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Test: Casio XW-PD1, Groovebox

(ID: 119988)

Effekte

Auch hier hat man eine Auswahl an Presets. Unter den 200 Presets finden sich diverse Filter, die sich nach Typ und Modulation unterscheiden, Roll-Varianten für kurze, rhythmische Wiederholungen, Flanger, Gater, Delay, Reverb, Harmonizer und Verzerrer von Bit Crusher bis Distortion sowie einige Kombinationen daraus.
Die Effekte beziehen sich immer auf den kompletten Groove bzw. eine gesamte Spur und sind intern unterschiedlich angeordnet. Rolls und Tape Stop kommen immer zuerst, darauf folgen Filter, Verzerrer usw. Reverb, Chorus und Auto-Panning finden sich stets am Ende der Signalkette, um den Sound in Pseudo-Stereo zu verwandeln.
Die Effekte sind weniger als klassische Studioeffekte zu verstehen, die man anteilig den Sounds hinzumischt. Nur Reverb macht hier eine Ausnahme. Vielmehr wollen sie integrale Bestandteile des Grooves sein. Deswegen weist man die Effekte den Pads zu und triggert sie im Takt, wahlweise manuell als Performance oder zeichnet sie im Sequencer auf.
Mit zwei FX-Regler kann man die Effekte ein wenig verändern, etwa Cutoff und Resonanz bei einem Filter. Diese Reglerbewegungen lassen sich auch im Sequencer aufzeichnen. Allerdings sind sie nicht an einen Effekt gebunden, sondern bewegen die Parameter aller Effekte, die gerade aktiv sind. Als Dritter im Bunde agiert ein Fader, der auch als Effektparameter zugewiesen werden kann oder aber einen „Scratch“-Sound erzeugt. Das klingt zwar zunächst albern, aber mit dieser Fader-Bewegung wird der gerade aktive Effekt deaktiviert. So kann man etwa von einem anhaltenen Roll oder Bit Crusher mit dem „Scratch“ wieder zum eigentlichen Groove zurückblenden. Passt öfter als man denkt.

Casio XW-PD1 Ring

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To the Beat

Nun haben wir viele Presets mit Sounds und Effekten, jetzt müssen wir sie auch zum Grooven bringen. Der Sequencer des XW-PD1 ist sehr Rhythmus-orientiert. Beats werden über die 16 Pads, deren Velocity-Wert nur fest eingestellt werden kann, eingehämmert. Wahlweise kann man auch die ringförmig angeordneten Step-Tasten nehmen, hier hat man also Lauflicht- und Echtzeiteingabe parallel zur Hand. Was bei Drums noch gut angeht, ist bei Instrumenten schon wieder etwas gewöhnungsbedürftig. Basslines lassen sich noch ganz passabel einspielen, bei Chords verkrampft die Hand schon etwas. Für Beats und Lines hat man vier Spuren zur Verfügung, die hier Bank heißen. Zur Patternbearbeitung findet sich alles Nötige: Copy, Clear, Key Shift, Swing.
Einen Songmodus oder Pattern-Chain gibt es nicht. Die Arbeitsweise orientiert sich an der Produktion von Club Tracks, d.h. man arbeitet um ein Basis-Pattern herum, mutet Klänge, startet Filter-Sweeps und Effekte ein, baut über Rolls und Stops ein Minimalarrangement auf. Manuell kann man zur nächsten Sequenz weiterschalten, jedoch geht das nicht ganz nahtlos, es kommt zu kleinen Aussetzern. Jedoch kann man über die Funktion „Pattern“ die einzelnen Takte einer Sequenz direkt anspringen und so den Verlauf etwas improvisieren.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Meine Fresse. Das Ding klingt ja genau so plastikmäßig wie es aussieht.
    Die Zeiten des Trash-Electro sind doch glücklicherweise schon einige Jahre vorbei. Droht hier vielleicht ein Revival?!

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    bytechop

    Da wird einem ja schlecht, die Kiste zieht das allgemeine Testniveau hier ganz schön runter. Sowas gehört eigentlich in die Beats oder Keys Zeitung.

