Die größten Gitarren-Flops aller Zeiten

3. Februar 2019

Die größten Gitarren-Flops aller Zeiten

Die größten Gitarren-Flops aller Zeiten

Die größten Gitarren-Flops aller Zeiten

Jahr für Jahr werden wir mit lauter tollen Produkten überhäuft, die uns das Leben leichter machen sollen und wir freuen uns über clevere Ideen, interessante Konzepte und exotische Produkte. Allerdings vergreifen sich manche Hersteller auch mal in ihren Ideen und man kann als Verbraucher nur davor stehen und sich wundern, wer da grünes Licht gegeben hat. Manchmal ist das Timing auch nur mies oder der Markt hat gerade gar keinen Bedarf für solche Dinge. Hier sind die größten Gitarren-Flops von Marken, die es eigentlich besser wissen sollten.

Die größten Gitarren-Flops: Moog E1

Die größten Gitarren-Flops

Moog E1 Gitarre

Vorgestellt im Jahr 2008 war die Moog E1 eigentlich ein sehr vielversprechendes Konzept und zudem ein optisch ansprechendes Instrument mit einer Menge technischer Neuerungen, die wahre Vorteile boten. So dachte man zumindest. Die Idee war, eine Gitarre mit einem Synthesizer zu kreuzen, ohne dabei die Gitarre zu stark zu verfremden und auf den ersten Blick gelang das Ganze auch recht gut. Man konnte die Gitarre ganz normal verwenden, wenn man wollte und sie funktionierte ausgezeichnet als schönes Instrument mit guten magnetischen Pickups an jedem Amp.

Richtig los ging es aber mit den ganzen Zusatz-Features. So hatte die Gitarre einen eingebauten „Endless Sustain“, der nach einem ähnlichen Prinzip funktionierte wie der E-Bow. Die Saiten werden über ein magnetisches Feld in Schwingung gebracht und gehalten, nur dass die E1 dies bei allen Saiten der Gitarre leisten konnte. Ebenso konnten die Saiten durch die Gitarre elektronisch gedämpft werden, was eine sehr praktische Funktion sein kann, die etwa im Heavy-Bereich Anwendung finden könnte und man konnte die Dämpfung sogar stufenlos einstellen. Auch konnte eine Saite alleine mit dem Endless-Sustain-Effekt verwendet werden, während die anderen gedämpft wurden. Auch konnte man die Pickups individuell dämpfen oder ihnenSustain verschaffen, was zu interessanten Harmonien führte.

Darüber hinaus verfügte die Gitarre über eine Vielzahl an Filtern sowie eine Menge weiterer Möglichkeiten, um den Sound zu bearbeiten, wie zum Beispiel einem dynamischen Wah-Effekt, der direkt in die Gitarre eingebaut war. Alle diese Optionen ließen sich auch über ein eigens für die Gitarre entwickeltes Expressionpedal steuern. Ein neuartiges Instrument also, das vieles anders macht als herkömmliche Gitarren und eine Fülle an Möglichkeiten bietet, die man in Jahren des Herumexperimentierens nicht hätte ausschöpfen können. Also genau das, was Gitarristen nicht mögen …

Anders als bei Synthliebhabern sind Gitarristen meist sehr skeptisch, was die Integration von Technik und vor allem neuer Elektronik in die Gitarre selbst angeht. Und so war es auch bei der Moog E1. Sie war einfach zu kompliziert und zu umfangreich und wenn man ehrlich ist, hatten nur sehr wenige Gitarristen nach diesen Möglichkeiten gefragt. Die E-Gitarrenwelt könnte kaum konservativer sein. Selbst wenn die Entwicklung in den frühen Sechzigerjahren stehengeblieben wäre, wären gut 90 Prozent der Gitarristen bis heute komplett zufrieden und das wurde gerade um das Ende der 2010er herum durch das Aufkommen einer neuen Retrowelle und einer Bewegung hin zum Minimalismus nur noch verstärkt.

