Praxis-Report: Bodentreter und Pedale für Synthesizer

14. Dezember 2016

Effekte für den Synthesizer

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Den 4-Teiler zum Thema „Stompbox Effekte für Keys“ habe ich, wie viele von euch auch, mit Aufmerksamkeit gelesen. Dabei wurde sehr detailliert auf die einzelnen Effektgeräte, sortiert nach Effektgruppen, eingegangen. Zahllose Audiobeispiele und die wirklich fachliche Kompetenz des Kollegen K. Rausch machen diese Artikelserie zu einer Art Kompendium.

Dies möchte ich nun mit eigenen Erfahrungen ergänzen, die ich als Nicht-Gitarrist erst einmal machen musste. Zusätzlich werde ich auch einen Blick auf die Welt der Multieffektgeräte werfen. Auch der Preis- und Liveaspekt wird dabei nicht zu kurz kommen. Auf die Charakteristik einzelner Geräte werde ich nicht eingehen. Wer sich zusätzlich noch im Bereich der nicht-akademischen elektronischen Musik tummelt, ist hier genau richtig.

Etwas Geschichte

Ein Grund dafür, dass die Renaissance der analogen Synthesizer in den letzten Jahren eine solch rasante Entwicklung erleben durfte, ist wohl der Tatsache geschuldet, dass viele Musiker auf der Suche nach dem eigenen Sound sind und waren. Nach der Dominanz der Plug-ins seit den 2000er Jahren waren es viele Musiker leid, immer wieder die gleich klingenden VA-Plug-ins mit der Maus zu schubsen oder mit Controllern fernzusteuern. Dass irgendetwas fehlte, war klar. Nur was? Die Zeit der Wiederauferstehung war gekommen. Mit Geräten wie der Bass Station 2, Volcas, dem Minibrute, Mopho und vielen weiteren Analogen hielt wieder ein richtiger Synthesizer Einzug ins heimische Studio bzw. rückte wieder in den Mittelpunkt. Analog ist hip. Damit wurden die Plug-ins natürlich nicht verdrängt, aber der ambitionierte E-Musiker wollte mehr und erkannte schnell oder wieder die Vorzüge von Hardware. Ich kenne viele Kollegen, denen es genau so erging. Einige holten einfach wieder ein paar Geräte vom Speicher. Andere trauerten den Geräten nach, die sie ein paar Jahre zuvor verschleudert hatten und kauften zähneknirschend neu. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Letztendlich unterstützen Synthesizer aus Fleisch und Blut massiv den kreativen Prozess. Und als zusätzliches Bonbon bereichern sie die eigene Arbeit mit einem ganz eigenen Sound.

Wer zum allerersten Mal einen analogen Synth zu Hause anstöpselt und eine Zeit lang damit gespielt hat, wird folgendes Phänomen kennen: Die anfängliche Euphorie weicht irgendwann einem inneren skeptischen Blick: Klingt das nun wirklich besser als meine virtuellen Klone im Rechner? Und wenn ja, ist dieser Unterschied es wert, auf all die Vorzüge einer rein digitalen Studioumgebung zu verzichten?

Und da haben es die analogen Maschinchen erst mal schwer. Denn die meisten von ihnen besitzen keine Effekte und das gewohnte Total Recall ist Geschichte. Während das VA-Plug-in mit Heerscharen von Effekten geliefert wird, von denen die meisten Presets natürlich auch regen Gebrauch machen, hat das analoge Kistchen davon wenig bist oft Garnichts zu bieten. Dort freut man sich über den Feedback-, Drive- oder Brute-Regler, der noch etwas mehr Wärme oder Schmutz hinzufügt. Aber oft sind es nur nett gemeinte Dreingaben, die den Effektketten der VA-Plug-ins bei weitem nicht das Wasser reichen können. Vergleicht man also den Sound von VA und echt Analog, so sollte man zuerst alle Effekte im Plug-in rigoros abschalten. Nur so ist ein direkter Vergleich möglich. Dies gilt auch für virtuell-analoge Hardwaresynthesizer.

