DDJ-REV7 für Turntablisten zu einem mächtigen Werkzeug. Mächtig? Ja. Satte 11 kg bringt der Controller auf die Waage.
Dafür bietet der DJ-Controller einen DJM-S7-Mixer in der Mitte mitsamt 8 Peformance-Pads pro Kanal und Effekt-Steuerung samt Effekt-Wippen und einem kleinen Display. Zudem gibt es einen (einstellbaren) Magvel Crossfader.
Die Control-Decks bieten einen Pitchfader samt Sync und Key-Lock, Loop-Sektion und Instant-Doubles wie auch Key (falls Pitch ’n Time aktiviert ist). Zudem gibt es den neuen Instant-Scratch-Effekt mit vier Pads.
Besonderes Hauptaugenmerk liegt natürlich auf den motorisierten Jogwheels samt Displays im Inneren, die die notwendigen Infos zu den Tracks liefern, aber auch eine mitlaufende Wellenform und Scope, wenn gewünscht. Hier kann auch ein virtueller Marker gesetzt werden.
Vier Slip-Sheets als Slip-Mats unter der „Vinyl“ bieten die Möglichkeit, den Widerstand nach eigenen Wünschen einzustellen, der Motor konnte im Test überzeugen.
Pluspunkt zudem: Der DDJ-REV7 kann als standalone Mixer genutzt werden und bietet Anschlussmöglichkeiten für 2x Line, 2x Phono und einen Aux-In wie auch für zwei Mikrofone. Zudem verfügt der REV7 über ein duales Audiointerface und kann somit nahtlos von 2 DJs parallel genutzt werden.
Preis: 1999,- Euro
Test: Pioneer DJ DDJ-REV7
Rane Four
Rane und Serato DJ Pro werden oft in einem Atemzug genannt. Schließlich gab es jahrelang die beliebten Audiointerfaces, die für den Einsatz von DVS Serato DJ Pro notwendig waren, von eben dieser Marke. Dazu gesellten sich diverse Mixer mit eingebauten Soundkarten und eben auch passende DJ-Controller.
Mit dem Rane Four gibt es einen maßgeschneiderten DJ-Controller für Serato DJ Pro, der einen großen Fokus auf die Stem-Funktion legt. Grundsätzlich haben wir natürlich einen 3-Band-Equalizer pro Kanal mit zusätzlichem bipolaren Channel-FX-Poti und eine Reihe von Software-, aber auch Hardware-FX. Ein Blick auf die Rückseite zeigt die Möglichkeit, zwei externe Audioquellen in Form von Mediaplayern oder Plattenspielern anzuschließen. In Kombination könnte der DJ-Controller somit auch als DJ-Mixer verwendet werden. Natürlich sind hier zwei Audiointerfaces eingebaut, die einen einfachen Wechsel zwischen DJs oder Back-to-Back-Sets ermöglichen.
Die vollgepackte Oberfläche des Rane Four ermöglicht uns das direkte Setzen von Loops oder Beat Jumps und mit den Performance-Pads können acht Modi bedient werden, sodass keine Wünsche offen bleiben sollten.
Wie bereits erwähnt, hat der Hersteller hier sehr viel Wert auf das Handling der Stems gelegt. Über die Performance-Pads lassen sich die einzelnen Stems (Drums, Bass, Melody, Vocal) an- und ausschalten. Für einen schnelleren Eingriff und exemplarisch für einen anderen Pad-Modus kann man aber auch über dedizierte Buttons direkt in das Geschehen eingreifen und aus einem laufenden Song ein Instrumental oder Acapella machen.
Noch weitergehend ist dies mit den Buttons auf der rechten Seite des Jogwheels möglich. Mit diesen können die beiden Stems über die Mixer-Kanäle weiter manipuliert und auch mit verschiedenen Effekten bearbeitet werden.
Preis: 1499,- Euro
Test: Rane Four
Rane Performer
Der Rane Performer bietet alle Vorteile des Rane Four, so haben wir auch hier die Möglichkeit, externe Audioquellen anzuschließen und auch die Vielzahl an Effekten und Stem-Möglichkeiten. Das Hauptmerkmal dieses DJ-Controllers sind aber ganz klar die motorisierten Jogwheels. Diese sind mit einem Display ausgestattet, das die wichtigsten Informationen über den aktuellen Track und die Waveform anzeigt, damit man sich mehr auf das Gerät als auf den Computer konzentrieren kann. Die Jogwheels sind super verarbeitet und durch die Oberfläche kommt ein leichtes Vinylfeeling auf. Gerade auch durch die Seiten der Jogwheels mit der klassischen Tellerkranzoptik wird das Ganze noch verstärkt. Für dieses Feature zahlt man allerdings auch mehr als beim Rane Four.
Preis: 2049,- Euro
Test: Rane Performer
Reloop Mixon 8 Pro
Mit dem Reloop Mixon 8 Pro haben wir einen weiteren 4-Kanal DJ-Controller, der auf Serato DJ abgestimmt ist. Etwas kleiner als die anderen hier genannten Geräte, bietet er dennoch alle Finessen. Neben den 4 Kanälen mit 3-Band-Equalizer und bipolarem Filter können weitere Effekte über Effektschalter aktiviert werden. Das Jogwheel ist hier etwas kleiner, verfügt aber ebenfalls über ein Display im Jogwheel, welches grundlegende Informationen zum aktuellen Song anzeigt. Tempo, Pitch und die verstrichene bzw. verbleibende Zeit. Über die FX-Units, die sich auf den Track-Decks befinden, können die Effekte tiefgreifend angepasst werden und auch der Blick auf die Rückseite des Reloop Mixon 8 Pro kann sich sehen lassen. Hier kann das Signal des Master-Ausgangs über XLR und Cinch ausgegeben werden und tatsächlich lässt sich für jeden Kanal des DJ-Controllers eine externe Klangquelle anschließen. Außerdem sind hier zwei Soundkarten eingebaut. Die eine Soundkarte kann entweder klassisch an einen Rechner angeschlossen werden oder bei Bedarf auch via USB-C mit einem iOS-Gerät verbunden werden, so dass hier neben Serato DJ Pro auch die djay Software von Algoriddim genutzt werden kann. Wer diese nutzen möchte, kann die Rille auf der Oberseite des DJ-Controllers nutzen, um das iPad im passenden Winkel aufzustellen.
Preis: 849,- Euro
Test: Reloop Mixon 8 Pro







