Obwohl die E1 ein super Instrument war, wurde sie komplett am Markt vorbei entwickelt und auch der unverschämt hohe Preis sowie das haarsträubend hölzerne und unübertroffen lahme Marketing halfen da auch nicht gerade weiter.

Die größten Gitarren-Flops: Peavey AT-200

Die größten Gitarren-Flops

Peavey AT-200

Die gleiche Lektion des Technikskeptizismus musste auch Peavey über sich ergehen lassen und das erst vor wenigen Jahren. Das Ganze passierte in Gestalt der Peavey AT-200. Einer Gitarre, die auf den ersten Blick ganz normal wirkt, es aber in sich hat. Unter den Plastikabdeckungen auf der Rückseite beherbergt die AT-200 nämlich einen leistungsfähigen Antares Autotune-Chip, der in Echtzeit die von den Pickups kommenden Frequenzen überprüft und gegebenenfalls angepasst, das heißt in die passende Frequenz pitcht. Peavey reiht sich damit in eine längere Reihe von Lösungen ein, die dem Spieler das lästige Stimmen der Gitarre abnehmen soll. So wie ein paar Jahre zuvor Gibson mit dem RoboTune-System den Markt erobern wollte.

Genau wie Gibsons Kandidat, konnte sich aber auch das Peavey-System nicht durchsetzten und das hat mehrere Gründe. Alleine der Gedanke an eine digitale Einmischung in das Signal lässt viele Gitarristen in Verteidigungsstellung gehen und das ganze Konzept wirkt ja auch etwas zu gut, um wahr zu sein. Dabei muss man sagen, dass es wirklich gut funktioniert. Erst mal auf jeden Fall. Die Gitarre lässt sich sozusagen per Knopfdruck stimmen. Und zwar on the fly! Zudem kann auch einfach ein offener Akkord gegriffen werden und die Gitarre stimmt sich in Sekundenbruchteilen auf eben diesen Akkord.

Zudem kontrolliert die Gitarre während des Spielens ständig die Intonation und passt diese wenn nötig an. Praktisch lässt sich die Gitarre als im schlechtesten Zustand und völlig falsch eingestellt immer stimmstabil spielen. Zudem erkennt die Gitarre, ob man per Bending oder Vibrato versucht die Tonhöhe gewollt zu manipulieren und folgt diesen Änderungen in der jeweils richtigen Tonhöhe und das Ganze mit recht wenig Latenz.

Leider setzte man bei Peavey ein wenig zu sehr auf die Ausbügelungsfähigkeiten des Antares-Systems und da die Gitarre praktisch gar nicht verstimmt werden noch unter Intonationsproblemen leiden konnte, gab man sich gar nicht erst so richtig Mühe mit der Gitarre, die dann doch recht schlecht in Stimmung gehalten wurde (physikalisch). Zudem klang das angepasste Signal, gerade bei großen Abweichungen vom Original, doch sehr künstlich und es tauchten Artefakte im Sound auf, die man so nicht gebrauchen konnte. Das mit der Latenzfreiheit war auch nur eingeschränkt richtig und es gibt nichts, aber auch gar nichts Schlimmeres als Latenz beim Gitarrespielen über digitale Geräte! Urgh!

Zu guter Letzt kam noch das Problem des haptischen Feedbacks hinzu. Wenn man eine Gitarre in Drop-D spielt, dann erwartet man auch ein gewisses Gefühl, ebenso wenn man ein Capo anlegt. Das geht dann auch ziemlich flöten, was ganz schön irritierend sein kann. In der Folge blieb die Gitarre ein Gadget und von der ersehnten „Revolution der E-Gitarre“ blieb nicht allzu viel übrig und heute gehört die AT-200 unter die größten Gitarren-Flops.

Bei so etwas stellt sich immer die Frage: Braucht die Welt das? Sicher ist es eine Leistung, die man anerkennen muss und sicherlich gibt es Anwendungsbereiche, in denen das Ganze sinnvoll ist, zum Beispiel wenn man auf der Bühne sehr häufig offene Tunings verwendet. Aber es sollte doch auch möglich sein, sich die paar Sekunden Zeit zu nehmen, die Gitarre richtig zu stimmen und vielleicht in bessere Hardware zu investieren, wenn die Gitarre Mucken macht. So schlimm ist das ja wohl auch nicht, oder?