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Die Sache mit der Latenz

Während externe Effekte zusätzliches Budget verschlingen, werden den meisten DAWs gleich mehrere Effekte kostenlos mitgeliefert. Zudem können viele VA-Plug-ins auch als reine Effekte genutzt werden bzw. werden diese FX-Pendanten bei der Installation gleich mit installiert. Diese Effekte können natürlich für erste Experimente mit dem eignen Hardwaresynth genutzt werden. Voraussetzung dafür ist, dass das verwendete Audiointerface samt Treiber eine möglichst geringe Latenz besitzt. Zur Erinnerung: Das Signal läuft eine ziemlich lange Kette, bestehend aus DAW-MIDI-Spur, MIDI-Interface, Synthesizer, Audio Out, Audio-In Interface, DAW, Effekt-Plug-in, Audio-Out , Lautsprecher. Verkettet man mehrere Effekte oder nutzt zusätzliche Subgruppen im virtuellen Mixer, so addieren sich nochmals deren Laufzeiten. Steht ein Synth im Global-Off Mode, so addiert sich nochmals die Zeit für das MIDI-Signal hin zur DAW und wieder zurück. Schickt man zusätzlich noch ein MIDI-Sync-Signal zum Synthesizer… Ich denke, an dieser Stelle wissen Sie, worauf ich hinaus will: An irgendeinem Punkt wird es unmöglich, das Gespielte halbwegs tight in den Rechner zu bekommen. Die sich addierenden Latenzen machen gerade bei schnellen Passagen mit beispielsweise einem kurzen Delayeffekt wenig Spaß. Auch das tighte Triggern von Arpeggio-Mustern im Synth wird unmöglich. Eine Lösung wäre es in diesem Fall. alles ohne Delays einzuspielen und diese im Nachhinein hinzuzufügen. Das ginge. Aber damit geht nicht nur eine Menge Spaß verloren, sondern auch der Groove. Und genau den wollen wir ja in aller Regel haben.

Kurzer Ausflug in die Gesangswelt

Eine Gesangsaufnahme, bei der Sänger sich selbst mit etwas Hall hört, wird in der Regel besser, als wenn der Sänger sich ohne Hall hört. Bereits geringe Latenzen verwirren den Sänger. Das kennt man, wenn man beim Telefonieren seine eigne Stimme nur leicht versetzt hört. Um eine weitestgehend latenzfrei Abhörsituation für den Sänger zu ermöglichen, werden in den Studios dieser Welt Hardware Hallgeräte für den Monitorweg eingesetzt. Nimmt man beide Signale, also trockenes und bearbeitetes Signal auf, so kann der Hall im Nachhinein immer noch gegen eine bessere in Plug-in Ausführung getauscht werden. Dabei wird der Groove erhalten.

Das gilt in gleicher Form natürlich auch für den Einsatz von Effekten in der synthetischen Welt.

Somit ist die mir einzig bekannte und praxistaugliche Lösung der Einsatz von Hardware-Effekten, da die Zeit zur Berechnung im Rechner sowie das Routing des Signals ausbleibt. Ein weiterer, meiner Meinung nach ganz wichtiger Aspekt bei Hardware-Effekten ist deren direkte Bedienung. Warum? Der Vorteil eines guten Analogsynths liegt darin, dass man alle Parameter im direkten Zugriff hat. Etwas mehr Cutoff, den LFO etwas schneller, den Suboszillator etwas leiser, Release einen Ticken länger. Alles das und noch viel mehr schraubt man intuitiv zurecht, bis sich der gespielte Sound perfekt in den Song integriert und mit dem übereinstimmt, was man im Kopf hat. Und genau das ist es, was auch einen Effekt ausmacht. Etwas mehr Tiefe für den Chorus, weniger Feedback aufs Delay, das Reverb etwas breiter. Mit Hardware ist der Sweetspot schnell ausgemacht. Natürlich geht das auch mit Plug-ins. Aber präziser und intuitiver ist auch hier mal wieder die Hardware.

Deswegen: Egal ob man nun Delay, Reverb, Distortion oder Modulationseffekte wie den Chorus beifügt, all diese Effekte sollten Sie als wichtige, klangformende Elemente sehen. Mit nur etwas Erfahrung hat man schnell raus, welcher Effekt in welcher Situation sinnvoll ist. Viele neigen gerade am Anfang zur Übertreibung. Wenn sich daraus ein eigener Stil entwickelt, so hat aber auch dies seine Berechtigung. Ich bin der Meinung, dass es hier keine Regeln gibt. In der nicht-akademischen elektronischen Musik ist alles erlaubt. Und gerade bei den Effekten gibt es viel Neues zu entdecken.

