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Test: Casio XW-PD1, Groovebox

Editor

Auch bei Casio scheint man sich bewusst zu sein, dass das Konzept nicht ganz optimal ist. Warum sonst ein Software-Editor für eine autarke Groovebox? An diesem Mac/PC-Editor kann man nicht nur Grooves im gewohnten 16-Step-Raster (nicht in Kreisform) erstellen, sondern auch Velocity editieren, die Sounds mit übersichtlichen Klarnamen auswählen, die ein bisschen Effekte editieren, Samples übertragen und alle Systemeinstellungen vornehmen, die am Gerät oft kompliziert zu erreichen sind. Nützlich ist die Software überdies zum Speichern und Austauschen von Grooves und Samples. Der Editor ist zwar nicht sonderlich schick, erfüllt aber seine Funktion. XW-PD1 installiert sich nach Anschluss an den Computer selbst.

Casio XW-PD1 Editor

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Fazit

Die Bewertung fällt nicht ganz leicht. Vielleicht kann man es an den Ansprüchen festmachen, die man an das Gerät hat? Sucht man eine Groovebox um Ideen zu skizzieren und ein bisschen zu jammen, erfüllt XW-PD1 diese Aufgabe recht gut. Allerdings ist eine intensivere Einarbeitung erforderlich, da nicht alle Bedienschritte intuitiv gelöst sind. Will man hingegen eine Maschine als Ergänzung für ein Setup scheitert es am fehlenden MIDI-Port und einigen fehlenden Funktionen.

Klangtechnisch ist XW-PD1 zwar nicht ganz auf der Höhe von Top-Maschinen, doch mit der konsequenten Ausrichtung der Presets und Drums liegt man damit bei Club-Styles richtig, insbesondere wenn HiFi-Sound dem gewünschten Ergebnis eher abträglich ist.

Casio XW-PD1 hat fraglos Potential, doch liegt dieses leider unter einer Bedienung begraben, die besser gelöst hätte werden können. Ich würde Casio empfehlen, das Konzept auf eine höhere Stufe zu heben, dann könnte die Maschine eine ernst zu nehmende Konkurrenz für etablierte Grooveboxen sein. Im dieser Form sehe ich darin eher ein nettes, durchaus günstiges Notizbuch für Groove-Ideen, mit dem das Performen durchaus Spaß macht.

Plus

  • gute Soundauswahl für diverse Dance-Styles
  • Effekte manuell und im Sequencer triggerbar

Minus

  • kein MIDI-I/O
  • Bedienung am Gerät oft nicht intuitiv
  • keine Editiermöglichkeiten der Sounds

Preis

  • Ladenpreis: 269,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Meine Fresse. Das Ding klingt ja genau so plastikmäßig wie es aussieht.
    Die Zeiten des Trash-Electro sind doch glücklicherweise schon einige Jahre vorbei. Droht hier vielleicht ein Revival?!

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    bytechop  

    Da wird einem ja schlecht, die Kiste zieht das allgemeine Testniveau hier ganz schön runter. Sowas gehört eigentlich in die Beats oder Keys Zeitung.

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      Tyrell  RED 1211

      Deiner Meinung nach sollen wir also nur Geräte testen die wirklich richtig gut sind? Ich bin allerdings der Meinung, dass es sich immer auch lohnt Low Budget Produkte zu testen. Und mit Testniveau hat das meiner Meinung nach nichts zu tun, sondern mit Bandbreite ;-)

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    AMAZONA Archiv

    Oh jeh, da hat aber jeders Casio MT – irgendwas aus den 80ern auch heute noch viel mehr Charme. Selbst die frühen Fruity Loops- Geschichten klangen besser und die mochte ich auch nie :)

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    Filterpad  AHU

    Ich denke das hier Casio den selben Markt anspricht, wie es in den 90ern erfolgreich der Fall war. „Kaufhaus-Kunden“, die ein Musikinstrument für spontane Beatbastler suchen mit schnellem Ergebnis und weniger den experimentellen, anspruchsvollen Studio/Live-Musiker. Da finde ich es viel schlimmer das große Namen wie Roland oder Yamaha irgendwie Instrumente bauen, die ebenfalls in das „Regal“ passen würden! Zugegeben, etwas ‚harsch‘ formuliert, aber den Eindruck erwecken die neuen Mini-Kistchen! Casio hat hier alles richtig gemacht. Man muss es ja nicht kaufen bzw. in seine Produktionen mit einfließen lassen.

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      AMAZONA Archiv

      UVP 269,-, also Straßenpreis dann irgendwo so um die 220,-. Das ist für dich ein Mitnahmeartikel im Nicht-Fachverkauf? Da frag ich mich gerade ganz spontan, warum man die Volcas nicht bei Penny an der Kasse in der Quengelzone stehen sieht :)

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        richard  AHU

        Yamaha DJX war damals ja auch nicht unbedingt an das Fachpublikum gerichtet und preislich auch auf dem Niveau eines Einsteiger Entertainment Keyboards.
        Zu einer anderen Zeit zugegeben, als Software noch nicht so stark in Mode war ;-)

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          AMAZONA Archiv

          DJX, ein Verbrechen an der Tastenwelt, das ich bis eben gerade leidlich erfolgreich verdrängt hatte…..

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    TobyB  RED

    Mich erinnert das Gerät an die Omnichords.

    http://www.....36-84.html

    Auch nicht wesentlich teurer, nur wesentlich älter. Ich erinnere mich das ein Kollege mit dem Omnichord, die kompletten Leadparts für ein Album benutzt hat.

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        TobyB  RED

        Hallo Richard,

        klar ist das ausbaufähig. Ich finde das Konzept des Casio XW-PD1 nicht übel, nur zu schnell und technisch unausgereift umgesetzt.

        Die Omnichords waren ursprünglich mal zum lernen von Akkorden gedacht. Insofern würde ich das nicht als Gimmick bezeichnen, das studieren von Akkorden geht mit den Dingern echt gut. Und das die Akkorde auch via Midi rausgehen ist so dumm nicht. Etliche „Pop“ Musiker in UK haben so ihre Akkorde „erarbeitet“.

  6. Profilbild
    Stephan Merk  RED

    Ich finde manche der Kommentare hier einfach unpassend. Jeder sollte sich überlegen, mit was er angefangen hat, hoffentlich kein MT-Keyboard oder C64, sonst müsste man ja anfangen über sich selbst zu lachen. Warum muss man so ein Gerät so plump aburteilen? Es gibt natürlich Besseres und die Folcas wurden Anfangs ähnlich so verlacht, heute trauen sich alle zu schreiben, wo man sie alles einsetzt. Und jeder Electro-Musiker sollte im Kopf haben, wie Orchester-Musiker und Solosisten über Computer-Nerds und DJs schmunzeln: „Das Gejaule hat mit Musik nichts zu tun sondern ist Spielerei“. Ich denke, man kann so ein Gerät nicht gut finden, sollte aber respektable Kommentare mit Blick über den Tellerrand verfassen. Es muss solche Geräte geben, und sei es nur fürs Kinderzimmer. Ich hatte ein PT-31 von Casio unterm Weihnachtsbaum Anfang der 80er Jahre vorgefunden und hatte Jahrelang damit Spaß. Und ich bin stolz drauf! Im Übrigen, danke für den schönen Testbericht.

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