Na ja, fragen wir mal den nächsten Kandidaten …

Die größten Gitarren-Flops: Floyd Rose SpeedLoader

Die größten Gitarren-Flops

Floyd Rose Gitarre mit Speedloader Vibratosystem

Es gibt Geschichten, die tun richtig weh, wenn man sie hört. Auch Floyd Rose haben so eine Macke in der Firmenhistorie, die zu den größten Gitarren-Flops aller Zeiten gehört. Als Ende der Siebzigerjahre das erste Vibratosystem der Marke auf den Markt kam, war man einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Der Heavy Metal gewann immer mehr an Fahrt und Gitarren wurden mehr malträtiert als je zuvor. Ein solides und stimmstabiles Vibrato mit einem riesigen tonalen Umfang und absoluter Zuverlässigkeit war also das Gebot der Stunde und Floyd Rose lieferte genau das. Es war zwar etwas groß, schwierig einzustellen und mag (da teilen sich die Meinungen) etwas Sound geschluckt haben, aber es war von modernen Metal-Gitarren nicht mehr wegzudenken und wurde integraler Bestandteil des Instrumentes.

Im Jahr 1991 entschied sich Floyd Rose dazu, einen Nachfolger für ihr Vibrato zu entwickeln und man machte sich mit viel Ehrgeiz und anscheinend viel Geduld an die Arbeit. Immerhin dauerte die Entwicklung gut 12 Jahre und verschlang gut 150.000 Dollar an Entwicklungskosten. Das Ergebnis war das SpeedLoader Vibrato und wieder schien man sich zur richtigen Zeit auf den Markt bewegt zu haben, war man doch inmitten der Nu-Metal Bewegung und Divebombs wurden wieder in.

Doch leider blieb der Bombenpart für das neue System aus und der Dive ging geradewegs in den Keller. Zwar hatte man es geschafft, mit dem SpeedLoader die meisten Nachteile des Systems auszubügeln. So war keine komplizierte Feineinstellung mehr notwendig, um das System auszubalancieren und es wurde mit einem werksseitigen „Tremstop“ verkauft. Zudem sah es schick aus und hatte ein flaches Profil bei gleich guter Funktionsweise wie das Original. Zudem gab es auch eine Stop-Tail-Version, die es leider auch unter die größten Gitarren-Flops schaffen würde.

Jedoch baute man einen monumentalen Nachteil in das System ein, der das ganze Projekt krachend scheitern lassen sollte: Das SpeedLoader System funktionierte nur mit dedizierten Saiten für exakt dieses System sowie der genauen Mensur. Die Saiten waren vorher auf eine exakte Länge mit minimalen Toleranzen vorgekürzt und hatten spezielle Enden, die nur in den Vibratoblock und den Sattel des Speedload-Systems passten. Man musste also die richtigen Saiten für die eigene Gitarre finden, immer genug Ersatz dabei haben und beten, dass das Holz nicht so viel arbeitete, dass die Feineinstellung an ihre Grenzen stieß. Zudem weigerte sich Floyd Rose, das System von anderen Marken unter Lizenz bauen zu lassen, was den Preis oben hielt. Natürlich hatte da keiner Lust drauf und das System blieb weitestgehend ein Ladenhüter, zumal auch kaum ein Händler die passenden Saiten verkaufte.

Die größten Gitarren-Flops: Gibson Reversed Flying V

Von Jahren der Entwicklungsarbeit und vorsichtiger Planung zum wahrscheinlich genauen Gegenteil: Gibsons Reversed Flying V! Wenn ich für eine große Gitarrenmarke einen Aprilscherz designen sollte, hätte mir persönlich nichts Besseres einfallen können als diese Axt. Die originale Flying V musste man schon immer irgendwie mit dem eigenen Stil vereinbaren können. Das Styling ist schon sehr forsch, um es milde auszudrücken, aber genau diese aggressive Pfeilform und das nach vorne Treiben, das der Look vermittelt, hat mit den Jahren einige Fans gewonnen und man hat sich irgendwie daran gewöhnt. Ja, sie fast lieben gelernt.