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Auch bei Synthesizern, die bereits Effekte eingebaut haben, bewirken andere, externe Effekte oft Wunder. Viele midschool Modelle aus den 90ern protzten bereits damals mit einem eingebauten Effektprozessor. Über diese rümpft man heute eher die Nase. Gut gemeint, aber heute nur selten zu gebrauchen. Ich konnte so manchen meiner alten Synthesizer neu entdecken, indem ich einfach mal andere Effekte hinten dran gesteckt und die internen abgeschaltet habe. Damit kommt der Global-Effekt-Off-Button endlich und nach Jahrzehnten mal zum Einsatz.

Aber auch anders herum geht: Einige Synthesizer wie zum Beispiel der Virus TI oder der Korg Radias besitzen externe Eingänge. Damit lassen sich diese Maschinen auch als vollwertige externe Effekte nutzen. Dazu habe ich mir für meine Geräte je ein Preset erstellt, das ich bei Bedarf bequem aufrufe. Eine einfache Patchbay hilft ungemein dabei, jedes Signal überall hin zu routen. Zum Beispiel vom Ausgang meines MinibBrute zum Eingang des Radias. Auch Verkettungen von Effekten lassen sich damit schnell realisieren.

Die Qual der Wahl

Hat man sich entschieden, in die Welt der Effektgeräte einzutauchen, so sollte man vorab ein paar Dinge für sich klären. Zum einen ist da immer die leidige Frage des Budgets. Effektgeräte gibt es in allen Preisklassen. Auch hier gilt die verrückte Regel: Teuer ist meist auch besser. Aber billig ist nicht immer gleich schlecht. Es gibt Geräte, die in der Fachwelt hoch gelobt werden, aber bei meinem Praxiseinsatz im Studio klanglich völlig versagten. Beispiel Distortion: Mir wurden ein Boss MD-2, Boss OS-2 oder Electro Harmonics Muff als Zerstörer für meine Xoxbox empfohlen. Nach langen Tests hat keiner mich wirklich überzeugt. Dann habe ich es mit der RAT-Emulation eines Boss GT-10 Multieffekts probiert und ich war sofort begeistert. Soll heißen: Die persönliche Empfindung für oder gegen einen Sound ist das entscheidende Kriterium.

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Mono rein, Stereo raus

Zum anderen sollte man vorab klären, ob man grundsätzlich Mono- oder Stereosignale bearbeiten will. Wer es noch nicht wusste: Es gibt analoge Synthesizer, die ein echtes Stereosignal erzeugen können, indem zum Beispiel die einzelnen Oszillatoren moduliert auf die beiden Kanäle geroutet werden können. Aber auch viele digitale Synths generieren auch ohne die internen Effekte ein echtes Stereosignal. Hier sind Stereoeffekte ratsam, wenn man das bereits vorhandene Stereo erhalten will. Hersteller wie TC Electronic oder Strymon haben viele interessante Kandidaten im Portfolio, die alle über ein Stereoeingangspaar verfügen. Dies ist in vielen Fällen auch für Gitarristen sinnvoll. Beispiel: Man verpasst dem Monosignal der Gitarre mit einem Choruseffekt ein Portion Breite und will dies mit einem nachgeschalteten Delay weiter veredeln. Hätte das Delay nur einen Monoeingang, so würde die erzeugte Breite des Chorus wieder zerstört. Gut ist, wenn das Delay in diesem Fall auch Stereosignale verarbeiten kann. Lediglich beim Distortion gibt es nur sehr, sehr wenige Stereogeräte wie zum Beispiel dem Elektron Analog Heat. Da der Distortion in der Regel am Anfang der Effektkette steht, ist dies aber meist zu verschmerzen.

Gerätetypen

Die Welt der externen Effekte besteht aus grundsätzlich 4 unterschiedlichen Gerätetypen.

Klassischer Bodentreter

Klassischer Bodentreter

Zum einen gibt es die klassischen Bodentreter. Dies sind kleine handliche Kistchen, die auf dem Boden liegen und vornehmlich mit den Füßen bedient werden. Diese gibt es auch mit einem oder gleich mehreren eingebauten Effekten (Thema Multieffekte, dazu später mehr).

Alte 19" Effekte können auch heute noch Spaß machen

Klassische 19″ Effekte können auch heute noch Spaß machen

Dann gibt es die klassischen 19“ Rackgeräte, die meist auch als Multieffekte fungieren. Diese bieten in der Regel auch Stereoeingänge und sind für den professionellen Studiobetrieb gedacht. Es gibt auch 19“ Effektgeräte für die Gitarre, die durchweg als Multieffekte ausgelegt sind.