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      Tyrell RED 1

      @bytechop Deiner Meinung nach sollen wir also nur Geräte testen die wirklich richtig gut sind? Ich bin allerdings der Meinung, dass es sich immer auch lohnt Low Budget Produkte zu testen. Und mit Testniveau hat das meiner Meinung nach nichts zu tun, sondern mit Bandbreite ;-)

  3. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Oh jeh, da hat aber jeders Casio MT – irgendwas aus den 80ern auch heute noch viel mehr Charme. Selbst die frühen Fruity Loops- Geschichten klangen besser und die mochte ich auch nie :)

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    Filterpad AHU 1

    Ich denke das hier Casio den selben Markt anspricht, wie es in den 90ern erfolgreich der Fall war. „Kaufhaus-Kunden“, die ein Musikinstrument für spontane Beatbastler suchen mit schnellem Ergebnis und weniger den experimentellen, anspruchsvollen Studio/Live-Musiker. Da finde ich es viel schlimmer das große Namen wie Roland oder Yamaha irgendwie Instrumente bauen, die ebenfalls in das „Regal“ passen würden! Zugegeben, etwas ‚harsch‘ formuliert, aber den Eindruck erwecken die neuen Mini-Kistchen! Casio hat hier alles richtig gemacht. Man muss es ja nicht kaufen bzw. in seine Produktionen mit einfließen lassen.

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      AMAZONA Archiv

      @Filterpad UVP 269,-, also Straßenpreis dann irgendwo so um die 220,-. Das ist für dich ein Mitnahmeartikel im Nicht-Fachverkauf? Da frag ich mich gerade ganz spontan, warum man die Volcas nicht bei Penny an der Kasse in der Quengelzone stehen sieht :)

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        richard AHU

        Yamaha DJX war damals ja auch nicht unbedingt an das Fachpublikum gerichtet und preislich auch auf dem Niveau eines Einsteiger Entertainment Keyboards.
        Zu einer anderen Zeit zugegeben, als Software noch nicht so stark in Mode war ;-)

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          AMAZONA Archiv

          @richard DJX, ein Verbrechen an der Tastenwelt, das ich bis eben gerade leidlich erfolgreich verdrängt hatte…..

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        TobyB RED

        @richard Hallo Richard,

        klar ist das ausbaufähig. Ich finde das Konzept des Casio XW-PD1 nicht übel, nur zu schnell und technisch unausgereift umgesetzt.

        Die Omnichords waren ursprünglich mal zum lernen von Akkorden gedacht. Insofern würde ich das nicht als Gimmick bezeichnen, das studieren von Akkorden geht mit den Dingern echt gut. Und das die Akkorde auch via Midi rausgehen ist so dumm nicht. Etliche „Pop“ Musiker in UK haben so ihre Akkorde „erarbeitet“.

  5. Profilbild
    Stephan Merk RED

    Ich finde manche der Kommentare hier einfach unpassend. Jeder sollte sich überlegen, mit was er angefangen hat, hoffentlich kein MT-Keyboard oder C64, sonst müsste man ja anfangen über sich selbst zu lachen. Warum muss man so ein Gerät so plump aburteilen? Es gibt natürlich Besseres und die Folcas wurden Anfangs ähnlich so verlacht, heute trauen sich alle zu schreiben, wo man sie alles einsetzt. Und jeder Electro-Musiker sollte im Kopf haben, wie Orchester-Musiker und Solosisten über Computer-Nerds und DJs schmunzeln: „Das Gejaule hat mit Musik nichts zu tun sondern ist Spielerei“. Ich denke, man kann so ein Gerät nicht gut finden, sollte aber respektable Kommentare mit Blick über den Tellerrand verfassen. Es muss solche Geräte geben, und sei es nur fürs Kinderzimmer. Ich hatte ein PT-31 von Casio unterm Weihnachtsbaum Anfang der 80er Jahre vorgefunden und hatte Jahrelang damit Spaß. Und ich bin stolz drauf! Im Übrigen, danke für den schönen Testbericht.

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