Klar, dass Gibson hieran anknüpfen wollte und einen Nachfolger für die Flying V entwarf, der zwar anders war als das Original, zugleich aber vom gleichen Wiedererkennungswert profitierte (entweder das oder ein Arbeiter in der Fabrik legte den Body versehentlich falsch herum in die Fräse). Heraus kam die Reversed Flying V, bei der der Body einfach umgedreht wurde und sich die Kopfplatte ebenfalls nach außen öffnete. Sonst blieb alles gleich.

Die größten Gitarren-Flops

Gibsons Reverse Flying V …  was soll man da noch sagen?

Durch das neue Styling verschwanden die unpraktischen Hörner der Gitarre, tauchten aber an einer noch unpraktischeren Stelle wieder auf. Zudem verschwand die Auflagefläche für den rechten Unterarm vollkommen und auch das letzte bisschen Kompromiss, das die Flying V noch bot, dass man sie mit dem unteren Horn zwischen den Beinen noch gerade so im Sitzen spielen konnte, ging so verloren. Da wären nur 90 Grad Rotation noch praktischer gewesen. Wer hat das Projekt so bitte durchgewunken?

Dabei hat Gibson ja wirklich einen riesigen Vorteil: Ähnlich wie bei Harley Davidson oder AC/DC kaufen Gibson-Fans blind alles, auf dem das Logo darauf ist, ungeachtet des Preises oder der tatsächlichen Qualität. Doch selbst das konnte die Reversed Flying V letztendlich nicht retten.

Die größten Gitarren-Flops: Fender Stratacoustic

Stratacoustic. Der Name! Der Name sagt schon alles. Solche Wortschöpfungen erlauben wir uns nicht mal bei AMAZONA.de und ich für meinen Teil bin da ja ziemlich schmerzfrei. Aber die Methode dahinter ist nicht schlecht. Die Stratocaster, zu Recht so ziemlich das beliebteste und bekannteste E-Gitarrenmodel überhaupt, soll auch andere Produkte verkaufen. Zum Beispiel eine akustische Gitarre. Also versuchte man, sich so nah wie möglich an dem Vorbild zu halten. So war der Hals ziemlich nah am E-Gitarrenhals, was die Dimensionen und das Feeling betraf. So weit, so gut. Das ist ja auch ein sehr gutes Vorbild. Auch die Kopfplatte war natürlich von der Stratocaster abgeschaut. Und auch diese funktionierte. Leider verhagelte man es beim Korpus dann vollkommen. Bei dem Versuch, das ganze Instrument so flach wie möglich zu gestalten, griff man auf Glasfaserkunststoff für das Korpusmaterial zurück und man versah lediglich die Oberseite mit einer Decke aus echtem Holz.

So klang die Gitarre einfach dünn und charakterlos. Zudem war man sich wohl auch bei Fender nicht ganz sicher, ob man so hinter dem Projekt richtig stand oder nicht, denn man baute die Strataucoustic mit den billigsten Zutaten, die man finden konnte und das versetzte dem Instrument wohl den Todesstoß. Auf jeden Fall verschwand die Gitarre wieder in der Versenkung und Fender würde sie als einen der größten Gitarren-Flops ihrer Geschichte wahrscheinlich am liebsten vergessen.

Die größten Gitarren-Flops

Fender Stratacoustic

Fazit

Haben wir die größten Gitarren-Flops gefunden oder eure Lieblinge durch den Dreck gezogen? Lasst uns in den Kommentaren wissen, was ihr von der Auswahl haltet und welche Produkte ihr als die größten Gitarren-Flops der Liste hinzufügen würdet. Wir freuen uns auf eure Beiträge!