DJ-Effekt

DJ-Effekt

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Synthfreak  AHU

    Danke, ich fand deinen Artikel gut zu lesen und du bist auf verschiedene Aspekte, gerade die Sache mit dem Klang in fremden Räumen fand ich gut, eingegangen.
    Ein sehr schöner Artikel.

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    Organist007  

    Super Artikel ! Gerade die externen Effekte (oft analog) beleben den Klang ungemein !
    Es gab mal ein Interview mit ENO in dem er meinte, man müsse aus Atomen (Synth) Moleküle (synth+effekt+Raum) erschaffen, damit der Klang lebt.Jetz weiß ich, was er meinte.

    Ich verwende derzeit einen MXR Phaser, der aus mono Stereo macht (2 unabhängige phaser !), Moog drive (macht z.B.aus nord lead einen „echten“ analogen), EH Cathedral (ein reverb als „klangbestandteil“), Flash back von TC, dawnerprince boonar an der farfisa orgel (Rick wright!) und als abgefahrensten den geiger Counter, eine art verzerrer/crusher. und natürlich eventide H9 (veredelt quasi JEDEN synth, auch den Billigsten).

    Wie der Autor beschrieben hat, begreife auch ich solche Effekte als Teil der Klangformung/Synthese.

    Dabei gilt : weniger ist oft mehr, aber manchmal darf es auch „over the top“ sein.
    Kommt immer drauf an.

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      AMAZONA Archiv

      Jaaahh, der Geiger Counter ist echt abgefahren!!! Krasser Soundverbieger. Es gibt da nicht viel, was da mithalten kann…

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    AMAZONA Archiv

    Hallo Bernd! Das ist ein sehr wertvoller Artikel, und zudem gut geschrieben und flüssig zu lesen. Neben deutlich technisch orientierten Artikeln und Tests scheinen mir Artikel wie diese sehr hilfreich um sich im Dschungel der Angebote und Möglichkeiten zurecht zu finden. Beispiele aus der Praxis ziehe ich immer rein akademisch orientierten Beschreibungen des Offensichtlichen vor.
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    Allerdings habe ich ein Haar in der Suppe gefunden. Du schreibst: „Es gibt auch Geräte, denen man via USB andere Effektmodelle einhauchen kann. Beispiel: TC Electronic Toneprint“.
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    TC Electronic bietet mit seiner Toneprint-Reihe die Möglichkeit ein Preset in einem Effektgerät zu speichern. Dieses Preset kann entweder mit dem kostenlos erhältlichen Toneprint-Editor erstellt werden, oder man kann Toneprints bekannter Künstler einspielen, die diese für das Gerät erstellt haben. Der Toneprint-Editor erlaubt übrigens zusätzliche Parameter zu steuern, die Charakteristik der Regler zu ändern, oder einem Regler ein ganz anderes Parameter zuzuordnen. Extrem schick!
    .
    Allerdings bleibt der Corona-Chorus ein Chorus, und das Flashback-Delay ein Delay. Wenn es das war was Du ausdrücken wolltest, dann will ich nix gesagt haben. Ansonsten, gern geschehen. Ist ja letztlich nur eine Kleinigkeit …

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      Bernd Scholl  RED

      Danke für den Hinweis und die Klarstellung. Ich denke es sollte klar formuliert sein, daß ein Chorus ein Chorus und ein Delay ein Delay bleibt. Via Toneprint lassen sich aber auch extreme Einstellungen an den Effekten realisieren, die dann nur noch wenig an den ürsprünglichen Effekt erinnern.
      Über Feedback freue ich mich immer und beantworte Fragen gerne. Man lernt nie aus…

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    fkdiy  

    Danke für den informativen Beitrag! Eine Kleinigkeit: Der Link auf Seite 1 zum Artikel für Rotary und Distortion ist falsch und führt zu Teil 2, Delay und Phaser.