Forum
  1. Profilbild
    tantris  

    Die aufgeführten Gitarren sind sicher nur die Spitze eines Eisbergs. Mindestens wöchentlich werfen diverse Hersteller neue Gitarren-Modelle auf den Markt. Wozu?

    Am Ende bestehen diese Modelle doch alle nur aus einer Hals-Korpus-Konstruktion, Tonabnehmern, Tunern und Saiten. Mal blau, mal grün lackiert, mal unterschreibt der Spieler X, mal der Spieler Y. Im Blindtest werden die meisten Hörer keine wesentlichen Unterschiede ausmachen können.

    Meines Wissens hängen diese Instrumente wie Sauerbier in den Läden, weil die Nachfrage fehlt. Das zeigt sich allein an der Anzahl der Kommentare hier auf dieser Seite, immer wenn ein neues Modell vorgestellt wird. Die Anzahl der Kommentare pendelt im Durchschnitt vermutlich um einen Wert < 1. Zu analogen Synthesizern dagegen, die meistens einem Feldtelefon aus dem zweiten Weltkrieg ähneln, haben viele etwas zu sagen und würden eines dieser Transistor-Altersheime sogar kaufen. Man nennt das ganze wohl "Zeitgeist". Der wird sich auch wieder ändern. Eventuell kommen bald Gitarren wieder in Mode, während die Synthesizer in einer Vitrine bzw. im altägyptischen Museum verstauben.

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    dr noetigenfallz  

    Nachdem ich im Musikladen gewesen bin, habe ich deinen Artikel gelesen. Von Fender gibt es jett Acoustasonic-Gitarren. Sie erinnern überaus an diese Stratacoustics aus dem Artikel. Mal sehen, wie dieser neue Versuch endet.

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      tilmann.seifert  RED

      Hey, ja das hatte ich auch gesehen, kurz nachdem ich den Artikel geschrieben hatte. Die sollen ja wenigstens aus Holz gebaut sein und haben einen magnetischen pick up. Mit Sicherheit finden die auch ihre Fans, wenn sie mit etwas mehr Mumm gebaut werden als die strataucoustics.

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      iggy_pop  AHU

      Und die VOX Orgelgitarre.
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      Aber die war kein Flop. Schließlich hat Ian Curtis so eine gespielt.
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      Ach ja, die Ovation Breadwinner fehlt auch noch in der Raupensammlung.
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      Und die Jerry Jones Sitargitarre, die immer wie ein Eierschneider klang.
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      Und die italienischen Billiggitarren, die im Prinzip allesamt Flops waren und deshalb heute „Kult!“ sind.
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      Jan Steiger  RED

      Von der Bond hab ich heute Nacht geträumt. Ohne Scheiss :D
      Das Ding stand früher in einem meiner Stammmusikläden und hat mich irgendwie fasziniert. Zum Glück hab ich das Gerät nie gekauft…

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    iggy_pop  AHU

    Daß die Moog E1 auf die Schnauze fiel, geschah ihr irgendwie recht — das eingebaute Sustain-System ist ein Feedbacker, der ursprünglich von Maniac Music unter dem Namen „Sustainiac“ herausgebracht und schon auf recht obskure Weise in Schecter- und Hamer-Gitarren verwendet wurde, ohne daß Lizenzzahlungen geflossen wären. Irgendeiner bekommt das schlechte Karma am Ende ab, in diesem Falle Moog. Vielleicht hätte der Schuster auch bloß bei seinen Leisten bleiben sollen, wer weiß?
    .
    Der Sustainiac war ein elektro-mechanischer Feedbacker, der mittels eines Transducers und eines Magneten, die an der Kopfplatte montiert wurden, die Saiten in Schwingung versetzte, so als ob man vor einem riesigen Marshall-Stack steht.
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    Wenn man damit umgehen kann, klingt es wahrscheinlich grandios nach David Torn oder Adrian Belew. Ich konnte nicht damit umgehen…
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    • Profilbild
      TobyB  RED

      Konzeptuell, erinnert mich ein bischen an die frühen Achtziger und insbesondere die Roland G707/GR-700, G77/GR77B. Oder als Controller Variante das Casio DG 20. Die Optik lass ich mal aussen vor. Auf der einen Seite bin von dem Konzept der Gitarre neue Möglichkeiten der Klangforschung zu geben fasziniert. Auf der anderen Seite, ich kann nur Tasten und Schlagen, mehr als 4 Saiten stressen mich.

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    Armin Bauer  RED

    Mein Favourite ist die Reversed Flying V.
    Respekt wer sich traut, so ein Design auf die Käufer los zu lassen.

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      kakagoo

      Ich würde es nicht zwingend „Design“ nennen – aber ich gebe Dir Recht; jedoch- die ist bestimmt Gold wert, bei gefühlten 5 verkauften Exemplaren… ;-)

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    Rodspoon

    Der große Vorteil des virtuellen Betriebsmodus der AT-200 ist, dass die Gitarre in sekundenschnelle perfekt gestimmt ist. Die AT-200 ist die perfekt gestimmte Gitarre bzw. Bassgitarre für schnelle Demoaufnahmen.

    Es gibt 729 Millionen mathematisch mögliche Gitarrenstimmungen. Wenn man eine AT-200 mit der Softwareausstattung „Complete Pack“ besitzt, kann man sich Presets für beliebige Stimmungen bauen und diese schnell abrufen. Die AT-200 mit dem Autotune System des amerikanischen Ingenieurs Andy Hildebrand ist für jeden Gitarristen, der sich intensiv den Möglichkeiten verschiedener Gitarrenstimmungen beschäftigen will, ein Muss!

    Fazit: Der größte Fehler den man bei der Peavey AT-200 machen kann, ist sie wie eine normale Gitarre zu betrachten. Das ist sie nicht! Hildebrand ist es gelungen, mit schon bekannte elektronischen Bauteilen eine virtuelle Schicht auf den Gitarrenhals zu zaubern, die es ermöglicht, eine Vielzahl von bekannten oder neuen Gitarrenstimmungen auf Knopfdruck bereitzustellen. Sensationell! Dies ist keine Gitarre für Anfänger, eher ein Instrument für Gitarrenfans, die die Gitarre in all ihren Möglichkeiten ergründen wollen.

  6. Profilbild
    Jan Steiger  RED

    Also die Moog E1 würde mich persönlich ja sehr interessieren. Gibt’s da jemanden, der Infos hat, ob man das Teil gebraucht irgendwo bekommt? Und wenn ja, zu welchen Konditionen? Ebay oder Reverb geben so gar nichts her…

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      Green Dino  AHU

      Ich find die Moog E1 auch sehr interessant^^
      Mit Delay und schönem Reverb kann man damit doch bestimmt wunderschöne Landschaften bauen?!
      Wusste gar nicht, dass sowas mal gebaut wurde.
      Ich hatte vor fast 20 Jahren aufgehört Gitarre zu spielen, hätte aber große Lust die E1 mal zu spielen…

  7. Profilbild
    mrdd

    Ebenso schlimm wie die Stratacoustic: Die Telecoustic! Die gleiche Konstruktion in Teleform. Hatte so ein Ding, dachte wenn Fender drauf steht, kann man nichts falsch machen ;) Furchtbarer Sound sowohl unverstärkt als auch elektrisch. Und die Hoffnung, eine akustische Gitarre mit der Bespielbarkeit einer E-Gitarre zu bekommen, war schnell dahin. Aber das Teil hat wohl auch Liebhaber, konnte sie nach ein paar Jahren für mehr als den Neupreis von 222 € wieder verkaufen :)

  8. Profilbild
    Florian Anwander  RED

    Ich hätte mir die Stratacoustic beinahe gekauft. Eineinhalb Minuten Ausprobieren im Laden haben mich dann eines besseren belehrt. Allerdings verließ ich den Laden mit leicht wehem Herzen, denn ich fand – und finde immer noch – dass das eine super gut aussehende Gitarre ist.

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