  5. Profilbild
    Green Dino  AHU

    Irgendwie bin ich noch nicht dazu gekommen mir die Artikel über Effektpedale durchzulesen.
    Deshalb nehme ich deinen Artikel jetzt zum Anlass das endlich nachzuholen. Danke dafür ;)

    Ps.: Diese Frage (…Wer zum allerersten Mal einen analogen Synth zu Hause anstöpselt und eine Zeit lang damit gespielt hat, wird folgendes Phänomen kennen: Die anfängliche Euphorie weicht irgendwann einem inneren skeptischen Blick: Klingt das nun wirklich besser als meine virtuellen Klone im Rechner?…) habe ich mir allerdings nie gestellt^^

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    janschneider  

    Für den fortgeschrittenen (Live-)Einsatz könnte auch ein Looper/Switcher à la Boss ES-5 praktisch ein, mit dem man mehrere Effektketten per Fußtritt oder MIDI verwalten und schalten kann.

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    Marcel Halbeisen  

    Danke für den tollen Bericht. Zur Zeit bin ich aber daran, meine EHX-Bodentreter wieder zu verkaufen, da ich sie einfach unhandlich finde. Natürlich müssen die Schalter einen Fusstritt „aushalten“, denn dafür sind sie gemacht, aber für die Handbedienung gehen die oft zu schwer und machen meist einen Saukrach. Ich will ja nicht immer nur laut sein um unangenehme Geräusche zu überdecken… Dann das ständige Kabelgebastel. Und meist von A zu D zu A zu D zu A, ist doch vollkommen sinnlos und nagt an der Qualität.
    Warum gibt es eigentlich keine (oder kaum, zu mindest finde ich sie nicht) Hersteller die sich um Effektegeräte für Tastendrücker kümmern? In Stereo, in guter Qualität und gleich „anzuschrauben“ weil ein guter Synth. Mit MIDI-Unterstützung, halt was man als „Taster“ so gerne hat. Das scheint echt eine Marktlücke zu sein…

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    DANIEL FISCH

    Nachdem ich jahrelang den Boss Chorus CE-2 benutzt habe, werde ich die Neuauflage bestellen, den Ce-2w von Boss/Waza Craft, mit Stereo output und CE-1 Modus! Bin mal gespannt…

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    AMAZONA Archiv

    Hallo Moonbooter :) Schöner Artikel, sehr sauber und ohne Firlefanz geschrieben! Du sagst “ Setzt man einen Distortion für einen Synthbass ein, klassisches Beispiel sind TB-303 Bassläufe, so fehlt es nach dieser Bearbeitung am Bassfundament.“ – Dieses Problem hatte ich damals auch und fand eine Lösung, die ich aus der Welt der Parallel-Komression entliehen hab: Verkabel den Synth in einen Externen Mixer (ich hatte dafür ein mini Tapco) und schleif den Bodentreter als Send/Return Effektgerät ein, oder Notfalls splitte das Signal und lege auf einem Kanal den sauberen Synth, und auf dem zweiten das reine Distortion-Signal – Das kommt einer Wet/Dry Regeleung sehr nahe, aber hier kannst Du halt von dem externen Mixer noch den EQ rein-nehmen. Ich hatte auch mal einen Remix gemacht, wo der Sound richtig auflebte, weil ich die Distortion zum Break mit dem Send und Return-Regler manuell immer weiter aufdrehte. Das war eine Soundvariation die man ’normal‘ am Synthi gar nicht hinbekommen hätte :)

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      AMAZONA Archiv

      PS wenn Du die Möglichkeit hast, dir das Teil mal zu leihen, dann stöpsel mal einen Ibanez TS9 hinter deine Xoxbox ;) ist aber gut möglich, dass man dich danach auffordert einen Waffenschein zu machen :D

  10. Profilbild
    DocD

    Den Zoom MS-70 CDR habt ihr gar nicht erwähnt. Perfekter Begleiter für batteriegespeiste Mini-Synths wie die Volcas etc., weil auch batteriebetrieben. Dazu sehr gut verarbeitet, mit tollen Emulationen teurer TC- oder Strymon-Effekte und zum Taschengeldpreis. Die Unterschiede zu den viermal so teuren Originaleffekten sind im Direktvergleich zwar hörbar, gehen im Mix aber definitiv unter.

    • Profilbild
      Bernd Scholl  RED

      Es wurden viele (sogar sehr viele) Effekte nicht namentlich erwähnt. So auch der Zoom MS-70 CDR nicht. Dafür aber der Zoom G3, der höchstwahrscheinlich (ist aber Spekulation) die gleiche Engine wie der MS-70 nutzt. Meine Meinung zum Zoom G3 findest Du im Test. Ich denke aber nicht, daß ein „schlechter“ Effekt immer im Mix untergeht. Im Gegenteil.

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